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Erlösung und Vollendung / 04.a Sündenbekenntnis und Sündenvergebung 629

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Erlösung und Vollendung / 04.a Sündenbekenntnis und Sündenvergebung
« am: Juli 25, 2011, 09:24:43 Vormittag »
Jesus zu zwei schuldbeladenen, reuigen Pharisäern: „Es ist für euch gut, daß ihr euer Gewissen genau durchforschet und so die ganze Größe eurer Sünden und Laster erschauet. Damit habt ihr euch fürs erste der Sünden entäußert, werdet einen Abscheu vor ihnen bekommen und sie wahrhaft im Herzen bereuen. Dann werdet ihr auch den festen Vorsatz fassen, keine Sünde mehr zu begehen und den lebendigen Wunsch in euch fühlen, jeden Schaden, den ihr jemandem zugefügt habt, nach allen Kräften gutzumachen. Ihr werdet dies zwar nicht vollauf zu tun imstande sein, besonders bei denen, die sich schon jenseits befinden; aber da werde Ich euern festen Willen fürs Werk annehmen und für euch alles gutmachen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 163, 17-18]

 

Jesus: „Die Sündenbekenntnisse vor den Priestern, so wie sie jetzt bestehen, sind schlecht und verwerflich, weil sie die Menschen nicht bessern, sondern in ihren Sünden verharren machen. Aber Ich bin nicht dawider, daß ein schwacher, seelenkranker Mensch in gutem Willen einem stärkeren, seelengesunden Menschen seine Schwächen und Gebrechen treu bekennt, weil dann der gesunde, lichtstarke Mensch ihm aus wahrer Nächstenliebe Mittel an die Hand geben kann, durch die des schwachen Nächsten Seele erstarkt und gesund wird. Auf diese Weise wird ein Mensch dem andern ein rechter Seelenheiland. Aber Ich mache daraus kein Gesetz, sondern gebe euch damit nur einen guten Rat.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 43, 3]

 

Jesu Rat an bekehrte und erleuchtete Essäer: „Ihr könnet als rechte Seelenärzte von jenen Menschen, die bei euch Hilfe suchen, wohl ernstlich verlangen, daß sie euch ihre Sünden und Gebrechen bekennen, auf daß ihr ihnen dann einen rechten Rat fürs fernere Leben und mit dessen genauer Befolgung auch die gewünschte Heilung der Seele und des Leibes verschaffen könnet. Doch auch in diesem Falle seid ihr keine sündenvergebenden Stellvertreter Gottes, sondern nur helfende Brüder und Freunde der an Leib und Seele leidenden Mitmenschen!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 194, 7]

 

Auf die Frage einiger Jünger: „Wie kann ein schuldbewußter, reuiger Sünder zum vollen Glauben an die Erhörung seiner Bitten kommen?“ antwortet Jesus: „Ein solcher Sünder soll wissen, daß Ich kein zorniger, rachgieriger, sondern ein geduldiger, liebevollst sanftmütiger Gott bin, wie das schon durch den Mund der Propheten gesagt wurde, und wie Ich nun allen Sündern zurufe: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und mit Sünden beladen seid, Ich will euch erquicken.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 87, 1-3]

 

Auf die Frage des Petrus nach dem Wert der Beschneidung und anderer Reinigungsmittel erklärt Jesus: „Die Beschneidung an sich hat für niemand einen heiligenden Wert. Den Menschen heiligt nichts als der lebendige Glaube und die tätige Liebe zu Gott und zum Nächsten. Wer aber gesündigt hat gegen Gott und gegen seinen Nächsten, der erkenne wahrhaftig reuig seine Sünden, bitte Gott ernstlich um Vergebung, mache am Nächsten die ihm zugefügten Unbilden gut und sündige fürder nicht mehr, so ist er dann schon völlig gereinigt; denn darum, weil er die Übel gutgemacht hat und keine Sünde mehr begeht, werden ihm selbstverständlich die Sünden nachgelassen. — Wer aber das nicht tut, der bleibt in den Sünden und in ihren argen Folgen auch dann, wenn für ihn tausend Böcke geschlachtet und in den Jordan geworfen würden.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 40, 11-16]

 

Der Herr: „Wenn Jakobus aus Meinem Geiste ein gegenseitiges Sündenbekennen empfiehlt, so ist darunter keine (kirchliche) Beichte zu verstehen, sondern nur eine vertrauliche Mitteilung eigener Gebrechen und Schwächen, um dafür von dem stärkeren Bruder ein wirksames Gegenmittel im Geist und in der Wahrheit zu bekommen. Sehet, dazu braucht man keine priesterlichen Weihen, und sogar das Apostelamt ist nur ein brüderliches Lehramt.“

[Ed. Kap. 71, 24]

 

Das Jesuskindlein zu einer um ihre verlorene Weltherrlichkeit trauernden schönen Griechin: „Eudokia, seufze nicht der Welt wegen! Sondern seufze deiner Sünden wegen, so wirst du besser fahren! Denn siehe, Ich bin mehr als Cyrenius und Rom; hast du Mich, dann hast du mehr, als besäßest du die ganze Welt! Willst du aber Mich vollkommen haben, dann mußt du bereuen deine Sünde, derzufolge du unfruchtbar wurdest. Wirst du aber in Liebe zu Mir deine Sünden bereuen, dann erst wirst du nach dem Maße deiner Liebe zu Mir erkennen, wer Ich eigentlich bin. Wenn du Mich aber erkennst, dann wirst du glücklicher sein, als wärest du die Gemahlin des Kaisers!“

[Jug. Kap. 110, 6-12]

 

Auf die Frage einiger Jünger: ‚Sind bei der strengen Buße Sack und Asche notwendig?‘ erwidert Jesus: „Ebensowenig wie es von eurer Seite noch notwendig war, Mich darum zu fragen, da Ich doch hinreichend klar gezeigt habe, worin die wahre und bei Mir allein gültige Buße eines Sünders besteht. Was sollen denn Sack und Asche dem Menschen zur Heilung seiner Seele dienen? Sack und Asche galten bei den Alten nur als Entsprechungsbilder für die äußere und die innere Demut der Seele.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 42, 1-2]

 

Joseph zu Bewohnern von Nazareth, die aus Furcht vor dem Erbeben der Erde, ihrer Sünden gedenkend, ihre Kleider zerreißen wollen: „O Brüder, wenn ihr schon Buße tun wollet, da tut sie lieber in euren Herzen als in euren Kleidern! Denn der Herr sieht weder auf die Farbe des Kleides noch ob es ganz oder zerrissen ist, sondern allein auf das Herz. Denn im Herzen kann stecken Schlechtes, wie arge Gedanken, Begierden, ein schlechter Wille, Unzucht, Hurerei, Ehebruch und dergleichen mehr. Solches schafft aus euren Herzen, so es darinnen ist, da werdet ihr besser tun, als wenn ihr eure Kleider zerreißet und euer Haupt mit Asche bestreuet!“

[Jug. Kap. 270, 5-10]

 

Die im Erdenleben von unnatürlichen fleischlichen Begierden schwer gepeinigte Gräfin Mathilde bekennt im Jenseits vor Jesus: „Mein Geist blieb stets hell und voll der besten Vorsätze, aber diese waren leider zu ohnmächtig, um den Stürmen des Fleisches Widerstand zu leisten. Ich weinte oft über meine Unnatur. Aber das half alles nichts!“

[Rbl. Bd. 2, Kap. 242, 6]

 

Der Evangelist Johannes: „Fürwahr, ein reumütiger Blick zum guten Vater genügt, um der Hölle für alle Ewigkeit zu entrinnen! — Sehet an den Missetäter am Kreuz, er war ein Räuber und Mörder, aber da blickte er zum Herrn empor und sprach in großer, schmerzlicher Zerknirschung seines Herzens: ‚O Herr, wenn Du in Dein Reich kommst und wider uns Missetäter zu Gerichte ziehen wirst, da gedenke meiner und strafe mich nicht zu hart für meine großen Missetaten, die ich verübt habe!‘ Und sehet, der allgütige Richter sprach zu ihm: Wahrlich, heute noch sollst du bei Mir im Paradiese sein!‘

[GS. Bd. 2, Kap. 117, 14-15]

 

Der Evangelist Markus: „Im Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt der Herr deutlichst, welches das allergültigste Mittel ist, um zur Vergebung seiner Sünden zu gelangen, nämlich: die wahre, liebtätige, demütige und liebeerfüllte Umkehr zu Gott, dem besten und allerliebevollsten Vater aller Menschen!“

[GS. Bd. 1, Kap. 84, 23]

 

Der demütige Fischer Jonatha zu dem Jesuskindlein: „Mein Gott und mein Herr! Ich bin ein grober Sünder am Gesetze! “— Das Kindlein erwidert freundlich: „Weißt du, wer ein Sünder ist? — Ich sage dir: Der ist ein Sünder, der keine Liebe hat! — Du aber hast Liebe, und so bist du kein Sünder vor Mir. Denn Ich habe deine Sünden dir vergeben, weil 1 mehr als Moses bin, ein Herr von Ewigkeit!“

[Jug. Kap. 172, 19-22]

 

Jesus zu einem reuigen Schriftgelehrten: „Wenn ein Mensch, der sein Unrecht erkennt und bereut, es unmöglich mehr an seinem Mitmenschen gut machen kann, so bekenne er sein Unrecht reuig und wahr im Herzen vor Gott und bitte Ihn um Vergebung und darum, daß Er, dem alle Dinge möglich sind, an dem Geschädigten den ihm zugefügten Schaden gutmachen möge, so wird Gott solch eine aufrichtige Bitte auch allezeit erhören und dem ernst-gutwilligen Bittsteller die Sünde vergeben, besonders wenn dieser durch Liebewerke an anderen sein Unrecht sühnt. Wer aber auch das nicht mehr könnte, dem soll durch eine rechte Reue und durch seinen wahrhaft guten Willen von Gott aus geholfen sein.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 66, 8-9]

 

Jesus: „Wenn dein Bruder dich beleidigt und dir Übles zufügt, so hast du durch die Liebe in deinem Herzen das Recht, deinem Bruder zu vergeben. Wenn er dann freundlich zu dir kommt, dir dankt für deine Liebe und dir Gutes zu tun ernstlich verspricht, so sind ihm seine an dir begangenen Sünden auch im Himmel vergeben. — Sieht der Bruder sein an dir begangenes Unrecht aber nicht ein und verharrt in seiner Bosheit, da wird wohl deine Liebe und Geduld im Himmel hoch angerechnet, aber dem Bruder werden seine Sünden bleiben, solange er sie nicht erkennt und ablegt.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 194, 4-5]

 

Jesus zu dem römischen Oberstatthalter Cyrenius: „Hast du das belehrende Engelswort im Herzen und sündigst deinem Außenwesen nach dennoch von Zeit zu Zeit, so ist dein Herz dabei nicht einstimmig und zwingt dich bald zur Erkenntnis der Sünde und zur Reue, und du bist dadurch kein Sünder mehr.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 39, 7]

 

Jesus verlangt vor der Vergebung Widerruf böswilliger Verleumdung.

[Ev. Bd. 1, Kap. 53, 29]

 

Der Herr zu dem tief gedemütigten, reuigen König Lamech von Hanoch: „Lange hast du Meine Ordnung mit Füßen getreten; da du dich aber in der Reue gedemütigt hast vor Mir und deinen Brüdern, so habe Ich alle deine Missetaten von dir hinweggenommen und dir vergeben alle deine Schuld! Darum erhebe dich und mache durch die Liebe zu Mir und deinen Brüdern gut, was du in deiner Abtrünnigkeit Böses getan hast!“

[H. Bd. 2, Kap. 183, 27-28]

 

Der Herr zu dem geläuterten, vor Ehrfurcht bebenden Volk von Hanoch, das vor Ihm seine Sündhaftigkeit bekennt: „Kindlein, stehet auf; denn Ich, euer Gott, Schöpfer und Vater, bin ja nicht zu euch gekommen, um euch zu richten und zu strafen, sondern um euch die rechten Führer zu erwecken, die euch in eurer Schwäche leiten sollen auf den Wegen, welche ins wahre Reich des ewigen Lebens führen! Daher steht auf und fürchtet euch nicht vor Mir, eurem guten Vater, der euch über alles liebt!“

[H. Bd. 3, Kap. 80,4]

 

Der Jünger Empörung über die kniefällige Umarmung der Füße Jesu durch die reuige Maria Magdalena; des Herrn Zurechtweisung der Jünger und Seine gnadenvolle Verheißung an die in reiner Liebe entbrannte Büßerin: „Diese Maid hat viel gesündigt, — aber sie liebt Mich mehr denn ihr alle, darum wird ihr auch vieles vergeben! — Und noch sage Ich euch, daß allenthalben, wo Mein Evangelium gepredigt wird, auch dieses Vorfalles und dieser Maid Erwähnung getan wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 185, 13-14]