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Demut, Geduld und Selbstverleugnung 2 536

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Demut, Geduld und Selbstverleugnung 2
« am: Juli 28, 2011, 09:19:50 Vormittag »
Jesus auf die Frage der Jünger, wer der Erste und Größte nach Gott im Himmelreich sei: „Wahrlich, so ihr nicht umkehrt von solchen weltlich hochtrabenden Gedanken, dann kommet ihr, obwohl ihr nun Meine Jünger seid, nicht ins Himmelreich! — Wer sich selbst erniedrigt und keinen Hochmutsfunken in sich verspürt, der ist der Größte im Himmelreich; denn nur die wahre Demut eines reinen Herzens bestimmt den Seligkeitsgrad in den Himmeln!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 244, 2-3]

 

Jesus zu den Seinen: „Seid auch so geduldig, sanft- und demütig, wie Ich es von ganzem Herzen bin, und liebet einander als wahre Brüder, wie auch Ich euch liebe und allzeit geliebt habe, so werdet ihr dadurch aller Welt zeigen, daß ihr wahrhaft Meine Jünger seid! Keiner von euch dünke sich mehr zu sein als ein Mitjünger. Denn ihr seid alle gleiche Brüder; Ich allein bin euer Herr und Meister und werde das auch bleiben in alle Ewigkeit!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 71, 12]

 

Jesus: „Es ist bei jedem Menschen gar leicht möglich, daß sein Glaube trotz vieler Zeichen und Lehren schwach wird. Er darf sich nur ein wenig überheben und sich auf seine Fähigkeiten etwas einbilden, dann befindet sich seine Seele sogleich in einem zweifelvollen Dunkel, aus dem ihr nur eine rechte Demütigung helfen kann.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 146, 7]

 

Jesus in der Bergstadt Abila zu bekehrten Griechen, Römern und Juden: „Wünschet euch nicht zuviel Lebensheiterkeit, solange ihr noch im Fleische wandelt; denn durch sie verirrt sich die Seele leicht ins Weltliche und Materielle und findet dann den rechten Weg zum Leben sehr schwer. Ertraget vielmehr Freud und Leid mit der rechten Geduld und voll Ergebung in Meinen Willen, so werdet ihr dereinst in Meinem Reiche mit der Krone des Lebens geschmückt.“

[Ev. Bd. 10, Kap. 69, 12-13]

 

Jesus zu Judas Ischariot, der sich über die andern Jünger an Klugheit erhaben fühlt: „Demut begreift alles eher als der starre, eigensinnige Hochmut, der, wenn du noch länger bei ihm verharrst, dein Teufel, dein Richter und dein Tod sein wird. Was wohl hast du vor allen anderen voraus, darauf du dir soviel zugute tust?! — Demütige dich, damit du den Schlingen Satans entrinnen mögest!“

[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 18]

 

Der Wirt von Kana dem hochmütigen, leicht zu kränkenden Judas Ischariot: „Wer noch durch die Schwächen seiner Mitmenschen gekränkt und beleidigt werden kann, ist noch nicht auf jenen wahren Lebenspunkt gedrungen, auf dem der Herr von ihm sagen kann: ‚Das ist der Mann nach Meinem Herzen!‘.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 98, 14]

 

Der Herr: „Es war für Paulus wegen seines Amtes nötig, eine beständige Mahnung im Fleische zu haben, die zu ihm sprach: ‚Siehe, du bist nur ein Mensch und durchaus kein Gott! So oft du fallen wirst vor Mir, will Ich dich wieder aufrichten, damit du gedenkest, daß du nur ein Mensch bist!‘ — Paulus bat Mich dreimal heftig, daß Ich ihn von dieser Prüfung, dem ‚Pfahl im Fleische‘, befreien solle. Ich aber sprach zu ihm: ‚Lasse dir an Meiner Gnade genügen; denn Meine Kraft ist nur in den Schwachen mächtig!‘ und nun wußte Paulus, daß Ich dem Schwachen und dadurch Demütigen stets näher bin als einem Starken!“

[Hi. 2, S. 190, 12-14]

 

Jesus zu überaus eifrigen Freunden: „Ich lobe euern Eifer, doch merket euch: In der Klugheit des menschlichen Geistes liegt stets eine größere Kraft als in seiner Faust, und wo der gewisse Ernst für sich wenig oder nichts ausrichtet, da wirken Liebe, Sanftmut und Geduld Wunder. Der volle Ernst und Mut beherrsche euch selbst; eure Waffe gegenüber den Menschen aber bestehe stets nur in der Liebe, Sanftmut und Geduld, und ihr werdet auf diesem Wege, den Ich selbst vor den Menschen wandle, mehr ausrichten als mit dem Feuereifer und seinem diamantenen Ernst!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 148, 9]

 

Jesus zu einem allzu Unterwürfigen: „Du tust Mir, deinem Gott und Schöpfer, keine Ehre an, wenn du dich als Mein Werk für garnichts schätzest und dich tief unter die Würde eines Wurmes stellst. Denn durch eine solche Geringstachtung deiner selbst setzest du ja auch Den herunter, der dich aus Seiner höchsten Weisheit und Liebe geschaffen und gestaltet hat.“

[Ev. Bd. 4, Kap. 188, 3]

 

Jesus: „Die Demut im Herzen ist eine der notwendigsten Tugenden, durch die man ehest zum inneren Lichte des Lebens gelangen kann. Aber diese Tugend besteht eigentlich nur in der rechten Liebe zu Gott und zum Nächsten, durch die der Mensch sich über seine noch schwächeren Brüder nie herrisch erhebt, sondern sie nur mit Geduld zur selbst erstrebten höheren Vollendung durch Lehre, Rat und Tat zu führen trachtet. Darin allein besteht die wahre Demut, aber in der Verachtung seiner selbst besteht sie ewig nie!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 141, 9]

 

Jesus: „Ich selbst bin von ganzem Herzen demütig und sanftmütig, und Meine Geduld übersteigt alle Grenzen; aber das werdet ihr an Mir noch nie erlebt haben, daß Ich Mich vor den Menschen je verachtete! Wer sich selbst nicht gerecht als ein Werk Gottes achtet, der kann auch Gott und seinen Nächsten nicht der Wahrheit nach achten.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 141, 10]

 

Der römische Oberst Kornelius zu dem bekehrten Bettler Zorel: „Wenn wir da und dort Menschen sehen, die sich mit sehr geringen, unansehnlichen Arbeiten abgeben müssen, sollen wir, um etwa unserer Demut die Krone aufzusetzen, auch Pfützen und Kloaken räumen? Dessen bedarf es gewiß nicht; es genügt, daß wir jene Menschen in unseren Herzen nicht für geringer halten als uns, die wir vom Herrn aus ein ganz anderes Amt zu versehen haben!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 86, 7]

 

Der römische Oberst Kornelius zu dem bekehrten Bettler Zorel: „Man soll im Herzen voll wahrer Demut und Nächstenliebe sein, aber äußerlich damit nicht prunken; denn dadurch, daß ich mich äußerlich zu knechtisch tief unter die anderen Menschen beuge, mache ich sie hochmütig und benehme mir selber die Gelegenheit, ihnen in allem Nützlichen zu dienen. Eine gewisse Achtung, die ich als Mensch von meinen Mitmenschen zu erwarten habe, darf ich nie vergeben; darum wollen wir zwar im Herzen so demütig wie nur möglich sein, aber dennoch von unserem notwendigen äußeren Ansehen nichts vergeben!“

[Ev. Bd. 4, Kap. 86, 5-6]

 

Jesus: „Die Bescheidenheit ist eine schöne Tugend, und man kann sie den Menschen nur empfehlen. Aber allzu bescheiden zu sein, ist nicht selten unklug, weil man dadurch seinen Nächsten zur Selbstüberschätzung und zum Hochmut verführt.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 271, 2]

 

Der Herr zu übertrieben ehrfürchtigen Erzvätern der Urzeit: „Ich verlange nicht, daß jemand eine Stunde lang vor Mir, seinem Gott und Schöpfer, auf seinem Angesichte liegt! Alles, was Ich hebend verlange, ist ein treues, zu Mir gewendetes, liebevolles und demütiges, durch Reue geläutertes Herz, und mit einem solchen hat vor Mir kein Mensch einen Umweg vonnöten, da Ich ihm ohnehin doch allzeit der Allernächste bin.“

[H. Bd. 1, Kap. 124, 9]

 

Henoch, der erste Hohepriester der Urzeit, zu einem Bekehrten, der sich vor ihm niederwirft: „Siehe, sogar der Herr, unser Gott und Vater, hat uns allen trotz Seiner unantastbaren Heiligkeit verwiesen, vor Ihm im Staube zu liegen. Denn hat jemand ein unbeugsames Herz und mag es nicht demütigen und läutern vor Gott, da kann er sich sein Leben lang im Staube wälzen, und es wird ihm nichts nützen! Wer aber sein Herz beugt und läutert es und erfüllt es mit Liebe, der bedarf nicht mehr, seinen Leib in den Staub zu senken!“

[H. Bd. 2, Kap. 222, 4-7]

 

Der Herr zu Neubekehrten in Hanoch: „Wohl bin Ich im Vollbesitze aller unendlichen Kraft und Macht und darum ein alleiniger Herr! Aber dessen ungeachtet sollet ihr euch vor Mir nicht im Staube wälzen; denn Ich habe euch ja nicht dazu einen aufrechtstehenden Leib gegeben, daß ihr ihn gleich den Würmern vor Mir gebrauchet, sondern, daß ihr als freie Menschen, als Meine Kinder und untereinander als lauter Brüder und Schwestern vor Mir, euerm Vater, aufrecht wandelt!“

[H. Bd. 2, Kap. 228, 5-6]

 

Auf die Frage: „Soll denn der Mensch gar kein Ehrgefühl haben?“ erwidert Jesus: „O doch, der Mensch kann allerdings ein Ehrgefühl haben, aber nur eines von der edelsten Art. Wenn ihr mit einem schwachgeistigen Menschen, der euch beleidigt hat, ohne Groll im Herzen freundlich redet, so habt ihr das edle und göttliche Ehrgefühl in euch vollkommen gerechtfertigt. Sobald ihr aber noch einen kleinen Groll in euch merket und gegen den Menschen bitter und unfreundlich werdet, so ist das eine Folge eines kleinen, in eurer Seele verborgenen Hochmuts, der genügt, die Vereinigung eurer Seele mit Meinem in euch wohnenden Lichtgeiste zu verhindern.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 125, 5-6]

 

Jesus zu Seinen künftigen Aposteln: „Da wir wohl wissen, was wir den Menschen zu geben haben, so werden wir die blinde Bosheit der Welt in aller Geduld, Demut und Sanftmut ertragen. Denn der Vater will es so, daß die Seinen in dieser Welt bis aufs äußerste zuvor sollen gedemütigt werden, ehe sie erhoben werden zu der unvergänglichen Ehre, die ihnen ewig niemand mehr nehmen wird.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 21, 12]

 

Jesus erzählt zur Demütigung eines selbstgerechten Pharisäers die bekannte und wahre Begebenheit vom Pharisäer und Zöllner im Tempel und erklärt auf Verlangen einiger Zuhörer: „Der Zöllner ging gerechtfertigt aus dem Tempel, weil er sich selbst erniedrigt und seine Schuld vor Gott im Herzen treu und wahr bekannt hat. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht!“

[Ev. Bd. 8, Kap. 164, 11-17]

 

Der Herr: „Nur durch die freiwillige Beschränkung seiner äußeren Weltfreiheit, also durch eine völlige Selbstverleugnung, kann der Mensch zur inneren Freiheit des Geistes gelangen, darin begründet ist das ewige Leben. — Denn was immer der Mensch tut vergnüglich nach seinem äußeren freien Willen, das zieht ihn ab vom Geiste und verrammt ihm den stillen, allzeit schmalen Pfad in den geistigen freien Willen. Er mag wohl äußerlich das Wahre, zum inneren Leben Benötigte als solches erkennen. Aber er wird dennoch nie den mächtigen Liebetrieb in sich gewahren, das auch völlig zu tun!“

[Hi. 2, S. 232, 3-4]

 

Der Herr: „Der Geist eines Menschen kann nicht geärgert werden, aber die Seele kann Schaden nehmen durch Ärgernisse. Darum sind diese aus höchst weisen Gründen zu vermeiden. Liebe und Geduld sind aber endlos mehr wert als alle Weisheit und alle Gerechtigkeit. Darum haltet euch stets an die Liebe und an ihre Schwester, die Geduld, so wird euch die Sünde zur Unmöglichkeit werden!“

[Hi. 2, S. 313, 5-6]

 

Jesus zu Judas Ischariot: „Wer aus euch sich am meisten erniedrigt vor seinen Brüdern, der ist der Erste im Gottesreiche; jedes Sichbesserdünken aber setzt ihn im Gottesreich auf eine letzte Stufe zurück. Wenn jemand von euch noch irgendein Besserseinsgefühl gegenüber seinen Brüdern in sich verspürt, da ist er von der gierigsten Hölle noch nicht frei und nicht geschickt zum Reiche Gottes; denn solch ein Mensch ist nicht freien Geistes. — Wenn aber jemand sich unter alle seine Brüder herabgesetzt hat und also bereit ist, allen zu dienen nach seiner Fähigkeit, so ist er der Erste im Reiche Gottes, und alle können sich ganz füglich nach ihm bilden.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 76, 2-4]