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Von der Selbst- und Weltliebe 1 520

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Von der Selbst- und Weltliebe 1
« am: Juli 28, 2011, 09:20:53 Vormittag »
Henoch, der erste Hohepriester der Urzeit, zu dem bekehrten König Lamech von Hanoch: „Ist der Herr auch die ewige, endlose Liebe selbst, so läßt Er dennoch mit sich nicht handeln; denn da er unendlich treu ist in allen Seinen Verheißungen, so fordert Er mit göttlichem Recht eine solche Treue auch von uns nach unserer Kraft, und wir müssen daher Seinen Willen unbedingt erfüllen, koste es, was es wolle! Wer sich um Ihn nicht kümmert und hängt an der Welt, um den kümmert auch der Herr sich nicht und läßt ihn gehen seine Wege, die ihn ins Verderben führen! — Also sei alle deine Sorge in Gott, und Sein heiligster Wille sei deine Tatkraft, so wird dir Gott getreu sein allezeit und ewig!“

[H. Bd. 2, Kap. 272, 10-13]

 

Jesus zu einem bekehrten Pharisäer, der die geistige Blindheit eines verstockten Gefährten nicht begreifen kann: „In der Seele deines Gefährten steckt noch zuviel Gold und Silber dieser Welt, und da kann das Reich Gottes nicht so leicht Platz greifen wie bei Menschen, deren Seelen nicht von dem Mammon dieser Welt verhärtet und blind geworden sind. Dein Gefährte schiebt die Schuld auf Gott, daß Er ihn vernachlässigt habe, — bedenkt aber nicht, daß auch er sehr bedeutungsvolle Mahnungen von Gott erhalten hat, die ihm zu einer großen Leuchte für seine Seele hätten werden können, wäre diese nicht schon von Kindheit an mit Gold- und Silbergier angefüllt worden!“

[Ev. Bd. 9, Kap. 78, 5]

 

Jesus: „Wer das Leben dieser Welt liebt, der wird das wahre Leben der Seele verlieren; wer es aber in der Art, wie es nun ist, flieht, der wird das wahre, ewige Leben der Seele gewinnen.“

[Ev. Bd. 7, Kap. 1, 12]

 

Jesus nützte es der Seele, so sie für den Fleischesmenschen gewönne alle materiellen Schätze der Erde und sich versenkte in das Fleisch und seine gemeine, tierische Gier, in ihrer geistigen Sphäre aber Schaden litte und verlöre des geistigen, wahren Lebens Wirklichkeit?!“

[Ev. Bd. 5, Kap 71, 1]

 

Jesus: „Das Schwelgen und Prassen macht die Seele sinnlich und materiell. Sie wird dadurch ganz finster in geistigen Lebensdingen und am Ende auch hart, gefühllos, böse, stolz und hochmütig.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 207, 2-4]

 

Ein weiser und machtvoller Oberägypter zu einigen den Herrn verfolgenden Pharisäern: „Solange euer einstiger König Salomo nicht auf einem goldenen Throne saß und goldene Gemächer bewohnte, war er weise, und in seinem Willen lag eine große Macht. Als er aber mit des Goldes Glanz umgeben war, verlor er Weisheit und Macht und fiel aus der großen Gnade Gottes. Was nützten dann dem Schwächling seine unermeßlichen Weltschätze, da er am Ende sogar am Dasein Gottes zu zweifeln begann?!“

[Ev. Bd. 7, Kap. 145, 18]

 

Jesus: „Die Liebe zu den Dingen der Welt ist eine dunkelgraue Wolke, die sich zwischen die Sehe der Seele und das Licht aus den Himmeln drängt. Aus diesem Grunde haben die meisten Menschen nur ganz schwache Ahnungen von etwas Höherem und Übersinnlichem. Und weil diese Wolke statt heller immer dunkler wird und häufig ganz finster, so begreifen die Menschen von der reinen Weisheit aus den Himmeln nichts, sind darum stets voll Sorge und Furcht, glauben an allerlei törichte Dinge und suchen Trost und Beruhigung bei toten Götzen und ihren Priestern.“

[Ev. Bd. 8, Kap. 77, 8-9]

 

Jesus: „Die Schätze der Welt sind vor Gott ein Greuel und bekommen erst dann einen Wert, wenn sie zu Zwecken der wahren Nächstenliebe verwendet werden. Wo sie aber als Nahrung für der Menschen Geiz, Hochmut und Herrschsucht dienen und die Menschen zu Trägheit, Völlerei, Unzucht, Raub, Mord und zu vielen anderen Lastern verleiten, da sind sie vor Gott der Verdammung wert.“

[Ev. Bd. 9, Kap. 105, 14]

 

Jesus zu Judas: „Ich will dir ein Maß geben, nach welchem jeder Mensch wissen kann, wie er mit der Eigenliebe, mit der Liebe zum Nächsten und mit der Liebe zu Gott stehen soll. — Nimm die Zahl 666, die in guten und schlechten Verhältnissen entweder einen vollendeten Menschen oder einen vollendeten Teufel bezeichnet. Teile die Liebe im Menschen in 666 Teile, davon gib (um ein vollendeter Mensch zu sein) Gott 600, dem Nächsten 60 und dir selbst 6 Teile!

— Willst du aber ein vollendeter Teufel sein, dann gib Gott 6, dem Nächsten 60 und dir selbst 600 Teile!“

[Ev. Bd. 2, Kap. 77, 1-3]

 

Jesus: „Jeder Mensch muß einen gewissen Grad von Eigenliebe haben, ansonst er nicht leben könnte, — aber nur den möglichst geringsten. Ein Grad darüber hebt schon das reine Verhältnis auf der göttlichen Ordnungswaage auf.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 77, 6]

 

Der Evangelist Johannes: „Da eines jeden Menschen Eigenliebe soviel wie sein eigenes Leben ausmacht, so versteht sich die natürliche Eigenliebe von selbst; denn keine Eigenliebe haben hieße soviel wie kein Leben haben. ‚Gerecht‘ ist die Eigenliebe, wenn sie nach den Dingen der Welt kein größeres Verlangen hat, als was ihr das rechte Maß der göttlichen Ordnung zuteilt, welches Maß durch das siebente, neunte und zehnte Gebot Mosis gezeigt wird. Verlangt die Eigenliebe über dieses Maß hinaus, so überschreitet sie die Grenzen der göttlichen Ordnung und ist als Sünde zu betrachten.“

[GS. Bd. 2, Kap. 103, 2 und 4]

 

Judas zum Herrn: „Es gehört offenbar viel Weisheit dazu, um beurteilen zu können, ob man das genaue Maß der Eigenliebe hat. Wie kann der kurzsichtige Mensch das beurteilen?“, darauf Jesus: „Er tue mit redlichem Willen, was er kann, das Abgängige wird schon von Gott hinzugetan werden.“

[Ev. Bd. 2, Kap. 77, 7-8]

 

Jesus: „Wo und wann immer ein Mensch für das Heil seiner Seele gearbeitet hat, dort und dann hat er auch am meisten und am uneigennützigsten gearbeitet. Wer aber nur irdisch für seinen Leib sorgt, die Schätze dieser Welt sucht und in der Materie wühlt, der vergräbt seine Seele ins Gericht und in den Tod. Wenn ein solcher Mensch auch den ganzen Tag hindurch mit größtem Eifer auf dem Felde gearbeitet hat, so war er demgegenüber, was Ich Arbeit nenne, dennoch ein fauler, unnützer Knecht für das Feld des Reiches Gottes!“

[Ev. Bd. 5, Kap. 73, 9-10]

 

Jesus: „Es sollen die Menschen mit Maß und Ziel alles haben und sich die mannigfachsten Bequemlichkeiten fürs irdische Leben schaffen und ihre Hände schonen vor schweren Arbeiten, um desto mehr Zeit zu gewinnen für die Bearbeitung und Veredlung ihrer Herzen und Seelen. Und es sollen alle gleich voll Freudigkeit sein in Meinem Namen durch ihr ganzes Leben! Unter ihnen soll es keinen Leidenden und Traurigen geben, außer einen mutwilligen Sünder wider die gute und göttliche Ordnung. — Wenn aber mit der zunehmenden Geschicklichkeit der Menschen auch ihre Selbstsucht, Habgier und Herrschsucht zunehmen werden, dann können die schlimmsten Folgen nicht ausbleiben.“

[Ev. Bd. 5, Kap. 108, 5-6]

 

Jesus: „Wäre die Liebe nicht ein Räuber so oder so, dann wäre sie keine Liebe; denn alle Liebe begehrt und will haben. Aber im Zwecke des Habens liegt eine unendliche Kluft, und das scheidet Himmel und Hölle ewig auseinander!“

[Ev. Bd.1, Kap. 205, 10-11]

 

Ahab, ein erleuchteter Jünger Jesu: „Die göttliche, wahre Liebe unterscheidet sich von der höllischen gewaltigst darin, daß die göttliche Liebe zwar auch raubt gleich der höllischen, aber sie gibt alles wieder her. Sie sammelt nur um des Wiedergebens willen, während die höllische Liebe bloß für den eigenen Rachen raubt und nichts wieder hergeben will. Wenn wir uns die Liebe der Himmel aneignen, so wissen wir, daß wir dabei nie zu einem Verlust und Schaden gelangen können, sondern nur in jeder Hinsicht mehr und mehr zu gewinnen haben, je mehr wir hergeben.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 205, 7-8]

 

Jesus: „Was die Liebe tut auf Erden, das ist auch im Himmel getan und bleibt ewig. Was aber die kalte Weltklugheit tut, das verschlingt der Boden der Erde, und für den ewigen Himmel bleibt nichts übrig.“

[Ev. Bd. 1, Kap. 58, 4]

 

Jesus: „Wenn ihr allezeit nur für euch selbst sorgt, so seid ihr von Gott verlassen und ledig Seines Segens und Seiner sonst über alles sicheren Hilfe. Denn Gott hat den Menschen aus reinster Liebe erschaffen, und so sollen die Menschen der Liebe, die ihnen das Dasein gab auch völlig entsprechen. — So ihr aber ohne Liebe und Vertrauen auf Gott lebet und handelt, da verkehrt ihr das Himmlische in euch in Höllisches, wendet euch von Gott ab und werdet zu Dienern der Hölle, die euch am Ende auch den verdienten Lohn geben wird, der da heißt: der Tod im Zorne Gottes!“

[Ev. Bd. 1, Kap. 125, 14-15]

 

Das Jesuskindlein zu Seinem Pflegebruder Jakobus, der es in den Schlaf wiegen soll, aber eines weltlichen Schauspiels wegen verlassen will: „Jakob, wenn du Mich nun verläßt, wird es dir übel ergehen! — Bin Ich denn nicht mehr wert als der törichte Spektakel draußen und deine eitle Neugier? Siehe, alle Engel beneiden dich um den Dienst, den du Mir nun erweisest, und du willst Mich verlassen?! — Gehe nur hinaus, wenn dir der Spektakel der Welt lieber ist als Ich! Siehe, das ganze Zimmer ist voll der Engel, die bereit sind, Mir zu dienen, wenn dir dein kleiner und leichter Dienst an Mir lästig ist!“ — Durch diese Rede des Kindleins wurde Jakob leise gewahr, wer da hinter dem Kinde stecke.

[Jug. Kap. 63, 9-11, 13-14 und 19]

 

Das Jesuskindlein zu Joseph über die Ursache des plötzlichen Todes der Tullia, Gemahlin des Cyrenius: „Siehe, dieses Weib ward eifersüchtig auf Mich, als Mir Cyrenius seine Liebe gestand; diese Eifersucht und dieser Liebeneid hat sie so schnell getötet.“

[Jug. Kap. 188, 34]

 

Der Herr zu Jakob Lorber, der um ein Namenstagswort für ein junges Mädchen bittet: „Weißt du, welche Gratulation diesem Mädchen nun am liebsten wäre? — Siehe, wenn Ich ihr statt eines lebendigen Wortes gäbe einen jungen, reichen und schönen Bräutigam —‚ das wäre ihr nun lieber als Ich und du und ein ganzes Buch des allerlebendigsten Wortes hinzu! — Daraus sollst du erkennen, auf welchem Grunde da fußet das Herz derjenigen, die Mich zwar auch anrufen und manchmal sogar im geheimen wie Liebende zu Mir seufzen, aber nicht darum, daß sie Mich etwa lieber hätten als alle Welt, sondern nur, damit Ich so recht geschmeidig würde, um ihnen baldmöglichst zu geben, wonach ihr Herz dürstet. Solche scheren sich gar wenig um den Himmel, den Ich ihnen geben möchte, sondern nur den Himmel wollen sie, den sie sich selbst erbaut haben aus ihren Begierlichkeiten. Siehe, so werde Ich wohl als Mittel, aber nicht als Zweck angebetet! Man kehret sich zu Mir der Welt wegen, aber nicht um Meiner selbst willen!“

[Hi. Bd. 2, S. 93, 6. 8-10]

 

Jesus: „Niemand kann Gott und dem Mammon dieser Welt zugleich dienen. Denn wer den Mammon sucht und liebt, der kann Gott nicht lieben. Wer aber Gott nicht liebt, der hat kein wahres Leben aus Gott in sich.“

[Ev. Bd. 6, Kap. 206, 11]