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Wenn der Vater schweigt! 856

Administrator Beiträge: 5386 Forumgründer *****
Wenn der Vater schweigt!
« am: Juli 29, 2011, 06:30:44 Nachmittag »
[HiG.02_47.06.14,01] Manche Menschen klagen und sagen: „Herr, wir beten zu Dir und bitten Dich um so manches, das uns recht und gut dünkt – und Du benimmst Dich dabei wie einer, der schwer oder gar nicht hört! Du lässest alles gehen, wie es geht, und scheinst Dich eben nicht viel zu kümmern um uns. Und so bleibt alle Sache so hübsch beim alten. Es wechseln die Jahre und die Jahreszeiten wohl regelmäßig miteinander ab; jedes Jahr bringt seine alten Früchte, bald reichlich, bald spärlich – und die Menschen bleiben fort und fort die gleichen Sünder. Die Großen führen Kriege und die Kleinen reiben sich, wo nur möglich, und übervorteilen sich gegenseitig bei jeder Gelegenheit.

[HiG.02_47.06.14,02] Statt des Lichtes, das Du verheißen hast, kommt nur stets mehr Finsternis (in geistigen Dingen) von allen Seiten zum Vorscheine! Stets mehr Götzentempel werden errichtet, und die Bilder fangen an, eine stets größere Rolle zu spielen. Sie haben schon jetzt Dich beinahe ganz hinausgespielt, werden Dich noch mehr hinausspielen und werden an Stelle Deiner früheren Bekenner entweder Atheisten oder ganz absurde Abergläubige hinsetzen!

[HiG.02_47.06.14,03] Siehe Herr, das alles siehst Du wie mit ganz gleichgültigen Augen an und scheinst Dich dessen kaum zu kümmern! – O Herr, was wird, was soll daraus werden? Wir gehen offenbar zugrunde, so Du Dich unser nicht mehr annimmst, als es bisher augenscheinlich der Fall war!“

[HiG.02_47.06.14,04] Auf diese Klagen gebe Ich folgende Antwort, die also lautet: Es ist richtig also – wenn du die Sache nach der äußeren Erscheinlichkeit beurteilest! Aber im Innern, was den Geist und die Wahrheit betrifft, ist es ganz anders! – Die Menschen beten und bitten wohl mit den Lippen um und für allerlei, das ihnen recht und gut dünket, aber ihr Herz hängt nicht an Mir, sondern an dem nur, um was sie beten und bitten. Daher gebe Ich ihnen das nicht, um was sie beten und bitten, damit sie sich dadurch nicht von Meinem Herzen noch mehr entfernen.

Aus Himmelsgaben Band 2

[HiG.02_47.06.20,02] Es kommt da bald dies, bald jenes, und Ich verhalte Mich da wie einer, der zu seinem dürftigen Freunde kam, um ihm zu helfen, worüber dieser zwar eine große Freude hatte; da aber der helfenwollende reiche Freund mit seinem armen Freunde reden und sich besprechen wollte über dessen Lage, hatte der Arme allerlei kleine Verrichtungen in seiner Dürftigkeitshütte vorzunehmen und ließ seinen reichen Freund vielfach allein sitzen im kläglichen Gemache.

[HiG.02_47.06.20,03] Dem reichen Freunde ging da die liebe Geduld schon nahe gänzlich aus, und er stellte es seinem armen Freunde ganz ernstlich vor, so er wolle, daß ihm geholfen werde, da solle er endlich einmal da verharren, wo allein ihm Abhilfe zuteil werden könne, und nicht alle Augenblicke zu seinen nichtigen Geschäftlein davonspringen, die ihm nicht ein warmes Wasser abgeben können.