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Von der Wiedergeburt des Geistes 716

Administrator Beiträge: 5386 Forumgründer *****
Von der Wiedergeburt des Geistes
« am: Juli 29, 2011, 06:47:56 Nachmittag »
02] Es ist zum Exempel ein Mensch, dem es daran liegt, nach dieser Meiner Lehre zu erreichen die Wiedergeburt des Geistes, die wahrlich für niemanden unterm Wege verbleiben wird, der wahrhaft mit allem Eifer und gerechter Liebe ihr nachgestrebt hat. Dieser Exempelmensch weiß es, daß die Liebe zu Gott und zum Nächsten dazu der einzige und alleinige Weg ist. Er hält nun alle Gebote Gottes streng, liebt in seinem Herzen nach Möglichkeit Gott, erweist allen nach seinen guten Kräften nur Gutes und unterstützt die Armut reichlich, und wo er einen wahrhaft Gottesweisen weiß, begibt er sich zu ihm, unterstützt ihn reichlich und macht sich ihn zum Freunde.
03] Er tut das jahrelang; aber die verheißene und täglich mehr angehoffte, verlangte Wiedergeburt des Geistes erfolgt dennoch nicht. Er merkt wohl hie und da lichte Momente, aber es sind das nur Blitze, deren Leuchten keinen Bestand fassen will. Da spricht der jahrelang eifrige Bewerber um des Geistes Wiedergeburt: >Nun fange ich aber an, die ganze Sache von der Wiedergeburt des Geistes für eine reine Fabel zu halten! Zwanzig volle Jahre habe ich nun bis zur Stunde alles getan, was nur immer die Lehre von mir verlangte, und dennoch stehe ich auf demselben Flecke, auf dem ich angefangen habe, danach zu leben und zu streben! Zu erreichen ist dabei der erfahrlichen Wahrheit gemäß nichts; also ist es am allergescheitesten, ich lebe als ein ordentlicher Mensch wieder weltlich fort und ziehe mich von allen den trüglichen geistigen Konnexionen (Verbindungen, Beziehungen) zurück!<
04] Nun kommt hier die Hauptfrage: Ja, warum konnte denn dieser recht ehrlich strebende Mensch nicht zur Wiedergeburt des Geistes gelangen? - Eben darum, weil er alles Gute nur darum tat, um sie zu erreichen!

JL, Großes Evangelium Johannes, Bd.5, Kap.180