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Rechtes Gebet und Gottesdienst.... 1155

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Rechtes Gebet und Gottesdienst....
« am: August 10, 2011, 09:10:20 Vormittag »
BD Nr. 6280 vom 09.06.1955, enthalten in Buch 67

Eines Kindes gläubiges Gebet steigt empor zum Himmel und erreichet Mein Ohr.... und sein Gebet wird erhört werden.... Und doch machen sich so wenige Menschen diese Vergünstigung nutzbar, weil sie durch die Gewöhnung zur äußeren Form die Kraft eines Gebetes im Geist und in der Wahrheit nicht mehr erfahren.... Nur große Not kann sie noch dazu bewegen, aus ihrem Herzen heraus Worte zu sprechen, die Mein Ohr erreichen, denn große Not läßt sie hilfesuchend zu Mir finden.... Und Ich segne sie, wenn sie nun jede äußere Form fallenlassen und mit Mir reden, wie ein Kind zum Vater spricht.... Der gedankenlosen Gebete aber achte Ich nicht, und sie werden doch überaus oft dahingesprochen.... wie Ich alles dessen nicht achte, was fromme Gesinnung zum Ausdruck bringen soll, doch jedes tieferen Gedankens entbehrt. Darum habe Ich von euch verlangt, daß ihr Mich im Geist und in der Wahrheit anrufen sollet.... weil Mir alles ein Greuel ist, was Schein ist und äußere Form, was ihr Menschen wohl untereinander euch vortäuschen könnet, niemals aber Mich zu täuschen vermag.... Und ihr glaubt, Mir zu huldigen mit leerem Schaugepränge, mit zeremoniellen Handlungen, mit einem Gottesdienst nach außen hin. Ich aber sehe das alles nicht an, während ein einfaches, gläubiges Gebet zu Mir lieblich Mir ertönet und Mir wohlgefällt. Und ein solches Gebet kann allerorten und jederzeit zu Mir emporgesendet werden, es wird immer Mich erreichen und erhört werden. Wie einfach ist es, Mich zu ehren, wenn ihr nur in eurem Herzen Mir einen Altar errichtet, auf dem ihr Mir Liebe entgegenbringt.... wenn ihr eine stille, aber innige Zwiesprache haltet mit Mir, euch Mir anempfehlet, um Meine Gnade bittet, wenn ihr Mir euer Herz schenkt und immer Meine Gegenwart ersehnet.... Dann betet ihr "im Geist und in der Wahrheit...." Dann bin Ich auch bei euch, weil Ich immer bei Meinem Kinde sein werde, das zum Vater seine liebenden Gedanken sendet.... Jegliche äußere Form aber verabscheue Ich, ist sie doch überaus leicht nur Deckmantel für eine liebelose, gleichgültige Gesinnung, die den Menschen zum Verderben gereichet. Zudem schätzet ihr Mich, euren Gott und Vater, falsch ein, wenn ihr glaubet, daß Ich.... euch Menschen gleich.... durch äußeren Prunk und Glanz geehrt werden will.... Mir steht die ganze Pracht und Herrlichkeit zur Verfügung, und alles will Ich euch schenken, wenn ihr Mir nur eure Liebe als Gegengabe bietet. Denn nur nach dieser eurer Liebe verlange Ich, die ihr Mir aber nicht beweiset durch äußere Formen, sondern die Ich im Herzen des Menschen entdecken will.... die uneigennützig dem Nächsten zugewandt ist und somit auch eure Liebe zu Mir beweiset. Ein liebendes Herz ist Mir die schönste Ehrung, ein liebendes Herz nur spricht Worte im Geist und in der Wahrheit, und ein liebendes Herz nur wird angesehen von Mir als Mein Kind, dem auch Meine ganze Liebe gehört.... das nun aber auch alles sich von Mir erbitten kann und niemals enttäuscht werden wird, denn es glaubt an Mich, und seinen Glauben lasse Ich nicht zuschanden werden....

Amen
Moderator Beiträge: 6535 Gründungsmitglied
Re:Rechtes Gebet und Gottesdienst....
« Antwort #1 am: März 07, 2012, 12:32:50 Vormittag »
Der wahre Gottesdienst

Ich (Jesus) sage es euch als vollwahr: Hinweg mit allen (äußerlichen Lippen-) Gebeten, hinweg mit allen Feiertagen, da ein jeder Tag ein wahrer Tag des Herrn ist, und hinweg mit allem Priestertume! Denn ein jeder Mensch, der Gott erkennt, Ihn über alles liebt und Seinen Willen tut, ist ein wahrer und rechter Priester und ist dadurch ein rechter Lehrer, so er seinen Nebenmenschen eben diese Lehre gibt, die er von Mir empfangen hat.
Wer also Meinen Willen, wie Ich es euch lehre, tut, der betet wahrhaft und betet allezeit ohne Unterlaß und ein jeder Tag, in dem ein Mensch seinem Nebenmenschen in Meinem Namen eine Wohltat erweist, ist ein rechter und Mir wohlgefälliger Tag des Herrn!

Wenn aber jemand seinen Nächsten eine Wohltat erweist, so tue er das im Stillen und mache darum nicht zu reden von sich und brüste sich nicht damit vor den Menschen. Denn wer das tut, der hat seinen geistigen Lohn bei Mir schon dahin, dass er für seine edle Tat einen weltlichen Ruhm erhielt; dieser aber stärkt die Seele niemals, sondern verdirbt sie nur, weil er sie eitel und ihr gefällig macht. Also ist es auch mit den Bitten um irgend eine Gnade von Mir; wer da durch seine Bitte etwas von Mir erhalten will, der bitte ganz stille in seinem von Liebe zu Mir erfüllten Herzen, und es wird ihm gegeben, was er gebeten hat, so es sich mit dem Lebensheile seiner Seele verträgt.

Desgleichen können sich auch ganz im Stillen zwei, drei oder auch mehrere vereinen und bitten für sich und für die ganze Gemeinde, aber nicht also, daß es gleichfort erfahre die Gemeinde - und Ich werde solche Bitten sicher erhören;  aber so da gingen etwa zwei, drei oder auch mehrere und würden es verlautbaren der Gemeinde, dass sie das an diesem oder jenen Tage, oder in dieser oder jener Tageszeit tun werden, auf dass sie dann die Gemeinde ansehe und lobte, ja am Ende gar bezahlte ein solch´  frommes Beterwerk; - wahrlich, - da wird solch´ ein Gebet niemals erhört werden, und somit auch nichts nützen der Gemeinde, wie denen, die da gebetet haben!

Denn alles das und dergleichen mehr haben auch die Heiden getan und tun es noch, (32. Lebensjahr Jesu), dass sie bei großen Gefahren in großen Scharen zogen von einem Götzentempel zum anderen und trugen allerlei dummes Schnitzwerk, Fahnen, Gefäße und noch eine Menge anderer Sachen und machten dabei ein großes Geheul, stießen in die Hörner, schlugen gewaltig die Zimbeln, klirrten mit den Schildern und veranstalteten auch weite Wallfahrten zu den außerordentlichen und besonderen Götzengnadenbildern, und so sie dort ankamen, so verrichteten sie allerlei dummes Bußwerk und spendeten dem Götzen große und oft ganz ansehliche Opfer, damit freilich den Götzenpriestern sehr geholfen war, nur den dummen Wallfahrern niemals!

Also: derart allgemeine Gebete und Bitten werden von Mir aus niemals erhört. Wer also bei Mir eine gute Bitte erhört haben will, der wallfahre in sein Herz und trage Mir also im Stillen seine Bitten mit ganz natürlichen und ungeschmückten Worten vor, und Ich werde ihn erhören!
Aber Ich sage euch noch hinzu, dass Mir dabei niemand mit irgend einer fromm aussehenden Gebärde und Miene kommt! Denn wo bei einer Bitte an Mich die gewissen heuchlerisch frommen Gesichterdrückereien vorkommen werden, da wird auch keine Bitte erhört werden; denn wer Mir nicht kommen wird so natürlich, wie er ist, und nicht bitten wird im rechten Geiste der vollsten Wahrheit, der wird nicht erhört werden, sondern nur der, der Mich wahrhaft liebt, Meinen Willen tut und zu Mir ganz ohne allen Prunk und Zwang kommt, wie er ist, der wird von Mir aber auch allezeit erhört werden.

Also ist es auch eine alte Sitte sogar bei den Juden, dass die blinden und dummen Menschen bei ihren Bitten und Gebeten auch eigene mehr feinere und bessere Kleider anziehen, weil sie meinen, dass der Mensch zur sogenannten größeren Ehre Gottes nicht genug tun könne! Aber das bedenkt so ein Narr nicht, dass es gar viele Arme gibt, die kaum zur größten Notdurft ihres Leibes Blöße bedecken können! Wie muß es dem Armen zu Mute sein, so er den Reichen also geschminkt in einem Bethause bemerkt, und sieht, welch´ eine Ehre der dem Gotte gibt, während der Arme das nicht tun kann und sich dabei denken muß, dass er mit seinem Gebete in seinen Lumpen seinen Gott nur beleidigen muß!  Wahrlich sage Ich euch: Wer immer mit gewissen besseren Kleidern angetan Mich um etwas bitten wird, der wird auch niemals erhört werden, und noch weniger irgend ein Priester in seinem dummen verbrämten Zaubermantel und Rocke!

Also gibt es auch eine alte Unart bei den Gebeten zu Gott, dass man nur irgend eine gemäße fremde (lateinische) Sprache dafür gebraucht, und hält diese für die Verehrung eines Gottes am würdigsten! Wo solch´ ein Unsinn je in der Folge bestehen wird (so sagte Jesus im 32. Lebensjahre), da wird die Bitte auch niemals erhört werden! Der Mensch schmücke vor Mir sich allein nur im Herzen, und rede die Sprache, die sein und die Mir wohlverständliche Sprache seines Herzens ist, und Ich werde seine Bitte erhören. Ich will, dass da alle die alten Narrheiten ganz aufhören und die Menschen ganz neue wahrhaftige reine Menschen werden sollen. Und wie sie also sein werden, da werde Ich auch stets mitten unter ihnen sein; aber die blinden Weltnarren sollen fortan  gezüchtigt werden durch das, dass ihre Bitten nicht erhört werden!

Gott hatte den Menschen ohne Kleid erschaffen, und erschuf ihn nach Seinem Ebenmaße und Gott gefiel also die Gestalt des Menschen, weil sie Sein Ebenmaß war; Gott aber ließ dem Menschen zu, auch ein Gewand sich zu machen, damit er vor Kälte seine Haut schützen konnte, aber Gott ließ es  darum nicht zu, dass die ersten Menschen sich Kleider machten, damit sie dieselben als eine hoffartige Zierde ihrer Glieder tragen sollten, und noch weniger lehrte Gott den Menschen sich darum ein verbrämtes Kleid zu machen, dass er in selbem allein nur Gott würdig anbeten solle.
Darum kleidet euch zwar nun nach eurem Stande einfach und leget auf den Rock und Mantel keinen Wert, als allein den, dass er bedecke den Leib; was darüber ist, das ist schon vom Übel und trägt keine guten Früchte.


Aus: Christus und die Kirche (CtS Nr.58) - Franz Schumi 1905