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10. Kapitel – Das Wesen des Äthers und des Sonnenlichts 582

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10. Kapitel – Das Wesen des Äthers und des Sonnenlichts
« am: September 03, 2011, 08:37:08 Vormittag »
23. März 1842

 

[Fl.01_010,01] Ihr werdet vielleicht schon dann und wann gehört haben, daß je tiefer eine Gegend der Erde ist, desto dichter auch die Luft in derselben ist. Dieses ist eine ganz natürliche Folge, nachdem nicht nur die Luft, sondern alle Dinge, je näher sie strahlenförmig dem gemeinsamen Mittelpunkte rücken, auch desto dichter werden. Je mehr sie sich aber von diesem Mittelpunkte entfernen, desto lockerer kommen sie auch nebeneinander zu stehen.

[Fl.01_010,02] Was an und für sich die einen Erdkörper umgebende Luft ist, wüßten wir sonach schon zum Teil aus dem Verlaufe der gegenwärtigen Mitteilung, noch mehr aber aus anderen schon lange gegebenen Erläuterungen über die Dinge der naturmäßigen Welt.

 

[Fl.01_010,03] Um euch, Meine Lieben, jedoch eines längeren Nachsuchens zu entheben, so sage Ich es euch noch einmal, daß die Luft, wie alle gesamte Materie, nichts anderes als ein geistig-materieller und materiell-geistiger Konflikt ist, und daß alle diese geistigen Potenzen, je tiefer sie liegen, sie auch desto ärger sind, und je höher über den Planeten sie sich aufhalten, sie auch desto lieblicher, friedsamer und beständiger sind.

[Fl.01_010,04] So wir nun dieses wissen, da wird es uns doch nicht schwer sein, wenigstens in einem allgemeinen Überblick die Erde samt der sie umgebenden Luft nach ihrem Gehalte zu erkennen und darob mit leichtem Mute zu sagen: Das Gesamtwesen des Erdkörpers samt der ihn umgebenden Luft, soweit hinaus auch diese reicht, ist nichts als eine Gradation der Geister, welche sich in einem solchen Planeten gesetzt hat, um den uns schon bekannten Rückweg anzutreten.

[Fl.01_010,05] Ja, werdet ihr fragen, was erfüllt denn hernach den weiten Raum zwischen der Sonne und einem Planeten?

[Fl.01_010,06] Die Naturforscher lassen hier einen äußerst leichten und nachgiebigen Äther auftreten. Was würden aber die Physiker sagen, so sie ersichtlich dartun müßten, was denn dieser Äther an und für sich ist?

[Fl.01_010,07] Wahrlich, eine solche Frage würde sich schwer einen Preis von fünfzig Dukaten erringen! Denn fürs erste läßt sich der Äther durch kein Mikroskop betrachten, nachdem schon die viel dichtere Luft von keinem Mikroskop mehr partiell empfunden wird; aber chemisch könnten die Physiker den Äther untersuchen, so sie in ihre Retorten irgend einen bekommen könnten. Aber da die Region des eigentlichen Äthers erst bei einer Höhe von zwei, drei, vier und bis gegen den Nordpol hin gar erst zehn deutsche Meilen hoch über der Erde beginnt, so wird es wohl allen Naturforschern etwas schwer werden, sich zum Behufe ihrer Untersuchung bei ihrem Leibesleben von dorther einen Äther zu verschaffen.

[Fl.01_010,08] Wir aber wollen einen viel bequemeren und sichereren Weg gehen, nämlich den des inneren Glaubens, Vertrauens und den Weg der wahren Liebe. Auf diesem Wege steht einem Ochsen- und Schafhirten der Sirius beschaulich näher, als auf dem finsteren Wege des überaus kurzsichtigen Forschens von seiten des menschlichen Verstandes ein Regentropfen, der dem überaus mathematischen Naturforscher auf die Nase gefallen ist.

[Fl.01_010,09] Und so sagen wir: Der Äther ist ebenfalls ein geistiges Wesen, welches sich zwar zu allen Planeten positiv, zu den Sonnen aber negativ verhält.

[Fl.01_010,10] Den Äther bilden somit äußerst reine, friedliche und duldsame Geister; denn wären sie das nicht, wie schwer würden es da die Weltkörper haben auf dem Wege um die Sonne, welcher da ist eine weitgedehnte Bahn, durch welche sich der Planet mit außerordentlicher Geschwindigkeit bewegen muß!

[Fl.01_010,11] Da aber diese Äthergeister alsonach äußerst reine, friedsame und nachgiebige Geister sind, so findet an ihrem Dasein nichts irgend ein Hindernis in seiner Bewegung, – und möge das sich bewegen wollende oder zu bewegen genötigte Wesen oder Ding noch so gering und unscheinbar sein.

[Fl.01_010,12] Sehet nun, Meine Lieben, da wir nun dieses wissen, so wird es wohl nicht mehr schwer sein, das Leuchten einer Sonne und die Fortpflanzung ihres Leuchtens zu ermitteln! Jedoch bevor wir noch solches zu tun vermögen, müssen wir gegenüber den Planeten auch der leuchtenden Sonne einige Augenblicke schenken und uns fragen: Wie sieht es da aus, und was geschieht daselbst?

[Fl.01_010,13] Solches ist ja doch notwendig; denn sonst müßt ihr über kurz oder lang euch ja doch selbst fragen: Wie kann man jemandem die Wirkung erklären, so man ihm die Ursache der Wirkung verschweigt?

[Fl.01_010,14] Daß die Sonne ein äußerst stark leuchtender Weltkörper ist, braucht niemandem näher erklärt zu werden; denn solche Erklärung geben jedem seine eigenen gesunden Augen.

[Fl.01_010,15] Wie aber wird sie also überaus stark leuchtend? Und wie sieht es auf ihrer Oberfläche aus und also auch bis zu ihrem Mittelpunkte?

[Fl.01_010,16] Sehet, das ist eine ganz andere Frage, welche noch in aller Kürze beantwortet sein muß, bevor wir zu unserem Hauptthema fruchtbringend zurückkehren können!

[Fl.01_010,17] Es muß euch bei den Sonnen zuallererst schon ihre außerordentliche Größe auffallen, derzufolge eine Sonne nicht selten eine, ja mehrere Millionen Male größer ist denn ein oder der andere ihrer Planeten.

[Fl.01_010,18] Was ist sonach die Sonne für sich selbst?

[Fl.01_010,19] Die Sonne für sich selbst ist ein Planet von vollkommenem Zustande, und alle anderen Planeten sind nur Trabanten dieses großen und vollkommenen Planeten.

[Fl.01_010,20] Woher rührt denn hernach das außerordentliche Licht, das einen solchen vollkommenen Planeten umgibt?

[Fl.01_010,21] Das Licht rührt von der geistigen Liebefreude der diesen vollkommenen Planeten umgebenden Geister her.

[Fl.01_010,22] Sind diese Geister etwa schon vollendete Geister?

[Fl.01_010,23] Diese Frage muß wieder geschieden werden, und zwar in sieben verschiedene Punkte, welche aber dessenungeachtet eben nicht zu schwer gründlich zu verstehen sein dürften, da sie sich in der schönsten Ordnung nebeneinander befinden.

[Fl.01_010,24] Diese sieben Punkte sind demnach sieben verschiedene Geistergattungen in der Sonne, welche miteinander gemeinschaftlich das große Licht der Sonne bedingen.

[Fl.01_010,25] Wollt ihr die innere Natur dieser Geister näher erkennen, so blicket auf die sieben Gebote der Nächstenliebe und – diesen sieben Geboten zur Unterlage – die drei, durch welche der Mensch sein Verhältnis zu Gott, seinem Schöpfer, erkennen soll, so habt ihr dann sobald den vollendeten Zyklus des Geisterverbandes auf einem Sonnenkörper. Auch die Farben eines Regenbogens geben euch diese Ordnung zu erkennen.

[Fl.01_010,26] Was folgt aber nun aus dieser Vorerinnerung?

[Fl.01_010,27] Aus dieser Vorerinnerung folgt nichts anderes, als daß die Sonne in ihrer inneren Sphäre ein Sammelplatz ist von siebenfachen Geistern. Darunter sind solche, welche zur Prüfung von der Sonne erst hinaus in die Planeten versetzt werden, und wieder solche, welche als schon vollendet zurückgekehrt sind; und es bildet dann die erste, noch zu vollendende Klasse des Sonnenkörpers inneren Gehalt, die zweite, aber schon vollendete, des Sonnenwesens äußere lichte Umhüllung.

[Fl.01_010,28] Sehet, so ihr ein bißchen scharf zu sehen imstande wäret, so wäre eigentlich der Stein des Anstoßes schon gehoben; aber da ihr noch immer von schwachen Augen und daneben auch etwas harthörig seid, so muß Ich euch schon noch hinzusetzen, daß diese Geister es sind, welche durch ihr Liebe- und Wonnebeben das eigentliche Leuchten der Sonne ausmachen.

[Fl.01_010,29] Was aber die Fortpflanzung dieses Lichtes betrifft, so mache Ich euch bloß nur auf die noch zu vollendenden Geister aufmerksam, die sich da noch immerwährend von der Sonne entfernen müssen, – so habt ihr ja diejenige Fortpflanzung des Lichtes auf ein Haar erläutert, davon schon bei der Bildung des Planetenknotens vorerst die Rede war, und auch habt ihr hiermit das Wesen der euch schon oft erwähnten, von der Sonne ausgehenden atomischen Tierchen, durch welche die Schwingungen der schon vollendeten Geister als eine stärkende Gabe an die die Sonne verlassenden unvollendeten Geistern auf die Reise ihrer Vollendung mitgegeben werden.

 

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