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Das Gnadenbuch 805

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Das Gnadenbuch
« am: Oktober 04, 2011, 07:06:13 Vormittag »
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von Seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut. Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht. (Psalm 1)

Aug. 1950, A. W. H.

 

Vorwort

Die Offenbarung, die GOTTES SEHER JOHANNES während der Verbannug auf der Insel Patmos sehen und niederschreiben durfte, gilt mit vollem Recht als ‚Buch der sieben Siegel‘. Und das nicht nur, weil die ‚7‘ als eine Deutungszahl in seinem HIMMELSWERK die mitgrößte Grundlage einnimmt, sondern, weil trotz Anstrengung es immer schwer verständlich blieb. Ernste Christen, Forscher der Heiligen Schrift, haben fortgesetzt das geistige Grabscheit angesetzt, und manchen ist gelungen zu einer ansehnlichen Tiefe vorzustoßen. Soweit es sich um auch gute Auslegungen handelt, können diese allgemein nur als Teilhinweise angesehen werden.

Hier ist ein hoher Berg, dessen Gipfel Wolken des Geheimnisses verhüllen. Wer den Gipfel zu erklimmen suchte, fand bisher nicht den letzten Weg. Noch lagern über dieser Erde Geistesnebel, die das Werk bedeckten; denn die Offenbarung ist zum wesentlichen Teil der Letzt-Zeit vorbehalten, wo sie die Entschlüsselung erfährt. Dann wird die Decke dünn, bis sie plötzlich auseinanderreißt (1, 7). Ob über das Zerreißen ein ‚Noch-rechtzeitig‘ oder ein ‚Zu-spät‘ zu setzen ist, liegt im Geheimnis mit verborgen.

Was hier gesagt werden kann, ist einem Wolkenspalt entnommen; es braucht nicht die letzte Hinweisung zu sein, schon darum nicht, da das ewige Wort Wahrheit bleibt:

‚Siehe, Ich komme wie ein Dieb in der Nacht!‘

Es wird dem ein Weg bedeuten, der mit Geduld und Sehnsucht auf DEN wartet, DER bezeugt: ‚Ja, Ich komme bald!‘ Von der einen Zinne wird man auch die anderen erblicken, deren Licht in Kürze in das Weltall bricht. Da tritt die Klarheit Seiner UR-MAJESTÄT hervor, und wird nicht mehr nötig sein, anderes aufzuspüren; es liegt im hellsten Sonnenlicht enthüllt, und wird‘s niemand mehr verfehlen.

-   -   -

Die Offenbarung setzt sich außer einer Einführung aus vier Teilen zusammen, deren jeder eine abgeschlossene, sogar streng umgrenzte Darstellung ergeben. Trotzdem bilden sie des Buches Einheit, bei der es sich um vier Epochen handelt, davon die erste und die letzte geistige Zeitabläufe sind, während die zweite und dritte — von den erstgenannten wie umrahmt — zeitlich irdische Geschehnisse als ‚Gerichtsepochen‘ künden.

Die Einführung erläutert erst die Art der Offenbarung und in welch einem Zusammenhang sich die ‚Zentrale Manifestation des Reiches‘ zeigt. Sie unterteilt sich in vier Abschnitte:

1. (V. 15-17) Das Zeugnis des Johannes aus dem Glauben;     

2. (V. 17-21) Der erhaltene Auftrag aus seinem Glauben;       

3. (V. 21-24) Das geistige Gesicht und wie er es erhält;           

4. (V. 24-34) Die persönliche Erkenntnis des Johannes.         

Hier liegt praktisch der Ausgangspunkt. Wem der Weg zu schwer ist oder ungenügend scheint, braucht ihn nicht zu gehen. Der persönliche Glaube des Gottes-Sehers und seine Herzens- verbindung mit dem Ewigen ist jedoch des Weges guter Grund.

Die vier erwähnten streng geteilten Schöpfungszeiten haben dennoch einen fortgesetzten Offenharungszug, deren Einzelzeiten keine Lücken lassen. Die erste Werk-Epoche aus heiliger UR-Macht kündet Rein-Geistiges, wie es war, bevor aus einer lieblichen Sadhana ein Satan wurde. Sie behandelt ‚Das Reich‘ (K. 2-5). Auch hier gibt es vier Unterteilungen, die die anschließenden Beschreibungen leichter erfassen lassen. Sie laufen:

1. (Kap. 2-3) Die Einteilung des Reichs; (Sieben Gemeinden)       

2. (Kap. 2-3) Das Regiment; seine Anordnungen, Rat und Gesetzesfolge;           

3. (Kap. 4)    Der König und Seine majestätische Macht;               

4. (Kap. 5)    Die UR-Macht, dem Lamm-Christus übertragen.     

Was in dieser Schöpfungszeit geschieht, bleibt nicht auf ihren Werkablauf gegrenzt; auch andere Perioden werden von ihr gesegnet überschattet. Die universelle UR-Macht wird sogar auf alle Einzelzeiten übertragen und dem Lamm JESUS CHRISRUS ausgehändigt, der in aller Gott-Gewalt Seine Machtherrlichkeit unbegrenzt auf Raum und Zeit verlagert. Was der Gottes-Seher also schaut, ist zwar zuerst jeweils auf die Zeitepochen anzuwenden, darüber hinaus ist seine Schau der universelle Inbegriff, der überall in herrlicher Klarheit und leuchtender Wahrhaftigkeit sich offenbart.

Von hier ab wird der Seher in zeitliches Geschehen von zwei gewaltigen Gerichtsepochen eingeführt. Das erste Gericht ist bereits erfolgt. Es umfaßt im weitgedehnten Bogen den Menschheitsablauf vom Sündenfall bis zum Jahre 1914. Die Kapitel 6-12 zeigen deutlich die vergangene fast pausenlose Gerichtsbarkeit, in der ebenfalls vier Hauptmerkmale in Erscheinung treten.

Über diesem Gerichtsablauf steht das ewige Wort:

‚Die Rechtsausübung‘!

Sie umfaßt

1. (Kap. 6-7) Die sechs ersten Siegel, ihre Verwahrung, Ausübung und Erfolg;

2. (Kap. 8-9) Das siebente Siegel, Vorbereitung für Gläubige und Ungläubige, die erste vergangene Zeit und ihre Sühne;

3. (Kap. 10-11) Die Rechtsmacht des Buches und seine Verwahrung, die zwei Zeugen, Mose und Christus, die zweite vergangene Zeit und ihre Sühne;

4. (Kap. 12) Weib und Sohn, Liebe und Glaube — Rückschau; die Bedeutung der zwei Flügel, der Wüste, des Drachens, des Wassers, der 1260 Tage; ‚Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit‘.

Damit ist die erste als vergangen anzusehende Gerichtszeit abgeschlossen, nicht aber die daraus entstandenen Folgen gesühnt. Die Sühne tritt in der zweiten Gerichtszeit ganz besonders auf; denn die Macht der Welt, die sich in der ersten Gerichtszeit nicht brechen ließ, erstreckt sich nunmehr bis ans Ende der Materiezeit.

Das zweite Gericht beginnt mit dem Jahre 1914; streng betont mit dem Abschnitt vom Ausbruch des Weltkrieges, wie der Gottes-Seher einwandfrei bezeugt. Die Überschrift lautet:

‚Weitere Rechtsausübung‘!

Die Einzelteile erfahren ihre Überschrift bei ihrer Deutung; doch die vier Hauptbilder werden wie folgt genannt:

1. (Kap. 13-14) Das wekliche und geistliche Machttier;

2. (Kap. 15-16) Gegenüberstellung göttlicher Werkerfüllung

3. (Kap. 17-18) Erhebung der weltlichen und geistlichen Mächte mit Hilfe der Finsternis; ihr gesteigertes Gericht;

4. (Kap. 19-20) Ende aller Weltmächte — Abrechnung der letzten Zeit.

Der Abschluß des zweiten Gerichts bringt zugleich den sogenannten Untergang der Welt. Dieser ist dem Offenbarungssinne nach die jähe Aufhebung jedweder Welt- und Menschenmacht, was den meisten Weltbewohnern schrecklicher erscheint, als wenn die Erde bersten würde. Erde und Mensch haben im UR Sinne eines Schöpfungstages aufgehört zu existieren. — —

Das Reich des Geistes mit der Schöpfungskrone folgt.

Überschrift (Kap. 21, 22):

‚Die Himmlische Herrlichkeit‘!

Der Anfang des Tat-UR-Jahres vor Sadhanas Fall (Urewigkeit in Raum und Zeit) tritt abermals als einzig bestehendes Schöpferwerk auf den Plan. Mit dem vollkommenen Wieder-Sichtbarwerden trägt GOTT alle errungenen Siegespreise als Glaubenserfüllungen und als vollendeten Ewigkeitsschmuck in Sein Heiligtum. Noch einmal tritt die heilige Zahl ‚vier‘ hervor, wie sich die Gesamt-Offenbarungen in den höchsten UR-Zahlen Vier und Sieben aufgeteilt haben. — Die Einzelkundgaben aus dieser vierten Schöpfungs-Tages-Epoche sind:

1. (Kap. 21, 1-8) Der neue Himmel = neue Erkenntnis. Die neue Erde = der siebente Schöpfungstag. Der Stuhl = die Machtherrlichkeit UR‘s;

2. (Kap. 21, 9-27) Die Gemeinde der Heiligen und ihr Wohnsitz;

3. (Kap. 22, 1– 5) Beglaubigung der geistigen Schöpfung und die vollendete Darstellung des siebenten Tages.

4. (Kap. 22, 6-15) Der Gottes-Seher und sein Zeugnis, letzter Gnadenhinweis und Warnung an die Welt.

Die Verse 16-21 bilden — wie der Auftakt — einen Sonderschluß. Da ist:

Die heilige Stimme, ihr Ruf,

vollgültige Ankündigung des Kommens des Herrn, derart deutlich angezeigt, daß nur Toren sprechen: Es ist nicht! Es ist, und es wird sein, wie es auch gewesen ist. ‘Wie wenig die Menschen ihr schöpfungshaftes Leben abzulegen imstande sind, so wenig läßt sich die Wahrheit des ‚Buches der Offenbarung‘ leugnen.

‚Selig sind, die Seine Gebote halten, auf daß sie Macht haben am Holz des Lebens und zu den Toren eingehen in die Stadt.‘