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Abraham — Eines Urerzengels Erdenleben 656

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Abraham — Eines Urerzengels Erdenleben
« am: Oktober 12, 2011, 09:21:05 Vormittag »
Abraham — Eines Urerzengels Erdenleben


Vorwort

Abraham, ein König aus UR in Chaldäa, ein Königssohn. Die Bibel weist seine Auswanderung unter Führung seines Vaters Tharah nach. Sie zogen im gewaltigen Bogen nach Nordwesten und gründeten aus einer kleinen namenlosen Siedlung die Stadt Haran, nach dem Namen des verstorbenen Bruders Abrahams. Kaum aus einem andern Grund wird nach 1. Mos. 12, 1 zu Abram gesagt, er solle aus seinem Vaterlande ziehn, nämlich der von seinem Vater Tharah erbauten Stadt Haran, deren Andenkennamen an Abrams Bruder dies bestätigt. Abram, der spätere Patriarch Abraham, wird irrtümlich als Nomade bezeichnet ob seiner großen und vielen Wanderungen. Er ist es nicht, sondern ist ein ‚Sendling Gottes, der im höchsten Auftrag durch die Lande ziehen muß, um überall den wahren Ein-Gott-Glauben zu verbreiten. Wenn anders, müßten alle Propheten und Gottesboten in gewisser Hinsicht als Nomaden bezeichnet werden, wenn auch Abraham zumeist mit ‚Sack und Pack‘ zieht.

Die Stämme der Heviter, Jebusiter, Keniter, besonders aber die der Hethiter waren z.Z. der Geschichte zumeist abgesprengte Teile ihrer Völkerschaften, Auswanderer oder auch Zurückgebliebene bei Völkerverschiebungen, die allmählich zu selbständigen Provinzen heranwuchsen, unter Abraham sich diesem gern unterstellten.

Die Ostriesen von Astharot-Karnaim waren zwar besonders hochgewachsene Menschen, wurden aber mehr ihrer Körperkräfte wegen Riesen genannt. So im Gegensatz der kleine kümmerliche Stamm der Basan als Zwerge, Leute von kleinem Wuchs, aber nicht Zwerge im Sinne des Wortes. Wenn es ferner heißt, daß bei der Sündflut außer Noah und den Seinen kein Mensch übrig blieb, so bezieht sich das selbstverständlich nur auf das betroffene Gebiet, das damals jedoch die Grundbevölkerung der Erde trug, weswegen es auch in der Bibel ‚Erde’ heißt, bewohnbares Hauptgebiet und eigentliches Kulturzentrum der Welt. Auch das ‚Wieder-fruchtbarwerden der Erde kennt nur diesen raumbeschränkten Sinn.

Die bekannte Geburtshöhle Jesu, hier am Rande des ‚Königsfeldes’ wird von Melchisedek allein betreten, wie Er auch bedeutet, daß bis zu Jesu Zeit kein Mensch hineingehen wird. Erst in viel späteren Zeiten, kaum vor der 2. Babylonischen Gefangenschaft, wurde diese Höhle als Notstall für die kurzen Wintermonate benutzt, wobei die Herden hineingetrieben wurden, die Hirten sich in einer nahe gelegenen Herberge einmieteten und nur stets einige Hirten abwechselnd am jeweils errichteten Gehege wachten.

Der von Abraham auf heiliges Geheiß eingefriedete Platz auf dem Berggebiet von Morija, wo der Opferaltar stand, darf als die vorgesehene Stätte gelten, wo Jesu Kreuz gestanden hat. Denn beide Opferungen sind symbolisch verankert: Die Opferung des Sohnes durch den Vater selbst! Abraham hat keineswegs den ganzen Berg, die spätere Schädelstätte, mit geistiger Kraft eingefriedet, sondern nur die Stelle, wo der große Altar stand.

Die Bibel hat Abrahams Geschichte im großen Rahmen wundersam kundgetan, doch man spürt beim ernsten Lesen die Lücken, die zwischen den einzelnen Geschehnissen klaffen. In vorliegendem kleinem Werk werden, soweit wie nötig, diese Lücken geschlossen und es breitet sich vor dem Leser des 20. Jahrhunderts eine lebensnahe Geschichte aus, die vor rund 4000 Jahren geschehen, deren alttestamentliches Grundgefüge durch neuzeitliche Forschungen und Funde realistisch untermauert ist.

Als biblische Einführung siehe 1. Buch Mose, 11. Kapitel, Vers 27-32 u. 12. Kapitel 1-20.

Möge Nachfolgendes, als ungeahntes Licht in die oft schwerverständlichen Geschehnisse strahlend, für Viele segensbringend sein

Wiesbaden Schierstein im Februar 1956