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21. Kapitel - Die Porten der Kraft 433

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
21. Kapitel - Die Porten der Kraft
« am: November 09, 2011, 09:07:42 Vormittag »
Die Porten der Kraft

 
50. Daß sich aber Leib und Seele werde wieder zusammenfinden am Tage der Auferstehung, siehest du allhie an der Geburt der Erden. Denn der Schöpfer sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras, Kraut und fruchtbare Bäume, ein jegliches nach seiner Art. Da ging ein jegliches nach seiner Art auf und grünete, und wie es vor der Zeit des Zorns hatte einen himmlischen Leib gehabt, so kriegete es nun einen irdischen nach seiner Mutter, Gen 1,11.

51. Das ist aber zu bedenken, wie alles in dem großen Aufruhr des Teufels ist ins Wort eingefaßt gewesen, daß alles ist in seinem eigenen Wesen nach seiner Kraft und Art aufgangen, als wäre es nie zerstöret, sondern nur verändert worden.

52. Ist es nun zu der Zeit geschehen, da solch Morden und Rauben ist gewesen, so wird es am Jüngsten Tage vielmehr geschehen, wenn sich die Erde im angezündeten Zornfeuer wird scheiden und wieder lebendig werden. So wird sie ja freilich ins Wort der Liebe sein eingefaßt, gleichwie sie in demselben Worte allhie hat ihre Frucht geboren von Gras und Kraut und Bäumen, sowohl allerlei Erz von Silber und Gold.

53. Weil aber die siderische Geburt der Erden in der Liebe stehet und die äußerliche im Tode, so wird auch ein jedes in seinem Sede bleiben und sich Leben und Tod scheiden.

54. Wo wollte nun die Seele des Menschen am Tage der Wiedergeburt wollen lieber sein als in ihrem Vater, das ist in dem Leibe, der sie geboren hat?

55. Weil sie aber diese Zeit, weil der Leib ist im Tode gewesen, ist im Worte verborgen blieben und dasselbe Wort auch die Erde hält in der siderischen Geburt in der Liebe, so inqualieret sie auch durchs Wort die Zeit ihrer Verborgenheit mit ihrer Mutter dem Leibe nach der siderischen Geburt in der Erden und ist Leib und Seele in dem Worte nie voneinander geschieden, sondern leben zugleich in Gott.

56. Und obgleich der tierische Leib muß verfaulen, noch lebet seine Kraft und wachsen aus seiner Kraft derweil in seiner Mutter schöne Röslein und Blümlein, und ob er gleich im Feuer verbrannt wäre, so stehet seine Kraft doch in den vier Elementen im Worte und inqualieret die Seele mit ihm, denn die Seele ist im Himmel und derselbe Himmel ist überall, auch mitten in der Erden.

57. Mensch, in diesem Spiegel besiehe dich derweil. Bei der Schöpfung des Menschen wirst du es ausführlicher finden zu lesen. Dieses setze ich dir nur hierher aus den Ursache, daß du die Kraft der Schöpfung möchtest besser verstehen und daß du dich in diesen Geist lernest desto baß schicken und seine Sprache erlernen.