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13. Kapitel - Von der herrlichen Geburt und Schönheit des Königs Luzifer 497

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
13. Kapitel - Von der herrlichen Geburt und Schönheit des Königs Luzifer
« am: November 19, 2011, 08:12:52 Vormittag »
Von der herrlichen Geburt und Schönheit des Königs Luzifer

 
92. Siehe, du Mord- und Lügengeist, allhie will ich deine königliche Geburt beschreiben, wie du in deiner Erschaffung worden bist, wie dich Gott erschaffen hat und wie du also schön geworden bist und zu waserlei Ende dich Gott erschaffen hat.

93. Wenn du anders sagest, so lügst du, denn es zeuget Himmel und Erden, dazu alle Kreaturen, ja die ganze Gottheit wider dich, daß dich Gott zu seinem Lob erschaffen hat aus sich selber zu einem Fürsten und Könige Gottes, wie den Fürsten Micha-El und Uri-El.

92. Nun merke: Als sich die Gottheit zur Schöpfung beweget hat und hat wollen Kreaturen in seinem Corpus bilden, so hat er nicht die Quellgeister angezündet, sonst würden sie wohl ewig brennen; sondern er hat sich ganz sanft in der herben Qualität beweget. Dieselbe hat den göttlichen Salitter zusammengezogen und vertrocknet, daß es ein Corpus worden, und ist die ganz göttliche Kraft aller sieben Quellgeister des Orts oder Raumes, soweit der Engel begriffen, in dem Corpus gefangen und des Corpus Eigentum worden, welches nicht wieder kann oder soll zerstöret werden in Ewigkeit, sondern soll des Corpus Eigentum bleiben in Ewigkeit.

95. Nun die gefangene oder zusammenkorporierte Kraft aller sieben Quellgeister die hat nun in dem Corpus ihr Eigentum gehabt und ist in dem Corpus aufgestiegen und hat sich geboren nach Art und Weise, wie sich die ganze Gottheit gebäret aller sieben Quellgeister.

96. Es hat sowohl immer eine Qualität die andere geboren, und ist doch auch keine vergangen wie in dem ganzen Gott. So hat sich der ganze Corpus sowohl auch in der Dreiheit geboren, gleichwie sich die Gottheit außer dem Corpus in der Dreiheit gebäret.

97. Dieses muß ich aber allhie melden, daß Luzifer der König ist aus seinem ganzen Königreiche zusammenkorporieret worden als das Herze des ganzen Ortes oder Raumes, soweit sein ganz englisch Heer ist geschaffen worden und soweit der Zirk begriffen hat, darinnen er mit seinen Engeln ist zur Kreatur worden und Gott vor der Zeit der Schöpfung in sich beschlossen hatte zu einem Raum eines Königreichs.

98. Welcher Zirk begreift den erschaffenen Himmel und diese Welt, sowohl die Tiefe der Erden und des ganzen Zirks.

99. Nach den Qualitäten sind seine Quellfürsten geschaffen worden, welches da sind seine königlichen Räte, sowohl alle seine Engel. Doch sollst du wissen, daß ein jeder Engel alle sieben Geister in sich hat, aber einer unter den sieben ist Prinzipal.

100. Nun siehe: Als nun der König Luzifer also zusammenkorporieret ward als ein Begreifer seines ganzen Königreichs, so ist alsbald zur selben Stunde und in demselben Augenblicke, als er zusammenkorporieret worden, die Geburt der Hl. Dreifaltigkeit Gottes, welches er in seinem Corpus zum Eigentum gehabt, aufgestiegen und hat sich geboren wie außer der Kreatur in Gott.

101. Denn im Zusammentreiben des Corpus ist gleich auch die Geburt mit großem Triumph als in einem neugebornen Könige in Gott aufgestiegen, und haben sich alle sieben Quellgeister ganz freudenreich und triumphierend erzeiget. Und ist alsbald in demselben Augenblicke das Licht aus den sieben Geistern im Centro des Herzens geboren worden und aufgegangen als ein neugeborner Sohn des Königs, welcher auch alsbald augenblicklich den Corpus aller sieben Quellgeister aus dem Centro des Herzens hat verkläret. Und von außen hat ihn das Licht des Sohnes Gottes verkläret.

102. Denn die Geburt des neuen Sohnes im Herzen Luzifers ist durch den ganzen Corpus gedrungen und ist von dem Sohne Gottes, welcher außer dem Corpus gewesen, glorifizieret und freundlich benevenieret worden mit der größten Schönheit des Himmels nach der Schönheit Gottes des Sohnes. Und ist ihm als ein liebes Herze oder Eigentum gewesen, mit welchem die ganze Gottheit inqualieret hat.

101. So ist auch alsbald der Geist des neugebornen Sohns im Herzen vom Lichte Luzifers durch seinen Mund ausgegangen und hat mit dem heiligen Geiste Gottes inqualirert, und ist mit höchster Freude empfangen worden als ein liebes Brüderlein.

104. Nun, da stehet nun die schöne Braut. Was soll ich nun von ihr schreiben? Ist sie nicht ein Fürst Gottes gewesen, dazu der allerschönste, dazu in Gottes Liebe als ein lieber Sohn der Kreaturen?