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Ein Wort an die Reichen - und desgleichen an die Armen 1251

Administrator Beiträge: 10837 Forumgründer *****
Ein Wort an die Reichen - und desgleichen an die Armen
« am: Januar 23, 2012, 04:12:54 Nachmittag »
309.
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29. Oktober 1882
Matth. 25, 14 ff
- Predigt 47 -


Liebe Kinder!

Dieses Gleichnis wird stets in der Kirche so ausgelegt, daß dadurch manche Seele bewegt wird, von ihrem materiellen gute Opfer zu geben, und sich alsdann dabei beruhigt, ihr Kapital nun also richtig angelegt zu haben, weil dieselbe nicht weiß, daß das äußere Pfund jedem Menschen genau so zugewogen ist, daß er sein inneres ihm anvertrautes Pfund damit am ehesten vergrößern kann.
Ich der Allbarmherzige bemesse und beteilige ein Jedes gleich und mache bei Meinen geschaffenen Kindern keinen Unterschied; denn ein Jedes wird so geführt, daß es Gelegenheit genug findet, sein Seelenheil zu begründen; nur sind die Gelegenheiten ganz verschiedener Art, denn nur Meine große Weisheit ist es, welche dieselben leitet.
Den Einen muß Ich durch Reichtum reizen Gutes zu tun, einen Andern muß Ich durch Armut vor Verirrungen bewahren, einem ganz gesunden Menschen lege Ich oft mehr Selbstverleugnung auf, dagegen ist einem kränklichen Körper oft mehr Zeit geboten, Mich im Stillen zu finden und so fort.
Diese Meine Führungen sind lauter Mittel, damit Meine Kinder Mich suchen sollen und Mich auch finden können.
Darum soll ein Jedes unter ihnen sich selbst ganz genau prüfen, in welcher Form oder Eigenschaft ihm das meiste Gewicht oder überhaupt sein besonderes Pfund zugewogen ist, mit welchem es wuchern soll, um einst mit Freuden Mir Rechenschaft von seinem Gewinne ablegen zu können, den es dadurch gemacht hat.
Frage dich also du Reicher, wie viel du von deinem Reichtum aus Liebe zu Mir verwendet hast?
Und du Armer, wie viele Stunden du in deiner Armut dazu verwendet hast, dein Vertrauen auf Meine Hilfe durchs Gebet zu erlangen, oder ist dir dieses Pfund (die Armut), wodurch du inniger mit Mir vereint hättest werden können, etwa zum Steine des Anstoßes geworden, den du mit Murren aus dem Wege schaffen willst? Einst will Ich auch dir den Vorteil zeigen, den du durch deinen Mißmut verscherzt hast!
Der Gesunde soll erfahren, wozu Ich ihm seine Kraft verliehen habe und der Kranke soll sich freuen, wenn er sein Pfund so angewendet hat, wie es nach Meinem Sinne ihm anvertraut worden ist.
Alle Verhältnisse und Vorkommnisse, die dem Menschen Sorgen, Kummer und Kampf bereiten, haben in sich einen geistigen Gewinn verborgen, welcher ihm durch den heiligen Geist aufgedeckt wird, so er denselben an sich wirken läßt, was immer mehr geschehen kann, je mehr sich der Mensch bestrebt, von Mir als Mein Kind geliebt zu werden.
Dazu sind auch die vielen Einrichtungen der Schulen (Sekten) und Kirchen getroffen, um so den ersten Anfang zu machen Mich kennen zu lernen, und dann von Stufe zu Stufe selbständiger zu werden, bis zuletzt der heilige Geist das Lehramt übernimmt.
Leider werden diese Anstalten von gar wenigen überwacht und besorgt, die selbst den heiligen Geist auch haben, und darum geht es in der Jetztzeit so schwer, die große Gnade des Heiligen Geistes den Menschen klar zu machen.
Überall liegen die Pfunde vergraben und daher verziehe Ich mit Meinen Gerichten immer wieder, weil Mir die Zahl der unnützen Knechte zu groß ist; schicke Ich immer wieder Mahnrufe zur Umkehr, auf daß noch viele vor den großen Gerichtstagen gerettet werden sollen.
Wuchert auch ihr mit eurem Pfunde, auf daß ihr euch als getreue Haushalter die Worte aneignen könnet (Vers 21):"ei du frommer und getreuer Knecht usw."

Amen! Euer Vater!