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Weichet von mir, Ich kenne euch nicht - Glaube allein genügt nicht! 605

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Weichet von mir, Ich kenne euch nicht - Glaube allein genügt nicht!
« am: Januar 31, 2012, 08:08:59 Nachmittag »
455. - 17. Mai 1885   „Weichet von mir, Ich kenne euch nicht“

„Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist, und die  Tür verschlossen hat, da werdet ihr dann anfangen draußen zu stehen, an die Türe zu klopfen und zu sagen: Herr, Herr, tue uns auf“. Und Er wird antworten und zu euch sagen: „Ich kenne euch nicht, wo ihr her seid!“ So werdet ihr dann anfangen zu sagen: „wir haben von Dir gesessen und getrunken, und auf den Gassen hast Du uns gelehrt“, u.s.w. (Luk. 13, 25.)
    

Liebe Kinder!

Es enthält dieses Kapitel Gleichnisse von den Zuständen des Reiches Gottes; wie solches die Fähigkeit in sich hat, sich auszubreiten und sich zu vergrößern, gleich einem Senfkorn, oder gleich einem Sauerteig. Das (unscheinbare) Senfkörnlein fängt unbemerkt an zu keimen und sich einzuwurzeln, und wird so zur reifen Pflanze, die ihre Frucht bringt.

Wie aber dieser kleine Anfang in der Liebe gemacht werden muss, und zwar in der Tat, denn der Mann brachte das Senfkorn selbst in den Gartenboden, oder – er nahm die Worte der Gnade in seinen Herzensgarten auf, und ließ sie darin wuchern, so wird Mein Wort für jeden dasselbe Aufnehmenden von großem Nutzen sein, und noch für Viele, welche dadurch ebenfalls zur Wahrheit geleitet werden.

Ebenso nimmt das Reich Gottes einen gar kleinen Anfang, oft bei einer einzelnen Seele, und dennoch kann dadurch Großes bewirkt werden; aber solches Wachstum muss durch stete Wachsamkeit und treues Kämpfen errungen werden, und es ist also nicht wie Viele meinen, dass das Reich des Friedens ihnen geschenkt werden könne, auf ihr bloßes Verlangen oder Hoffen danach, oder durch ihr bloßes „Herr, Herr“ sagen.

Das richtige Erkennen Meines Wesens, und das Ergreifen Meiner Liebe und Gnade muss bei einer Seele stattfinden, wodurch sie sich überzeugt, dass Ich sie nur dann beglücken kann, wenn sie Mir folgt, und an ihren Mitmenschen die Liebe auszuüben strebt, welche Ich gebiete.
Es sind gar Viele unter den Christen, welche Meinen heiligen Namen zu Allem anrufen, und ihn nennen, um dabei äußere Vorteile und Gewinn zu erreichen, und irdischen Gewinn zu machen; z. B. auch zur Heilung von Kranken wird derselbe oft durch allerlei Zeremoniensprüche missbraucht, wobei solche Menschen in ihrem Herzen oft nicht einmal daran denken, dass ich nur durch Meine Liebe und Meinen Segen helfe, sondern sie machen eine Art Beschwörungsformel gegen den Satan daraus, und solche Seelen berufen sich dabei noch auf ihren starken Glauben. Sehet, Solchen gilt auch das Wort: „Weichet von Mir ihr Übeltäter!“ Denn nur im Vertrauen zu Mir, welches durch die Liebe erweckt wird, liegt der Segen und die Gebetserhörung bei solchen Heilkuren.

Auch in der Zeit Meines Erdenlebens waren die Juden sehr darauf bedacht, zu ihren selbstsüchtigen Zwecken Meinen Namen anzurufen, und Viele folgten Mir eben nur in diesem Sinne nach; darum Ich oft stark dagegen lehren musste, mit solchen Worten, welche leider später Mir missdeutet und anders ausgelegt wurden, und zwar abermals von Solchen, die nicht in der Liebe mit Mir verbunden sind, und darum die Wahrheit nicht erkennen.

Euer Vater.