*


Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Wie der Herr kommt (in Demut und Liebe) 500

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Wie der Herr kommt (in Demut und Liebe)
« am: Februar 02, 2012, 08:29:49 Nachmittag »
426. - Adventsheft, 30. Nov. 1884  Wie der Herr kommt (in Demut und Liebe) Luk. 20, 9-19.        


Liebe Kinder!

Dieses Gleichnis, welches Ich einst den Pharisäern und Schriftgelehrten gab, und das deren geistige Zustände beim Erscheinen des Messias bezeichnete, gilt auch in der Jetztzeit wieder bei den Christen, wo Mein zweites Kommen erwartet wird; denn auch jetzt sind die Menschen wieder ganz materiell in ihrem Dichten und Trachten, und sie können sich kein besseres Loos denken, als viel Besitztum an irdischen Gütern, und weil sie ihre Habe oft nicht befriedigt, so wünschen sie eine bessere Zeit, welche sie durch Mein Kommen erwarten. Weil sie ratlos sind, wie die Verhältnisse für sie günstiger werden sollen, so hoffen sie dasselbe von Meiner göttlichen Macht; denn soviel darf Ich noch bei ihnen (den christlichen Welt- Menschen) gelten, dass sie zur Zeit der Not und Ratlosigkeit Meine Hilfe anrufen, welche aber nach ihrem Sinne und Willen geschehen solle.

So war es auch bei den Pharisäern und Schriftgelehrten, als Ich unter denselben lebte, lehrte und wirkte; sie wollten das Joch der Römer, unter welchem sie waren, abschütteln, und sehnten sich nach einem (weltmächtigen) Erretter, deuteten daher alle Verheißungen der Propheten äußerlich, indem sie ihre große Geistesarmut nicht mehr fühlten, von welcher sie zu erlösen der Zweck Meines Kommens damals war, und noch bleibt, auch bei Meinem zweiten Kommen, wo nun den Menschen im Äußeren alles geboten ist, so dass dieselben in Übermut und Hoffahrt schwelgen, Meinen Geboten schon längst nicht mehr Gehör geben, sondern dieselben als unausführbar bezeichnen, was bei ihrem verblendeten Zustande ihnen auch nicht anders möglich ist; und deshalb streiten sie, um desto sicherer und ruhiger bei diesem Glauben sein zu können, Mir die Göttlichkeit b.

Wie kann oder soll Ich nun da kommen? etwa in Meiner Herrlichkeit und Macht? da würden die Menschen nimmermehr bestehen können vor Meiner Heiligkeit, eine gänzliche Vernichtung müsste erfolgen. Komme Ich aber nun wieder in Meiner Liebe, wie dass erste Mal, so heißt : „Er kam in Sein Eigentum, aber die Seinen nahmen Ich nicht auf!“ und doch ist die Liebe göttlich, ewig, unveränderlich, und hat sich vorbehalten zu erlösen und zu erretten durch Langmut und Geduld, und durch ein immerwährendes Anklopfen an den Herzen; denn nur durch die Liebe bin Ich Meinen Erdenkindern nahbar.

Das Urwesen der Liebe hat keinen andern Zugang als durch die Liebe, und darum auch Mein zweites Kommen in der Liebe geschieht, welche still einhergeht, und segnet an geistigen Gütern Alle, welche sich segnen lasse; denn Viele sind dazu berufen, aber Wenige auserwählt, weil sich Solche nicht empfänglich machen, die geistigen Schätze aufzunehmen, und dieselben höher als die vergänglichen Güter zu halten. Die Liebe ist der Grundstein, worauf der wahre Tempel gebaut werden muss; allein die Baumeister haben ihn verworfen.

Auch heutzutage wird Alles gesetzlich getan, gelehrt, regiert, und das Gesetz gepflegt, vermehrt und verbessert (?), Alles, Alles ruht nun auf dem Gesetze, auch bessere Zeiten soll das Gesetz bringen, d. h. im Materiellen; aber die Liebe, ohne welche, Nichts bestehen kann, was Ruhe und Frieden ins Herz bringt, und somit das Glück der Menschen ausmacht, diese muss still verborgen walten, um doch noch dem Verderben zu steuern, welches Alles aufzulösen droht; sie muss in der Bethlehemshütte sich aufhalten, sich flüchten, und sich im Stillen groß erziehen lassen, ehe sie hervortreten kann, um zu segnen, und ist sie da oder dort im Begriff Einzug zu halten, so tönt ihr nur ein Hosianna entgegen, das mit dem Kreuzigen endet! Es wird nun Meinen wahren Kindern nicht schwer werden zu erkennen – Wann, Wie, wo Ich erscheine; sondern sie werden zeugen können von Mir, als von dem, der da ist, und sein wird in alle Ewigkeit – Amen –  Euer Jesusvater!