*


Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Was soll ich tun, dass ich das ewige Leben erbe?“ (Mark. 10. 17.) 629

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Was soll ich tun, dass ich das ewige Leben erbe?“ (Mark. 10. 17.)
« am: Februar 03, 2012, 11:37:58 Vormittag »
Markus 10 - Der reiche Jüngling

17 Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herzu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, um das ewige Leben zu erben?
18 Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein!
19 Du kennst die Gebote: »Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis reden! Du sollst nicht rauben! Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren!«
20 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Meister, das alles habe ich gehalten von meiner Jugend an.

Anmerkung: Der Reiche Jüngling glaubte an Gott und hielt Seine Gebote, er befolgte also das Gesetz aus seinem Glauben heraus (nicht aus Liebe, sondern aus Angst und Erwartung eines Lohnes), und dennoch hatte er kein ewiges Leben? Aber da JESUS doch auch Gott Selbst ist (Joh. 10,30: "Ich und der Vater sind eins.") und Gott immer Derselbe war, ist und sein wird, wie könnte dann CHRISTUS etwas anderes sein als der ewige Gott Selbst? Welcher Unterschied liegt dann in dem Glauben an Gott ohne Christus und in dem Glauben an Gott in Christus, welcher das ewige Leben ausmachen soll??

... Ein reiner Bekenntnisglaube kann also ebensowenig richtig sein, wie ein Glaube aus purer Gewinnabsicht (z.B. nur der Errettung wegen)

JESUS gibt die Antwort:


21 Da blickte ihn Jesus an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir! Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach!

Anmerkung: Nach irriger Bibelauslegung ist man heutzutage errettet zum ewigen Leben allein durch den Glauben an Christus, und man stützt dieses durch folgende Bibelstellen:
(Joh. 3.16: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat." 18: "Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat." 36: "Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.")

Warum sagte JESUS zu dem reichen Jüngling dann nicht, dass dieser allein nur an IHN glauben müsse um das ewige Leben zu haben? Stattdessen fordert ER große Opfer von ihm für das Erbe! (Übrigens: Sind wir, die wir im heutigen Wohlstand leben, nicht vielfach als "Reiche" zu bezeichnen, verglichen mit den damaligen Verhältnissen?)
Wie lässt sich solches mit den oben genannten Bibelstellen im Johannes dann vereinbaren? Die Lösung finden wir allein im "lebendigen Glauben":

Der Glaube an CHRISTUS ist nur die Vorbedingung zur Annahme Seiner Lehre, doch muss dieser Glaube ein Lebendiger werden durch die kompromisslose Annahme und Tat nach der Glaubenslehre, die an keine anderen Bedingungen geknüpft sein darf, außer an die, sie aus Liebe zu Gott und zu den Menschen auszuführen! Auch in der Bereitschaft des Kreuztragens, sich also um der Wahrheit willen weltliche Armut, Verachtung und unter Umständen auch körperliche Leiden gefallen zu lassen, und seelisch die Selbstverleugnung und Demütigung seines Egos. Nur so kann Gottes Geist in uns zur Ausbreitung gelangen, was zur Wiedergeburt des Gottesgeistes im Menschen, und somit zum ewigen Leben in Gott führt!


22 Er aber wurde traurig über dieses Wort und ging betrübt davon; denn er hatte viele Güter.
23 Da blickte Jesus umher und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes eingehen!
24 Die Jünger aber erstaunten über seine Worte. Da begann Jesus wiederum und sprach zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es für die, welche ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, in das Reich Gottes hineinzukommen!
25 Es ist leichter, daß ein Kamel durch das Nadelöhr geht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.
26 Sie aber entsetzten sich sehr und sprachen untereinander: Wer kann dann überhaupt errettet werden?
27 Jesus aber blickte sie an und sprach: Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott! Denn bei Gott sind alle Dinge möglich.



393. - Den 20. April 1884  „Eines fehlt dir! - - -„

„Und da Er hinausgegangen war auf den Weg, lief Einer vorne vor, kniete vor Ihn und fragte Ihn: guter Meister, was soll ich tun, daß ich das ewige Leben erbe?“ (Mark. 10. 17.)
 

Liebe Kinder

Dieser Akt, wo eine Seele durch irgend ein Vorkommnis, sei es eine Predigt oder sonst ein Fall mehr angeregt wird, sich an Mich zu wenden, mit der Frage: Was soll ich tun, daß ich selig werde? Findet bei vielen Seelen statt. Es kommt solches von Meinem starken Anklopfen her; denn sie hören Meine Stimme und sind willens derselben zu folgen: aber lieber durch Verehrung, als durch Liebe, welche sich tätig beweisen soll.
            
Ich sah den inneren Zustand dieses Mannes, welcher von Mir ein Lob zu erhalten hoffte über seinen bisherigen, vor den Menschen strengen Lebenswandel; denn er liebte das Gesetz und hielt es; darum sah Ich denselben auch an und liebte ihn mit den Worten: „Eines fehlet dir!“ Und so muss Ich gar vielen suchenden Seelen sagen: „Eines fehlet dir!“ Es ist die tätige Liebe, wie sie in diesen Versen beschrieben ist, und das Vertrauen zu Mir, daß wer in Meine Nachfolge mit voller Verleugnung seiner selbst eintritt, dennoch – sowohl äußerlich als geistig keinen Mangel leidet.
            
Obschon viele Seelen es glauben, daß sie geistig dabei gewinnen, wenn sie sich auf Mich verlassen, so ist doch die Selbstsorge im Äußeren so tief bei denselben eingewurzelt, daß sie stets ihre Opfer auf Meinen Liebesaltar mehr mit dem Verstande als mit dem Herzen geben. Sehet, solches war auch bei diesem Jünglinge der Fall; er nahm Ärgernis an diesen Worten, weil sein Vertrauen noch zu schwach war; ebenso war auch für Meine übrigen Jünger diese Probe des Vertrauens vor ihren Augen zu groß, (V. 23) „sie entsetzten sich aber noch viel mehr, und sprachen untereinander: „Wer kann dann selig werden?“ Und Ich antwortete: „Solche, die ihre ganze Kraft aus Meiner Hand nehmen.“
            
Leider gibt es aber gar wenige Seelen, welche so fest im Glauben stehen, daß auch diese Meine Worte der Verheißung (V. 29 – 30.) sie tüchtig machen, im Fall es Not tut, ihre ganze zeitliche Habe aus Liebe zu Mir aufzuopfern. Obgleich Ich Mich an den Wenigen, die es um Meinet willen schon getan haben, als einen starken, reichen und allmächtigen Gott beweise, wie die Geschichte ausweist, daß Ich alle Unternehmungen im Glauben an Meine Durchhilfe reichlich segne, so schleicht sich doch bei allen Unternehmungen auch viel Schwäche ein.

Die Triebfeder dazu oder die völlige Übergabe an Mich bewirkt allein den rechten Segen. Hat eine unbedingte Übergabe stattgefunden, so gehört das Herz Mein oder der freie Wille, und dann wird derselbe von Mir also geleitet, daß der Verstand schweigt, wenn es gilt im Glauben und Vertrauen zu handeln. So leset dieses Kapitel als eine wahre Antwort auf die Frage: „guter Meister, was soll ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?“

Amen. Euer Vater!