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Über des Herrn Zweck bei diesen Kundgaben - Gotteskinderschule 2178

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Über des Herrn Zweck bei diesen Kundgaben - Gotteskinderschule
« am: Februar 03, 2012, 09:21:05 Nachmittag »
370. - Advent, (1.Dezember 1883.) Über des Herrn Zweck bei diesen Kundgaben – eine wahre Gottes – Kinderschule damit zu gründen

"Es war aber nahe der Juden Fest der Laubrüste; da sprachen Seine Brüder zu Ihm: Mache dich auf von dannen und gehe in Judäam, auf das auch deine Jünger sehen die Werke, die Du tust. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein; tust du solches, so offenbare Dich vor der Welt" u.s.w. JOB.7,2.
 

Liebe Kinder!

In diesen Worten, welche Meine irdischen Brüder gegen Mich aussprachen, liegt eine Entsprechung, ganz besonders für euch in der Festzeit; denn viele Menschen, welche von Meinen Worten, die sie durch euch erhalten, erbaut werden, meinen: ,,es sollte mehr ,,offenbar werden vor der Welt und den Weltmenschen, daß Ich ,,abermals mit den Menschen in herablassender Weise verkehre;" denn Viele wissen Meine Regierung, die stets göttliche Weisheit, Liebe und Langmuth beobachtet, nicht zu fassen; sondern sie denken zu menschlich von Mir, und richten sich nach Ihrem eigenen Gefühle dabei, das Ich ihres Eifers wegen zwar segne; aber ihre Bitte um schnelle Ausbreitung des Evangeliums dieser Worte kann Ich nicht nach ihrem Sinn erhören, wohl aber diese Worte an ihnen selbst desto mehr segnen.

Es liegt eben auch weniger an der Zahl solcher Seelen beim Anfange und bei Grundlegung solcher Wahrheiten, als daran, dass durch diese Wahrheiten, wenn sie zur Richtschnur im Leben und Handeln genommen werden, wahre Kinder von Mir gebildet und erzogen werden; daher Ich hier auch alle andern (wunderbaren) Beweise unterlasse, weil durch dieselben zwar ein augenblickliches Aussehen und Bewundern erregt, aber nicht die Frucht dieser Lehre erzielt würde, was doch die Hauptsache ist, nämlich, das durch dieselbe solch glückliche Gotteskinder werden sollen, welche Meine Gebote und Anordnungen dankbar befolgen, weil sie nach und nach an sich erfahren, dass dieselben den Menschen bloß gegeben sind, um sie zu beglücken, und eben darum wird solch wahren Kindern die Befolgung Meiner Wahrheiten zur Freude und Seligkeit.

Nun fraget euch selbst: wie könnte ein Wunder glückliche Menschen für Zeit und Ewigkeit machen? Wohl helfe Ich oft durch wunderbare Führung einer einzelnen Seele zur Wahrheit; aber um den Glauben an diese Wahrheiten hervorzurufen, dazu gehören nicht Wunder, sondern die Gnade, welche da ist die Kraft des h. Geistes, der mit Seiner Erleuchtung all Denen zu Hilfe kommt, die nach Mir fragen und Mich suchen, aber freilich oft auf ganz verkehrtem Wege. Da gelten stets die Worte: ,,Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig!"

Wenn eine Seele das noch wahrnimmt, sei sie auf den Leidensweg gestellt, aber oft noch mitten im Weltgetümmel, so kann sie auf dieses Anklopfen (des h. G.) aufmerksam werden; denn Ich bin stets bereit, auch an den unbedeutendsten Zug nach Mir anzuknüpfen, und dieselbe mit väterlicher Liebe so zu leiten, daß sie oft noch im diesseitigen Leben ihr wahres Ziel erkennt, und nach demselben strebt.

Darum sagte Ich auch damals zu Meinen Brüdern: ,,Meine Zeit ist noch nicht da, daß Ich Mich allgemeiner offenbare und als Den bezeuge, Der Ich bin;" denn sie (die Menschen) glaubten noch nicht, und darum konnte Ich Mich noch nicht mehr annähern, aber ,,eure Zeit ist allwege;" denn Ich klopfte stets mit Liebe bei ihnen an, um sie aufmerksam zu machen, wie sehr sie noch mit der Welt harmonierten, und darum ließ Ich sie dort auch allein in den Tempel gehen, und die äußeren Zeremonien mitmachen; Ich aber ging nicht offenbar, sondern heimlich ihnen nach.

So geht es heutzutage noch! Viele gehen in die Kirche ohne Mich! Ich aber gehe ihnen nach und lehre sie, daß sie sich untereinander fragen; Wer ist der, der da lehret? denn ein Jedes hat eine andere Aufnahme vom Worte, weil Ich der Vermittler der Worte bin, und Jedem nach dem Grade Seiner Liebe zu Mir den Segen davon zuteile; daher es auch kommt, daß von den gleichen Worten aber von derselben Predigt der Eine gesegnet ist, während der Andere es gar nicht fassen kann.

Darum sage ich bald: ,,Meine Zeit ist noch nicht da," zu denen nämlich, die noch nicht angefangen haben Mich zu suchen, - und bald wieder zu den Andern: "Siehe! Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" Wer dieses Innewerden genießt, der wird weder Wunder noch Zeichen begehren, sondern allein Meine Liebe!

Amen! Euer Vater in Jesu