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Ich leiste auf alle Ehrfurcht Verzicht, nur die Gegenliebe ist Mir Bedürfnis 524

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Ich leiste auf alle Ehrfurcht Verzicht, nur die Gegenliebe ist Mir Bedürfnis
« am: Februar 09, 2012, 03:26:43 Nachmittag »
332.
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23. März 1883
Karfreitag
"Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben!" -Johs. 19, 20 - 37-

Liebe Kinder!
Dieses Wort ist ein großes Wort, und hat eine tiefe Bedeutung; denn eine große Verheißung liegt in den Worten: "Sie werden sehen"; es ist darin enthalten, daß alle Menschen zur wahren Erkenntnis gelangen sollen, gegen welch liebevollen Vater sie sich empörten; allen Geistern wird dies noch - wenn es auch auf Erden nicht mehr, oder weniger geschieht - doch im Jenseits einst aufgedeckt - wer Ich (Jesus) bin!
Ich leiste auf alle Ehrfurcht Verzicht, welche bei den Menschen durch die Betrachtung Meiner Werke hervorgerufen wird; nur die Gegenliebe ist Mir Bedürfnis!
Darum muß Ich allen Meinen Kindern dieselbe vorstellen, was schon durch Meinen Erdenwandel, durch Meine Lehre und durch Meinen Tod geschah; aber dies ganz so zu fassen, wie es Meine Liebe verlangt, gelingt leider selten einer Seele im Fleische, sie ist meist zu sehr in das Äußerliche hineingezogen, und besonders in der Jetztzeit, wo die ganze Kirchenlehre mit menschlichen Ansichten vermengt ist; anstatt daß der heilige Geist in sein Amt tritt, und den Ausleger der Heiligen Schrift macht (als Geist der Wahrheit), haben sie jetzt den Verstand dafür eingesetzt!
Wenige bedenken mehr, daß die Menschen durch dessen Einflüsterung des Paradieses verlustig wurden! *) Mein Kreuzestod wird zwar noch in der Kirche als Hauptakt Meiner Liebe dargestellt, aber daneben wird derselbe sogleich zu aller natürlichen Bequemlichkeit ausgebeutet, weil er die Versöhnung zwischen Mir und dem Vater bewirkt hat, und  somit die Menschen freispricht von aller Schuld und von aller Versäumnis (!?), darum darf sich die Seele - nach dieser Auffassung - ganz dem Materiellen zuwenden, und braucht sich nicht zu bestreben - mit dem Geiste eins zu werden! - Oh Kinder, sehet welch große Ver(w)irrung solcher Glaube schon angerichtet hat, wie Ich dadurch soviel umsonst gelitten und geduldet habe, und wie Mein Leiden und Mein Trauern um die Erdenkinder noch immer fortbesteht! Ich muß warten, bis Ich durch Mein sanftes Eingreifen nur erst wieder Einzelne auf Meine Seite gewinne, damit Ich durch diese abermals einige Weitere anziehen lassen kann.
So habe Ich euch nun abermals einen Blick in das Verhältnis tun lassen, das zwischen Mir und den Menschen besteht, und euch gezeigt, wie Meine Liebe schmachten muß, und frage euch nun:
"Wollet ihr ganz nach Meinem Sinne zu Mir halten? Auch wenn euch das gleiche Los der Schmach und Verfolgung in Aussicht steht?"
ich werde euch dabei nicht zu viel auferlegen, sondern durch Meine göttliche Kraft euch mächtig unterstützen, und weil Ich euer redliches Jasagen weiß, so wollen wir nun das Mahl der Liebe miteinander halten; wir schließen all die Unsrigen, welche im Bunde stehen, dabei mit ein; teilet es ihnen dann mit.
Amen! Amen! Amen! Euer Vater Jesus.

*) das beschränkte Verstandeslicht ist nur zum Gebrauche für natürlich-weltliche Zwecke, als zum Berufszweck usw., aber für geistige Wahrheiten nicht genügend; denn dazu ist das ewige Licht im Herzen, (siehe in Nr. 21 Anhang - "der Kopfverstand als Antichrist.") d.Hsg

J.L. Vaterbriefe, Band 2, Kap. 332