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Noch immer falsche Versöhnungslehre unter den Christen 541

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Noch immer falsche Versöhnungslehre unter den Christen
« am: Februar 11, 2012, 10:52:39 Vormittag »
401. - Drei-Einigkeitsfest, 8. Juni 1884 „Wer Mich sieht, der sieht Den, Der Mich gesandt hat“
                       
(Man vergleiche auch Predigt 27 [in Nr. 37 u, Nr. 40].)

Jesus aber rief und sprach: „Wer an Mich glaubt, der glaubt nicht an Mich, sondern an Den, Der Mich gesandt hat, und „Wer Mich siehet, der sieht Den, Der Mich gesandt hat!“ (Joh. 12. 44 )
 

Liebe Kinder!

Schon in Meinem Erdenwandel waren die Menschen und Jünger, die Mich umgaben, unklar über Meine Persönlichkeit; denn die Wirkung Meiner Worte und der ausgeführten Wunder beeindruckte die Menschen, daß Ich der wahrhaftige Gott sein müsse, und doch auf der andern Seite war der Begriff von ihrem Jehovah ein so entgegengesetzter zu der herablassenden Liebe (in Mir als Jesus), der wie ein Bruder mit ihnen verkehrte, daß sie meinten ihren Gott zu entwürdigen, wenn sie dieser inneren Überzeugung mehr Gehör geben würden.
           
Darum konnte Ich Mich auch (hierüber) nicht so deutlich aussprechen, wie „Ich bin euer Gott und Vater“, sondern Ich durfte nur nähere Winke darüber geben, welche ihre Ahnungen bestätigen sollten. Diese inneren Ahnungen rühren von der nahen Verwandtschaft des Geistes (im Menschen mit Mir) her, welcher als Abkömmling von Mir fühlt, daß Ich sein Schöpfer und Vater bin, und der dann bei dahin zielenden Worten oder Thaten in diesem Gefühle noch mehr bestärkt wird. Fehlen aber diese (Gefühlsahnungen) bei ihm, so bleibt er unempfindlich und gleichgültig; denn er ist von dem Einflusse und von der Anregung abhängig. Darum Ich auch stets sorge, daß ein jeder Geist dieselben in reichem Maße erhält, und es ist die Gnade, welche solches ausführt, durch Meinen göttlichen Geist, welcher sich in Verbindung mit dem menschlichen Geiste setzt.
           
Zuerst näherte Gott Sich den Menschen in der Schöpfung; dann erschien Er einzelnen Menschen, welche Er zur Vermittlung erwählte, bald auf diese, bald auf jene Weise für kurze Zeit, wie z. B. Adam, Henoch, Abraham, Moses und den Propheten. Als aber die Menschen vorbereitet waren, einem Gott dem Geiste nach zu erkennen, da nahm Ich (in Jesus) auf längere Zeit die menschliche Form an, um persönlich sie belehre zu können, und deshalb musste Ich Meine Gottheit unter einem anderen Namen (als Sohn) zu verbergen, damit sie in ihrer geistigen Freiheit nicht beeinträchtigt wurden, und nur Einzelnen wurde es zu Teil, Mich klar (als den einzigen Gott) zu erkennen.
           
Meine Auferstehung gab indessen über die Winke, welche in Meiner Lehre darauf hinwiesen, auch viel Ausschluss; doch dem Einflusse der Verstandes-Vernunft und Meinen Gegnern gegenüber sind dieselben noch für Viele ein Ärgernis, und hauptsächlich den Volks-Leitern selbst, weil eben ihr Vermittler-Amt zwischen Mir und den Seelen keinen Werth mehr hätte. Darum sucht der Eigennutz und der Ehrgeiz derselben diese Meine Worte und Winke gerne in ein Geheimnis zu stellen, und den Menschen zum blinden Glauben zuzusprechen, welcher aber so wenig Früchte tragen kann, als die Spreu, aus welcher der Kern ausgedroschen ist.
           
Darum muss Ich eben die falsche Anschauung und die irrige Lehre von der Versöhnung durch Jesum immer noch dulden, um doch auch aus diesen Seelen, welche dadurch zu Mir kommen, noch wahre Kinder zu erziehen, durch kräftiges Einwirken auf dieselben durch die Liebe. Dieser Weg ist zwar ein längerer und mühsamerer; aber er führt doch auch zum Ziele; denn wo die Liebe zu Mir vorhanden ist, da kann Ich beeinflussen. Freilich muss dieses auf vielerlei Weise geschehen; doch es muss also vollendet werden das Wort der Verheißung: „Es wird Ein Hirt und Eine Herde sein!“
           
So lange es aber noch viele Herden gibt, wird auch Ein Hirte nicht anerkannt; darum muss der Glaube an (und die Liebe zum) Einen Hirten zu der Vereinigung mit beitragen!

Amen! (Sacharia 14, 9.)


Aus: Johanne Ladner, Vaterbriefe Band 3