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Die Versöhnungslehre vom Kreuze ist für Viele zu unfaßbar 525

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Die Versöhnungslehre vom Kreuze ist für Viele zu unfaßbar
« am: Februar 11, 2012, 07:51:05 Nachmittag »
177. - 23. Mai 1880  "Zum Dreieinigkeitsfest" Wer Mich siehet, der siehet den Vater. ( Joh. 14 )

Liebe Kinder!

An diesen Worten ärgerten sich die Schriftgelehrten und Pharisäer, was daher kam, weil sie ihren Gott und Vater in Seinem wahren Wesen (noch) nicht erkannten. Es war ihnen zu gleichgültig, Mich näher kennen zu lernen, sie befriedigten sich damit, daß sie das Volk Mir (als Jesus) gegenüber ängstlich machten, und es zu großen Opfern veranlaßten, weil es so zu ihrem Vorteil gereichte.
 
Darum Meine Lehre, daß Ich und der Vater Eines seien, ihnen am unangenehmsten war, weil Ich ja arm, demütig und uneigennützig war, und alles was Ich tat und redete, den Stempel der Liebe trug; sie konnten Mich deshalb nicht nur als "Gottes Sohn" und Messias nicht gelten lassen, sondern mußten Mich als einen starken Gegner ihres Jehovah erklären. Dies gelang ihnen auch beim Volke, mehr als ihrer eigenen innern Überzeugung gegenüber; dort machte sich der göttliche Funke ihres Geistes geltend, weil derselbe die Verwandtschaft zwischen Mir und ihm anerkannte; darum wollten sie Mich austilgen, und darum redete Ich bei vielen Gelegenheiten gerade über diesen Punkt, um die enge Verbindung zwischen Mir und dem Vater deutlich zu erklären.
 
Würde die jetzige Christenheit mit Liebe und eifrigem Bemühen, Mich im wahren Lichte zu erfassen, die Bibel lesen, dann könnte unmöglich so vielerlei Auslegung dabei vorkommen, sondern Mein Geist würde alle in die Wahrheit leiten; allein der Verdrehung der Bibelworte wird gerne gehuldigt, weil sie so dem natürlichen Menschen angenehmer sind und ihm besser zusagen; überall werdet ihr in Meinen Worten finden, daß das "Tun den Willen Meines Vaters" mit verbunden sein muß, um die Rechte zu erhalten, welche Ich denen verheiße, welche Mich als vom Vater ausgehend erkennen; nirgends in der Schrift steht geschrieben, daß zwischen Mir und dem Vater zwar eine Versöhnung stattfinden muß, um vereint zu werden; Viele von den Unaufgeklärten verstehen es aber doch so, und meinen auch, Ich habe Mich mit dem Vater erst im Tode völlig vereint. Es heißt aber doch deutlich: "Ich und der Vater sind Eins", eins in der Liebe, in der Gerechtigkeit usw. Die Lehre des Evangeliums ist immer noch verdunkelt durch menschliche Auslegungen, welche dem Volke gegeben werden, weil eigenliebige Interessen (die Herrsch- und Gewinnsucht) bei den jetzigen Lehrern noch zu sehr mitwirken; darum kann Meine göttliche Wahrheit nur allein durch den Heiligen Geist ganz erlangt werden, Welcher bereit ist, allen beizustehen, welche Mich wirklich erkennen und lieben möchten; diese sollen das Verhältnis zwischen Vater und Kind lebendig in sich selbst erfahren, und es so weit bringen, daß auch sie sagen können: "ich und der Vater sind eins", oder ich bin mit des Vaters Willen einverstanden.
 
Immer habe Ich einige wahre Kinder auf Erden, die durch Beeinflussung von oben sich angetrieben fühlen, recht in Mich sich hinein zu leben; diese Beeinflussungen werden in der Jetztzeit sehr verstärkt, darum auch hier und dort an manchen Orten Ich solche Wahrheiten, die zur Annäherung an Mich geeignet sind, niederschreiben lasse, durch Meine Diener vom Jenseits.
 
Denn das Vertrauen der Menschen zu Mir Selbst ist (im Verhältnis Meiner Liebe zu ihnen) sehr klein; die Versöhnungslehre vom Kreuze ist für Viele zu unfaßbar, und wenn sie gleich in der Angst ihres Herzens dieselbe ergreifen, und Meine Gnade ihnen diesen Trost zukommen läßt, so führt es doch zu keiner Freudigkeit, mit Mir als dem Vater zu verkehren, sondern erzeugt immer wieder Furcht. Darum, liebe Kinder, ist es von so großem Wert, daß der Heilige Geist in euch das wahre Licht anzünde, bittet um denselben anhaltend, damit Vater, Sohn und Geist in euch aufgenommen, geehrt und geliebt werden kann.

Amen!

Aus: Johanne Ladner, Vaterbriefe Band 1