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Versöhnung und Erlösung: Umfassende Ausarbeitung zum Thema - Teil 1 741

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Versöhnung und Erlösung: Umfassende Ausarbeitung zum Thema - Teil 1
« am: Februar 18, 2012, 12:19:01 Nachmittag »
[h1]Die sogenannte All-Versöhnung oder Apokatastasis[/h1][h2]… Was ist die Versöhnung und wer erlangt Erlösung?[/h2]

[h3]Einleitung[/h3]
Viele Christen verstehen die Versöhnung so, dass man allein durch den Glauben an Christus und die Annahme Seines Opfers am Kreuz mit Gott versöhnt werde, und dass solches natürlich eine bewusste Entscheidung voraussetze. Wäre aber jeder durch JESU Opfertod mit Gott versöhnt, so wäre Christus umsonst am Kreuz gestorben, argumentieren sie. Eine "automatische" Versöhnung, eine sogenannte "All-Versöhnung" könne es daher nicht geben, und wer im Erdenleben nicht zum Glauben an Jesus Christus gelangt, der wird auf ewig von der Gottheit in die Hölle verdammt!

Vielen Menschen macht eine solche Irrlehre natürlich Angst, denn von einer Liebe Gottes schaut da nichts mehr heraus, und wovor man Angst haben muss, das kann man folglich auch nicht lieben. Auch wird das Motiv des Christseins völlig verdreht, denn Jesus anzuerkennen bloß um eines vermeinten Errettungs-Lohnes, nicht aber um des Guten und Wahren selbst willen und aus brennendem Verlangen nach Gott, führt die ganze Liebelehre Jesu ad absurdum. Heißt es doch: "Liebe Gott über alles und Deinen Nächsten wie dich selbst!". Es handelt sich bei der Errettung also weder um einen bloßen Willkür-Akt eines launischen Herrscher-Gottes, noch um eine egoistische Vorteilsnahme Seines unterdrückten Geschöpfes, sondern vielmehr um die Umgestaltung des Menschen zur wahren göttlichen Liebe.

Es ist da nicht verwunderlich, dass gerade solche Menschen die Versöhnung Gottes falsch verstehen wollen, denen es noch mehr an der aufopfernden und dienenden Liebe mangelt, und die nicht wirklich der Geringste und jedermans Diener sein möchten. Dazu kann man sich einmal das Gleichniss von den zehn Jungfrauen anschauen im 25. Kapitel des Matthäus-Evangeliums: "11 Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! 12 Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht!". Es kann also durchaus sein, dass solche, die da glauben, dass Jesus der Christus ist, den Vers 12 in Mat.25 zu hören bekommen. Schließlich ist sogar selbst der Satan gläubig, und er müsste sonach, genügte der Glaube an Jesus allein, ebenso gerrettet sein wie jeder andere. Doch da sagt uns die Bibel aber auch, dass ein Glaube ohne Werke (der Liebe) keinen Wert hat. Im 2. Kapitel des Jakobus lesen wir:

14 Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn denn dieser Glaube retten?
15 Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt,
16 und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was würde das helfen?
17 So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.
18 Da wird dann einer sagen: »Du hast Glauben, und ich habe Werke. Beweise mir doch deinen Glauben aus deinen Werken, und ich werde dir aus meinen Werken meinen Glauben beweisen!«
19 Du glaubst, daß es nur einen Gott gibt? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es — und zittern!
20 Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, daß der Glaube ohne die Werke tot ist?
21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte?
22 Siehst du, daß der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war, und daß der Glaube durch die Werke vollkommen wurde?
23 Und so erfüllte sich die Schrift, die spricht: »Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet«, und er wurde ein Freund Gottes genannt.
24 So seht ihr nun, daß der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.
25 Ist nicht ebenso auch die Hure Rahab durch Werke gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ?
26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot.

Das Bedeutet also im Klartext: Gott muss Sich Selbst im Menschen erkennen durch die Werke der Liebe! Es ist sonach nicht von Bedeutung ob, wie, wie oft und vor wem man seinen Glauben an Christus durch Worte bekennt, sondern wie viele Hungrige man speist und wie viele Nackte man bekleidet, materiell oder geistig. Aber nur wenn solches aus reiner Liebe geschieht und die "linke Hand nicht weiß, was die Rechte tut" (6. Matth.) ist es ein Glaubenswerk der Liebe, weil da Güte, Mitgefühl und Erbarmung die Motive des Handelns sind, nicht aber etwa eine wie auch immer geartete Form von Profilierung, Vorteilsnahme oder Gesetzlichkeit. Die Liebe fordert keinen anderen Lohn als nur den, Gott immer mehr lieben zu dürfen. Solches ist das Sich-Erkennen der Gottheit im Menschen.

Jeder frage sich daher selbst woran sein Herz noch hängt und wieviele Götter des Wohllebens, der Sinnes- und Genußsucht und des Standesdünkels man neben Gott noch anbetet (2. Mose 34):
14 Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten. Denn der Herr, dessen Name »Der Eifersüchtige« ist, ist ein eifersüchtiger Gott.
15 Daß du nicht etwa einen Bund schließt mit den Einwohnern des Landes, und sie, wenn sie ihren Göttern nachhuren und ihren Göttern opfern, dich einladen und du dann von ihrem Opfer ißt,
16 und deinen Söhnen ihre Töchter zu Frauen nimmst und ihre Töchter dann ihren Göttern nachhuren und deine Söhne verführen, daß sie auch ihren Göttern nachhuren.
17 Du sollst dir keine gegossenen Götter machen! (Sich nicht im Materiellen gründen)

Es gibt viele, viele Menschen, die nicht an Gott glauben, aber in welchen sich die Gottheit erkennt, weil diese Liebe haben. Umgekehrt gibt es viele, viele Menschen, die an Gott glauben, aber in welchen sich die Gottheit nicht erkennt, weil sie keine Liebe haben. Welche werden wohl einem liebenden Vater die angenehmeren Kinder sein? Auch davon handeln einige Gleichnisse der Bibel, z.B. in Matthäus 21 und 25 oder in Lukas 19.

Vor allem aber betonen die Neuoffenbarungsschriften, dass Gott, als die allervollkommenste Liebe und als ein endlos barmherziger Vater aller Menschen, Geister und Engel, nicht des Sünders Tod und ewige Verdammnis, sondern dessen geistige Vollendung und ewiges, seliges Leben will.

Es kann daher weder im Diesseits noch im Jenseits von einem Strafgerichte Gottes die Rede sein, in dem die einen, welche im kurzen Erdenleben gläubig waren, ein für alle mal zum ewigen Leben gelangen und aller himmlischer Güter teilhaftig werden, die Ungläubigen dagegen für alle Ewigkeit in eine nie endende entsetzlichste Pein verdammt werden. Was müsste denn das für ein grauenhafter Rache- und Strafgott sein, Der mit den von Ihm Selbst geschaffenen, schwachen und unvollkommenen Wesen derartig verführe? - Er, Der dem Menschen Selber das Gebot gegeben hat, seine Feinde zu lieben, zu segnen, die ihm fluchen (Matth.5,44) und den Schuldigern "siebzigmal siebenmal" zu vergeben! (Matth. 18,22). Nein, nie und nimmer ist dies der Sinn und Geist unseres himmlischen Vaters, Der vielmehr durch Belehrung und väterliche Führung jeden Menschen zum ewigen Leben in und aus Gott leiten und zum wahren Gotteskinde heranbilden möchte!

Zu allen Menschen ohne Unterschied hat Jesus die in Ewigkeit geltenden Worte gesprochen: "Ihr sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!" und: "So ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben." - und im Großen Evangelium Johannes lesen wir:

09] O ihr Narren! Gibt es wohl einen Vater von nur einiger Liebe zu seinen Kindern, der ein Kind, das gegen sein Gebot einen Fehler beging, auf lebenslänglich in einen Kerker werfen ließe und es dazu noch züchtigen lassen möchte alle Tage, solange es lebte?! Wenn aber das ein menschlicher Vater nicht tun wird, der im Grunde als Mensch doch schlecht ist, um wieviel weniger wird dass der Vater im Himmel tun, der die ewige und purste Liebe und Güte Selbst ist!
10] Oder denke dir nur auf der Erde einen wahrhaft weisen und sehr verstandesvollen Menschen! Wird der je eine ewig währende Bestrafung an einem Sünder billigen können, oder wird er jemandem eine solche Strafe zuerkennen? Sicher nicht, - und der höchstweise Gott um so weniger!
11] Ich sage euch aber, dass in der Folge unter Meinen wahren Nachfolgern gar keine auch nur zeitlichen Strafen bestehen sollen.
(Aus: Großes Evangelium Johannes Band 6, Kapitel 243)

[h3]Wenden wir uns nun den großen Fragen zu der Erlösung und Versöhnung zu:[/h3]
Warum sagt Paulus in Röm.5:

"Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wie viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben."

(Paulus, Römerbrief 5, Verse 10 - 11)

Laut dieser Aussage wurden wir durch den Opfertod JESU schon mit Gott versöhnt, als wir noch "Feinde" waren. Also noch bevor wir uns überhaupt zu Gott bekannten, geschweige denn zum Blute Jesu Christi. Dann hat die "Versöhnung Gottes durch Christus" also nicht eine bloß individuell geschöpfliche, sondern auch eine ganz bedeutende, zentrale, universelle und grundsätzliche Bedeutung für die gesamte Schöpfung!

Was bedeutet die "Versöhnung" denn genau? Wer soll da mit wem versöhnt werden, warum und wodurch? Muss sich das Geschöpf mit dem Schöpfer versöhnen, weil das Geschöpf ungehorsam gegen Diesen war und der Schöpfer nun etwa beleidigt ist? Oder musste der Vater erst Seinen Sohn durch die eigenen Geschöpfe am Kreuz ermorden lassen, um durch dieses Opfer Jesu versöhnt zu sein? Oder musste sich die Gottheit nicht vielleicht in Sich selbst "versöhnen", weil nun Ihre Liebe über alle Ihre anderen Eigenschaften gesiegt, und somit Bahn gebrochen hat für die Heimholung Luzifer's und seiner mit ihm gefallenen Geister? Wenn aber so, dann ist die Versöhnung schon vor Gottes Menschwerdung geschehen!

Hören wir dazu den Herrn einmal Selbst:

"Ihr sollet den Namen Jesus in seiner Bedeutung kennen lernen, da besonders viel daran liegt, dass ihr Mich nicht allein als liebenden Vater und Schöpfer Himmels und der Erde erkennet, sondern Denselben auch im Namen Jesu; denn nur durch Dessen Zugang habt ihr den Vater erlangt; nicht aber wie der verkehrte Glauben es lehrt, als ob der Vater zuvor versöhnt worden wäre durch Meine Erniedrigung und Meinen Kreuzestod, sondern Meine Liebe war es zuvor schon, welche Mich zu diesem Akte veranlasste, um euch kund zu geben, dass in eurem Schöpfer ein Vaterherz für euch schlägt, und so musste Ich auf diesem Wege euch begegnen; aber auch zulassen, dass man falsche Begriffe von Meiner Versöhnung annahm, als ob Ich ein Gott des Zornes wäre, und erst durch grausame Strafe, welche an Meinem Leibe verübt worden, versöhnt werden müsste.

Ich musste Mich nach der durch die Sünde so weit gesunkenen Aufnahmefähigkeit der Menschen richten, und auch in dieser Hinsicht, wie eben alles nach Meiner Ordnung den Entwicklungsgang zu gehen hat, diese Irrbegriffe so lange dulden, bis es jetzt an der Zeit ist, Mich in Meiner ganzen Liebe, und Meinen ganzen Heilsplan zu erkennen.

Durch die Worte über Meinen Erdenwandel (Besonders im "Großen Evangelium Johannes") könnet ihr immer mehr Aufschluss erhalten, worin die wahre Versöhnung zwischen Mir und euch besteht, d.h. im kindlichen Vertrauen, dass, wenn ihr Mir folgen wollet, Ich euch durch Meine Kraft unterstützen werde, aus der Liebe, die alles für euch getan, ihr Blut vergossen, ihr Leben gelassen, um durch den Vater (die Göttlichkeit in Mir) auch euren göttlichen Funken, oder euer eigentliches Ich oder ewig Sein (woraus ihr als Menschen besteht), tüchtig zu machen, eure Seele und Leib zu durchdringen, damit sie zur Auferstehung in das himmlische Reich, als Kinder Gottes fähig werden; denn erst durch Mein Erscheinen ist den Menschen ihr ganzes Wesen mehr aufgedeckt worden, dass sie aus Geist, Seele und Leib bestehen, und darum die Aufgabe haben, sich mit Dem zu vereinen, nach Dessen Ebenbild sie geschaffen sind, Der ihnen durch Sein Beispiel den Weg gezeigt hat, welcher dahin führt; nämlich gehorsam sein bis auf den höchsten Grad, wie auch Ich - als Jesus dem Vater folgte, und den Weg der Verleugnung Selbst auf Mich nahm, durch Spott und Hohn bis zum Kreuzestod.

Wenn ihr so, als Meine Kinder, den Vater in Jesu ehret und Seine Erlösung euch aneignet, da wird euch der wahre Segen werden; aber nicht, wenn ihr euch durch Mein Blut ohne eure Bemühungen rein waschen lassen und warten wollt, bis euch die Liebe des Vaters zugeteilt wird durch Vermittlung; Meine Vermittlung ist die Lehre, welche bloß durch das Befolgen ihre Kraft beweisen wird.

Darum seid Täter des Wortes! und ihr werdet euch nicht selbst betrügen, sondern das Kindesrecht euch erwerben, durch euren Gehorsam und kindliches Vertrauen zu Mir. Amen!"

(Aus: Johanne Ladner, Vaterbriefe, Band 2, Kap. 45)

Um also die Versöhnung richtig verstehen zu können, müssen wir unbedingt wissen, was die Erlösung ist und worin diese besteht. Dazu ist die Selbst- und Gotteserkenntnis vonnöten, die uns der Heilige Geist durch Offenbarung von Innen, wie auch von Außen her schenkt. Aber der heutigen Christenheit mangelt es an Erkenntnis und sie verwirft die große Gnade der neuen Offenbarungen Gottes heutiger Zeit, welche da ist die Wiederkunft Christi im Wort der Wahrheit (Die "Wolken des Himmels"... die Offenbarung Gottes im Wort! Verheißen für JESU jetzige Wiederkunft in Mt.26,64, wie einst für Gottes Menschwerdung in JESUS in Dan.7,13) und es verhält sich heute genau so, wie es Hosea einst schrieb:

4,6 "Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis!"

"1 Hört das Wort des Herrn, ihr Kinder Israels! Denn der Herr hat einen Rechtsstreit mit den Bewohnern des Landes, weil es keine Wahrheit, keine Liebe und keine Gotteserkenntnis im Land gibt.
2 Fluchen und Lügen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat überhand genommen, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld.
3 Darum trauert das Land, und alle müssen verschmachten, die darin wohnen; die Tiere des Feldes und die Vögel des Himmels; und auch die Fische im Meer werden dahingerafft.
4 Doch niemand soll rechten, und keiner soll tadeln; denn dein Volk ist wie die, welche mit dem Priester rechten!
5 Und so wirst du bei Tag straucheln, und auch der Prophet wird mit dir straucheln bei Nacht, und ich will deine Mutter vertilgen.
6 Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis; denn du hast die Erkenntnis verworfen, darum will ich auch dich verwerfen, dass du nicht mehr mein Priester seist; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen hast, will auch ich deine Kinder vergessen!
7 Je mehr sie wurden, desto mehr sündigten sie gegen mich; darum will ich ihre Ehre in Schande verwandeln.
8 Von der Sünde meines Volkes nähren sie sich und sind gierig nach ihren Missetaten.
9 Aber es soll dem Volk ergehen wie dem Priester; ich werde ihren Wandel an ihnen heimsuchen und ihnen ihre Taten vergelten.
10 Sie werden essen und nicht satt werden, Hurerei treiben und sich nicht vermehren; denn sie haben davon abgelassen, auf den Herrn zu achten.
11 Hurerei, Wein und Most rauben den Verstand.
12 Mein Volk befragt sein Holz, und sein Stab wahrsagt ihm; denn der Geist der Hurerei hat sie verführt, dass sie ihrem Gott durch Hurerei untreu geworden sind.
13 Sie opfern auf den Berghöhen und räuchern auf den Hügeln, unter Eichen, Pappeln und Terebinthen; denn ihr Schatten ist angenehm. Darum treiben eure Töchter Hurerei und brechen eure Schwiegertöchter die Ehe.
14 Ich werde es an euren Töchtern nicht heimsuchen, dass sie Hurerei treiben, noch an euren Schwiegertöchtern, dass sie die Ehe brechen; denn sie selbst gehen mit Huren abseits und opfern mit den Tempeldirnen, und das unverständige Volk stürzt sich selbst ins Verderben.
15 Wenn du, Israel, Hurerei treibst, so soll sich doch Juda nicht versündigen! Geht doch nicht nach Gilgal, zieht nicht nach Beth-Awen hinauf und schwört nicht: »So wahr der Herr lebt!«
16 Denn Israel ist widerspenstig geworden wie eine störrische Kuh; nun wird sie der Herr weiden wie ein Lamm in weiter Landschaft.
17 Ephraim ist an die Götzen gebunden; lass ihn in Ruhe!
18 Ihr Saufgelage ist ausgeartet, sie haben sich der Hurerei hingegeben; ihre Beschützer haben die Schande geliebt.
19 Der Wind hat sie mit seinen Flügeln erfasst, und sie werden zuschanden mit ihren Opfern."

(Hosea, Kapitel 4, Verse 1 - 19)

Wie sehr beschreiben gerade diese prophetischen Worte den Zustand des heutigen Wohlstand-Christentums, da man die Erkenntnis verwirft und nichts mehr vom Leben weiß, weil man viel zu sehr mit der Sorge um das leibliche Wohl beschäftigt ist! Ja, man geht heute sogar so weit, den Wohlstand mit einer besonderen Zuwendung Gottes zu begründen, denn als "Königskind" hätte man schließlich ein Anrecht auf alle Annehmlichkeiten des Lebens…!!! Wem es dreckig geht auf der Welt, der "glaube" halt nicht genug! So lehren sie heute vielfach. Aber was sagt uns der Herr Selbst über unsere Nachfolge:

Lukas 9, 23 "Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. 24 Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es retten. 25 Denn was hilft es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber sich selbst verliert oder schädigt?"

Es geht nicht um Welt- oder Wohlleben hier auf Erden, sondern um die Erreichung der Gotteskindschaft. Dazu müssen wir immer mehr den äußeren Schein entbehren lernen, um immer mehr die wahren und bleibenden Lebensschätze in uns zu finden, wie: Geborgenheit und Liebe, Wahrheit und Erkenntnis, Frieden und Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht, sowie das allerklarste Bewusstsein des ewigen Lebens und der steten Gegenwart und Ansprache JESU in uns. Alles Äußere zieht uns nur ins äußere Scheinleben, und wer sich darin gründet und sein leibliches Wohlergehen nur sieht (Lk. 9,24), der hat seinen Lebensgrund der Vergänglichkeit alles Materiellen übergeben. Gott ist uns nirgends ferner als in der Welt und außerhalb unseres Körpers, da der Geist das Innwendigste ist in allem. Die Seele muss entrückt werden: Fort vom äußeren Scheinleben der Materie, und hin zum wahren und ewigen Leben des Geistes aus Gott in uns, Der die Liebe ist in Seiner zentralen Eigenschaft! Das ist die wahre Bedeutung der Entrückung, die der Fürst der Welt durch äußere Lockungen, Annehmlichkeiten und falsche Auslegung der Bibel zu verhindern sucht! Gott möchte Seinen Kindern die Fülle schenken, ja! Die Fülle der Erkenntnis und inneren Lebensvollendung, und unser allergrößter Lohn besteht dann darin, Gott in Jesus immer mehr nur lieben zu können! Satan ist der Herr des Trug- und Scheinlebens dieser Erde. Er möchte uns diese seine Fülle geben, um uns davon abzuhalten, durch die Entbehrung und die Selbstverleugnung unserer Habsucht und dem Hang zum Wohlleben, Gottes Fülle in uns zu überkommen, welche der Empfang des Heiligen Geistes ist, Der uns in alle Wahrheit führt!

Mt.25,11 "Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen (Anmerkung: die mit der Welt- und Eigenliebe, bei denen sich der Sinn also überwiegend um die Ausstattung mit irdischen Gütern und um den Empfang irgendeines eines himmlischen Lohnes oder Gewinnes dreht) und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! 12 Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht!". Ebenso auch hier in Mt.7,21: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut (Anmerkung: Der "Vater" bedeutet die Liebe Gottes. So meint JESUS mit Dessen "Willen" die Liebetat). 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? 23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!" (Anmerkung: Lieblosen!)

Warum sind solche Unbekannte vor dem Herrn?:
Der Schöpfer erkennt SICH Selbst, Seine göttliche, aufopfernde und dienende Liebe nicht im Herzen derer! Denn jene haben nicht aus selbstloser, dienender Liebe heraus gehandelt, sondern aus Selbstsucht, Standesdünkel, Überhebung, Hochmut, Rache- und Zorngedanken, was alles Eigenschaften der Hölle und des Antichristen sind!

Die Selbsterkenntnis geht der Gotteserkenntnis voran. Wir müssen uns selbst wieder erkennen lernen und wissen, dass wir Seelen sind, die einen Körper beleben, aber wir sind nicht der Körper! Wir sind Geistwesen in einem materiellen Leib, und wir leben nicht durch den Leib, sondern dieser lebt allein durch die lebendige Seele. Und da wir keinen Leib zum existieren benötigen, gibt es auch keinen Tod im Sinne einer Auslöschung, sondern nur ein Ablegen des Körpers, ein Verlassen von Raum- und Zeit. Unser menschlicher Verstand kann nur in diesen Raum- und Zeitbegriffen denken und handeln. Daher findet man im Verstandesglauben niemals die Antworten auf geistige Fragen, welche nur jenseits von Raum- und Zeitgefügen zu finden sind.

Gott ist ein Geist, und wir, als Seine Ebenbilder sind es auch, nur sind wir in die Materie eingekerkert. Und warum wir das sind, und was die Materie ist, und warum Gott als ein ewiger, grenzenloser und freiester Geist eine Schöpfung aus vergänglicher, begrenzter und starrer Materie geschaffen hat, das müssen wir eben an Erkenntnis gewinnen, um so die Erlösung und die Versöhnung verstehen zu können. Erst wenn wir begriffen haben, dass der Geist das Reale, Wahre, Wirkliche ist, und dass jeder von uns schon jetzt auch in der geistigen Welt lebt in sich selbst, in seinem inneren Fühlen und Wollen, im Traum- und Fantasieleben, können wir einsehen, dass eine Entscheidung FÜR Jesus auch noch nach dem Ablegen des Körpers möglich ist!

Die Lehre, eine Errettung sei nur im Erdenleben möglich, ist eine weitere Irrlehre, die durch die Bibel nirgends begründet ist! Solches wird nur behauptet von Menschen, die den Heiligen Geist nicht haben, der als die Wirkung aus Gottes Liebe und Weisheit allein dem Menschen Erkenntnis zu geben vermag. Es sind mehr lieblosere Menschen, die so etwas sagen, und an ihren Früchten der Liebe wird man solche auch leicht erkennen.
Liebe ist da der Maßstab: Die aufopfernde, selbstlose und dienende Liebe! Diese Liebe ist das Blut Jesu Christi, und diese Liebe zu leben bedeutet das Trinken Seines Blutes im Geist und in der Wahrheit, und auch das sich bekennen zu Ihm und das sich begeben unter Sein Kreuz. Warum soll es nicht auch ohne einen Materieleib möglich sein, Jesu Wort zu vernehmen (das Brot des Lebens zu essen) und nach der ewigen Wahrheit getreu die Liebe zu leben (den Liebetat-Wein zu trinken)? Wissen wir doch, dass die Seele keines Leibes bedarf um zu existieren. Muss dann mit "Tod" nicht etwas ganz anderes gemeint sein, als ein gestorbener Körper?

"Die Toten in CHRISTUS werden zuerst auferstehen!" (1.Tes.4).
"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben." (Joh.5.25)

Diese Verse aus der Bibel bezeugen, dass es im Jenseits sehr wohl weitere Bekehrungsversuche gibt und dass den noch von Gott abgewandten Seelen das Evangelium gepredigt wird. Obschon diese Verse nicht den Leibestod, sondern den geistigen Tod meinen. Man ist also tot und dennoch existiert man, denn als Tod ist eine Seele zu bezeichnen, die sich selbst freiwillig von der Lebensader Gottes abgetrennt hat. Tod bedeutet, nicht der Kräftigung und Vollendung in Gott durch die Liebetätigkeit, sondern der Schwächung und Zerstreuung ohne Gott, durch Eigenliebe, Hochmut oder Gleichgültigkeit (Lauheit) zuzustreben. Dieser Tod ist die "Ewige Verdammnis", sie ist das von Gott abgewandte Sein und Streben!

[HGt.01_005,37] "Daher, wer beständig bleibt in der Mitte der Liebe der Erkenntnis, was die Gnade ist, dessen Lenden werden glühen vor Liebe aus Gott wie der Gürtel der Erde, und seine Augen werden leuchten vor Erkenntnis wie die Pole, und seine Arme werden sich bewegen wie die Flüsse, Bäche und Quellen, und die Handlungen werden zuströmen den Meeren der göttlichen Erbarmungen, die gesalzen sind mit der Gnade und mit den Erkenntnissen der ewigen Liebe und des ewigen Lebens."
(Aus: Die Haushaltung Gottes, Band 1, Kapitel 5)

Es ist da auch nirgends die Rede von einer ewigen Verdammung der Geschöpfe eines Gottes, Der doch die ewige Liebe Selbst ist! JESUS sprach zu den Pharisäern: "Auf dass euch um so mehr Verdammnis überkomme!" Ja - aber ER sagte nicht zu ihnen: "Auf dass ihr auf ewig verdammt werdet!". Es ist wahr, dass es eine ewige Verdammnis (Gott Abgewandtheit) gibt, doch es gibt keine auf ewig Verdammten! Die Verdammnis ist die Folge der freiwilligen Abkehr des Menschen von Gott mit allen bitteren Folgen der Gottesferne. Kehrt der Mensch aber durch den Glauben an CHRISTUS und der Tat nach Seinem Wort zu Gott zurück, so wird die erbarmende Liebe Gottes dem reuigen Kind den Rückweg nicht verwehren... im Gegenteil. Siehe: Röm.11,23: "Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen."
Hi.33,23: "So dann ein Engel für ihn als Mittler eintritt, einer aus tausend, zu verkündigen dem Menschen, wie er solle recht tun, so wird Er, Gott, ihm gnädig sein und sagen: Erlöse ihn, dass er nicht hinunterfahre ins Verderben; denn Ich habe eine Versöhnung gefunden."

Jesus: "Gott ist in Sich Selbst die ewige und allerreinste Liebe Selbst. Aus dieser unendlichen Liebe bist du Mensch hervorgegangen; also ein Werk der Liebe bist du. Daher sollst du auch Gott, deinen Schöpfer, der dich ganz und gar aus Seiner Liebe gebildet hat mit aller deiner Liebe ergreifen und Ihn lieben über alles! Tust du solches, so ergreifst du das ewige, unvergängliche Leben und lebst ewig in selbem. Tust du es nicht, da trennst du dich vom Leben, und das Los deiner Trennung ist der ewige Tod!"

Der Herr: "Mein Jesusblut bringt jedem reuigen Sünder Versöhnung, Reinigung und den Sieg über Sünde und Satan" (HHG 6,242).

Auch hier wird keine Bedingung an Zeit und Raum geknüpft, so, wie es Irrlehrer immer wieder behaupten, dass eine Entscheidung für Jesus nur im Erdenleben erfolgen könne. Sie werden keine einzige Bibelstelle aufzuzeigen im Stande sein, die solches zweifelsfrei belegt.

(Siehe Joh.5.25 und auch Jona 3,10 "Und Gott sah ihre Taten, dass sie umkehrten von ihren bösen Wegen, und ihn reute das Übel, das er ihnen angedroht hatte, und er tat es nicht!" Jona 4, 1 "Das aber missfiel Jona sehr, und er wurde zornig." 2 "..Denn ich wusste, dass Du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und von großer Gnade, und das Unheil reut dich! 4 "Da sprach der Herr: Ist es recht, dass du so zornig bist? 6 "Da entsandte Gott, der Herr, eine Rizinusstaude, die wuchs über Jona empor, um seinem Haupt Schatten zu spenden und ihn von seiner üblen Laune zu befreien")

Wir unbarmherzigen Menschen sind es, die Gott Unbarmherzigkeit zusprechen. (Jona 4, 1 "Das aber missfiel Jona sehr, und er wurde zornig."). Ja, Gottes Erbarmung für alles Gefallene passt vielen nicht in ihren gotteskindschaftlichen Hoheitsdünkel hinein, und so wollen Sie es nicht gelten lassen und uns ein anderes Haus Gottes vorstellen. Doch da spricht der Herr: „Was ist‘s denn für ein Haus, das ihr MIR bauen wollt? Meine Hand hat alles gemacht!“ (Jes. 66, 1-2.). "Immer wieder dürfen sie vertrauensvoll zurückkehren, um an Meine Liebe zu appellieren, auch wenn sie wider Meinen Willen zu weit sich entfernt haben, Ich weise keines zurück, und reiche jedem die Hand der Versöhnung. (Aus: Vaterbriefe Band 1, 21. Durch Johanne Ladner)

"Der Schöpferwille bleibt über allem Kindeswillen hocherhaben. Außerhalb der Gottheitsgrenze gibt es nichts! Mein Wille ist zum Segen und zur Freude jedes Kindes diese Grenze. Der Raum ist groß, die Zeit ist ausgedehnt (Jes. 40, 22; Ps. 104, 2) "

Der Hirte sucht das Verlorene, ihm gilt das Erlösungswerk uneingeschränkt. So schnell, wie da manche Menschen meinen, gibt Gott nicht auf. Aber solche, die den Vater nicht kennen, Seine Liebe beschneiden und einen Richtergott lehren, erhalten eine eindringliche Mahnung durch Paulus in Röm.11:

15 "Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten!
16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig."

Warnung an die Heidenchristen vor Überheblichkeit
17 "Wenn aber nun einige von den Zweigen ausgebrochen wurden und du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums,
18 so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
19 Nun sprichst du: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde.
20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!
21 Hat Gott die natürlichen Zweige nicht verschont, wird er dich doch wohl auch nicht verschonen.
22 Darum sieh die Güte und den Ernst Gottes: den Ernst gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden.
23 Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen."

Deshalb kam CHRISTUS in die Welt, um ihr das Licht des Lebens zu sein. Um die Brücke über die unüberwindliche Kluft zwischen der ewigen Verdammnis (Gottesferne) und der ewigen Seligkeit in Gott zu bauen! ER kam eben wegen der Toten! Und jeder Mensch ist tot im wahren Sinne, in dem JESUS noch nicht wiedergekommen ist durch die Wiedergeburt des Geistes in ihm. Und diese ist nicht mit einem bloßen JA und Bekenntnis zu CHRISTUS erreicht, sondern allein durch die Werke der reinen Liebe, so, wie der HERR sie uns vorgelebt hat!

Das Bekenntnis, der Glaube, ist nur die Vorbedingung, aber ein Glaube OHNE die Werke der Liebe ist so gut wie keiner! Denn wie bei der Kerze die Wärme das Licht gebiert und beides zusammen als die Flamme in wirkendes Erscheinen tritt, so gebiert die Liebe die Wahrheit, und beides wirkt im Menschen als der Heilige Geist! So hat ein Mensch der die Liebe hat auch das Licht des Lebens, denn er wird sodann vom Heiligen Geist Selbst gelehrt! Er erhält also innere Offenbarung über die Bibel hinaus, daher auch Paulus sagte: "Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht, prüfet alles, das Gute behaltet!" (1.Tes.5).

Nur freiwillig wendet man sich ab von der göttlichen Ordnung und verdammt sich damit selbst!

JESUS spricht:  "Alle Seelen, gute und böse, sind aus Mir; und wie von Mir ewig nichts vernichtet werden kann, also auch die böseste Seele nicht, sondern eine jede Seele wird fortleben nach ihrer Liebe." (Aus: Großes Evangelium Johannes, Band 6, Kap. 240)

Jeder Seele ist es, auch ohne Leib, möglich, zur Ordnung Gottes zurückzukehren. Denn Gott ist ein Geist, und wir sind es auch, da wir aus Gott sind. So werden wir auch nach dem Sterben des Leibes derselbe Mensch sein, denn wir sind ja die Seele, die den Körper belebt. Als aber wieder eine freie Seele leben wir in der Geisterwelt, entweder im Licht oder in der Finsternis, das heißt: Entweder in der Erkenntnis Gottes oder in der Unkenntnis Gottes, je nach dem wie wir unseren Glauben an JESUS durch die Tat der opfernden, dienenden Liebe lebendig werden lassen und den Heiligen Geist empfangen oder aber im Unglauben oder toten Glauben verharren. Denn nur Liebe gebiert die Gotteserkenntnis und gibt der Seele Erleuchtung, so, wie die Wärme das Licht gebiert.

Es gibt keinen Himmel, in welchen man irgend "hineinkommt" und in dem man dann immer nur selbstsüchtig alle Vorzüge des Seins genießt, ungeachtet derer (die sogar auch Freunde und Anverwandte auf Erden waren), die angeblich von der Gottheit verdammt wurden weil sie nicht glauben wollten oder konnten. Nein, der Himmel kommt in den Menschen "hinein" durch die Werke der Liebe, gemäß dem Wort Gottes in Christus, und dort dient einer dem anderen!  

Der Herr spricht:

[RB.01_029,02] Denn sieh, es heißt da: ,Weichet von Mir, ihr Verfluchten!‘ – Also sind die schon verflucht, an die das Gebot ergeht. Denn sonst müsste es heißen: Da ihr vor Mir allzeit unverbesserlich gesündigt habt, verfluche Ich als Gott euch nun für ewig zur Hölle ins ewige Qualfeuer!

[RB.01_029,03] So aber die schon verflucht sind, an welche die Gottheit solche Sentenz ergehen lässt, so folgt daraus: fürs erste, dass die Gottheit hier durchaus nicht als Richter, sondern nur als ein ordnender Hirte auftritt und den von ihr aus eigener Willensmacht ganz abgetrennten Geistern einen andern Weg strenge anweisen muss. Weil sie sonst, alles Verbandes mit der Liebe der Gottheit ledig, unmittelbar in die Arme der Allmacht geraten müssten, wo es dann wahrlich um sie geschehen wäre!

[RB.01_029,04] Fürs zweite aber fragt es sich, wer sie dann verflucht hat? Die Gottheit unmöglich! Denn wenn die Gottheit jemanden verfluchte, wäre keine Liebe in ihr und auch keine Weisheit. Wenn die Gottheit gegen ihre Werke zu Felde zöge, zöge sie da nicht so ganz eigentlich gegen sich selbst, um sich zu verderben, – anstatt stets mehr von Ewigkeit zu Ewigkeit sich aufzurichten durch die wachsende Vollendung ihrer Werke, ihrer Kinder!

[RB.01_029,05] So aber die Gottheit danach unmöglich aus ihrer Allmacht heraus als Richter erscheinen kann, sondern allein aus Liebe und Weisheit heraus als ordnender Hirte, so ist es ja klar, dass solche Geister zuvor durch etwas anderes mussten gerichtet worden sein. Durch wen aber? – Diese Frage ist gar leicht zu beantworten, wenn man nur soviel Selbsterkenntnis besitzt, um dieses einzusehen: dass ein Wesen einerseits einen völlig freien Geist und Willen hat, der eigentlich allein der Liebe und Weisheit Gottes entstammt. Anderseits aber, auf dass es von der Allmacht isoliert werden könne, um ein wahrhaft vollkommen freies Wesen zu werden, auch eine Zeitlang einen von der Allmacht gerichteten Leib und eine äußere, gerichtete Welt mit eigenen, ebenfalls gerichteten Reizen haben muss. Es kann daher durch niemand anders als lediglich nur durch sich selbst gerichtet und bestimmt werden. Es kann sich ein solch freies Wesen nur selbst ,verfluchen‘, d.h. gänzlich von aller Gottheit absondern.

(Von der Hölle bis zum Himmel, Band 1)

Lesen wir also nun eine wichtige Kundgabe über das Wesen Gottes und den Grund der Erlösung:

Die sieben Urgeister Gottes. Die Erlösung

04] Das erste in Gott ist die Liebe. Diese lässt sich finden in allen geschaffenen Dingen; denn ohne sie wäre kein Ding möglich.
05] Das zweite ist die Weisheit als das aus der Liebe hervorgehende Licht. Auch diese kannst du in jedem Wesen in seiner Form ersehen; denn für je mehr Licht ein Wesen empfänglich ist, desto entfalteter, entschiedener und schöner wird auch seine Form sein.
06] Das dritte, das aus der Liebe und Weisheit hervorgeht, ist der wirksame Wille Gottes. Durch ihn bekommen die gedachten Wesen erst eine Realität, dass sie dann wirklich sind und da sind, - ansonst wären alle Gedanken und Ideen Gottes eben das, was deine hohlen Gedanken und Ideen sind, die niemals ins Werk gesetzt werden.
07] Das vierte, das wieder aus den dreien hervorgeht, ist und heißt die Ordnung. Ohne diese Ordnung könnte kein Wesen irgend eine bleibende und stetige Form und somit auch nie einen bestimmten Zweck haben. Denn so du einen Ochsen vor den Pflug spanntest, und er würde seine Form und Gestalt verändern, zum Beispiel in einen Fisch oder in einen Vogel, würdest du da wohl mit ihm je einen Zweck erreichen? Oder du wolltest eine Frucht essen, und sie würde dir vor dem Mund zu einem Steine werden, - was würde dir die Frucht nützen? Oder du gingest irgendwohin auf festem Wege, und der Weg würde dir unter den Füßen zu Wasser, - könnte dir da selbst der festeste Weg etwas nützen? Siehe, alles das und zahllosfach anderes wird verhütet durch die göttliche Ordnung als den vierten Geist Gottes!
08] Der fünfte Geist Gottes aber heißt der göttliche Ernst, ohne den kein Ding als etwas Bestehendes möglich wäre, weil er gleich ist der ewigen Wahrheit in Gott und erst allen Wesen den wahren Bestand, die Fortpflanzung, das Gedeihen und die endliche Vollendung gibt. Ohne solchen Geist in Gott stünde es mit allen Wesen noch sehr schlimm. Sie wären gleich den Fata-Morgana-Gebilden, die wohl etwas zu sein scheinen, solange sie zu sehen sind; aber nur zu bald ändern sich die sie erzeugt habenden Bedingungen, weil in ihnen kein Ernst waltet, und die schönen und wunderbaren Gebilde zerrinnen in nichts! Sie sind zwar auch sehr wohlgeordnet anzusehen, aber weil in dem sie hervorbringenden Grunde kein Ernst waltet, so sind sie nichts als leere und höchst vergängliche Gebilde, die unmöglich einen Bestand haben können.
09] Siehe, da haben wir nun schon einmal die fünf großen Urgeister Gottes, und wir wollen denn noch zu den zwei letzten übergehen, und so höre mich noch weiter an!
10] Wo die höchste Liebe, die höchste Weisheit, der allmächtige Wille, die vollkommenste Ordnung und der unwandelbar festeste Ernst vorhanden sind, da muss doch offenbar auch die höchste und ewig nie erreichbare Geduld vorhanden sein; denn ohne sie müsste sich alles überstürzen und endlich in ein unentwirrbares Chaos der alten Weisen übergehen.
11] Wenn ein Baumeister ein Haus aufbaut, so darf er doch nebst seinen anderen dazu erforderlichen Eigenschaften auch die Geduld nicht außer acht lassen; denn fehlt ihm diese, so - glaube es mir - wird er mit seinem Hause niemals zurechtkommen.
12] Ich sage es dir: Wenn Gott diesen Geist nicht hätte, so leuchtete schon gar endlos lange keine Sonne einer Erde im endlosesten Raume, und in der Welt der Geister sähe es ganz absonderlich, gänzlich wesenlos aus. Die Geduld ist die Mutter der ewigen, unwandelbaren Barmherzigkeit Gottes, und wäre dieser sechste Geist nicht in Gott, wo und was wären dann alle Geschöpfe dem allein allmächtigen Gott gegenüber?!
13] Wenn wir nun denn auch irgend fehlen und uns dadurch offenbar dem vernichtenden Fluche der göttlichen Liebe, Weisheit, des göttlichen Willens, dem Sein Ernst offenbar wegen der vorangegangenen Ordnung folgt, preisgeben, so stoßen wir an die göttliche Geduld, die mit der Zeit dennoch alles ins Gleichgewicht bringt und bringen mus, denn ohne sie wären alle noch so vollkommenen Geschöpfe dem ewigen Gerichte des Verderbens anheimgestellt.
14] Die göttliche Geduld würde mit den vorangehenden fünf Geistern in Gott wohl einen oder auch zahllos viele Menschen auf den Weltkörpern erschaffen und sie auch gleichfort erhalten; aber da würde ein Mensch oder auch zahllos viele Menschen im schweren Fleische eine endlose Zeit fortleben, und von einem endlichen Freiwerden der Seele aus den Banden der Materie wäre da schon ewig lange keine Rede. Zugleich würden sich Tiere, Pflanzen und Menschen gleichfort mehren und am Ende in einer solchen Anzahl auf einem raumbeschränkten Weltkörper so eng zusammengedrängt wohnen, dass da einer dem andern nicht mehr ausweichen könnte. Das ist aber nur zu verstehen, wenn ein Weltkörper unter dem Welten der endlosen göttlichen Geduld je noch dahin reif werden würde, dass er Pflanzen, Tiere und Menschen tragen und ernähren könnte. Ja, es ginge mit den alleinigen dir bis jetzt bekanntgegebenen sechs Geistern sogar mit der Erschaffung einer materiellen Welt unendlich saumselig her, und es wäre sehr zu bedenken, ob da je eine Welt zum materiellen Vorscheine käme.
15] Aber die Geduld ist, wie schon gesagt, die Mutter der göttlichen Barmherzigkeit, und so ist der siebente Geist in Gott eben die Barmherzigkeit, die wir auch die Sanftmut nennen wollen. Diese bringt alles zurecht. Sie ordnet alle die früheren Geister und bewirkt die rechtzeitige Reife einer Welt sowohl, wie aller Geschöpfe auf ihr. Für alles hat sie einen bestimmten Zeitraum gestellt, und die reif gewordenen Geister können demnach bald und leicht der vollen Erlösung gewärtig werden und in ihre ewige Freiheit und vollste Lebensselbständigkeit eingehen.
16] Dieser siebente Geist in Gott bewirkte denn auch, dass Gott Selbst das Fleisch annahm, um dadurch alle die gefangenen Geister aus den harten Banden des notwendigen Gerichtes der Materie in möglichster Kürze der Zeit zu erlösen, darum auch dieses Sein Werk - die Erlösung - die Neuumschaffung der Himmel und der Welten und somit das größte Werk Gottes genannt werden kann, weil in diesem alle die sieben Geister Gottes völlig gleichgewichtig wirken, was vordem nicht so sehr der Fall war und auch nicht sein durfte zufolge des Geistes der Ordnung in Gott. Denn früher wirkte dieser dir nun bekanntgegebene siebente Geist in Gott nur insoweit mit den anderen Geistern mit, dass alle die Gedanken und Ideen Gottes zu Realitäten wurden; von nun an aber wirkt er mächtiger, und die Folge davon ist eben die vollkommene Erlösung.
17] Und siehe nun, das sind die von dir unverstandenen sieben Geister Gottes, und all das Erschaffene aus den sieben Geistern Gottes entspricht in allem und jedem diesen sieben Geistern Gottes und birgt sie in sich. Und die ewig fortwährende Erschaffung und das ebenso fortwährende Erschaffen ist das, was die Urweisen dieser Erde die "Kriege Jehovas" nannten.«

(Aus dem "Großen Evangelium Johannes, Band 7, Kapitel 18")

Die Erlösung begann mit dem Bremsen des Falles des Luzifer. Die materielle Schöpfung ist die gerichtete, in Untätigkeit versetzte Seele dieses Erstlings, um sie und die mit ihm gefallenen Geister (zu denen auch wir Menschen gehören) durch mannigfache Seelenbildungsprozesse zur Liebe zurückzuführen und wiederzubeleben (eigenes Thema!). Die Versöhnung Gottes in Sich Selbst (Seiner 7 Eigenschaften) durch den Tod Jesu Christi, war der Sieg der Eigenschaften: Liebe, Erbarmung und Geduld über alles Gesetz der Gerechtigkeit, welche die Eigenschaften: Weisheit, Ernst und Ordnung fordern! Somit können wir alle unendlich froh und dankbar sein, nicht der Gerechtigkeit Gottes anheim gefallen zu sein, sondern der erbarmenden Liebe. Denn ein Recht und einen Anspruch auf die Gnade und die Lebensfülle hat von uns allen niemand!

Das Ereignis mit der Ehebrecherin (Joh.8,1-11), die laut Gesetz hätte gesteinigt werden müssen, gibt uns hier ein Entsprechungsbild über die Versöhnung Gottes mit Sich selbst hinsichtlich alles in die Außer-Ordnung geratenen:

[HiG.02_47.03.14,06] Liebe und Geduld sind aber endlos mehr wert als alle Weisheit und alle Gerechtigkeit! Darum haltet euch stets an die Liebe und an ihre Schwester, die Geduld, so wird euch die Sünde zur Unmöglichkeit werden.
[HiG.02_47.03.14,07] Nach der Gerechtigkeit wäre es auch wohl recht gewesen, so Ich nach Meinem eigenen, durch Moses gegebenen Gesetze hätte die Ehebrecherin zu Tode steinigen lassen. Denn also lautete ja das offene Gesetz, daß da jede Ehebrecherin solle zu Tode gesteinigt werden. Aber da trat an die Stelle der harten Gerechtigkeit Meine Liebe, Geduld und Erbarmung. Und diese ließen die große Sünderin nicht nur nicht steinigen und töten, sondern schrieben ihre Schuld samt dem harten Gerechtigkeitsgesetze für alle Zeiten des irdischen Lebens in Sand und übertrugen das einstige Gericht der Liebe eines jeden zu sich und über sich, auf daß sich ein jeder selbst finde und richte nach seiner Liebe für ewig.
(Aus: Himmelgaben, Band 2, Nr. 143

"Zuerst näherte Gott Sich den Menschen in der Schöpfung; dann erschien Er einzelnen Menschen, welche Er zur Vermittlung erwählte, bald auf diese, bald auf jene Weise für kurze Zeit, wie z. B. Adam, Henoch, Abraham, Moses und den Propheten. Als aber die Menschen vorbereitet waren, einen Gott dem Geiste nach zu erkennen, da nahm Ich (in Jesus) auf längere Zeit die menschliche Form an, um persönlich sie belehre zu können, und deshalb musste Ich Meine Gottheit unter einem anderen Namen (als Sohn) zu verbergen, damit sie in ihrer geistigen Freiheit nicht beeinträchtigt wurden, und nur Einzelnen wurde es zu Teil, Mich klar (als den einzigen Gott) zu erkennen."
(Aus: Vaterbriefe, Band 3, "Wer Mich sieht, der sieht Den der Mich gesandt hat")

Sünde (antigöttliches Verhalten) ist die Folge jenes Kindesfalles, weshalb GOTT seit dem Beginn des Falles die Versöhnung schuf! "Ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!" (Jes. 43, 25); "Mit seinem eigenen Blut ist Er ein für allemal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt" (Hebr. 9, 12). "Aber nun sage Ich zu euch, ihr Meine getreuesten Propheten und nun Engel Meiner Himmel, und frage euch, ob ihr diesen großen Frevlern in Meinem Heiligtume vergeben könnet die große Unbill, die sie an euch begangen haben. Sagten beide: Ja, Herr; denn Du allein bist ja unser aller Versöhnung! Nur wolle Du nach Deiner großen Barmherzigkeit sie erleuchten, auf dass sie einsehen mögen, wie groß ihr Arges ist!" (Großes Evangelium Johannes, Band 6, Kapitel 9).
 
Wir sind alle schon versöhnt mit Gott durch Jesus und somit errettet, auch die (noch) Ungläubigen! Alle Schuld der Menschheit wurde durch Jesus getilgt und gesühnt. Wer aber umkehrt zur tätigen Liebe in Christus, gemäß Seines Evangeliums, der wird des seligsten Gotteslebens in sich teilhaftig, denn zu dem wird der Vater und der Sohn kommen (die Liebe und die Wahrheit in ihrer Wirkung als der Heilige Geist) und Wohnung bei ihm nehmen. Wer aber nicht durch den Glauben an Christus nach Seinem Wort getreu lebt und handelt, in dem wird der Heilige Geist nicht wirken und ihm nicht das Licht des Lebens und die Erkenntnis Gottes bringen. Und so verbleibt jener in Unkenntnis über das Leben und getrennt vom Heiligen Geist, was die "ewige Verdammnis", mit allen bitteren Folgen von Gottesferne ist. Aber nur so lange, bis er freiwillig umkehren wird, und dazu hat jeder geschaffene Geist im Jenseits noch hinreichend Gelegenheit, wenn auch ungleich schwerer als hier in der Materiebannung! ("In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen", spricht der Herr). Denn die Liebe und Barmherzigkeit Gottes, des Vaters, hört nicht auf, das verlorene Kind zu rufen (siehe Lukas 15). Dem Verlorenen gilt also alle Anstrengung… diesem gilt die gesamte materielle Schöpfung, und deshalb tragen wir den Leib und leben durch diesen in begrenztem Raum und in begrenzter Zeit! Das ist die "Feindschaft" Gottes von der Paulus spricht in Röm.5,10 in der wir leben, und nun aber dennoch versöhnt sind.

Röm.11, 23: "Jene aber, sofern sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott kann sie wieder einpfropfen. 16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist auch der ganze Teig heilig; und wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig.
22 Darum sieh die Güte und den (Liebe-)Ernst Gottes: den (Liebe-)Ernst gegenüber denen, die gefallen sind, die Güte Gottes aber dir gegenüber, sofern du bei seiner Güte bleibst; sonst wirst du auch abgehauen werden."

Solange ein Mensch das Blut JESU CHRISTI nicht trinkt, das heißt: Solange man nicht in der aufopfernden und dienenden Liebe sich befindet und diese lebt, befindet man sich nicht in Gott und hat noch nicht die Wiedergeburt des Geistes erlangt, sondern man ist noch im Zustand der ewigen Verdammnis (= Gottesferne). "Abgehauen" (Röm.11,22) ist hier als Folge der freiwilligen Trennung von der Lebensader Gottes zu verstehen, welche ein Leben in und aus der Liebe ist. Es ist also kein Akt der Willkür Gottes, sondern ein willentlicher Akt des Geschöpfes, indem es nicht nach der Lebensordnung Gottes handeln und sich somit nicht der aufopfernden, dienenden und erbarmenden Liebe hingeben möchte, die allein ein seliges Leben bedingt.

Lesen wir also nun weitere wichtige Kundgaben über das Wesen Gottes und den Grund der Erlösung:

Die zweite Schöpfung Gottes. Worin die Erlösung besteht:

01] (Der Herr:) »Alle die Höllengeister verstehen sich überaus gut aufs Verstellen. Sie erscheinen oft äußerlich den Engeln gleich und innerlich sind und bleiben sie gleich den reißenden Tieren. Ihre Verstellungskunst geht so weit, daß sie sogar die Engel verführen könnten, und Ich bin hauptsächlich darum im Fleische auf diese Erde gekommen, um der Hölle für ewig einen Damm zu setzen, den sie in alle Ewigkeit nimmer wird überwältigen können.
02] Ich, als Gott von Ewigkeit, könnte freilich wohl mit Meinem Willen die Hölle, aber mit ihr auch die ganze Schöpfung zunichte machen. Was aber dann? Etwa eine neue Schöpfung beginnen? Ja, ja, das ginge schon; aber eine neue Schöpfung von materiellen Welten ist in keiner andern Ordnung denkbar, als die gegenwärtige da ist, weil die Materie das gefestete und notwendig gerichtete Medium ist, durch das ein Mir in allem ähnlich werden sollendes Wesen, von Mir ganz abgelöst, die Willensfreiheitsprobe durchmachen muß, um zur wahren Lebensselbständigkeit zu gelangen.
03] Es ist darum besser, alles bestehen zu lassen, aber in einer wohl gesonderten Ordnung. Diese aber konnte von Mir nur dadurch bewerkstelligt werden, daß Ich Selbst Mensch geworden bin, Selbst alle Materie durchdrungen und somit allen ihren noch so alten, gerichteten geistigen Inhalt zur Beseligung fähig gemacht habe.
04] Und das ist eben die zweite Schöpfung, die Ich schon von Ewigkeit her vorgesehen habe, ohne die nie ein Mensch dieser oder auch einer andern Erde vollkommen selig hätte werden können; denn vor dieser Meiner Darniederkunft war Ich ewighin ein unschaubarer Gott, wie es auch im Moses heißt, daß niemand Gott sehen kann und leben. Von nun an aber bin Ich für jedermann ein schaubarer Gott, und jeder, der Mich sieht, lebt und wird ewig leben.
05] Die Erlösung aber besteht erstens in Meiner Lehre, und zweitens in dieser Meiner Menschwerdung, durch welche die so überwiegende Macht der alten Hölle gänzlich gebrochen und besiegt ist.
06] Solches hat schon der Prophet Jesajas angezeigt, als er im 63. Kapitel Vers 1-9, sagte: {jes.63,01-09} »Wer ist Der, so von Edom kommt, besprengt das Gewand aus Bozra, ehrenwert in Seiner Kleidung, einherschreitend in der Größe Seiner Kraft? -
07] Ich, der Ich rede in der Gerechtigkeit, groß zum Retten!
08] Warum bist Du rötlich in Deinem Gewand und Dein Gewand wie das des Treters einer Kelter?
09] Die Kelter trat Ich allein und vom Volke kein Mann mit Mir! Deshalb zertrat Ich jene (die Hölle) in Meinem Zorn (Gerechtigkeit} und zerstampfte sie in Meinem Grimme (die höchste Ordnung der göttlichen Weisheit). Darum ist gespritzt der Sieg auf Mein Gewand (der Lehre und des Glaubens Wahres); denn der Tag der Rache ist in Meinem Herzen, und das Jahr Meiner Erlösten ist gekommen. Heil brachte Mir Mein Arm (das Menschliche des Herrn); zur Erde niedersteigend machte Ich ihre (der Hölle) Besiegung. Er sprach: Siehe, Mein Volk sind jene Kinder (von der Hölle verführt), darum ward Ich ihnen zum Erlöser, ob Meiner Liebe und ob Meiner Milde habe Ich sie erlöst.«
10] Und weiter findet ihr bei demselben in seinem 59. Kapitel: {jes.59,01 ff.} »Er sah, daß niemand da war (d.h. keine Liebe und keine Wahrheit) und staunte, daß kein Vertreter da wäre; darum brachte Ihm Heil Sein Arm (das Menschliche des Herrn), und Gerechtigkeit richtete Ihn auf (die göttliche Ordnung im Menschlichen des Herrn). Darum zog Er die Gerechtigkeit an wie einen Panzer und den Helm des Heils über Sein Haupt und legte an das Gewand der Rache (die Wahrheit) und deckte Sich mit Eifer wie mit einem Mantel. Da kam für Zion ein Erlöser!«
11] Im Jeremias leset ihr (Kapitel 46): {jer.46} »Sie sind verzagt; denn ihre (der Hölle) Helden sind zerschlagen. In die Flucht flohen sie und blickten nicht rückwärts. Jener Tag (zur Ehre und zum Lobe) dem Herrn Jehova Zebaoth, ein Tag der Rächung, an dem Er Rache nehme an Seinen Feinden und Sein Schwert fresse und sich sättige.«
12] Und in dem 45. Psalm, vom 4.-8. Verse, leset ihr folgende gar treffliche Stelle, die also lautet: {ps.045,04-08} »Gürte das Schwert (auch das Menschliche des Herrn) um die Lenden, Mächtiger! Deine Pfeile (die Wahrheit) sind gespitzt. Völker (der Hölle) werden fallen unter Dir, die aus dem Herzen Feinde des Königs (des Guten und Wahren) sind. Dein Thron (die Kirche des Herrn) für die Folgezeit und Ewigkeit! Du liebtest die Gerechtigkeit; darum hat Dich Gott gesalbt,«
13] Dergleichen Stellen gibt es noch eine Menge, in denen dargetan ist, daß Ich hauptsächlich nur darum im Fleische in diese Welt gekommen bin, um den zu gewaltigen Übergriffen der Hölle für ewig Einhalt zu tun.«

(Aus: Großes Evangelium Johannes, Band 6, Kap. 239)

Das Verhältnis zwischen Hölle und Welt. Was die Erlösung ist:

JESUS spricht:  "Alle Seelen, gute und böse, sind aus Mir; und wie von Mir ewig nichts vernichtet werden kann, also auch die böseste Seele nicht, sondern eine jede Seele wird fortleben nach ihrer Liebe."

01] (Der Herr:) »Es denke aber von euch ja niemand, als hätte Ich dereinst auch schon die Hölle erschaffen! Das sei ferne von Mir und von euch allen! Auch denket euch nicht, als sei sie ein Ort zur ewigen Bestrafung der Übeltäter dieser Erde! Sie hat sich von selbst gebildet aus jenen gar vielen Menschenseelen, die auf dieser Erde im Fleische jeder göttlichen Offenbarung Hohn sprachen, Gott leugneten, nur taten, was ihrer äußeren Sinnlichkeit behagte, aber sich am Ende göttliche Verehrung erweisen und alles Volk durch ihre Höflinge darin unterweisen ließen, dass sie selbst Götter seien und alles Volk sie anbeten müsse, wie solches Nebukadnezar zu Babylon tat. Wieder erfanden sie Götzen und zwangen die Völker, dieselben anzubeten und ihnen große Opfer zu bringen; aber wer sich weigerte, wurde auf das grausamste gemartert.
02] Aus dem aber könnet ihr wohl ersehen, welche Gewalt die Hölle über die ganze Erde ausübte, und wie sehr es nun an der Zeit war, daß Ich Selbst in die Materie herabkommen musste, um dieses alte, aber notwendige Gericht mit aller Meiner Fülle zu durchbrechen und dadurch der sich selbst geschaffenen Hölle einen Damm zu setzen, den sie nimmerdar also durchbrechen wird, wie es bis jetzt der Fall war.
03] Ich, der Allerheiligste, musste Mich mit der Unheiligkeit der menschlichen oder geschöpflichen Schwachheit bekleiden, um Mich der Hölle wegen ihrer Besiegung als ein starker Held nahen zu können. Ich habe Mich ihr nun genaht, bin in ihrer Mitte, und alle Teufel und Satane fliehen vor Mir wie lockere Spreu vor dem Sturmwinde.
04] Und also habe Ich euch nun in einem Beispiel gezeigt, was die Hölle ist, was sie tat, zum Teile noch tut, und was die Erlösung ist. - Habt ihr solches wohl einigermaßen verstanden?«
05] Sagte nun Agrikola ganz erstaunt: »Herr, solch eine Beschreibung der Hölle ist noch nie zu meinen Ohren gekommen! Wir Römer haben sie nach unserer Phantasie unter den Erdboden, besonders an jene Stellen versetzt, wo es, wie bei uns, solche Berge gibt, die immerwährend rauchen und von Zeit zu Zeit große und alles verheerende Feuermassen ausspeien. Ah, so aber sieht die Sache ja ganz anders aus! Da ist ja nun die ganze Erde mit dem losesten Menschengeschlechte eine vollkommene Hölle; denn in dieser Welt geht es nun gerade also zu, wie Du uns das Walten und Treiben der Hölle beschrieben hast!«
06] Sagte Ich: »Ja, Mein Freund, die Welt und die Hölle sind geradeso eins, wie da eins sind Leib und Seele. Die große Höllenseele bedient sich der äußeren Welt geradeso, wie sich da bedient die Seele ihres Leibes. Ist die Seele ein Engel durch ihre Liebe zu Gott und zum Nächsten, so wird auch der Leib nur Gutes tun, weil die Seele, die den Leib belebt, nichts Böses tun will und kann; ist aber die Seele schon völlig ein Teufel, so ist dasselbe auch ihr Leib.
07] Darum aber kam Ich nun in diesen Weltleib, um alle die legionenmal Legionen Teufel aus ihm zu vertreiben. Ich gab dir gestern mit der Maid im Kleinen ein Beispiel dafür, was Ich nun im Großen tue. Ich werde nun das Haus von den alten Teufeln rein ausfegen; aber so die Menschen sich nicht daran halten werden, so werden sie bald mit einer neuen Hölle und ihren Teufeln fertig sein, und diese werden dann bald in das gereinigte Haus einkehren und einen Zustand in der Welt bereiten, der noch ärger sein wird, als da war der erste vor Mir.
08] Denn wie früher, so muss auch jetzt und fürder eine jede Seele im Fleische ihre Willens- und Erkenntnisfreiheitsprobe durchmachen, und die kann ohne zugelassene Anreizungen zum Guten und zum Bösen nie und nimmer stattfinden. Aber nun haben die Menschen durch Mich die Hilfe in ihrer Hand und können die in ihnen anwachsen wollende Hölle allzeit auf das glänzendste besiegen, was eben die Folge Meiner Erlösung ist. Die aber das nicht tun werden, die werden noch mehr Knechte der neuen Hölle sein, als es da waren die Alten bis zu dieser Zeit.«
09] Sagte Agrikola: »Ja, Herr, da wäre es ja besser, solche neuen Höllenseelen nach dem Leibesleben sogleich ganz zu vernichten?!«
10] Sagte Ich: »Ja, Mein Freund, das geht nicht an; denn alle Seelen, gute und böse, sind aus Mir; und wie von Mir ewig nichts vernichtet werden kann, also auch die böseste Seele nicht, sondern eine jede Seele wird fortleben nach ihrer Liebe. - Verstehst du, Mein Freund, dieses wohl so ein wenig?«
11] Sagten nun alle: »Herr und Meister! Diese Sache ist uns nun ganz klar geworden; aber es tritt nun bei uns ein anderer Fall ein, das heißt, ein ganz eigenes, trauriges Gefühl in unserem Gemüte wird laut, und das notwendig aus zwei Gründen: Der erste ist, dass wir mit Leib und Seele offenbar in der allervollkommensten Hölle leben, und der zweite, dass stets die bei weitem größte Zahl der Menschen dieser Erde offenbar nichts anderes als Höllengeister werden, und das auch offenbar für ewig. Ist denn da für solche Höllengeister im Ernste auch bei Dir, o Herr, keine Hilfe mehr denkbar möglich?«

(Aus: Großes Evangelium Johannes, Band 6, Kap. 240)

... Fortsetzung in Teil 2