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Ein nahbarer Vatergott in einem neuen Himmel 569

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Ein nahbarer Vatergott in einem neuen Himmel
« am: April 06, 2012, 11:58:07 Vormittag »
Das große Neue, das den Menschen und Engeln der ganzen Unendlichkeit durch die Menschwerdung Gottes, das Opfer auf Golgatha und die siegreiche Rückkehr in die Sonne der Gnade gewährleistet wurde, wird im Lorberwerk "Die geistige Sonne" kundgeben:

"Vor der Darniederkunft des Herrn konnte nie ein Mensch mit dem eigentlichen Wesen Gottes sprechen. Niemand konnte Dasselbe je erschauen, ohne dabei das Leben gänzlich zu verlieren; wie es denn auch bei Moses heißt: 'Gott kann niemand sehen und leben zugleich!' — Es hat Sich zwar der Herr in der Urkirche wie auch in der Kirche des Melchisedek, zu der sich Abraham bekannte, wohl öfter persönlich gezeigt und hat mit Seinen Heiligen gesprochen und Selbst Seine Kinder gelehrt. Aber dieser persönliche Herr war eigentlich doch nicht unmittelbar der Herr Selbst, sondern allzeit nur ein zu diesem Zwecke mit dem Geiste Gottes erfüllter Engelsgeist. Aus solch einem Engelsgeiste redete dann der Geist des Herrn also, als wenn es unmittelbar der Herr Selbst redete. Aber in einem solchen Engelsgeiste war dennoch nie die vollkommene Fülle des Geistes Gottes gegenwärtig, sondern nur insoweit, als es für den bevorstehenden Zweck nötig war. Ihr könnet es glauben, in jener Zeit konnten auch nicht einmal die allerreinsten Engelsgeister die Gottheit je anders sehen, als ihr da sehet die Sonne am Firmamente. Und keiner von den Engelsgeistern hätte es je gewagt, sich die Gottheit unter irgendeinem Bilde vorzustellen, wie denn auch noch zu Mosis Zeiten dem israelitischen Volke auf das strengste geboten war, daß es sich von Gott kein geschnitztes Bild und durchaus keine bildliche Vorstellung machen solle.

Aber nun höret: Diesem unendlichen Wesen Gottes hat es einesmales wohlgefallen — und zwar zu einer Zeit, in welcher die Menschen am wenigsten daran dachten — Sich in Seiner ganzen, unendlichen Fülle zu vereinen und in dieser Vereinigung die vollkommene menschliche Natur anzunehmen!

Nun denket euch: Gott, den nie ein geschaffenes Auge schaute, kommt als der von der allerhöchsten Liebe und Weisheit erfüllte Jesus auf die Welt! Er, der Unendliche, der Ewige, vor Dessen Hauche Ewigkeiten zerstäubten wie lockere Spreu, wandelt und lehrt Seine Geschöpfe, Seine Kinder, nicht wie ein Vater, sondern wie ein Bruder!

Aber das alles wäre noch zu wenig! Er, der Allmächtige, läßt Sich sogar verfolgen, gefangennehmen und dem Leibe nach töten von Seinen nichtigen Geschöpfen! Saget mir, könnet ihr euch eine größere Liebe, eine größere Herablassung denken als diese, die ihr an Jesus kennet?!

Durch diese unbegreifliche Tat hat Er alle Dinge des Himmels neu gestaltet. Wohnt Er jetzt auch in Seiner Gnadensonne, aus welcher das Licht allen Himmeln unversiegbar zuströmt, so ist Er aber dennoch ganz derselbe leibhaftige Jesus, wie Er auf der Erde in all Seiner göttlichen Fülle gewandelt ist als ein wahrer Vater und Bruder, als vollkommener Mensch unter Seinen Kindern, gibt all Seinen Kindern alle Seine Gnade, Liebe und Macht und leitet sie Selbst persönlich wesenhaft an, machtvoll zu wirken in Seiner Ordnung!

Ehedem war zwischen Gott und den geschaffenen Menschen eine unendliche Kluft. Aber in Jesus ist diese Kluft beinahe völlig aufgehoben worden. Und Er Selbst, wie ihr wisset, hat uns dieses sichtbar angezeigt, indem Er Selbst durch Seine Allmacht den Vorhang im Tempel, welcher das Allerheiligste vom Volke trennte, zerrissen hat.

Daher ist Er auch der alleinige Weg, das Leben, das Licht und die Wahrheit. Er ist die Tür, durch welche wir zu Gott gelangen können, das heißt, durch diese Türe überschreiten wir die unendliche Kluft zwischen Gott und uns und finden da — Jesum, den ewigen, unendlich heiligen Bruder.

Und Ihn, der es also gewollt hat, daß diese Kluft aufgehoben wurde, können wir denn nun doch sicher auch über alles lieben!"