*


Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Auferstehung 539

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Auferstehung
« am: April 06, 2012, 12:14:56 Nachmittag »
Johannes: Am ersten Tage nach dem Sabbat kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, daß der Stein vom Grabe weggenommen war. Da lief sie und kam zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus besonders liebhatte, und sagte zu ihnen:

"Man hat den Herrn aus dem Grabe weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man Ihn gebracht hat."

Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und machten sich auf den Weg zum Grabe. Die beiden liefen miteinander, doch der andere Jünger lief voraus, schneller als Petrus, und kam zuerst an das Grab. Er beugte sich vor und sah die leinenen Tücher daliegen, ging jedoch nicht hin ein. Nun kam auch Simon Petrus hinter ihm her und trat in das Grab hinein. Er sah dort die leinenen Tücher liegen; das Schweißtuch aber, das auf Jesu Haupt gelegen hatte, lag nicht bei den Tüchern, sondern für sich zusammengefaltet an einer besonderen Stelle. — Jetzt ging auch der andere Jünger hinein, der zuerst am Grabe angekommen war, und sah es auch und glaubte; denn sie hatten die Schrift noch nicht verstanden, daß Er von den Toten auferstehen müsse. — Dann gingen die beiden Jünger wieder heim.

Maria aber stand draußen am Grab und weinte. Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vor und blickte in das Grab hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern dasitzen, den einen am Kopfende und den andern am Fußende der Stelle, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. — Jene sagten zu ihr: "Weib, warum weinest du?" — Sie antwortete ihnen: "Weil man meinen Herrn weggeholt hat und ich nicht weiß, wohin man Ihn gebracht hat." Nach diesen Worten wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wußte aber nicht, daß es Jesus sei. — Da sagte Jesus zu ihr: "Weib, warum weinest du? Wen suchst du?" — Maria aber hielt Ihn für den Gärtner und sagte zu Ihm: "Herr, wenn du Ihn weg getragen hast, so sage mir, wo du Ihn hingelegt hast; dann will ich Ihn wieder holen." — Nun sagte Jesus zu ihr: "Maria!" — Da wandte sie sich um und rief auf hebräisch aus: "Rabbuni!", das heißt "Meister". — Jesus aber sagte zu ihr: "Rühre Mich nicht an! denn Ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren. Geh aber zu Meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu Meinem Vater und eurem Vater, zu Meinem Gott und eurem Gott." — Da ging Maria von Magdala hin und verkündigte den Jüngern, sie habe den Herrn gesehen, und Er habe dies zu ihr gesagt.

Als es nun an jenem ersten Tage nach dem Sabbat Abend geworden war und die Türen an dem Ort, wo die Jünger sich befanden, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, trat mitten unter sie und sagte zu ihnen: "Friede sei mit euch!" Nach diesen Worten zeigte Er ihnen Seine Hände und Seine Seite. Da freuten sich die Jünger, den Herrn zu sehen. Dann sagte Er nochmals zu ihnen: "Friede sei mit euch! Wie Mich der Vater abgesandt hat, so sende auch Ich euch." Nach diesen Worten hauchte Er sie an und sagte zu ihnen: "Nehmet hin den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten."

Thomas aber, einer von den Zwölfen, mit dem Beinamen "Zwilling", war nicht bei ihnen gewesen, als Jesus gekommen war. Da erzählten ihm die andern Jünger: "Wir haben den Herrn gesehen." Er aber antwortete ihnen: "Wenn ich nicht in Seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Mal und meine Hand in Seine Seite legen darf, werde ich es nimmermehr glauben." — Acht Tage später befanden sich die Jünger wiederum in dem Hause, und diesmal war Thomas bei ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat mitten unter sie und sagte: "Friede sei mit euch!" Darauf sagte Er zu Thomas: "Reiche deinen Finger her und sieh Meine Hände an! Dann reiche deine Hand her und lege sie in Meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!" — Da antwortete ihm Thomas: "Mein Herr und mein Gott!" — Jesus erwiderte ihm: "Weil du Mich gesehen hast, bist du gläubig geworden. Selig sind die, welche nicht gesehen haben und doch glauben!"

Noch viele andere Wunderzeichen hat Jesus vor Seinen Jüngern getan, die in diesem Buche nicht verzeichnet stehen. Diese aber sind niedergeschrieben worden, damit ihr zum Glauben gelanget, daß Jesus der Messias, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben in Seinem Namen habet.