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Die Verklärung des Leibes 536

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Die Verklärung des Leibes
« am: April 06, 2012, 12:16:37 Nachmittag »
Was geschah nun aber mit dem Leib des Herrn, indes dieser im Dunkel des Felsengrabes lag, von römischen Kriegsleuten bewacht? — Weder die Grabesnacht noch die Felsendecke, noch die wachende Kriegsmannschaft konnten es verhindern, daß mit dem einstigen Gefäße der heiligen Seele und des göttlichen Geistes Jesu eine große Veränderung vor sich ging und daß diese Erdenhülle bis zum dritten Tage sich völlig auflöste und verklärte.

Längst zuvor hatte der göttliche Vatergeist die Seele des Menschensohnes mehr und mehr durchdrungen, und beim Hinscheiden, als Jesus ausrief: "Vater, in Deine Hände befehle Ich Meinen Geist!" hatte sich die Seele gänzlich und für ewig mit dem Urgeiste, aus welchem sie einst als "Sohn" entsprungen war, vereint. Nun galt es, auch den materiellen Leib noch zu vergeistigen. Und dieses Werk der Erlösung und Wiederbringung auch der grobstofflichen Elemente des Menschensohnes geschah eben in jener Zeit des Weilens im Grabe.

Auch mit dieser "Verklärung" Seines Leibes ist der Herr uns und den Menschen aller Gestirne ewig ein höchstes und heiligstes Vorbild. Wir alle werden, so wenig wie Er, in unserem alten, natürlichen Fleischleibe auferstehen. "Fleisch und Blut", sagt Paulus, "können das Reich Gottes nicht ererben. Es wird gesäet ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib." — Und in Seinem neuen Offenbarungswort spricht Der HERR:

"Es ist ja sicher leicht verständlich, daß der irdische Leib, so er einmal entseelt ist, nimmerdar auferstehen und in allen seinen Teilen wiederbelebt werden wird. Denn, wenn solches der Fall wäre, so müßten auch alle durch das ganze zeitliche Leben vom Leibe abgelegten Teile als da sind die Haare, Nägel wie auch die in manchen bitteren Fällen verlorenen Bluts- und Schweißtropfen und anderes miterweckt und belebt werden. Nun stellet euch eine solche, an ihrem jüngsten Tage wiederbelebte Menschengestalt vor! Welch ein lächerliches Aussehen müßte sie haben! Auch hat der Mensch ja zu verschiedenen Zeiten einen verschiedenen Leib. So ist der Leib eines Kindes ein anderer als der eines Jünglings, ein anderer der eines Mannes und ein ganz anderer der eines Greises. Bei einer vollkommenen Wiederbelebung der verstorbenen Menschenleiber müßte da nun notwendig gefragt werden, ob alle die von der Kindheit bis zum Greisenalter innegehabten Leibesformen zugleich oder eine nach der andern oder gar nur eine allein wiederbelebt werden soll. Auch kommt es vor, daß Leichen verbrannt oder von Tieren verzehrt oder sonstwie aufgelöst und ihre Bestandteile neuen Lebensformen eingefügt werden. Wer soll denn da die früheren menschlichen Leibesbestandteile aus den neuen Formen heraussuchen und wieder zur Menschengestalt zusammenfügen!?

Und wenn sogar dies bei Gott nichts Unmögliches wäre, zu welch einem Nutz und Frommen könnte solches einer Seele dienen? Wahrlich, da würde sich jede vom schweren Leib einmal erlöste Seele doch sicher im höchsten Grad unglücklich fühlen, wenn sie wieder in einen solchen schweren Leib — und das gleich für ewig — treten müßte! Dazu wäre das auch noch eine Sache, die sich mit der ewigen Ordnung Gottes nie vertragen könnte — insofern Gott Selbst ein reinster Geist ist und am Ende auch die Menschen ausschließlich nur die Bestimmung haben, zu gottähnlichen, reinen Geistern für ewig zu werden. Wozu sollen ihnen da die alten, fleischlichen Leiber dienen?! — Ja, die Menschen werden auch drüben mit Leibern angetan sein, aber nicht mit den irdischen, grobstofflichen, sondern mit ganz neuen, geistigen, die da hervorgehen werden aus ihren diesirdischen guten Werken nach der göttlichen Lehre."

Wenn nun demnach zwar der fleischliche Leib als solcher nicht auferstehen und das Reich Gottes "nicht erben kann", so kann sich bei geistig hochentwickelten Menschen dennoch nicht nur die Seele, sondern, wie beim Herrn — auch der Leib vergeistigen und verklären dadurch, daß auch seine grobstofflichen, aus Satans Grundwesen stammenden Elemente sich vom göttlichen Geiste der Demut und Liebe durchdringen und völlig in dessen himmlisches Wesen umwandeln lassen. Da wird dann von einem solchen Menschen alles dem Schöpfer und himmlischen Vater wiedergebracht und auch selbst vom Leibe nicht ein Atom mehr dem Fürsten der Finsternis hinterlassen.

Dieses höchste Lebensziel erreichte schon im Alten Bund Henoch, der sich auflöste und "nicht mehr gesehen ward", ebenso Elias, der "auf einem feurigen Wagen", dem Sinnbild seines Geistes, gen Himmel fuhr. Und auch im Neuen Bund gibt es dafür Beispiele.

"Kindlein", spricht DER VATER in dem Jenseitswerk "Bischof Martin" zu einer Seele im Jenseits, "merke dir dies: Wessen Liebe zu Mir wahrhaft über alles stark, rein und mächtig ist, der wird auch schon im Leibe verwandelt durch die heftige Liebe zu Mir also, daß sein Fleisch vom Feuer seines Geistes alsbald zersetzt, geläutert und in das eigene Leben und Wesen des Geistes aufgenommen wird. Die Erde hat solcher Verwandlungsbeispiele genug aufzuweisen, und das sowohl in der alten wie in der jungen Zeit. Aber einer solchen Wirkung muß auch die dazu erforderliche Ursache vorangehen. Bei zu wenig Wärme zerschmilzt nicht einmal das Wachs, geschweige das Erz! — Verstehest du dies?!"

Spricht die Seele: "Ja, Vater, das verstehe ich wohl; denn ich selbst bin ein solches Wachs oder Erz und habe viel zu wenig Wärme in mir, um das Wachs damit auch nur um ein geringes zu erweichen, geschweige das harte Erz in meiner Materie zu zerschmelzen. Und so werden wohl eine Menge Brüder die Erde bewohnen, deren Materie nicht nur Erz, sondern Diamant ist! — Wir alle werden also wohl schwer so, wie du sagst, verwandelt werden können!?"

Spricht DER VATER: "Du weißt, daß Mir gar vieles möglich ist, was dir unmöglich erscheint! — Ich sage dir, auch in den Gräbern geschehen Wunder, die von den Fleischesaugen der Erdenmenschen nicht gesehen und beobachtet werden!"