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Des Herrn und Seiner Jünger Beschäftigung in Ephrem 427

Administrator Beiträge: 5382 Forumgründer *****
Des Herrn und Seiner Jünger Beschäftigung in Ephrem
« am: April 30, 2012, 10:31:13 Vormittag »
[GEJ.11_047,06] Die Hauptsache war die geistige Nahrung! Und wie wurde nun diese geleitet? Zunächst in der Beherrschung einer völligen inneren Ruhe, die sich nicht durch irgendwelchen Ärger oder kleinliche Reizbarkeit aus dem Gleichgewicht bringen ließ, – sodann durch Übung der Willenskraft, die imstande ist, jede Leidenschaft und Neigung zum Gegenpol niederzukämpfen. Erst derjenige, der sich besiegt hat, kann auch andere besiegen!

[GEJ.11_047,07] Weiterhin wurde das innere, geistige Auge geübt und immer mehr erschlossen. Nicht daß Ich die innere Sehe den Meinigen Selbst eröffnete, sondern sie mußten imstande sein, selbst ihr geistiges Auge auf Gegenstände zu richten, die sie erkennen wollten. Diese Fähigkeit erfordert jedoch ganz besondere Läuterung der Seele; denn diese, von Haus aus irdisch gesinnt, kann natürlich nur dann rein Geistiges aus sich selbst heraus schauen, wenn sie sich schon bedeutend vergeistigt hat, oder, richtiger gesagt, wenn der in ihr wohnende Geist so weit mächtig geworden ist, daß er der Seele, welche seinen Leib bilden soll, so viele Begriffe des Geistigen beigebracht und diese so weit mit seinem Lichte erhellt hat, daß sie auch die geistigen Bilder sieht, erkennt und begreift. Solange nur die äußerlichen, rein körperlich materiellen Dinge durch den künstlichen Leibesmechanismus der Seele begreiflich gemacht werden, ist diese noch geistig blind. Sobald sie lernt, durch die Hülle der äußeren Körper hindurchzublicken, wird sie geistig sehend.

[GEJ.11_047,08] Die Mikroskope der heutigen Welt geben nur ein sehr genaues, bis ins kleinste hinein detailliertes Bild der äußeren Hülle, ohne Aufschlüsse zu geben über das rein geistige Leben aller Dinge. Dieses zu erkennen ist nur die sehend gewordene Seele imstande, niemals aber die noch so verschärften Instrumente irgendeines Gelehrten.

[GEJ.11_047,09] Ist aber erst einmal die Seele imstande, das innerste Leben zu erkennen, so durchschaut sie natürlich auch die feinsten Bauten der dieses innerste Leben umschließenden Hüllen mit derselben Leichtigkeit.

GEJ, Band 11, Kap.47