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Von Demut, Geduld und Selbstverleugnung... Zentrale Kundgaben 695

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Von Demut, Geduld und Selbstverleugnung... Zentrale Kundgaben
« am: Mai 11, 2012, 09:15:07 Vormittag »
Abedam-Jehova zu Seinem Sendboten Kisehel, der in seiner großen Demut die Ehre und Würde des Führertums ablehnt: „Du bist Mir ein sehr werter Mann geworden. — Wer wahrhaft sein will der Letzte und Geringste, der ist bei Mir der Größte; denn nur die wahre Demut macht euch wahrhaft groß vor Mir! Alles kann jeder von Mir empfangen und sich nehmen aus Meinem unendlichen Vorrat; er kann lieben, soviel er mag und will; er kann sich nach seinem Wunsche so stärken im Glauben, daß es ihm ein Leichtes wird, mit seinem Willen Berge zu versetzen; er kann sich eine solche Gewalt zu eigen machen, daß ihm alles gehorchen muß! — Allein nicht so verhält es sich mit der Demut: diese ist jedes Menschen Eigentum. Ich kann und darf sie niemandem geben, sondern nur lehren und begehren. Die Demut ist also das Einzige, das ihr Mir geben könnet, ohne es von Mir empfangen zu haben. In der wahren Demut besteht die allerhöchste Freiheit des Lebens, daher auch dessen größte Vollkommenheit. Durch die Demut könnet ihr sogar euch in Mir der unantastbaren Heiligkeit Meiner Gottheit nahen, — ja, die wahre Demut ist des Menschen höchste Weisheit, die höchste Liebe, die höchste Kraft alles Lebens, die Macht und die höchste Gewalt, vor der die ganze Unendlichkeit ehrfurchtsvollst erbebt! — Die Demut ist die innerste, allerhöchste Kraft, Macht und Gewalt in Mir selbst. Alles, was da füllt die ganze Unendlichkeit, ist durch die Demut entstanden und aus ihr hervorgegangen. Begreifst du nun, Mein geliebter Kisehel, warum Ich dich zum Führer der übrigen berufen habe? Siehe, weil du wahrhaft von ganzem Herzen demütig bist!“
[H. Bd. 2, Kap. 11, 6, 10-16]

Abedam-Jehova zu den Kindern der Höhe: „Ohne die wahre, innere Demut seines Herzens kann Mich niemand wahrhaft liebend in seinem Herzen erfassen und dadurch dann leben ein vollkommenes, ewiges Liebeleben aus Mir. Wann immer ihr Mich werdet lieben wollen, euer Herz aber ist nicht stark genug, Mich mit flammender Liebe zu erfassen, sondern muß sich allein mit den trockenen Gedanken von Mir begnügen, so denket, es fehlt euch an der wahren Demut; denn sie ist das eigentliche Fundament alles Lebens!“
[H. Bd. 2, Kap. 12, 14 und 15]

Kisehel, ein erleuchteter Gottesbote der Urzeit, zu dem demütigen König Lamech von Hanoch: „Wenn du keine Worte mehr findest in dir, Gott dem Vater zu danken, und kein völlig würdiges Opfer für Ihn, so bist du ein rechter Danker, Preiser und Anbeter Gottes,  des heiligsten Vaters! Siehe, das ist die rechte Demut, und diese ist der Same für das ewige Leben in Gott. Sie ist der Anfang der reinen Liebe, — diese aber ist das ewige Leben selbst!“
[H. Bd. 2, Kap. 207, 22-24]

Der Herr: „Die Liebe ist der Anfang aller Weisheit; die Demut aber ist ein mächtiger Hebel sowohl der Liebe als auch der Weisheit! Wenn du demütig bist, wahrlich, da wird kein Mensch dir etwas aufreden wollen; denn wo der Kampflustige keine Gegenwehr sieht, da legt er selbst seine Streitkeule zur Seite. Und somit ist die Demut die beste Schule der Weisheit.“
[H. Bd. 1, Kap. 175, 6]

Der Herr zu dem erregbaren einstigen Bischof Martin: „Laß dich nicht vom Zorne gefangennehmen; denn dem Zornigen darfst du nicht mit Zorn begegnen, sondern mit sanftmütigem Ernste nur, dann wirst du über ihn siegen. Denn findet der Zorn nichts, woran er sich vergreifen könnte, so kehrt er zu sich selbst zurück und zerfleischt sich selbst. Böses mit Bösem zu vergelten, hat noch nie eine gesegnete Frucht getragen.“
[BM. Kap. 171, 2-4]

Der erleuchtete Sehel-Michael nach der Enthüllung seines geistigen Urwesens durch Abedam-Jehova zu seinem verzagten, leiblichen Vater: „Ob ich ein erst erschaffener Urerzengelsgeist bin oder ein aus derselben Liebe später Hervorgegangener, welchen Unterschied gibt uns denn das vor Gott? Da aber Gott aus Seiner ewigen Ordnung und endlosen Weisheit es so gewollt hat, daß nicht ich dein Vater, sondern du der meine wurdest, sollte ich mich nun darob über dich erheben, da mir der liebevollste, heilige Vater gezeigt hat so mild und überfreundlich meinen erhabenen, geistigen Urzustand? — Heilig ist nur Er allein; wir alle aber sind Seine Kinder, die Er endlos liebt, wenn sie sind, wie sie sein sollen.“
[H. Bd. 2, Kap. 62, 15-18, 21, 24, 27]

Jesus: „Der Wille des Menschen muß stets frei bleiben, und jeder Mensch wird die Fleischlebensprobe durchzumachen haben und wird sich in allen Begierden und Gelüsten des Fleisches möglichst selbst verleugnen und in allem demütig und geduldig sein müssen, um so Mein Reich in sich wahrhaft zu pflegen und zu vollenden. Denn jeder, der zu Mir kommen will, der wird ebenso vollkommen sein müssen, wie Ich selbst vollkommen bin. Damit er aber das werden kann, darum bin Ich selbst leibhaftig in diese Welt gekommen und zeige euch allen den Weg.“
[Ev. Bd. 10, Kap. 115, 11]

Ein erleuchteter Geist im Jenseits zu einer erwachenden Seelenschar: „Jeder Mensch muß der Demut engste Pforte passieren und muß dem Herrn alles anheim stellen; nichts als die Liebe mit der tiefsten Demut gepaart darf uns bleiben! Uns darf nichts beleidigen. Wir dürfen nie denken und sagen, dies und jenes gebühre uns mit Recht; denn wir alle haben nur ein Recht, nämlich das der Liebe und der Demut. Alles andere ist allein des Herrn. Wie aber der Herr selbst sich aufs äußerste gedemütigt hat, also müssen auch wir es tun, wenn wir dahin kommen wollen, wo Er ist!“
[BM. Kap. 68, 17-18]

Der riesenhafte, fromme Fischer Jonatha weist den kaiserlichen Lohn des von ihm aus Seenot geretteten, ihm unbekannten römischen Statthalters Cyrenius mit den demütigen Worten zurück: „Oh, rühmet mich nicht; denn an alledem hat Jemand anders — und nicht ich — das große Verdienst! Ich war nur ein plumpes Werkzeug Dessen, der mich also geschickt hat! Ich fand dich in großer Not und ward dir zum Retter, das war der Wille des Allerhöchsten. Diesen heiligen Willen habe ich erfüllt, und das Bewußtsein, den Willen Gottes aus Liebe zu Ihm erfüllt zu haben, ist mein hoher Lohn — und wärest du ein Kaiser, so könntest du mir keinen höheren geben!“
[Jug. Kap. 180, 39-42]

Der Herr: „Wenn der Mensch etwas vollzogen hat nach Meinem Willen, so muß er sich sogleich lebendigst erinnern, daß er nichts vollbrachte, sondern alles Ich durch ihn vollzogen habe! Wer solches lebendig in sich erkennt, der wird vor Mir gerechtfertigt sein durch diese demütige Erkenntnis.“
[H. Bd. 2, Kap. 235, 15-16]

Jesus im Jenseits zu Robert Blum: „Es gibt nur ein Mittel zur Freimachung des Geistes in der Seele, und dieses einzige wirksame Mittel heißt die Demut des Herzens. — Die rechte vollkommene Demut aber, die allein der Seele wahrhaft nützen kann, schließt sogar das bescheidenste Selbstlob aus, weil dadurch die Selbstliebe, welche eine Abwendung von der Gottheit und daher der Tod der Seele ist, eine Nahrung bekommt.“
[Rbl. Bd. 1, Kap. 37, 5-6]

Jesus zu Robert Blum im Geisterreich: „Niemand kann es mit Meiner Weisheit aufnehmen. Selbst der größte Weise aus allen Sternen muß sich vor Meiner Weisheit beugen bis zur innersten Faser seines Lebens. Und das ist heilsam sogar für den lichtvollsten Engelsgeist. Denn auch die größten Engel müssen demütig sein, wenn sie ganz selig sein wollen. Um wieviel nötiger ist sonach dir eine rechte Demütigung. Daher bekenne deine Schuld vor Mir und demütige dich, so wirst du in Augenblicken weiterkommen, als sonst in Jahrtausenden!“
[Rbl. Bd. 1, Kap. 37, 9-10]

Der Herr zu dem geläuterten König Lamech von Hanoch: „Solange du auch nur mit einem kleinsten Fünkchen eigener Weisheit prunken möchtest, kannst du nicht in Meine Weisheit eingehen, und gäbe Ich sie dir wie aufgedrungen, so würde sie dich vernichten! Daher mußt du ganz gereinigt vor Mir stehen durch deine Demütigung, ehe du fähig wirst, Mein Licht in dir zu ertragen.“
[H. Bd. 3, Kap. 66, 7-8]

Der göttliche Vater zu herrschsüchtigen Verstandesgrüblern: „Wer in aller Demut sein Herz zu dem Meinigen erhebt, dessen Leben will Ich erleuchten mit der hellen Flamme seiner Liebe zu Mir, und es soll ihm also licht werden sein ganzes Wesen, daß er in diesem Lichte ewig nimmer den Tod sehen soll!“
[H. Bd. 2, Kap. 257, 6]

Jesus: „Wer in Meiner Liebe ist, der ist in allem, was von Mir ausgeht. Aber aus Meiner Liebe ganz allein wirst du Mich wohl schwer als das erkennen, was Ich, dein Gott und Schöpfer, bin. Willst du Mich als Gott erkennen, so muß Ich Mich dir durch Wort und Tat offenbaren. Hast du Mich daraus wahrhaft erkannt und aus Meiner Macht und Weisheit einsehen gelernt, daß Ich weit mehr als nur ein guter, verständiger Mensch bin, dann erst wird dein Herz demütig vor Mir in den Staub sinken und in solcher gerechten Demut lebendigst zu Mir in aller Liebe erbrennen, und du wirst dann erst den wahren Grund finden, Mich, deinen Gott und Schöpfer, über alles zu lieben!“
[Ev. Bd. 5, Kap. 117, 1 und 3]

Ein Gottesbote aus der Höhe zu einem demütigen Ratsherrn von Hanoch, der aus eigenem Willen ein höheres Amt verschmäht: „Willst du wahrhaft gottwohlgefällig demütig sein, so sei es nach dem Willen Gottes, aber nie nach deinem eigenen Gutdünken! Denn bist du durch dein eigenes Vorhaben demütig, dann ist deine Demut ein Kind deiner Selbstliebe und somit von keinem Wert vor Gott. Sagst du aber allzeit und zu allem aus deinem Lebensgrunde: ‚O Herr und Vater, Dein allein heiliger Wille geschehe jetzt wie ewig!‘, dann bist du wahrhaft demütig vor Gott, und deine Demut hat vor dem Herrn einen Wert.“
[H. Bd. 3, Kap. 162, 10-1.1]

Auf die Frage des mißgelaunten Judas Ischariot: „Wenn der Herr zu dir — wie einst zu mir — sagte: ‚Du bist ein Teufel!‘, wie würde dir solch ein Zeugnis schmecken?“ belehrt ihn der erleuchtete Wirt von Kana: „Freund, wenn der Herr mir ein solches Zeugnis gäbe, so würde ich zu Ihm in meinem Herzen sagen: ‚O Herr und Meister des Lebens, ich danke Dir, ganz zerknirscht von Deiner Herrlichkeit, daß Du mir gezeigt hast, ein wie großer Sünder ich noch bin. Ich bitte Dich, erweise mir die Gnade und Barmherzigkeit und treibe den Teufel des Hochmuts, der Lüge, des Betruges und der schnöden Selbstsucht aus mir und erfülle mich mit dem Geiste der wahren Demut, Sanftmut, Selbstverleugnung, der Liebe zu Dir und mit uneigennütziger Liebe zum Nächsten!‘ Und ich glaube, daß der Herr mir solche Gnade nicht vorenthalten würde, wenn eine solche Bitte aus dem vollsten Ernste meines Lebens hervorginge.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 98, 16-18]

Jesus zu Angehörigen verschiedener Völker: „Was ihr immer tut, das tut stets in Meinem Namen; denn ohne Mich vermöget ihr nichts Wirksames zum Heile eurer Seele! Und wenn ihr am Ende alles getan habt, was euch zur Erlangung des wahren, ewigen Lebens zu tun geboten ist, dann bekennet in euch wie auch vor der Welt, daß ihr faule, unnütze Knechte gewesen seid! Denn Gott allein ist alles in allem und wirkt im Menschen alles Gute!“
[Ev. Bd. 8, Kap. 19, 1]

Gleichnis Jesu von der Arbeit des Landmannes und dem Verdienst Gottes an der fruchtbaren Ernte. — Dazu Jesus: „Sollte der Landmann nicht in seinem Herzen bekennen: ‚Herr, Du großer, guter und heiliger Vater im Himmel, ich danke Dir für Deine Sorge! Denn alles das war, ist und wird sein allzeit nur Dein Werk. Ich selbst war dabei nur ein fauler, unnützer Knecht!‘? — Wenn sich das aber schon bei einer materiellen Arbeit geziemt, um wieviel mehr bei einem geistigen Werk, wobei der Mensch nur an Mich zu glauben und Meinen göttlichen Willen als ein Geschenk von Mir sich anzueignen hat.“
[Ev. Bd. 8, Kap. 19, 11 und 12]

Jesus zu zwei Griechen, die um Licht und Stärkung auf ihrem Lebenswege bitten: „Ohne Mich kann niemand etwas wirken zum Heil seiner Seele, und hat er auch alles nach den ihm geoffenbarten Geboten wie aus eigener Willenskraft getan, so soll er dennoch in sich bekennen, daß er ein fauler Diener war, und soll in allem Guten, das er gewirkt hat, Gott allein die Ehre geben. Denn wer Gott in allem Guten die Ehre gibt, der ist Ihm wohlgefällig und ein rechter Diener nach Seinem Herzen! Wer Gott in seinem Herzen nicht verläßt, den wird Gott nicht verlassen, sondern schirmen mit Seiner Hand. — Wer aber in seinem Herzen Gott verläßt und Seiner wenig oder gar nicht achtet, sich selbst ein Herr dünkt, nach seinem Weltverstande handelt und, wenn ihm etwas gelungen ist, nur sich dafür ehren läßt und von seiner Klugheit und seinen edlen Taten spricht, der belohnt sich selbst und hat von Gott keinen Lohn zu erwarten. Was ihr immer tuet, das gut und wahr ist, das tuet in Meinem Namen, und Ich werde mit euch sein und euch stärken!“
[Ev. Bd. 9, Kap. 159, 3-4]

Jesus erweckt einen durch prahlerischen Wagemut von einem hohen Gerüst abgestürzten Knecht des Lazarus in Bethanien vom Tode und ermahnt ihn: „Wolle dich unter deinen Mitknechten niemals durch allerlei Wage stücke hervortun, um von deinem Dienstherrn als ein erster Knecht geachtet zu werden und dann über deine Mitknechte herrschen zu können, sondern sei nur treu und fleißig, so wirst du nie mehr das Unglück haben, hoch herabzufallen und dir das Genick zu brechen! Denn wer zu hoch steigt, fällt tief herab!“
[Ev. Bd. 8, Kap. 67, 1-15]

Jesus zu bekehrten, aber noch rangstolzen Pharisäern: „In Meinem Reiche gibt es keine weltliche Rangordnung, sondern da heißt es nur: Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; wer sich aber ganz bescheiden erniedrigt, der soll erhöht werden. Wer der Kleinste und Geringste sein will, der wird der Größte sein. Denn im Himmel ist alles gegen die Weltordnung verkehrt; was vor den Augen der Welt groß und glanzvoll ist, das ist im Himmel klein, gering und ohne allen Prunk. — Diese Lehre soll aufgezeichnet werden, und wo Mein Evangelium verkündet wird, da muß auch dies getreu allen Menschen gepredigt werden! Ich bin doch der Herr selbst, und seht, Ich bin von ganzem Herzen sanft und demütig. Seid ihr alle ebenso! Dadurch wird es sich vor allem weisen, daß ihr wahrhaft Meine Jünger seid!“
[Ev. Bd. 7, Kap. 177, 2, 5-7]

Der Evangelist Johannes zu einem willensmächtigen Zentralsonnenbewohner: „Suche nicht die Kraft und die Macht des Herrn dir zu eigen zu machen, sondern suche vielmehr ein Allergeringster in Seinem Reiche zu werden und nichts zu besitzen als Seine Liebe und nichts zu wünschen, als nur bei Ihm zu sein, dann wirst du ewig wohnen wie ein zartes, vielgeliebtes Kindlein auf den heiligsten Armen des ewigen, allerliebevollsten Vaters!“
[GS. Bd. 2, Kap. 60, 24]

Der Herr: „Durch Zurückgezogenheit von der Welt in die schützende Demut wird euer materielles Wesen durch die Wirkung des hervortretenden Geistes gereinigt.“
[Hi. 1, S. 75, 32]

Jesus: „Wahre Demut, Gottes- und Nächstenliebe bereiten den Himmel im Menschenherzen.“
[Ev. Bd. 2, Kap. 8, 9]

Jesus zu einem römischen Hauptmann: „In das Reich des wahren ewigen Lebens gelangt man nicht auf den breiten Heerstraßen dieser Welt, sondern auf einem ganz schmalen Pfade nur, und dieser heißt Demut, Geduld, Selbstverleugnung in allen Reizungen, die von dieser Welt ausgehen, und eine volle Ergebung in den Willen des einen, allein wahren Gottes.“
[Ev. Bd. 10, Kap. 10, 22]

Jesus im Jenseits zu dem einstigen Bischof Martin, der einen Mondweisen mit überragender Weisheit meistern will: „Der rechte Weg, sich weisere Geistwesen dienstfertig und liebeuntertänig zu machen, heißt Liebe, Demut und große Sanftmut. Durch diese drei wichtigsten Lebenskräfte kann man allen Sternenbewohnern aufs wirksamste begegnen. Die Liebe lehrt dich, allen Wesen wohlzutun und sie so glücklich wie möglich zu machen; die Demut lehrt dich, klein zu sein und dich über niemanden, möchte er noch so unbedeutend scheinen, hochmütig zu erheben, — und die Sanftmut lehrt dich, jedermann stets gleich wollend zu ertragen. Siehe, das sind die Hauptbedingungen der himmlischen Meisterschaft!“
[BM. Kap. 50, 12-14]

Jesus zu dem gläubigen Herbergswirt Ebal, der sich über das herrische Gebahren eines römischen Hauptmanns erregt: „Mein Freund, laß fahren deinen Ärger! Wäre diese Welt nicht von Gott zu einer Lebensprobestätte bestimmt, in welcher jeder Mensch sich bis zu seiner vollen Wiedergeburt im Geiste in aller Geduld, Demut, Sanftmut und Liebe auf dem Wege der äußersten Selbstverleugnung zu üben hat, so würde Ich selbst nicht zu euch gekommen sein, um euch in allem mit dem besten Beispiel voranzugehen. Wollen die Menschen dieser Erde Kinder Gottes werden für ewig, so müssen sie sich auch die Mittel, die von Gott zur Erreichung des höchsten Lebenszweckes verordnet sind, in dieser kurzen Probelebenszeit in Geduld und Ergebung in den Willen des allerweisesten Vaters gefallen lassen!
[Ev. Bd. 10, Kap. 6, 13]

Der Seher Mathael: „Wohl haben auch die Kinder Gottes in dieser Welt so manche Schwächen, die sie sehr daran hindern, sich zu Gott, ihrem Vater, zu erheben. Allein diese Schwächen hat der heilige Vater ihnen in dieser Welt nur darum zukommen lassen, daß sie in solcher Schwäche ihren Vater erkennen, sanft und demütig werden und den Vater um die rechte Stärkung bitten. Er wird ihnen sodann diese Kräftigung geben, wenn es für sie an der rechten Zeit ist; denn wegen der Schwächen sind sie nicht minder Seine Kinder.“
[Ev. Bd. 3, Kap. 92, 12-14]

Auf die Worte des Petrus: „Es wäre nicht fein, so wir Jünger eben darum die Letzten im anderen Reiche sein sollten, dieweil wir allhier die Ersten waren!“ antwortet Jesus: „Darum sicher nicht; aber wenn jemand von euch sich darum für besser dünken möchte, weil Ich ihn zuerst erwählte, der wäre dadurch schon in einen Hochmutsdünkel verfallen, mit welchem er im Himmelreich nimmer ein Erster sein könnte. Dagegen wäre ein spät Erwählter, doch in hohem Grade Demütiger, der sich für den solcher Gnade Unwürdigsten hält, gewiß ein Erster im Himmelreich.“
[Ev. Bd. 5, Kap. 259, 5 und 6]

Jesus auf die Frage der Jünger, wer der Erste und Größte nach Gott im Himmelreich sei: „Wahrlich, so ihr nicht umkehrt von solchen weltlich hochtrabenden Gedanken, dann kommet ihr, obwohl ihr nun Meine Jünger seid, nicht ins Himmelreich! — Wer sich selbst erniedrigt und keinen Hochmutsfunken in sich verspürt, der ist der Größte im Himmelreich; denn nur die wahre Demut eines reinen Herzens bestimmt den Seligkeitsgrad in den Himmeln!“
[Ev. Bd. 5, Kap. 244, 2-3]

Jesus zu den Seinen: „Seid auch so geduldig, sanft- und demütig, wie Ich es von ganzem Herzen bin, und liebet einander als wahre Brüder, wie auch Ich euch liebe und allzeit geliebt habe, so werdet ihr dadurch aller Welt zeigen, daß ihr wahrhaft Meine Jünger seid! Keiner von euch dünke sich mehr zu sein als ein Mitjünger. Denn ihr seid alle gleiche Brüder; Ich allein bin euer Herr und Meister und werde das auch bleiben in alle Ewigkeit!“
[Ev. Bd. 9, Kap. 71, 12]

Jesus: „Es ist bei jedem Menschen gar leicht möglich, daß sein Glaube trotz vieler Zeichen und Lehren schwach wird. Er darf sich nur ein wenig überheben und sich auf seine Fähigkeiten etwas einbilden, dann befindet sich seine Seele sogleich in einem zweifelvollen Dunkel, aus dem ihr nur eine rechte Demütigung helfen kann.“
[Ev. Bd. 6, Kap. 146, 7]

Jesus in der Bergstadt Abila zu bekehrten Griechen, Römern und Juden: „Wünschet euch nicht zuviel Lebensheiterkeit, solange ihr noch im Fleische wandelt; denn durch sie verirrt sich die Seele leicht ins Weltliche und Materielle und findet dann den rechten Weg zum Leben sehr schwer. Ertraget vielmehr Freud und Leid mit der rechten Geduld und voll Ergebung in Meinen Willen, so werdet ihr dereinst in Meinem Reiche mit der Krone des Lebens geschmückt.“
[Ev. Bd. 10, Kap. 69, 12-13]

Jesus zu Judas Ischariot, der sich über die andern Jünger an Klugheit erhaben fühlt: „Demut begreift alles eher als der starre, eigensinnige Hochmut, der, wenn du noch länger bei ihm verharrst, dein Teufel, dein Richter und dein Tod sein wird. Was wohl hast du vor allen anderen voraus, darauf du dir soviel zugute tust?! — Demütige dich, damit du den Schlingen Satans entrinnen mögest!“
[Ev. Bd. 6, Kap. 207, 18]

Der Wirt von Kana dem hochmütigen, leicht zu kränkenden Judas Ischariot: „Wer noch durch die Schwächen seiner Mitmenschen gekränkt und beleidigt werden kann, ist noch nicht auf jenen wahren Lebenspunkt gedrungen, auf dem der Herr von ihm sagen kann: ‚Das ist der Mann nach Meinem Herzen!‘.“
[Ev. Bd. 9, Kap. 98, 14]

Der Herr: „Es war für Paulus wegen seines Amtes nötig, eine beständige Mahnung im Fleische zu haben, die zu ihm sprach: ‚Siehe, du bist nur ein Mensch und durchaus kein Gott! So oft du fallen wirst vor Mir, will Ich dich wieder aufrichten, damit du gedenkest, daß du nur ein Mensch bist!‘ — Paulus bat Mich dreimal heftig, daß Ich ihn von dieser Prüfung, dem ‚Pfahl im Fleische‘, befreien solle. Ich aber sprach zu ihm: ‚Lasse dir an Meiner Gnade genügen; denn Meine Kraft ist nur in den Schwachen mächtig!‘ und nun wußte Paulus, daß Ich dem Schwachen und dadurch Demütigen stets näher bin als einem Starken!“
[Hi. 2, S. 190, 12-14]

Jesus zu überaus eifrigen Freunden: „Ich lobe euern Eifer, doch merket euch: In der Klugheit des menschlichen Geistes liegt stets eine größere Kraft als in seiner Faust, und wo der gewisse Ernst für sich wenig oder nichts ausrichtet, da wirken Liebe, Sanftmut und Geduld Wunder. Der volle Ernst und Mut beherrsche euch selbst; eure Waffe gegenüber den Menschen aber bestehe stets nur in der Liebe, Sanftmut und Geduld, und ihr werdet auf diesem Wege, den Ich selbst vor den Menschen wandle, mehr ausrichten als mit dem Feuereifer und seinem diamantenen Ernst!“
[Ev. Bd. 9, Kap. 148, 9]

Jesus zu einem allzu Unterwürfigen: „Du tust Mir, deinem Gott und Schöpfer, keine Ehre an, wenn du dich als Mein Werk für garnichts schätzest und dich tief unter die Würde eines Wurmes stellst. Denn durch eine solche Geringstachtung deiner selbst setzest du ja auch Den herunter, der dich aus Seiner höchsten Weisheit und Liebe geschaffen und gestaltet hat.“
[Ev. Bd. 4, Kap. 188, 3]

Jesus: „Die Demut im Herzen ist eine der notwendigsten Tugenden, durch die man ehest zum inneren Lichte des Lebens gelangen kann. Aber diese Tugend besteht eigentlich nur in der rechten Liebe zu Gott und zum Nächsten, durch die der Mensch sich über seine noch schwächeren Brüder nie herrisch erhebt, sondern sie nur mit Geduld zur selbst erstrebten höheren Vollendung durch Lehre, Rat und Tat zu führen trachtet. Darin allein besteht die wahre Demut, aber in der Verachtung seiner selbst besteht sie ewig nie!“
[Ev. Bd. 7, Kap. 141, 9]

Jesus: „Ich selbst bin von ganzem Herzen demütig und sanftmütig, und Meine Geduld übersteigt alle Grenzen; aber das werdet ihr an Mir noch nie erlebt haben, daß Ich Mich vor den Menschen je verachtete! Wer sich selbst nicht gerecht als ein Werk Gottes achtet, der kann auch Gott und seinen Nächsten nicht der Wahrheit nach achten.“
[Ev. Bd. 7, Kap. 141, 10]

Der römische Oberst Kornelius zu dem bekehrten Bettler Zorel: „Wenn wir da und dort Menschen sehen, die sich mit sehr geringen, unansehnlichen Arbeiten abgeben müssen, sollen wir, um etwa unserer Demut die Krone aufzusetzen, auch Pfützen und Kloaken räumen? Dessen bedarf es gewiß nicht; es genügt, daß wir jene Menschen in unseren Herzen nicht für geringer halten als uns, die wir vom Herrn aus ein ganz anderes Amt zu versehen haben!“
[Ev. Bd. 4, Kap. 86, 7]

Der römische Oberst Kornelius zu dem bekehrten Bettler Zorel: „Man soll im Herzen voll wahrer Demut und Nächstenliebe sein, aber äußerlich damit nicht prunken; denn dadurch, daß ich mich äußerlich zu knechtisch tief unter die anderen Menschen beuge, mache ich sie hochmütig und benehme mir selber die Gelegenheit, ihnen in allem Nützlichen zu dienen. Eine gewisse Achtung, die ich als Mensch von meinen Mitmenschen zu erwarten habe, darf ich nie vergeben; darum wollen wir zwar im Herzen so demütig wie nur möglich sein, aber dennoch von unserem notwendigen äußeren Ansehen nichts vergeben!“
[Ev. Bd. 4, Kap. 86, 5-6]

Jesus: „Die Bescheidenheit ist eine schöne Tugend, und man kann sie den Menschen nur empfehlen. Aber allzu bescheiden zu sein, ist nicht selten unklug, weil man dadurch seinen Nächsten zur Selbstüberschätzung und zum Hochmut verführt.“
[Ev. Bd. 5, Kap. 271, 2]

Der Herr zu übertrieben ehrfürchtigen Erzvätern der Urzeit: „Ich verlange nicht, daß jemand eine Stunde lang vor Mir, seinem Gott und Schöpfer, auf seinem Angesichte liegt! Alles, was Ich hebend verlange, ist ein treues, zu Mir gewendetes, liebevolles und demütiges, durch Reue geläutertes Herz, und mit einem solchen hat vor Mir kein Mensch einen Umweg vonnöten, da Ich ihm ohnehin doch allzeit der Allernächste bin.“
[H. Bd. 1, Kap. 124, 9]

Henoch, der erste Hohepriester der Urzeit, zu einem Bekehrten, der sich vor ihm niederwirft: „Siehe, sogar der Herr, unser Gott und Vater, hat uns allen trotz Seiner unantastbaren Heiligkeit verwiesen, vor Ihm im Staube zu liegen. Denn hat jemand ein unbeugsames Herz und mag es nicht demütigen und läutern vor Gott, da kann er sich sein Leben lang im Staube wälzen, und es wird ihm nichts nützen! Wer aber sein Herz beugt und läutert es und erfüllt es mit Liebe, der bedarf nicht mehr, seinen Leib in den Staub zu senken!“
[H. Bd. 2, Kap. 222, 4-7]

Der Herr zu Neubekehrten in Hanoch: „Wohl bin Ich im Vollbesitze aller unendlichen Kraft und Macht und darum ein alleiniger Herr! Aber dessen ungeachtet sollet ihr euch vor Mir nicht im Staube wälzen; denn Ich habe euch ja nicht dazu einen aufrechtstehenden Leib gegeben, daß ihr ihn gleich den Würmern vor Mir gebrauchet, sondern, daß ihr als freie Menschen, als Meine Kinder und untereinander als lauter Brüder und Schwestern vor Mir, euerm Vater, aufrecht wandelt!“
[H. Bd. 2, Kap. 228, 5-6]

Auf die Frage: „Soll denn der Mensch gar kein Ehrgefühl haben?“ erwidert Jesus: „O doch, der Mensch kann allerdings ein Ehrgefühl haben, aber nur eines von der edelsten Art. Wenn ihr mit einem schwachgeistigen Menschen, der euch beleidigt hat, ohne Groll im Herzen freundlich redet, so habt ihr das edle und göttliche Ehrgefühl in euch vollkommen gerechtfertigt. Sobald ihr aber noch einen kleinen Groll in euch merket und gegen den Menschen bitter und unfreundlich werdet, so ist das eine Folge eines kleinen, in eurer Seele verborgenen Hochmuts, der genügt, die Vereinigung eurer Seele mit Meinem in euch wohnenden Lichtgeiste zu verhindern.“
[Ev. Bd. 5, Kap. 125, 5-6]

Jesus zu Seinen künftigen Aposteln: „Da wir wohl wissen, was wir den Menschen zu geben haben, so werden wir die blinde Bosheit der Welt in aller Geduld, Demut und Sanftmut ertragen. Denn der Vater will es so, daß die Seinen in dieser Welt bis aufs äußerste zuvor sollen gedemütigt werden, ehe sie erhoben werden zu der unvergänglichen Ehre, die ihnen ewig niemand mehr nehmen wird.“
[Ev. Bd. 6, Kap. 21, 12]

Jesus erzählt zur Demütigung eines selbstgerechten Pharisäers die bekannte und wahre Begebenheit vom Pharisäer und Zöllner im Tempel und erklärt auf Verlangen einiger Zuhörer: „Der Zöllner ging gerechtfertigt aus dem Tempel, weil er sich selbst erniedrigt und seine Schuld vor Gott im Herzen treu und wahr bekannt hat. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht!“
[Ev. Bd. 8, Kap. 164, 11-17]

Der Herr: „Nur durch die freiwillige Beschränkung seiner äußeren Weltfreiheit, also durch eine völlige Selbstverleugnung, kann der Mensch zur inneren Freiheit des Geistes gelangen, darin begründet ist das ewige Leben. — Denn was immer der Mensch tut vergnüglich nach seinem äußeren freien Willen, das zieht ihn ab vom Geiste und verrammt ihm den stillen, allzeit schmalen Pfad in den geistigen freien Willen. Er mag wohl äußerlich das Wahre, zum inneren Leben Benötigte als solches erkennen. Aber er wird dennoch nie den mächtigen Liebetrieb in sich gewahren, das auch völlig zu tun!“
[Hi. 2, S. 232, 3-4]

Der Herr: „Der Geist eines Menschen kann nicht geärgert werden, aber die Seele kann Schaden nehmen durch Ärgernisse. Darum sind diese aus höchst weisen Gründen zu vermeiden. Liebe und Geduld sind aber endlos mehr wert als alle Weisheit und alle Gerechtigkeit. Darum haltet euch stets an die Liebe und an ihre Schwester, die Geduld, so wird euch die Sünde zur Unmöglichkeit werden!“
[Hi. 2, S. 313, 5-6]

Jesus zu Judas Ischariot: „Wer aus euch sich am meisten erniedrigt vor seinen Brüdern, der ist der Erste im Gottesreiche; jedes Sichbesserdünken aber setzt ihn im Gottesreich auf eine letzte Stufe zurück. Wenn jemand von euch noch irgendein Besserseinsgefühl gegenüber seinen Brüdern in sich verspürt, da ist er von der gierigsten Hölle noch nicht frei und nicht geschickt zum Reiche Gottes; denn solch ein Mensch ist nicht freien Geistes. — Wenn aber jemand sich unter alle seine Brüder herabgesetzt hat und also bereit ist, allen zu dienen nach seiner Fähigkeit, so ist er der Erste im Reiche Gottes, und alle können sich ganz füglich nach ihm bilden.“
[Ev. Bd. 2, Kap. 76, 2-4]