*


Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Zur Wiederkunft des Herrn 476

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Zur Wiederkunft des Herrn
« am: September 01, 2012, 11:16:47 Vormittag »
[h3]Zur Wiederkunft des Herrn[/h3]
J. Ladner / Vaterbriefe Band 1 / Zur Wiederkunft des Herrn / 140. - 2. November 1879

 
Liebe Kinder!

Mein Zweites Kommen ist nach der Weise, wie es wirklich stattfindet, vielen Menschen ebenso unfaßlich wie das erste Mal, weil die Herzen vollgestopft sind von Wünschen materieller Art, wo sie hoffen, daß bei Meinem Erscheinen dieselbigen erfüllt werden. Z.B. viele Sekten glauben, sie seien mit ihrer Frömmigkeit besser daran (bei Mir) als andere, und hoffen auf besondere Ehrenstellen; sie sehen nicht ein, daß gerade in diesem (egoistischen) Hoffen die Nächstenliebe und die wahre Demut am wenigsten vertreten sind, welche zwei Stücke unentbehrlich sind, wenn Ich Mich ihnen mehr nähern soll! Andere hoffen eine bessere Lage im Äußern  (bessere Zeiten) zu erhalten, und erkennen nicht Meine weise Anordnung in der Weltregierung wie in den Schicksalen, welche Ich verhängen muß über die Menschen, um dadurch sie womöglich noch für eine selige Ewigkeit zu erhalten.
 
Es kommt solches zumeist daher, weil durch falsche Auslegung Meiner Lehre und Nichtbeachtung derselben in der Tat ihr Licht nicht mehr in den Herzen durchdringet, sondern mehr nur ein Tappen im Finstern stattfindet, wobei am meisten zu beklagen ist, daß diese geistige Hungersnot gar nicht erkannt und gefühlt wird, im Gegenteile treten viele Gelehrte mit ihren Ansichten so auf, daß es den Anschein hat, als ob jetzt in dieser Zeit der Aufklärung das Himmelreich ganz nahe sei!
 
Ich aber sage euch: prüfet ob die (göttlichen) Worte, welche gelesen werden, ohne daß der Geist in euch bewirkt dieselben auch im Leben anzuwenden, euch befriedigen? sie werden an euch als Schall vorübertönen, und höchstens ein Haschen nach neuen wird die schon gelesenen wertlos machen; vor dem gar vielen schon Gegebenen erkennet ihr nicht das Wenige, das alles birgt, und in den kurzen Worten enthalten ist: Liebe gegen Gott und die Menschen (wie es in dieser Nr. 45 besonders vorliegt, doch sehe man auch Nr. 38 unserer Sammlung. D.Hsg.)
 
Um diese Liebe wieder mehr in die Herzen zu legen, komme Ich nun abermals zu den Menschen, und klopfe Selbst an bei allen, welche Mich in redlichem Sinne suchen und deshalb bitten: "Komm Herr Jesu, komme bald!" und wenn eine solche Seele auch einen unrichtigen Begriff von Meinem Kommen hat, Ich erleuchte sie, und segne ihr stilles Zu-Mir-Halten.
 
Um solcher Seelen Willen habe Ich jederzeit besondere Mittel angewendet, damit das wahre Himmelsbrot wieder rein genossen werden kann, welches nun durch die (geistig blinden) Lehrer mit allerlei Zusatz verfälscht dem Geiste keine gesunde Nahrung mehr bietet, und darum das Siechtum im Geistesleben seinen höchsten Grad in jetziger Zeit erreicht. *)
 
Jetzt muß Ich zu außerordentlichen Mitteln greifen, und vielen unter den Suchenden Meinen Willen und den Begriff von Mir und Meinem Wesen (nicht nur ins Herz, sondern auch) in die Feder diktieren (siehe in Nr. 37) und zwar in einfacher und herablassender Weise, menschlich muß Ich reden und verkehren, obgleich auch dieses wiederum ein Stein des Anstoßes wird, wo viele sich darüber lächerlich machen.
 
Fahret doch ihr fort, diese einfachen Worte als reine Geistesspeise aus Meiner Hand, als von eurem himmlischen Nährvater anzunehmen, und ihr werdet die Sättigung eures Geistes verspüren, wenn andere schmachtend nach einem Etwas suchen, das sie durch ihren Verstand eben nicht finden können.
 
Gleichwie Ich zu Kapernaum mit dem Hauptmann ganz einfach verkehrte (Matth. 8. Kap.) z.B. Ich wunderte Mich, als er Mir erzählte von seiner Haushaltung, während Ich dieselbe doch genau kannte; so halte Ich es jetzt noch, Ich lasse Mich bitten und mit Mir reden, und freue Mich, wenn Ich Glauben finde; Ich bleibe der ewig unveränderliche Gott, jetzt noch ganz Derselbe. wie Ich Mich als Jesus euch geoffenbaret habe, und als Jesus in der Herablassung, Demut und Liebe nun wieder einziehen will in die Herzen, um dort Mein Reich des Friedens zu gründen.
 
Darum, wer da bittet, daß Ich kommen soll, der muß auch sorgen für den Empfang, daß Ich eine Stätte finde, gereinigt zu Meiner Aufnahme. Meine Weisheit hat gesorgt bei einem jeden in seiner Lebensführung, daß es ihm möglich wird, dieser stillen Arbeit nachzukommen, und Mein Beistand wird dabei nicht fehlen. Amen! Euer Vater in Jesu!

 *) als Zeit der Herrschaft des Antichrist, d.h. des Weltverstandes. D.Hsg.