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Verhaltungsregeln gegen die Priester und Lehrer 487

Administrator Beiträge: 5386 Forumgründer *****
Verhaltungsregeln gegen die Priester und Lehrer
« am: September 07, 2012, 08:48:21 Nachmittag »
„Auf Moses Stuhle sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, dass ihr’s halten sollet, das haltet und tuet es; aber nach ihren Werken sollet ihr nicht tun; sie
 sagen es wohl, und tuns selbst nicht“ u.s.w. Matth.23.
 

Liebe Kinder!

In diesem Kapitel habe Ich Meinen Jüngern weitere Verhaltungs-Regeln gegeben, wie sie sich gegen die Volksleiter verhalten sollen, welche ganz genau die Pflichten dem Volke vorzuschreiben wissen; aber wenig daran denken, selbst mit gutem Beispiele voranzugehen. Gehet deshalb nicht auf dieselben ein, sondern bleibet bei dem Worte, das sie euch verkündigen; denn es ist Mein Wort, und denen, die um Meinetwillen es aufhören, will Ich den Segen dazu geben, damit sie von innen unterscheiden lernen, wie viel menschliche Anschauungen darunter gemengt sind.

Ich musste in damaliger Zeit Meine Jünger auf das Treiben der Pharisäer und Schriftgelehrten aufmerksam machen, und auf die große Heuchelei derselben, um sie zu warnen, dass sie einst das ihnen anvertraute Amt besser verwalten, und sich hüten vor Überhebung über Andere; „ihr sollet euch nicht Rabbi nennen lassen; denn Einer ist euer Meister: Christus; ihr aber seid „Alle – Brüder und Schwestern, und sollet Niemand Vater heißen auf Erden; denn Einer ist euer Vater, der im Himmel ist U.“ – Wie nötig es war, noch ganz deutlich ausgesprochene Verhaltensregeln auch in der äußeren Ordnung zu geben, das könnet ihr aus der Geschichte sehen; leider aber auch, wie wenig diese Worte befolgt worden sind, und wie ganz schnurgerade dagegen gehandelt wurde; denn wie viel Überhebung herrscht nun wieder in der christlichen Kirche! Wie hat sie sich auf Erden den „heiligen Vater“ (Papst) eingesetzt, und wie befriedigt sich der größte Teil (der Katholiken) mit dessen Gunst, ohne nach Mir sich zu richten; sie vergessen dabei, warum Ich Gebote gegeben habe, nämlich nicht um Meinetwillen, sondern um euch selbst dadurch zu beglücken.

Darum seid wachsam und prüfet stetes, ob die menschlichen (kirchlichen) Ordnungen von Mir abziehen oder zu Mir führen? Sehet aber nicht auf das Beispiel, sondern machet die Erfahrungen an euch selbst! Vor Allem aber bleibet in der Demut dabei; denn es kommt für jedes Einzelne die Zeit, wo ich Mittel anwende, um es zu demütigen, wenn es nicht selbst nach Demut strebt. Ihr könnet euch aber durch redliches Streben darnach manche Zuchtrute ersparen, sowohl die einzelne Seele, als eine ganze Gemeinschaft; denn auch bei den Gemeinden muss ich Heimsuchungen eintreten lassen, um sie dem völligen Verderben zu entreißen; bald da, bald dort, ja über ganze Völker und Länder muss ich die Zuchtrute schwingen, damit sie nicht vollends ganz gottlos werden; denn Ich und die Überhebung, oder Stolz entgegengesetzte Dinge sind.
           
Wollt ihr in dieser Zeit einen Blick in die Zukunft tun, so beobachtet die Überhebung der Einzelnen und der Völker, und ihr werdet bald erkennen, dass nur noch Meine Langmut Aufschub macht, ansonst Ich überall zum Gerichte erscheinen würde; darum kann in der Jetztzeit dieses 23. Kap. Matthäi bei der Mehrzahl angewendet werden.

Darum hebet eure Häupter auf und sehet, dass die Zeit nahe ist, wo Ich wieder erscheinen werde. Wohl denen, deren Herz durch die Demut gewürdigt ist, Mich aufzunehmen; wohl solchen Preisen, die im Stillen zu Mir halten und um Meinetwillen schweigen, wenn sie von Außen her durch allerlei böse Gerüchte verfolgt werden. Ich will Mich ihrer annehmen und sie herrlich machen vor Mir; doch nicht gebe Ich, wie die Welt gibt, sondern unvergängliches Gut, das ewig besteht, soll ihr Lohn sein!

Amen! Euer alleiniger Vater! 


J. Ladner, Vaterbriefe, Band 3, Nr.