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Die Kirche der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft 488

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Die Kirche der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft
« am: September 07, 2012, 09:09:16 Nachmittag »
‚Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele.‘ (AG. 4, 32)

Nahezu 2000 Jahre sind vorbei, seitdem die ‚Gemeinde aus Gottes heiligem Geist‘ erstand. Man glaubt allgemein, ‚als der Tag der Pfingsten erfüllt war‘, wie Lukas es berichtet (AG. 2, 1), dies eine erst- und letztwillige Offenbarung gewesen sei. Mancher sträubt sich anzunehmen, daß der Ewige Gott war, ist und sein wird und deshalb Seine Offenbarung samt dem Heilsplan auch etwas Ewiges bedeutet; es sei denn, wir hätten einen zeitgebundenen Gott.

Betrachten wir zuerst die Kirche der Vergangenheit. Kurz gesehen wäre sie, erst ab Christus, also ab dem Wirken des Apostels Petrus zu erkennen, obwohl er als Gründer der Katholischen Kirche gilt. Wir wollen dogmatische Bindungen nicht berühren, wir brauchen sie ja nicht; denn sie lassen sich einflechten, sie lassen sich auch ausschalten, jenachdem die Liebe es gebietet.

Das Wort ‚Kirche‘ hat einen viel späteren Ursprung, als daß es auf die erste Christenheit bezogen werden kann. Jedoch die ‚Gemeinde‘, nach Lukas die ‚Menge der Gläubigen‘, wurde wieder neu geboren in dem letzten Religionsaufbau, der mit JESUS begann. Mindestens zeitgemäß muß man Gemeinde und Kirche auseinanderhalten, wenn man zu besserem Bedenken des Problems gelangen will.

Wir können selbstredend ‚Kirche‘ beibehalten. Aber im geistigen Offenbarungsschatz, den uns die Bibel, hernach die Neuoffenbarung durch von Gott gesegnete Menschen vermittelt, werden wir stets auf die ‚Gemeinde‘ stoßen; und in diesem Begriff haben wir die höhere Sicht zur Verbindung zwischen Gottes Geist und Mensch. Hier tritt außerdem das Gemeinschaftliche stärker in den Vordergrund, wie es uns der ‚Tag jener Pfingsten‘ kundgegeben hat.

Es führte heut‘ zu weit, die Gemeinden aus dem Alten Testament herauszuschälen. Doch es gab vor Christus sinngemäß hochchristliche Gemeinden, die ihren Herzensreichtum aus dem unbedingten Ein-Gott-Glauben schöpften. Dieser Eine Gott hat sich als der Heiland dem materiellen Weltraum abermals personhaft offenbart. Daß er die Erde wählte, ist ein Thema für sich.

Die Qumram-Ausgrabungen liefern den Beweis für alttestamentliche Gemeinden. Auch bringt der erste Bibelteil dafür laufenden Bericht. Die Haushaltung Gottes, niedergeschrieben durch Jakob Lorber, ist eine vorzügliche Untermauerung vom Bestand der Altbund-Gemeinden. Es wäre falsch, die damaligen Gemeinden als nicht völlig von Gottes Geist durchdrungen zu betrachten, wie es leider viele Freunde tun. Vielleicht ergibt sich sogar noch ein umgekehrtes Bild.

Die religiöse Zucht war ein Hauptteil des Gemeindelebens. Ohne diese Zucht zerfiel die Gemeinde, oft ein ganzes Volk. Als Beispiel diene: Die zehn Stämme Israels zerfielen 700 Jahre vor Christus, deshalb, weil sie jenen Zuchtring der Zehn heiligen Gebote verlassen hatten. Die Gottlose Freiheit dieser Handlung, gefesselt im Baaldienst der Sidonier, war der Todesstoß für ganz Samaria.

Doch ab JESU Zeit heißt es, daß mit im Neuen Bund die erste sichtbare Gottesoffenbarung kam und somit der Alte Bund und seine Gesetze nicht mehr gelten. Diese Ansicht birgt wesentliche Fehler. GOTT, von Ewigkeit zu Ewigkeit, gibt Sein Wort aus Seinem ganzen Geist, und Er enthüllt sich immerdar. Unabhängig davon offenbart Er Sich verschieden, jeweils, wie die Gotteskinder, Menschen oder Wesen es ertragen. Jesaja (9, 5) gibt hierüber uns ein unbezweifelbares Wort vom ‚Ewig-Vater‘; ebenso Paulus im Hebräerbrief (9, 12) von der ‚Ewigen Erlösung‘.

Gibt es nur den einen Gott, wie das erste Sinai-Gebot bestätigt, konnte dann ein Bund erstehen, der nach zeitarmen Erdenjahren nicht mehr gültig sei? Gott sagt: ‚Himmel und Erde werden vergehen; aber Meine Worte nicht‘ (Matt. 24, 35). Und ‚was ER zusagt, hält Er gewiß‘ (Ps. 33, 4). Diese unbedingte Formel war und ist das Bindemittel zur Gemeinschaft, auch für die sich später kristallisierenden Kirchen. Wo bliebe ohne diese einmalige Bundeszusage Gottes der Glaube, wo die Religion, wenn kein festes Fundament geschaffen war?

Sinngemäß besteht kein Alter und ein Neuer Bund, kein Altes und ein Neues Testament, sondern Gottes Bund aus Seinem Testament! Der Beweis: ‚Ich bin nicht gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen, sondern zu erfüllen‘ (Matt. 5, 17). Würden wir das Wort ‚Ein neu Gebot gebe Ich euch‘ dazu parallelisieren, so müssen wir zur Einsicht kommen, daß JESUS unmöglich einesteils Sich Selber den Erfüller der Gesetze und Propheten nennt, andererseits nach sprachlichem Begriff ‚ein neu Gebot‘ erläßt.

Es ist bloß ein scheinbarer Widerspruch. Der Verlust von Glaube, Gesetzeserkenntnis und -erfüllung brachte den zehn Stämmen Israel die Auflösung. Hatten wohl hingegen die zwei Stämme Juda alles gut bewahrt? Die Bibel lehrt es uns. Siebenhundert vor Christo zerfällt Israel, siebzig nach Christo Judäa; wieder ein Beweis, daß Gottes Offenbarung aus der großen Patriarchenzeit im damaligen zumeist bevölkerten Erdkreis ganz verweht, verloren war.

Damit war GOTTES Bund und Testament, das ER gewiß nicht erst dem Noah gab, im weltreligiösen Sinne aufgehoben. Hatte ER aber beides aufgelöst? Sagte Er: Wenn die Menschen Meinen Bund verlassen, so hebe ICH ihn auf? Nein: ‚Ich will die Erde nicht mehr verfluchen, also strafen, um der Menschen willen!‘ (1. Mo. 8, 21). Ganz gewiß der Menschen wegen auch nicht Seinen Bund, Sein Testament verlassen!

Was hätte in der Zwischenzeit passieren müssen, in der die Menschheit bundlos war? losgebunden von der herzlichen Barmherzigkeit? O, im gleichen Augenblick einer Bundesaufhebung wäre die Materie auch zerfallen. GOTT aber blieb bei Seinem Testament und Bund! Das ist so unerhört heilig-gut, daß wir nicht genügend dafür danken können.

Gott brauchte keinen Neuen Bund zu machen; doch wie herrlich: Er hat als JESUS Seinen ewig-heiligen Bund aufs neue offenbart — auch Sein Gesetz, Sein Testament! Abraham sagte Er viermal Sein Bündnis zu. Daß Jesus die schon Mose offenbarten zwei Gebote (5. Mo. 6, 5; 3. Mo. 19, 18) neu gegeben hat, hängt damit zusammen, weil nur noch Benjamin und Juda aus dem Volk vorhanden waren.

Vielleicht denkt jemand, diese Version sei hergeholt; doch wir würden nie mit zählen fertig werden von all den Dingen, die aus dem Lichte im Symbol auf unserer Erde widerstrahlen. Wie GOTT also wirklich keinen Neuen Bund, kein Neues Testament zu bringen brauchte, sondern sie aus „Ewigem Bestand der Herrschaft und der Gnade“ nur aufs neue oder abermals den Menschen gab, so auch die Gemeinschaft, die UR-Gemeinde Gottes.

Hätte kein Gemeindesinn bestanden, — es wäre etwa zweifelhaft, ob es heute Religionsgemeinden gäbe. Die chaotischen Zustände, die das schon selbst zerbröckelnde Rom mit sich brachten, hätten eine völlig neue Organisation nach Jesu Zeit wohl aussichtslos gemacht. Der Herr bediente Sich der Menschen wegen des seit Jahrtausenden eingebürgerten Gemeindetums, indem Er oft die ‚Menge‘ um Sich sammelte, die Menge, von der unser Leitwort aus der Bibel zeugt.

Diese Menge, ‚so viel ihrer auch waren‘, ergab ein Herz und eine Seele. Gewiß gab es Meinungen; doch in dieser frühesten Entwicklung ist nichts bekannt, daß sie sich gegenseitig bekämpften, was mit der Wende des ersten Jahrhunderts unsrer Zeit bereits geschah. Sie waren eine Gemeinde, gleichgültig, wo sie wohnten. Vor allen Dingen waren Lehrer und Hörer völlig eins! Den Aposteln begegnete man ehrerbietig; aber vor dem HERRN gab es keinen Unterschied.

Das machte jene ersten Christen aus Gottes Geist so fest, daß der Welt Freuden und Schikanen nebensächlich blieb. Sie hatten ja ein Haupt: GOTT, der Sich in CHRISTUS offenbarte! Und es gab nur einen Bund: den ewig-einmaligen, daran sie sich klammern konnten, der Halt auch für Spätere in grauenvollen Zeiten des Verfolgungswahns.

Wie sieht‘s nun heute aus? Hat sich das Christentum bewährt? Ist es einmütig genug, um den ungeheuren Letztkampf auszutragen? Die Kirchen wissen wohl, um was es geht; sie versuchen auch, den Wagen aufzuhalten, der dem Abgrund immer näher rollt. Allein — und damit kommen wir zum schwersten Zeitproblem:

Wenn unsere Kirchen nicht zur Einheit kommen, wie die Urgemeinde auf den Höhen, wie die Pfingstgemeinde in Jerusalem es waren, wenn nicht jede gegenseitige Bekämpfung unterbleibt, wenn nicht ‚eine Gemeinde aus dem Geiste Gottes‘ kommt, dann wird jede Anstrengung vergeblich sein; und was gerettet werden kann, sind Brocken, die sich einmal mühsam ihrer Haut zu wehren haben.

Es ist keine Anklage: Die mittelalterliche Glaubenszeit ging völlig in den Spuren Neros auf. Der Foltertod ungezählter Christen durch Christenoberste war unerhört. Hat je der HERR gelehrt, daß man jene töten solle, die anderer Ansicht sind? oder sogar arm und ohne Schutz — ? Jahrhunderte lang hat in diesem Sinn die erste Altkirche schwer versagt und nicht nach JESU Lehre des Verstehens, der Liebe, Duldsamkeit und Barmherzigkeit gehandelt.

Allmählich wurden wohl die Blutgerichte eingestellt, nicht jedoch der verfeinerte Kampf. Ich meine damit keineswegs allein die erste Kirche, sondern auch die zweite betätigte sich in unchristlicher Unduldsamkeit. Man mußte zwar das Schwert der Justitia überlassen, fand es aber als gerecht, im Namen der Liebelehre Gottes von den Kanzeln herab anders eingestellten Menschen dem ewigen Gericht zu übergeben. Doch die anders Eingestellten handeln ebenso und bieten der großen Zersplitterung der Christenheit ein böses Feld.

In einem Gemeindebuch steht zusammengefaßt: Wer nicht zu uns gehört, ist auf ewig verdammt! Eine andere Gemeinde, die mit einer Verdammnis kein Geschäft mehr machen kann, spricht neuerlich vom Ewigen Tod! stets auf Kosten anderer. Eine Frau kommt zu mir und sagt: ‚Christus ist Michael; und mein kleiner Junge — der bei ihr war —‚ ist Michael!‘ Von Gemeinde Nr. 4 kamen welche und begrüßten mich: ‚Wir wollen Sie bekehren.‘ Da konnte ich mich nicht enthalten sie aufzufordern: Also bitte, fangen Sie an!

Ich lag im Krankenhaus mit einer Frau von Gemeinde Nr. 5 zusammen. Ihr Mann war Prediger. Gleich am Tag nach meiner Entlassung kam er und sagte, ich solle umkehren. Ich fragte: Wohin? Da ich an meinen Heiland glaube, müßte ich mich ja von Diesem wenden und das könne der Herr Prediger wohl kaum verlangen. Da kam‘s heraus: Zu seiner Gemeinde; bloß bei ihnen würde ich einst selig.

Diese Beispiele können uns genügen, um die Gefahr völliger Zersplitterung der Christenreligion zu sehen. Solche Wirrnisse gab es in der Urgemeinde auf der Höhe nicht. Sie stand im unmittelbaren Verkehr mit Gott und pflegte eine gesegnete Gemeinschaft.

Heute sucht man aus dem toten Punkt die Stütze. Wie man einst die Satzung über das Gesetz erhob, so heute einen Lehrsatz über freie geistige Entwicklung. Doch es steht geschrieben: ‚Der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig‘ (2. Kor. 3, 6). Um diesen lebensvollen Geist sollten alle Christen einmütig ringen, wie einst die Pfingstgemeinde zu Jerusalem. Schadet‘s denn, so jemand katholisch, der andere evangelisch ist, wenn doch beide besten Willens ihrem Schöpfer dienen? Solche Basis bringt die Einigung.

Es gibt keinen Grundtext, der von bleibender Verdammnis spricht. Gott ist ein ‚Gott ewiger Erbarmung!‘ Wohl mag jeder inne sein, daß Böses eine Strafzeit nach sich zieht. Diese kann sehr lange währen, wo das Prädikat ‚ewig‘ anzuwenden ist. Ein Beispiel: Jemand, der mit viel Schmerzen schlaflos eine ganze Nacht verbringt, wird diese wie eine Ewigkeit empfinden. Da schleichen förmlich die Sekunden. Viel bitterer aber drückt die Seelen- und Gewissensqual.

Wer hat die Qual geschaffen? Gott? O nein! Er läßt sie zu, um die Seele zu erretten, wenn sie selbst nicht zu Ihm kommt. Können andere über ihre Nächsten es verhängen? Noch viel weniger! Jede Qual kommt aus uns selbst, wenn wir nicht nach Gottes Liebe handeln!, nicht ein Glied der ‚Gemeinde aus dem Geiste Gottes‘ sind.

Diese Gemeinde ist nicht irdisch. Als Glied kann jeder seiner Kirche treu verbleiben, sofern er nicht am Dogma hängen bleibt. Gemeindeglied wird jedermann vor Gott, der CHRISTI Bergpredigt lebenswahr gestaltet. Wir sollen nicht verdammen, sondern lieben; nicht zerstreuen, sondern sammeln; nicht uneinig sein, sondern uns ergänzen; nicht über andere erheben, sondern in der Demut bleiben.

Wer sich über andere erhebt, baut sich selber seinen Fall! Wer aber auf den Vater schaut, auf unsern Heiland und Erlöser, bei dem allein Vergebung ist, der liebt Ihn in der Ehrfurcht und mit Anbetung. Es ist wahr: Wo die Ehrfurcht stirbt, hat man zuvor die Liebe begraben! Mit dieser Liebe kann man alle lieben, auch die Verlorenen und Abgeirrten, die Gottes Bündnis für sich selber aufgehoben haben. Aber deshalb ist Sein Bund noch lange nicht zerbrochen. Wer braucht denn unsere Liebe mehr als die armen Hingefallenen?

Der höchste Einsatz ist das Fürbittgebet. Wenn wir auch damit dienstbar seien, so sind wir Glieder der Gemeinde aus Gottes Geist. Sie existiert im Reich des Lichtes und — in unsern Herzen. Das Ziel ist jetzt schon anzustreben, um abermals die heilige Gemeinde aufzubauen; es ist höchste Zeit, um uns diesem Ziele zuzuwenden.

Vielleicht sagt man: Das wird irdisch nie erreicht. Ja — traurig wahr! Aber nur aus jenem Grund, weil die gesamte Christenheit die schreckliche Gefahr, die sie bedroht, sehr mangelhaft erkennt. Man sucht beim Nächsten, und vergißt, sich selber zu betrachten. Aber wäre sie so eines Sinnes, wie die Urgemeinde in der alten Zeit, wie die Pfingstgemeinde in Jerusalem, so sagte ich, ohne je Prophet zu sein: Am Christentum zerbräche alle Welt!

Vorläufig sieht es gegenteilig aus, und wird solange bleiben, wenn nicht über alle Führenden der Kirchen und Gemeinden eine gute Einsicht kommt. GOTTES Geist der Gnade, Liebe und Barmherzigkeit muß das Ruder übernehmen! Mich erfüllt die Uneinigkeit der Christenheit mit größter Sorge; zumal das gegenseitige Verdammen ‚aus dem Motiv der Lehre Jesu‘! — Das kann ja gar kein gutes Ende nehmen.

Wachen wir doch endlich auf! Fangen wir in unserm kleinen Kreise an, halten wir uns an die Liebe Jesu. ER, der Heilige, bleibe uns vor Augen und im Herzen. Dann fällt keinem schwer, sich im wesentlichen von der Welt zu lösen, ohne ‚weltfremd‘ zu sein. Zweitens mag noch gelten: sich nicht an das Dogma, an den Lehrsatz halten, sondern nur an Gottes reines Wort, wie wir es empfangen haben.

Wer das tut, wird merken, wie es mit ihm eine um die andere Stufe aufwärts geht, die Himmelsleiter hoch. Dann braucht er weder einen alten oder neuen Bund, er steht fest im Gnadenbunde Gottes, in des Vaters zeitlosem Heil, das aus Seinem Worte kommt. Und es strömen von ihm aus die Wasser himmlischer Lebendigkeit; dann ist auch er ein Licht auf Gottes Hochaltar, ein Funke Seiner Sonne.

Wir Neuoffenbarungsfreunde sollten uns bemühen, dieses Ziel anzustreben. Der Grazer Boden ist ein guter, von wo aus der ewig-alte Strahl wieder neu hinausfließen kann in Raum und Zeit. Hier lebte Jakob Lorber, ein Glied der Gottes-Geist-Gemeinde, sonst hätte er das gewaltige Werk nicht aufnehmen und wiedergeben können, wie es geschah. Mit ihm noch manche, die große Sonnenfunken Gottes sind. Wir aber wollen uns bescheiden; es bedarf nur etlicher Großer, dazu die Menge, wie sie Lukas nennt. Gehören wir der Gott-Gemeinde an, dann haben wir im Herzen unseres Vaters den besten Platz.

Baut hier auf dem gesegneten Ort die Lichtgemeinde auf; helfet mit, das Evangelium zu retten, auch die Kirchen, die die Christenheit noch braucht. Fördert unsere Offenbarung, die der Herr aufs neue gab. Zündet alle Kerzen an, damit Gottes Wort auf unsrer arm gewordenen Erde wieder leuchten kann. Laßt uns in Gemeinschaft aus dem Geiste Gottes Seine Kinder, Seine himmlische Gemeinde werden.

Amen

Anita Wolf, Vortragsmappe