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Demut (wie der Herr Sein Reich gründet) 423

Administrator Beiträge: 5386 Forumgründer *****
Demut (wie der Herr Sein Reich gründet)
« am: Januar 22, 2013, 09:33:49 Vormittag »
[h3]Demut (wie der Herr Sein Reich gründet)[/h3]
No. 45. Vaterbriefe, 8. Heft


„Wahrlich Ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehret zu sehen das ihr sehet, und haben’s nicht gesehen; und zu hören das ihr höret, und haben es nicht gehöret!“ (Matth. 13, 17.) (Vergleiche in Nr. 4 unserer Schriften § 322.)


Liebe Kinder!

Diese Worte kann man auch auf die drei Weisen aus dem Morgenlande anwenden; denn auch ihnen wurde das Verständnis der Sprache der Entsprechungen gegeben, und das wahre Geistesauge. Sie fühlten die Finsternis, die unter der Menschheit in Beziehung des Glaubens an einen Gott herrschte, und beteten zu dem Gotte, welcher ihnen durch die Stimme ihres Herzens bekannt war. Vertrauensvoll warteten sie auf den Tag ihres Herrn, oder auf die Zeit, wo dieser Gott Sich ihnen deutlicher zeigen werde; ihr denken und Wünschen war auf dieses Ziel gerichtet, und darum war auch ihr Leben wie ihr Wandel sehr gewissenhaft.

Sie prüften sich stets ernstlich, ob sie solch hoher Ehre wohl würdig sein; darum durften sie Teil nehmen an Meiner Geburt, und sich mit den leiblichen Augen überzeugen, dass ihr Innewerden ein göttliches und wahrhaftes war, und also erkannten sie im Kinde zu Bethlehem den großen Welterlöser, nachdem sie zuvor noch auch in der Tat ihren Glauben bestätigt hatten, durch die beschwerliche mühevolle Reise, welche zur selbigen Zeit noch weil weit größere Anstrengungen erforderte als heutzutage; allein die volle Überzeugung, das zu finden, wonach sie sich schon lange sehnten, gab ihnen Mut und Kraft es auszuführen. Sehet, so waren zur Zeit Meiner Geburt da und dort Herzen vorbereitet zu Meinem Empfange. – Nun aber sollet ihr einen Blick tun auf die jetzigen Zustände, wo Mein Erscheinen abermals erwartet wird, und ihr werdet erkennen, dass abermals dasselbe mehr materiell ersehnt und darum nicht verstanden wird, sogar von Solchen, die sich für Meine Auserwählten halten, weil auch diese oft mehr ihre leibliche Armut betrübt, als ihre Geistes-Armut, und sie daher lieber auf eine natürliche Erlösung hoffen, denn sie harren von einer Nachtwache zur andern, während Ich vor der Türe stehe und um Einlass anklopfe.

Es ist nun gleichfalls, wie einst, wo die Juden meinten ihren erhofften König aus einem Palast zu erhalten, und von einer Bethlehems-Hütte nichts wissen wollten, wo ein Ochsenkarren Meine leiblichen Bedürfnisse herbeiführte. Und so ist leider, trotz aller geschichtlichen Erfahrung und so vieler Belehrungen, auch unter Meinen Nachfolgern die Hoffnung vorherrschend – Ich komme hoch zu Roß, stolz erhaben werde Mein Auftreten sein; mit großem Verstand und großer Macht, gleichwie ein Krieger soll Ich Mich zeigen, und alles zertrümmern, was unscheinbar vor ihren Augen, aber oft groß vor Mir ist, während Ich doch in stiller Demut Mein Friedensreich einführen möchte!

Ihr sehet daraus, wie nötig es ist, dass Ich abermals wie bei den 3 Weisen Meine Diener beauftrage, auf die Erde hernieder zu steigen, um die Herzen von Meiner Liebe zu belehren und sie zu beeinflussen; *) daher Ich auch Selbst nun an vielen Orten direkt Meine Wahrheit wieder kund gebe, und sie niederschreiben lasse, um auf diese abermals sehr unscheinbare Weise Mir Eingang zu verschaffen. Und wenn Ich so aufgenommen werde, so kann Mein Erscheinen nur ein allmähliches und nur Solchen sichtbar sein, welche sich bestreben, über materielle Wünsche sich zu erheben, und den Wert der geistigen Güter und Wahrheiten höher zu achten. Diese werden Meine (väterlich-kindliche) Sprache verstehen und Meine Stimme hören (erkennen); also ebenfalls im Geiste erschauen, wie dort die 3 Weisen aus dem Morgenland, an welcher Stelle Ich Mich niederlasse.

Solche gleichen den suchenden Weisen, welche zwar zuerst beim Herodes nach Mir forschten, also in glänzender Pracht, und erst als sie Mich dort nicht fanden, durch den Stern nach Bethlehem geleitet wurden. Ebenso suchen nun Viele zuerst durch den Verstand, und erst wenn sie Mich so nicht finden, dann kommt ihnen Mein (neues) Wort zu Hilfe, und weist sie an, in ihrem Herzen eine Stätte für Mich zu bereiten! So ziehet auch ihr mit den 3 Weisen, und lasset euch die Anstrengung dabei nicht verdrießen, bis ihr Mich gefunden habt; ist auch der Weg lang, der Stern (das Wort) leitet euch sicher, und ein freudiges Erschauen wird einst euer Lohn sein!

Amen.

*) Hinweis auf den reinen christlichen Spiritismus. No. 25. D. Hsg.