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Geistesgaben - Grund und Zulassung von deren Verunreinigungen 423

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Geistesgaben - Grund und Zulassung von deren Verunreinigungen
« am: Juni 13, 2013, 02:21:54 Nachmittag »
Aus: Das Große Evangelium Johannes - Band 3 / 113. Kapitel — Die Zukunft der reinen Gotteslehre

   07] Siehe an einen Regentropfen! Kein Diamant könnte reiner sein als so ein Regentropfen; sowie er aber den Boden der Erde berührt, ist es mit seiner Reinheit schon gar!
   08] Geh auf einen Berg, und du wirst dich über die Reinheit der Luft nicht genug verwundern können; siehe aber hinab ins Tal, und du wirst in der Reinheit zwischen oben und unten einen großen Unterschied finden!.
   09] Wie rein fallen die Schneeflocken aus den Wolken! Siehe den früher so blendend weißen Schnee nach zwei Monden an, und du wirst ihn schon sehr bedeutend schmutzig finden!
   10] Siehe an den Wind, wenn er von der Höhe in die Täler herabweht, wie sehr er gleich durch den lästigen Staub getrübt wird, und sogar die Sonne und der Mond und die Sterne verlieren viel von dem Glanze, wenn sie sich dem Horizonte nähern; ja, selbst der Lichtstrahl der Mittagssonne wird oft nur zu leicht und zu sehr durch die Dünste der Erde getrübt, so daß man am Ende die ganze Sonne trotz ihres allerhellsten Lichtes nicht mehr insoweit sehen kann, daß man mit einiger Sicherheit sagen könnte: Siehe, hier oder dort steht sie!
   11] Und so geht es auch stets mit allen Geistesgaben aus den Himmeln; mögen sie in ihrem Entstehen noch so rein sein, so werden sie mit der Zeit durch die weltschmutzigen Interessen dennoch also getrübt wie alles, was Ich dir soeben gezeigt habe.
   12] Und so wird es wohl auch dieser Meiner allerreinsten Lehre ergehen; da wird kein Häkchen unbekrittelt und unbenagt verbleiben!
   13] Den Tempel, den Ich nun aufbaue, werden sie ebenso zerstören, wie in nicht gar zu ferner Zeit die Römer den Tempel zu Jerusalem zerstören werden, wo kein Stein auf dem andern bleiben wird!
   14] Aber diesen Meinen Tempel werde Ich wieder erbauen; aber den steinernen zu Jerusalem nimmer! Aber um das alles kümmere du dich nicht: denn Ich weiß um alles, und warum es also geschehen muß!
   15] Denn sieh, kein Mensch achtet das Licht am Tage und die Wärme im Sommer für etwas; wenn aber dann kommt die Nacht, dann wird das Licht teuer, und man lernt die Wärme erst im kalten Winter schätzen.
   16] Und ebenalso geht es auch mit dem geistigen Lichte und mit der geistigen Wärme. Wer im Freien umherwandelt, der achtet der Freiheit kaum; wenn er aber gefesselt im Kerker schmachtet, oh, da weiß er erst, welch ein großes Gut die Freiheit ist!
   17] Und siehe nun, du Meine allerliebste Helena, darum werden denn auch Trübungen alles Reinen zugelassen, auf daß der Mensch erst in größter Trübsal den Wert des reinen Lichtes kennenlernt!
   18] Kommt dann in der großen Nacht das reine Licht wieder zum Vorschein, so wird bald alles, was da atmet und lebt, sich zum Lichte hinziehen, wie im Winter der Lieblosigkeit der Menschen sich bald alles um ein warmes Herz wird zu lagern beginnen, gleichwie die von der Winterkälte durchfrorenen Armen um das angemachte Feuer eines Kamins.
   19] Das aber sage Ich nur dir und noch wenigen andern. Dies behalte aber ein jeder bei sich und trage es nicht weiter aus; denn in diesem besteht Meine Lehre nicht! Ich habe es dir, du lieblichste Helena, nur gesagt zu deiner eigenen Beruhigung; aber einen Dritten soll das wenig oder gut nichts angehen! Für alles das notwendige Äußere wird schon von Mir aus gesorgt, und es genügt für jeden Menschen, so er nur sorgt für die Reinigung des höchst eigenen Herzens; ist das in der Ordnung, so wird dann schon auch alles Äußere wie von selbst in die beste Ordnung kommen. -