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Äußere Armut - treue Nachfolge - innerer Reichtum 402

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Äußere Armut - treue Nachfolge - innerer Reichtum
« am: Juli 23, 2013, 08:21:23 Nachmittag »
Vaterbriefe Band 1 / "Des Menschen Sohn hat nicht - wo Er Sein Haupt hinlege."

141. - 8. November 1879
 
Liebe Kinder!
Wenn Ich euch mit Kindern Gottes zusammenführe, so wie es Meine Weisheit für gut findet, daß noch viele, welche Mich schon lange in der Stille gesucht haben, in euch Gleichgesinnte erkennen lernen, durch Meine direkten Worte, welche ihnen zugeführt werden sollen, so werden sie euch meistens mitzuteilen haben, wie sie von Meiner Gnade durch Leiden aller Art zu solchem Verlangen nach Mir angetrieben worden sind.
 
Viele von solchen sind noch jetzt in sehr dürftigen Lagen; denn wie Ich euch schon öfters mitgeteilt habe, daß auf dem Kreuzeswege Meine Kinder am sichersten zusammentreffen, so will Ich auch heute ein Motto geben, das euch klar machen soll, wie auch Ich für Mich Selbst die Armut am geeignetsten fand, Meine Aufgabe zu lösen.
 
Darum sagte Ich zu einem von Meinen Nachfolgern, welcher sagte, ich will Dir folgen, wo Du hingehst (Luk, 9, 57.58): "die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, wo Er Sein Haupt hinlege."
 
Ich wollte unter den Füchsen solche Menschen bezeichnen, die durch ihre List vieles sich anzueignen verstehen, und sorgenlos in ihren Gruben oder in ihrem erbauten Wohlstand sich bergen, und bloß einen Ausfall zu machen verstehen, wenn es eine Beute gibt. "Die Vögel unter dem Himmel" sind hier solche Menschen, welche sich über andere emporzuschwingen verstehen, und dadurch ein sicheres bequemes Leben sich verschaffen.
 
Ganz anders gab Ich den Meinen ein Beispiel; Ich hatte nicht, wo Ich Mein Haupt niederlegen konnte, weil Ich es (eigentlich) so wollte, daß der Mensch kein materielles Eigentum besitzen, sondern in allgemeiner Geschwisterliebe die Erde als Haushalt eines großen Vaters betrachten sollte, Welcher reich genug ist alle Seine Kinder zu versorgen!
 
Die Anordnung war (leider) schon bei Meinem Erdenwandel gänzlich aufgehoben, denn die Pharisäer und Schriftgelehrten trieben die Habsucht aufs Höchste, doch war zu selbiger Zeit bei dem Volke wenigstens noch das Gesetz heilig gehalten, dem Jehova Opfer zu bringen, sie bezahlten oft sehr große Tribute und es war also noch besser als jetzt!
 
Meine ersten Nachfolger erkannten hierin Meinen Willen, und folgten Mir nach, ihre äußern Verhältnisse waren dazu ganz geeignet, die großen Verfolgungen machten es nötig, hilfreich allen durch Mich miteinander Verbundenen zur Seite zu stehen, und durch diese Ausübung der (Nächsten-) Liebe in der Tat wurde es Mir möglich, mitten unter ihnen zu weilen, so daß Ich sie ganz mit Meinem Geiste erfüllen konnte, und sie durch die inwohnende Kraft alles für Schaden achteten, was nicht von Christo ihrem Heiland handelte.
 
Mit der größten Verleugnung und ohne Grauen gingen die Mir Nachfolgenden oft dem qualvollsten Tode entgegen, auch sie vergöttlichten ihre Natur um des Vaters willen, und sind deshalb Meine wahren Nachfolger geworden, wie Ich es schon in den obigen Worten sagte, was sie verleugnen müßten.
 
Jetzt ist die Zeit ganz bar solchen Sinnes, viele Menschen spotten sogar, wenn noch Einzelne im Namen Gottes etwas Gutes tun wollen, denn es ist dies die Zeit des großen Abfalls, wo um Meinetwillen so wenig geschieht.
 
Ich lasse gerade Meine Kinder oft in sehr betrübte Lagen kommen, damit sie das Mitleid der Weltkinder erregen, und diese auf sie aufmerksam gemacht in Verkehr mit denselben kommen sollen; aber leider tragen Meine Kinder eben auch selten ihre Armut mit dem Vertrauen zu Mir, wie Ich es wünsche und wie es für sie zu großem Segen gereichen würde, sie vergessen, daß in diesen Stücken Ich als Beispiel voran ging, und sie darum still und ruhig Meine Liebe und Weisheit darin erkennen sollten.
 
Darum, will Mir Jemand nachfolgen, so gedenke er der Worte, welche Ich Meinen Jüngern sagte, und prüfe, wie weit ihm die Nachfolge möglich ist in dem Standpunkte, in welchem er sich gerade befindet, wenn er diesen Entschluß faßt; ich will ihm dann schon Selbst die Haken aufdecken, welche ihn noch zu sehr mit der Welt festhalten, wenn er sich Mir übergeben hat, nur soll er Mir nichts vorheucheln wollen, denn Ich weiß, wenn er seine Hand an den Pflug legt, ob er noch zu viel Weltsorgen in sich birgt.
 
Also gedenket eures Herrn und Lehrmeisters auch in der äußern Armut als treue Nachfolger,  so wird sich der innere Reichtum bei euch von Tag zu Tag vermehren. Amen!