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Wink zum Ausgleich zwischen Arm und Reich 323

Administrator Beiträge: 10834 Forumgründer *****
Wink zum Ausgleich zwischen Arm und Reich
« am: Juli 23, 2013, 08:26:32 Nachmittag »
Vaterbriefe Band 3 / 440. - 15. Februar 1885  Wink zum Ausgleich zwischen Arm und Reich

Jenseits. „Es war aber ein Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand u.s.w.  (Luk. 16, 19 ff.)


Liebe Kinder!

Dieses Gleichnis vom reichen und armen Manne ist dasjenige, welches die Menschen noch am meisten vor der Sünde abschreckt. Ich habe dasselbe so gegeben, dass es ganz nach dem Erkenntnis zustande der damaligen Juden denselben fassbar war; denn sie waren gewöhnt von göttlich geistigen Dingen Alles in einer natürlichen Darstellung zu erhalten; denn das niedere Volk war an geistiger Erkenntnis ganz verarmt, durch die schlechte Leitung der Priester.

Ich musste deshalb Meine Lehre so einrichten, dass es ihnen möglich war dieselbe zu verstehen; aber in die gleichen Worte ist durch Meine Weisheit noch ein tieferer Sinn von geistiger Bedeutung gelegt, dessen Verständnis aber Denen vorbehalten bleibt, welche geistig streben, und weil dieses Streben nur durch die Liebe zu Mir kann hervorgerufen werden, so stehen dieselben in der Liebe zu Mir, und Mein Geist erleuchtet sie, und führt sie in alle Wahrheit; während Solchen, die Mein Wort oft bei einer Handlung anwenden, wobei ihr natürliches Interesse der Beweggrund ist, und sie sich dabei mit Worten aus der h. Schrift zu bedecken suchen, dieses ihnen zum Gerichte wird.

So geht es heutzutage mit dieser Erzählung; die Armen drohen den Reichen öfters mit der Verdammnis, ohne die Liebe und ein gerechtes Urteil dabei walten zu lassen; sie bedenken nicht, dass der wahre Reichtum in der Liebe besteht, und dass sie also selbst arm sind; auch glauben sie dabei, ihre äußere Armut berechtige sie den Himmel beanspruchen zu dürfen. Es wären aber diese Worte gegen Meine Liebe und Lehre, so dieselben nicht im Zusammenhange mit geistiger Bedeutung stehen würden, hier aber will ich euch einen Gegenbeweis für Solche zeigen, welche sich auf diese Worte berufen, um dadurch den Glauben an die Verbindung der Geisterwelt mit den Menschen als eine Unwahrheit darzustellen. (Hört ihr Theologen!) Es heißt (V. 23.): „Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf, und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoße, rief und sprach: Vater Abraham“ u.s.w.; nun aber heißt es (V. 25.); Abraham sprach:

„Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Erden-Leben“ u. s. w.; hier ist der Verkehr der Geister nicht nur genau angedeutet, sondern auch deren Zustände, und wie sie zur Erkenntnis und zu etwas Besserem geführt werden. Und wenn Abraham von einer Kluft redet, so besteht dieselbe nicht in einer Örtlichkeit, sondern die Scheidenwand bildet der geistige Zustand der Seelen, welcher ihre Sphäre bildet, wo eine Annäherung nur durch die Liebe möglich ist. So ist die Ordnung ja schon auf Erden, dass die Menschen erst durch die Liebe geistig sich verbinden, und also etwas Geistiges gemeinschaftlich wirken können; wenn diese Liebe aber fehlt, so ist die Arbeit von Mir aus nicht gesegnet. Die Lieblosigkeit gegen seine Mitmenschen machte dem Reichen Qual, und er wollte nun seine Brüder auf Erden davor warnen lassen.

Sehet, mit dieser Bitte macht er den Anfang zur Umkehr; denn es war ein Akt der Liebe für seine Brüder, und bevor diese sich in ihm regte, war eine starke Kluft zwischen dem reichen Manne und Lazarus. Darum lasset die Liebe gegen eure Mitmenschen walten, auf dass die Kluft, welche (die göttliche Ordnung ist und) Gutes und Böses trennt, durch die Liebe überbaut werden kann; doch diese Liebe muss ihren Ursprung haben in der Liebe zu Mir, nur um Meinetwillen soll es geschehen. Ist sie also beschaffen, so kann sie Wunder wirken auch gegen die Hölle; besteht dieselbe aber aus allerlei natürlichen Beweggründen, so werde Ich dieselbe durch allerlei Mittel zu reinigen suchen, auf dass sie tüchtig gemacht wird, das Himmelreich sich zu erwerben. Wer nicht in der wahren göttlichen Liebe sich ausbildet, der ist nicht geschickt zum Reiche Gottes. 

Amen!