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Es kommt einmal alles von Gott, Glück und auch Unglück, Armut und Reichtum 1113

Administrator Beiträge: 10837 Forumgründer *****
Es kommt einmal alles von Gott, Glück und auch Unglück, Armut und Reichtum
« am: Juli 23, 2013, 08:44:40 Nachmittag »
Himmelsgaben - Band 3 / Sprüche der rechten Lebensweisheit, 2. Januar 1855.

[HiG.03_55.01.02,01] Dem lieben jungen Sohne sage, daß Ich es ihm sagen lasse, daß er die nachfolgenden Sprüche der rechten Lebensweisheit recht frohen Herzens wohl und öfter überdenken solle, so werden ihn seine Herzbeklommenheiten bald für immer verlassen. – Ja, er soll nach und nach die folgenden Sprüche sogar auswendig lernen, damit er sie stets bei der Hand habe, wann er ihrer benötige.

[HiG.03_55.01.02,02] Die Sprüche aber lauten:

[HiG.03_55.01.02,02.a] 1. / Mein Sohn, stecke dich nicht in mancherlei Sorgen; denn wo du dir mancherlei vornimmst, wirst du nicht viel gewinnen. Wenngleich du fest danach ringst, so erlangest du es doch nicht, und wenngleich du hier und da flickest, so kommst du doch nicht heraus.

[HiG.03_55.01.02,02.b] 2. / Mancher läßt es sich sauer werden und eilet zum Reichtum (materiell oder wissenschaftlich, das ist gleich) und hindert sich nur selbst daran. Dagegen tut mancher gemach, der wohl Hilfe bedürfte und dazu schwach und arm ist; aber den siehet Gott an in Gnaden und hilft ihm aus dem Elend und bringt ihn zu Ehren, daß sich dann seiner viele verwundern.

[HiG.03_55.01.02,02.c] 3. / Es kommt einmal alles von Gott, Glück und auch Unglück, Leben und Tod, Armut und Reichtum.

[HiG.03_55.01.02,02.d] 4. / Den Frommen gibt Gott Güter, die da bleiben, und was Er bescheret, das bleibet immerdar.

[HiG.03_55.01.02,02.e] 5. / Mancher karget und spart und wird dadurch auch reich und denkt, er habe etwas vor sich gebracht und spricht: Nun will ich ein gut Leben haben und will essen und trinken von meinen Gütern! – aber er weiß nicht, daß sein Stündlein gar so nahe ist, in dem er sterben und alles andern, die nichts gearbeitet haben, wird überlassen müssen.

[HiG.03_55.01.02,02.f] 6. / Bleibe du in Gottes Wort und übe dich darin und beharre in deinem Berufe und lasse dich nicht beirren, wenn du die Kinder der Welt siehst nach allerlei Gut trachten.

[HiG.03_55.01.02,02.g] 7. / Vertraue du allein auf Gott und bleibe bei deinem Stande; denn es ist Gott ein gar leichtes, einen Armen geistig oder materiell reich zu machen.

[HiG.03_55.01.02,02.h] 8. / Gott segnet allzeit der Frommen Güter, und wenn die rechte Zeit kommt, gedeihen sie.

[HiG.03_55.01.02,02.i] 9. / Sprich nicht: Was hilft es mir, und was habe ich unterdessen? Also sage auch nicht: Ich habe genug, – was kann mir fehlen?

[HiG.03_55.01.02,02.j] 10. / Wenn es dir wohl geht, so gedenke, daß es dir leicht wieder übel gehen kann; und geht es dir übel, so gedenke, daß es dir wieder wohl gehen kann, so wirst du nie übermütig und nie kleinmütig werden. Denn der Herr kann jedem leicht vergelten, entweder schon in diesem und ganz bestimmt aber im andern Leben jenseits des Grabes, wie ein Mensch es sich hier verdient hat.

[HiG.03_55.01.02,02.k] 11. / Macht nicht eine böse Stunde, daß man aller genossenen Freuden vergißt? Jeder Mensch aber wird erst im Absterben des Leibes vollkommen innewerden, wie er und warum er in der Welt gelebt hat. Darum rühme weder dich noch jemand andern vor dem Ende; denn da erst wird es jedem klar, wer er war und wie er seine Zeit verwendet hatte. – Und seine Nachkommen werden manches davon entweder zum Lobe oder zum Tadel der Welt überliefern können.

[HiG.03_55.01.02,03] Diese alle, aber guten und sehr weisen Sprüche überdenke du, Mein Sohn, recht eifrigen und stets freudigen Herzens, so wirst du nie mehr dich irgendeiner bleibend beklommenen Stunde zu beklagen haben. Und was du jemandem in Meinem Namen Gutes tust, das werde Ich dir hier und jenseits tausendfach ersetzen.

[HiG.03_55.01.02,04] Siehe, du hast zuzeiten einen leisen Hang nach einem irdischen Berühmtwerden, und dieser Hang in sich ist dein Feind und quält dich manchmal. Lasse das, denn so Ich es will, kann Ich dich über Nacht berühmt machen, also, daß alle Welt von dir reden wird. Aber was würde es dir nützen, so Ich daran keine Freude hätte?

[HiG.03_55.01.02,05] Übe du daher dich nur stets mehr in der Liebe zu Mir, deinem ewig großen und heiligen Vater, dadurch, daß du nach deinen Kräften dich der Liebe des Nächsten befleißigest und dabei heiteren Gemütes seist, so werde Ich dir auch alles andere geben eher, als du es erwartest.

[HiG.03_55.01.02,06] Rechne aber nicht du selbst stündlich nach, wann es kommen werde, sondern vertraue und stelle dich damit vollkommen zufrieden, daß Ich stets für dich rechne und eine ununterbrochene Sorge trage, dann wirst du heiter sein und alles leicht erwarten.

[HiG.03_55.01.02,07] Das also, Mein lieber Sohn, zu deiner vollen Beruhigung Amen. –