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Das Wesen der Sünde und ihre Überwindung 497

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Das Wesen der Sünde und ihre Überwindung
« am: Juli 30, 2013, 05:54:15 Nachmittag »
Die Haushaltung Gottes - Band 1 / 179. Kapitel — Das Wesen der Sünde und ihre Überwindung

[HGt.01_179,01] Nach dieser kurzen Erinnerung an die Mitanwesenden wartete der hohe Abedam noch eine kurze Zeit, dann aber trat Er hin zum noch auf der Erde auf seinem Angesicht liegenden Kisehel, rührte ihn an und sprach folgendes zu ihm:

[HGt.01_179,02] „Kisehel, erstehe zum ewigen Leben; denn du hast es wahrhaft gefunden!

[HGt.01_179,03] Ich, Abedam Jehova der Ewige, Ich, dein guter, heiliger Vater, bin Selbst zu dir gekommen, um dir aufzuhelfen! Darum erstehe ohne Furcht; denn siehe, Ich habe deine Sünde vertilgt auf ewig darum, weil du Mich mit der Liebe deines Herzens ergriffen hast, wie Mich bis jetzt noch keines von allen Meinen Kindern auf dieser Erde ergriffen hat! Darum also auch erstehe, wie noch keiner erstanden ist! Erstehe, ausgerüstet mit großer Weisheit, die dir geworden ist aus deiner Liebe, und ausgerüstet mit großer Macht, die dir geworden aus deiner Liebe, darum ihr sogar alle leblosen und lebenden Dinge untertan sein sollen, und endlich noch ausgerüstet mit dem ewigen Leben; denn wahrlich, du wirst fürder ewig den Tod nicht schmecken, da du durch die Liebe zu Mir dein Fleisch in allem wahrhaft getötet hast!

[HGt.01_179,04] Wer aber also stirbt, wie du nun gestorben bist in der Liebe zu Mir, und zu dem Ich dann komme und ihn erwecke, wahrlich, der ist nicht erweckt für diese Zeit, sondern zum Leben für die Ewigkeit!

[HGt.01_179,05] Ich sage dir aber: Welcher nicht dir gleich das ewige Leben gewinnen wird, der wird jenseits wohl gar lange warten müssen, bis der große Tag der Löse über die Toten kommen wird!

[HGt.01_179,06] Und also richte dich auf, und richte auch deine Brüder auf und alle deine Kinder, und folge mir dann! Amen.“

[HGt.01_179,07] Als der Kisehel die Stimme und die Worte des Herrn vernommen hatte, da seufzte er tief auf, erhob sich und war völlig betäubt vor überdankbarer Freude, so daß er am ganzen Leibe bebte und nicht vermögend war, ein Wort über seine Lippen zu bringen.

[HGt.01_179,08] Der Abedam aber trat vollends hin zu ihm und rührte ihn noch einmal an und sagte zu ihm:

[HGt.01_179,09] „Ich sage dir: Sei und bleibe fest, und alle Furcht sei auf ewig aus dir verbannt und jegliche Sünde mit der Furcht, ja sogar die Möglichkeit, von neuem zu fallen! Denn was du nun tun wirst, das wirst du tun in Meinem Namen und in Meiner Liebe. Wer aber, was er tut und was er spricht, in Meinem Namen und in Meiner Liebe tut und spricht, wie möglich wäre da wohl an eine Sünde zu denken?!

[HGt.01_179,10] Ich sage euch aber nun, was die Sünde ist und wie jemand sündigen kann, und wie er auch nicht mehr sündigen kann.

[HGt.01_179,11] Das aber ist die Sünde, so jemand in sich einen Trieb gewahrt und ersieht den Vorteil dessen, hascht dann nach dem Triebe und ergreift ihn mit seiner Begierde, verkehrt ihn dann in sein Eigenes und handelt dann, sich selbst nützen wollend. Aus dem Raube eines solchen Triebes, welchen die Eigenliebe in sich begrub, entsteht ein böser Geist, welcher den ganzen Menschen dann durchdringt und verfinstert, daß er dann nicht mehr vermag zu unterscheiden das Wahre vom Falschen und das Gute vom Bösen.

[HGt.01_179,12] So aber auch jemand irgendeinen Trieb in sich verspürt, aber alsbald denkt und bei sich sagt: ,O Herr, ich erkenne, daß Du mich angerührt hast! Der Trieb kommt von Dir, o Vater! Deine unendliche Güte hat sich meiner erbarmt und will mich Unwürdigen festen in der wahren Demut und also in der wahren Liebe zu Dir. O Vater, ich bin nicht würdig, solches zu tun, wie Du es mir durch den versuchenden Trieb zu erkennen gabst! Dein ist alle Macht, Dein alle Kraft, Du allein bist der Herr Himmels und aller Erde. So laß mich nur solches tun, was mir vor Dir, o heiliger Vater, geziemt, nämlich allein kindlich zu lieben Dich! Diesen höheren Handlungstrieb aber nimm gnädig wieder von mir, wie Du mir ihn gegeben hast; denn er ist eine göttliche Kraft! Würde ich armes und noch schwaches Geschöpf und Kind danach handeln, so wäre ich ja ein Wesen, das sich Dir in diesem Punkte gleich fühlen müßte, da ich wirken möchte sogleich mit solcher allein Deiner Kraft, aus welcher zu wirken Dir allein zukommt. Darum nimm Dein Heiligtum von mir Unwürdigem, und laß mich bleiben allein in der kindlichen Liebe zu Dir, o heiliger Vater!‘

[HGt.01_179,13] Sehet, wenn Ich aber solche Demut finden werde bei einem Menschen, meinet ihr, daß Ich dann den Trieb Meiner Kraft von ihm nehmen werde?!

[HGt.01_179,14] O nein, sage Ich euch, sondern Ich werde in ihm den Trieb segnen und ihn, den Menschen nämlich, mit demselben Triebe selbst erwecken zum ewigen Leben! Und so wird denn dann der Mensch durch eben dasselbe Mittel, durch welches er eigenmächtigerseits ein grober Sünder hätte werden können, für ewig lebendig vereint mit Mir und wird dann dasselbe tun können tausendfältig aus Mir heraus, und er wird dadurch nimmer sündigen können; denn was er nun tut, das tut er nicht mehr aus sich, sondern aus Mir heraus!

[HGt.01_179,15] Meinet ihr, daß der Sünder etwas anderes tut als alleinig Meinen Willen?! O Ich sage euch: mitnichten! Nicht ein Haar auf seinem Haupte kann jemand ohne Meinen Willen berühren!

[HGt.01_179,16] Ihr denket euch nun: ,Wie aber kann der sündigen, der da tut nach Deinem Willen?‘

[HGt.01_179,17] Ich habe es euch schon gezeigt, wie die Sünde geartet ist, und setze nun nur noch ein Beispiel zu eurem näheren Verständnisse hinzu:

[HGt.01_179,18] Jemand möchte ergriffen werden bei einer Handlung seines Bruders von einem gewaltigen Ärger, so zwar, daß er darum seinen Bruder gleich dem Cahin töten möchte; doch er besinnt sich schnell und erkennt diesen Trieb, woher er gekommen ist. Aber, daß er solches erkennt, ist noch nicht hinreichend, sondern dieses fremden mächtigen Triebes demütige Erkenntnis wird ihn auch alsbald erkennen lassen, daß nur allein Ich der Herr über Leben und Tod bin. In dieser Erkenntnis wird der also von Meiner Kraft Berührte niedersinken vor Meiner ihm so nahe gekommenen Heiligkeit und wird Mir das Meinige redlichen und überdankbaren Herzens zurückstellen.

[HGt.01_179,19] Ich aber werde dann Meine ihn ergriffen habende Kraft nicht mehr zurücknehmen, sondern ihn mit dieser Kraft segnen und ihn erwecken zum ewigen Leben.

[HGt.01_179,20] Er wird dann hingehen eben auch zu seinem Bruder und wird ihn bekehren, das heißt, er wird seinen Bruder dann für die Welt töten und mit der Fülle Meiner Kraft in ihm ihn wieder beleben zum ewigen Leben.

[HGt.01_179,21] Wer wird da noch behaupten können, daß er da an seinem Bruder gesündigt habe?!

[HGt.01_179,22] Wer aber alsbald nach dem Gewahrwerden des fremden Triebes in sich möchte wie eigenmächtig handeln, obschon er täte nach Meiner Kraft, wäre der nicht ein grober Sünder gleich dem Cahin, der Meine Kraft in sich verkehrt hatte, da er böse ward und erschlug darum seinen Bruder?!

[HGt.01_179,23] Also wird aber auch jeglicher Sünder, wenn er zeitig genug seine Torheit erkannt hat und zu Mir dann voll Reue und Liebe zurückkehrt, wie ein von Geburt aus Gerechter sein, so er dadurch alles unrechtmäßig Geraubte vor Mir wieder niederlegt und sich dann demütigst wieder zu Mir kehrt. Wahrlich Ich sage euch, es werden ihm alle Sünden nachgelassen werden, so ihre Zahl auch gleich wäre der des Sandes im Meere! Es soll ihm nichts genommen werden, und er soll groß werden nach der Größe seiner Reue und Demut und Liebe.

[HGt.01_179,24] Aber dafür auch desto mehr wehe dem Hartnäckigen! – Und so auch, Kisehel, ist alle deine Sünde zunichte geworden, und du bist nun, als hättest du ewig nie gesündigt, da du erkannt hast das Meinige in dir!

[HGt.01_179,25] Darum auch werde nun fest, und folge Mir samt deinen Brüdern zu deinen Kindern! Amen.“

 

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