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Die kluge "aufgeklärte" Menschheit lehnt Gott ab und zerstört sich selbst 354

Administrator Beiträge: 10838 Forumgründer *****
Die kluge "aufgeklärte" Menschheit lehnt Gott ab und zerstört sich selbst
« am: Februar 20, 2015, 09:00:37 Vormittag »
So ist die ganze Welt nun wie ein Maskenball, wo die Maske bei den meisten von dem Wesen des Trägers derselben verschieden ist. Wenn nun die Menschen über die schlechte Welt klagen, so frage Ich: Wer hat sie denn so schlecht gemacht? Ich oder – ihr selbst?
Daher klagt nicht Mich an, Ich bin ein langmütiger Gott, sehe geduldig zu, wie von den höchsten bis zu den niedrigsten Klassen alles einander beherrschen will! Herrschsucht ist das große Laster, welches die Menschen beseelt, und welche sie bei jedem Schritt den Nebenmenschen fühlen lassen wollen.
Umsonst predigte Ich in Meinem Leben die Liebe, die Duldung, die Verzeihung, und sagte ihnen sogar: sie sollten ihre Feinde lieben! In jener Zeit wandten die meisten ihr Ohr weg von solchen Forderungen, und jetzt, wo ihr behauptet, „es sei ein aufgeklärtes Zeitalter“(?), tut ihr etwas anderes?
Diese von Mir gepredigten Eigenschaften hätten ein friedliches Beisammenleben der Menschen erzielt. Jedoch der Mensch mit seinen tierischen Leidenschaften gab sich letzteren mehr hin, er selbst hat sich diese für alle gleich ausgestattete Erde zur Hölle gemacht, aus welcher er sich nicht mehr retten kann, so dass es Mich Mühe genug kostet, einzelne vom gänzlichen Verfall (ins Materielle) abzuhalten!!
Aus diesem wilden tierischen Leben, aus dem alles genießen wollenden Leben ging dann, wie aus der Büchse der Pandora, das Heer von Krankheiten hervor, welche das Kind im Mutterleibe schon mit Fehlern seiner Eltern belastet, wobei es in späteren Jahren die seinen noch hinzufügt!
Seht die ganze Welt an; alles ist (ursprünglich) vollkommen, alles ist so gestaltet, dass es keines Zusatzes, keiner Wegnahme bedarf; wie könnt ihr also glauben, dass Ich das letzte Glied der Erdenschöpfung - euch Menschen - mit Mängeln erschaffen habe! Auch der Mensch war vollständig das, was er sein sollte; er war in Gestalt und Körperbau, sowie an Geistesfähigkeiten so ausgerüstet, dass er stets „der Herr der Erde“ bleiben sollte. Aber das Wort „Herr“ verstand Ich so, wie Ich der Herr der Welt wirklich bin, indem Liebe Meine Haupteigenschaft ist, und nicht wie der Mensch, der ein alles zerstörender, alles vernichtender Herr der Welt sein möchte!
Meine große Welt ist Mir untertan, mit Liebe gehorcht alles gern Meinen Gesetzen (der Liebe); der Mensch aber wollte mit Gewalt die Welt unterjochen. Doch die Welt, dem höheren Gesetz gehorchend, widersetzte, empörte sich und machte dann den Menschen zu ihrem Knecht.
Einst gebot der Mensch den Elementen und der ganzen Materie; aber jetzt ist alles feindlich ihm gegenübergestellt! Die Elemente gehorchen ihm nicht mehr, und beinahe jedes lebende Tier ist des Menschen Feind, weil bei dem (jetzigen) Menschen nicht Liebe, nicht Fürsorge für andere, sondern der schmutzigste Gewinn die Triebfeder all seiner Handlungen ist!
So ist die Welt geworden, was sie jetzt ist. Statt ein Paradies zu sein, wo alles gemütlich leben könnte, und der Austausch von verschiedenen Geistesanlagen das materielle Leben angenehm gemacht hätte, statt dessen ist sie nun ein Tummelplatz, wo Mord und Raub das tägliche Ereignis sind, und wo nur über dem Ruin eines Menschen ein anderer eine Stufe höher steigen will!
O ihr törichten Menschen! Was habt ihr aus Meiner Erde, was aus eurem eigenen Ich gemacht, welches Ich körperlich und geistig nach Meinem Ebenbild geschaffen, indem Ich euch zu Bürgern zweier Welten, der geistigen und der körperlichen (materiellen), gemacht habe?!
Wie Ich einst die Händler und Verkäufer mit der Geißel aus dem Tempel jagte, indem Ich ihnen zurief: „Wie, ihr wollt Meinen Tempel zu einer Mördergrube machen?“, ebenso sollte Ich dieses verkommene Geschlecht von der Erde hinwegfegen; denn auch es hat diese Erde zu einer Mördergrube umgestaltet, wo auf der einen Seite materieller Mord und Raub nichts schonen, und auch auf der andern Seite geistig gemordet wird, soviel es nur erlaubt ist.
So sollte Ich als gerechter Gott, als Herr Meiner Schöpfung verfahren, wäre Ich nicht der Gott der Liebe, hätte Ich nicht die Willensfreiheit bei allen Meinen Geister-Wesen obenan gestellt, da Ich „liebende Kinder“ und keine Sklaven erziehen wollte!
So lasse Ich euch Menschen eben fortwirtschaften gegen alle Meine Gesetze, lasse euch einen dem andern das Leben verbittern, bis das Maß voll ist, und ihr im eigenen Schlamm der Leidenschaften erstickt! Mir bleibt es immer vorbehalten, selbst alle Missstände, alle Unglücke zu Meinen Zwecken zu benützen.
Wer auf dem sanften Pfad der Liebe den Weg zu Mir nicht suchen will, der muss durch Unglück aus eigenem Verschulden dann klüger werden. Bei Tausenden und aber Tausenden von Menschen nützt das Predigen nichts. Unglücksfälle aller Art, langwierige Krankheiten, unfreiwillige Opfer usw. müssen sie mürbe machen; trostlos muss ihnen alles erscheinen, die Welt ihnen den Rücken kehren, der Körper seinen Dienst versagen, alle angelernten Religionsformeln sich als unhaltbar erweisen, bis sie endlich ernstlich anfangen, über ihr eigenes Ich, ihre allenfallsige Mission auf Erden, über die materielle Welt etwas kühler nachzudenken, um eine Ahnung zu haben von dem, was außerhalb von ihr liegt!
Dann erst sind sie fähig, etwas Ernsteres, etwas mehr Haltbares anzunehmen, wenn sie den Becher der materiellen Vergnügungen bis zum Grunde geleert und noch einen andern voll von bitteren Erfahrungen und Enttäuschungen als Zugabe erhalten haben.
So bin Ich gezwungen, diese Welt und diese Menschen zu erziehen, die Mein eigenes Gut sind, deren geistiger Funke, aus Mir genommen, Mir wieder zurückgegeben werden muss So müssen die Menschen auf verkehrtem Wege dahin kommen, wohin Ich sie bestimmt habe, und so rechtfertigen sich alle Klagen derselben, wenn sie über dieses „Jammertal“ des menschlichen Lebens losziehen, welches sie sich selbst zubereitet haben, es selbst gewollt haben, und wofür sie natürlich nun auch die Folgen tragen müssen.
So, wie Ich in dem vorhergehenden Wort bewiesen habe (Kapitel 28, „Die Schattenseiten der Natur“, HH), dass nicht alles so schwarz ist, wie ihr es gern sehen möchtet, sondern alles an seinem Platz perfekt und nicht anders sein kann, ebenso suche Ich auch hier zu erklären, dass – wenn in dem Tierreich und in der ganzen Anordnung des tellurischen (irdischen) Lebens eine Ordnung herrscht, wo bis auf den heutigen Tag jedes Ding wie jedes lebende Wesen noch immer den Zweck erfüllt, zu dem es einst von Mir geschaffen wurde – also die Schattenseite des materiellen Lebens gerade das Gegenteil ist und sein muss; denn dort ist gebundenes, instinktmäßiges, und hier ungebundenes, freies Leben, wo der Mensch die von Mir bezeichneten Wege nicht eingehalten hat, und ebendeswegen auch bezahlen muss, was sein freier Wille ihm bereitet hat.
In allen euren Staaten, in allen euren Zeitungen wird fortwährend geschwärmt für „Fortschritt“, und „Freiheit“ ist das große Wort auf allen Lippen. Aber so wenig wie die Menschheit diese Freiheit versteht, ebenso begreifen auch die Völker nicht, dass zwischen absoluter und gesetzmäßiger Freiheit ein großer Unterschied ist. Die Marktschreier in euren Zeitungen wollen noch immer „mehr Freiheit“, wollen keine Schranken, keine Gesetze, und doch begreifen diese Schwachköpfe nicht, dass, wenn sie auch alle erdenkliche Freiheit zum Handeln hätten, die auf dieser Welt möglich ist, sie doch nicht zufrieden wären, weil sie den Geist, den Ich in die Seele des Menschen legte, nicht kennen, nicht zu würdigen wissen!
Diese Freiheit, die alle Menschen träumerisch suchen, geht weit über die Materie hinaus, dorthin, wo nur geistig alles webt und lebt. Diese Freiheit des Denkens und Handelns ist der ewige Impuls, der ein immerwährendes Fortschreiten verlangt und nur darin sein Leben und seinen Zweck erkennt.
Glaubt denn ihr kurzsichtigen Menschen, dass Ich, ein Geist ohne Anfang und ohne Ende, Herr einer unermesslichen Schöpfung, euch diesen Funken Meines Ich für dieses kurze Erdenleben nur gegeben habe, wo Milliarden von Menschen nicht wissen, wie sie in dasselbe gekommen und wie sie aus demselben gegangen sind? Glaubt ihr denn, dass dieser Geist sich mit solchen Errungenschaften begnügt, die ihr hier auf Erden erreichen könnt, oder dass sein Drang im Jenseits sogleich gestillt wird?
Zu was denn ein unendliches Leben, wenn es mit ein paar Momenten Erdenlebens und einigen Spannen in den Sphären des Geisterreichs abgetan wäre?
Nein, der Drang der Freiheit, des freien Willens, den Ich in alle Geister legte, hat eine geistige und weit tiefere Bedeutung; doch ihr müsst diese Freiheit als eine Meinem Willen untergeordnete annehmen, wo nicht Zwang, sondern Überzeugung, dass nur so und nicht anders vorwärts geschritten werden kann, alle Geister beseelt und leitet. Denn da Ich der vollkommenste Geist bin, so kann keine Meiner Anordnungen anderes als den Stempel der Ordnung tragen!
Diese Freiheit hat in ihrem Wirkungskreise keine Grenzen.
So erklärt sich die ganze Bewegung in allen Welten; so wird deutlich, was Ich meinte, als Ich den Menschen nach Meinem Ebenbilde schuf; ihr müsst euch mit solchen Gedanken vertraut machen, euch hineindenken und sie fassen lernen, und ihr werdet über allen menschlichen Misszuständen eures gesellschaftlichen Lebens noch eine Sphäre erblicken, wo euer Geist erst die echte Weihe der Wahrheit erhält, wo ihr erst zu lernen anfangen werdet, dass selbst Unglücke und Leiden ihre nützliche Seite haben, da in Meinem Haushalt nichts geschehen, nichts vorkommen kann, das nicht zum allgemeinen Vorwärtsschreiten dienen müsste!
Klagt also nicht über die Kalamitäten des menschlichen Lebens, macht es wie ich: Ich ziehe aus allem Nutzen für den Bestand Meines großen Geisterreiches. Was bei Mir Mein Geisterreich, das ist für euch eure Seele, der Komplex eures Ich.
Ich habe euch eben erklärt, dass an allem, was euch auf Erden das Leben sauer macht, ihr selbst schuld seid. Benützt also diese Schule als Aufwecker eures geistigen Lebens, sucht Trost und Ruhe in den Regionen, wohin die Misshelligheiten des menschlichen Lebens nicht mehr reichen, und wie Ich einst zu Meinen Jüngern sagte: „sie könnten Gift essen und auf Schlangen wandeln, ohne dass es ihnen schaden werde“(Lk.10,19), ebenso könnt auch ihr dann, selbst aus den bittersten Ereignissen, die große Lehre ziehen und die Überzeugung in euch festigen, dass dieses Leben zu kurz ist, um den geistigen Reichtum eurer Seele ganz zu entfalten, wo bei unbedingter Freiheit im Jenseits erst ein Wirkungskreis euch eröffnet wird, der jetzt nicht begriffen werden kann.
Alles, was die Welt euch zufügen kann, sollen nur Lehren sein; wenn sie auch bitter sind, doch den Zweck als Lehren sollen sie nie verfehlen! Alles dergleichen zieht von der Welt ab und nach oben hinauf; widersetzt euch diesem Drängen nicht; denn es ist ja nur zu eurem geistigen Wohl!
Wenn ihr einst die Welt im Rücken haben werdet, dann werdet ihr erst erkennen, welch lächerliche Wichtigkeit ihr oft Dingen und Verhältnissen beigelegt habt, die nicht wert waren, euch derentwegen nur eine Minute zu kümmern oder beunruhigen zu lassen...
So soll euch dieses Wort im Unglück aufrichten, wenn ihr traurig in die Zukunft blickt und nicht wisst, was sie bringen wird.
Dass das Gesetz „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!“(Jak.2,8) aus dem Bereich des menschlichen Wirkens verschwunden ist, und nur ein jeder sich selbst liebt, das ist fürwahr nicht Meine Schuld; denn deswegen sind alle Leiden, die aus der Nichtbefolgung dieses Gesetzes erwachsen, nicht Meine, sondern der Menschen Werke!
Bei ihnen beklagt euch, bei ihnen sucht wenigstens in eurer nächsten Umgebung dieses einfache Gesetz auszuüben, und wenn der Erfolg nur im mindesten günstig ausfällt, so habt ihr in dem Bewusstsein, dazu beigetragen zu haben, schon eine Quelle des Trostes und der Ruhe, als Gegensatz der Ungerechtigkeiten, die euch andere Menschen verursachen, welche nur ihren eigenen Interessen folgen!
Sucht euren eigenen Geistesadel zu retten und lasst das andere Mir über! Zum Guten leite Ich alles, um des Guten willen richte Ich auch so viele Worte an euch, um euch wenigstens den Weg zu zeigen, den ihr im Labyrinth der Weltereignisse gehen sollt, um eure Seele zu retten und Meinen in euch gelegten göttlichen Funken nicht herabzuwürdigen. Amen!«

GM, Lebensgeheimnisse, 29. Kapitel

 

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