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13. Diät-Hinweise 132

Administrator Beiträge: 5386 Forumgründer *****
13. Diät-Hinweise
« am: April 19, 2015, 08:30:54 Nachmittag »
J.L. Heilkr S. 11 — Im allgemeinen: Regelmäßigkeit in allem, wie im Essen, Trinken, Schlafen, Baden, Waschen und Ausgehen. Im besonderen: Enthaltsamkeit von allen sauren und gewürzten Speisen und Getränken und besonders von Bier und Kaffee. Wenn noch irgendwo ein reines Gersten- und Hopfenbier zu haben wäre, so wäre davon ein mäßiger Genuß nicht gerade nachteilig, wenn auch nicht eben heilsam, obwohl es nur träge und sehr herabstimmende Spezifika enthält. Aber ein Bier, wie es jetzt fast allgemein verbreitet ist, nährt nicht und löscht nicht den Durst, sondern betäubt nur und ist ein wahres Gift.

Und Kaffee ist beiweitem das schlechteste, was der Mensch sich aus der Pflanzenwelt zu seinem Genusse erwählt hat. Diese Frucht ist bloß für Pferde, Esel, Kamele und Dromedare und dergleichen Tiere auf der Erde geschaffen und belebt dieselben und macht deren Nerven stark. Bei den Menschen aber, die sie genießen, wirkt diese Feigbohne ganz entgegengesetzt; bei ihnen verdirbt sie das Blut ungemein und erhitzt die Genitalien. Und es macht auch nicht leichtlich etwas den Leib — besonders den weiblichen — für eine heilsame Medizin unempfänglicher als eben der Kaffee.

Frische Mehlspeisen (Teigwaren) entweder in einer aus reinem und gesundem Fleisch gewonnenen Brühe oder auch in frischer, guter, nicht zu fetter Milch gekocht, sind — mäßig genossen — allen anderen Speisen vorzuziehen. Es können aber auch — mit Ausnahme von Bohnen und Linsen — andere Lebensmittel wohl genossen werden, zum Beispiel Grütze aus Mais, in Wasser oder Milch, als Suppen oder Brei, gut gekochter Reis als weicher Brei, auch Hirsegrütze in obiger Brühe oder Milch zubereitet. Auch gut gekochtes Fleisch schadet nicht, nur soll es mit gekochtem Obst, Äpfeln, Birnen oder Zwetschgen genossen werden und zwar mäßig, denn das Fleisch enthält Seelenspezifika gröberer und untergeordneter Art. Durch das Obst werden diese gemildert und kommt solche Speise auch den Kranken gut zustatten.

Die seelischen Nährspezifika der genießbaren Kräuter (Gemüse) und Wurzeln (auch der Kartoffeln) sind noch viel unlauterer als jene im Tierfleische, und sind während der Zeit medizinischer Behandlung hintan zu halten.