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15. Zur Frage des Vegetarismus
« am: April 19, 2015, 08:33:34 Nachmittag »
G.M. (v. 12.9.1870) — Eine jede unnatürliche Todesart ist ein gewaltsamer Eingriff in das von Mir organisierte Leben eines Tieres, und so geschieht bei diesem Akte eine Zersetzung einer Menge Spezifika, die beim ruhigen Leben des Tieres gebunden im Körper und Blute desselben schadlos schliefen. Durch den gewaltsamen Tod wird das Blut wie auch das Fleisch des Tieres verändert. Es gehen Prozesse vor, die dann teilweise durch den Läuterungsprozeß des Feuers beim Kochen und Braten aufgehoben, aber nie ganz vertilgt werden, wodurch der menschliche Körper, wenn nicht gleich, doch in der Folge gewisse auftauchende Krankheiten solcher Nahrung zu danken hat, besonders bei Tieren, welche wie die wilden durch Jagen und Ängsten in einer außerordentlichen Aufregung ihr Leben aushauchen mußten.

Ein noch tieferer Grund in Bezug auf das Fleischessen liegt darin, daß die Tiere jeder Art und Gattung ebenso verschieden in der Gemütsart sind wie die Menschen. Denn es gibt friedliche und boshafte, streitsüchtige und gutmütige Tiere. Daß das Fleisch des einen von dem des andern demnach ebenfalls himmelweit unterschieden sein muß, versteht sich von selbst.

Wer also des Fleischessens sich enthalten kann oder dasselbe nur so mäßig als möglich gebraucht, bewahrt sich auf diese Art vor einer Menge geistiger Spezifika oder Elemente, die ein anderer gedankenlos in seinen Magen schiebt. Aber was sein Geistiges betrifft, gewinnt er nur soviel, daß der eine seiner Seele einen gesunden Körper darbietet, während der andere leichter von Krankheiten und Übelständen geplagt ist, deren Grund er sich nicht zu entziffern weiß.

Wenn ihr durchdrungen seid von dem schönen Geiste des Mitleids und wollet einem Tiere nicht das Leben nehmen, bloß um sein Fleisch nicht in euer eigenes zu verkehren, so tut ihr gut daran. Denn von allem, wovon der Mensch als geistiges Wesen überzeugt ist, soll er nicht das Gegenteil tun, weil solches nur schädlich auf ihn einwirken kann. Daß aber das Fleischessen nun so ganz verboten und aus den Nahrungsmitteln des Menschen verbannt werde, ist deswegen nicht nötig. Wenn Ich solches gewollt hätte, so hätte Ich ja eure körperliche Beschaffenheit so einrichten können, daß ihr, wie zum Beispiel der Ochs, der Esel, das Pferd, nichts anderes vertragen könntet als nur Gras und Kräuter oder Vegetabilien oder Früchte allein. Da Ich aber den Menschen zum Herrn der Welt machte, so gab Ich ihm auch einen Körper, welcher ihn dazu geeignet machte, in allen Klimaten und von allen Produkten leben zu können.

Da, wie es sich von selbst versteht, das Zuviel schädlich ist, so hat der Mensch auch, neben der Fähigkeit, alles zu genießen, seinen Verstand erhalten, um das rechte Maß und Ziel in dieser Hinsicht zu bewahren. Ich gab ihm die Mittel und die Befähigung alles zu genießen, aber Ich wollte nebenbei auch in ihm den Grund legen, seine Gelüste und Begierden zu bekämpfen und nicht den Magen als seinen Gott zu erklären! Dieses Bekämpfen, welches Mir geistig das Erste Wichtigste ist, liegt als Grundprinzip in eurem Vegetarismus. Es stärkt eure Seele durch Kampf, erhält euren Leib bei mäßiger Kost gesund, damit er so als tüchtiges Werkzeug der Seele diene!