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21. Kalte Fische mit Öl und Zitronensaft 164

Administrator Beiträge: 5386 Forumgründer *****
21. Kalte Fische mit Öl und Zitronensaft
« am: April 19, 2015, 08:41:59 Nachmittag »
JJ Kap. 215 — Es begab sich alles wieder ins Haus und allda nach dem Willen des Kindleins zum Tische. Die drei großen Fische lagen noch unangetastet da und waren inzwischen kalt geworden, in welchem Zustande sie von den Juden zumeist nicht genossen werden durften. Da aber die Sonne noch nicht untergegangen war, so durften die Fische wohl noch genossen werden; nur mußten sie wieder frisch übers Feuer gebracht und wohl erwärmt werden.

Das Kindlein aber sprach: "Joseph, laß diese Arbeit gut sein! Denn von nun an sollen die Fische auch kalt genossen werden, wenn sie nur zuvor gebraten sind. Laß aber anstatt des Wiederbratens Zitronen und gutes Öl bringen, und diese Fische werden also besser schmecken, als so sie wieder gebraten würden!"

Joseph befolgte sogleich den Rat des Kindleins und ließ einen großen Korb Zitronen und ein tüchtiges Gefäß voll frischen Öles bringen. Cyrenius war der erste, der sich ein recht tüchtiges Stück vom Fische nahm und Öl und den Saft einer Zitrone darauf gab. Und als er zu essen begann, da konnte er nicht genug den Wohlgeschmack des also zubereiteten Fisches rühmen.

Hier lächelte Das Kindlein und sprach gar freundlich: "Der Herr ist der beste Koch!" Und da kann man schon auch einen kalten Fisch mit Zitronen und Öl genießen. Und das darum, weil der kalte, aber doch gut gebratene Fisch gleich ist dem Zustande der Heiden, der Zitronensaft gleich der sie einenden und zusammenziehenden Kraft aus Mir und das Öl gleich Meinem Worte an sie. Verstehst du nun, warum der Fisch also besser schmeckt?"

Alles ward darob gerührt und wunderte sich hoch über des Kindleins Weisheit.