*


Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren. Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge

Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden.... 156

Moderatorin Beiträge: 594 ***
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....
« am: Oktober 29, 2017, 06:36:57 Vormittag »
Gott als Lehrmeister …. Er läßt sich finden ….


Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD Nr. 3987 vom 28.02.1947, enthalten in Buch 49

Wer Mich sucht in Gedanken, dem nahe Ich Mich, und schalte Mich Selbst in seine Gedanken ein, d.h., Meines Geistes Kraft verbindet sich mit dem Geistesfunken im Menschen, und also ist der Zusammenschluß hergestellt mit Mir für die Dauer seiner gedanklichen Tätigkeit, die Mich zum Ziel hat. Und dann wird das Denken des Menschen recht sein, denn Mein Geist ordnet und lenket es. Und so können nun gedanklich alle Fragen aufgeworfen werden, sei es, daß der Mensch für sich allein Antwort begehrt oder auch Gespräche führt mit den Mitmenschen.... es wird ihnen die rechte Antwort werden, weil Ich Selbst als Lehrmeister bei denen weile, die Mich suchen.

Wie weit aber das Streben zu Mir dem Menschen innewohnt, das weiß Ich wahrlich am besten, und darum bedenke Ich einen jeden Menschen verschieden, je nach seinem Verlangen und dem Erfüllen der Bedingungen, die Meines Geistes Wirken möglich machen....

Und es wird oft scheinen, als bedenke Ich die Menschen ungerecht, so das Streben des einen dem Mitmenschen nicht äußerlich bemerkbar ist.... Doch wer in die Stille sich zurückzieht, der braucht sein Streben nicht zur Schau zu tragen, aber er findet die Verbindung mit Mir leichter, und er kann darum Mir ein eifriger Schüler sein, während es dem Mitmenschen nicht gelingt, sich nach innen zu kehren, weil er sich nicht übt und er darum auch Meine leise Stimme nicht zu hören vermag.

Dann ist die Verbindung mit der Welt noch zu groß und diese ist das Hindernis, das zuvor hinweggeräumt werden muß, will der Mensch Mich finden und Meine Stimme hören. Der Geist im Menschen wendet sich ab von der Welt, er sucht nur die Verbindung mit dem Vatergeist. Darum aber nahe Ich Mich einem jeden, dessen Herz Mich begehrt, und Ich lasse Mich finden von einem jeden, der Mich suchet.... denn wer Mich suchet, der hat auch die Liebe in sich, und sonach verlanget er nach Mir, dem Urquell der Liebe....

Und er wird auch sein Ziel erreichen, mit Mir auf ewig verbunden zu sein, denn wer in der Liebe lebt, der ist in Mir, und Ich bin in ihm. Und er wird Mich auch spüren als gegenwärtig, weil Ich Mich finden lasse von dem, der Mich suchet.

Also wird er auch Meiner Gegenwart bewußt sein und sonach glücklich schon auf Erden.... Ihm kann nun die Welt nichts mehr bieten, weil sein Verlangen anderen Gütern gilt, Gaben, die Meine Liebe ihm bietet durch Worte, die er gedanklich oder tönend vernehmen wird und die ihm das Köstlichste sind, was er auf Erden empfangen kann, weil sie aus dem geistigen Reich kommen, weil es Meine Stimme ist, die er vernimmt, die Stimme des Vaters, Der zu Seinem Kinde spricht.

Wer in der Liebe lebt auf Erden, der ist auch das seligste Geschöpf, weil er nun Mich nimmermehr zu missen braucht, denn Ich durchstrahle ihn mit Meiner Liebekraft, und er nimmt reiches Wissen in Empfang. Nun kann der Geist in ihm sich äußern, und er wird auch gehört und verstanden werden, und seine Seele wird sich einen mit dem Geist und auch den Körper willig machen, daß auch seine Substanzen sich vergeistigen, solange er auf Erden Hülle der Seele ist.

Ich aber ziehe alles an Mich, was sich Mir angleichet, indem es sich zur Liebe gestaltet. Es gibt nun keine Trennung mehr, keine Kluft von dem Menschen zu Mir, so er in der Liebe lebt. Dann bin Ich ihm nahe und jederzeit für ihn erreichbar, dann kann er Mein Wort vernehmen stets und ständig, er kann mit Mir Zwiesprache halten, so er sich nur zurückzieht in sein Kämmerlein.... so er innerliche Betrachtung hält und lauschet auf Meine Stimme....

Er braucht Mich nun nicht mehr zu suchen, denn er hat Mich gefunden, und er entfernt sich nun nicht mehr von Mir, weil Meine Nähe ihn beglückt, weil Mein Wort ihm höchste Seligkeit ist, weil er voller Kraft und Licht ist, die auf ihn überströmen und ihm Meine Gegenwart bezeugen. Suchet, so werdet ihr finden.... klopfet an, so wird euch aufgetan.... Haltet gedanklich Zwiesprache mit Mir, und ihr werdet Meine Antwort vernehmen, ihr werdet reifen und sicher zum Ziel gelangen, zur Vereinigung mit Mir in Seligkeit....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Gott als Lehrmeister auch durch Mittler ....
« Antwort #1 am: Oktober 29, 2017, 06:42:22 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

Gott als Lehrmeister auch durch Mittler ....

BD 4113 empfangen 28.8.1947

Gott als Lehrmeister auch durch Mittler ....

Ist aber der Fall eingetreten, daß Mein Wort durch öfteres Übermitteln an seiner Reinheit verloren hat, dann wird auch der nach Wahrheit-verlangende-Mensch nicht mehr voll überzeugt sein, sondern (Gegen) einwände machen wollen, die ihm dann erst wieder von Meinen geweckten Jüngern widerlegt werden können. Die reine Wahrheit wird immer überzeugend wirken auf einen von Meinem Geist belehrten Menschen. Wo blieb Meine Liebe, Meine Weisheit und Meine Kraft, so Ich nicht einem die Wahrheit ernstlich begehrenden Menschen sie gewähren möchte?

In welchem Verhältnis würde Ich stehen zu euch, Meinen Kindern, so ihr hilflos der Willkür Meines Gegners überlassen bliebet? Ich fordere nur euren Willen, daß er sich Mir zuwende vollen Ernstes .... daß ihr innerlich erkennet, wie unwissend und unvollkommen ihr seid, und darum Mich bittet, euch zur Kenntnis der reinen Wahrheit zu führen.

Dieser zum Ausdruck gebrachte Wille trägt euch auch unweigerlich die Wahrheit ein. Die wenigsten Menschen aber bringen diesen Willen auf, und doch kann Ich sie nicht entgegen ihren Willen zu rechtem Denken beeinflussen, weil Mein Gegner ebenso Anteil hat an ihnen und sie ihren Willen ihm frei zugestanden haben. Also muß erst die Trennung von ihm willensmäßig vollzogen worden sein, bevor Ich mit Meiner Gnadenkraft auf den Menschen einwirken kann .... Dann aber bin Ich nur darauf bedacht, dem Menschen das Erkennen des Irrtums leichtzumachen, weil dieser das größte Hindernis ist zur Erlangung der Seelenreife. Was von Meinem Gegner kommt in der Absicht, Mich zu verdrängen, kann niemals von Mir geduldet werden, sondern es muß bekämpft werden mit Ausdauer und Geduld. Und darum wird niemals Mein Gegner triumphieren, wo nur der geringste Wille zur Wahrheit vorhanden ist ....
Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Ein tiefes Heimweh glüht in unsrer Brust - Gedicht-
« Antwort #2 am: Oktober 29, 2017, 06:44:01 Vormittag »
Ein tiefes Heimweh glüht in unsrer Brust - Gedicht-

Das Reich Gottes.

Des Weltgewühles laute Stimme schweigt.
Wir schau'n empor zu stillen Geisterhöhen,
und des Gemüts verklärte Blicke sehen,
wie sich der Wahrheit Reich zur Erde neigt.
Um unsre Seele spielt sein Himmelslicht,
durch unser Wesen strömt sein heilig Feuer.
Und aus des Herzens tiefsten Quellen bricht
das ew'ge Leben zu des Bundes Feier.
Wie wundergroß ist Gottes Reichsgebiet!
Es dehnt sich aus in aller Zeiten Ferne,
umschlingt die Erd und zahllos viele Sterne und ist,
wo nur ein Herz fürs Gute glüht!
Wer hat in ihm die Bürgerzahl erspäht?
Wer kennet seiner Kräfte Füll' und Regen,
die Saaten all, unendlich hier gesät,
und des Gedeihns und Reifens goldnen Segen?
Hier weht der Geist des Vaters, still und rein!
Hier ist in vollster Kraft der Freiheit Walten!
Die Hoffnung blüht, und Glaubens Lichtgestalten
ergehn sich in der Liebe Frühlingsschein.
Das Hochvertrau'n blickt zur Vollendung hin,
die Demut in ihr eignes Licht, errötend.
In tiefstem Frieden ruht versöhnter Sinn.
Es kniet die Andacht, hoch begeistert betend.
Des Reiches Sonne ist des Vaters Geist!
Wie sich die ew'gen Geister um Ihn schwingen,
sich stets Ihm nah'n in engern Ringen,
bis ganz ihr Leben in das Seine fleußt!
Wer wird nicht seiner Kindschaft sich bewußt?
Wer fühlt nicht schmerzlich, was im Staub ihm fehle?
Ein tiefes Heimweh glüht in unsrer Brust,
nach ihrem Urquell lechzt die durst'ge Seele.

Jakob Lorber



Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Jeder kann Gottes Ansprache hören.... In Form von Gedanken
« Antwort #3 am: Oktober 30, 2017, 06:34:20 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD Nr. 5469 vom 23.08.1952, enthalten in Buch 60

Jeder kann Gottes Ansprache hören.... In Form von Gedanken....

Ich vermittle euch Worte der Liebe, des Trostes und des Zuspruchs, und Ich gebe euch allzeit Aufklärung, wo es euch an Wissen mangelt, nur müsset ihr selbst die Verbindung mit Mir herstellen, ansonsten Ich nicht zu euch sprechen kann.... Meine Ansprache wird aber nicht immer euch hörbar ertönen, sondern eure Gedanken werden sich merklich so formen, wie Ich zu euch reden will, wenn ihr nur darauf achtet und so lange harret, bis euch also Meine Mitteilungen zugegangen sind.

Denn eines will Ich euch sagen: Sowie ihr nur an Mich denket, mit Mir sprechet im Gebet oder Mich anrufet um Hilfe, ist Meine Liebe schon bei euch.... Ihr sprechet nicht ins Leere, sondern Ich vernehme alle eure Gedanken und antworte euch auch. Wenige Menschen aber warten diese Meine Antwort ab, wenige Menschen sind so tief gläubig, daß sie überzeugt sind von Meiner Gegenäußerung, und darum kann Ich Mich dem Menschen nur selten kundgeben, daß er in seinen Empfindungen und Gedanken Meine klare Antwort erkennt.... Kein einziges Wort geht verloren, das ihr in tiefer Andacht Mir zurufet, und kein einziges Wort lasse Ich unbeantwortet....

Eure Seele aber lässet sehr oft an sich vorübergehen, was sie zutiefst beglücken würde. Ihr habt das geistige Ohr noch nicht geschult und vernehmet daher Meiner Liebe Gegenäußerung nicht.... Ihr alle, die ihr euch Mir verbindet in innigem Gebet, ihr könnet euch angesprochen fühlen von Mir.... wollet ihr aber auch Meine Ansprache verstehen, nach der ihr alle euch sehnet, dann müsset ihr euer geistiges Ohr schulen, und das ist eine Aufgabe, die ihr euch alle stellen solltet, weil sie euch das irdische Leben gar sehr erleichtern würde, denn es ist wahrlich beseligend, Meine Ansprache vernehmen zu können, die euch allen ohne Ausnahme gilt, die ihr mit Mir innige Zwiesprache haltet.

Ihr alle würdet viel Kraft und Trost dieser Meiner Ansprache entziehen, die immer nur als Empfindungen und Gedanken von euch vernommen wird, die euch innere Ruhe und das Gefühl der Geborgenheit geben könnte, ihr also wahrhaft getröstet und gestärkt wäret von Meiner Vaterliebe, die unausgesetzt allen Seinen Kindern gilt.

Darum, wenn ihr betet zu Mir im Geist und in der Wahrheit, verharret danach in Mir zugewandtem Denken, und ihr werdet Meine Gegenwart fühlen, und eure Seele wird entgegennehmen, was Meine Vaterliebe ihr zugedacht hat.... Denn Ich neige Mich allen zu, die Mich anrufen, die innige Zwiesprache halten mit Mir, und will ihnen geben, was immer sie beglückt....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Erklärung der verschiedenen Wesensarten der Wortempfänger ....
« Antwort #4 am: Oktober 30, 2017, 06:35:57 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 5061 empfangen 12.2.1951

Erklärung der verschiedenen Wesensarten der Wortempfänger ....

Mein Kind, nimm Meine Worte ohne Widerstand auf und gib dich ihrer Wirkung hin .... Es ist dir eine Aufgabe zugewiesen, die nur ein Mensch erfüllen kann, der die Bindung zum geistigen Reich mit Herz und Verstand herstellt, der also Rechnung trägt dem Gefühlszustand der Menschen auf der Erde, dabei aber selbst im Verlangen steht nach dem geistigen Reich, und es ist dies vonnöten in der letzten Zeit vor dem Ende, wo die Menschen fast jede Verbindung mit Mir abgebrochen haben, wo der Glaube fast gänzlich verlorengegangen ist an ein geistiges Leben und eine geistige Zukunft.

Ich weiß um diesen Notzustand unter der Menschheit, und Ich muß, um ihr Hilfe zu bringen, zu Mitteln greifen, die Erfolg versprechen, ohne den freien Willen zu beschränken. Ein solches Mittel nun ist die Zuführung der reinen Wahrheit von oben durch empfangsfähige Mittler, die aber auch insofern Mittler genannt werden können, daß sie den Zugang zu den Menschenherzen leichter finden durch ihre Wesensart. Denn sie sollen doch die gewinnen, die Mir noch fernstehen ....

Dies bedenket wohl, daß Mir-zustrebende Menschen schon in einer Sphäre weilen, wo Mein Wirken leicht erkannt wird, daß aber Mir noch fernstehende Menschen außerhalb jener Sphäre sich befinden und daß es darum nötig ist, daß einer in beide Sphären Zugang hat, um zu reden, wie es jenen verständlich ist, und doch auch zu reden, was Ausgang genommen hat von Mir. Ich weiß es, warum Ich dich erwählte für diese Mission, weil Ich die Menschenherzen kenne, die verstandesmäßig erst alles prüfen, ehe sie es sich zum Eigentum machen, und deren Verstand also nicht übergangen werden darf, um erfolgreich auf die Seelen einwirken zu können.

Das Erlösungswerk an solchem Menschen ist weit schwerer, jedoch nicht aussichtslos, denn Meine Gnade wirket dort, wo sich das Ohr öffnet, so daß Meine Gnadengabe auch das Herz berühren kann. Mein Wille nun ist, daß Meines Wirkens Erwähnung getan wird auch dort, wo noch die Welt starken Einfluß ausübt. In der Endzeit ist das Verkünden Meines Evangeliums in bisher üblicher Weise wenig-Erfolg-eintragend, wenn nicht gar unmöglich. Menschen, die in der Welt stehen und Fühlung haben auch mit den Weltmenschen, werden nicht so schnell abgelehnt, so sie in Meinem Auftrag reden, als solche, die weniger Kontakt haben, weil ihre geistige Sphäre schon eine andere ist, in die sich die Weltmenschen nicht hineinversetzen können und darum sich eher abgestoßen als angezogen fühlen.

Diese Sphären nun werden durch Gefühlsregungen gebildet, die also gut oder schlecht, liebevoll oder liebearm sein können. Immer wird das Wesen eines Menschen diese Sphäre bilden, in der sich nun seine Seele bewegt.

Bestimme Ich aber einen Menschen, der Mir dienen will, zu einer Mission, dann bilde Ich Selbst die Sphäre um ihn, die dieser Mission entspricht, in der dann der Mir dienen Wollende erfolgreich tätig sein kann für Mich und Mein Reich .... was aber nicht besagen soll, daß Ich Mich eines Menschen bediene, der völlig außerhalb geistiger Sphären steht, da dieser nicht in Meinem Namen tätig sein könnte, sondern Ich breite einen Schleier über das Licht, das zu hell und strahlend durchbrechen würde und eben jene Verwirrung unter den Weltmenschen anrichten könnte, die hinderlich wäre, einen davon zu gewinnen.

Ich wähle Mir die Menschen aus zu einer solchen Mission, die willensmäßig Mein geworden sind, die Meine Liebe erfaßt hat und die Ich nun als Werkzeug gebrauchen kann in der letzten Zeit vor dem Ende. Ich Selbst wirke in ihnen und durch sie .... Und das sei dir als Erklärung gegeben auf die Frage, warum nicht alle Menschen die gleiche Gemütsbewegung haben und daß dennoch eine Fülle von Liebekraft wirksam wird, die nicht offensichtlich ist .... Denn Ich sehe in das Herz, und Ich weiß um den Willen des Menschen, in welchem Grade er Mir zugewendet ist, und diesem Willen entsprechend ist auch seine Berufung für Mein Reich ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Sympathie und Antipathie ....
« Antwort #5 am: Oktober 30, 2017, 07:05:27 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 8306 empfangen 22.10.1962


Sympathie und Antipathie ....

Was immer euch bewegt an geistigen Fragen, das soll euch beantwortet werden, denn Ich will, daß ihr im Licht wandelt, aber auch stets das Licht von Mir Selbst begehrt. Und Ich will euch also erklären, welchen Geistesströmungen ihr unterworfen seid im Verkehr mit euren Mitmenschen und wie euch diese Strömungen berühren.

Ihr müsset wissen, daß alle Menschen, solange sie unerlöst sind, noch in den Banden des Gegners liegen, daß sie gefesselt sind und entsprechend ihrem Reifezustand, den allein ihr Liebegrad bestimmt, auch von Meinem Gegner beeinflußt werden, daß sie also mehr oder weniger seinem Einfluß unterliegen und dies auch in ihrem Wesen zum Ausdruck kommt. Und verständlicherweise werden sich gleiche Wesensarten anziehen, d.h., der Mensch wird immer Bindung suchen mit Mitmenschen, welche die gleiche Wesensart erkennen lassen. Denn diese Menschen sagen ihm zu, sie sind ihm sympathisch, während Menschen völlig gegensätzlicher Art ihm zuwider, d.h. antipathisch sind.

Diese Erklärung also ist die nächstliegende, die auch allen wohl verständlich sein wird. Doch es gibt auch Menschen, deren Seelen mehr abgeklärt sind, wenn sie das Erdenleben als Mensch beginnen, die in ihrer Vorentwicklung im Mußzustand sich williger allen Anforderungen unterstellt haben, deren Widerstand schon so weit nachgelassen hat, daß sie in einem höheren Reifezustand ihr Leben als Mensch beginnen und also auch mehr Liebe erkennen lassen .... Liebe aber wird sich immer wohltätig auf den Mitmenschen auswirken, und auch sehr unreifes Geistiges, das der Mitmensch oft aufzuweisen hat, wird durch Liebe gesänftet, und so ist es zu erklären, daß von ersteren eine Atmosphäre ausstrahlt, die gleichfalls als Sympathie bezeichnet wird und die sich segensreich am Mitmenschen auswirkt, weil einem solchen Menschen nicht der Widerstand entgegengebracht wird und auch der Einfluß stets günstig sein wird, den auch weniger reife Menschen wirken lassen und zuweilen den Liebegrad erhöhen.

Liebe erweckt Gegenliebe .... und es werden solchen liebenden Menschen nur ganz unausgereifte Menschen feindlich gegenüberstehen, die dann aber auch jenen unsympathisch berühren .... Zudem bewegen sich alle Menschen in einer ihrer Reife entsprechenden Sphäre, die der Mitmensch, der empfindlich ist, spürt. Denn ist diese Sphäre verdichtet durch gegnerische Wesenheiten, dann steht der Mensch noch ganz unter dem Einfluß des Gegners, und dann wird er auch abstoßend wirken auf jene Menschen, die schon weiter stehen in ihrer Entwicklung .... es wird kein Zusammenklang möglich sein, denn der Mensch wehrt sich gegen solche Strömungen, die seinem Streben und Empfinden entgegengerichtet sind.

Es kann also Sympathie und Antipathie nur erklärt werden mit geistigen Strömungen, denn jeder Mensch hat seine eigene Sphäre, in der er sich wohl fühlt, und ihn berührt alles unangenehm, was dieser Sphäre nicht entspricht .... Und nur wenige Menschen sind schon so weit in sich mit der göttlichen Liebe verankert, daß sie eine überaus starke Ausstrahlung abgeben, von der auch unreifes Geistiges sich berührt fühlen kann und also ersteren keine bewußte Abwehr entgegenbringt.

Die Gegensätze von Charaktereigenschaften, die auch durch die Vorverkörperung bedingt sind, bestimmen ebenfalls den Grad der Zuneigung oder Abwehr von Menschen zueinander .... Denn was der eine schon längst abgestoßen haben kann, das kann in dem anderen noch in großem Maß vorhanden sein und gleichfalls Anlaß geben zu einem Gefühl der inneren Abwehr ....

Ist aber die Liebe in einem Menschen schon stärker geworden, so wird er mit Geduld die Schwächen und Untugenden des anderen ertragen und versuchen, ihn in der günstigsten Weise zu beeinflussen, und es ist dies in Wahrheit ein Dienst am Nächsten, es ist ein Werk der Nächstenliebe von größter Bedeutung .... Denn die Liebe-Sphäre eines Menschen kann belebend wirken auf den Nächsten und in ihm wieder Liebe erwecken, und da die Liebe das alleinige Lösemittel von allem Übel ist, soll auch dem Feind Liebe entgegengebracht werden, und wahrlich, ihr Menschen werdet dann leben auf Erden zum Segen eurer Umgebung ....

Ihr sollt euch nicht zurückziehen von Menschen, die euch nicht sympathisch berühren, sondern versuchen, auf sie einen günstigen Einfluß auszuüben .... nur wenn sie euch offen feindlich gegenübertreten, dann gehet ihnen aus dem Wege, denn dann sucht Mein Gegner durch diese euch zu Fall zu bringen, und dann ist auch die Zeit für sie noch nicht gekommen, wo sie eines anderen Sinnes werden. Und dann kann auch der Umgang mit ihnen nur Schaden bringen, denn sie werden nichts von euch annehmen, ganz gleich, ob ihr geistig oder irdisch ihnen helfen wollet, denn dann steckt Mein Gegner Selbst hinter ihnen, und ihr spüret das, indem ihr solche Menschen fliehet und Mich um Schutz bittet vor ihnen.

Das Geistige in euch, eure Seele, wird mehr oder weniger von den Strömungen berührt, die von den Mitmenschen euch zugehen, und sowie dieses Geistige selbst schon einen höheren Reifegrad verzeichnen kann, wird es auch von Meinem Gegner bedrängt, der sich solcher Menschen bedient, die ihm noch hörig sind, und die Abwehr der Seele ist dann nur zu verständlich, weil sie sich gelöst hat von dem Feind und auch mit seinem Anhang nichts zu tun haben will .... Hat die Seele aber selbst große Liebe, dann kann es ihr auch gelingen, günstig auf einen unreifen Menschen einzuwirken, dann wird auch er sich ergeben, und dann ist wahrlich ein großes Werk gelungen, das die Liebe vollbracht hat, der nichts unmöglich ist ....

Denn die Liebe ist eine Kraft, der kein Mensch auf die Dauer standhalten kann, nur ist eine solche Liebe selten bei den Menschen auf Erden zu finden .... Darum ist es schwer, den Feind zu lieben, doch nicht unmöglich, ansonsten Jesus nicht die Feindesliebe gepredigt hätte, die einen hohen Liebegrad erfordert, dann aber auch großen geistigen Gewinn bringt, sowohl für den Gebenden als auch für den Empfangenden.

Amen




Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Grob-Stoffliches .... Form .... Substanz ....
« Antwort #6 am: Oktober 31, 2017, 05:17:55 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 1568 empfangen 15.8.1940

Grob-Stoffliches .... Form .... Substanz ....

Die grobe Verstofflichung ursprünglich geistiger Substanz wird sich so lange nicht umgehen lassen, wie eine Außenform nötig ist, um das Geistige in dieser Form zum Dienen zu zwingen. Das Geistige ist im ungebundenen Zustand auch ein freies Wesen, das über sich selbst bestimmen kann .... Sobald jedoch dieses Geistige mit einer Hülle umgeben ist, wird es gehindert in seiner Selbstbestimmung. Es wird gefesselt eben durch eine stoffliche Hülle, die es nun in einer bestimmten Zeit überwinden muß, um wieder davon befreit zu werden.

Alles Stoffliche um die geistige Substanz ist verdichtetes Geistiges, also in sich gleichfalls geistige Substanz, d.h. hervorgegangen aus der alles erschaffenden Macht, jedoch durch göttlichen Willen zur Form geworden, die unreifes Geistiges in sich bergen soll. Denn alles, was aus Gott hervorgegangen ist, ist geistige Substanz, nur ist der Reifegrad dieser Substanz verschieden, und also ist ein Unterschied zu machen zwischen dem in der Form befindlichen Geistigen und dem Geistigen, das zur Form geworden ist.

Das Geistige in der Form ist durch den göttlichen Willen schon so weit entwickelt, daß es den Aufenthalt in den verschiedenen Formen oft wechseln darf, während das Geistige, das zur Form geworden ist, noch im Anfang seiner Höherentwicklung steht. Das noch unentwickelte Geistige ermöglicht nun dem schon reiferen Geistigen .... die ihm bestimmte gestellte Aufgabe zu erfüllen .... Es dient dadurch diesem Geistigen, indem es auch ihm verhilft zum Dienen.

Und so schreitet alles in der Schöpfung in der Entwicklung vorwärts. Das grobe Stoffliche erscheint dem Menschen vergänglich ist aber in seiner Substanz ebenso wenig vergänglich, als das Geistige, das von der stofflichen Hülle umschlossen ist. Denn es zerfällt wohl scheinbar in nichts, löst sich aber in Wirklichkeit nur in seine Substanz auf, sofern es seine eigentliche Aufgabe erfüllt hat.

Man unterscheidet also ein Fliehen des Geistigen aus der Form und ein Verflüchten der Form selbst. Das aus der Form frei gewordene Geistige sucht sich je nach dem Reifezustand eine neue Hülle .... während die Form selbst sich auflöst in ihre Ursubstanz und so lange wieder flüchtiges Element ist, bis es wieder durch Gottes Willen sich verdichtet zu einer neuen Form.
Das grobe Stoffliche ist also demnach nichts anderes als etwas Geistiges, das dem Willen Gottes entsprechend sichtbar wird für den Erdenmenschen .... das also die Form annimmt, die Gott ihm bestimmt und die so lange Form bleibt, wie der göttliche Wille eine solche benötigt für das in der Höherentwicklung befindliche Geistige. Die Form ist sichtbar, solange das Geistige seine Aufgabe noch nicht recht gelöst hat, wird jedoch unsichtbar, so die Aufgabe erfüllt ist ....

Amen



Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Auswirkung des Lebenswandels auf das ganze Volk ....
« Antwort #7 am: Oktober 31, 2017, 05:20:06 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 2773 empfangen 14.6.1943

Auswirkung des Lebenswandels auf das ganze Volk ....

Der rechte Glaube und der rechte Gottesdienst führt den Menschen Gott näher, denn es erkennet der Mensch Gott an, und er sucht Dessen Willen zu erfüllen .... er lebt in der Liebe .... und letzteres zieht alle Segnungen nach sich, die ehemalige weite Entfernung von Gott wird verringert, und der Zweck des Erdenlebens ist von dem Menschen erreicht worden .... er hat zu Gott zurückgefunden aus freiem Willen.

Und es wird wahrlich nichts Außergewöhnliches verlangt von den Menschen, denn nichts brauchen sie zu tun aus eigener Kraft, sondern die Kraft aus Gott steht ihnen ungemessen zur Verfügung, und nur den Willen müssen sie aufbringen, diese Kraft zu nützen. Doch wie oft versagt der Wille des Menschen, und er gelangt nicht zum Ziel ....

Doch auch dann noch ist die erbarmende Liebe Gottes bereit, der Ihm noch fern stehenden Seele den Weg zu weisen, der zu Ihm führt. Auch dann noch nimmt Gott Sich ihrer an, wenn auch in einer Form, die oft nicht als Liebe Gottes erkennbar ist. Doch den offenen Widerstand muß die Seele aufgeben, ansonsten sich die Liebe Gottes zurückzieht und dies einen Rückgang bedeutet, ein Verhärten der geistigen Substanz, was einen überaus qualvollen Zustand zur Folge hat. Leiden muß also das Wesen so lange, wie es sich nicht aus freiem Willen zu Gott bekennt und seine Liebe zu Ihm durch Liebe zum Nächsten beweiset ....

Je williger das Wesen ist, den Anschluß an Gott herzustellen, desto weniger Leid benötigt es zu seiner Entwicklung, und sein Dasein auf Erden wird ein friedliches sein. Und ebenso wird ein Geschlecht, das einander dienet in Liebe, also gleichfalls den Anschluß sucht an Gott, in Ruhe und Frieden auf Erden leben und irdisches Leid wenig benötigen, denn es erfüllet seinen eigentlichen Zweck auf Erden, es strebt zur Höhe .... wie umgekehrt unsägliches Leid das Volk bedrücken wird, das ohne Liebe dahinlebt und die Gottferne nicht zu überbrücken versucht durch einen entsprechenden Lebenswandel in Liebe und rechtem Glauben.

Denn ein solches Volk muß heimgesucht werden, auf daß es zum Erkennen komme. Nur die Lieblosigkeit und der Unglaube ziehen ein leidvolles Schicksal heran, das den einzelnen mehr oder weniger trifft, denn Gott gibt diese Menschen nicht auf, sondern Er sucht sie zu wandeln dadurch. Sucht der Mensch sich zu entfernen von Ihm durch Lieblosigkeit, so wendet Gott schärfere Mittel an, beläßt jedoch ihm den freien Willen. Die Gottnähe muß er sich also selbst gewinnen, durch einen rechten Erdenlebenswandel, denn sie ist erst die Folge eines Liebelebens, das der Mensch aus freiem Willen führen muß. Doch unentwegt bieten sich ihm Gelegenheiten, Liebe zu üben und er kann ausreifen, so er sich nicht widersetzt, d.h., seinen Willen in verkehrter Weise gebraucht .... zur Lieblosigkeit. Dann verhärtet sich seine Seele immer mehr und entfernt sich von Gott, und sie nützet ihr Erdenleben, d.h. ihre letzte Verkörperung als Mensch, nicht, so daß sie einen erneuten Prozeß durchmachen muß zu ihrer Erlösung, der wieder unendliche Zeiten benötigt.

Und darum versucht Gott alle Mittel, diese nochmalige Bannung unnötig zu machen, weil sie unvorstellbar qualvoll ist .... Doch der freie Wille des Menschen gibt den letzten Ausschlag .... Und so ist alles Erdenleid nur ein Mittel, diesen freien Willen zu wandeln, daß er Gott zustrebe und der Mensch durch einen Lebenswandel in Liebe sich erlöse aus dem gebundenen Zustand, solange er noch auf Erden wandelt.

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Das „Hören“ des göttlichen Wortes ist Beweis eines erhöhten Liebegrades ....
« Antwort #8 am: Oktober 31, 2017, 05:21:31 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

Auszug aus: BD 8885

Das „Hören“ des göttlichen Wortes ist Beweis eines erhöhten Liebegrades ....


Wer auf Erden schon Mein Wort vernimmt .... ganz gleich, ob er es direkt oder durch Meine Boten empfängt .... dessen Reifegrad ist schon ein gehobener, denn in ihm wird es Licht werden, und die Finsternis kann ihn nicht mehr bedrücken. Und er hat auch die innere Bindung mit Mir, ansonsten er nicht Mein Wort verstehen könnte .... Also kann er sich auch selbst von Mir angesprochen fühlen, und er wird stets mehr die Bindung mit der Welt aufgeben, er wird seinen Reifezustand zu erhöhen suchen, und es wird ihm auch gelingen, weil Ich ihn nicht mehr fallenlasse, sowie er sich Mir hingegeben hat. Denn nun hat Mein Gegner jede Macht über ihn verloren, er muß ihn freigeben, denn sowie er Mein Wort hat, steht er im Licht und das bedeutet auch den Sieg über die finstere Macht .... es bedeutet sichere Erlösung von allem Übel ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Gerechtigkeitsgefühl .... Verurteilen des Mitmenschen ....
« Antwort #9 am: Oktober 31, 2017, 05:22:47 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 1869 empfangen 30.3.1941

Gerechtigkeitsgefühl .... Verurteilen des Mitmenschen ....

Das Gerechtigkeitsgefühl muß dem Menschen innewohnen, ansonsten er kein Urteil fällen kann über eine lieblos erscheinende Handlungsweise. Wer sich selbst so erhaben fühlt, daß er keinen Widerspruch duldet, weil er sich unfehlbar glaubt, der wird auch niemals gerecht denken, denn er billigt dem Menschen nicht das gleiche Recht zu wie sich selbst. Es ist ein großer Unterschied zu machen zwischen den Menschen. Wer sich selbst und sein Handeln einer strengen Kritik unterzieht, der wird sich auch stets bemühen, andere Menschen gerecht zu beurteilen. Wer jedoch alle Fehler nur bei dem Mitmenschen sucht und sich selbst frei von Fehlern glaubt, der betrachtet jede Handlungsweise nur vom Standpunkt des Erhabenen, und also ist sein Urteil falsch.

Ein jeder Mensch kann irren, ein jeder Mensch kann fehlen .... Doch er muß sich selbst erkennen, dann kann er ankämpfen gegen seine Fehler und also sich veredeln .... Wer aber nicht einen Fehler an sich selbst erkennt, der strebt auch nicht nach Vollkommenheit. So er lieblos handelt, wird es ihm nicht bewußt, er gibt sich keine Rechenschaft darüber und ist unfähig, sein Handeln gerecht zu beurteilen. Es mangelt ihm an Gerechtigkeitsgefühl, er wird immer sein eigenes Handeln unantastbar finden, den Mitmenschen aber um geringer Fehler willen herabzusetzen versuchen.

Darüber muß der Mensch sich klar sein, daß er kein Recht hat, dem Mitmenschen eine unedle Handlung zum Vorwurf zu machen, solange er selbst nicht auf einer sittlich hohen Stufe steht. Er soll immer an seine eigene Unzulänglichkeit denken, wenn er die des Mitmenschen ihm vorwerfen will.

Wem aber der Gerechtigkeitssinn innewohnt, wird auch nicht so schnell urteilen über den Mitmenschen, denn er wird versuchen, sich in die gleiche Lage zu versetzen, und dann auch Verständnis haben für die Schwächen und Fehler des anderen. Um das zu können, muß er aber auch wahrhaftig sein, er muß die Dinge sehen, wie sie sind .... er darf sich nicht zu hoch einschätzen, den Mitmenschen aber zu niedrig, denn dann wird er seine eigenen Fehler mit einem anderen Maßstabe messen als die Fehler des anderen, und das scheidet jedes gerechte Denken und Urteilen aus. Es ist so unvergleichlich wertvoll, streng mit sich selbst ins Gericht zu gehen, es bleibt der Mensch dann sich selbst treu, und er wird nicht durch Eigenliebe dem Mitmenschen ein Unrecht zufügen, indem er dessen Handlungsweise ungerecht verurteilt und sich selbst erhaben fühlt ihm gegenüber. Und so betrachte der Mensch zuerst sich und sein Handeln, bevor er das des Mitmenschen kritisiert und sich zu dessen Richter aufwirft ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Unterstellen des Willens Heimat des Geistes ....
« Antwort #10 am: November 02, 2017, 05:47:55 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 1001 empfangen 9.7.1939

Unterstellen des Willens Heimat des Geistes ........

Es fordert die ewige Gottheit von euch euren Willen und das Einsetzen aller Kraft .... ihr dürfet euch also nur eures Willens entäußern, dafür aber göttliche Kraft unermeßlich in Empfang nehmen, und der Sinn und Zweck eures Erdenlebens ist vollauf erfüllt.

Denn so ihr euren Willen dem Herrn unterstellt, lenkt Er euch nun so, wie es euch dienlich ist, und gibt euch die Kraft, allen Anforderungen nun gerecht werden zu können. Es ist euch also dann jede Verantwortung genommen, denn diese habt ihr willig dem Herrn übergeben, ihr seid im Vollbesitz göttlicher Kraft .... Es wird euch sonach nicht schwerfallen, das zu tun, was der Herr durch Seine Gebote von euch verlangt .... Und so bereitet ihr euch vollauf für das Leben in der Ewigkeit vor und könnet in vollendetem Zustand das Erdenleben verlassen, denn ihr habt dann auch die Liebe .... da in der Liebe zu Gott das Unterstellen des eigenen Willens dem göttlichen Willen bedingt ist.

Wo jedoch die Liebe zu Gott dem Menschen mangelt, dort wird er sich auch nicht freudig unterwerfen, sondern aufbegehren und dem göttlichen Willen entgegenhandeln wollen. Als Kind Gottes jedoch muß das Gefühl der Liebe zum Vater alles andere überwiegen und aus solcher Liebe heraus geboren werden der Wille, Ihm zu dienen und Seine Gebote zu halten ....
Vergängliches Gut muß Ihm aufgeopfert werden, dagegen geistiger Reichtum angestrebt werden mit allem Eifer und eben immer nur der Seele gedacht, des Körpers aber nicht geachtet werden. Und dann holet der Vater im Himmel Sein Kind heim, denn es hat seine Mission auf Erden erfüllt ....

Und nun will dir der Vater verkünden, wie der Geist, der in dir ist, die Lösung deiner Seele von der Materie erstrebt .... Er will dich Einblick nehmen lassen in das Reich, das ihre wahre Heimat ist, die der Seele nur dann gestattet ist, so sie sich geeint hat mit dem Geist aus Gott. Voller Harmonie und doch abwechslungsreich erscheinen dem Beschauer die Gegenden, die den Aufenthalt gewähren der mit dem Geist geeinten Seele. Denn es kann eine solche Seele nichts Unvollkommenes mehr berühren und auch bildlich sie nicht beunruhigen, denn wo das Licht strahlt, dort ist alles Unreine fern, und eine mit ihrem Geist eins gewordene Seele steht im Licht. Sowie nun die Seele der Erde oder ihrem Leib entflohen ist, ist alles Schwere, alle Last der Erde von ihr genommen, sie sieht von Stund an alles in strahlendem Licht und wird von dem Schweren, das die Menschen trifft, nun nicht mehr berührt.

Und ein unbeschreibliches Wonnegefühl gibt ihr Kunde von der Nähe des göttlichen Heilands, und es ist das Verlangen nach Ihm so unermeßlich groß, daß der Herr dieses Verlangen, welches der Liebe zu Ihm entspringt, stillt mit Seiner Gegenwart und dies der Inbegriff aller Seligkeit für Sein Geschöpf ist, das nun erst wird, was es war von Anbeginn .... ein Teil der ewigen Gottheit und somit göttliche Liebekraft ...

Diese Kraft teilt sich wieder den Wesen mit, denen das beglückte Lichtwesen beistehen will, denn es muß nun im gleichen Maß geben, wie es empfängt, und unsagbar beglückend ist jener Zustand, und alles, was sich dem geistigen Auge des Lichtwesens bietet, ist von so unvergleichlicher Schönheit .... und es freut sich das Wesen seiner Freiheit und gedenket mit Entsetzen der Fessel im Erdenleben, die es lange Zeit in Banden hielt. So nun der Seele die Vereinigung mit dem Geist gelungen ist, bleibt alles Schwere, Belastende weit zurück, und es erkennt nun erst die Seele, wie nötig das bewußte Streben nach dieser Vereinigung war und wie bedrückend der gefesselte Zustand für den Geist war. Und nun gilt ihr Streben mit größtem Eifer dem Erlösen anderer Seelen aus ihrer Gefangenschaft, und sie tut nun ihrerseits alles, um aufklärend und helfend diesen beizustehen, und ist unbeschreiblich rührig und tätig, so es gilt, ihnen den Weg nach oben zu erleichtern, auf daß auch diesen Seelen dereinst die Freiheit werde und sie eingehen können in das Reich des Friedens ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Nicht die Veranlagung, sondern Liebe bestimmt Willen ....
« Antwort #11 am: November 02, 2017, 05:50:20 Vormittag »
Re: Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden ....

Nicht die Veranlagung, sondern Liebe bestimmt Willen ....

BD 5257 empfangen 19.11.1951

Nicht die Veranlagung, sondern Liebe bestimmt Willen ....

Euch allen ist es freigestellt, wohin ihr euren Willen richtet, wenngleich ihr durch Mein Wort wohl darauf hingewiesen werdet, welchen Erfolg eine jede Willensrichtung für euch zeitigt. Doch auch Mein Wort zwingt euch nicht, weil ihr es auch wieder annehmen oder ablehnen könnet je nach eurer Sinnesart und eurer Liebe. Denn die Liebe bestimmt euren Willen .... Stets werdet ihr das, was ihr anstrebt, lieben, ob es gut ist oder böse; euer Verlangen ist darauf gerichtet, und so ist auch euer Wille .... gut oder böse. Eine Liebe werdet ihr immer empfinden zu dem, was ihr begehret, ob aber die Liebe eine recht oder falsch gerichtete ist, das bestimmt eure geistige Entwicklung.

Nun könnet ihr wohl darauf einwenden, daß die Liebe in den Menschen hineingelegt ist, daß auch die Liebe zum Bösen im Herzen geboren wird und daß der Mensch also ein Opfer der in ihm schlummernden Begierden ist. Und dieser Einwand ist bis zu einem gewissen Grade berechtigt .... daß im Menschen alle die Triebe und Begierden ruhen, die in den einzelnen Vorstadien im Mußgesetz noch nicht überwunden worden sind, daß diese Triebe also der Mensch mit in das Erdenleben bringt, um sie nun zu besiegen und sie völlig abzulegen.

Diese Eigenschaften sind also im Menschen vorhanden und reizen daher auch immer die Begierden an. Sie wollen Erfüllung und werden oft so mächtig im Menschen, daß sie ihn völlig beherrschen. Der Kampf gegen solche Begierden ist oft schwer, doch dazu hat der Mensch von Mir den Verstand bekommen, daß er über seine Empfindungen nachdenken kann, um entsprechend dagegen vorzugehen. Es ist falsch, zu sagen, der Mensch müsse so handeln, wie es seiner Veranlagung entspricht .... wohl, wenn er ohne Verstand geschaffen wäre und er sich instinktmäßig getrieben fühlte.

Da ihm aber im Erdenleben genug Gelegenheit geboten ist, sich Erkenntnisse zu sammeln, da ihm eine Richtschnur gegeben ist durch Meine Gebote der Liebe, da er in sich einen stillen Mahner und Warner hat, der ihn stets hinweiset auf Meinen Willen, und da er nun über alles nachdenken kann, so liegt es nun allein an seinem Willen, einen Kampf mit sich selbst zu führen, wenn er nötig ist, wenn seine Begierden dem widerstehen, was er laut innerer Erkenntnis tun sollte .... Daß er es nicht könnte, scheidet aus, denn ein ernster Wille sichert ihm auch Kraftzuwendung, ein schwacher Wille jedoch versagt .... Und wieder ist nur eines nötig, um einen schwachen Willen zu verstärken .... der Glaube an Jesus Christus ....

Wohl werden gerade die Menschen, die noch stark belastet sind mit Eigenarten aus ihren Vorstadien, den Glauben an Jesus Christus nicht haben, doch so sie sich nur damit verstandesmäßig auseinandersetzen, geben sie schon den Willen kund, die Wahrheit zu ergründen, und es wird ihnen geholfen, eine rechte Lösung zu finden .... Wo aber die Frage um Jesus Christus unbedenklich verworfen wird, wo man sich nicht um Antwort bemüht, dort eben ist der Wille offensichtlich nach unten gerichtet, und dort wird der Mensch wohl ein Opfer der Kräfte von unten, doch er selbst will es, und nicht seine Veranlagung ist schuld daran. Denn der Mensch kann wollen in beiden Richtungen, ansonsten nicht von einem freien Willen gesprochen werden könnte. Und jeder Mensch kann und soll sich einmal die Frage stellen über seine Erdenlebensaufgabe .... Dazu ist ihm der Verstand gegeben worden ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Verantwortung der Eltern und Kinder ....
« Antwort #12 am: November 02, 2017, 05:52:03 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Verantwortung der Eltern und Kinder ....

BD 7149 empfangen 20.6.1958

Verantwortung der Eltern und Kinder ....

In völliger Unkenntnis beginnt ihr euer Erdendasein als Mensch. Die Seele ist noch von geistiger Finsternis umfangen, weil sie erst in den Zustand des Ichbewußtseins kommen muß, bevor sie nun auch darangehen kann, die dichte Hülle um sich aufzulösen. Sie kann dies auch schon tun, ohne ein besonderes Wissen empfangen zu haben, denn sie kann schon in frühester Jugend die guten Empfindungen in sich hervortreten lassen, obgleich sie nicht einer gewissen Erkenntnis gemäß handelt.

Aber es muß immer sich der Mensch seiner selbst bewußt sein, ansonsten sein Denken und Handeln nicht bewertet werden könnte. Ein solches Kind bringt schon frühzeitig in sich den Liebefunken zur Entfaltung; es ist gut, weil es von innen heraus dazu angetrieben wird .... wohingegen ein anderes Kind im gleichen Ichbewußtseins-Zustand den schlechten Trieben in sich nachgibt, obgleich es das leise Gefühl unrechten Handelns in sich spürt.

Von Erkenntnis kann in beiden Fällen noch keine Rede sein, doch der Liebefunke ist in jeden Menschen gelegt, und so ist die anfängliche Handlungsweise bei Kindern nur darum verschieden, weil deren Seelen verschieden auf das innere Drängen reagieren, aber ein jedes Kind sich doch bewußt ist, ob es gut oder schlecht handelt .... sowie es erst einmal selbst das Stadium des Ichbewußtseins erreicht hat.

Und nun wird dem Kind also langsam auch ein Wissen vermittelt .... es lernt Ordnungsgesetze kennen, d.h., es wird ihm stets mehr verständlich, und es wird es auch an sich selbst erfahren, was sich gut oder was sich schlecht auswirkt .... es wird ihm der Begriff von Gut und Böse beigebracht, und wieder werden nun die heranwachsenden Menschen verschieden reagieren, je nachdem sie selbst die Flamme der Liebe in sich entfachen und sich von innen heraus beeinflussen lassen. Und entsprechend wächst auch die Erkenntnis, oder die anfängliche Blindheit der Seele bleibt bestehen, denn das von außen dem Menschen zugeführte Wissen braucht noch lange keine Erkenntnis zu sein, sondern es wird erst dazu, wenn die Liebe im Menschen das Wissen belebt ....

Es kann zwar das Wissen den Verstand erfüllen, doch es bleibt dann immer nur ein Blendlicht, das nicht die Kraft hat, in der Seele des Menschen Helligkeit zu verbreiten, und die Seele darum weiter von Hüllen umgeben ist. Zur Verantwortung gezogen aber wird der Mensch von dem Zeitpunkt an, wo er sich seiner selbst bewußt ist, wo er in sich die Stimme des Gewissens vernehmen kann .... wo also das Gefühl für Gut oder Böse in ihm erwacht ist, was bei dem einen Kind früher, bei dem anderen später sein kann, aber die Voraussetzung ist dafür, daß es sich verantworten muß für sein Tun.

Doch immer wird der Schwäche einer solchen Seele Rechnung getragen, die frühzeitig wieder das irdische Leben hingeben muß. Immer wird der Reifegrad in Betracht gezogen und auch das dem Menschen bisher zugeführte Wissen. Denn volle Erkenntnis kann nicht als Maßstab gelten, da eine solche erst durch die Liebe gewonnen werden kann. Der Liebe entsprechend aber wird der Mensch gewertet, und diese kann in jedem Menschen entzündet werden und aufflammen, es kann aber auch der Liebefunke erstickt werden, und das bedeutet immer auch schlechtes Denken und Handeln, das in Erscheinung tritt, sowie sich der Mensch als Wesen bewußt wird, das seinen Willen gebrauchen kann und das diesen Willen gebrauchen wird entsprechend seiner bösen, nicht liebewilligen Seele und das sich auch einem ihm zugeführten Wissen verschließen wird .... also eine „Erkenntnis“ nicht diesen inneren bösen Trieb erstickt.

Erst wenn ein Kind beeinflußt werden kann, etwas Gutes zu tun, kann sich diese böse Triebhaftigkeit verlieren und dann sich auch die Stimme des Gewissens wieder vernehmlicher äußern. Und darum liegt eine übergroße Verantwortung auf den Eltern, die alles daransetzen sollten, in dem Kind die Liebe zu erwecken, die es anhalten sollen zu kleinen Hilfeleistungen und so in den Kindern das Gefühl der Hilfsbereitschaft ausbilden und allzu egoistische Triebe in ihnen zu ersticken ....

Denn sowie nur der Liebefunke entzündet worden ist, wird er sich auch ausbreiten, und es wird die Seele nicht mehr in Finsternis gehüllt sein, es wird von selbst Licht werden im Herzen, und das Denken und Handeln des Kindes wird nun schon ein bewußtes sein und ihm bald auch das Licht der Erkenntnis eintragen, sowie ihm nun das entsprechende Wissen vermittelt wird .... Denn die Liebe ist alles .... und zur Liebe fähig ist jeder Mensch, weil Gott Selbst in jeden Menschen einen Funken gelegt hat, den Anteil Seiner Selbst, um ihn aus dem Zustand des Todes in den Zustand des Lebens zurückzuführen ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Austritt aus der Mutterkirche ....
« Antwort #13 am: November 03, 2017, 04:49:42 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Austritt aus der Mutterkirche ....

BD 0400 empfangen 5.5.1938

Austritt aus der Mutterkirche ....

Die größte Torheit im Leben wird begangen, wenn sich die Menschen zurückziehen von ihrer Kirche, der sie angehören. Es ist kein leichter Stand, in dem sich heut die Geistlichen befinden .... sie tun ihr Möglichstes, um der Kirche ihre Schäflein zu erhalten, und doch sondert sich eines nach dem anderen ab und findet oft nicht mehr den Weg zurück .... Es ist dann unvergleichlich schwer, auf die Seelen solcher Abtrünnigen einzuwirken, was doch das Amt eines jeden Geistlichen ist und sein soll. Nun legt der Herr die Gabe des Lehrens in die Hand von Ihm auserwählter Diener .... nicht um die Geistlichen aus ihren Ämtern zu verdrängen, sondern um diesen behilflich zu sein, daß das, was außerhalb der Kirche sich befindet, auch in den Segen des Wortes Gottes gelangen soll. Doch wer höret und nimmt das Wort an ....

Es ist unsagbar schwer, sich den Geboten Gottes zu unterwerfen für den, der sich freiwillig getrennt hat von der Kirche .... Nicht daß jener keine Möglichkeit hätte, den rechten Weg zu gehen .... Wenn sein Herz ihm solches vorschreibt, was dem Herrn wohlgefällig ist, und er dieser Stimme folgt, erreicht er sehr bald eine Stufe, die ihn weit höher führen kann .... doch meist wollen diese Menschen, die sich trennen von ihrer Mutterkirche, von rein geistigen Dingen überhaupt nichts vernehmen. Sie leugnen alles und sind daher in einer äußerst gefahrdrohenden Lage, indem sie sich selbst den bösen Mächten ausliefern, da sie jeglichen Halt, der ihnen noch die Kirche war, dahin geben und sie viel eher geneigt sind, völlig glaubenslos zu werden, und ihre ganze Gedanken-Richtung nur der Gegenwart gilt .... sie aber ein Fortleben nach dem Tode leugnen und dies meist der Grund ist, weshalb sie sich trennen von dem bisherigen Glauben.

Lasset diese Menschen einmal in große Not geraten, so wissen sie nicht ein noch aus .... sie suchen dann ihren Gott und wissen nicht, wo sie Diesen suchen sollen .... Die Geistlichkeit wird nimmermehr vermögen, die alte Zucht aufrechtzuerhalten, ihr ist die Kraft verlorengegangen, die den Verkündern des Gottes-Wortes ihr Amt erleichtert, denn auch ihnen selbst fehlt oft der wahre tiefe Glaube .... Sie können nicht mehr mit heiligem Eifer vertreten, was sie lehren, und so erklärt eines das andere.

Das Wort Gottes muß lebendig werden im Verkünder .... wer zum Volk spricht, muß von wahrer Liebe zum Heiland durchdrungen sein, dann wird ein jedes Wort, das seinem Mund entströmt, gesprochen sein vom Herrn Selbst .... dann wird auch jedes Wort eindringen in die Menschenherzen, und immer inniger wird sich zusammenschließen das Völkchen auf Erden, das dem Heiland nachfolgt und Ihm zu dienen bereit ist.

Doch wer die Mutterkirche verläßt, begibt sich der göttlichen Gnade, so er sich nicht aus freiem Willen durchringet im Herzen zur göttlichen Lehre .... Für die Jetztzeit ist ein solches Ringen im Herzen von übergroßem Wert, wollet ihr nicht untergehen. Wo sich eine Gemeinde zusammenfindet, um das Wort Gottes zu hören, dort wird der Boden vorbereitet, und ist dann im Menschen auch die Liebe tätig, so wird das Erdenkind auch bald den Segen von Gottes Wort spüren, indem es fähig ist, immer tiefer einzudringen in die göttliche Lehre, und ihm das rechte Verständnis für das Wort Gottes gegeben wird, und so ist der Grund zum Glauben gelegt in einer solchen Gemeinde, und untersteht diese Gemeinde einem treuen, Gott dienenden Hirten, so fassen die Worte des Herrn bald Wurzel in den Herzen der Gläubigen, und diese werden recht geführt auf dem Wege nach oben.

Darum bleibet eurer Mutterkirche treu, und verlasset sie nicht, denn eine jede kann euch geben die Grundlage, auf der ihr selbst euch zur Höhe entwickeln könnt, wenn ihr nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen höret, was euch der himmlische Vater zugehen läßt durch Seine Diener.

Wo ihr somit Gottes Wort höret, so wisset, daß der Herr Selbst durch diese zu euch spricht .... wisset, daß ein jeder, der dem Herrn dienet, ausersehen ist, das Wort zu verkünden, auf daß dereinst eine große Ernte sein soll .... und achtet alle Arbeiter im Weinberge des Herrn .... Wer Sein Wort verkündet, hat von Ihm den Auftrag und die Kraft .... diesen höret, und der Segen des Wortes Gottes wird euch überkommen alle Zeit ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Die Seele wählt ihren Aufenthalt selbst ....
« Antwort #14 am: November 03, 2017, 04:51:25 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Die Seele wählt ihren Aufenthalt selbst ....

BD 1006 empfangen 14.7.1939

Die Seele wählt ihren Aufenthalt selbst ....

Es hat die Seele ihren Aufenthalt im Fleisch sich selbst erwählet, und es ist sonach der Einwand unbegründet, es sei der Mensch gezwungen das, was er auf Erden ist. Es hat das Wesen sogar eine genaue Darstellung des Erdenlebens zuvor bekommen, es ist ihm der Weg auf Erden vorgestellt worden, desgleichen auch der Reifegrad, der in ebendiesem Leben erreicht werden kann, und es hat das Wesen in vollstem Einverständnis sonach den Fleischleib angezogen und ist bewußt das geworden, wozu es seine Zustimmung gegeben hat zuvor.

Wenn nun der Erdenwandel aus eigenem Verschulden ihm nicht die Reife bringt, so ist das lediglich dem Willen oder vielmehr Unwillen des Menschen zuzuschreiben, der das Leben nicht in der Weise nützet auf Erden, wie es genützet werden kann. Wer es versäumt, liebend tätig zu sein auf Erden, dessen Leben ist vergeblich gelebt, und es ist diese Betätigung in Liebe eben das Nötigste zur Erreichung des Vollkommenheitszustandes.

Und so die Seele solches bedenket, daß ihr die Verkörperung als Mensch Fesseln aller Arten schlägt, wenn sie bedenkt, daß allenthalben Gelegenheiten geboten werden, diese Fesseln zu lösen und in kurzer Zeit einen wahrhaft hohen Reifegrad erreichen zu können, dann ist das Erkennen des verfehlten Lebens für sie so unsagbar bitter, daß die Reue um die versäumte Gelegenheit für sie die wahre Hölle bedeutet .... Und aller geistigen Kraft kann es nicht gelingen, der Seele diesen Reuezustand zu ersparen, und darum setzet sie noch während des Erdendaseins der Seele gar mächtig zu .... und sucht sowohl geistig als auch leiblich ein irregehendes Wesen zu beeinflussen und der Seele Verantwortungsgefühl zu wecken, auf daß sie erkennt ihre Aufgabe auf Erden und ihrem Befreiungswerk mehr Beachtung schenkt.

Hat der Mensch einmal sich vorgestellt, daß nur sein Wille ihn befreit von seinen Fesseln, daß anderenfalls aber auch der verkehrte Wille das spätere Leben der Seele gefährdet, so lebte er nicht mehr gedankenlos in den Tag hinein, sondern sucht sich geistige Vorteile zu erringen, und gleichzeitig nützt er alle Gelegenheiten zur Ausübung der Liebe an dem Nächsten, denn es spüret die Seele gerade darin ihre eigentliche Aufgabe, zudem weilet sie auch gern in den Sphären, da sie den Körperdruck nicht spüret.

Sie hat das Leben wohl auf sich genommen mit dem Vorsatz, es zu nützen, um die Vollkommenheit zu erreichen, doch es kommt das falsche Denken im Erdenleben zumeist davon, daß die Seele nicht rasch genug zum Erreichen dieses Zustandes kommt und sonach sich irdisch schadlos hält, d.h. die Scheingüter als rechtes Gut ansieht und die wahre Bestimmung auf Erden verkennt, dann aber die vermeintliche Schuld in einem sie außergewöhnlich belastenden Erdenleben sucht, während sie selbst sich diesen belastenden Zustand schafft. Ein rechtes, Gott wohlgefälliges Leben auf Erden in tätiger Nächstenliebe wird den Menschen so über sich hinauswachsen lassen, daß er der scheinbar mißlichen Verhältnisse gar nicht mehr inne wird und also ihm das selbstgewählte Leben im Fleisch vollste Erlösung bringt ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Selbsterlösung .... Nur mit Jesus Christus ....
« Antwort #15 am: November 03, 2017, 09:49:29 Vormittag »
Gott als Lehrmeister....

Selbsterlösung .... Nur mit Jesus Christus ....

BD 5106 empfangen 17.u.18.4.1951

Selbsterlösung .... Nur mit Jesus Christus ....

Niemand wird sich aus eigener Kraft erlösen können, und doch hängt es allein von seinem Willen ab, ob das Erdenleben einem Menschen restlose Erlösung bringt aus dem gebundenen Zustand, der Folge war des einstigen Abfalles von Gott. Erlösung also bedeutet Freiwerdung aus der Gewalt des Satans, der die geistigen Wesen trennte von Gott, der sie sündig und unglückselig werden ließ. Diese Erlösung aus eigener Kraft zuwege zu bringen ist dem einst gefallenen Geistigen unmöglich gewesen, bis Jesus Christus zur Erde niederstieg, um als Mensch dieses Werk zu vollbringen. Er stand als Gegner auf wider den Satan und besiegte ihn, d.h., Sein Wille war so stark, daß Er ihm Widerstand leistete, daß Er die Liebe als Gottes Anteil in Sich zur Entfaltung brachte in einem Maß, das den Gegner Gottes machtlos werden ließ, weil die Liebe Kraft aus Gott ist.

Diese Liebe zu entfachen ist einem jeden Menschen möglich, also könnte sich auch ein jeder Mensch selbst erlösen, wenn er es will .... Doch eben der Wille ist geschwächt durch die einstige Sünde, der Mensch ist dem Gegner Gottes unterlegen, und seine eigene Kraft genügt nicht, sich von ihm zu befreien, weil der Liebewille zu gering ist als Erbteil dessen, der bar jeder Liebe ist. Durch Jesus Christus aber ist der Mensch in die Lage versetzt worden, den Liebewillen zu erhöhen, sowie er sich der Gnaden des Erlösungswerkes bedient, sowie er Ihn als Beistand hat, Der für ihn am Kreuz gestorben ist und mit Seinem Blut den Kaufpreis gezahlt hat für alle Seelen an den Gegner Gottes .... Dieser kann ihn nun nicht mehr gefesselt halten, wenn der Mensch selbst sich befreien will.

Also ist die Erlösung des Menschen auf der Erde wohl ein Werk des freien Willens, der aber erst dann in der rechten Richtung tätig wird, wenn Jesus Christus als Erlöser der Menschheit angerufen wird um Hilfe. Dann erlöset sich der Mensch selbst, was er aber ohne Jesus Christus nicht kann, da ihn dann noch der Satan in der Gewalt hat, dessen Macht nur durch Jesus gebrochen wurde, also der Mensch sich hinter Ihn stellen muß, um aus der Gewalt des Satans loszukommen. Selbsterlösung ohne Jesus Christus ist eine Unmöglichkeit, mit Ihm aber sehr wohl zu vollbringen, aber der Mensch muß erst den Willen aufbringen, sich frei zu machen, ansonsten auch der göttliche Erlöser das Werk der Erlösung an ihm nicht ausführen kann, wenngleich Er für alle Menschen gestorben ist am Kreuz.

Doch keinem Menschen ist es verwehrt, die von Ihm erworbenen Gnaden in Anspruch zu nehmen, weshalb also auch die gesamte Menschheit teilhat an dem Erlösungswerk Christi, was aber nicht besagt, daß Menschen wider ihren Willen erlöst werden .... (18. 4.1951) Sie können sich im freien Willen Jesus Christus zu eigen geben, aber auch dem Satan treu bleiben, der gewissermaßen beteiligt war an der Erschaffung des Geistigen, weil er die Kraft dazu von Gott bezog, jedoch nach seinem Willen die Kraft nützte und so auch willensmäßig den Widerstand gegen Gott in die Wesen legte, von dem Jesus Christus durch Seine übergroße Liebe sie erlösen will ....

Erlösungswerk ist vollbracht für Alle, doch kein Wesen wird zwangsmäßig erlöst, sondern es muß selbst des Willens sein, erlöst zu werden durch Jesu Christi Blut .... ansonsten das Erlösungswerk vergeblich für dieses Wesen vollbracht worden ist, weil es noch immer im Satan seinen Herrn an erkennt und kein Verlangen hat, seiner Macht zu entfliehen ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Selbstbestimmungsrecht .... Selbsterlösung ....
« Antwort #16 am: November 03, 2017, 09:51:48 Vormittag »
Gott als Lehrmeister....Selbstbestimmungsrecht ....

BD 1877 empfangen 5.4.1941

Selbstbestimmungsrecht .... Selbsterlösung ....

Das Gesetz der Selbstbestimmung ist für das Wesenhafte von größter Bedeutung, denn es wurde ihm dadurch eine gewisse Freiheit zugebilligt, die erst ein Vollkommenwerden ermöglicht. Solange das Wesen unter dem Einfluß des Gegners Gottes steht, ist es von diesem völlig abhängig, sowohl in seiner Gesinnung wie in seiner Tätigkeit. Die Gesinnung wird immer gegen Gott gerichtet sein, wie die Tätigkeit gleichfalls stets dem göttlichen Willen widersprechen wird. Jedoch könnte das Wesen trotz seiner gegen Gott gerichteten Einstellung nicht zur Verantwortung gezogen werden, solange es zwangsmäßig der bösen Macht ausgeliefert wäre .... Erst die Freiheit des Willens rechtfertigt eine nachträgliche Verantwortung.

Und so nahm Gott dem Gegner die Macht über das Wesenhafte und stellte es also frei in die geistige Welt und ließ ihm die freie Entscheidung für oder wider Ihn. Es sollte von keiner Seite einen Zwang verspüren, sondern Gott wollte, daß das Wesenhafte von selbst nach Ihm zurückverlangte, und gibt ihm daher auf Erden die äußerste Freiheit und auch Kenntnis über Sinn und Zweck des Erdenlebens, Vorteil und Nachteil einer falschen Einstellung. Er hält ihm die Freuden des Jenseits einerseits sowie den qualvollen Reuezustand andererseits vor, und Er will dem Wesenhaften dadurch selbst die Entscheidung leichtmachen, diese aber muß das Wesen selbst treffen. Sowie Gott dem Gegner die Macht nahm über die von dessen Willen erschaffenen Wesen, lockerte Er auch seine Macht diesen Wesenheiten gegenüber .... Er setzte die Wesenheiten in die Lage, sich frei entscheiden zu können, letzteres aber blieb ihnen selbst anheimgestellt.

Und so ist es göttlicher Wille, daß nichts im Weltall in der Unfreiheit des Geistes sich befinde .... obzwar das Stadium des freien Willens im Menschen von Gott gelenkt wird, hat dies doch nichts mit seiner Selbstbestimmung zu tun. Die Seele, das Wesenhafte im Menschen, bleibt völlig frei und kann sich nun entscheiden für das Irdische, für die Materie, die Anteil ist des Bösen, weil sie das unerlöste Geistige in sich birgt .... oder auch für das Geistige in sich, das nach der freien Entscheidung die Verbindung eingeht mit dem lichtvollen Geist, der war von Ewigkeit.

Jeglicher Zwang der Seele scheidet aus, und folglich kann man auch von einer Selbsterlösung sprechen, da eben dieser Wille, die freie Entscheidung, entweder Erlösung oder Gebundensein nach sich zieht. Und somit hat jedes Wesen die Verantwortung für sein Leben in der Ewigkeit selbst zu tragen, da es in völliger Freiheit sich wenden kann zu Gott, zum Ausgang seiner Kraft, oder auch zum Gegner Gottes, der seinen Gott-entgegen-gerichteten Willen tätig werden ließ bei der Erschaffung jener Wesenheiten ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Vormenschen? ....
« Antwort #17 am: November 04, 2017, 06:37:30 Vormittag »
Gott als Lehrmeister .... Er läßt sich finden

BD 9022 empfangen 22.7.1965

Vormenschen? ....

Ihr brauchet euch nur an Mich zu wenden mit der Bitte, euch Aufklärung zu schenken, und Ich werde nicht zögern, euch diese zu geben. Ihr wisset es nicht, daß der Schöpfungsakt endlose Zeiten erfordert hat, denn ihr messet mit euren jetzigen Zeitbegriffen, während der Schöpfungsakt Ewigkeiten erforderte, die ihr euch verstandesmäßig nicht ausdenken könnet. Und daher seid ihr auch recht orientiert, wenn ihr das Leben der Präadamiten als lange vor dem Menschen .... der als rechter Mensch anerkannt wurde durch das Ichbewußtsein, den Verstand und den freien Willen .... annehmet. Doch es schließt das nicht aus, daß diese Menschen (nicht) um die Vormenschen gewußt haben, daß sie also von ihrer Existenz wußten, nur diese als lange vorhergehend bezeichneten.

Doch das war erst nach dem Sündenfall, als Ich von oben Lichtwesen unter die Menschen sandte, die sie auch aufklärten über den Gang zuvor durch alle Schöpfungen hindurch .... Zuvor aber war ihnen jegliches Wissen darum fremd, und also hatten sie auch kein Vorwissen von jenen Menschen-ähnlichen Wesen, da .... wo immer Menschen erschaffen wurden .... auch diese Wesen ausgestorben waren. Da aber die Bevölkerung mit Menschen nur langsam vor sich ging .... entsprechend den ausgereiften Urgeistern .... erstreckte sich der Schöpfungsvorgang auf endlose Zeiten, und so war die Erde auch nicht zu gleicher Zeit überall bevölkert von Menschen, dagegen starben die Präadamiten erst dann aus, wenn das Schöpfungswerk „Mensch“ in Erscheinung trat.

Die Vormenschen haben also nicht zu gleicher Zeit mit den Menschen zusammen gelebt, aber zu verschiedener Zeit erst ist der Mensch geschaffen worden, denn auch die Erde war ganz verschieden gestaltet und brauchte auch diese Verschiedenartigkeit, weil sich auch die Urgeister verschieden entwickelt hatten, was euch Menschen noch nicht recht verständlich ist.

Es ist nicht so, daß schlagartig auf der Erde Menschen erschaffen wurden, sondern es ist alles in einer Weise vor sich gegangen, daß man von periodenmäßiger Erschaffung reden kann, und eine jede Periode hatte solche Wesen hervorgebracht, bevor dann als letztes Erschaffungswerk der Mensch mit Ichbewußtsein, Verstand und freiem Willen ins Leben trat.

Wenn Ich nun den Ausdruck gebrauche: zur gleichen Zeit, so will Ich damit sagen, zur gleichen Schöpfungsperiode, die aber so lang ist, daß sie nicht mit Zahlen belegt werden kann .... daß aber jene Vormenschen dem eigentlichen Menschen vorangegangen sind, weil bei Mir es keinen Zeitbegriff gibt und vor Mir tausend Jahre sind wie ein Tag. Und es hat der ganze Schöpfungsakt so lange Zeit erfordert, daß die Menschen keine Zeitbestimmung mehr aufbringen können, daß nur das eine nicht geleugnet werden kann, daß sich alles von der Materie an, durch die Stein- und Pflanzenwelt .... durch das Tierreich bis zum Menschen entwickelt hat, daß aber immer wieder Ich für die weiter entwickelten Seelenteilchen auch eine neue Außenform geschaffen habe.

Daß aber immer wieder der Ausdruck „sie haben sich entwickelt zu dem nächsten Wesen“ nur die seelische Entwicklung betrifft, doch jede Außenform eine Neuschöpfung war und immer dann vergeht, wenn sie ihren Zweck restlos erfüllt hat, (Der Ausdruck „sie haben sich entwickelt zu dem nächsten Wesen“ betrifft also nur die seelische Entwicklung, doch jede Außenform war eine Neuschöpfung, die immer dann verging, wenn sie ihren Zweck restlos erfüllt hatte), weshalb also auch viele Wesen wieder vergangen sind, wenn dann die Menschen ins Leben traten, die selbst schaffen und gestalten konnten nach ihrem Willen ....Also die Menschen lebten nicht zur gleichen Zeit mit den Vormenschen zusammen, was aber nicht ausschließt, daß sie zu gleicher Zeit die Erde belebten, nur örtlich waren sie so weit auseinander, daß sie nichts von ihnen wußten, weil dort noch nicht die Zeit gekommen war, daß der Mensch die rechten Lebensbedingungen vorfand, die er benötigte. Nur das eine muß klargestellt werden, daß die Erde nicht belebt wurde zu gleicher Zeit mit voll verantwortlichen Menschen, sondern diese kamen erst lange Zeit nachher, während die Vormenschen noch existierten dort, wo die Entwicklung der Erde noch nicht soweit fortgeschritten war.

Es ist schwer, euch Menschen ein Bild zu entwickeln, wie der ganze Schöpfungsvorgang sich abgespielt hat, denn einesteils könnet ihr euch weder die Zeitspanne vorstellen, in der dieses Werk geschah, und anderenteils nicht den unermeßlichen Raum, der belebt werden mußte mit den Seelenpartikelchen der gefallenen Urgeister. Und dazu war eine solche Vielfalt nötig, die nur allein Mein Denken zuwege brachte, daß Ich alles als kleinstes Schöpfungswerk vor Mir ersah und es auch gleichzeitig als vollbrachtes Werk erstand .... daß die Schöpfungen immer größere Formen annahmen, in denen die Seelenpartikelchen ausreifen sollten, und es wimmelte von Schöpfungen verschiedenster Art .... und daß Ich jedes Schöpfungswerk dorthin versetzte, wo ihm Ausreifungsmöglichkeiten geboten wurden.

Und so war der Vormensch eine Schöpfung, die Ich immer dort einsetzte, wo das kommende Menschengeschlecht zu erwarten war, das einmal die Erde in Besitz nehmen sollte, um ihren Ausreifungsprozeß zu Ende zu führen. Daß nun aber zeitlich die Erde überall die gleichen Bedingungen aufweisen konnte, schaltete bei Meinem vielseitigen Gestaltungswillen aus, und es gibt auch heut noch weite Landstrecken, wo kein Mensch existieren kann, weil ihm die Lebensbedingungen fehlen, wofür Ich auch Meinen Grund habe. Doch das eine steht fest, daß die Außenform des Menschen ein Werk Meiner Liebe gewesen ist, daß Ich den Menschen als Mein Ebenbild geschaffen habe und daß er auch seiner Seele nach wieder zu Meinem Ebenbilde werden soll, was aber bei jenen Vormenschen nicht der Fall gewesen ist, sie sich also auch nicht zu dem Menschen entwickeln konnten, der er nun ist, ganz gleich, ob er die seelische Reife erreicht oder nicht.

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Umformen der Kraft zu Schöpfungen ....
« Antwort #18 am: November 04, 2017, 06:43:03 Vormittag »
Gott als Lehrmeister....

BD 8569 empfangen 25.7.1963

Umformen der Kraft zu Schöpfungen ....

Es mußte alles ichbewußte Wesenhafte, das abgefallen war von Mir, aufgelöst werden, denn als Wesen erfüllten sie nicht mehr ihre Bestimmung, die Ich ihnen zugewiesen hatte, sondern sie hätten gegen Mich gewirkt, wenn sie noch dazu fähig gewesen wären .... Sie wiesen jedoch Meine Liebekraft zurück, die sie zur weiteren Tätigkeit befähigt hätte .... Und so verhärteten sie in sich, weshalb Ich sie auflöste in zahllose Partikelchen, also die einst als „Wesen“ ausgestrahlte Kraft umformte zu Schöpfungen anderer Art, die nun im Grunde des Grundes jenes Wesenhafte waren in anderen Verformungen.

Wenn ihr nun die Schöpfungswerke um euch betrachtet, so wisset, daß diese alle das gefallene Geistige bergen, das Mir nicht dienen wollte nach Meinem Willen und nun im Mußzustand dienet, d.h. naturgesetzlich zu seiner Tätigkeit veranlaßt wird. Denn es hat ein jedes irdische Schöpfungswerk seinen Zweck und seine Bestimmung, es dienet zum Erstehen oder zur Erhaltung wieder anderer Schöpfungswerke, wie dies Meine Liebe und Weisheit erkannte als zweckmäßig und geeignet, das in ihnen sich bergende Geistige zum Ausreifen zu bringen
Gott als Lehrmeister.... Umformen der Kraft zu Schöpfungen ....

Es hat sich das einstige ichbewußte Wesenhafte im freien Willen gesträubt gegen die Anstrahlung Meiner Liebekraft, und also sträubte es sich auch gegen jegliches Wirken in Meinem Willen .... Es verlor das Ichbewußtsein, weil es aufgelöst wurde in seine Ursubstanz, in die Kraft, die nun wieder in allen Schöpfungswerken erkenntlich ist .... Denn jegliche Kraft, die Mir, als dem Urquell der Kraft, entströmte, muß wirksam werden nach Meinem Willen .... Ein Wirken gegen Meinen Willen werde Ich zu verhindern wissen und darum versetzte Ich das gefallene Wesen in einen Zustand, wo es also insofern in Meinem Willen wirksam wurde, als daß es dienen mußte und dadurch aber auch seine Aufwärtsentwicklung garantiert war, die Zweck und Ziel jeden Schöpfungswerkes ist: das in ihm gebundene Geistige zum Ausreifen zu bringen, bis sich alle aufgelösten Substanzen wieder gesammelt haben und wieder zu dem ichbewußten Wesen geworden sind, als das Ich es einstmals erschuf .... um dann als Mensch über die Erde zu gehen wieder mit dem Ziel und Zweck, sich gänzlich in Meinen Willen einzufügen und also die Vereinigung mit Mir zu finden ....

Im Stadium als Mensch nun ist das Wesen wieder ichbewußt, und es erfährt nun auch Meinen Willen, dem es nur nachzukommen braucht, um auch das letzte Ziel .... den Zusammenschluß mit Mir, zu erreichen, denn Mein Wille fordert nur einen Lebenswandel in Liebe .... Mein Wille ist, daß das Wesen jegliche Eigenliebe, die ihm anhaftet als Erbübel Meines Gegners, umwandelt in uneigennützige Nächstenliebe .... Mein Wille ist nur eine Wandlung seines Wesens, das bar jeder Liebe ist, zur Liebe zu Mir und zum Nächsten .... Es muß das Wesen unweigerlich die Liebe wieder annehmen wollen, die es einstens zurückwies, dann erst kann es zu Mir zurückkehren und als Mein Kind aufgenommen werden in Mein Reich des Lichtes und der Herrlichkeit ....

Dann erst ist der Rückführungsprozeß, den jedes gefallene Wesen zu Ende führen muß, erfolgreich gewesen, und das Wesen ist zurückgekehrt zu Mir in sein Vaterhaus .... Wenn ihr über den eigentlichen Sinn und Zweck des Erdenlebens Bescheid wisset, dann werdet ihr euch auch bemühen, Meinen Willen zu erfüllen, und ihr werdet euch auch der Verantwortung des Erdenlebens als Mensch bewußt sein .... Es wird euch auch verlangen danach, mehr zu erfahren, denn das Verlangen nach Licht wird in euch geweckt werden, sowie ihr euch nur nicht wehret gegen Meine Liebeanstrahlung, die immer dann erfolgen kann, wenn der Mensch sich Mir zuwendet in Gedanken, im Gebet oder Liebewirken .... Denn er soll während des Erdenlebens seinen Mir zugewandten Willen beweisen, um seine bewußte Rückkehr zu Mir zu bezeugen ....

Dieser letzte Willensentscheid auf der Erde wird von dem Menschen verlangt, weil er nun wieder das ichbewußte Wesen ist, das einstens seinen Willen verkehrt richtete, und er nun die Wandlung seines Willens offen kundgeben muß, um wieder in seine alten Kindesrechte aufgenommen werden zu können, um von Mir wieder mit Meiner Liebe angestrahlt werden zu können, wie es war im Anbeginn .... Denn nun wird das Wesen auch die Liebekraft wieder in Meinem Willen verwerten .... Es wird sich schaffend und gestaltend betätigen im geistigen Reich, und es wird nimmermehr die Bindung lösen mit Mir, weil seine Liebe zu Mir so mächtig geworden ist, daß sie es ganz erfüllt ....

Es soll euch nur immer wieder Kenntnis zugehen darüber, was ihr waret, was ihr seid und was ihr werden sollet .... Denn dies allein begründet euren Erdenlebenszweck, und setzet ihr euch mit einem solchen Wissen auseinander, so lebet ihr auch euer Erdendasein bewußt. Und das bezwecke Ich durch Meine direkte Ansprache von oben, daß ihr nicht gleichgültig durch euer Erdenleben dahingeht und Zweck und Ziel gänzlich unbeachtet lasset, und Ich werde auch niemals aufhören, euch Menschen darüber ein Wissen zuzuleiten, auf daß ihr auch Mich Selbst erkennen sollet und ihr Mir nun auch bewußt zustrebet und dadurch eure letzte Erdenlebensprobe bestehet .... auf daß ihr endgültig zu Mir zurückkehret und wieder selig seid, wie ihr es waret im Anbeginn ....

Amen



Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Stadium des Ich-Bewußtseins ....
« Antwort #19 am: November 04, 2017, 07:10:11 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Stadium des Ich-Bewußtseins ....

BD 7413 empfangen 20.u.21.9.1959

Stadium des Ich-Bewußtseins ....

Ihr Menschen seid euch eures Ichs bewußt .... Und das ist das Zeichen, daß ihr Wesen seid mit Intelligenz, d.h., daß ihr denkfähig seid und somit Wesen, die von Gott ausgegangen sind, die erschaffen wurden als Seine Ebenbilder und die darum auch sich ihrer selbst bewußt waren. Zwischen dieser Zeit und der Zeit, da ihr nun auf Erden wandelt, liegt aber eine endlos lange Zeit, wo ihr eures Ich-Bewußtseins beraubt waret, eine Zeit, wo ihr wohl auch als etwas Wesenhaftes die Schöpfungswerke belebtet, aber dieses Wesenhafte sich nicht seiner selbst bewußt war, weil es immer nur als Teilchen eines einst selbstbewußten Wesens durch diese Schöpfungswerke hindurchging.

Erst nachdem sich alle Teilchen wieder gesammelt hatten, verkörperte sich das Wesen als Mensch und trat dann auch wieder in das Stadium des Ichbewußtseins ein, in dem es nun auch eine Aufgabe zu erfüllen hat. Als Mensch trägt daher das Wesen nun auch eine gewisse Verantwortung für seine Entwicklung, weil es verstandesmäßig in der Lage ist, das Für und Wider des Lebenswandels zu erkennen, also daß es beurteilen kann, wie sich sein Lebenswandel auf das eigentliche Ich des Menschen .... die Seele .... auswirkt.

Solange sich das Wesen in den Vorstadien seiner selbst nicht bewußt war, hatte es auch keine Verantwortung zu tragen, und es stand unter dem Mußgesetz .... es führte aus, was ihm durch Gottes Willen zugewiesen worden war. Es handelte im Instinkt, d.h. gelenkt von geistigen Intelligenzen, die das Geistige in den Schöpfungswerken so beeinflußten, daß es die Tätigkeit ausführte, die seine Bestimmung war.

Anders verhält es sich nun im Stadium als Mensch, wo es selbst über sich bestimmen kann, wo es denkt und handelt, wo es als ichbewußtes Wesen volle Freiheit hat im Denken, Wollen und Handeln .... Und es soll nun bewußt denken und wollen und handeln nach dem Willen Gottes, es wird nicht mehr vom Willen Gottes bestimmt, sondern sein eigener Wille soll bestimmen und immer unter dem Eindruck des Ichbewußtseins, denn der Mensch empfindet sich selbst als bestimmend, er ist sich seiner selbst bewußt .... Er steht nicht mehr unter fremdem Einfluß, sondern er selbst richtet seinen Willen nach seinem Belieben, und er weiß auch, daß er sich dafür verantworten muß, wie er ihn richtet.

Und das unterscheidet den Menschen vom Tier, das auch schon in seiner Entwicklung weit fortgeschritten ist, aber bis zur letzten Verkörperung als Mensch immer ein Wesen bleibt, das unter dem Mußgesetz steht und nicht frei über sich selbst bestimmen kann, mag es noch so intelligent scheinen. Es hat noch nicht das Ichbewußtsein zurückerlangt und ist sonach noch nicht auf der letzten Verkörperungsstufe angelangt. Aber es wird auch die letzte Stufe erreichen, denn alles Geistige nimmt einmal seinen Erdenlebensgang auf sich, wo es sich als Mensch verkörpert und sich auch des Ichs bewußt ist.

Daß aber der Mensch ein ichbewußtes Wesen ist, müßte ihn auch darauf schließen lassen, daß sein Schöpfer und Gestalter, sein Gott von Ewigkeit, kein wesenloser Geist sein kann, sondern daß er gleichfalls als höchst vollkommenes Wesen denkfähig ist und einen freien Willen hat, ansonsten nicht aus Ihm solche Geschöpfe hätten hervorgehen können, die diese Zeichen der Göttlichkeit aufweisen. (21.9.1959) Denn vom Menschen .... dem Erschaffenen .... kann auch auf Gott, den Schöpfer, geschlossen werden. Es muß das höchste Wesen ichbewußt sein, gleichwie der Mensch ichbewußt ist, nur in höchster Vollkommenheit, weil der Mensch unwiderlegbar ein noch unvollkommenes Wesen ist.

Aber das Ichbewußtsein hat er trotz aller Unvollkommenheit, und dieses erst macht den Menschen zu einem göttlichen Wesen, das Ihm gleich geschaffen war und wieder zur gleichen Vollkommenheit werden soll, in der es einstens ausgegangen ist von Gott. Das „Ichbewußtsein“ ist das größte Wunder am Schöpfungswerk „Mensch“ ....

Das sollten sich die Menschen einmal bedenken, daß sie ein totes Leben führen würden, besäßen sie nicht dieses Ichbewußtsein, das einem jeden Menschen erst den persönlichen Stempel gibt: sich selbst zu erkennen als ein Wesen, das denkfähig ist, und nun über sich selbst bestimmen zu können im freien Willen, weil der Mensch über sich selbst auch nachdenken kann und er sich selbst in den Rahmen der Schöpfung einfügen kann im Bewußtsein des Ichs .... im Bewußtsein, selbst bestimmen zu können, was sein „Ich“ will ....

Das Ichbewußtsein ist ein offensichtliches Zeichen der Göttlichkeit, denn es ist ein Zeichen der Zugehörigkeit zu einem gleichartigen Wesen, Das ihn ins Leben rief .... wenn auch das Wesen als Mensch nur ein Zerrbild dessen ist, was Gott einst schuf .... aber er hat das Ichbewußtsein erhalten und kann daher auch wieder sich selbst zum Urwesen gestalten, das er war im Anbeginn.

Es kann im Stadium als Mensch .... im Stadium des Ichbewußtseins .... alles, was es will, selbst wenn ihm die Ausführungsmöglichkeit zuweilen beschnitten wird durch den Willen Gottes, aber es ist fähig, zu planen und zu denken, immer von sich selbst ausgehend, immer im Mittelpunkt alles Geschehens sich fühlend, weil es weiß, daß es da ist und dieses Bewußtsein auch nicht mehr verliert.

Darum aber wird es auch einmal zur Verantwortung gezogen, wie es sich selbst eingestellt hat im Erdenleben zu dieser großen Gnade, zu wissen, daß es ein ichbewußtes Wesen ist, das von einem Schöpfer gestaltet wurde, um sich selbst erkennen zu können und von sich aus auch das rechte Verhältnis zu seinem Schöpfer herzustellen .... Die Denkfähigkeit gehört zum Ichbewußtsein und kann erst die rechten Früchte zeitigen, immer aber muß der freie Wille tätig sein, der ebenso zu einem göttlichen Geschöpf gehört .... Und dieser freie Wille muß alle göttlichen Gaben recht verwerten, dann wird das Wesen auch während des Erdenlebens als Mensch den Weg nehmen, der unwiderruflich zur Rückwandlung führt, und es wird ins Vaterhaus zurückkehren in aller Vollkommenheit, so wie es einst von dort seinen Ausgang genommen hat ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Lebendige Verbindung - Empfangen des göttlichen Wortes ....
« Antwort #20 am: November 05, 2017, 05:49:13 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 5583 empfangen 21.1.1953


Lebendige Verbindung - Empfangen des göttlichen Wortes ....

Die lebendige Verbindung mit Mir erfährt durch die Zuleitung Meines Wortes ihre Krönung .... Es hat der Mensch einen Beweis Meiner Gegenwart, die ihn nun auch beseligen und über die Erde hinaus entrücken würde, wenn Ich ihn der großen Gnade bewußt werden ließe, die ihm durch diese lebendige Verbindung mit Mir geschenkt wird.

Um seiner selbst willen aber wird er von dem überaus strahlenden Licht nicht in seiner ganzen Kraft getroffen, denn die Seele könnte dann nicht mehr auf Erden weilen, so sie bewußt in das geistige Reich geschaut hätte .... Und eine jede Übertragung Meines Wortes ist eine Schau ins geistige Reich, das die Seele wohl erlebt, nicht aber dem menschlichen Verstand das Geschaute vermitteln kann. Der Mensch muß noch in irdischen Sphären weilen, und das Licht bestrahlt ihn darum nur in dem Grade, wie er es vertragen kann, um nicht untauglich zu werden für das Erdenleben.

Doch der Seele Vorteil ist unfaßbar für euch, und ihr kann ewig nicht mehr genommen werden, was sie einmal in Empfang nehmen durfte, was ihr Meine Liebe bot .... das lebendige Wort zu empfangen, vom Vater von Ewigkeit angesprochen zu werden, Seine Gegenwart sonach beweisbar erfahren zu haben ist etwas so Gewaltiges, daß es euch Menschen erdrücken würde, so ihr volles Verständnis dafür hättet, so ihr von Meinem Liebestrahl in seiner ganzen Kraft berührt würdet.

Zudem fordere Ich eure ganze Hingabe des freien Willens .... Dieser aber wäre nicht mehr frei, so ihr einmal die Seligkeit der Verbindung mit Mir genießen würdet .... Ihr würdet dann um dieser Seligkeit willen Mir gänzlich untertan sein, ihr wäret dann schon selige Geister schon auf Erden .... und doch noch nicht so vollkommen, um aufgenommen werden zu können in das Reich des Lichtes, weil der Wille ohne jeglichen Zwang sich Mir unterstellen soll, weil ihr noch ringen müsset auf Erden und auch eure Hingabe an Mich ein Überwinden eurer Fehler und Schwächen, eurer irdischen und körperlichen Begierden sein soll, auf daß eure Seele stets mehr und mehr geläutert wird und dadurch befähigt, die Seligkeit Meiner Nähe zu ertragen ....

Was ihr tun sollet auf Erden für Mich und Mein Reich, muß gänzlich euer freier Wille sein, und dieser wird so lange zur eigenen Tätigkeit angeregt, wie ihr euch schwach fühlt, wie ihr euren Abstand von Mir noch fühlet. Und diesen freien Willen lohne Ich euch wahrlich mit höchster Seligkeit, doch erst, so ihr den irdischen Leib ableget und ihr eure Arbeit für Mich und Mein Reich als selige Geister beginnet .... Dann werdet ihr die Kraft Meines Wortes, die Wonne Meiner Liebeausstrahlung empfinden als himmlische Glückseligkeit, und dann auch werdet ihr erkennen, welch unfaßbares Gnadengeschenk ihr besaßet auf Erden, und Mir danken ewiglich für den Beweis Meiner Liebe, die euch half zu eurer Vollendung ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Gottes Wort Gnadengabe .... Unglaube an Verbindung mit Gott ....
« Antwort #21 am: November 05, 2017, 05:52:38 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden.... Lebendige Verbindung

BD 4806 empfangen 30.12.1949

Gottes Wort Gnadengabe .... Unglaube an Verbindung mit Gott ....

Die Gnadengabe einer direkten Verbindung mit Mir ist von so unschätzbarem Wert, daß die Menschen nicht dankbar genug sein können, Worte der Liebe von Mir zu hören, die sonst niemals ihr Ohr berühren könnten. Denn nicht nur dem direkten Empfänger Meines Wortes gilt dieses, sondern auch den Mitmenschen, die durch ihn davon Kenntnis nehmen, wenngleich es erst den Willen der Menschen voraussetzt, Mich sprechen zu hören, ansonsten Mein Wort den einzelnen wie von Menschen gesprochenes Wort berührt.

Ihr alle könnet euch in den Besitz einer Gnadengabe setzen, wenn ihr dazu nur den Willen habt .... wenn ihr es wollet, daß euer himmlischer Vater Sich euch zuneigt und euch mit Seinem Wort beglücket. Sehr wenige tragen aber diesen frommen Wunsch in ihrem Herzen. Unzählige Menschen wandeln auf dieser Erde, denen der Gedanke fremd ist, sich mit ihrem Vater und Schöpfer zu verbinden, um Seine Stimme zu vernehmen .... und die wenigen, die wohl das Verlangen haben, Mich zu hören, die glauben nicht daran, daß dies möglich ist .... Und so sind es nur einzelne, deren Glauben eine Verbindung mit Mir zuläßt, weil dieser Glaube durch die Liebe lebendig wurde und nur ein lebendiger Glaube eine hörbare Äußerung Meinerseits zuläßt.

Diesen wenigen nun liegt es ob, die Menschen aufzuklären über ihr Verhältnis zu Ihrem Schöpfer und um Dessen Bereitwilligkeit, Sich Seinen Geschöpfen kundzutun. Doch Glauben finden werden sie wieder nur dort, wo die Liebe wirket, wo also durch uneigennützige Liebetätigkeit der Geist geweckt ist, so daß dem Menschen glaubwürdig erscheint, was ihm über die lebendige Verbindung mit Mir gesagt wird. Und dann steigt in ihm gleichfalls der Wunsch auf, Mich sprechen zu hören. Ob er Mich nun direkt hört oder ihm Mein Wort durch Meine Diener vermittelt wird, ist in seiner Wirkung gleich, denn er wird das ihm vermittelte Wort erkennen und empfinden als von Mir gesprochen und es mit der gleichen Liebe in sich aufnehmen, als ob er einer direkten Ansprache von Mir gewürdigt wird. So wie sein Verlangen ist nach Mir, so ist auch die Erfüllung seines Verlangens ....

Die Liebeglut seines Herzens bestimmt auch den Seligkeitsgrad bei der Entgegennahme Meines Wortes, den aber mehr die Seele als der Körper empfindet. Ich setze euch Menschen dadurch in den Stand, Kenntnis zu nehmen von Meinem Willen und diesen zu erfüllen, da Ich euch gleichzeitig mit Meinem Wort auch die Kraft gebe. Es besteht die Möglichkeit einer Annäherung an Mich im höchsten Grade, so Mein Wille erfüllt wird. Und darum sorge Ich dafür, daß ihr um Meinen Willen wisset, und vermittle euch diesen durch Mein Wort.

Für alle, die an eine lebendige Verbindung mit direkt vermitteltem Wort nicht glauben, sende Ich Meine Boten aus, um von außen Mein Wort ihnen zu bringen, um ihnen das Evangelium zu verkünden, das Meinen Willen als Liebelehre zum Ausdruck bringt. Doch das von außen empfangene Wort wird erst lebendig, wenn es in das Innere des Menschen dringt und dort vom Geistesfunken belebt wird .... wenn also der Geist aus Mir tätig sein kann im Menschen, so daß das von außen kommende Wort ihm auch als Mein Wort erkenntlich ist.
Dann wird es seine Wirkung ausüben, es wird den Willen des Menschen lenken in die rechte Richtung, es wird durch die Liebe einen lebendigen Glauben gebären, der Mensch wird die lebendige Verbindung mit Mir herstellen und fähig werden, Meine Stimme selbst zu hören im Herzen. Dann aber ist er Mir schon sehr nahe, daß nur noch sein Erdenleben trennend zwischen uns steht .... Dann wird er als Mein Kind von dieser Erde scheiden und im geistigen Reich liebend empfangen werden vom Vater, von Dem er einst ausgegangen ist und wieder zurückgefunden hat, um sich ewiglich nicht mehr von Ihm zu trennen.

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Tätigkeit des Geistesfunken im Menschen ....
« Antwort #22 am: November 05, 2017, 05:57:08 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Tätigkeit des Geistesfunken im Menschen ....

BD 2150 empfangen 13.11.1941

Tätigkeit des Geistesfunken im Menschen ....

Der Wendepunkt im Erdenleben ist der Moment, wo die Seele dem Geist in sich die Freiheit gibt, daß dieser sich zur Höhe schwingen kann, um mit dem Geistigen außerhalb der menschlichen Seele in Verbindung zu treten.

Je früher dieser Vorgang einsetzt, desto eher erreicht der Mensch den Reifegrad, der Vorbedingung ist zum Empfangen von Licht und Wissen. Es ist der Mensch unwissend, solange der Geist in ihm noch nicht tätig ist, solange der göttliche Funke im Menschen schlummert, denn es kann das Geistige sich der menschlichen Seele nicht offenbaren; sie ist gleichsam unfähig, eine geistige Mitteilung zu fassen, denn ihr Reich ist die Erde, die Materie .... und Geistiges ist ihr noch völlig fremd. Erst wenn der Geistesfunke in ihr selbst tätig wird und versucht, Wissen aus dem geistigen Reich zu vermitteln, beginnt sie zu begreifen.

Es wird der Mensch so lange kein Verständnis haben für das, was nicht irdisch sichtbar oder greifbar ist, wie er sich nicht näher damit befaßt. Letzteres tut er aber erst dann, wenn ihm das irdisch Sichtbare und Greifbare nicht mehr genügt, also wenn die Erfüllung des körperlichen Begehrens ihm reizlos erscheint, er den Körper also außer acht läßt und Verlangen trägt nach höherem Wissen; .... wenn er plötzlich ein Manko erblickt in seinem derzeitigen Zustand .... wenn ihm das Leben nicht genügt, das er führt, und er sein Augenmerk richtet auf Dinge, die er mit bloßem Kopfverstand nicht ergründen kann.

Dann grübelt er, also er sendet seinen Geist zur Höhe, und nun verbindet sich der Geist mit dem Geistigen außer sich, das der Wesensart des Menschen entspricht. D.h., ist der Mensch gut und edel, wahrheitsliebend und im Verlangen nach Gott stehend, dann verbindet sich sein Geist mit dem Geistigen, das im gleichen Streben stand, das also das Gute, Wahre und Göttliche verkörperte .... Das aber im Gegensatz zum Menschen schon auf einer Vollkommenheitsstufe steht, die es befähigt, das sich ihm anvertrauende Geistige zu belehren.

Was der Geist also nun empfängt, sind Weisheiten, die nur das geistige Reich betreffen, die also wohl der menschlichen Seele vermittelt werden können, die aber keine irdischen Fragen betreffen, sondern lediglich die geistige Höherentwicklung des Menschen fördern. Diese Höherentwicklung erscheint jedoch nur den Menschen bedeutsam, die sich vom irdischen Erleben trennen können, den anderen aber ist sie ein leerer Begriff, denn ihre Seelen fassen einfach nicht, daß sie ein Leben führen können abseits des Irdischen, das ihnen viel reizvoller und zweckerfüllender scheint.

Erst wenn die Seele den Geist in sich frei gibt, kann dieser die Seele einweihen in die Herrlichkeiten des geistigen Reiches, und dann strebt die Seele gleichfalls zur Höhe, d.h., sie verlangt sehnlichst nach den Ergebnissen des geistigen Fluges zur Höhe, in das geistige Reich. Denn sie erkennt den Wert dessen, was ihr der Geist zu vermitteln sucht, sie erkennt ihn und sucht sich der Zuwendung aus dem geistigen Reich würdig zu machen .... Also es strebt der Mensch nun bewußt nach Erkenntnis, nach dem Licht, und das bewußte Streben trägt ihm auch Licht ein, es wird der Mensch wissend, und sein Erdenleben trägt ihm den rechten Erfolg ein .... die Höherentwicklung seiner Seele, die Zweck und Ziel des Erdenlebenswandels ist ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Abgeschiedenheit von der Welt .... Kloster? ....
« Antwort #23 am: November 09, 2017, 05:02:18 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Abgeschiedenheit von der Welt ....

BD 0391 empfangen 29.4.1938

Abgeschiedenheit von der Welt .... Kloster? ....

Alle eure Sorgen werfet auf den Herrn .... Sehet, so ihr nur Mir folget, werde Ich all euer Leid von euch zu nehmen wissen, und es werden in Tagen innerer Erbauung euch immer wieder die Kräfte zufließen, die Ich jederzeit für euch bereit habe, und daran werdet ihr erkennen, wie nahe euch der Vater ist, wenn ihr Ihn nur bittet .... weil Ich euch alles zuwenden will, was ihr begehret.

Nun siehe, Meine Tochter .... Das Leid der Welt ist die Folge der Sünde der Welt .... Bemühet ihr euch um den Gotteslohn, so seid ihr allem Leid auf Erden weit weniger ausgesetzt .... ihr habt dann nur zu tragen, was ihr den Nächsten zuliebe freiwillig auf euch nehmet, um diesen ihr Leid zu lindern, und so segne Ich dieses Leid doppelt.

Und wenn ihr nun im Glauben lebet, einzugehen in Gottes Herrlichkeit, ohne die letzte Reife der Seele euch erworben zu haben .... wenn ihr also eine Vollendung der Seele wohl anstrebt, ihr euch aber allem Leid auf Erden entziehen möchtet, so werdet ihr schwerlich in jenen Zustand eingehen können, der euch zu Gott-ähnlichen Wesen erhebt. Wer teilnimmt am Erlösungswerk Christi, wer das Kreuz trägt, das ihm auferlegt .... wer ohne Murren und Klagen dem göttlichen Heiland all sein Leid opfert, bewegt sich dadurch unausgesetzt in göttlicher Gnade, und sein Scheiden von dieser Welt wird ein herrliches sein.

Darum gab Ich euch nicht den Auftrag, euch zurückzuziehen aus der wohl überall gefahrdrohenden Welt, sondern ihr sollt dieses Kreuz der Welt willig auf euch nehmen, an seinen Gefahren erstarken, diese überwinden und dem Nächsten als Besieger der Welt euer Beispiel geben .... ihr sollt versuchen, die Güte des Herrn und Seine Barmherzigkeit euch zu erringen, die euch mit der nötigen Kraft und Gnade ausstattet, auf daß ihr allen Anforderungen der Welt gerecht werden und dabei doch aus euren Fesseln euch zu lösen vermögt. Denn wie Ich Meine Gnade einem jeden gewähre, wo ein jedes Kind aus dem Gnadenquell Meiner Liebe schöpfen darf ohne Maßen, dort ist euch auch die Macht gegeben, der Welt zu widerstehen ....

Siehe, Mein Kind, es walten so verschiedene Kräfte in der Natur .... all dieser bedienet sich der Herr, um den Menschen die Möglichkeit eines Ausreifens zu geben. Der Zweck dieser Naturkräfte ist, im Menschen den Begriff Gut und Böse zu erwecken und zu bilden .... Und so sind auch die Gefahren der Welt zugelassen zur endgültigen Richtungnahme .... entweder für das Gute oder für das Böse. Dieses Loslösen der Seele aus den Fesseln der Finsternis muß ganz aus freiem Willen angestrebt und vollführt werden. Zu diesem Zweck aber muß das Böse auch einwirken können, denn kennt eine Seele das Böse nicht, dann wäre ohne ein Ringen dieser der Vollkommenheitszustand weit weniger zu bewerten als ein durch stetes Ringen erreichter ....

Es ist zwar in jeder Lebenslage hinreichend Möglichkeit gegeben, wider das Böse anzukämpfen, doch wird die Macht der Finsternis wohl im Weltgetriebe vorherrschen .... sie wird von allen Seiten an das Menschenkind heranzutreten versuchen, und der Verdienst einer solchen Seele wird ein weitaus größerer sein ....

Die Liebe der Erdenkinder zu Mir, ihrem Schöpfer und Heiland, ist wohl ein gutes Zeugnis für alle, die Mir dienen wollen, doch ohne diese Liebe wäre dann ein Verweilen in Abgeschlossenheit ja nur eine Flucht aus einer für die Menschheit zum Zwecke der Vervollkommnung eigens geschaffenen Umgebung, die dann ohne Segen bliebe für den Menschen .... weil die Prüfsteine und Stationen der Versuchung nicht überwunden, sondern umgangen würden .... Und die Liebe zum göttlichen Heiland mitten im Weltgetriebe zu pflegen ist gar köstlich ....

Aus dieser Liebe heraus den irdischen Freuden und Gelüsten zu entsagen zeitigt auf Erden schon ein Gott-gefälliges Kind, das der Vater auch sorgsam betreut und es liebevoll und väterlich um alle Klippen des Lebens führt. Bedenket doch, ihr Menschen auf Erden, daß ihr euch diesen Zustand der Verkörperung auf Erden gewählt habt .... daß ihr gewillt waret, alles Schwere auf Erden auf euch zu nehmen, um den Grad der Gotteskindschaft zu erreichen, der euch zu gottähnlichen Wesen formen soll ....

Wenn ihr euch nun dem Los, das euch beschieden, entziehet, so ist das wohl euer freier Wille, auch gewiß in der guten Absicht, Mir zu dienen, nicht zu verdammen .... aber ihr beraubt euch selbst dadurch der Möglichkeit, eine Stufe der Vollendung zu erklimmen, da ihr ja bewußt solcher Möglichkeit euch entäußert habt.
Es reift und bildet sich der Mensch, je williger er das Leid der Welt auf sich nimmt .... er wird dadurch zum Kreuzträger und geht freiwillig den schmalen Weg, der nicht begrenzt ist und leicht wieder mit dem breiten Weg .... den irdischen Freuden und Genüssen .... vertauscht werden kann .... zum Unterschied des schmalen Weges, der ein Übertreten auf die breite Straße zur Unmöglichkeit macht, und so ist das erstere wohl entschieden verdienstvoller für eure Seele, die nach Befreiung und Licht verlangt.

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Überbrücken der Entfernung von Gott ....
« Antwort #24 am: November 09, 2017, 07:36:06 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Überbrücken der Entfernung von Gott ....

BD 5917 empfangen 29.3.1954

Überbrücken der Entfernung von Gott ....

Wollet ihr in endloser Ferne von Mir verbleiben? Lockt es euch nicht, Mir stets näherzukommen, um Meine Gnadengeschenke entgegennehmen zu können, die Ich austeile jedem, der sich freiwillig Mir nähert? Ihr selbst könnet diese Annäherung an Mich bewerkstelligen, schon dadurch, daß ihr euch in Gedanken mit Mir verbindet, daß ihr Mich zum Gegenstand eurer Gedanken werden lasset und dadurch also willensmäßig euch Mir nähert ....

Mögen es auch vorerst nur fragende Gedanken sein, Annahmen oder Zweifel .... schon, daß ihr Mich zum Inhalt eures Denkens werden lasset, gibt Mir die Möglichkeit, ohne Willenszwang auf euch einzuwirken .... Ich kann nun eure Gedanken lenken, Ich kann euch wahrheitsgemäß auf eure Fragen antworten, und Ich kann die Zweifel widerlegen. Dann kommt von selbst das Verlangen, mit Mir verbunden zu bleiben, dann habt ihr selbst eine Brücke gebaut, auf der ihr euch zu Mir bewegen könnet, ihr selbst seid umgekehrt auf eurem Wege nach unten; die Entfernung ist nicht mehr so groß, und sie wird immer kleiner, je williger ihr euch Mir und Meinem Einfluß überlasset, je öfter ihr eure Gedanken Mir zuwendet ....

Und ihr spüret nun auch Meine Nähe .... Meine Gnadengeschenke werden euch angeboten immer entsprechend eurem Verlangen, sie zu besitzen .... Ihr werdet Mich spüren überall, denn Meine Nähe wirket sich auch aus.

Es ist ein zweites Leben, das ihr nun führet neben eurem eigentlichen Leben auf Erden, denn diesem traget ihr nun nur noch so weit Rechnung, wie es euer irdischer Pflichtenkreis gebietet .... Jede freie Minute aber werdet ihr euch dem zweiten Leben hingeben .... ihr werdet einzudringen suchen in Mein Reich, ihr werdet die Kluft stets mehr verringern, ihr werdet keine Ruhe geben, bis ihr das Ziel erreicht habt, mit Mir vereinigt zu sein.

Es ist dies die natürliche Folge eurer anfänglichen gedanklichen Verbindung mit Mir, es kann dies auch nicht anders sein, weil ein jeder von Mir erfaßt wird, der seine Gedanken Mir zuwendet .... weil Ich keinen mehr auslasse, der sich nur einmal Mir zuwandte, wenngleich es auch mitunter lange dauert, bis Ich die ständige Bindung mit Mir erreicht habe, wenn die Welt noch zu oft dazwischentritt und die Brücke zerstören möchte, die vorerst nur schwach ist und keine große Belastung tragen kann .... Doch immer ist sie stark genug, wenn eine Seele freiwillig sie betritt, um in Meine Nähe zu gelangen ....

Und eine Seele, die einmal freiwillig den Weg gewagt hat, kann wohl zeitweise ihre Schritte verlangsamen, sie gibt aber den Weg nicht mehr auf, denn die Brücke, die sie selbst erbaut hat, führt in ein Wunderland, in ein Reich, das ihr reizvoller erscheint als die irdische Welt .... Eine Seele, die freiwillig ihre Gedanken Mir zuwendet, kommt von diesen Gedanken nicht mehr los, weil Ich sie nicht mehr loslasse und ihr ständig Mich Selbst nahebringe in mancherlei Weise. Nur, wo noch niemals der Versuch gemacht wurde, die weite Kluft zu überbrücken, dort ist wenig Hoffnung, weil Ich Selbst nicht wider den Willen der Seele sie zu Mir ziehen kann, weil die Brücke von ihr selbst betreten werden muß, wenngleich Ich in Meiner Liebe und Barmherzigkeit die Brücke geschlagen habe durch Meinen Kreuzestod, die für alle gangbar ist .... Sie wird nicht gesehen von der Seele, die ihren Willen noch nach unten wendet.
Doch der leiseste Gedanke an Mich erhellt ihr auch den Weg.

Ich mache es wahrlich einer jeden Seele leicht, die Entfernung von Mir zu überbrücken, doch der eigene Wille ist ausschlaggebend, welchen Erfolg sie hat .... Ich zwinge diesen Willen nicht, aber Ich helfe nach und stärke ihn, so er sich Mir zuwendet, und lasse Mich finden von jeder Seele, die Mich suchet ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Reifen der Seele im Weltgetriebe ....
« Antwort #25 am: November 09, 2017, 07:37:41 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Reifen der Seele im Weltgetriebe ....

BD 3155 empfangen 11.6.1944


Reifen der Seele im Weltgetriebe ....

Im Weltgetriebe bleibt des Menschen Seele unentwickelt, sowie sie sich nicht lösen kann in Stunden stiller Besinnlichkeit oder durch eifriges Liebeswirken die Verbindung mit Gott herstellt, wozu ihr vollauf Gelegenheit geboten wird auch inmitten der Welt.

Und dennoch ist der Mensch hineingestellt in diese, auf daß er die Welt überwindet und den Weg zu Gott in ihr findet, weil dies erhöhte Willenskraft erfordert. Schließt sich der Mensch ab von der Welt, so ist sein Verdienst geringer, denn er geht jeglichen Versuchungen und Widerständen aus dem Wege, er braucht den Kampf nicht zu kämpfen, dem der Mensch ausgesetzt ist, der dem Weltgetriebe nicht entflieht.

Je größer die Widerstände, desto mehr Kraft erfordern sie, doch desto größer ist auch der Erfolg, den die Seele verbuchen kann, wenn sie alle Widerstände überwindet. Und darum werden an den Menschen große Anforderungen gestellt, denen er sich nicht entziehen soll. Er muß irdisch seine Aufgabe erfüllen, er muß irdischen Versuchungen ausgesetzt sein, doch nichts soll ihn abhalten, die innige Verbindung mit Gott zu suchen, denn aus dieser beziehet er auch seine Kraft, um die irdischen Anforderungen zu erfüllen.

Er wird dennoch auch geistig tätig sein können, wenn dies sein Wille anstrebt. So aber der Mensch weder in der Liebe lebt noch Zeit findet zu innerlichen Betrachtungen, die ihn in das geistige Reich einführen, so wird er im gleichen seelischen Reifegrad stehen bleiben oder auch sich rückschrittlich entwickeln, so die Materie ihn fesselt und er bar jeder Liebe ist.
Dann lebt er sein Leben auf Erden vergeblich, doch auch die Zurückgezogenheit würde einen solchen Menschen geistig nicht wandeln, sondern ihn nur mürrisch und unzufrieden machen, weil ihm geistiges Streben fremd ist und er sein irdisches Verlangen nicht erfüllen kann.

Es kann der Mensch sich Gott zu eigen geben in jeder Lebenslage, so sein Herz ihn dazu drängt, und also kann er auch Gott dienen stets und überall, das Weltgetriebe wird ihm oft genug Gelegenheit dazu geben, sich dienend am Nächsten zu betätigen, während der Mensch in der Einsamkeit nur (für = d. Hg.) sich allein lebt und im Liebeswirken gehindert ist.

Letzteres aber bringt den Menschen zum Reifen, denn es bringt ihn Gott näher, und darum soll eine jede Gelegenheit genützet werden, dienende Nächstenliebe zu üben. Im Treiben der Welt sind oft größere Entwicklungsmöglichkeiten für den Menschen erkennbar, denn die Nöte und Leiden erfordern Hilfe, die jeder Mensch dem Mitmenschen leisten kann, und auch die geistige Not ist inmitten der Welt besonders groß, und auch dies ist ein Arbeitsfeld, wo der Mensch besonders erfolgreich tätig sein kann. Und darum berufet Gott inmitten der Welt Seine Diener, und Er stellt ihnen die Not der Mitmenschen vor, auf daß sie nun emsig wirken, auf daß sie inmitten der Welt Liebe üben und Liebe geben und in Stunden innerer Betrachtung sich die Kraft holen, alle Versuchungen und Widerstände der Welt zu überwinden, und also auch inmitten der Welt reifen können zur Höhe ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Überwinden der Welt .... Geistwirken ....
« Antwort #26 am: November 09, 2017, 07:39:08 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Überwinden der Welt .... Geistwirken ....

BD 7363 empfangen 14.5.1959

Überwinden der Welt .... Geistwirken ....

Im Weltgetriebe werdet ihr kaum des Geistes Stimme vernehmen, es sei denn, ihr seid so durchdrungen von Meinem Geist, daß er sich auch durchsetzen kann mitten in der Welt, daß ihr seiner Stimme immer achtet, weil die Welt euch nicht mehr so zu fesseln vermag, daß sie die Stimme des Geistes übertönet. Aber es ist selten, denn sowie sich der Mensch mitten in der Welt befindet, sind auch seine Sinne von ihr gefangengenommen, und ob es auch nur vorübergehend ist. Darum sollet ihr die Welt nach Kräften meiden und nur sie so weit euch dienstbar machen, wie es für euer irdisches Leben notwendig ist, denn ihr seid mitten in die Welt hineingestellt und müsset euch nun auch in ihr bewähren .... Und das heißt, daß ihr suchen sollet, ihrer Herr zu werden, nicht aber, daß ihr Sklaven der Welt werdet. Wer ernsthaft geistig strebt, der weiß auch, wie hinderlich die Welt seinem geistigen Streben ist, wie er immer und immer wieder zurückgehalten wird und seine Gedanken abschweifen von dem, was allein wichtig ist im Erdenleben: die geistige Fortentwicklung.

Der Weltmensch wird danach nicht fragen, und auch der geistig-strebende Mensch stellt solche Fragen zurück, solange ihn die Welt gefangenhält, solange sie dem Körper Genüsse bietet, die er nun sich auch zu erfüllen sucht, weil sie ihm geboten werden. Es braucht ein solches Nachgeben den körperlichen Begierden keine Sünde zu sein, aber es ist sicherlich eine Hemmung der geistigen Entwicklung, denn was dem Körper zugebilligt wird, geht der Seele verloren, weil ihr Bedarf geistiger Art ist und weltlicher Genuß für die Seele keinerlei Deckung ihres Bedarfs ist. Je weltlicher nun ein Mensch eingestellt ist, desto mehr darbt seine Seele .... Denn auch die Stimme des Geistes dringt nicht durch, die Seele kann ihren Willen nicht durchsetzen und ihr Verlangen äußern, denn der Körper drängt sie zurück und erfüllt zuerst sein eigenes Begehren.

Aber es braucht dies kein Dauerzustand zu sein, es kann der Mensch seinem Körper das Verlangen stillen und dann sich wieder desto eifriger mit seiner Seele befassen und ihr geben, was sie verlangt: geistige Kost aus dem Reiche des Lichtes, dem sich der Mensch nun freiwillig wieder hingibt und größere Befriedigung findet als an den Gütern der Welt. Aber in diesem Menschen ist Mein Geist schon tätig, der auch im Weltgetriebe sich nicht zurückgezogen hat, sondern einwirkte auf den Menschen, daß er sich schnell wieder lösen konnte von der Welt und sich dem Reiche zuwandte, das seiner Seele Nahrung gab. Darum wird ein geistig strebender Mensch auch in der Welt nur selten Befriedigung finden, sie wird ihn nicht mehr restlos zu fesseln vermögen, er ist ihr schon fremd geworden, und sein Körper verlangt nur noch selten nach ihren Gütern und Freuden, weil ihm die geistigen Gaben größere Freuden bereiten und er die Wertlosigkeit weltlicher Güter schon erkannt hat.

Dann wird sich der Geist in ihm auch mitten in dem Weltgetriebe äußern, er wird ihn lenken und leiten und alles im Hinblick auf seine geistige Entwicklung betrachten lassen, und immer wieder wird das Verlangen vorherrschen, sich wieder in die Stille zurückzuziehen, weil das Verlangen der Seele vorherrscht und für den Körper nur das genehmigt, was dieser notwendig für seine Erhaltung braucht. Dann aber bedeutet die Welt keine Gefahr mehr für einen Menschen, dann hat er im Erdenleben schon erreicht, daß die Seele der Stimme des Geistes in sich Gehör schenkt, und dann wird die Welt keinen großen Einfluß mehr ausüben können, weil der Geist sich durchzusetzen vermag, auch wenn sich der Mensch in der Welt bewegen muß.

Und wer einmal den Geist in sich zum Erwachen gebracht hat, der wird auch nicht mehr zu fürchten brauchen, daß dieser sich gänzlich zurückzieht. Er wird sich immer wieder durchsetzen, weil der Wille des Menschen ist, geistig zu reifen, und weil ein solcher Wille auch Kraftzufuhr bedeutet, so daß er stets stärker sein wird und er auch den Kampf wider die Welt aufnehmen und als Sieger daraus hervorgehen wird ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Bildung von Körper, Seele, Geist....
« Antwort #27 am: November 09, 2017, 07:41:43 Vormittag »
Bildung von Körper, Seele, Geist....

Auszug aus: Himmelsgaben empfangen durch Jakob Lorber

Antwort. (Die Erlösung.) – 17. Juni 1840.

[HiG.03_40.06.17,01] Das ist die volle Antwort auf die von Mir am Montag gegebene größte und wichtigste Frage, deren Größe und Wichtigkeit erst in dieser gegenwärtigen Beantwortung leuchtend ersichtlich wird. –

[HiG.03_40.06.17,02] Es ist nötig, damit die Antwort vollends eingesehen werden möchte, daß da gezeigt werde das Wesen des Menschen in dessen Natur- und geistiger Sphäre, ohne welche Vorkenntnis es umsonst wäre zu predigen, da das Ganze an den Geist nur gerichtet ist, der aber bei euch noch nicht lebend, sondern auf dem Wege ist, lebend in der Liebe, welche dessen Mutter ist, zu werden. Und damit eurem Geiste die erste Regung gegeben werde, gab Ich euch auch eben diese Frage, an welcher das Leben des Geistes, dessen Wiedergeburt, und sodann erst das ewige Leben in der allerhöchsten Freiheit beruht.

[HiG.03_40.06.17,03] Seht, der Mensch ist zusammengesetzt aus einem naturmäßigen Leibe, der da ist ein Gefäß, darinnen sich durch die verschiedenen Organe eine lebendige Seele ausbilde; denn im Entstehen durch die Zeugung wird nur das alleinige Wesen des Leibes konstruiert. Und erst im siebenten Monate, wenn schon das leibliche Wesen organisch, wenn auch noch nicht ganz der Form, doch aber all den Teilen nach ausgebildet wird durch das vegetative Leben der Mutter, – so erst wird in der Gegend der Magengrube ein für eure Augen nicht wahrnehmbares, vom Zeuger herrührendes Bläschen, darinnen die Substanz der Seele enthalten ist, geöffnet und teilt sich dann dem ganzen Organismus durch die Verbindung der Nerven mit, umwandelt dann ein in allen Nerven vorfindliches magnetisches Fluidum in die seinige und dringt dann in aller elektrischen Schnelle bald auch in alle übrigen Organe, namentlich aber zuletzt erst in die Herzmuskeln, was gewöhnlich erst am siebenten Tage, bei einigen manchmal etwas später erst geschieht.

[HiG.03_40.06.17,04] Dann fängt ganz langsam das Herz an sich auszudehnen durch die allmähliche Füllung der Seelensubstanz, und wenn es so nach und nach voll geworden ist gleich einer elektrischen Flasche, so entladet es sich dann in die Adern durch eine obere Kammer. Dieses entladene Fluidum teilt sich dann allen dort befindlichen Säften mit und zwingt sie in alle Gefäße und so auch dann die in den Gefäßen selbst vorhandenen Säfte zur Bewegung wieder in die Venen und durch dieselben wieder zum Herzen zurück, während welcher Zeit das Herz schon wieder geladen wird und die dahin kehrenden Säfte alsogleich wieder weiterbefördert.

[HiG.03_40.06.17,05] Und so beginnt dann der Pulsschlag und die Zirkulation der Säfte und etwas später des daraus hervorgehenden Blutes. Dadurch nun bildet sich durch den derart bewirkten beständigen Verkehr und Austausch der Säfte und zwar den des Blutes die Masse des Leibes – und durch die in den feinen Säften enthaltene Substanz die Solidität der Seele elektro-organisch aus. Und wenn dann auch der Magen vollends ausgebildet wurde zur Aufnahme von gröberen Säften aus dem Leibe der Mutter zuerst, zur Unterstützung der an die Bestimmung verwendeten Säfte und des Blutes, dann wird der Mensch abgelöst von den Nährbanden im Mutterleibe und wird geboren in die Außenwelt, begabt mit fünf naturmäßigen äußeren Sinnen, um aufzunehmen die Sinnenwelt oder eigentlich die verschiedenen Substanzen, als des Lichtes, des Schalles, des Geschmackes, des Geruches und endlich des allgemeinen Gefühles, welches alles nun bestimmt ist, auszubilden die Seele und nach deren Bedürfnis wachsen zu lassen den Leib, was dann mehrere Jahre nacheinander geschieht. Und so sind nun zwei Menschen in einem, nämlich zuerst ein materieller und in dem ein substantieller.

[HiG.03_40.06.17,06] Hier merket wohl auf, – gleich ungefähr drei Tage vor der Geburt aber wird aus der allerfeinsten und zugleich solidesten Substanz der Seele in der Gegend des Herzens ein anderes unendlich feines Bläschen gebildet, und in dieses Bläschen wird ein einst böse gewordener Geist, der da ist dem Wesen nach ein Funke der göttlichen Liebe, hineingelegt; gleichviel ob der Körper männlich oder weiblich ist, so ist doch der Geist ohne geschlechtlichen Unterschied und nimmt erst mit der Zeit etwas Geschlechtliches an, welches sich durch die Begierlichkeit kundgibt.

[HiG.03_40.06.17,07] Nun ist aber dieser Geist noch tot, wie er schon in der Materie seit langen und langen Zeiten war. Da nun die Seele ein imponderables, substantielles Wesen ist, einfach und somit unzerstörbar, und ihre Nahrung erhält durch die Sinne des Leibes durch ihre nun nach und nach vollends ausgebildeten Sinne – als da sind: gleich den Ohren die Vernunft, gleich den Augen der Verstand, gleich dem des Geschmackes das Behagen der empfangenen Eindrücke des Schalls und des Lichtes, dann gleich dem Geruche die Wahrnehmung von Gut und Böse und endlich gleich dem allgemeinen Gefühle das Bewußtsein des naturmäßigen Lebens in ihr, welches bewirkt wird durch die beständigen Evolutionen der Säfte und von diesen absorbierten Substanzen –, so wird dann die Seele fähig zu denken, welches Denken eigentlich durch die Zirkulation der feinsten Substanzen in ihren den des Leibes entsprechenden Organen bewirkt wird.

[HiG.03_40.06.17,08] Wie aber zuvor die Säfte des Leibes zirkulierend die Wesenheit der Seele ausbildeten durch die ihr von der Außenwelt zugeführten Substanzen, ebenso soll und wird durch die Zirkulation der feinsten Substanzen in deren Organen der in dem Bläschen eingeschlossene Geist genährt so lange, bis er selbst reif wird, das Bläschen zu zersprengen und somit auch nach und nach alle Organe der Seele zu durchdringen – und wie die Seele im Leibe, so auch er in der Seele ein vollkommener dritter Mensch zu werden durch die Nahrung aus dem Denken der Seele, was auf folgende Weise geschieht:

[HiG.03_40.06.17,09] Der Geist nämlich hat eben auch wie der Leib und wie die Seele entsprechende geistige Organe – als gleich dem Gehöre und der Vernunft die Empfindung oder die Wahrnehmung, gleich dem Lichte und dem Verstande den Willen, gleich dem Geschmacke und dem Behagen der empfangenen Eindrücke des Schalls und des Lichtes die Aufnahmefähigkeit alles Welttümlichen in entsprechenden Formen, gleich dem des Geruchs und der Wahrnehmung von Gut und Böse die Einsicht von Wahrem und Falschem und endlich gleich dem allgemeinen Gefühle und dem Bewußtsein des naturmäßigen Lebens die aus diesem allen hervorgehende Liebe.

[HiG.03_40.06.17,10] Und wie nun die Kost des Leibes ist durch all die Sinne, so ist auch die der Seele und endlich auch die des Geistes. Ist die allgemeine Kost schlecht, so wird am Ende alles schlecht und somit auch verwerflich; ist aber die allgemeine Kost gut, so wird am Ende auch alles gut und annehmbar. Nun seht, das sind einmal die natürlichen Bestandverhältnisse zwischen Leib, Seele und Geist. Nun fragt sich, was da eine schlechte und was da eine gute Kost ist? –

[HiG.03_40.06.17,11] Seht, alles Weltliche ist schlecht, weil es den Geist wieder zur Welt wendet, aus deren Todeskerkernacht Ich ihn der Materie entriß und gelegt habe in das Herz der Seele, damit er da wieder lebend und geläutert werde von allem sinnlich naturmäßig materiell Weltlichen, und damit er da endlich fähig würde zur Aufnahme des Lebens aus Mir. So nun ihm aber gereicht wird schlechte Kost, so wird er wieder weltlich, sinnlich und endlich materiell und dadurch tot wie vor der Geburt, – so auch die Seele mit dem Leibe, da sie dadurch selbst ganz leiblich geworden ist.

[HiG.03_40.06.17,12] Wird nun aber gegeben dem Geiste eine gute Kost, welche ist Mein geoffenbarter Wille und die Vermittlung durch die Werke der Erlösung – oder Meine Liebe im Vollbestande durch den lebendigen Glauben, so wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistiges Bläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe eingeschlossen wird. Und wie es früher ging bei der Zeugung der Seele und aus derselben der des Geistes, ebenso geht es auch mit dieser neuen Zeugung des Heiligtums. Wird es nun vollends reif, dann zerreißt diese heilige Liebe die lockeren Bande des Gefäßes und strömt dann wie das Blut des Leibes oder wie die feinsten Substanzen der Seele oder wie die Liebe des Geistes in alle Organe des Geistes über, welcher Zustand dann die Neugeburt genannt wird, so wie der der Einlegung dieses Lebensbläschens genannt wird die Eingeburt.

[HiG.03_40.06.17,13] Und siehe, zu gleicher Zeit aber werden auch von der Hölle schon bei der Zeugung, besonders wenn diese als sündhaft auf rein tierische Befriedigung abgesehen war, eine Menge höllischer Liebe-Bläschen in der Gegend des Wanstes und der Geschlechtsteile gelegt, welche dann auch mit Meiner Liebe fast zu gleicher Zeit ausgeboren werden – wie die Raupen im Frühjahre, wenn die Wärme der Sonne kommt, so auch diese Brut durch die aufgehende Wärme Meiner göttlichen Liebe im Geiste des Menschen.

[HiG.03_40.06.17,14] Seht, daher kommen denn auch die Versuchungen, da ein jedes dieser ausgebornen Wesen der Hölle unablässig Versuche macht, irgend wo nur immer möglich ins Leben der Seele einzugreifen. Und wenn dann der Mensch nicht kräftig mit der neugebornen Liebe aus Gott selbstwillig den Bestien entgegentritt, so strömen dann sie verheerend in alle Organe der Seele und setzen sich da gleich saugenden Polypen fest an den Stellen, da der Geist einfließen soll in die Seele, und verhindern so der Seele die Aufnahme des Lebens aus dem Geiste und so auch durch ihn das der göttlichen Liebe. So nun der Geist sieht, daß er sich nicht erweitern kann, um eine Fülle des neuen Lebens aus Gott in sich aufzunehmen, so zieht er sich wieder zurück in sein stummes Bläschen – und so in ihm auch noch um so mehr Meine Liebe, die da ist der Gott in den Menschen.

[HiG.03_40.06.17,15] Und ist das in dem Menschen vor sich gegangen, dann wird er wieder rein naturmäßig und überaus sinnlich, und auch verloren, weil er nicht weiß, daß solches in ihm vorgegangen ist, da diese Bestien ganz gemächlich wohltuend anfangs die Sinne des Menschen bestechen und ihn so nach und nach ganz gefangennehmen, so daß er von allem, was des Geistes ist, lediglich nichts mehr weiß, hört, sieht, schmeckt und riecht und empfindet. Das ist dann eine Trübsal, dergleichen vom Anfange bis zum Zeitpunkt der Gegenwart nicht war – und auch hinfort nicht mehr sein wird, wenn der Mensch nun seine Zuflucht zu Gott nimmt äußerlich durch Beten, namentlich Meines Gebetes, durch Fasten und Lesen des Wortes aus der Schrift und dadurch eine große Sehnsucht bekommt, befreit zu werden aus der großen Trübsal.

[HiG.03_40.06.17,16] Und hat der Mensch das ernstlich genommen, da er sieht in sich der finsteren Zweifel große Menge, so fange Ich dann an, von außen her zu wirken als ein Überwinder des Todes und aller Höllen durch die Werke der Erlösung und gebe dann dem Menschen aus Meiner Erbarmung Kreuz und Leiden nach Meiner Weisheit. Dadurch werden dann dem Menschen die Welt und ihre Freuden so bitter, daß er einen baren Ekel davor bekommt und sich zu sehnen anfängt nach der Befreiung aus dem Leben der Leiden. Und sieh, da nun dadurch diese Bestien keine Nahrung in der Seele mehr bekommen von der sündevollen Außenwelt, so werden sie dann schwach und vertrocknen beinahe ganz in den Organen der Seele und geraten dadurch ganz in einen sich unbewußten Zustand.

[HiG.03_40.06.17,17] Da aber nun die außenwirkende seelenerlösende Barmliebe Jesu Christi in die kranken Organe sowohl des Leibes als auch der Seele einzufließen anfängt und erleuchtet die Organe und macht wahrnehmen der Seele in sich als mahnendes Gewissen der Sündenbestien Unzahl, dann erschrickt die Seele, was sich durch die Beklemmung des Herzens und auch wie durch eine innere Zusammenschnürung der Brust in der Magengegend kundgibt, und bittet dann in diesem demütigen Schmerze, welcher sich durch die wahre Reue ausspricht, zu Gott in der gekreuzigten Liebe um Gnade und Erbarmung, – und siehe, dann gewahrt es der Geist und fängt wieder an sich zu regen im Bläschen, dahin er sich zurückgezogen hat.

[HiG.03_40.06.17,18] Dann werden dem Menschen durch die Barmliebe Gottes die Gesetze Mosis stark ins Gedächtnis ernst mahnend gerufen vom ersten bis zum letzten und wird ihm aufgetragen die strengste Befolgung derselben, damit er sich demütige und verleugne bis in den innersten Grund, und zwar aus derselben Ursache, als wie eine Wäscherin ihr Tuch so lange balgend in die engsten Gewinde preßt, damit ja selbst die kleinsten Schmutzteile durch das innehaftende Wasser beim Entweichen sollten mitgenommen werden, was so oft wiederholt wird, als nur noch irgendeine Trübe am Wasser bemerkt wird. Dann erst wird eine solche Wäsche unter die Strahlen der Sonne gegeben, damit dieselben noch den letzten Tropfen des Schmutzes verdunstend hinwegnehmen, so daß er dann von den reinen Winden nach allen Seiten vernichtet verweht werde.

[HiG.03_40.06.17,19] Und seht, so sind die Gesetze Mosis aus Gott der Zahl nach 10, die eine Zahl Gottes ist, und zeigen, daß der Mensch zuerst glauben muß, daß Ich bin, so er in die Trübsal geraten ist, daß er dann vor Mir die höchste Achtung habe, ja daß er sogar glaube, daß er schuldig ist, aus den sieben Tagen den angeratenen Sabbat zu wählen und denselben zu heiligen in der Ruhe als einen wahren Ruhetag des Herrn, damit er sich lerne verleugnen und immer tiefere und tiefere Blicke in sich zu tun, um dadurch zu erkennen seine Einwohner und sich dann an Mich zu wenden, damit Ich sie auf die obenbesagte Art vernichte und austreibe aus seiner Seele Organe.

[HiG.03_40.06.17,20] Und hat er sich bis dahin gedemütigt tief unter Meiner Größe Macht und Stärke, so kommt es nun auf das Wäschebalgen an – das ist und wird verstanden durch genaue Haltung der sieben noch übrigen Gebote, wodurch er sich sogar tief unter seinesgleichen erniedrigen soll, und soll gefangennehmen alle seine bösen Begierden, und solle brechen ganz und gar seinen Willen und untertan machen alle seine Begehrungen und selbst die leisesten Wünsche seines Herzens Meinem Willen; dann werde Ich kommen mit der Liebe und erwärmen die Wohnstätte seines Geistes, wie eine Henne ihre noch nicht ausgeborenen Küchlein. Und seht, dann wird der Geist, der sich früher schon hatte zu regen angefangen, durch die Wärme der göttlichen Liebe neu wieder ausgeboren und strömt wieder alsobald in alle Teile der gereinigten Seele über und schlürft begierig die außenwirkende Barmliebe aus den gereinigten Organen der Seele in sich, wodurch er dann kräftiger und kräftiger wird.

[HiG.03_40.06.17,21] Und so nun dann die Liebe Meiner Erbarmung eingedrungen ist in die Tiefe seines Herzens, allwo noch das gar außerordentliche Bläschen der göttlichen Urliebe ruht, dann springt neu das rein göttliche Bläschen wieder, in dem verschlossen war das große Heiligtum der Liebe des ewigen heiligen Vaters, angeregt von der Liebe des Sohnes, die da nun erlösend gereinigt hat die Seele – und strömt dann, sich mit dieser ganz intim vereinend, alsobald in großer Klarheit gleich einer aufgehenden großen Sonne in den ganzen Geist über und somit auch in die Seele und durch diese auch in das gänzlich abgetötete Fleisch. Sodann wird der Mensch lebendig durch und durch, und dieses totale Lebendigwerden ist dann die Auferstehung des Fleisches.

[HiG.03_40.06.17,22] Und so dann nun alles durchdrungen wird vom Vater, so wird dann der Sohn vom Vater aufgenommen in den Himmel, das ist in das Herz des Vaters; der Sohn aber nimmt den Geist des Menschen, und dieser die Seele, und die Seele aber den Leib, das ist, den euch schon bekannten Nervengeist, denn alles übrige sind nur Exkremente desselben.

[HiG.03_40.06.17,23] Und so nun dann der Vater, das ist, die Liebe des Vaters waltend im Menschen wird, dann wird's licht im selben Menschen, da die Weisheit des Vaters nie getrennt ist von dessen Liebe, – so wird dann auch der Mensch wie voll Liebe, voll Weisheit und Macht und dadurch nun vollends wiedergeboren in aller Liebe und Weisheit. – Seht nun, welche Mühe, Langmut und große Geduld es Mich allezeit kostet, aus Tausenden kaum einen erlösen zu können, und wie oft werden selbst von einem solchen Meine Bemühungen verkannt, verachtet, geflucht und mit Füßen getreten, – und seht, doch lasse Ich nie ab, euch beständig zuzurufen: Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch alle erquicken! –

[HiG.03_40.06.17,24] Doch den Tauben und Blinden ist hart predigen. Da sie sich in die Trübsal der Welt in vollstem Maße gestürzt haben und dadurch ihre Erde, welche ist ihr Fleisch, beschmutzt haben mit dem Fluchkote der stinkenden Hölle, welcher Gestank ist eine wahre Pestilenz der Seele, so muß Ich allzeit wieder eine Sündflut aus den Himmeln regnen lassen, worunter verstanden werden die bitteren Werke der Erlösung. Und ist dadurch dann wieder ganz gewaschen worden das fluchbesudelte Erdreich der Seele, und sind durch die Winde der Gnade wieder ausgetrocknet worden die Sümpfe und Moräste, dann erst ist wieder eine Möglichkeit vorhanden, euch wieder predigen zu können die Wege zum Leben aus Mir.

[HiG.03_40.06.17,25] Und so Ich euch nun schon eine geraume Zeit predige, so folget Meiner Stimme und kehret zurück in den Stall Meiner geliebten Lämmer, damit Ich euch werde führen als der alleinige gute Hirt auf der Weide des Lebens und ihr Mir dann Wolle gebet, so weiß wie der Schnee, und Ich euch daraus dann bereiten werde ein Kleid, welches euch schmücken wird in alle Ewigkeit. –

[HiG.03_40.06.17,26] Und nun betrachtet weiter den Verfolg dieser Meiner beantwortlichen Lehre und sehet:

[HiG.03_40.06.17,27] Wenn aber ein Landmann hat einen kleinen Baumgarten und sieht, daß die Bäumchen darinnen sind lauter Wildlinge, dann denkt er sich, was soll ich tun? Reiße ich sie aus der Erde, so wird mein Garten leer werden, und so ich auch dafür andere hinsetze, so werden es anfangs auch nur Wildlinge sein, und vielleicht nicht einmal so kräftig wie die schon bestehenden. Somit will ich also diese sorgfältig reinigen von all dem bösen Gewürm und deren Nestern und will und werde dann zur rechten Zeit suchen edle Zweiglein von guten Bäumen darauf zu pfropfen.

Und so werden diese Wildlinge, die sonst frisch und kerngesund sind, mit Hilfe von Oben gewiß noch alle zurecht kommen, die mir dereinst noch gewiß sicher recht viele gute, süße und edle Früchte bringen sollen. Und seht den klugen Landmann, da er tut, wie er sich weise gedacht hatte, und erhält dafür schon in wenigen Jahren eine reiche, freudenvolle Ernte.

[HiG.03_40.06.17,28] Und seht, ihr Eltern seid lauter solche Landleute, auf deren irdischem oder leiblichem Grunde durch die sorglose hurenartige Weise in aller Unzucht Sodoms und Babels gänzliche und lauter Wildwüchse der Hölle entstanden sind. Daher sollt ihr hernach doppelten Eifers diese Gesträuche reinigen von all dem tausenderlei Ungeziefer, welches darin besteht, daß ihr die größte Sorgfalt verwendet auf all die Wünsche und Begehrungen, welche alle aus dem innewohnenden Höllengeziefer ihren Ursprung nehmen – und vertilget dieselben alle durch die wahre, von Mir euch schon klar angezeigte Weise, und beschneidet gleich anfänglich auch schon die nutzlosen Seitentriebe des öfter gut scheinenden, aber doch stets das Leben des Stammes schwächenden Eigenwillens, so werdet ihr bald einen gesunden und kraftvollen Stamm erzügeln. Und so dann die Zeit des Pfropfens kommen wird, das da ist die Bekanntmachung und Einpfropfung des aus Meiner höchsten Liebe ergangenen Gesetzes durch Moses, so werdet ihr unter Meiner kräftigen Mithilfe gewiß sicher erwarten können, daß eure auf diese Art gereinigten und sorgfältig gepflegten Wildlinge gewiß kräftig Meinen Willen ergreifen werden, nachdem ihnen der ihrige zuvor gänzlich benommen wurde, und werden aus demselben in kürzester Zeit in überüppiger Fülle die schönsten und wunderherrlichsten Früchte bringen aller Art, so ihr sie dazu eifrig noch begießen werdet mit dem Wasser des Lebens, damit ihre Häupter bald recht hoch zum Himmel emporwachsen möchten, wodurch sich dann ihr geistiger Gesichtskreis selig erweitern wird und sie dann stets mehr und mehr Gnadenlichtes einsaugen werden, welches in großer Fülle beständig ausströmt aus der Gnadensonne, welche entstanden ist durch das Werk der Erlösung, aus deren Lichte und Wärme alle Kreatur erst neu und endlich vollends wiedergeboren werden kann zum ewigen Leben.

[HiG.03_40.06.17,29] Das aber ist die Erlösung, daß erkannt werde der heilige Vater und die Liebe, die – die ganze Welt sühnend und wieder heiligend – am Kreuze blutete und selbst den Missetätern durch den letzten Lanzenstich ins Herz der ewigen Liebe die heilige Pforte zum Lichte und zum ewigen Leben öffnen ließ. Und wie da einer sehend ward und lebendig im Glauben und in der Liebe, so können alle sehend und lebend werden im Glauben, welches ist der wahre Anteil an der Erlösung, damit dann das Bläschen der ewigen Liebe befruchtet werde von neuem durch die Strahlen der Gnadensonne und aufgehe in euch die alte Liebe des Vaters durch die Werke des Sohnes in aller Kraft und Macht des allerheiligsten Geistes aus Beiden in der reinen Liebe eures wiedergeborenen Herzens.

[HiG.03_40.06.17,30] Was übrigens das Werk Meiner Erlösung bedeutet und ist, so sage Ich euch: Fürs erste ist es das allergrößte Werk der ewigen Liebe, da hierdurch Ich der Allerhöchste in aller Fülle Meiner Liebe und in der unendlichen Fülle Meiner Gottheit selbst Mensch, ja euch allen sogar ein Bruder wurde, die ganze Masse der Sünden der Welt auf Meine Schultern nahm und so die Erde reinigte vom alten Fluche der unantastbaren Heiligkeit Gottes; fürs zweite ist es die Unterjochung der Hölle unter die Kraft Meiner Liebe, die früher nur in der Macht der zornergrimmten Gottheit stand und somit entfernt war von allem Einflusse Meiner Liebe, welche aber ist die furchtbarste Waffe gegen die Hölle, da sie das allerblankste Gegenteil derselben ist, wodurch dieselbe auch schon bei der liebevollen andächtigen Nennung Meines Namens in eine ganze Unendlichkeit zurückgetrieben wird; und endlich fürs dritte ist sie die Eröffnung der Pforten des Himmels und ewigen Lebens und der getreue Wegweiser dahin; denn sie versöhnt euch nicht nur wieder mit der Heiligkeit Gottes, sondern sie zeigt euch, wie ihr euch vor der Welt erniedrigen müßt, so ihr wollt erhöhet werden von Gott. Sie zeigt euch ferner, alle Verspottung, Leiden und Kreuz aus Liebe zu Mir und euren Brüdern zu ertragen in aller Geduld, Sanftmut und Ergebung eures Willens, – ja sie lehret euch eure Freunde auf den Händen tragen und eure Feinde zu segnen mit der göttlichen Liebe in eurem Herzen. –

Beleben des Herzens durch die Seelensubstanz ....

[HiG.03_40.06.17,04] Dann fängt ganz langsam das Herz an sich auszudehnen durch die allmähliche Füllung der Seelensubstanz, und wenn es so nach und nach voll geworden ist gleich einer elektrischen Flasche, so entladet es sich dann in die Adern durch eine obere Kammer. Dieses entladene Fluidum teilt sich dann allen dort befindlichen Säften mit und zwingt sie in alle Gefäße und so auch dann die in den Gefäßen selbst vorhandenen Säfte zur Bewegung wieder in die Venen und durch dieselben wieder zum Herzen zurück, während welcher Zeit das Herz schon wieder geladen wird und die dahin kehrenden Säfte alsogleich wieder weiterbefördert.
Einlegung des Geistes .....

[HiG.03_40.06.17,06] Hier merket wohl auf, – gleich ungefähr drei Tage vor der Geburt aber wird aus der allerfeinsten und zugleich solidesten Substanz der Seele in der Gegend des Herzens ein anderes unendlich feines Bläschen gebildet, und in dieses Bläschen wird ein einst böse gewordener Geist, der da ist dem Wesen nach ein Funke der göttlichen Liebe, hineingelegt; gleichviel ob der Körper männlich oder weiblich ist, so ist doch der Geist ohne geschlechtlichen Unterschied und nimmt erst mit der Zeit etwas Geschlechtliches an, welches sich durch die Begierlichkeit kundgibt.

Neugeburt des Geistes ...
[HiG.03_40.06.17,12] Wird nun aber gegeben dem Geiste eine gute Kost, welche ist Mein geoffenbarter Wille und die Vermittlung durch die Werke der Erlösung – oder Meine Liebe im Vollbestande durch den lebendigen Glauben, so wird in dem Herzen des Geistes ein neues geistiges Bläschen gestaltet, in welchem ein reiner Funke Meiner Liebe eingeschlossen wird. Und wie es früher ging bei der Zeugung der Seele und aus derselben der des Geistes, ebenso geht es auch mit dieser neuen Zeugung des Heiligtums. Wird es nun vollends reif, dann zerreißt diese heilige Liebe die lockeren Bande des Gefäßes und strömt dann wie das Blut des Leibes oder wie die feinsten Substanzen der Seele oder wie die Liebe des Geistes in alle Organe des Geistes über, welcher Zustand dann die Neugeburt genannt wird, so wie der der Einlegung dieses Lebensbläschens genannt wird die Eingeburt.

Das schönste Geschenk des Herrn, ein neues, geistiges Bläschen, ein reiner Funke der Liebe Gottes.



Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Der Moment der Neugeburt ....
« Antwort #28 am: November 09, 2017, 07:43:59 Vormittag »
Gott als Lehrmeister .... Der Moment der Neugeburt ....

BD 6490 empfangen 2.u.4.3.1956

Der Moment der Neugeburt ....

Nichts ist bedeutsamer im Erdenleben als der Moment, wo ihr im freien Willen den Weg zu Mir einschlaget .... wo ihr euch bewußt werdet, daß ihr einem höchst vollkommenen Wesen euer Erdenleben verdanket und ihr nun mit diesem Wesen in Verbindung treten möchtet .... Dieser Moment ist der Beginn einer inneren Wandlung, weil Ich euch von diesem Moment an erfasse und nicht mehr auslasse, auf euch einzuwirken, ohne aber euren Willen zu zwingen.

Aber Ich besitze diesen Willen schon durch das Zuwenden eurer Gedanken an Mich, und es führt nun euer Weg sicher himmelwärts. Diese Zuwendung zu Mir in Gedanken muß freiwillig geschehen .... Ihr dürfet weder gehindert noch gezwungen werden zu eurer Willenswandlung, und darum werdet ihr es verstehen, wie ungeheuer wichtig dieser Moment der freiwilligen Zuwendung zu Mir ist, denn nun gebet ihr Mir dadurch das Recht, euch zu ziehen .... Zahllose Menschen aber gehen ihren Erdenweg völlig leer, sie weisen alles von sich, was sie zu Gedanken an ihren Erdenlebenszweck anregen könnte. Und sie wollen auch nicht ein höheres Wesen anerkennen, Das an sie Anforderungen stellen könnte .... Hinweise auf ein solches Wesen gehen wirkungslos an ihnen vorüber, sie verhallen nur an ihren Ohren und hinterlassen keinen Eindruck .... Denn noch ist ihr Wille anders gerichtet, noch gehört er voll und ganz Meinem Gegner an, den er zwar auch nicht als ein Wesen gelten lässet, dem er aber dennoch huldigt durch sein weltliches Begehren .... wie er umgekehrt auch Mir huldigen würde, ohne Mich bewußt anzuerkennen, wenn er geistige Güter anstreben, d.h. begehren würde, wenn er ein Reich anerkennen würde außerhalb der irdischen Welt und darüber Aufklärung verlangte.

Denn dann würde nicht mehr viel Zeit vergehen, daß er auch einen Herrn jener Welt anerkennen und sich diesem Herrn gedanklich zuwenden würde. Es sind wohl alle Menschen unterrichtet über ein solches höheres Wesen, doch ob sie ein solches Wissen als wahr annehmen, das ist entscheidend .... Darum also ist dieser Moment so bedeutsam, wo die innere Überzeugung lebendig wird von einem Schöpfer und Erhalter alles Sichtbaren und des Zusammenhanges Dessen mit dem Menschen selbst. Diese innere Überzeugung ist gleichsam schon die bestandene Willensprobe, zwecks derer der Mensch auf Erden weilt.

Denn wer diese innere Überzeugung gewonnen hat, der sucht sich auch dem von ihm erkannten Wesen zu nähern. Er wird dazu stets von Mir angeregt, sowie dieser Moment der Neugeburt eingetreten ist: das Erkennen einer anderen Welt und deren Herrn .... Er ist dann aus einem Bereich der Dunkelheit herausgetreten, weil er ein „Licht“ sah und diesem zustrebt .... Jede Wendung aus dem irdisch-materiellen Reich in geistige Sphären ist ein solcher Moment, der die völlige Rückkehr zu Mir einleitet und darum immer von Mir aus begünstigt und gefördert werden wird, weil es allein darum geht, daß der Mensch auf Erden Mich erkennen lernt, um Mich nun auch vollbewußt anzuerkennen als seinen Gott und Vater von Ewigkeit.

Aber da kein Zwang angewendet werden kann, da Mein Gegner auch alles tut, um dieses Zuwenden zu Mir zu verhindern, kann es oft lange dauern und den größten Teil des Erdenlebens beanspruchen, bis dieser Moment eintritt, wie es aber auch ein vergebliches Bemühen Meinerseits bleiben kann, wenn die Seele noch viel des Widerstandes in sich trägt und darum voll und ganz sich der Welt und deren Herrn verschreibt. Es kann aber auch die bewußte Zuwendung zu Mir frühzeitig stattfinden und nun in einem solchen Menschen Mir ein Helfer erwachsen, der seinen Mitmenschen in gleicher Weise zu beeinflussen sucht, weil er erkannt hat, wie überaus bedeutsam das Anerkennen Meiner Selbst als vollkommenstes Wesen für alle ist, die als Mensch auf Erden weilen .... (4.3.1956) weil er weiß, daß erst dann die Rückkehr zu Mir erfolgen kann, wenn Ich zum Ziel werde, das sie anstreben .... Und zu diesem Zusammenschluß versucht er nun auch seine Mitmenschen zu bewegen, und er wird Mich ihnen gegenüber darum mit allem Eifer bekennen, und Ich Selbst werde sein Bemühen segnen, denn nun arbeitet er für Mich und Mein Reich, im Glauben an Mich und Meine Kraft, die ihm stets zur Verfügung steht ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Erlösung durch den letzten Lanzenstich ins Herz der ewigen Liebe ...
« Antwort #29 am: November 09, 2017, 07:48:23 Vormittag »
Re: Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

Erlösung durch den letzten Lanzenstich ins Herz der ewigen Liebe ...

HiG.03_40.06.17,29] Das aber ist die Erlösung, daß erkannt werde der heilige Vater und die Liebe, die – die ganze Welt sühnend und wieder heiligend – am Kreuze blutete und selbst den Missetätern durch den letzten Lanzenstich ins Herz der ewigen Liebe die heilige Pforte zum Lichte und zum ewigen Leben öffnen ließ. Und wie da einer sehend ward und lebendig im Glauben und in der Liebe, so können alle sehend und lebend werden im Glauben, welches ist der wahre Anteil an der Erlösung, damit dann das Bläschen der ewigen Liebe befruchtet werde von neuem durch die Strahlen der Gnadensonne und aufgehe in euch die alte Liebe des Vaters durch die Werke des Sohnes in aller Kraft und Macht des allerheiligsten Geistes aus Beiden in der reinen Liebe eures wiedergeborenen Herzens.

[HiG.03_40.06.17,30] Was übrigens das Werk Meiner Erlösung bedeutet und ist, so sage Ich euch: Fürs erste ist es das allergrößte Werk der ewigen Liebe, da hierdurch Ich der Allerhöchste in aller Fülle Meiner Liebe und in der unendlichen Fülle Meiner Gottheit selbst Mensch, ja euch allen sogar ein Bruder wurde, die ganze Masse der Sünden der Welt auf Meine Schultern nahm und so die Erde reinigte vom alten Fluche der unantastbaren Heiligkeit Gottes; fürs zweite ist es die Unterjochung der Hölle unter die Kraft Meiner Liebe, die früher nur in der Macht der zornergrimmten Gottheit stand und somit entfernt war von allem Einflusse Meiner Liebe, welche aber ist die furchtbarste Waffe gegen die Hölle, da sie das allerblankste Gegenteil derselben ist, wodurch dieselbe auch schon bei der liebevollen andächtigen Nennung Meines Namens in eine ganze Unendlichkeit zurückgetrieben wird; und endlich fürs dritte ist sie die Eröffnung der Pforten des Himmels und ewigen Lebens und der getreue Wegweiser dahin; denn sie versöhnt euch nicht nur wieder mit der Heiligkeit Gottes, sondern sie zeigt euch, wie ihr euch vor der Welt erniedrigen müßt, so ihr wollt erhöhet werden von Gott. Sie zeigt euch ferner, alle Verspottung, Leiden und Kreuz aus Liebe zu Mir und euren Brüdern zu ertragen in aller Geduld, Sanftmut und Ergebung eures Willens, – ja sie lehret euch eure Freunde auf den Händen tragen und eure Feinde zu segnen mit der göttlichen Liebe in eurem Herzen. –

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Neugeburt gleich Auferstehung ....
« Antwort #30 am: November 09, 2017, 10:33:42 Vormittag »
Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

BD 6593 empfangen 12.7.1956

Neugeburt gleich Auferstehung ....

Der Tag der Neugeburt ist auch gleichzeitig der Tag der Auferstehung für euch .... Sowie sich eure Seele besinnet auf ihren Erdenlebenszweck, sowie sie im freien Willen Fühlung nimmt mit Mir, mit dem geistigen Reich, sowie sie beginnet, Mich und Mein Reich anzustreben, tritt sie heraus aus ihrem Grabe der Finsternis, sie erwacht zu neuem Leben .... Denn die Neugeburt der Seele ist ebender Wechsel aus dem Bereich Meines Gegners in Mein Bereich. Die Seele weilet noch auf der Erde, aber sie wurde in die Finsternis hineingeboren bei Beginn ihrer Verkörperung als Mensch und hat sich im freien Willen zum Licht durchgerungen, sie ist also ihrem Grabe entstiegen, sowie sie sich mit Hilfe Jesu Christi befreien konnte aus ihrer Hülle, sowie sie nun eine geistige Wiedergeburt erlangt hat, sowie ihr Sinnen und Trachten nun geistig gerichtet ist .... Also hat sie auch eine Auferstehung erlebt aus der Nacht des Todes zum Licht des Tages.

Es ist also mit dem „Tag der Auferstehung“ dieser Wechsel gemeint, den die Seele noch auf Erden vornehmen kann und der ihr auch im jenseitigen Reich ein „Leben“ in Licht und Kraft garantiert .... wohingegen auch Seelen im Zustand des Todes verbleiben können nach ihrem Abscheiden von dieser Erde, aber doch nicht vergangen sind .... Denn keine Seele wird vergehen können, und ob sie noch so unreif abscheidet von dieser Erde, nur wird sie in einem totenähnlichen Zustand sich befinden, ohne Kraft und in dichtester Finsternis .... Sie besteht, ist aber doch nicht auferstanden zum Leben .... Eine Auferstehung ist jedem Menschen gewiß, der im Erdenleben sich bemüht, die Verbindung zum geistigen Reich herzustellen .... der also willensmäßig einen Aufstieg zur Höhe anstrebt, der sich nicht an dem Erdendasein allein genügen lässet, sondern ein höheres Wesen anerkennt, sich Ihm anvertraut und gänzlich hingibt .... dessen Seele also eine Neugeburt erlebt, wenn er diese innere Wandlung vollzieht und sich im freien Willen Mir hingibt ....

Und eine solche Seele wird auch den irdischen Tod nicht zu fürchten brauchen, denn sie entflieht nur der äußeren Hülle, dem Fleischleib, und geht verklärten Leibes ein in das jenseitige Reich, weil sie einmal unvergänglich ist und weil sie auch den Tod überwunden hat, die Finsternis und Kraftlosigkeit, die ein „Leben“ im geistigen Reich ausschließen .... und weil etwas Lebendes auch sichtbar ist dem gleichfalls Lebenden .... Und die Seele ist glücklich, sich ihres Fleischleibes entledigen zu können, der nur eine Fessel war für sie, solange sie auf Erden lebte.

Aber auch die unreifen Seelen entledigen sich dieser leiblichen Hülle und bleiben dennoch gefesselt, sie verbleiben in ihrem Grabe, in der Finsternis, im Zustand der Unkenntnis, zur eigenen Qual und Not .... Doch auch sie können noch auferstehen zum Leben im jenseitigen Reich, auch sie können heraustreten aus ihrem Grabe, auch sie können zum Licht gelangen mit Hilfe Jesu Christi, wenn sie Ihn, Der auferstanden ist von den Toten, Der den Tod besiegt hat, anrufen, daß Er den Stein wegwälzen möge vor ihrem Grabe, daß Er die Sündenschuld, die sie in der Nacht des Todes, im Grabe, festhielt .... hinwegnehmen möge, auf daß auch sie heraustreten können in das Licht des Tages ....

Alle Menschen können auferstehen, aber Jesus Christus muß ihnen Beistand gewähren .... Und wird Er auf Erden schon angerufen um Seine Hilfe, um Erlösung von Sünde und Tod, so kann auch die Seele schon auf Erden ihre Auferstehung erleben, und diese wird dann ewiglich nicht mehr sterben, auch wenn der Mensch irdisch den Tod erleidet.

Doch jede Seele ist unsterblich .... d.h., sie vergeht nicht mehr, und ob sie noch so sehr im Grabe ihrer Sünde steckt, sie muß die Dunkelheit ihres Grabes ertragen, sie muß ihre völlige Kraftlosigkeit einsehen, ihrem Grabe erstehen zu können .... sie kann es nicht und ist auf Hilfe angewiesen .... Und so sie also eine Hilfeleistung annimmt, die ihr in Liebe angeboten wird, dann wird sie auch Dessen gedenken, Der allein ihr zur Auferstehung verhelfen kann .... Sie wird Jesus Christus anrufen, Der Selbst Seinem Grabe entstieg, Der den Tod überwunden hat und Der jede Fessel lösen kann .... Der Seine Hand bietet jeder Seele, daß sie dem Grabe entsteigen kann, um nun zum Leben einzugehen, das sie nun auch nicht mehr verlieren kann ....

Amen

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Re: Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....
« Antwort #31 am: November 09, 2017, 01:38:15 Nachmittag »
Re: Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

Neugeburt .... Geistige Wiedergeburt ....

BD 4641 empfangen 16.u.17.5.1949

Geistige Wiedergeburt ....

Der entscheidende Moment im Erdenleben ist das bewußte Hinlenken des Willens zu Gott, denn dieser Moment ist der Beginn des Wandelns der Seele, er ist gewissermaßen der Wendepunkt, die beginnende Rückkehr des einst Gefallenen zu Gott.

Je eher nun diese bewußte Willensrichtung im Leben des Menschen eintritt, desto größere Vollkommenheit kann er erreichen vor seinem Abscheiden, doch es ist auch möglich, in kurzer Zeit zu einem hohen Reifegrad zu gelangen, so der Mensch erst spät zu der Erkenntnis gelangt, daß er als Geschöpf Gottes den Zusammenschluß mit Ihm anstreben muß. Dann kann er die Wandlung seiner Seele mit verstärktem Willen betreiben und gleichfalls noch ausreifen.

Und so wird jedes Geschehen im menschlichen Leben immer nur Anlaß sein zur Wandlung des Willens, hat dieser aber die rechte Richtung eingeschlagen, dann ist keine Befürchtung mehr, daß die Seele zurückfällt in die Finsternis, denn Gott Selbst zieht sie nun zu Sich, sowie sie einmal ihren Willen bekundet hat, zu Ihm zu gelangen.

Dieser Willensentscheid, das bewußte Hinlenken der Gedanken zu Gott, ist gewissermaßen auch die geistige Wiedergeburt des Menschen, denn es tritt die Seele in ein neues Leben ein, sie lebt nicht nur der irdisch-materiellen Welt, sondern sie dringt tiefer ein, sie sucht die Wahrheit und findet sie, weil Gott Sich als die ewige Wahrheit nun zu erkennen gibt, weil Er nun gedanklich auf die Seele einwirkt, die nach Ihm Verlangen trägt ....

(17.5.1949) Eine nun so wiedergeborene Seele muß wie ein zartes Pflänzchen gehegt und gepflegt werden, sie muß mit leichtester Kost am Leben erhalten und langsam gestärkt und gekräftigt werden, bis sie sich selbst im Leben zurechtfindet und nun den Gang der Aufwärtsentwicklung mühelos zurücklegen kann.
Die Willenswandlung ist der Akt der Wiedergeburt, damit hat sie den Weg beschritten, der zum ewigen Leben führt, wenngleich dieser noch viele Gefahren und Hindernisse .... weltliche Versuchungen und Schwierigkeiten .... bieten kann, jedoch von einer kraftvollen Seele überwunden wird. Es geht nun lediglich darum, ob der Seele diese erforderliche Kraft zugeführt wird oder sie darben muß und ihr der Weg nach oben daher schwerfällt. Dies ist wieder allein Willensangelegenheit, doch ein Wille, der sich nach oben, zu Gott, einmal gewandt hat, wird auch von Gott ergriffen und ständig günstig beeinflußt, ohne jedoch gezwungen zu werden.

Der wirksamste Einfluß nun ist das Wort Gottes, das Kraft und Leben in sich birgt und die wiedergeborene Seele nähret und ihr zur Reife verhilft. Ein Mensch, dessen Seele wiedergeboren ist, wird auch stets geöffnet sein zum Empfang des göttlichen Wortes, sei es in direkter Form durch Hören oder Lesen göttlicher Offenbarungen oder auch durch gedankliche Verbindung mit dem Urquell der Weisheit, durch bewußte Verbindung mit Dem, Der die ewige Wahrheit Selbst ist.

Er wird des öfteren in die Stille gehen, d.h. innere Einkehr halten, und seine Gedanken werden beeinflußt von oben die rechte Richtung nehmen .... seine Seele wird Nahrung empfangen und zunehmen an Licht und Kraft. Es wird der Mensch, dessen Seele wiedergeboren ist, aber auch in der Liebe leben, denn dies ist Auswirkung des recht gerichteten Willens. Und also muß er reifen und der Vollendung zugehen, wie es Sinn und Zweck seines Erdenwandels ist, sowie er sich im freien Willen gelöst hat von der Macht, die ihn gefesselt hielt und der sich der Mensch selbst entwinden muß, wozu ihm aber stets die Gnade und Kraft von oben zur Verfügung steht, die er nützen wird zur geistigen Wiedergeburt ....

Amen


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 594 ***
Auszug aus: Erde und Mond, empfangen durch Jakob Lorber
« Antwort #32 am: November 09, 2017, 01:40:17 Nachmittag »
Re: Gott als Lehrmeister.... Er läßt Sich finden....

Auszug aus: Erde und Mond, empfangen durch Jakob Lorber

70. Kapitel – Reich Gottes und Wiedergeburt.

[Er.01_070,01] Es sind da freilich viele, die da sagen: „Das Suchen des Reiches Gottes wäre schon recht, wenn es irgend leichter und effektvoller zu finden wäre, und wenn irgendwo in einer Kirche oder sonstigen christlichen Gemeinde ein eigentlicher rechter Weg zum Reiche Gottes anzutreffen wäre; aber so spricht Rom: ‚Ich bin der alleinig rechte Weg!‘; desgleichen sagt auch eine jede andere Kirche von sich. Wandelt man aber einen oder den andern Weg, der zum Reiche Gottes führen soll, so findet man sicher alles andere, nur das verheißene Reich Gottes nicht, wenigstens nicht also, wie es sich bei jedem äußern sollte, der es im Ernste gefunden hätte!“ Ich aber sage dazu: Der also spricht, hat freilich eben wohl gerade nicht unrecht; denn so jemand eine wenn auch noch so kostbare Sache gar zu lange sucht und doch von ihr nichts findet, so gibt er mit der Zeit das Suchen samt der kostbaren Sache auf. Wer aber ist daran schuld? Der Suchende selbst, wenn er das Reich Gottes nicht da sucht, wo es zu finden ist und nicht in dem, worin es zu finden ist.

[Er.01_070,02] Freilich ist Rom durchaus nicht der Weg dazu, London und Berlin nicht, und Petersburg auch nicht; denn es steht ja doch wohl deutlich genug geschrieben, daß das Reich Gottes nicht irgend mit äußerem Schaugepränge zum Menschen kommt, sondern es ist inwendig im Menschen. Sein Grundstein ist Christus, der einige und alleinige Gott und Herr des Himmels und der Erde, zeitlich und ewig im Raume wie in der Unendlichkeit.

[Er.01_070,03] An Den muß das Herz glauben, Ihn lieben über alles und den Nächsten wie sich selbst.

[Er.01_070,04] Hat der Mensch diese ganz einfache Forderung in seinem Herzen vollends erfüllt, so ist das Reich Gottes schon gefunden. Um das Übrige und das Weitere hat sich der Mensch dann nicht mehr zu bekümmern; das wird jedem hinzugegeben, wenn er irgend etwas benötigt.

[Er.01_070,05] Wer Weisheit benötigt, dem wird sie gegeben, wann und wo immer er derselben bedarf. Benötigt jemand irgend gewisser äußerer Hilfsmittel zur Fristung seines irdischen Lebens, so werden sie ihm in gerechter Zeit und im gerechten Maße zugewiesen werden. Benötigt jemand bei einer besonderen Gelegenheit einer besonderen Kraft, so soll sie ihm zuteil werden, wann er ihrer am meisten benötigt. Bedarf jemand eines Rates oder eines Trostes, – sie sollen ihm zuteil werden, wann immer er ihrer bedarf.

[Er.01_070,06] Würde jemand bei einer besonderen Gelegenheit einer fremden Zunge bedürfen, – auch damit solle ihm gedient sein; und will er Kranken helfen, so braucht er nichts als Meinen Namen und seine Hände.

[Er.01_070,07] Diese Vorteile aber – das versteht sich von selbst – kann kein Mensch, solange er im Fleische wandelt, und wenn er schon hundertmal wiedergeboren wäre, vollkommen eigenmächtig in seiner Hand haben, sondern nur dann, wenn er des einen oder des andern wirklich im Ernste benötigt.

[Er.01_070,08] Das wird wohl jedermann einsehen, daß Ich niemanden gewisserart zum Spaßmachen Meine Gnade erteilen werde; denn der Wiedergeborene, und wenn er das Reich schon zehnmal gefunden hätte, muß so gut wie jeder andere zu Mir kommen, wenn er irgend etwas haben will, so wie auch Ich Selbst, als Ich im Fleische auf der Erde wandelte, nicht tun konnte und durfte, was Ich wollte, sondern was Der wollte, der Mich gesandt hat. Dieser war zwar in Mir, wie Ich in Ihm; aber er war der Geist Gottes als Vater von Ewigkeit, Ich aber war und bin dessen Seele. Diese besitzt zwar ihre eigene Erkenntnis und Fähigkeit, als die höchste Seele und die vollendetste Seele aller Seelen; aber dennoch durfte diese Seele nicht tun, was sie wollte, sondern nur, was Der wollte, von dem sie ausgegangen ist. Wollte die Seele auch den letzten bittern Kelch zur Seite schieben, so wollte aber solches dennoch nicht Der, der in Mir war; darum tat demnach Meine Seele auch das, was Der wollte, der in Mir war.

[Er.01_070,09] Darum aber müsset auch ihr euch unter einem wiedergeborenen Menschen nicht irgendeinen permanenten Wundertäter in allen Dingen vorstellen und auch nicht einen solchen, der ob der Innehabung des Reiches Gottes mit irgendeinem erlogenen, nie dagewesenen, sogenannten Heiligenscheine weder um den Kopf, noch weniger um den Bauch umflossen wäre, wie ihr eure Heiligen malt.

[Er.01_070,10] Auch sind nach dem Tode des Leibes eines Wiedergeborenen keine, besonders in der römischen Heiligenlegende gepriesenen Wunderzeichen der Heiligkeit zu entdecken, also kein alle Jahre wenigstens einmal aufsprudelndes Blut des hl. Januarius, keine frische Zunge Petri, Antonii und Nepomuceni, auch keine wundertätigen Ketten, Kleider und Sandalen, noch weniger irgendeine seligmachende Kapuziner-, Franziskaner-, Minoriten-, Serviten- und dergleichen Kutte; ebenso auch keine mumienartige Unverweslichkeit des abgelegten Leibes. Das alles ist an den Wiedergeborenen nicht zu entdecken, und wenn es zu entdecken wäre, so frage sich nur jeder Verständige selbst, wozu diese Sache gut wäre! Was würde der selige Geist eines Wiedergeborenen wohl dadurch gewinnen, so ihm auf der Erde solche wunderbaren, aber dabei dennoch nichtssagenden Auszeichnungen zuteil würden, die fürs erste ihm nichts nützen, seinen noch lebenden Brüdern aber recht viel schaden könnten? Also von allem dem tragen die Finder des Reiches Gottes nichts an sich, sondern, wie vorhin gezeigt, Meine alleinige Gnade nur dann ersichtlich, wenn sie ihrer benötigen.

[Er.01_070,11] Auch müßt ihr euch die wiedergeborenen Auffinder Meines Reiches nicht als eine Art Karthäuser oder Trappisten vorstellen, die in allem und jedem für die Welt vollkommen gestorben wären, sich mit nichts mehr beschäftigen als mit Rosenkranz, Messe und Litanei, mit lächerlichem Fasten, mit Verachtung des weiblichen Geschlechtes, strengster Verfluchung der Sünder und als Zeitvertreib mit der Betrachtung ihres Grabes und Sarges.

[Er.01_070,12] Oh, das sind keine Zeichen der Wiedergeburt, sondern im Gegenteil Zeichen der Ausgeburt aller Finsternis in ihnen! Das Licht der Wiedergeborenen kennt keine Nachtseiten des Lebens; denn in ihnen ist überall Tageshelle.

[Er.01_070,13] Grab und Sarg sind nicht Embleme eines Wiedergeborenen, der das Reich Gottes gefunden hat; denn dort gibt es weder Gräber noch Särge, weil es keine Toten gibt, sondern dort gibt es nur eine ewige Auferstehung und ein ewiges Leben, und dazu werden weder Grab noch Sarg erforderlich sein. Denn der Wiedergeborene lebt schon fortwährend in seinem Geiste und betrachtet den Abfall seines Leibes ebensowenig mehr für einen Tod, als irgendein Mensch das für einen Tod halten kann, wenn er abends seinen Rock auszieht oder, noch besser, als wie ein Lastträger, den seine Last sehr drückt, bis er am Ziele endlich diese Last einmal ablegt.

[Er.01_070,14] Aus diesem Grunde gibt es für einen Wiedergeborenen dann keinen Tod mehr. Dies ist zwar ein herrliches Zeichen der Wiedergeburt, ist aber nur innerlich im Menschen und wird nicht äußerlich wie ein moderner Pariser Rock öffentlich zur Schau getragen; auch wird dieses herrliche Zeichen nicht wie ein sogenannter Leibrock zu Trier ausgehängt, sondern, wie gesagt, dies Zeichen ist inwendig.

[Er.01_070,15] Desgleichen sind auch die übrigen Zeichen der Wiedergeburt bloß nur inwendig im Menschen und werden äußerlich nur dann ersichtlich, wenn es vonnöten ist.

[Er.01_070,16] Wer die Gabe der Weissagung hat, hat sie nur dann, wenn er sie braucht, und wenn er allezeit Mich zuvor darum bittet; denn niemand kann weissagen – denn Ich allein.

[Er.01_070,17] Wenn Ich dann die Worte dem Wiedergeborenen ins Herz und auf die Zunge lege, so wird er weissagen; sonst aber wird er reden wie jeder andere Mensch. Desgleichen verhält es sich auch mit den übrigen Gaben, wie schon früher bemerkt.

[Er.01_070,18] Aus dem allem geht aber auch hervor, daß das Reich Gottes eben nicht so schwer zu finden und zur Wiedergeburt auch eben nicht so schwer zu gelangen ist, als so mancher glaubt oder wenigstens der Meinung ist.

[Er.01_070,19] Menschen mit dem sogenannten zweiten Gesichte sind nicht als
Wiedergeborene zu betrachten bloß wegen ihres zweiten Gesichtes, das nur eine Folge ihres Nervensystems ist, durch das die Seele leicht – vermittelst des Nervengeistes – Anschauungen aus ihrem Seelenreiche in den Leibesorganismus überträgt, weil eben dergleichen leicht erregbare Nerven in dieser Sache nicht hinderlich wirken. Starke Nerven können das freilich nicht, daher auch stark nervige Menschen selten oder gar nie das sogenannte zweite Gesicht haben.


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.

 

Bücher

Die großen Lebens- & Kirchenfragen Das verlorene Paradies Gleichnisse Jesu Weisheitsgeschichten Offenbarungen Gottes neben der Bibel Der wahre und lebendige Glaube Weltsinn, Wohlstand und Reich Gottes Der Prophet Jakob Lorber

Hörbücher

Gott, Mensch und Welt im Lichte der NO Der Prophet Jakob Lorber Die Neu-Offenbarung Gottes Der Erdenweg Jesu Wissenschaft & Glaube Der Tod - Geburt in eine neue Welt Johannes - das grosse Evangelium Gott spricht...

Neuoffenbarungen

Die Haushaltung Gottes Das Große Evangelium Johannes Kindheit und Jugend Jesu Von der Hölle bis zum Himmel Bischof Martin Die Geistige Sonne Die drei Tage im Tempel Schrifttexterklärungen

Musik

Am Herzen Jesu Wie die grossen Sonnenblumen Friede ist kein leeres Wort Zeitenjahre Praise & Worship Lichtblicke Christliche Hitparade 2 Tullamore Gospel Choir