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Gottes Heilsplan von Ewigkeit 5

Moderatorin Beiträge: 1039 ***
Gottes Heilsplan von Ewigkeit
« am: Gestern um 05:03:54 Vormittag »
Uranfang - Endziel - Erlösungsprozeß

Das Wissen um den Uranfang und das Endziel jeglichen Schöpfungswerkes ist schon als geistiger Fortschritt zu verzeichnen, denn erst in einem bestimmten Reifegrad kann dem Menschen dieses Wissen geboten werden. Wird nun dieses Wissen einem noch unreifen Menschen vermittelt, so wird dieser es ablehnen, es wird ihm nicht faßbar sein, und also bleibt es völlig ohne Eindruck. Sein Reifezustand genügt nicht, um ihn die Wahrheit erkennen zu lassen, und folglich bleibt er noch auf einer niedrigen Reifestufe stehend, d.h., er bleibt ohne Erkenntnis der Wahrheit.

Der Reifegrad des Menschen wird erhöht durch uneigennütziges Liebeswirken, daher wird ein liebetätiger Mensch jenes Wissen nicht ablehnen, selbst wenn es ihm völlig neu ist und seinem bisherigen Denken widerspricht. Denn einem in der Liebe stehenden Menschen wird die reine Wahrheit immer annehmbar erscheinen, weil diese ihren Ursprung in Gott hat und der Mensch selbst durch seinen Lebenswandel mit Gott in Verbindung steht. Die Gottverbundenheit aber erleuchtet sein Denken, und dieses wird der Wahrheit näherkommen. Erst mit dem Wissen um Uranfang und Endziel des Geschaffenen beginnt der Seele Zustand lichtvoll zu werden, denn nun begreift der Mensch den Zusammenhang aller Dinge, aller Geschehen; er begreift den Zusammenhang des Schöpfers mit Seinen Geschöpfen und des geistigen Reiches mit der Erde.

Sein Wissen wird immer umfangreicher, die Liebe zu Gott nimmt ständig zu, denn der Wissend-Gewordene muß Gott lieben und Ihm angehören wollen, weil er Seine große Liebe zu erkennen beginnt. Das Wissen ist immer ein innerlicher Reichtum, es bewegt das Herz, es treibt die Seele an, ständig diesen Reichtum zu vermehren, denn so der Mensch in das Wissen eingedrungen ist, gibt er sich nicht mehr zufrieden, sondern er verlangt ständig nach Vermehrung dieses Wissens. Das geistige Wissen beglückt, es wird die Seele stets erheben und darum angestrebt werden von einem jeden, der durch die Liebe in einem bestimmten Reifegrad steht, der ihm die Zuleitung geistigen Wissens ermöglicht.

Und ist er erst in dieses Wissen eingeführt, so kann er sich auch erlösend betätigen und also sich einschalten in den Erlösungsprozeß, der alles wieder dem Zustand zuführen will, der uranfänglich des Geistigen Beschaffenheit war, höchste Vollkommenheit, Freiheit und Kraft und Liebe. Das Wissen um Uranfang und Endziel des Geistigen in jedem Schöpfungswerk, das im letzten Stadium als Mensch dem Wesen wieder zum Bewußtsein kommen kann, ist schon ein Grad des Lichtes, ein Teilzustand von Freiheit und Kraft. Es befindet sich der Mensch nicht mehr in dunkler Geistesnacht, und er ist auch dem Gegner Gottes nicht mehr gänzlich verfallen, er hat sich schon frei gemacht durch Liebeswirken aus dessen Macht und steht nur noch in Momenten geschwächten Willens ihm ringend gegenüber, denn das geistige Wissen ist eine Licht- und Kraftausstrahlung Gottes, die ihn befähigt, sich seiner Gewalt zu entwinden.

Obgleich nun das geistige Wissen dem noch völlig unreifen Menschen unannehmbar erscheint und zumeist also auf Ablehnung stoßen wird, soll es doch ihm auch nahegebracht werden, auf daß es zuerst dessen Verstandestätigkeit anregt, auf daß es ihn zum Nachdenken bewegt. Und je nach seiner Willigkeit kann es ihn fördern, es kann ihn anspornen, den geistigen Reifegrad zu erringen, der ihn fähig macht zum Aufnehmen von Wissen, das dem geistigen Reich entströmt und die geistige Aufwärtsentwicklung fördert. Es muß in das Dunkel der Nacht Licht hineingetragen werden, ansonsten der Mensch niemals aus dem Dunkel hinausgeführt werden könnte, ansonsten er niemals den rechten Weg finden würde, der nach oben führt.

Doch nur die Wissenden können ein rechtes Licht bringen, nur sie vermögen, den Unwissenden zu belehren, und nur, wo ein bestimmter Reifegrad erreicht ist, kann das rechte Wissen vertreten sein, Licht aus den Himmeln, das strahlend leuchtet, das Wissen, das verständlich und umfassend Aufschluß gibt über den gesamten Heilsplan Gottes, über Sinn und Zweck der Schöpfung und des Erdenlebens, über die unendliche, nie sich verringernde Liebe Gottes, über das Binden und Erlösen alles von Ihm einst abgefallenen Geistigen und über das Endziel, das ewige Leben im geistigen Reich.

Dieses Wissen ist unendlich beglückend, sowie es in einem bestimmten Reifegrad empfangen wird, und es kann, obgleich noch nicht voll wirkend, doch dazu führen, daß der Mitmensch danach strebt, auch das Ziel, einen höheren Reifegrad der Seele, zu erreichen. Denn sowie der Mensch weiß, was er einst war und was er wieder werden soll, legt er auch seinem Erdenleben eine andere Bedeutung bei, und er lebt bewußt, d.h. immer ein Ziel vor Augen, das er eifrig verfolgt. Dann ist auch nicht mehr finsterste Nacht um ihn, sondern die Lichtstrahlen brechen durch und künden ihm einen Tag an, einen lichten, klaren Tag, den er nützen kann zu eifriger Arbeit, an dem er wirken kann in Kraft und Freiheit und sich also am großen Erlösungswerk beteiligen kann.
Amen

Bertha Dudde 3350, empfangen am 28.u.29.11.1944

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
Moderatorin Beiträge: 1039 ***
Das Geheimnis der Schöpfung
« Antwort #1 am: Gestern um 05:07:36 Vormittag »
Das Geheimnis der Schöpfung

[HGt.01_005,01] Wer Ohren hat zu hören, der höre, und wer Augen hat zu sehen, der sehe; denn siehe, Ich will euch ein gar großes Geheimnis enthüllen, damit ihr sehen möget, wie sich euer liebevollster, heiliger Vater euch von Angesicht zu Angesicht zu schauen und zu genießen brüderlich gibt. Denn die Kinder müssen eingeweiht sein in die große Haushaltung ihres Vaters von Ewigkeit her!

[HGt.01_005,02] Die Gottheit war von Ewigkeit her die alle Unendlichkeit der Unendlichkeit durchdringende Kraft und war und ist und wird sein ewig die Unendlichkeit Selbst. In der Mitte Ihrer Tiefe war Ich von Ewigkeit die Liebe und das Leben Selbst in Ihr; aber siehe, Ich war blind wie ein Embryo im Mutterleibe! Die Gottheit aber gefiel Sich in der Liebe und drängte Sich ganz zu Ihrer Liebe. Und der Liebe ward es immer heißer und heißer in Ihrer Mitte, und es drängten sich Massen und Massen der Gottheit dahin, und alle Mächte und Kräfte stürmten auf Dieselbe los.

[HGt.01_005,03] Und siehe, da entstand ein großes Rauschen, Brausen und Toben, und siehe, die Liebe ward geängstigt und gedrückt von allen Seiten, so daß die Liebe bis ins Innerste erbebte! Und die Liebe gewahrte es, und das Rauschen ward zum Tone, der Ton aber ward in der Liebe zum Worte, und das Wort sprach: „Es werde Licht!“ Und da loderte im Herzen die Flamme der entzündeten Liebe auf, und es ward Licht in allen Räumen der Unendlichkeit!

[HGt.01_005,04] Und Gott sah in Sich die große Herrlichkeit Seiner Liebe, und die Liebe ward gestärkt mit der Kraft der Gottheit, und so verband Sich die Gottheit mit der Liebe ewiglich, und das Licht ging aus der Wärme hervor.

[HGt.01_005,05] Und siehe, da sah die Liebe alle Herrlichkeiten, deren Zahl kein Ende ist, in der Gottheit, und die Gottheit sah, wie dieses alles aus der Liebe in Sie überging, und die Liebe sah in der Gottheit Ihre Gedanken und fand großes Wohlgefallen an denselben. Da entzündete Sich die Liebe von neuem, und die Kräfte der Gottheit rauschten um Sie, und siehe: Die Gedanken der Liebe waren selbst Liebe und waren ohne Zahl.

[HGt.01_005,06] Da sah die Gottheit Ihre Herrlichkeit, und die Liebe empfand Ihre Macht. Und da sprach die Liebe in der Gottheit: „Lasset Uns die Gedanken der Herrlichkeit festhalten und heraustreten, daß sie frei werden und Uns empfinden und sehen, wie Wir sie empfinden und sehen und Wir sie empfanden und sahen, ehe noch das Licht ihre Formen erleuchtete!“

[HGt.01_005,07] Da ging das Wort in die Gottheit über, und Sie ward überall Liebe. Und siehe, da sprach die Gottheit zum ersten Male: „Es werde!“ Und es ward ein Heer der Geister aus Gott frei, deren Zahl kein Ende hat, und die Liebe sah Sich Selbst verunendlichfältigt und sah Ihre unendliche Schönheit vollkommen.

[HGt.01_005,08] Aber alle die Wesen waren noch nicht lebendig und empfanden noch nicht und sahen noch nicht; denn sie waren noch außer der Liebe in der Gottheit fixierte Formen.

[HGt.01_005,09] Und es dauerte die Liebe, und Sie regte Sich, und das Regen stieg in der Gottheit empor, und die Gottheit gab Ihre Gefangenen der Liebe, und Liebe durchdrang alles. Und siehe, da wurden die Formen lebendig und staunten sich an und wärmten sich an den Flammenströmen der göttlichen Liebe und bekamen dadurch selbständige Bewegung und Regsamkeit! Aber sie erkannten sich noch nicht.

[HGt.01_005,10] Da sprach die Liebe abermals: „Lasset Uns machen, daß sie sich erkennen, damit sie dann Mich und durch Mich auch Dich erkennen mögen!“

[HGt.01_005,11] Da stieg wieder das Wort in der Gottheit empor, und in der Gottheit ertönte das Wort, und das Wort ward zum Gesetze, und das Gesetz war die Liebe und strömte in alle über.

[HGt.01_005,12] Und siehe, da wurden gebildet drei, und aus ihnen gingen hervor sieben! Und die drei waren gleich der Liebe, dem Lichte und der Gottheit; und die sieben waren gleich den sieben Geistern Gottes, und sie heißen und werden ewig heißen: 1. Liebet die Liebe. 2. Fürchtet die Gottheit, welche tötet, – damit ihr nicht getötet werdet. 3. Die Liebe in euch ist heilig; darum achtet euch untereinander, wie euch die Liebe in der Gottheit achtet und Freude hat an euch. 4. Jeder ist sein Eigentum und das Eigentum der Liebe Gottes; daher werde keiner dem andern zum Raube. 5. Keiner verdecke je sein Antlitz vor dem andern, damit der andere nicht wisse, wie die Liebe ist, – damit ihr seid wie die Liebe, die euch werden hieß. 6. Euer Inneres sei auch euer Äußeres, damit keine falsche Regung in euch entstehe und ihr zugrunde gehet. 7. Euer Äußeres sei der getreue Widerschein eures inneren Spiegels, in welchem Sich die Liebe der Gottheit beschaut; sonst wird der innere Spiegel zerbrochen werden und eure Gestalt wird schrecklich werden.

[HGt.01_005,13] Da donnerte die Gottheit in den unendlichen Räumen den Übertretern ein fürchterliches Strafgericht, und so ward die Anbetung der Gottheit in der allerhöchsten Furcht ihnen geboten, und es ward ihnen geboten die Liebe der Liebe. Und sie wurden hinausgestellt in der höchsten Freiheit und konnten tun, was sie wollten, und nichts soll sie hindern in ihrer Freiheit und bis zur Zeit, da sie sich werden erkannt haben in ihrer Freiheit und ihrer Demut, damit das Gesetz ihr eigenes werde und sie dann vollkommen frei würden.

[HGt.01_005,14] Allein nun erkannten sie sich in ihrer großen Macht und alles überstrahlenden Herrlichkeit und Majestät, und der Oberste der drei, gleich dem Lichte der Gottheit, entzündete sich in seiner Begierde, um sich der Gottheit vollends zu bemächtigen. Durch ihn entzündete sich ein großer Teil der Geister, die durch ihn wurden; und durch sie erbrannte auch die Gottheit in Ihrem Grimme gleich den zwei niederen Geistern der drei und schleuderte die böse Rotte in die Tiefe der Tiefe ihres Zornes.

[HGt.01_005,15] Und die zwei und die aus ihnen hervorgingen und die sieben, deren Zahl gerecht war, wurden gefunden in der Treue ihrer Demut und wurden aufgenommen in die Kreise der Macht Gottes; und die Liebe sah, daß sie rein waren befunden, und freute Sich in ihrer Vollendung. Und siehe, die Kraft der Gottheit in der Liebe stieg empor, und die Gottheit bewegte Sich, und die Geschaffenen nahmen wahr die Bewegung der Gottheit, und die Gottheit bewegte Sich zu Ihrer Liebe, und den Geschaffenen wurden die Augen eröffnet, und sie sahen zum ersten Male die ewige Liebe.

[HGt.01_005,16] Da staunten die Heere der Zahllosen, und es entstand ein großer Jubel und eine große Freude unter ihnen; denn sie sahen die Macht Gottes in der Liebe und sahen die Liebe in sich und auch die Kraft, die sie werden hieß, und erkannten sich und erkannten die Liebe und erkannten Gott.

[HGt.01_005,17] Nun bewegte Sich die Gottheit, und die Geschaffenen fürchteten sich vor der Gottheit, und die Liebe sah ihre Furcht und sah, daß ihre Furcht gerecht war, und die Furcht ward ihnen zum Gehorsam, und der Gehorsam war die Demut, und die Demut war ihre Liebe, und die Liebe ward ihr Gesetz, und das Gesetz ihre ewige Freiheit, und die Freiheit ward ihr Leben, und das Leben ihre Seligkeit ewiglich.

[HGt.01_005,18] Nun siehe, die ewige Liebe redete sie an, und sie verstanden das Wort! Da lösten sich ihre Zungen, und das erste Wort, das ihren Lippen entschwamm, war Liebe. Und es gefiel der Gottheit der Ton ihrer Rede; und die Gottheit ward bewegt durch die Liebe, und die Bewegung formte sich in den Geschaffenen, und die Form wurde zum Tone, und der Ton war das zweite Wort und hieß – Gott.

[HGt.01_005,19] Und nun erst waren die Geschaffenen vollendet. Und die Liebe sprach zu den Geschaffenen: „Der Erste unter euch ging verloren; daher übernehme Ich seine Stelle und werde sein unter euch ewiglich!“

[HGt.01_005,20] Da lösten sich von neuem ihre Zungen, und ihre Knie beugten sich, und sie beteten die Liebe an.

[HGt.01_005,21] Nun sieh weiter, was alles die Liebe tat, und Gott in der Liebe, und die Liebe in Gott! – Und es dauerte die Liebe der Verlorenen; aber die Gottheit erbebte in Ihrem Grimme, und es ward gehört in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes ein großer Donner. Und der Donner drang bis zum Innersten der ewigen Liebe, und die Liebe allein verstand den Donner der Gottheit, und der Donner ward in Ihr zum Worte und sprach: „Alle Macht sei Dir untertan; tue nach Deinem Gefallen und sprich ,Es werde!‘, und es wird sein!“

[HGt.01_005,22] Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins Innerste, und es floß die erste Träne aus dem Auge der ewigen Liebe, und diese Träne floß aus dem Herzen der Gottheit und hieß und heißt und wird ewig heißen die Erbarmung.

[HGt.01_005,23] Diese Träne ward zum großen Gewässer, und das Gewässer ergoß sich in alle Räume der Unendlichkeit und ergoß sich in die Tiefe der Tiefen des Zornes der Gottheit und milderte das Feuer des Grimmes Gottes.

[HGt.01_005,24] Und siehe, der Geist Gottes in Seiner Kraft wehte sanft über den Gewässern der Erbarmung, und die Gewässer teilten sich. Und Gott sprach aus Seiner Liebe, und Seine Liebe war das Wort, und das Wort stieg in die Tiefe der Tiefen und schwebte über den Gewässern, und die Gewässer wurden geschieden wie Tautropfen und wurden verteilt in groß und klein nach der Zahl der Verlorenen, die kein Ende hat, in alle Räume der Unendlichkeit.

[HGt.01_005,25] Und siehe, der letzte Tropfen, der zurückblieb, der war der innerste der Gewässer und war der innerste der Erbarmung; und der wurde nicht verteilt, sondern blieb, wo er übrigblieb, und wurde bestimmt zum Mittelpunkte und zum Schauplatze der größten der Taten der ewigen Liebe.

[HGt.01_005,26] Und nun siehe: Dieser letzte Tropfen ward geschaffen zur Erde, die du und deine Brüder bewohnen! Und die anderen Tropfen wurden geschaffen zu Sonnen, Erden und Monden aller Art, deren Zahl kein Ende hat; und siehe, so entstanden der sichtbare Himmel mit seinen Sternen, der Sonne, dem Monde und die sichtbare Erde mit den Meeren und festem Lande!

[HGt.01_005,27] Und nun siehe und hebe deine Augen empor, und du wirst die Wunder der ewigen Liebe begreifen! Du siehst allezeit den Glanz der Sonne, das Licht des Mondes und den Schimmer und das Geflimmer der Sterne in ihren mannigfaltigsten Stellungen, die ihr Sternbilder nennet; du siehst auch die verschiedenartigsten Formationen in allen drei Reichen der naturmäßigen Erde; allein bis jetzt hat es noch niemand ergründet und recht begriffen, was und woher der Glanz der Sonne, und wie ihr dieser erteilt wurde, und das Leuchten des Mondes, und der Schimmer der Sterne und ihr Geflimmer und ihre mannigfaltigsten Stellungen, und all das Gebilde der Erde.

[HGt.01_005,28] Denn siehe, Meine Kinder müssen in alles eingeweiht werden, was ihr heiliger, liebevollster Vater all für schöne Sachen hat zum Verschenken an Seine Kinder, die Ihn erkennen und über alles ganz allein lieben und sich untereinander aus Liebe ihres Vaters wegen.

[HGt.01_005,29] Nun siehe: Als alle die Sonnen mit ihren Erden durch die Macht der erbarmenden Liebe des ewigen und unendlichen Gottes wurden, da hatten sie noch keinen Glanz, kein Leuchten, keinen Schimmer und kein Geflimmer, denn es war noch große Nacht auf den gewordenen Sonnen und Erden und Monden; aber ins Zentrum der Sonnen senkte die ewige Liebe einen kleinen Funken Ihrer Gnade und dieser Funke durchglänzte schneller denn ein großer Blitz die finsteren Massen, und siehe, sie leuchteten den Erden, und mit großem Glanze, wie sie noch leuchten zur Stunde und leuchten werden, solange der Gnadenfunke ihnen nicht genommen wird.

[HGt.01_005,30] Und siehe, da erglänzten auch die Erden und Monde und wurden verteilt zu den Sonnen in gerechter Anzahl, und die Liebe hauchte sie an durch die Kraft und Macht der Gottheit, und siehe, das Licht zitterte auf den Sonnen, die Meere der Erden wogten und wirbelten in ihren Fluten, und die Lüfte und Winde schwammen und wehten über die Erden gleich dem Geiste Gottes über den Gewässern der Erbarmung! Und die Monde erhoben sich mächtig über ihre Erden, denen sie gegeben waren wie eine Frucht dem Baume, und fingen an, um dieselben zu kreisen in weiten Kreisen als stete Begleiter ihrer Entstehungen; und wo deren viele waren, wurden sie in feste Kreise vereinigt zum Zeichen der Liebe der Kinder, die unverwandt das Angesicht ihres Vaters schauen sollen wie die Monde ihre Erden, damit sie ihrer lockeren Beschaffenheit wegen nicht aus ihren Kreisen gerissen und zerstört würden.

[HGt.01_005,31] Denn siehe, die Monde sind nicht fest, sondern sehr locker und sind gleich dem Schaume des Meeres, wenn er fester und gediegener wird, und sind kahl und ohne Wasser; und die Luft der Erde ist da wie das Wasser der Erden und die Luft gleich dem Äther zwischen Sonnen und Erden. Und sie sind bestimmt, die Weltsüchtigen aufzunehmen, und zu fassen die Geister der Materie, und zu prüfen ihre Beständigkeit und sie reif zu machen zum Empfange der Gnade.

[HGt.01_005,32] Und das Feste der Erden ist der durch die Erbarmung gesänftete Zornteil der Gottheit und umschließt mit festen Banden der Verirrten Geister bis zur bestimmten Zeit ihrer unbewußten Entbindung, wo sie dann in eine zartere, aber doch immer für sie genug feste Materie, und zwar einzeln gebunden, gegeben werden, aus welcher sie erst dann durch die ewige Liebe wieder erweckt hervorgehen können; und die Meere und Gewässer sind ihrer voll, damit sie gedemütigt würden, und die Luft ist ihrer voll, damit sie geläutert würden. Und die ewige Liebe ist in allem die Form; aber der Zorn der Gottheit ist nur gedämpft auf der Erde, aber deswegen nicht aufgehoben.

[HGt.01_005,33] Dieses aber merke dir ganz besonders: In der Mitte der Sonne ruht der Gnadenfunke und gibt durch das Zornfeuer der Gottheit das Licht der Welt. In der Mitte der Erde aber befindet sich ein Zornfunke des Grimmes Gottes gleich einem Feuerdrachen und hält die bösen Rotten gefestet wie Steine, welche erst durch das Wasser der Erbarmung müssen erweicht werden, so einer wieder zu einer zweiten Probe für Freiheit und ewiges Leben soll entbunden werden. Und nun begreife das Geheimnis deines Wesens und staune über die große Liebe der ewigen Macht, wie oft Sie dich schon hat von neuem geboren werden lassen, um dich, der verloren war, fürs ewige Leben, für die Freiheit, fürs Gesetz, für die Liebe und fürs Licht und für die Anschauung Ihres Angesichtes wieder zu gewinnen; und siehe, dieses alles will Ich dir und dadurch auch vielen andern bekannt und zu erkennen geben, damit ihr doch endlich einmal einsehen möchtet, wie überaus gut die ewige Liebe sein muß, da Sie so unermüdet und so Vieles, so Großes und so Wunderbares für euch Ungehorsame tut und duldet!

[HGt.01_005,34] Siehe, so ist die Bewegung den Erden gegeben worden um ihre Sonnen und um ihre Mitte durch den Anhauch der Erbarmung der Liebe, zum Zeichen, daß die Kinder all ihr Tun sollen einrichten nach der Bewegung der Erden um die Sonnen und der Monde um die Erden, und es sollen sein die Schwachen wie die Monde, und sollen sein die Starken wie die Erde, und sollen sein die Wiedergeborenen wie die Sonne. Und sollen schauen die Schwachen die Stärke der Liebe, die sie nie fallen läßt, wenn sie wie die Monde sich unverwandt nach dem Angesichte der Liebe richten und so dieselbe nach allen Seiten umkreisen in kleineren Kreisen, aber doch durch die Kraft derselben ebenfalls in den großen Kreis mitgezogen werden; und sollen sein die Starken gleich der Erde, selbsttätig sich wendend, um sich zum Empfange des Lichtes und der Wärme aus der Gnade der Liebe, welche erleuchtet und erwärmend belebt durch die Kraft, die in ihr ist, beständig bereitzuhalten, damit sie Früchte bringen möchten aller Art aus den Werken der Liebe, an welchen sich sättigen möchten die Schwachen und erquicken möchten die Eingeborenen und ergötzen möchten die Neugeborenen; und die Neugeborenen aus den Gewässern der erbarmenden Liebe, in denen die Gnade ist vollkommen, sollen sein gleich der Sonne, und ihr Licht soll leuchten allerorten, und ihre Wärme soll beleben die Schwachen und soll befruchten die Starken zur Nahrung der Schwachen, damit eine Gemeinschaft sei unter den Kindern eines und desselben Vaters.

[HGt.01_005,35] Und siehe, noch tiefer sollst du blicken, wie und warum Ich alles so bereitet habe! Siehe, der Mond hat Flecken und viel dunkle Stellen, und die Erde hat kalte aber feste Pole, und hat hohe Berge und hat niedere Täler, und hat Quellen, Bäche, Flüsse, Ströme, Seen und kleine und große Meere; und die Sonne hat Flecken, große und kleine. Nun sieh, dieses alles sind Wirkungen der Liebe und der Gnade, oder der entsprechenden Wärme und des Lichtes, welches alles die ewige Liebe und die Macht der Gottheit durch Sie ist. Daher siehe die Schwachen und den Mond, wie sie sich gleichen, und dir wird sein Wesen aufgeschlossen; betrachte die Starken nach allem ihrem Tun, und vor deinen Augen wird die Erde enthüllt liegen; und von einem Pole bis zum andern Pole muß die starre Ruhe des Geistes in der Liebe zur Liebe dasein, damit sich alles, das den Geist umgibt, in einer steten Ordnung bewegen und dadurch für den gemeinsamen Zweck der ewigen Erhaltung tätig sein kann. Denn siehe, von der Ruhe hängt alles ab; ohne diese kann nichts erreicht werden, und wer nicht ist wie die Pole der Erde, der durchdringt nicht sein Innerstes, wie die Linie zwischen den Polen das Zentrum der Erde. Und eure Liebe muß kalt sein wie das Eis der Pole, damit ihr fähig seid, alle Wärme der göttlichen Liebe aufzunehmen. Denn siehe, was warm ist, ist nicht geschickt zur Aufnahme der Wärme; aber was kalt ist in seiner Ruhe, das ist fähig, die Wärme aufzunehmen in der Fülle und ausströmen zu lassen in alle Teile des Lebens. Denn siehe, wer die Wärme aufnimmt, welche die Liebe Gottes ist, behält sie in sich fest und läßt sie nicht weiterströmen, der ist ein Geiziger und wird aufgelöst in sich und wird sich zerstören wie das Eis am Feuer; wer aber sie empfängt wie die Pole und gibt sie alsogleich wieder an alle, die um ihn sind nahe und ferne, bei dem ist die göttliche Liebe am rechten Platze und entspricht ganz dem Willen des großen und heiligen Gebers.

[HGt.01_005,36] Diese Liebe wird viele Früchte bringen und wird sich aufschwingen zum Lichte der Gnade und wird schauen unverwandten Blickes die unermeßlichen Tiefen der Gottheit gleich den Polen, welche in die unendlichen Räume der Schöpfungen der Liebe Gottes hinausblicken, und mit weitgeöffneten Augen die sanften Strahlen aus der Unermeßlichkeit aller unendlichen Räume, in welchen zahllos die Wesen der Erbarmung kreisen, jegliches nach seiner Art, in sich saugen und dadurch vor Entzückung und Wonne in ihrer Liebe zur Liebe und für die Liebe sich entzünden und gleich einer Sonne selbstleuchtend werden gleich dem Lichte der Pole der Erde.

[HGt.01_005,37] Daher, wer beständig bleibt in der Mitte der Liebe der Erkenntnis, was die Gnade ist, dessen Lenden werden glühen vor Liebe aus Gott wie der Gürtel der Erde, und seine Augen werden leuchten vor Erkenntnis wie die Pole, und seine Arme werden sich bewegen wie die Flüsse, Bäche und Quellen, und die Handlungen werden zuströmen den Meeren der göttlichen Erbarmungen, die gesalzen sind mit der Gnade und mit den Erkenntnissen der ewigen Liebe und des ewigen Lebens.

[HGt.01_005,38] Nun, da habt ihr den Schlüssel, um zu eröffnen und zu durchschauen die Erde, die euch trägt.

Haushaltung Gottes Band 1, Kapitel 5

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.