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Die geistige Welt 152

Moderatorin Beiträge: 1136 ***
Die geistige Welt
« am: Oktober 08, 2018, 04:40:19 Vormittag »
Die geistige Welt - Paradiesischer Zustand

Der Leibestod ist der Abschluß des Erdenwandels und der Beginn des Lebens in der Ewigkeit. Es sind dies zwei grundverschiedene Welten. Die eine, die der Vergangenheit angehört und auch in sich vergänglich ist, d.h. in ständiger Umänderung begriffen, ist die Welt der sichtbaren und greifbaren Schöpfungswerke Gottes, eine Welt, die Materie ist zum Gegensatz der jenseitigen Welt, wo materielle Schöpfungen nicht bestehen, sondern nur noch den unvollkommenen Wesen gedanklich vorschweben bis zum Moment endgültiger Überwindung. Der Fleischleib bedurfte irdischer, d.h. materieller Schöpfungen, da er selbst gleichfalls eine solche Schöpfung war.

Sobald aber die fleischliche Außenhülle fällt und die Seele hinübergeht in das geistige Reich, ist sie völlig unabhängig von sichtbaren Schöpfungswerken, sofern sie einen gewissen Reifegrad erreicht hat. Die nunmehrige Welt ist eine Welt der Wünsche. Es findet eine jede Seele das vor, was sie begehrt, und also wird das Leben in der Ewigkeit für den Menschen ein paradiesischer Zustand sein, vorausgesetzt, daß die Seele im Paradiese weilen möchte. Denn sie kann ebenso auch das begehren, was noch sehr menschlich irdisch ist. Dann aber ist der Zustand nicht paradiesisch zu nennen, denn irdische Begierden schalten einen solchen aus.

In höheren Spähren aber wird Irdisch-Materielles nicht mehr begehrt, sondern als der Vergangenheit angehörig betrachtet, und statt dessen nur geistiges Gut angestrebt. Geistiges Gut aber sind erstmalig die Kraftströmungen, die das Wesen in der Ewigkeit merklich spürt und als zur Höherentwicklung erforderlich erkennt und ersehnt. In dieser Welt ist nichts greifbar oder körperlich sichtbar, sondern nur dem geistigen Auge sichtbar, d.h., es besteht alles aus ätherischen Substanzen, es ist nur im Empfindungsleben erkennbar, es wird gleichsam der Liebesgrad des Wesens die Sphären bestimmen, die der Seele neuer Aufenthalt nun ist.

Denn so die Seele gebewillig ist, empfängt sie auch, und nun ist Empfangen und Geben für das Wesen beglückende Tätigkeit. Es begehrt nicht etwas Greifbares, sondern nur etwas Köstliches, was im Empfindungsleben zum Ausdruck kommt. Und also ist das Leben in der Ewigkeit ein stetes Zuströmen und Austeilen göttlicher Kraft, es wird nur Geistiges begehrt und empfangen und das Empfindungsleben zu unvorstellbarer Tiefe entwickelt, so daß die Glückseligkeit immer größere Ausmaße annehmen kann, also weder Stillstand noch Rückgang dessen eintritt, was Inbegriff ewigen Lebens ist, der ewigen Herrlichkeit.
Amen

Bertha Dudde 1812


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Geistige und materielle Schöpfungen
« Antwort #1 am: Oktober 08, 2018, 05:38:50 Vormittag »
Geistige und materielle Schöpfungen

Ungezählte Welten bestehen in Gottes Schöpfung, deren Zweck die Aufwärtsentwicklung des Geistigen ist, das zu Gott zurückfinden soll. Und ungezählte Welten sind sonach Trägerinnen dieses Geistigen, das teils materiell gebunden, teils in geistigen Banden entsprechend seinem Reifezustand diese Welten bewohnt. Es sind nicht nur irdisch materielle Schöpfungen, denen die Aufgabe obliegt, Geistiges zu bergen, sondern da es verschiedene Grade der Entwicklung gibt, benötigt das Geistige nicht immer die Materie, sondern es kann auch in geistigen Schöpfungen seine Aufwärtsentwicklung fortsetzen, sowie es die irdische Materie durchwandert ist. Doch auch dann noch muß das Geistige Aufgaben erfüllen, die irgendwelche Schöpfungen benötigen, die sich dem geistigen Auge darbieten und unvergleichlich sind in ihrer Vielseitigkeit, Art und Bestimmung. An allen diesen Schöpfungswerken kann sich das Geistige erproben, es kann seinen Liebewillen zur Tat werden lassen je nach seiner Kraft- und Lichtfülle.

Die geistigen Schöpfungen sind dem geistigen Auge erst dann sichtbar, wenn das Wesen in einem bestimmten Reifegrad steht. Zuvor befindet es sich in Welten, sofern es die Erde unreif verlassen hat, in denen es keinerlei Schöpfungen erkennen kann, weil es völlig dunkel um das Wesen ist. Also mehren sich auch mit dem Reifezustand die Schöpfungswunder, so daß das Wesen Ewigkeiten hindurch immer wieder neue Schöpfungen betrachten und an ihnen die unendliche Liebe Gottes erkennen kann.

Die geistigen Schöpfungen sind um vieles reichhaltiger und dem menschlichen Auge völlig unvorstellbar. Sie geben ständig Kunde von dem Gestaltungswillen Gottes, von Seiner Liebe, die ständig Seine Geschöpfe zu beglücken sucht, und von Seiner unübertrefflichen Weisheit. Sie sind auch unzerstörbar, jedoch in sich veränderlich, weil das Geistige nicht ruht, sondern in ständiger Tätigkeit ist und geistige Schöpfungen wieder die Kraftäußerung vollkommener Lichtwesen sind, die ständig schaffen und erschaffen, um dem noch unentwickelten oder in niedrigem Reifegrad stehenden Geistigen Möglichkeiten zu geben, fortzuschreiten in der Entwicklung.

Völlig unreifes Geistiges benötigt materielle Schöpfungen; von einem bestimmten Reifegrad an aber sind diese nicht mehr nötig, sondern sie werden durch geistige Schöpfungen ersetzt, die aber dem Wesenhaften gleichfalls Möglichkeit geben, zu hellstem Licht zu gelangen. Je weiter entfernt das Wesen von Gott ist, desto härter ist die Hülle, von der es umgeben ist, und desto materieller ist auch die Schöpfung, der es als Bewohner zugeteilt ist. Hat das Wesen die Erde verlassen in dem gleichen Gott-fernen Zustand, dann fühlt es sich noch von der gleichen materiellen Schöpfung umgeben, wenngleich das geistige Reich nun sein Aufenthalt geworden ist.

(23.7.1945) Diese Schöpfungen stehen vor seinem geistigen Auge, weil das Verlangen nach ihnen noch so groß ist, daß sich die Seele selbst materielle Dinge schafft in Gedanken und sie nun in diesen sich zu bewegen glaubt. Es sind also keine geistigen Schöpfungen, entstanden durch den Willen Gottes und der Lichtwesen, sondern es sind Schaumgebilde, welche sich die Seele selbst vorgaukelt durch ihren Willen, die sie also in Wirklichkeit nicht ersieht mit ihrem geistigen Auge, sondern nur in der Erinnerung an die Erde vor ihren Sinnen erstehen läßt. Sie wird sich auch niemals an diesen Gebilden erfreuen können, weil sie stets verschwinden, sowie sie von dem Wesen benützt werden wollen, so daß die Seele sehr bald die Vergänglichkeit ihrer Schöpfungen erkennt, was Zweck derselben ist.

Die geistigen Schöpfungen dagegen sind unvergänglich, nur in dauernder Veränderung, d.h., sie erstehen immer vollkommener vor dem geistigen Auge des Wesens, je weiter dieses in der Vollkommenheit steigt. Es sind immer wieder neue Gebilde, die es erschauen darf, in ungeahnter Herrlichkeit von der Liebe, Weisheit und Allmacht Gottes zeugend und doch auch wieder zur Liebetätigkeit anregend, weil alle diese geistigen Welten Wesen bergen, die durch Kraftzuleitung sich höher entwickeln und daher dem beschauenden Lichtwesen zustreben, angezogen von der Lichtfülle, die von jenen Wesen ausstrahlt.

Materielle Welten sind zumeist lichtlos und bedürfen erhöhter Fürsorge der Lichtwesen, doch es ist die Fürsorge um die Bewohner der materiellen Welten ein Erbarmungsakt der Lichtwesen, in welchen auch gleichzeitig die Beglückung liegt, weil die Liebe sie unentwegt dazu antreibt, erbarmend tätig zu sein. Geistige Welten strahlen selbst Licht aus, weil ihre Bewohner Lichtempfänger sind in verschiedenen Reifegraden. Und darum stehen die geistigen Welten mit den materiellen Welten in Verbindung; sie geben ihr Licht ab an die Stätten der Dunkelheit, der Empfangswilligkeit der Bewohner entsprechend, welche die geistigen Welten als leuchtende Gestirne erblicken können, die in bestimmten Bahnen das lichtlose Gestirn umkreisen. Die Lichtstrahlung geschieht aber nur geistig und wird also nur von den Bewohnern der materiellen Welt empfunden, die nach Licht Verlangen tragen und sich als Aufnahmegefäß gestalten durch ihren Lebenswandel.

Erst im geistigen Reich ist die Lichtstrahlung sichtbar für das Wesen, das geistig zu schauen vermag durch seine Seelenreife. Und so sind unzählige Schöpfungen aus dem Gestaltungswillen Gottes hervorgegangen, die Seine unendliche Liebe entstehen ließ, um das unvollkommene Geistige zur Vollkommenheit zu führen und das vollkommene Geistige zu beglücken. Und Seine Macht und Herrlichkeit kommt in allen Seinen Schöpfungswerken zum Ausdruck. In seiner ganzen Größe erkennbar wird es jedoch erst dem Wesen, das in den Spähren des Lichtes die Seligkeit genießt, in der Nähe Gottes zu weilen und ständig von Seiner Liebekraft durchflutet zu werden. Denn das ist Seligkeit, Gottes Kraft und Macht zu spüren, von Seiner Liebe erfaßt zu sein und im gleichen Willen mit Gott tätig sein zu dürfen bis in alle Ewigkeit.

Amen

Bertha Dudde 3495

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Verschiedene Sphären im geistigen Reich
« Antwort #2 am: Oktober 09, 2018, 05:48:48 Vormittag »
Verschiedene Sphären im geistigen Reich

Unmittelbar nach dem Leibestode verläßt die Seele den Körper und entschwebt in das geistige Reich, das je nach ihrem Reifezustand nahe oder weit entfernt von der Erde sein kann. Das ist zwar nicht räumlich zu verstehen, sondern die Entfernung ergibt sich durch die Verschiedenheit der Sphären, alle zwar dem geistigen Reich angehörend, weil sie abseits und außerhalb der irdisch-materiellen Welt liegen und die Seele, die noch unreif ist, einen sehr langen Weg zeitlich zu gehen hat, bevor sie in die Lichtsphären gelangt. Eine reife Seele dagegen ist blitzschnell nach ihrem Leibestode in jene Sphären versetzt, denn sie bedarf weder Zeit noch Raum, um die Entfernung von der Erde in die Lichtsphären zu überwinden. Ihr genügt allein die Kraft, die ihr Reifezustand der Seele eingetragen hat.

Die unvollkommenen Seelen dagegen vermögen sich nicht so schnell von der Erde zu trennen, weil sie einmal kraftlos sind, um sich zur Höhe zu schwingen, und dann auch noch mit ihren Sinnen an den irdischen Dingen gefesselt sind. Sie wollen nicht von der Erde und bleiben also lange Zeit in Erdennähe, zumeist in der Umgebung, die sie zu Lebzeiten ihr eigen nannten. Folglich empfinden sie auch nicht sogleich den Wechsel aus dem irdischen in das geistige Reich. Denn es erscheint ihnen ihr Aufenthaltsort noch irdisch und sind sich oft die Seelen nicht bewußt, daß sie nicht mehr ihr körperliches Leben haben. Doch es befremdet sie, daß sie mit den Menschen auf der Erde nicht mehr die Verbindung herstellen können, daß sie sich nicht Gehör verschaffen können und von den Menschen unbeachtet gelassen werden.

Dieser Umstand bringt sie langsam zum Erkennen ihrer Lage, zu dem Erkennen, daß sie nicht mehr auf der Erde weilen, sondern jenseits dieser im geistigen Reich. Solange die Seele noch irdisch gesinnt ist, vermag sie jedoch nicht, sich aus dieser Umgebung zu entfernen; sie ist noch erdgebunden, und es ist dies für sie ein quälender Zustand, weil ihr alles unerreichbar ist, was sie begehrt oder zu besitzen glaubt. Und sie soll nun langsam das Verlangen nach irdischen Gütern überwinden; erst wenn ihr dieses gelungen ist, entfernt sie sich mehr und mehr von der Erde, die Sphären nehmen andere Gestalt an, das Auge ersieht keine irdischen, sondern nur geistige Schöpfungen, je nach dem Reifezustand der Seele, d.h., das geistige Auge der Seele ist fähig, geistige Dinge zu schauen, die das unvollkommene Wesen nicht zu schauen vermag, wenngleich sie vorhanden sind.

Scheidet jedoch eine reifere Seele ab von der Erde, dann vermag sie sofort im geistigen Reich ihre Umgebung zu unterscheiden, weil das geistige Auge diese Fähigkeit hat infolge ihrer Seelenreife. Eine solche Seele wird auch die Seelen erkennen, die ihr begegnen im Jenseits, während umgekehrt die unreifen Seelen dies nicht vermögen, d.h., sie erkennen nur die Seelen der gleichfalls in der Dunkelheit Wandelnden, die also im gleichen unvollkommenen Zustand sich befinden. Jedoch lichtvolle Wesen sind ihnen unsichtbar, und selbst wenn sie in Verhüllung ihres Lichtes sich ihnen nähern, erkennen sie diese nicht.

Das geistige Auge erschließt sich erst in einem bestimmten Reifezustand, dann aber ist auch Licht um die Seelen, während geistige Finsternis die Seelen umgibt, die nichts zu schauen vermögen, weil ihnen die geistige Sehe noch verschlossen ist. Irdische Dinge dagegen stehen ihrem Verlangen entsprechend ihnen sichtbar vor Augen; es sind dies aber nur Truggebilde, die in Wirklichkeit nicht existieren, sondern durch das Verlangen der Seele ihr erscheinen, um jedoch einem Schemen gleich zu vergehen, sowie die Seele sie fassen und benützen will, denn an deren Vergänglichkeit soll die Seele erkennen, daß sie etwas Höheres anstreben soll als irdisch-vergängliche Güter.

Solange die Seele also noch solche begehrt, werden sich ihr auch keine Lichtwesen nahen, denn materiell gesinnte Seelen schenken den Worten der Lichtwesen kein Gehör, so diese in der Umhüllung kommen und ihnen das Evangelium bringen wollen. Ihnen kann nur durch das Gebet eines Menschen Hilfe gebracht werden in dieser Lage, dann erst wenden sie sich von der Materie ab, und dann suchen sie im geistigen Reich Ersatz. Es kommen ihnen hilfswillige Wesen entgegen, die sie belehren und ihnen den Weg weisen zur Höhe.

Und je williger sie die Belehrungen von den Lichtwesen annehmen, desto eher wird ihnen das geistige Auge erschlossen, und sie sind nun der Finsternis entrückt, sie sind in Sphären eingegangen, wo sie Licht empfangen und Licht abgeben dürfen. Sie haben den Weg zurückgelegt, der kurze, aber auch sehr lange Zeit dauern kann, je nach der Hartnäckigkeit, mit welcher die Seele die materiellen Güter anstrebt, die sie so lange an die Erde fesseln, bis sie überwunden sind, um nun eingeführt werden zu können von den Lichtwesen in die reine Wahrheit, um nun wirken zu können im Jenseits für das Reich Gottes, indem die Seele das Wissen nun austeilt an bedürftige Seelen, die noch in Finsternis des Geistes dahingehen.
Amen

Bertha Dudde 3316

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Gestirne - Geistige und irdische Substanz
« Antwort #3 am: November 01, 2018, 04:51:32 Vormittag »
Gestirne - Geistige und irdische Substanz

Dem Problem der Erschaffung der Welt tritt nur der Mensch näher, dessen Gedanken Gott zugewendet sind, denn dieser grübelt nach über die Entstehung des Weltalls, über die Unendlichkeit und den Schöpfer aller Dinge. Er wird keine schnellen Schlüsse ziehen, er wird mutmaßen und Fragen stellen in Gedanken, und gedanklich wird ihm auch die Antwort zugehen, sowie er seiner Gedanken achtet. Die geringste Bereitwilligkeit, belehrt zu werden von wissenden Kräften, lohnet Gott in der Weise, daß Er diese beauftragt, den Gedankengang des Menschen in die rechte Bahn zu lenken, und also wird sein Denken der Wahrheit entsprechen, und er wird gleichsam aus sich selbst Weisheiten schöpfen. Es unterweiset ihn der Geist aus Gott, und also steht der Mensch in der Wahrheit.

Die Welt ist das Produkt des göttlichen Liebewillens. Sie ist der zur Form gewordene Gedanke Gottes. Alles Greifbare und irdisch Sichtbare gehört der Erde an, dem Reiche der Materie. Doch außerhalb dieser ist die geistige Welt, dem menschlichen Auge nicht sichtbar, jedoch gleichfalls aus der göttlichen Schöpferkraft hervorgegangen. Denn das Weltall birgt unzählige Schöpfungen, deren Grundstoffe geistige Substanz sind, die das menschliche Auge nicht wahrnehmen kann, weil dieses nur irdische Materie sichten kann.

Würde der Mensch diese geistigen Schöpfungen erschauen können, so wäre ihm ein großes Wissen erschlossen, jedoch sein freier Wille in Gefahr, denn was er schauen würde, wäre bestimmend für sein ganzes Erdenleben. Es muß ihm aber das Wissen darum verborgen bleiben, auf daß er seinen Erdenlebensweg völlig unbeeinflußt zurücklegen kann.

Gottes Wille, Weisheit und Liebe ließ fortgesetzt Schöpfungen erstehen, die dem Menschen nur als ganz ferne Himmelskörper erscheinen, die er also in gleicher Beschaffenheit wie die Erde vermutet. Es sind diese Himmelskörper jedoch von so verschiedenartiger Gestaltung und den Erdenbewohnern gänzlich unzugänglich. Dennoch kann der menschliche Geist auch in diese Schöpfungen schweifen und, was er schaut und hört, zur Erde hinabnehmen. Und dies ist eine außerordentliche Gnade von Gott, denn der Mensch als solcher wird niemals in jenes Reich gelangen können, und daher würde ihm das Wissen darum gänzlich mangeln. So aber belehret ihn sein Geist in folgender Weise:

Amen

Bertha Dudde 2142a

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Gestirne - Geistige und irdische Substanz
« Antwort #4 am: November 01, 2018, 04:54:19 Vormittag »
Gestirne - Geistige und irdische Substanz

Es gibt nichts im Weltall, was nicht seinen Ursprung hat in Gott. Folglich muß alles die göttliche Weisheit künden, d.h., es muß einem Plan entsprechen, den Gott in Seiner Weisheit entworfen hat. Zwecklos ist also nichts im Weltall, mag es auch dem Menschen so erscheinen. Die Himmelskörper nun entsprechen ihrem Zweck genau wie die Erde, wenngleich sie anders gestaltet sind. Alles im Weltall gibt dem noch unfreien Geistigen Möglichkeit, sich zur Höhe zu entwickeln. Das ist der einzige Zweck eines jeden Schöpfungswerkes.

Es ist nun aber keineswegs anzunehmen, daß darum alle Schöpfungswerke aus der gleichen Substanz bestehen, daß also nur die irdische Substanz, die Materie, Aufnahmestation des unentwickelten Geistigen sein kann, denn diese Annahme würde bedingen, daß alles im Weltall aus der gleichen irdischen Substanz besteht. Sie würde ferner bedingen, daß alle Gestirne von den gleichen Wesen, von Menschen, bewohnt wären, dies aber ein Verharren in immer gleichem Zustand bedeuten, also im unentwickelten Zustand Leblosigkeit, d.h. Untätigkeit.

Es würde ferner bedeuten ständige Dunkelheit, und also müßten alle Gestirne lichtlose Schöpfungen sein. Die höherentwickelten Wesen aber würden diese Schöpfung als unerträglichen Zwang empfinden, denn sie würden für ihre Lichtabgabe keine empfangswilligen Wesen finden, das Streben zu Gott also würde niemals Erfüllung finden, wenn das Wesen nicht aus seinem erdgebundenen Zustand erlöst würde und in freie Regionen käme, wo ein Wirken ohne Zwangshülle möglich ist. Also müssen auch Schöpfungen bestehen, die keinen Zwang mehr für das Wesen bedeuten.

Jede irdische Substanz aber ist ein Zwang für das darin befindliche Geistige, folglich (muß diese ausscheiden), und es müssen Schöpfungen bestehen, die nur rein geistig erklärt werden können, weil sie nur rein geistige Substanz sind. Sie existieren, jedoch nicht dem menschlichen Auge sichtbar, sondern nur mit dem geistigen Auge wahrnehmbar. Sie sind also als geistige Schöpfungen anzusprechen, was soviel heißt, als daß sie erst nach dem Erdenleben erschaut werden können, daß sie die geistigen Wesen bergen, die schon das Erdenleben zurückgelegt haben und sich höher entwickeln sollen. Der Reifezustand der Wesen aber ist verschieden, folglich müssen auch die Schöpfungen verschieden sein, die nun dem Wesenhaften zum Aufenthalt dienen.

Amen

Bertha Dudde 2142b

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Lichtsphären - Wiedersehen - Seligkeit
« Antwort #5 am: November 02, 2018, 04:48:37 Vormittag »
Lichtsphären - Wiedersehen - Seligkeit

Einer Lichtwolke gleich wird sich die reife Seele erheben nach ihrem Leibestode aus dem irdischen Bereich in die jenseitigen Sphären, und dann hat sie jegliche Materie überwunden, dann ist sie frei von jeder Fessel, sie ist wieder, was sie ursprünglich war, ein freies Geistwesen voller Licht und Kraft. Sichtbar und erkennbar ist sie nur dem gleichfalls reifen Geistigen, das also geistig zu schauen vermag, während sie dem unreifen Geistigen unsichtbar bleibt, also auch nicht von ihm erkannt werden kann. Und darum kann es zwischen dem reifen und dem unreifen Geistigen, also zwischen den von der Erde abgeschiedenen Seelen, die in verschiedenem Reifezustand in das Jenseits eingehen, auch so lange kein Wiedersehen geben, bis das unvollkommene Geistige einen bestimmten Reifegrad erlangt hat, der ihm die Lichtsphären eröffnet.

Das unvollkommene Geistige ist zwar von den Lichtwesen zu erkennen, denn diese erschauen alles, und es ist ihnen nichts verborgen; also kennen sie auch eine jede Seele, die noch in der Dunkelheit des Geistes sich befindet; sie können aber nicht von jenen erkannt werden. Das Sehnen der Seelen nach ihren Lieben ist aber mitunter so stark, daß es eine Triebkraft ist zur Höherentwicklung im Jenseits, sowie die Seele in das Stadium des Erkennens eingetreten ist und von der Möglichkeit eines Aufstiegs im geistigen Reich durch Liebeswirken weiß. Dann ist sie rastlos tätig, weil das Verlangen nach ihr nahestehenden Seelen sie unablässig zur Höhe treibt. Denn sie erkennt ihresgleichen und weiß daher, daß sie ihre Lieben auch wiedersehen wird, und dieses Bewußtsein gibt ihr immer wieder Kraft, und diese Kraft wird ihr von ebenjenen Wesen zugeführt, die das Ziel ihres Sehnens sind; sie können den Seelen Kraft zuleiten, doch unerkannt von ihnen.

Nähern sie sich ihnen, um ihnen helfend Ratschläge zu erteilen, dann verhüllen sie sich, weil die unreifen Seelen ihre Lichtfülle nicht ertragen können. Jene sehen sich also von Wesen umgeben, die ihnen jedoch fremd sind und die scheinbar keiner anderen Lichtsphäre angehören als sie selbst. Doch da sie ihnen mit Rat und Tat beistehen, sind ihnen die unvollkommenen Seelen dankbar und gewogen, und sie befolgen ihre Ratschläge. Und so ziehen die reifen Wesen ihre Lieben zu sich hinan, bis sie einen Reifegrad erreicht haben, wo sie Lichtempfänger werden. Dann vermögen sie auch, geistig zu schauen, sie erkennen ihre Umgebung, sie erkennen die Lichtwesen gleicher Reife, und ihre Seligkeit nimmt ständig zu, weil sie sich mit jenen zusammenschließen können, weil sie ihre Lieben wiedersehen und nun ihrerseits wieder jenen beistehen, die in der Dunkelheit des Geistes schmachten.

Erst wenn der Reifegrad erreicht ist, der das geistige Schauen zuläßt, ist die Seele frei von jeglicher Belastung, denn dann steht auch sie im Licht, in der Erkenntnis der reinen Wahrheit und in der Liebe. Und jegliche Tätigkeit, die sie nun ausführt, ist beglückend, weil nur die Liebe sie dazu treibt und Liebeswirken immer Seligkeit auslöst. Das Verschmelzen mit gleich reifen Seelen, die sich in innigster Harmonie ergänzen, ist die eigentliche Seligkeit, denn es ist innigste Liebe, die den Zusammenschluß sucht und findet. Und Liebe ist immer beglückend, so sie dem rein Geistigen gilt, denn sie ist gebend, nicht verlangend.

Und doch gipfelt diese Liebe im Verlangen nach Gott, im endgültigen Zusammenschluß mit Ihm. Und dieses Verlangen wird stets erfüllt, denn Gott begehren darf das Wesen jederzeit, und es kann auch jederzeit auf das Stillen seiner Sehnsucht rechnen, denn Gott gibt unablässig, Er teilt ständig Seine Liebe aus und macht die Bewohner des geistigen Reiches dadurch zu den seligsten Wesen. Es ist deren Seligkeit unvorstellbar, denn Liebe und Licht erfüllet jene Sphären, wo die Wesen in der Nähe Gottes weilen dürfen, Der die ewige Liebe und das Urlicht Selbst ist.

Amen

Bertha Dudde 3324


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Geistiges Reich - Formen der Bilder der Reife entsprechend
« Antwort #6 am: November 02, 2018, 04:55:11 Vormittag »
Geistiges Reich - Formen der Bilder der Reife entsprechend

In das geistige Reich einzudringen kann erst dann dem Menschen gestattet sein, wenn sein Glaube so stark ist, daß es für ihn keinen Zweifel mehr gibt über das Fortleben der Seele. Dieser Glaube um das Weiterleben nach dem Tode setzt auch ein Reich voraus, das außerhalb des Irdischen besteht. Und nun erst wird auch das Verlangen im Menschen wach, über jenes Reich zu wissen, unterrichtet zu sein über den Aufenthaltsort jener Seelen, sowohl der vollkommenen als auch der unvollkommenen Seelen.

Wird ein solches Verlangen im Menschen rege, dann sind die nun folgenden Fragen und Betrachtungen Anlaß zu Unterweisungen auf jenem Gebiet. Denn keine Frage, die der Mensch geistig stellt, bleibt unbeantwortet von den wissenden Kräften. Es braucht nur der Mensch die Antwort erwarten und der Stimme in sich achten. Es ist der Mensch, der sich oft in sein Innerstes zurückzieht, von den jenseitigen Wesen umgeben, die alle sich ihm kundtun möchten und gleichfalls nur dann vernommen werden können, wenn der Mensch die Gegenwart und das Wirken dieser Wesen anerkennt.

Es kann sich aber kein Wesen äußern ohne den Willen Gottes, und es hängt wieder vom Reifegrad des Menschen ab, welche Kräfte sich nun seines Willens bedienen, und dementsprechend wird ihm nun auch das Wissen vermittelt. Sofern reine Neugierde den Menschen veranlaßt, sich mit jenseitigen Kräften in Verbindung zu setzen, werden die geistigen Ergebnisse kaum den Menschen voll befriedigen, also wird er bald wieder von seinem Beginnen ablassen und sich wieder nur der irdischen Welt zuwenden.

Ist aber das Verlangen nach der Wahrheit im Menschen vorherrschend, so sind die den Menschen umgebenden wissenden Kräfte bereit, jede Frage zu beantworten und ihm Aufschluß zu geben über alles das, was außerhalb der Erde ist. Und die Erklärungen werden ihm so zugehen, daß sie ihm verständlich sind und vor seinem geistigen Auge ein Bild entsteht, entsprechend den Unterweisungen. Bildlich können diese Erklärungen auch nur gegeben werden, denn der Mensch ist unfähig, sich das geistige Reich so vorzustellen, wie es in Wirklichkeit ist. Er wird jedoch entsprechend seiner Seelenreife sich selbst die Bilder formen.

Die Stärke des Glaubens bringt diese Bilder der Wahrheit immer näher, d.h., es wird sich der tief gläubige Mensch gedanklich etwas vorstellen, was sehr nahe der Wahrheit ist. Es wird auch der gläubige Mensch die ihm nahestehenden Verstorbenen in diesem Reich suchen, und so sich der eine oder der andere äußert, wird er immer nur den Menschen das zur Kenntnis bringen, was zugelassen ist von Gott. Und so kann auch jenen Kundgaben vollster Glaube geschenkt werden, selbst wenn diese nicht ausführlich oder eingehend das jenseitige Leben beschreiben, nur muß der Mensch die reine Wahrheit begehren, und er muß sie begehren um der reinen Wahrheit willen, dann wird ihm alles das vermittelt werden, was ihm wissenswert erscheint.

Amen

Bertha Dudde 1856

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Umgang mit Verstorbenen - Seelen in Erdennähe
« Antwort #7 am: November 03, 2018, 05:44:31 Vormittag »
Umgang mit Verstorbenen - Seelen in Erdennähe

Es sind unzählige Seelen in Erdennähe, deren Reifezustand ein sehr niedriger ist und die darum noch immer das Verlangen nach der Erde in sich tragen, weil ihnen die höheren Sphären noch unzugänglich sind. Diesen Seelen ist es oft noch nicht bewußt, daß sie der Erde nicht mehr angehören, d.h., sie wissen es noch nicht, daß sie das Leibesleben auf Erden beendet haben, und halten sich daher noch in ihrer alten Umgebung auf und wollen sich mit den Menschen verständigen, ohne jedoch von ihnen vernommen zu werden. Und es dauert mitunter lange, ehe es ihnen klargeworden ist, daß sie mit der Erde nichts mehr zu tun haben. Es dauert lange, bis sie sich in ihre neue Umgebung gefunden haben und endgültig von der Erde fernbleiben.

Es ist dieses Stadium der Unwissenheit wenig befriedigend für die Seele, denn nirgends findet sie Verständnis und Hilfe, weil sie sich an die Menschen wendet, die ihr nicht helfen können in der Weise, wie sie Hilfe begehrt. Erst die Erkenntnis, daß sie für immer abgeschieden ist von der Erde und daß die Menschen ihr nur durch Gebet beistehen können, veranlaßt die Seele, über ihren derzeitigen Zustand nachzudenken und die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, daß sie diesen Zustand selbst ändern kann, und nun achtet sie auf jede Gelegenheit, die ihr einen anderen Reifegrad einträgt.

Nun erst geht sie in sich und sucht sich Rechenschaft abzulegen, und dann wird sie oft von bitterer Reue erfaßt, daß sie das Erdenleben nicht so genützt hat, wie Gott es wollte. Und in dieser Reuestimmung wird sie oft von den Lichtwesen aufgesucht, die jedoch in einer Umhüllung zu ihr kommen, daß sie nicht als Lichtwesen erkannt werden. Diese machen sie aufmerksam auf das Leid der anderen Seelen und suchen in ihr das Mitgefühl für diese zu erwecken. Und nun ist ihre innere Gesinnung entscheidend, ob die Lichtwesen sie mit Kraft bedenken oder sie wieder ihrem Schicksal überlassen, bis das Mitgefühl für die notleidenden Seelen das eigene Leid überwiegt und nun die Lichtwesen erneut auf sie einwirken und dann mit Erfolg.

Die Erde ist von unzähligen Wesen umgeben, die gleichsam noch auf Erden leben, doch unerkannt von den Menschen, die das für nicht-seiend erklären, was sie nicht sehen und greifen können, und die deshalb auch nicht glauben wollen, daß die Seelen der Verstorbenen die zurückbleibenden Menschen umgeben. Denn nur das geistige Auge könnte sie sehen, das leibliche Auge aber ist blind, folglich können die Seelen sich in keiner Weise bemerkbar machen, weil die Menschen darauf nicht reagieren, denn sie sind von den göttlichen Naturgesetzen abhängig, in die Gott Selbst sie hineingestellt hat.

Sie sehen und hören nur mit körperlichen Organen, die Seelen der Verstorbenen aber wollen mit geistigem Auge erblickt werden. Und also gibt es zwischen den Seelen der Verstorbenen und den Menschen auf Erden keine Verbindung, in rein weltlichem Sinn verstanden; es gibt nur eine rein geistige Verbindung, die erst dann angeknüpft werden kann, wenn der Mensch auf Erden den Willen hat, mit den Seelen zu harmonieren, d.h., wenn der Mensch auf Erden an ein Fortleben der Seele glaubt und sich als Folge dieses Glaubens mit diesen Seelen zu verständigen sucht.

Diese bewußte Fühlungnahme mit der geistigen Welt ist Voraussetzung, daß zwischen den Menschen und den Seelen im Jenseits ein Kontakt hergestellt werden kann, durch welche eine gegenseitige Verständigung möglich ist. Und nun kommt es darauf an, wer wissender ist, der Mensch oder die Seele im Jenseits. Denn der wissende Teil soll den unwissenden Teil belehren. Ist die Seele im Jenseits in sehr unreifem Stadium, so kann der Mensch ihr sein Wissen vermitteln, indem er mit der Seele spricht, was die Seelen sehr gut verstehen und vernehmen können. Ist aber der Mensch unwissend, so wird er von wissenden Geistwesen belehrt, sowie sein Wille die Belehrung verlangt.

Und also können die Menschen auf Erden segensreich wirken an den Seelen, die in Erdennähe sind, denn diese haben zumeist eine mangelhafte Reife, mit wenig Wissen und daher wenig Kraft. Ihnen kann durch Übertragung des Wissens in liebendem Gedenken insofern geholfen werden, als daß die Seelen sich nun leichter von der Erde lösen und ihre Aufmerksamkeit nun den gleichfalls leidenden Seelen im Jenseits zuwenden. Dadurch kann die Liebe in ihnen erweckt werden und sie nun in weiteres Wissen geleitet werden durch die Lichtwesen, welche die Sinnesänderung der Seelen erkennen und nun ihrerseits helfend den Seelen beistehen.
Amen

Bertha Dudde 2401

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Einblick ins jenseitige Reich - Geistiges Schauen und Wiedergeben
« Antwort #8 am: November 04, 2018, 07:41:49 Vormittag »
Einblick ins jenseitige Reich - Geistiges Schauen und Wiedergeben

Es liegt am Willen des Menschen, sich Einblick zu verschaffen in das Reich, das ihm sonst verschlossen ist, weil es außerhalb alles Irdischen besteht. Er muß nur sich selbst gleichfalls außerirdisch einstellen, er muß das, was in ihm überirdisch ist, den Geistesfunken, den ihm Gott als Teilchen Seiner Selbst ins Herz gelegt hat, dorthin senden, wo seine eigentliche Heimat ist. Das Geistige in ihm strebet dem Geistigen außerhalb der Erde entgegen, und dieses Geistige leitet es und führt es ein in die ewige Herrlichkeit.

Es kann also der Geist im Menschen alles erschauen, und es bleibt ihm nichts verborgen, jedoch ist es nicht immer möglich, das vom Geist Geschaute der Seele des Menschen zugänglich zu machen. Es muß die Seele gleichsam erst ihre Sinne so ausgebildet haben, daß sie fähig ist, das ihr Gebotene aufzunehmen. Sie muß erst das Geistige begehren, bevor sie des Irdischen achtet. Und es gehört dazu ein starker Wille des Menschen und ein tiefes Verlangen nach geistigen Eindrücken: Ist beides aber vorhanden, dann gibt es für den Menschen keine Grenzen. Er kann seinen Blick schweifen lassen in jenes Land, das unvorstellbar ist in seiner Herrlichkeit.

Alle irdischen Begriffe, wie Zwang, Begrenzung und Unvollkommenheit scheiden aus. Was sich den Augen des geistig Schauenden bietet, ist vollste Harmonie, edelste Linienführung, unbeschreiblich in seiner Farbentönung, leicht und beschwingt und nicht an die engen Grenzen des irdischen Lebens gebunden. Es ist alles licht und hell, und nichts Unharmonisches stört das anmutige Bild. Es ist ein harmonischer Friede und doch nichts Totes, es atmet alles Leben und Liebe, es ist unvergleichliche Schönheit, und es sind die wechselvollsten Eindrücke, die der Geist aus Gott seiner Seele vermitteln möchte, die aber mit menschlichen Sinnen nicht zu fassen sind.

Es ist daher überaus schwer, das Geschaute wiederzugeben, denn es ist die Vorstellungsmöglichkeit des Menschen zu klein, um wahrheitsgemäß sich ein Bild machen zu können; doch was der Geist einmal erschaut hat, bleibt in ihm, und er sucht immer wieder jene Gefilde auf, um neue Eindrücke zu sammeln. Es gelingt ihm wohl zuweilen, der Seele solche zu vermitteln, und dies immer dann, wenn das Verlangen danach so stark im Menschen geworden ist, daß er die Erde völlig vergißt. Dann ist die Trennung aus der Körperfessel leichter und die Aufnahmefähigkeit für geistige Bilder größer. Unvorstellbare Herrlichkeiten sind es, die das menschliche Auge niemals erblicken könnte, weil Glanz und Pracht es blenden möchte, und nur ein sehr hoher Reifegrad läßt ein bewußtes Schauen ertragen.

Es muß der Mensch jegliche Bindung mit der Erde verloren haben, dann ist es ihm möglich, schon im Erdendasein einen Blick zu tun in jene Sphären. Doch um den Menschen einen kleinen Einblick zu gewähren in jene Herrlichkeiten, beauftragt Gott Seine Boten, die Vorstellungsgabe in einigen Menschen zu wecken, um das von ihnen geistig Geschaute und der Seele Vermittelte annähernd bildhaft wiedergeben zu können, auf daß das Verlangen nach jenen Herrlichkeiten erweckt und vermehrt werde.

Die Schönheit der Formen, die leuchtende Farbenpracht, die Vielseitigkeit der Schöpfungswunder ist jedoch nicht wiederzugeben, denn die kühnsten Phantasien reichen nicht im entferntesten an jene Herrlichkeiten heran. Und so ist es nur beschränkt möglich, den Erdenkindern Kunde zu geben, und nur innigstes Verlangen danach entfernt den Schleier, der über alles gebreitet ist, solange das Wesen noch der Erde angehört. Doch dem ernstlich Strebenden ist es möglich, auch diesen Schleier zu lüften und bewußt zu schauen in das jenseitige Reich, doch dann ist auch sein Scheiden von dieser Welt nicht mehr weit.
Amen

Bertha Dudde 1396

 

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Zustand und Tätigkeit im Jenseits Geheimnis
« Antwort #9 am: November 04, 2018, 07:48:24 Vormittag »
Zustand und Tätigkeit im Jenseits Geheimnis

Es ist für euch ein Geheimnis, in welcher Form euch das Leben in der Ewigkeit erwartet. Ihr könnt euch nichts vorstellen, solange ihr noch an die irdische Form gebunden seid. Und doch wisset ihr, daß diese Außenform hinfällig wird mit dem Moment des Todes. Euer Wissen und euer Vorstellungsvermögen bewegt sich aber im diesirdischen Reiche, also euch ist nur etwas vorstellbar, was sichtbare oder greifbare Form angenommen hat, und doch könnet ihr jene Form nicht auf das jenseitige Reich übertragen, sowie ihr im Glauben steht an ein geistiges Reich, das keine irdischen Schöpfungen mehr aufweisen soll. Und nun steht ihr vor unlösbaren Problemen, die euch so lange auch unlösbar bleiben, wie ihr unerweckten Geistes seid und nicht geistig zu schauen vermögt.

Es ist ein hoher Reifegrad erforderlich, der euch das geistige Schauen einträgt, und nur wenige Menschen werden diesen Grad noch auf Erden erreichen und die Eindrücke den Mitmenschen wiedergeben können, die sie durch geistiges Schauen gewonnen haben. Die Mitmenschen aber können diesen Schilderungen nicht folgen, solange sie nicht den gleichen hohen Reifegrad erlangt haben, und darum ist es unmöglich, daß den Menschen auf Erden ein Bild entwickelt werden kann über das geistige Reich. Es ist unmöglich, ihnen eine Erklärung zu geben, die das Geheimnis um das jenseitige Reich lüften könnte. Es bleibt das Jenseits für den Menschen ein unlösbares Problem, er wird nur immer vermuten können nach seinem menschlichen Begriffsvermögen, doch keine Sicherheit haben dafür, daß es so ist, wie er es sich vorstellt.

Im geistigen Reich leben die Wesen, so sie nicht ganz unvollkommen sind, in vollster Freiheit, d.h., sie sind weder belastet mit irgendeiner Außenform, noch werden sie in einer Weise gedrängt zu einer Tätigkeit, sondern alles, was sie tun, entspringt ihrem freien Willen und dem Drang zur Liebetätigkeit. Ihre Tätigkeit ist aber völlig unabhängig von der irdischen Materie, von einer Außenform, weil kein jenseitiges Wesen von Materie umgeben ist. Folglich ist auch das Wesen selbst frei von jeglicher Hülle, ist aber dennoch ein Einzelwesen, das frei wollen und bestimmen kann, sowie es die geistige Reife erlangt hat.

Es ist das Ich, das eigentliche Wesenhafte, das keiner Außenform bedarf und doch nicht weggeleugnet werden kann. Und dieses Ich empfindet die Hüllenlosigkeit als Wohltat, die es nicht mehr missen möchte. Das Ich geht nicht verloren mit dem Leibestode, es überdauert jede räumliche und zeitliche Veränderung, es bleibt immer und ewig dasselbe Ich, auch erkennbar den anderen Seelen, wenngleich es seine Außenform nicht mehr besitzt. Denn alles vollkommene Geistige erschaut auch die geistige Welt, und mithin vermag es, mehr zu sehen, als es in seiner irdischen Umhüllung zu sehen vermochte; es kann auch unbeschränkt tätig sein, weil weder Zeit noch Raum ihm Schranken auferlegen. Es benötigt dazu keine Außenform und ist in jeder Weise frei und unbehindert.

Doch dem Menschen eine ausreichende Erklärung zu geben über die Art der Tätigkeit im Jenseits und über das jenseitige Wesen selbst ist darum nicht möglich, weil ihm jegliche Begriffe fehlen, weil nichts auf Erden damit verglichen werden kann, da im Jenseits alle irdischen Gesetze hinfällig sind. Der Mensch aber sucht alles mit irdischen Gesetzen zu erklären, und so er diese ausschaltet, würde ihm jeglicher Maßstab fehlen, also sein Vorstellungsvermögen wäre dann unzureichend. Und so bleibt es ihm ein Geheimnis, es sei denn, sein geistiger Zustand wäre so hell, daß er geistig zu schauen vermöchte und von Gott ihm nun diese Fragen gelöst würden.

Amen

Bertha Dudde 2799

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Los des Geistig-Toten im Jenseits
« Antwort #10 am: November 04, 2018, 08:07:07 Vormittag »
Los des Geistig-Toten im Jenseits

Geistig tot zu sein ist das schrecklichste Los, sowohl auf Erden als auch im Jenseits. Auf Erden spürt der Mensch dieses Los nicht, solange er sich an den Freuden der Welt schadlos hält, d.h. über diesen seine Seele vergißt und also auch des leblosen Zustandes dieser sich nicht bewußt ist. Denn nur seine Seele ist davon betroffen, während der Körper sich irdische Genüsse schafft, solange er lebt, und die Untätigkeit der Seele, ihre Kraftlosigkeit nicht empfindet.

Erst so die Seele ins jenseitige Reich eintritt, so sie die körperliche Hülle abgelegt hat, kommt ihr die Kraftlosigkeit zum Bewußtsein und mit ihr das entsetzliche Los, das sie nun auf sich nehmen muß, weil sie das Erdenleben nicht dazu genützt hat, den Geist in sich zum Leben zu erwecken. Nun ist ihr die Gelegenheit genommen, sie kann nicht mehr aus eigener Kraft tätig sein, sondern ist in einem Zustand völliger Ohnmacht, aus dem sie sich nicht selbst befreien kann. Ihr fehlt jegliches Wissen, sie ist in völlige Dunkelheit gehüllt, lichtlos ist ihre Umgebung, ihr Seelenzustand, und daher ist sie auch gänzlich unfähig, in Liebe zu wirken, denn dieses erfordert Wissen, und Wissen ist Licht.

Es werden diese Seelen zwar auch im Jenseits noch betreut von den Lichtwesen, doch da sie auf Erden schon alles ablehnten, was in das geistige Reich hinwies, so sind sie auch den Vorstellungen dieser Lichtwesen nicht zugänglich, und sie verharren oft in größter (Entsagung) Dürftigkeit, in einem erbarmungswürdigen Zustand, Ewigkeiten hindurch in der gleichen Finsternis. Und solange sie nicht liebend sich betätigen wollen im Jenseits, wird auch die Kraftlosigkeit nicht von ihnen weichen, weil Liebetätigkeit erst die Kraftzufuhr auslöst und die Liebetätigkeit aber wieder erst im freien Willen ausgeübt werden muß und dieser Wille oft bis aufs tiefste gesunken ist durch den Einfluß des Gegners von Gott.

Auf Erden steht dem Menschen die Lebenskraft zur Verfügung, so daß er seinen Geist jederzeit zum Leben erwecken kann. Er kann den Zustand des Todes jederzeit beenden, er kann liebetätig sein, weil ihm dazu die Lebenskraft zur Verfügung steht. Und sowie er liebetätig ist, erwacht sein Geist zum Leben, und es bedeutet dies Licht- und Kraftempfang. Der geistig tote Mensch weiß nichts von Dingen des geistigen Reiches, er weiß nichts vom Walten und Wirken Gottes, von Seiner Liebe und Weisheit und Allmacht, er weiß nichts von seinem Tiefstand, von seiner einstigen Bestimmung und seinem Abfall von Gott; und diese Unkenntnis macht ihn zu einem geistig untätigen Geschöpf, denn es kann nicht wirken seiner Bestimmung gemäß, sondern ist zur Untätigkeit verdammt, weil es sich selbst nicht davon befreit.

Der geistig tote Mensch läßt nichts auf sich einwirken, was ihn umgibt, er sieht nur mit den Augen des Körpers, und sein irdisches Leben sucht er in jeder Weise auszuleben, ungeachtet des Geistes, der ihm als Begleiter beigegeben ist, um ihn recht zu leiten. Und es kann der Mensch am Ende seines Lebens auf ein langes, irdisch genossenes Leben zurückblicken und doch tot sein im Geist, und es ist dieser Tod weit schlimmer als das nun eintretende Ableben seines Körpers, denn seine Seele vergeht nicht, sie geht durch das Tor des Todes ein in das jenseitige Reich, sie ist sich ihres Seins bewußt und doch völlig kraft- und lichtlos, ohnmächtig zum Handeln und in völlig finsterer Umgebung, und sie empfindet dies ungewöhnlich qualvoll, weil sie den zuvorigen Zustand des Lebens auf der Erde, wo sie wirken und handeln konnte nach ihrem Willen, nun begehrt mit allen Sinnen und ihr keine Erfüllung wird.

Sie ist tot und hat doch das Bewußtsein ihrer Existenz, sie ist kraftlos und weiß um das Glück, Kraft zu besitzen; sie ist unwissend und hat daher kein Mittel, sich aus ihrem Zustand zu befreien, denn sie kann im Jenseits nur etwas empfangen, so sie selbst gibt. Der Mensch auf Erden kann sich von den Qualen einer geistig toten Seele keine Vorstellung machen, weil er noch inmitten der Lebenskraft steht, die er so lange beziehen kann, wie er auf Erden weilt, und weil er tätig sein kann nach seinem Willen. Und es bedeutet auf Erden schon großes Leid und Trübsal, wenn ein Mensch dieser Lebenskraft teilweise beraubt wird, er also durch Krankheit unfähig wird, zu wirken und zu schaffen.

Dieser Zustand im vielfach verstärkten Maße ist das Los derer, die geistig tot in das jenseitige Reich hinübergehen, die den Geist in sich nicht zum Leben erweckten durch recht genützte Lebenskraft, durch Wirken in Liebe, die auf Erden lebten, ohne geistig zu leben, weil sie das irdische Leben zu hoch einschätzten und ihres eigentlichen Zweckes nicht gedachten, der darin besteht, sich zu formen nach Gottes Willen, auf daß der Geist in ihnen lebendig werde und ihre Aufwärtsentwicklung fördern kann.
Amen

Bertha Dudde 3167

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Re: Die geistige Welt - Heilungsprozeß
« Antwort #11 am: November 07, 2018, 05:43:04 Vormittag »
Heilungsprozeß - Freier Wille

In Meinem Heilsplan von Ewigkeit ist alles inbegriffen, was zur Erlösung des unvollkommenen Geistigen dienen kann. Denn um dessentwillen ist alles Sichtbare erstanden, und alles, was geschieht, kann jenem Geistigen zur Höhe verhelfen, wenn es recht ausgewertet wird. Und so können auch geistige Schöpfungen den gleichen Zweck erfüllen, jedoch erst für das in einem bestimmten Reifegrad stehende Geistige, wenn es also die Materie schon überwunden hat und frei ist aus jeglicher irdischen Verformung. Doch die Entwicklungsmöglichkeiten nehmen auch im geistigen Reich kein Ende, die Seele kann unentwegt höhersteigen und ständig zunehmen an Kraft und Licht.

Im geistigen Reich ist der Seele der Aufstieg sicher, wenn sie den rechten Weg einmal betreten hat, auf Erden aber kann die Materie sie immer wieder zurückziehen, weil die Macht Meines Gegners sich noch auf alles erstreckt, was als Mensch auf der Erde zur letzten Reife gelangen soll. Die Materie also ist die Klippe, an der eine Seele scheitern kann. Doch auch das weiß Ich seit Ewigkeit und wirke daher auf den Menschen ganz besonders ein, daß er erkennen lernet, was die Materie im Grunde des Grundes ist, auf daß der Mensch sich nicht von ihr beherrschen lasse.

Es muß der Mensch bis zum Lebensende die Materie überwunden haben, d.h., sie darf seine Seele nicht im geringsten belasten, die Seele muß sich vollständig frei gemacht haben vom Verlangen nach Dingen, die der irdisch materiellen Welt angehören. Dann kann sie unbeschwert in das geistige Reich eingehen und in geistigen Schöpfungen ihre Aufwärtsentwicklung fortsetzen, die nun die Seele stets mehr und mehr vergeistigt und ihr unermeßliche Seligkeiten schafft.

Mein Heilsplan von Ewigkeit betrifft also alles Geistige, nur kann von einer Heilung nur bei den Seelen gesprochen werden, die noch in einer Form gebunden in der irdisch materiellen Schöpfung weilen, die noch nicht frei sind und reif für das Lichtreich. Es sind also die irdisch materiellen Schöpfungen, in denen der Heilungsprozeß des Geistigen stattfindet, sowie die Geschehnisse im Erdenleben eines Menschen, die den Willen dessen wandeln sollen und darum ebenfalls eine Heilwirkung haben können. Und heilsam ist nicht zuletzt die Not und das Leid, das der einzelne Mensch zu ertragen hat, wenn dadurch erreicht wird, daß die Seele zu Mir findet und dann auch der Heilungsprozeß erfolgreich ist.

Es gibt kein Mittel, das Ich unversucht lasse, so es eine heilsame Wirkung haben kann auf die Seele des Menschen, um seinem Leibestod ein Erwachen im Lichtreich folgen lassen zu können, doch der Ablauf des Prozesses ist gesetzmäßig bedingt, er ist nicht willkürlich begünstigt, sondern dem Willen des Menschen entsprechend ist sein Erfolg. Denn der Wille des Menschen wird auch von Meinem Gegner beeinflußt und muß sich frei entscheiden. Doch lässet der Mensch alle Möglichkeiten außer acht, die ihm zur Höhe verhelfen könnten, so besteht er zwar seine Erdenlebensprobe nicht, wird aber unweigerlich nach endlos langer Zeit vor die gleiche Probe gestellt, und das so oft, bis er sich endgültig entschieden hat für Mich.

Nur ist seine Erlösung erst das Ergebnis von einem unvorstellbar langen Dasein auf der Erde, das er aber ebensogut in ganz kurzer Zeit hätte erreichen können, weil es stets nur an seinem Willen, nicht aber an ungenügender Heilsmöglichkeit liegt, wann die Seele zur Reife gelangt. Alles tue Ich für Meine Geschöpfe, daß sie zu Meinen Kindern werden, aber ihren Willen zwinge Ich nicht, und also schaffen sie selbst sich ihr Los, sie können gesunden laut Heilsplan von Ewigkeit, wenn sie selbst dazu willig sind.
Amen

Bertha Dudde 5345



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„Keines Menschen Auge hat es je gesehen.“
« Antwort #12 am: November 07, 2018, 05:56:17 Vormittag »
„Keines Menschen Auge hat es je gesehen.“

Keines Menschen Auge hat es je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen, die Mich lieben. Aber daß Ich für euch ungeahnte Herrlichkeiten bereithalte, das ist gewiß, nur dürfet ihr während eures Erdenlebens keinen Einblick nehmen in Mein Reich der Herrlichkeit, weil ihr dann nicht mehr zu leben fähig wäret, weil ihr nicht mehr eure Erdenaufgabe in Freiheit des Willens erfüllen könntet. Aber Meiner Verheißung dürfet ihr immer gedenken und wissen, daß Ich euch liebe und euch überselig machen will.

Ihr sollt wissen, daß euer Denken immer nur beschränkt ist, daß ihr euch das wahre himmlische Reich gar nicht vorstellen könnet, denn nichts auf Erden hielte einen Vergleich aus mit den Herrlichkeiten, die euch dort erwarten, wenn ihr im Lichtgewand das Erdenreich verlassen könnet, um einzugehen in eure wahre Heimat, mit der die Erde nicht den geringsten Vergleich aushalten könnte, wenn ihr euch auch alles in weit herrlicherem Maße vorstellen würdet. Es sind unvergleichliche Gebilde herrlichster Schönheit, es sind geistige Schöpfungen, die euch überaus beseligen, es sind Dinge, die ihr noch nie geschaut habt zuvor und die euch auch nur geistig vor das Auge treten, sowie ihr selbst den Reifegrad erlangt habt, geistig schauen zu können.

Aber das eine ist gewiß, daß ihr nun erst recht zu leben beginnt, daß ihr rückschauend werdet nicht begreifen können, einmal die Welt geliebt zu haben, und weltliche Dinge begehrenswert fandet, und ihr werdet selig sein, daß euch die Welt nicht gefesselt hielt, ansonsten ihr dieses Reich der Herrlichkeit niemals würdet schauen können. Würdet ihr im Erdenleben etwas von den Herrlichkeiten vorausahnen oder zeitweise einen Einblick nehmen können, dann würdet ihr mit aller Kraft auch dieses Reich anstreben, aber immer nur würde euch die Ichliebe bestimmen, niemals aber die reine Liebe zu Mir und zum Nächsten, und der Erdengang würde euch nicht die Vollkommenheit eintragen können, die aber doch erreicht werden muß und es auch möglich ist, ohne daß der Mensch sich ein klares Bild machen kann, worin die Seligkeit dereinst besteht.

Aber es soll euch Menschen Mein Wort genügen, Meine Verheißung, die euch ungeahnte Herrlichkeiten in Aussicht stellt, wenn ihr lebet nach Meinem Willen. Und eine solche nicht beweisbare Verheißung zwingt nicht euren Willen, denn nur der Glaube gibt ihr Wahrheitsberechtigung, und für den Gläubigen wird sie sich auch erfüllen, doch erst nach dem Eingang in das jenseitige Reich. Darum ist es auch zwecklos, sich Bilder vorstellen zu wollen über den Aufenthalt der Seelen im geistigen Reich, denn alle Vorstellungen haben immer nur die Erde und ihre Güter zur Grundlage, die aber für jenes Reich nicht als Vergleich angewendet werden können und für Dinge im geistigen Lichtreich jegliches Verständnis fehlt.

Lasset euch darum genügen an den Worten: „Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben.“ Unerforschliches und unsagbar Herrliches erwartet euch, denn Meine Liebe will Meine Kinder beglücken und ihnen ein überaus seliges Los bereiten. Und ein solches Los sollt ihr alle anstreben, aber immer nur soll Liebe zu Mir oder zu euren Brüdern euch bewegen zu einem Lebenswandel nach Meinem Willen, niemals soll euch die Eigenliebe, das Verlangen nach den Herrlichkeiten der jenseitigen Welt, dazu bewegen, denn dann wird euch dieses Los niemals zuteil werden, weil nur die reine, selbstlose Liebe euch einen solchen hohen Reifegrad einträgt, daß ihr Mein Reich in all seiner Herrlichkeit einnehmen könnet, daß euer Auge erschauet und euer Ohr höret, wovon ihr euch niemals zuvor hättet etwas träumen lassen, weil alle Meine Verheißungen sich erfüllen, weil Mein Wort ewige Wahrheit ist.

Amen

Bertha Dudde 7282


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Brücke von der Erde zum Jenseits
« Antwort #13 am: November 08, 2018, 06:24:18 Vormittag »
Brücke von der Erde zum Jenseits

Die Brücke, die von der Erde ins Jenseits herüberführt, wird sehr selten begangen und wäre doch der natürlichste Weg zu Gott. Es ist den Menschen das Bewußtsein der Entfernung von Gott so begreiflich gemacht worden, daß sie Ihn nun auch nur in der Ferne suchen. Sie schaffen sich dadurch einen noch weiteren Abstand, indem sie jede Möglichkeit, sich Ihm nähern zu können, abweisen, d.h. jede Aufklärung darüber für unglaubwürdig halten. Viel glaubhafter erscheint es ihnen, daß Gott Seine kleinen Geschöpfe unbeachtet läßt, daß sie nur Seine Schöpfungen beleben auf kurze Zeit und daß die ewige Gottheit zu erhaben sei, als daß Sie Sich der Menschenkinder annehmen möchte in der Weise, daß Sie zu ihnen in Verbindung tritt.
Es können aber solche Verbindungen nur dann zustande kommen, wenn der Glaube daran vorhanden ist. Die Brücke hat Jesus Christus durch Sein Erlösungswerk Selbst vom ewigen Reich zur Erde geschlagen, und es darf ein jeder sie betreten, den es verlangt nach Gott und nach jenen Regionen, wo seines Geistes wahre Heimat ist. Doch wie selten wird die Brücke betreten, sie wird nicht erkannt als solche, und die Gnade, die Jesus für die Menschen erworben hat, wird nicht beachtet und nicht begehrt.

Unentwegt suchen die Wesen des Jenseits, die Menschen hinzuleiten; sie suchen die Gedanken derer nach oben zu lenken und wollen so mit ihnen in Verbindung treten, um sie nun auf die große Gnade aufmerksam zu machen und in ihnen das Verlangen zu erwecken, selbst mit Gott zu sprechen. Denn dann haben sie die Brücke betreten, die von der Erde zum Jenseits führt. Jedes Gebet ist bewußtes Verbinden mit Gott, es ist die stille Zwiesprache des Kindes mit seinem Vater. Jeder Gedanke an das Jenseits ist gleichfalls das Betreten dieser Brücke, denn wo immer der Mensch hinüberverlangt in geistige Regionen, dort ist ein Zugang zu jener Brücke, die durch göttlichen Willen das Jenseits mit der Erde verbindet.

Und es ist keineswegs anmaßend, den Weg zum Vater direkt gehen zu wollen. Er wird Seinem Kind entgegenkommen, das in gläubigem Vertrauen den Weg zu Ihm genommen hat, denn Er ist nahe denen, die Ihm nahe zu sein begehren, und Er ist ferne denen, die sich weit entfernt von Ihm wähnen. Der Glaube stellt die Verbindung her, und wo der Glaube nicht ist, wo die Möglichkeit einer Verbindung angezweifelt wird, dort richtet der Mensch sich selbst die Schranken auf, für ihn ist diese Verbindung auch nicht möglich.

Doch welch ein Segen bedeutet es für die Menschheit, so Gott Selbst offensichtlich zur Erde herabsteigt und die Brücke deutlich kennzeichnet, auf daß der Mensch leichter zum Glauben findet, so er nur den guten Willen dazu hat. Er gibt immer wieder Beweise Seiner Fürsorge, die Seinen Geschöpfen gilt. Er will ihre irrige Ansicht zunichte machen, daß Er für die Menschen unerreichbar sei. Er wirbt um ihre Liebe, weil Er sie mit Seiner Liebe beglücken möchte. Und also gibt Er Sich ihnen kund in offensichtlicher Weise, und Er ermahnet sie, den gleichen Weg zu gehen, die Brücke zu nützen, die zu Ihm führt, die Er in Seiner übergroßen Liebe, Güte und Barmherzigkeit aus dem Reich des Ewigen zur Erde geschlagen hat, um ihnen die lange Pilgerfahrt auf Erden abzukürzen, denn das Weilen in geistigen Gefilden entrückt sie gewissermaßen dem Erdenleben.

Amen

Bertha Dudde 1768

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In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen
« Antwort #14 am: November 23, 2018, 06:48:40 Vormittag »
„In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen.“

In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Könnet ihr den Sinn dieser Meiner Worte verstehen? Daß ich euch Wohnung verheiße im Hause Meines Vaters, euch aber gleichzeitig zu verstehen geben will, daß für jedes Meiner Geschöpfe die Wohnung bereit ist, die geeignet ist zur Aufnahme des einzelnen, daß Ich euch damit sagen will, was ihr auf Erden noch nicht erreicht habt, könnet ihr in Meinem Reich noch anstreben, weil Ich unzählige Möglichkeiten habe, euer Ausreifen im geistigen Reich zu fördern.

Mir steht nicht nur die Erde zur Verfügung, sondern alle Meine Schöpfungen sind Ausreifungsstationen für das noch unvollkommene Geistige, bis es endlich so weit ist in seiner Entwicklung, daß es in himmlischer Glückseligkeit Besitz ergreifen kann von den herrlichsten geistigen Schöpfungen, denn überall ist es im „Hause Meines Vaters“, im Bereich Meiner unendlichen Liebe, und stets wird es sich dort aufhalten, wo ihm der Vater Wohnung bereitet hat, entsprechend seines Liebegrades und seiner Fähigkeit, zu walten und wirken in dem Reich, das ihm von Mir aus zugewiesen ist.

In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Kein Wesen ist heimatlos, die ewige Heimat nimmt alle Seelen auf, doch diese Heimat ist vielseitig gestaltet, sie kann die herrlichsten Blumengärten und schönsten Paläste aufweisen, sie kann aber auch endlos weite öde Gegenden enthalten, deren Durchwanderung auch endlose Zeiten erfordert, doch stets zweigen sich auch in jenen öden Gegenden Wege ab, die in blumenreiches Land führen, und es kommt nur darauf an, ob die Wanderer dieser Wege achten, ob sie aufmerksam spähen nach einem Ausweg aus der Öde und diesen Ausweg auch betreten.

Jeder wird aufgenommen in Meiner ewigen Heimat, und jedem steht es zu, Besitz zu ergreifen von einer Wohnstätte. Wie sie aber beschaffen ist, untersteht allein ihrem Wollen. Und darum sage Ich: In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Denn ein jeder Mensch, ein jedes Wesen, bereitet sie sich selbst je nach dem Grade seiner Vollkommenheit. Doch ob auch diese seine Wohnung noch so dürftig ist, sie kann durch seinen Willen und seine Arbeit wahrlich schnell umgestaltet werden, und die lieblichsten Heimstätten können entstehen, so die Seele nur das Verlangen nach einer solchen hegt und eifrig nach Erfüllung strebt. Dann stehen ihr zahllose Helfer zur Seite und schaffen und wirken mit ihr, und es kann ein paradiesischer Aufenthalt werden, wo zuvor eine öde und düstere Gegend war.

Einmal kommt jede Seele in ihre wahre Heimat zurück, doch solange sie noch unvollkommen ist, wird sie sich heimatlos fühlen, wenngleich sie schon das Reich betreten hat, von dem sie einstmals ausgegangen ist. Ich aber habe viele Schulhäuser, und es wird die Aufwärtsentwicklung mit Sicherheit vorangehen, wenngleich oft lange Zeit dafür benötigt wird. Einmal wird auch der verlorene Sohn zurückkehren und wieder die Wohnung beziehen, die er einstmals besaß, er wird im Vaterhaus weilen, wo alle Kinder versammelt sind um den Vater, er wird liebevoll aufgenommen werden von der ewigen Liebe, Die ihm den Platz anweiset neben Sich. Doch endlose Zeiten werden noch vergehen, bis alle Meine Kinder heimgefunden haben, bis sie Wohnung nehmen können in Meinem Hause; endlose Zeiten werden noch vergehen, doch keines Meiner Kinder gebe Ich auf. Die Liebe des Vaters ziehet sie, und dieser Liebe wird keines Meiner Kinder ewig widerstehen können.

Amen

Bertha Dudde 5449


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