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Vergeistigung 19

Moderatorin Beiträge: 1364 ***
Vergeistigung
« am: Mai 10, 2020, 07:46:26 Vormittag »
Letztes Gericht  –  Vergeistigung der Erde

Ein strenges Gericht wird abgehalten werden am Ende der Zeiten, d.h., es kommt eine Zeit, da die Beschaffenheit der Erde nicht mehr irdische Materie genannt werden kann, sondern wo sich alle Stoffe vergeistigt haben, daß also auch die Erde eine mehr geistige Schöpfung geworden ist, wie es unendlich viele im Weltenraum gibt, die aber eine jede für sich Anspruch macht, Bildungsstation des Geistes zu sein. Und eine solche Bildungsstation des Geistes bleibt auch die Erde, nur daß sowohl ihre Schöpfungen als auch ihre Bewohner vergeistigt genannt werden können, daß das Leben der Geschöpfe unter anderen Bedingungen sich abspielt und auch ihre Aufgabe nicht mit jener jetzigen zu vergleichen ist. Eine solche Epoche wird nach unendlich langem Zeitraum auch die jetzige Erde durchmachen müssen, und von dieser Epoche sprach Jesus zu Seinen Zuhörern auf Erden.
Jede materielle Schöpfung macht diesen Entwicklungsweg durch, d.h., sie ist anfangs nur gerichtete Materie und erhebt sich in endlos langer Zeit, in Ewigkeiten, die nie von Menschen zu schätzen sind, auf eine völlig andere Stufe; sie vergeistigt sich mehr und mehr und kann zuletzt nur noch als geistige Schöpfung angesprochen werden. Doch diese Zeiträume sind unermeßlich lang, denn zuvor muß erst alles gebannte Geistige diesen irdisch materiellen Weg gehen, auf daß dann die Materie als gänzlich überwunden gelten kann.
Und also wird auch nun noch endlos lange Zeit vergehen, bis die gänzliche Vergeistigung auf Erden eingetreten ist. Und diese Zeit bis dahin umfaßt wieder einzelne Entwicklungsphasen, die eine jede für sich von den noch unwissenden Menschen als Ewigkeit angesehen werden muß, weil viele Generationen in einer solchen Phase zum Ausreifen kommen müssen, um einen bestimmten Reifegrad zu erreichen, der dann dem Vergeistigen auf der Erde gleichkommt. Eine jede Phase beginnt mit Menschen von hoher geistiger Reife und endet mit Menschen, deren Hang nach unten so stark ist, daß ihm Erfüllung wird, daß sie wieder gebannt werden in Schöpfungen der nachfolgenden neuen Erde. Endlos lang für menschlichen Begriff sind zwar auch diese Entwicklungsphasen, doch immer finden sie einmal ein Ende, und immer wieder beginnt eine Epoche der Entwicklung von neuem.
Doch am Ende der Zeiten wird die Vergeistigung der ehemalig materiellen Schöpfung immer schneller vor sich gehen, und die Willensproben, wozu eine jede Periode gehört, werden immer mehr zurücktreten können, weil es allen Geschöpfen dann gleich gehen wird, sie alle verlangen das Angesicht Gottes zu sehen und streben daher Gott immer inniger an, oder aber sie sind von der Gegenkraft schon zu weit entrückt worden, als daß sie noch zu Gott zurückfinden.
Und darum müssen diese später in geistigen Schöpfungen auch als Geist auf den Stätten weilen, wohin es sie zieht und dies ist die härteste Strafe, die Gott widersetzliches Geistiges treffen kann, ist es doch ein Zustand völliger Blindheit, ein Zustand der Knechtschaft, wo ein Dienen nur wider den Willen des Dienenden stattfindet, der Mensch aber keinen anderen Weg gehen kann, als fortgesetzt zu dienen, bis er seinen Widerstand aufgibt. Es ist dies auch ein göttliches Gesetz, daß sich jeder Vorgang abspielt im kleinen und dann in unendlich vielfacher Abänderung sich wiederholt.
Jesus sah das Ende dieser Zeit voraus, ihr Menschen aber könnet euren Blick nur richten auf die Zeiten, wo Menschenmögliches vorgesehen ist. Ihr alle rechnet nur mit einem jüngsten Gericht. Es wird sich aber dieses immer wiederholen, solange Erlösungsepochen laut göttlichem Willen ihren Abschluß finden. Ein jedes Gericht endet mit der Aburteilung dessen, was dem Gegner angehört, und Aufnahme derer in Lichtsphären, die Gott treu blieben auch in größter Not. Und so wird auch das letzte Gericht eine totale Störung (Zerstörung = d. Hg.) alles dessen mit sich bringen, was noch materiell ist, entstehen aber wird eine völlig geistige neue Erde, aber erst nach so unendlich langer Zeit, daß dessen nicht Erwähnung getan zu werden braucht, um die Menschen jetzt nicht in Sicherheit zu wiegen und ihnen eine neue Entwicklungszeit zu verkünden, in der sie ihrer Meinung nach das Versäumte nachholen könnten.
Es kommt das Gericht unwiderruflich bald, das eine Erlösungsepoche von der nachfolgenden trennt. Dies sollen die Seher und Propheten verkünden, die Gott dazu berufen hat, denen Er Selbst durch Seinen Geist es kundtut, denn es ist nötig für die gesamte Menschheit, daß sie sich das nahe Ende vor Augen halte, sich wandle in der Lebensführung und an der Seele arbeite, denn nicht lange mehr, dann ist die Zeit vorüber, die noch als letzte Gnadengabe der Menschheit belassen bleibt. Bald ist die letzte Stunde da und mit ihr das Gericht, das eine restlose Scheidung des Reinen vom Unreinen vollziehen wird.

Bertha Dudde 4125   


Sind die Schöpfungen geistiger Art oder materiell  –  Verschiedenheit der Gestirne

Die Schöpfungen im Weltall sind es, worüber ihr Aufklärung verlangt, und Ich will sie euch auch geben, soweit ihr dafür aufnahmefähig seid. Es sind Schöpfungen teils geistiger, teils materieller Art, diese aber nicht als irdisch-materiell betrachtet werden können, denn Mein Schöpfungswille ist von solcher Vielseitigkeit, und ihr könnet niemals die gleiche Beschaffenheit auf anderen Gestirnen annehmen, als die Erde sie aufzuweisen hat. Jedoch ihr müsset bedenken, daß nicht nur die Erde gefestigtes Geistiges in sich birgt, daß die zahllosen Gestirne, die eurem Auge sichtbar sind, von Mir ins Leben gerufen wurden, daß sie allen Menschenseelen zum Aufstieg verhelfen, die noch nicht den Reifegrad erreicht haben, um in jenseitigen Schöpfungen sich weiterzuentwickeln.
Die gesamte Schöpfung ist ausgestrahlte Kraft aus Mir, und die Erde ist die armseligste Schöpfung, weil sie aus grob-stofflicher Materie besteht. Wer also den Gang durch ihre Schöpfungen zurücklegt, kann es bis zur völligen Vergeistigung dessen bringen, was als „Seele“ den Menschen belebt. Doch die Reifegrade sind so verschieden, in denen die Seele bei ihrem Leibestod von der Erde geht. Und so wird sie von anderen Schöpfungen aufgenommen, die also wohl für ihre Begriffe sich „jenseits“ befinden, die aber keineswegs nur geistige Schöpfungen genannt werden können, da auch ihre Substanzen gefestigtes Geistiges sind, Kraft, aus Mir einst hervorgegangen als Wesen, die nicht in Meinem Willen tätig wurde. Es ist aber diese Materie um vieles leichter und gefügiger, so daß die Seelen, die sich darin aufhalten, angetrieben werden zu eifriger Tätigkeit und einander dienen, also stets weiter ausreifen.
(8.8.1964) Es kann also von einer Materie gesprochen werden, die leicht auflösbar ist, aber doch auch Geistiges in sich birgt, das Mir einstmals untreu wurde, das aber nicht in dem Maße leidet, wie dies auf der Erde der Fall ist, daß es gern dienet, um den Seelen die Weiterentwicklung zu ermöglichen, das also auch wieder (Diese Materie) vergeht, sowie es (sie) diese Aufgabe erfüllt hat. Die Schöpfungen auf jenen Gestirnen sind bewohnt von Wesen, die also auch als Menschen anzusprechen sind, die ebenfalls eine (die) Aufgabe haben, jenen Seelen zur Weiterentwicklung zu verhelfen und es müssen deshalb auch materielle Schöpfungen bestehen, doch es können diese nicht so sich vorgestellt werden, wie auf der Erde.
Es sind die Wesen (Seelen) nun inmitten einer Welt, die ihnen Unglaubliches bietet, und die doch eine reale Welt ist, weil Meine Geisteskraft alles durchstrahlt und sie so lange eine reale Welt bleiben wird, bis die volle Vergeistigung aller Wesen bewirkt ist, die dann eine materielle Welt nicht mehr benötigt.
Da dieses aber noch Ewigkeiten erfordern wird und euch Menschen also die Gestirne am Firmament sichtbar sind, so werdet ihr dahingehend belehrt, daß alle diese Welten Mein zur Form gewordener Wille sind, daß Ich Kraft hinausgestrahlt habe, die mehr oder weniger tief gefallenes Geistiges war, daß sich diese Kraft manifestiert hat, also sichtbar ist und bleibt für die jeweiligen Bewohner dieser Gestirne, die nur in verschieden-hohem Erkenntnisgrad stehen und also auch Bewohner von der Erde aufnehmen können, um diesen zur Weiterentwicklung zu verhelfen.
Ihr Menschen befindet euch dann „jenseits“ der Erde und doch in Meinem Reich, und je nach eurer Reife werdet ihr euren Aufenthaltsort wechseln, um in immer vergeistigtere Schöpfungen einzugehen. Doch was eure Augen ersehen als Gestirne am Firmament, das sind alles Schöpfungen, die Mein Wille erstehen ließ, und diese Schöpfungen sind die Mir abtrünnig gewordenen Urgeister, denen Ich Aufgaben gesetzt habe, die sie nun auch erfüllen, die mehr oder weniger auch Mich wieder anerkennen, die also nicht so tief gesunken sind, aber doch materielle Schöpfungen benötigen, um darin ihre Aufgabe zu erfüllen.

Doch es kann nicht gesprochen werden von irdischer Materie, da diese das in tiefste Tiefen gesunkene Geistige ist, die der Mensch auf Erden in endlos langer Zeit überwinden muß, vielmehr diese (jene) materiellen Schöpfungen den Menschen beigegeben wurden zur Beglückung, daß sie sich daran erfreuen sollen. Denn ein sichtbares Gestirn muß auch sichtbare Schöpfungen aufzuweisen haben, die den schon reiferen Geistern die Größe und Macht ihres Schöpfers veranschaulichen sollen und auch den noch entwicklungsbedürftigen die Gelegenheit geben zum Dienen. Es ist euch dieses Problem nicht so leicht zu lösen, denn ihr erfasset nur, was sich auf eurer Erde befindet, und auch darüber ist euer Wissen begrenzt, wie aber sich andere Gestirne auf eure Gedanken auswirken, das bleibt euch verborgen so lange, wie ihr nicht geistig zu schauen vermögt.
Dann aber ist euch auch jenes Reich erschlossen, und ihr werdet aus dem Staunen nicht herauskommen, was die einzelnen Gestirne für Schöpfungen bergen. Doch alle Meine Werke haben ihre Begründung, und sie beweisen Meine Liebe und Weisheit und Macht. Und was euch unergründlich scheint, das werdet ihr erfahren, je weiter ihr fortschreitet in eurer Seelenreife, dann wird es für euch keine Fragen mehr geben, die euch nicht beantwortet werden. Und ihr werdet selig sein ob des reichen Wissens, auch wenn es euch zur Zeit noch verborgen ist.

Amen

Bertha Dudde 8838   

Vergeistigung unreifer Substanzen

Alle Leiden und Nöte des Körpers tragen zur Vergeistigung der noch unreifen Substanzen bei. Darum sollet ihr alles mit Ergebung tragen, denn es ist nur zum Heil eurer Seele. Euer Körper trägt noch viel unausgereiftes Geistiges in sich, denn jegliche Materie ist Träger des Geistigen, das noch im Anfang seiner Entwicklung steht. Und es ist euch wohl während des Erdenlebens möglich, auch die Substanzen des Körpers zu vergeistigen, daß sie sich der Seele anschließen können und bei Beendigung des Leibeslebens mit hinübergehen können in das jenseitige Reich. Doch selten nur gelingt diese volle Vergeistigung einem Menschen, weil sie ein Liebeleben voraussetzt, das völliges Aufgeben des Ichs erfordert und selten nur ein Mensch diesen hohen Liebegrad auf Erden erreicht.
Doch viel ist schon gewonnen, wenn sich der Körper dem Willen der Seele unterstellt, die vom Geist in sich zu ihrem Wollen, Denken und Handeln sich bestimmen läßt. Und schließt sich nun der Körper gleichfalls dem Verlangen des Geistes an, daß er also dem Begehren der Seele nachkommt, dann werden sich auch die Substanzen des Körpers vergeistigen, besonders dann, wenn Krankheit und Leid auf dieses Ungeistige einwirken und es sich immer mehr läutert, weshalb auch ein gewisser Segen auf solchen Zuständen des Körpers ruht, die ihm zuweilen Pein bereiten.
Immer wieder werden dadurch ungeistige Triebe abgestoßen, und immer mehr kristallisiert sich die Seele, und es kann auch von der Vergeistigung des Körpers gesprochen werden, auch wenn dies noch nicht restlos geschieht während des Erdenlebens. Doch glaubet es, daß jede Krankheit und jedes Leid sich für eure Seele günstig auswirken wird, wenn ihr euch nicht aufbäumt gegen das Schicksal, wenn ihr ergeben euer Los traget, das niemals zwecklos euch auferlegt wurde.
Daß der Körper noch unreife Substanzen aufzuweisen hat, werdet ihr nicht leugnen können und also werden diese Substanzen euch immer Pein bereiten; und selten nur wird es einem Menschen gelingen, völlige Ordnung in sich herzustellen, wenngleich dies die eigentliche Aufgabe im Erdenleben ist. Aber er ist und bleibt schwach, und es gehört die innigste Verbindung mit dem Kraftquell von Ewigkeit dazu .... d.h., es muß der Mensch so liebeerfüllt sein, daß die Ewige Liebe Selbst ständig in ihm ist, weil er dann über ein Maß von Kraft verfügt, daß ihm auch die Vergeistigung aller den Körper bedrängenden Substanzen gelingt.
Doch glücklich kann sich der Mensch schon preisen, wenn ihm die Entschlackung seiner Seele gelingt während des Erdenlebens, so daß sie durchstrahlt werden kann mit dem göttlichen Liebelicht, daß sie lichtempfänglich ist, wenn sie in das jenseitige Reich eingeht. Und diese Entschlackung der Seele wird ebenfalls durch Leid und Krankheit erreicht, wenn nicht die Liebe so hell entflammt ist, daß sie das Ausreifen der Seele zustande bringt. Darum sollet ihr Menschen nicht klagen und murren, wenn ihr auch körperlich belastet seid, denn alles dienet euch nur zur Vollendung.
Und der Lichtgrad einer Seele kann von so verschiedener Stärke sein bei ihrem Eintritt in das jenseitige Reich. Und jedes Leid auf Erden trägt zur Erhöhung des Lichtgrades bei, vorausgesetzt, daß der Mensch selbst bemüht ist, zur Seelenreife zu gelangen, daß er ernstlich nach Vollendung strebt. Und darum sollet ihr auch dankbar sein für das Leid, und ihr sollet nicht glauben, daß ihr dieses ertragen müsset als Strafe. Es ist nur ein Läuterungsmittel, denn daß noch unlautere Substanzen in euch sind, das ist schon in eurer körperlichen Außenhülle begründet, die aus unreifem Geistigen besteht.
Aber auch dieses Geistige kann einen schnelleren Entwicklungsgang zurücklegen, es kann schneller zur Reife gelangen eben durch solche Läuterungsmittel. Und einmal werdet ihr auch den Segen dessen erkennen, was euch im Erdenleben zu tragen auferlegt war. Und ihr werdet nur dankbar sein für die liebevolle Fürsorge, die ihr auch darin erkennen werdet. Denn einmal wird euch das Licht erstrahlen, und ihr werdet alles Ungemach vergessen, das hinter euch liegt und ihr werdet selig sein im Licht.

Bertha Dudde 8133   


Dringlichkeit der geistigen Arbeit auf Erden

Die geistige Arbeit soll der irdischen Tätigkeit vorangesetzt werden. Es muß der Mensch sich vorstellen, wie überaus nötig diese ist, wie schwer es ist, daß das geistige Reich auf Erden verbreitet werde und daß doch der eigentliche Zweck des Erdenlebens die Vergeistigung der Seele ist. Und da die Menschen selbst zu schwach und willenlos sind, diese Arbeit an sich vorzunehmen, muß ihnen Beistand gewährt werden von seiten derer, die Sinn und Zweck des Erdenlebens erkennen und die Arbeit der Vergeistigung ihrer Seele selbst erfolgreich in Angriff genommen haben.
Diese müssen auch jenen auf den rechten Weg helfen, sie müssen das kleine geistige Reich auf Erden zu vergrößern suchen, sie müssen nur immer danach trachten, die Menschen Gott näherzuführen, sie müssen für Sein Reich werben auf Erden und dazu jede Gelegenheit nützen. Doch es gibt nur wenige, die als Arbeiter im Weinberg des Herrn tätig sein wollen. Und darum ist deren Tätigkeit so überaus wichtig, daß sie nicht zersplittert oder vernachlässigt werden darf durch übereifrige irdische Tätigkeit. Denn zu letzterer finden sich viele Menschen, nicht aber zur geistigen Tätigkeit, die unverständlich bleibt für die Menschen, solange sie selbst nicht geistig streben.
Gott Selbst weiset Seine Arbeiter an, für Ihn zu wirken, und Er verheißet ihnen Seinen ständigen Schutz. Er macht sie fähig für ihre Arbeit, Er weist ihnen das Arbeitsfeld zu, die Herzen und den Verstand der Menschen, die nicht völlig Gott-abgewandten Willens sind. Er benützet Seine dienstbereiten Arbeiter als Werkzeuge, um Selbst zu sprechen durch jene zu den Menschen, die Er erretten will aus geistiger Not, aus der Bedrängnis ihrer Seelen. Und Er bedienet Sich eines Mittlers, um Sich Selbst zu verbergen in diesem, um die Glaubens- und Willensfreiheit der Menschen nicht zu beschneiden, die Sein direkt gesprochenes Wort gefährden würde. Und darum ist Ihm jeder Knecht in Seinem Weinberg willkommen, darum segnet Er einen jeden, der sich für diese Arbeit zur Verfügung stellt, der aus Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen für die Rettung der irrenden Seelen tätig ist, denn es ist die letzte Zeit gekommen und jede Stunde soll genützet werden vor dem Ende.

Bertha Dudde 3426   


Frage: Blutübertragung

Es ist dies eine besondere Frage, die ihr beantwortet haben wollet .... Und Ich muß euch diese Antwort so geben, daß ihr sie verstehet, daß ihr euch kein falsches Bild macht, da es um die Rettung von Menschenleben geht. Immer wird das Bestreben eines Menschen sein, den anderen aus einer Notlage zu erretten, und was also die Nächstenliebe zur Voraussetzung hat, kann nicht anders als gutgeheißen werden. Oft hängt ein Menschenleben davon ab, und was nun getan wird, um diesen zu retten, wird auch von Mir gesegnet sein. Dann wird auch Meine Weisheit es zu verhindern wissen, daß die Seele belastet wird mit unreifen Substanzen. Und es kann der Mensch beruhigt sein, daß sein weiterer Entwicklungsgang dadurch gefährdet wird.
Aber die Gefahr besteht, daß ein Mensch durch Blutübertragung von noch gänzlich unausgereiften Substanzen noch mehr gehindert wird, an seiner Seele zu arbeiten, wenn er zuvor schon weltlich ausgerichtet war, und er dann zusätzlich belastet ist durch eine solche Übertragung, wie aber auch umgekehrt er mit verstärktem Willen nun an die Seelenarbeit gehen kann, und in beiden Fällen spricht dann auch Meine Weisheit mit, denn der erstere kann genausogut durch sein Leiden den Weg nehmen zu Mir, und er kann nun die Seelensubstanzen zum Ausreifen bringen. Er muß nur einen erhöhten Willen aufbringen, was jedem geistig Strebenden möglich ist, weil er seinen Weg zu Mir nehmen kann und Mich innig darum angehen soll, daß Ich diese Blutübertragung segnen möge, auf daß sie ihm nicht zum Schaden gereiche.
Solange es um die Rettung von Menschenleben geht, solange Ich nicht Selbst das Leben eines Menschen beende, sind auch solche Mittel erlaubt, die aus Nächstenliebe den Menschen retten sollen vor einem vorzeitigen Ende. Und wenn es nun Mein Wille ist, daß das Leben erhalten bleibt, dann wird er mit dem Leben davonkommen. Im anderen Falle aber nützen auch noch so wirksame Gegenmittel (nichts = d. Hg.) .... wenn von Mir aus das Leben beendet sein soll. Wenn ein jeder Mensch die Bindung mit Mir herstellen könnte zuvor, daß er Mich Selbst um Meinen Segen angeht, dann könnte er unbedenklich alles in Anwendung bringen, er würde keinen Schaden nehmen an seiner Seele, aber noch zur Läuterung der Substanzen beitragen, die ihn zusätzlich belasten.
Und da ihr nun wisset, daß ihr auch dem Körper zur Vergeistigung verhelfen sollet, da ihr wisset, daß auch alles, was dem Körper angehört, auch Angehör eines gefallenen Urgeistes ist, der sich noch verkörpern will, und ihr also diesem Hilfe leistet und er einen desto leichteren Erdengang hat, so liegt es eben nur an der geistigen Einstellung des Menschen, um also die Vergeistigung von Körper und Seele anzustreben. Wer diese Einstellung zu dem Zweck des Erdenlebens nicht hat, für den ist es belanglos, ob und wie viele ungeistige Substanzen in ihm der Erlösung harren, und für ihn ist das Wissen darum wertlos, wenn er nur nicht sein Leben verliert, das immer nur der Welt zugewandt ist.

Bertha Dudde 8912   


Vergeistigung der Substanzen des Körpers

Der Körper soll der Seele zur geistigen Reife verhelfen, indem er sich selbst aufgibt, indem er jede Begierde unterdrückt und nur das Verlangen der Seele zur Geltung kommen läßt, die sich, so der Körper sie frei gibt, ganz dem Geist in sich hingibt, also seinem Verlangen und seinem Drängen nachgibt. Je mehr der Körper sich dem Verlangen der Seele anschließt, desto mehr vergeistigt sich also auch die materielle Außenform der Seele, und es braucht diese dann keinen so langen Erdenweg mehr zurücklegen, wohingegen ein vollständig materiell eingestellter Körper noch nach seinem Leibestod lange Zeit benötigt, ehe er sein Begehren überwunden hat.
Es sind gleichsam die geistigen Substanzen der Außenformen jener Seelen verfeinert, sie sind nicht mehr so grobstofflich, wenngleich sie noch irdische Materie sind. Die Seele zieht ihn mit hinüber in das Bereich des Geistes, dem sie jede Herrschaft über sich eingeräumt hat, und der Körper folgt ihr willig, er leistet auf alles Verzicht, was ihm sonst begehrenswert erschien, er ist völlig widerstandslos und daher auch nicht mehr der Welt zugewandt.
Und es wird ein Mensch schneller reifen, so Körper und Seele dem Geist in sich untertan sind. Dieser regieret sie nun in Liebe und Weisheit, was er verlangt, führt die Seele und der Körper aus, und dies trägt zum geistigen Fortschritt bei. Denn die Seele wird die Stimme des Geistes vernehmen können, weil der Körper gleichzeitig bereit ist, indem er der Seele jede Störung fernhält, indem er sich selbst in den Zustand versetzt, daß sich die Stimme des Geistes äußert. Denn es muß sich der Körper völlig lösen von der Welt, er muß sein körperliches Ohr verschließen und der Seele das Horchen überlassen, auf daß diese es ihm dann vermittle.
Je weniger die Seele vom Körper behindert wird, desto vernehmlicher ertönet ihr die Stimme des Geistes. Der Körper aber trägt auch großen Erfolg davon. Er überwindet viel leichter die Materie, er ist gewissermaßen gekräftigt durch die Speise, welche die Seele entgegennimmt, er vergeistigt sich immer mehr, und die Seele nimmt bei ihrem Abscheiden von der Welt geistige Substanzen des Körpers mit in sich auf. Die irdisch materiellen Bestandteile des Körpers werden keinen so langen Reifeprozeß durchzumachen haben, mitunter sogar zur Bildung einer neuen Menschenseele zugelassen werden, wo sie sich völlig vergeistigen können.
Wo Seele und Körper dem Geist entgegendrängen, ist eine solche Vergeistigung gewährleistet, wenn auch Gottes ewige Ordnung innegehalten wird in der Aufwärtsentwicklung des Geistes. Es kann jedoch der Gang der Aufwärtsentwicklung erheblich verkürzt werden, wenn der Widerstand des Geistigen gebrochen ist, d.h., wenn das Geistige selbst jeden Widerstand aufgibt, was stets der Fall ist, wenn sich der Körper löset von allem, was er sonst anstrebt, wenn er der Seele das geistige Streben erleichtert, indem er selbst sich ihr anschließt und jede irdische Fessel zu sprengen sucht durch bewußte Hingabe und Unterstellen dem Geist in sich, der Seele und Körper nun an sich zieht, und eine rasche Aufwärtsentwicklung beider nun die Folge ist.

Bertha Dudde 3333   


Der Mensch bestimmt sein Los selbst

Euch wird das Reich zum Aufenthalt werden, das ihr begehret, Geist oder Materie wird eure Umhüllung sein, je nach eurem Willen, doch dieser ist frei. Das Los also, das eure Seele erwartet nach dem Abfall des Leibes, habt ihr euch selbst geschaffen durch euren Willen, der dem Geist oder der Materie gegolten hat. Verstehet es, daß ihr selbst Urheber seid dessen, was euch erwartet nach eurem Tode. Denn ihr erhaltet, was ihr wollt: einen Aufenthalt in der harten Materie oder im geistigen Reich, euch erwartet das Los, das ihr selbst euch gewählt habt während eures Erdenlebens. Aber es sind ganz unterschiedliche Lose, Seligkeit oder Qualen bedeuten sie, und nur, wer das geistige Reich anstrebt im Erdenleben, der wird sich eines schönen Zustandes erfreuen dürfen, er wird selig sein, während die harte Materie wieder die Hülle wird des Geistigen, das nur nach der Materie strebte auf Erden und das sich in einem Zustand von Not und Qual befindet, doch aus eigener Schuld.
Ihr Menschen lebt auf Erden zwecks Vergeistigung eures Ichs, eurer Seele, die nicht mehr weit vor ihrer Vollendung steht. Aber diese Vergeistigung müsset ihr selbst im freien Willen vollziehen, und darum könnet ihr nicht gehindert werden, wenn ihr euch wieder mehr der Materie zuwendet und euer Ich sich langsam wieder verhärtet, wenn eure Seele zurücksinkt in die Tiefe, aus der sie schon so weit emporgestiegen war, daß sie sich als Mensch nur noch bewähren soll. Sie hat wohl die Möglichkeit, in der kurzen Zeit des Erdenlebens sich völlig zu vergeistigen, denn ihr wird in jeder Weise Beistand gewährt.
Sie ist aber auch den Versuchungen durch die Welt ausgesetzt, sie wird ständig von der Materie verlockt und sucht sich in ihren Besitz zu setzen; sie kann also im freien Willen die materielle Welt vor die geistige Welt setzen, und dann geht sie unwiderruflich den Weg der Rückkehr zur Tiefe, dann ist ihre Vollendung in Frage gestellt, es sei denn, sie besinnt sich noch vor ihrem Leibestode und strebt das geistige Reich an mit starkem Willen, was ihr auch möglich ist, weil dieser Wille geachtet und jederzeit unterstützt wird.
Darum ist die materielle Welt eine große Gefahr für den Menschen, dessen Wille geschwächt (ist = d. Hg.) Denn der Wille bestimmt den Geisteszustand der Seele und dieser kann sehr leicht rückschrittlich sich entwickeln. Und dann wird die Materie der Seele Aufenthalt, wenn der Leib dem Tode verfällt. Suchet der Mensch aber das geistige Reich zu erringen, bewegt er sich in Gedanken mehr in diesem, als im irdischen Reich, suchet er die Bindung mit Gott, dann braucht er nicht zu fürchten, der Materie zu verfallen, und sein Los im Jenseits wird entsprechend sein.
Er befindet sich in dem geistigen Reiche, das er anstrebte auf Erden, und nur der Reifegrad der Seele bestimmt den Grad des Lichtes und der Seligkeit, die jenes geistige Reich ihm bietet, aber es ist das geistige Reich, die Seele hat sich völlig lösen können aus der materiellen Form, sie hat wieder ihren Urzustand erreicht, da sie in voller Freiheit in Licht und Kraft schaffen und wirken konnte. Sie hat ihr Ziel erreicht auf Erden und braucht nun nicht mehr durch die materielle Welt hindurchzugehen, was aber der Seelen Los ist, die nur die Materie begehrten auf Erden.
Und es ist die letzte Gnadenzeit, es ist die Zeit vor dem Ende, wo noch ungewöhnliche Hilfe allen Menschen geleistet wird, damit sie ihre restlose Vergeistigung auf Erden noch vollziehen können. Ungewöhnliche Geschehen helfen ungewöhnlich nach, wo die Menschen selbst zu verantwortungslos und gleichgültig geworden sind. Allen Seelen kommt Gott Selbst zu Hilfe, weil Er sie liebt und ihnen das entsetzliche Los einer Neubannung ersparen möchte.
Aber alle Menschen haben einen freien Willen, und dieser bestimmt selbst das Los der Seele in der Ewigkeit, in der Zeit nach dem Leibestode, das nun überaus herrlich, aber auch ebenso qualvoll sein kann, je nach diesem Willen und je nach dem Lebenswandel, den der Mensch auf Erden führt. Wer dem geistigen Reich zustrebt, der wird auch eingehen in dieses; wer die Materie begehrt, wird sie wieder zur Hülle nehmen müssen, denn diesen Seelen ist das jenseitige Reich verschlossen, sowie der letzte Tag auf dieser Erde gekommen ist.

Bertha Dudde 7541   


Alles dienet zur Vollendung

Was euch auch begegnet im Leben, es dienet euch zur geistigen Vollendung. Doch an euch selbst liegt es, ob ihr auch alles euch Begegnende auswertet. Die richtige Einstellung zu allem Geschehen an und um euch fördert eure Entwicklung, eine falsche Einstellung dagegen hindert sie. Die rechte Einstellung aber ist, daß ihr die Bindung suchet mit eurem Vater von Ewigkeit oder sie befestigt, so ihr sie bereits gefunden habt. Dann gereichet euch alles zum Segen, auch das schwerste Leid.
Eine geistige Aufwärtsentwicklung kann immer nur möglich sein durch Überwinden, kämpfend oder sich ergeben fügend, wenn ein Überwinden nicht möglich ist. Und stets muß dazu Meine Kraft angefordert werden, weil ihr allein nicht stark genug seid. Und das Anfordern Meiner Kraft bedingt die Verbindung mit Mir und sichert euch auch einen geistigen Fortschritt. Ich bin wahrlich ständig bemüht, euch zu Mir zu ziehen, eure Gedanken Mir zuzuwenden, und tut ihr dieses nicht von selbst, daß ihr in eurem Herzen gedrängt werdet, Mich zu suchen, dann muß Ich so auf euch einwirken, daß euch die Not dazu veranlaßt, zu Mir zu kommen, oder auch, wenn ihr schon Mein geworden seid willensmäßig, will Ich immer inniger ergriffen werden von euch, und dann kommen Nöte über euch, daß ihr euch stets mehr an Mich anschließet.
Die Verbindung mit Mir ist Garantie für eine ständig zunehmende Vergeistigung eurer Seele, denn wo Ich bin, wird alles andere ausgeschaltet, wo Meine Gegenwart ersehnt wird, dort ist kein Platz mehr für irdisches Begehren. Und das allein will Ich erreichen, wenn Ich es zulasse, daß ihr in Not geratet, daß ihr Leid tragen müsset, daß ihr selbst euch schwach und kraftlos fühlet. Der Spender der Kraft ist immer bereit für euch, doch überströmen kann Meine Kraft nur, wenn sie ein geöffnetes Gefäß findet, das euer Wille selbst also öffnen muß.
Darum brauchet ihr nicht durch irdische Not euch ängstigen zu lassen, denn ihr selbst könnet sie beheben mit Meiner Kraft, die euch überreichlich zur Verfügung steht. Ergebet euch in euer Schicksal und wisset, daß über allem Ich stehe, Der alles wandeln kann im Augenblick. Und was euch heut noch bedrückt, kann euch morgen schon zur Freude sein, wenn ihr euch Mir anvertraut, wenn ihr euch Mir verbindet im Gebet und also nun auch der geistige Zweck jeder Not erreicht ist, daß ihr wieder einen Schritt nähergekommen seid zu Mir, Der Ich angestrebt werden will von allen Meinen Kindern, daß Meine Liebekraft sie durchstrahlen kann und sie sicher schreiten zur Höhe.


Geistige Wende   –  Veränderung dieser Erde

Ihr sollet euch keiner falschen Hoffnung hingeben und eine Wendung zum Guten auf dieser Erde erwarten, die darin besteht, daß die geistige Beschaffenheit der Menschen sich bessern könnte und wieder ein Leben im Glauben und in der Liebe auf Erden zu erkennen wäre. Diese Erde wird eine solche geistige Wandlung der Menschen nicht mehr erleben, doch die geistige Wende steht bevor. Und also wird die Erde eine andere sein, sie wird zuvor eine Wandlung, eine Umformung erfahren, und das Menschengeschlecht, das diese neue Erde dann beleben wird, steht auf einem hohen geistigen Niveau.
Wer aber glaubet und hoffet, daß sich die Menschen auf der Erde noch wandeln werden, daß eine andere Zeit anbricht auf dieser Erde, der irret gewaltig, und ihm ist auch der Heilsplan Gottes noch wenig bekannt, der mit einer Umwandlung der alten Erde noch andere Ziele verfolgt als nur ein geistig hochstehendes Menschengeschlecht. Auch die Aufwärtsentwicklung des noch in der Form gebundenen Geistigen soll gefördert werden und also eine neue Erlösungs- oder Entwicklungsperiode beginnen, die als erstes eine Umwandlung der Außenform der Erde bedingt.
Wohl würde eine Vergeistigung der Menschen auf der Erde auch diesem göttlichen Heilsplan entsprechen und förderlich sein auch für das noch in den Schöpfungswerken gebundene Geistige. Doch bei dem geistigen Tiefstand der Menschen der Jetztzeit ist eine Wandlung dieser nicht mehr zu erwarten; die Materie beherrscht sie völlig, und ihrer geistigen Entwicklung gedenken sie nicht, und sie streben daher stets mehr und mehr nach unten und führen so das Ende selbst herbei .... eine Auflösung der Erdschöpfung, ein Freiwerden alles in ihr Gebundenen und die eigene Bannung in der festen Materie, in den Neuschöpfungen der Erde.
Eine Lehre also, die eine geistige Wandlung noch auf dieser Erde vertritt, ist unrichtig, wenngleich eine geistige Wende bevorsteht. Die Menschen aber wollen nicht glauben an ein Vergehen oder ein Ende dieser Erde. Dieser Gedanke ist ihnen ganz unfaßbar, und darum also erwarten sie diese Wandlung zum Guten in ihrer Annahme, weil sie andererseits von einer kommenden Wendung überzeugt sind. Doch daß den Menschen der Glaube fehlt an ein bevorstehendes Ende der Erde, wirkt sich nachteilig aus, denn sie würden wahrlich die Zeit besser nützen in einem solchen Glauben, sie würden bewußt leben, d.h. den göttlichen Willen zu erfüllen suchen in der Erkenntnis, daß nur eine eigene Wesenswandlung vor dem Lose bewahrt, gleichfalls in die Neuschöpfung eingezeugt zu werden.
Das Wissen und der Glaube fehlt den Menschen und kann ihnen nur selten überzeugend zugeleitet werden, doch Hinweise werden ihnen genug gegeben, aber ihrem freien Willen anheimgestellt, ob sie sich dadurch beeindrucken lassen. Sie ahnen oder fühlen es wohl, daß sie vor großen Ereignissen stehen, wollen aber niemals glauben, daß diese Ereignisse so einschneidend sind, daß eine Erdperiode zu Ende geht und eine neue beginnt, was sie aber glauben könnten, wenn die Menschen die Liebe pflegten, wenn sie ihrem notleidenden Nächsten die Liebe schenken würden, die ihnen selbst das Licht einträgt. Dann würden sie erkennen, in welcher Stunde sie leben, und nichts mehr wäre ihnen zweifelhaft, was ihnen über das nahe Ende gesagt wird.

Bertha Dudde 5630


Über Enthaltsamkeit und Kasteiung

Was euch auch bewegen mag, in der Enthaltsamkeit zu leben, ihr sollet nicht euren Körper dadurch schwächen, denn ihn gab Ich euch, auf daß eure Seele darin zur Reife gelange, und ihr habt die Pflicht, das Gefäß für eure Seele zu erhalten, solange ihr auf Erden lebt. Ihr werdet es verstehen, daß ein geschwächter Körper nicht die Aufgabe erfüllen kann, die ihm schicksalsmäßig zugewiesen wurde, und Ich will es wahrlich nicht, daß ihr euch selbst untauglich machet auch für die Arbeit, die ihr irdisch zu leisten habt. Doch auch eure geistige Entwicklung mache Ich nicht davon abhängig, daß ihr euch kasteiet, daß ihr dem Körper vorenthaltet, was er zur Erhaltung braucht, was seiner Ertüchtigung dienet.
Es werden im Erdenleben Anforderungen an euch gestellt, denen ihr nachkommen müsset, um auch ein taugliches Glied in der Menschheit zu sein.Und ihr brauchet auch dazu Kraft, die ihr immer wieder erneuern müsset dadurch, daß ihr dem Körper Speise und Trank zuführet in gerechter Menge. Doch ihr sollet nicht das Maß überschreiten, denn solches ist euch wahrlich nicht dienlich. Aber ihr sollet auch den Körper nicht darben lassen und ihn dadurch schwächen. Denn solches ist nicht Mein Wille, Der Ich euch naturgesetzlich erschaffen habe, d.h. dem Körper nicht umsonst Funktionen gab, die sein Leben fördern, die ihn erhalten, solange es Mein Wille ist.
Und ihr sollet Meine Weisheit achten, die den menschlichen Körper gerade so erschaffen hat, wie ihr ihn benötigt, um eurer Seele das Gefäß zu sein, in dem sie ihre Erdenaufgabe erfüllen soll: auszureifen für das geistige Reich. Doch dabei ist zu beachten, daß ihr die Naturgesetze einhaltet, daß sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig verkehrt ist, daß ihr Maß halten sollet in allen Dingen, daß ihr aber nicht durch übermäßiges Kasteien den Körper untauglich machet für seine Aufgabe, wie auch umgekehrt jedes Zuviel vom Übel ist und der Seele geistigen Schaden eintragen kann.
Und darum haltet euch einfach an die Naturgesetze, lebet einfach und bescheiden und immer euch Meinen Segen erbittend. Und es wird euch nichts schaden, es wird nichts euer geistiges Ausreifen beeinflussen, es wird euer Körper nicht vorzeitig geschwächt sein, und auch von Krankheiten werdet ihr verschont bleiben, wenn ihr nicht wider die Naturgesetze sündigt, wenn ihr auch eurem Körper eine geistige Aufgabe zuerkennet und ihm helfet, indem ihr ihn gesund erhaltet und ihm nicht entziehet, was er braucht für sein Bestehen.
Und bittet nur darum, daß ihr immer das rechte Maß erkennet, daß nicht die Liebe zum Körper größer ist als die zur Seele; bittet darum, daß Ich dem Körper stets die Kraft gebe, seine Erdenaufgabe zu leisten. Und wenn ihr so in Meinen Willen einzugehen bemüht seid, dann wird euch auch keine Krankheit mehr schrecken, denn dann wisset ihr, daß auch diese nur dazu verhilft, Körper und Seele zu vergeistigen. Aber suchet eine solche Vergeistigung nicht durch Kasteiung zu erreichen, die den Naturgesetzen widerspricht, die auch einen gesunden Körper zur Krankheit führen kann, die dann aber selbstverschuldet ist.
Überwindet alle Begierden, die nicht zur Erhaltung des Körpers dienen, kämpfet an gegen solche, dann lebet ihr in gerechtem Maß, und es wird auch eure Seele ausreifen können. Doch in jeglicher Übertreibung liegt ein Nachteil für die Seele, weil ein gewisser geistiger Hochmut oder Ehrgeiz den Menschen antreibt, Außergewöhnliches zu leisten um seiner Seelenreife willen. Doch wie Ich den Körper erschaffen habe, so soll er euch auch dienen, was der Körper naturgesetzlich verlangt, das soll ihm gegeben werden. Dann wird er auch seine Aufgabe erfüllen, als Gefäß für die Seele dieser zum Ausreifen zu verhelfen, und er wird die Zeit gut nützen, die ihm nach Meinem Willen gesetzt ist auf Erden.

Bertha Dudde 7736   

Erlösung des Gebundenen in der Umgebung

Ihr alle könnet zur Erlösung des Geistigen beitragen, sowie nur eure Liebe alles umfaßt, was noch in Unfreiheit und daher in Unseligkeit verharrt. Die Liebe ist das alleinige Lösemittel, denn die Liebe ist eine Schranke, die ihr aufrichtet wider den Gegner, die ihm sein Wirken verwehrt.
Wenn ihr des unglückseligen, gebundenen Geistigen gedenket, daß es völlig machtlos dem Gegner ausgesetzt ist (daß es noch dem Gegner angehört) .... wenn ihr ihm helfen wollet und ihr eure Kraft einsetzet, um es zu befreien, so tut ihr wahrlich ein Erlösungswerk von größter Bedeutung, denn es wird diesem Geistigen die Aufwärtsentwicklung erleichtert, es vermag sich schneller in die Gesetze göttlicher Ordnung einzufügen und kann auch die Außenform leichter sprengen und schneller in neue Verformungen eingezeugt werden, so daß es rascher zum Ausreifen gelangt.
Und diese Erlösung des gebundenen Geistigen bewerkstelligt ihr Menschen durch jene Tätigkeit, die ihr unter dem Segen Gottes bewußt in Liebe verrichtet, sei es durch Schaffen materieller Dinge, die einen dienenden Zweck erfüllen oder auch durch Verhelfen zum Dienen, wenn euch nur immer der Wille bewegt, diesem gebundenen Geistigen zum Fortschritt zu verhelfen.
Jede Arbeit wird dann außer ihrem eigentlichen Zweck auch eine geistige Auswirkung haben, die ihr zwar nicht ersehet, die aber unleugbar für das gebundene Geistige wohltuend ist und auch euch selbst in eine Außenlebenssphäre versetzt, daß sich das Geistige in der Materie und auch in der Naturwelt euch aufschließt und also ihr selbst Ausstrahlungen abgebt und somit eure Nähe schon besänftigend wirkt auf das noch gebundene Geistige.
Ihr könnet es glauben, daß ihr schon gewaltige Erlösungsarbeit leistet, wenn ihr alles um euch mit liebenden Gedanken umfaßt, jedoch nicht mit einer besitzenwollenden Liebe, sondern mit erbarmender, beglücken- und helfenwollender Liebe alles betrachtet, was euch im täglichen Leben dienet.
Das in der Materie gebundene Geistige empfindet diese Liebe, und es ist stets mehr bereit, euch zu dienen.
Und schon das ist beginnendes „Aufgeben des Widerstandes“. Ihr selbst aber lebet dann ein bewußtes Leben, bewußt eurer eigenen Aufgabe und auch bewußt des Zustandes aller Kreatur und aller geschöpflichen Dinge. Und so ihr selbst also in den Zustand einer solchen Liebe eingegangen seid, die alles umfaßt, auch die sogenannte tote Materie, wird es euch auch leicht sein, in euch selbst die gerechte Ordnung herzustellen, weil die Liebe dann die Kraft ist, die auch das vollbringt, noch widergöttliche Substanzen zu sänftigen und ihnen zur Vergeistigung zu verhelfen.
Ihr müsset also gleichsam einen Kampf führen mit dem, der jene Substanzen noch in seiner Gewalt hat. Aber wider diesen könnet ihr nur kämpfen mit der Waffe der Liebe. Das ist ein unumstößliches Gesetz, daß dem Gegner Gottes nur durch die Liebe sein Anteil abgerungen werden kann.
Und wenn ihr nun wisset, daß selbst das in der Materie gebundene Geistige eurer Liebekraft erliegt, daß es sich euch nähert und in euren Händen gleichsam seinen Widerstand aufgibt, daß es durch euren Willen sich umgestalten lässet, um nun auch dienen zu können, dann wird es euch auch nicht schwerfallen, zu glauben, daß ihr die gleiche Umwandlung auch in euch zuwege bringet durch die Liebe, daß ihr in der Liebe eine so wirksame Waffe habt gegen den Feind eurer Seelen, daß dieser stets weniger Einfluß gewinnt auf jene geistigen Substanzen, die noch als ungeordnet eurer körperlichen Hülle innewohnen.
Die Liebe kann alles erreichen, die Liebe nimmt auch Schmerzen auf sich, wenn sie dadurch ein Rettungswerk vollbringen kann. Und diese uneigennützige Liebe müsset ihr Menschen aufbringen, denn dieser Liebe kann der Gegner keinen Widerstand mehr leisten, er wird dann die Stätte fliehen, wo ihm immer nur die Liebe entgegentritt, weil dort seine Macht gebrochen ist.
Aber das bedeutet vorerst, daß ihr selbst euch gestalten müsset zur Liebe, dann erst ist auch in euch die Kraft, selbst erlösend tätig zu sein. Und alles braucht Beistand, sowohl eure Mitmenschen als auch alle Schöpfungswerke, die euch umgeben, sei es die Materie, die Pflanzen oder die Tiere. Allen kann im Ausreifen ihrer seelischen Substanzen geholfen werden durch euch, die ihr als ichbewußte Wesen im letzten Stadium eurer Entwicklung stehet.
Strahlet ihr viel Liebe aus, so wird auch das in eurer Umgebung sich Befindliche von dieser Liebe getroffen und zum Nachlassen seines Widerstandes bewegt, es empfindet eure Liebeausstrahlung wohltätig, und es geht gleichsam in euren Willen ein, dienend seine Aufgabe zu erfüllen, wie es aber auch jede lieblose Strahlung empfindet und verhärtet und dann auch solches zu erkennen gibt durch unnormale Entwicklung, durch Bösartigkeit oder ungünstigen Einfluß auf seine Umwelt.
Was könntet ihr Menschen alles erreichen, wenn Liebe euer ganzes Wesen bestimmte zum Denken und Handeln. Und es würden sich auch wahrlich keine ungeordneten Zustände in und an euch selbst bemerkbar machen, weil eure Liebe euch auch ständig den Kraftzustrom aus Gott sichern würde und dieser wahrlich alles zuwege bringt, also auch Ordnung zu schaffen vermag in einer Weise, der sich alles noch unreife Geistige willig unterzieht.
Mit Gewalt werdet ihr nichts erreichen, mit Liebe aber alles. Und ihr könnet sonach gesunden an Seele und Leib, wenn ihr in Liebe versuchet, mit allem in die rechte Ordnung zu kommen. Dann wird die Liebe alles wandeln, was zuvor widergöttlich sich äußerte, es wird die Seele von allen Hüllen befreit werden kraft der Liebe, und es wird auch der Leib aufhören, sich widergöttlich zu betätigen, weil die Liebe dem Gegner nun jeden Zugang verwehrt, weil, wo die Liebe ist, sein Wirken nun unmöglich geworden ist.
   
Bertha Dudde 7065   


Verlangen einer reifen Seele nach Gott

Die Seele verlangt nach Gott zurück, sowie es in ihr hell geworden ist und sie ihren Ausgang erkannt hat. Dann drängt sie wieder ihrem Ausgang zu, denn in ihr ist Liebe, die sich mit der ewigen Liebe zu verschmelzen sucht. Und dann ist ihr der Aufenthalt auf der Erde nur noch eine Last und nur der Körper haftet noch an der Erde, weil in ihm noch unerlöstes Geistiges ist, das die Form benötigt zum Ausreifen, weil die Materie, aus welcher der Körper besteht, noch nicht in der geistigen Reife steht, also die Erde noch das Element ist, wo sich dieses Geistige aufhält.
Anders aber die Seele, so sie im Erdenleben den richtigen Zweck erkannt hat und diesem Zweck entsprechend lebt, wenn sie also zur geistigen Reife gelangte durch ihren Lebenswandel. Diese Seele fühlt es, daß alles nur eine Fessel bedeutet für sie, die ihr den Aufschwung in das Reich des Lichtes unmöglich macht. Darum möchte sie dieser Fessel ledig werden und ihren Weg dorthin nehmen, von wo ihr Licht und Kraft zuströmt. Sie verlangt nach dem Urquell von Licht und Kraft.
Und so wird sich eine Seele bereitwillig und ohne Kampf lösen von ihrer körperlichen Hülle, sie wird ihr noch Gelegenheit geben bis zuletzt, die geistigen Substanzen zu läutern, so daß auch diese ihrer Vergeistigung schneller entgegengehen können, wenngleich der Entwicklungsweg dieser Substanzen noch längeren Aufenthalt in der Materie erfordert, aber er kann bedeutend verkürzt werden, sowie der Körper sich im Erdenleben von der Seele lenken und bestimmen ließ, deren Verlangen zu Gott gerichtet war. Und einer sehnenden Seele wird das Verlangen gestillt. Gott rufet sie zu Sich in Sein Reich, wo sie nun erkennt, daß sie heimgekehrt ist in ihr Vaterhaus.
Darum bedeutet das Abscheiden eines Menschen von dieser Erde immer nur Seligkeit, wenn er auf Erden strebte nach dem Reich Gottes, wenn seine Seele Gott zugewandt ihren Erdengang zurücklegt, wenn sie also zu jenen gehörte, die im Glauben standen an Gottes Liebe, die sich im Menschen Jesus verkörperte, um den Menschen zur Rückkehr ins Vaterhaus zu verhelfen. Sie hat ihren Lebenszweck erfüllt, sie hat die Willensprobe bestanden, ihr Wille wandte sich voll und ganz Gott zu, Der nun ihr Sehnen erfüllte und sie zurückrief in Sein Reich, zu Sich, von Dem sie einst ihren Ausgang nahm.
Und ihr Menschen sollet euch freuen in der Gewißheit, daß diese Seele ihr Ziel erreicht hat, und immer nur danach streben, den gleichen Weg zu gehen. All euer Sinnen und Trachten soll nur darauf gerichtet sein, gleichfalls die Vereinigung mit eurem Vater von Ewigkeit zu erreichen, denn vor euch allen liegt die Stunde des Abscheidens von dieser Welt, und je inniger eure Seele diese Stunde ersehnt, desto eher wird sie abgerufen werden, weil der Vater das Sehnen Seines Kindes stillt, so es Ihm gilt.
Wer die Welt liebt, dessen Sehnen gilt aber noch nicht Gott und wird er dennoch abgerufen von dieser Erde, dann sträubt sich der Körper, der sein Leben nicht verlieren will, und ein heftiger Kampf geht dem Abscheiden voraus. Eine geläuterte Seele aber hilft auch bis zuletzt dem Körper zur Läuterung, der ihr selbst beigegeben wurde zum Ausreifen, und es können sich viele geistige Substanzen der Seele anschließen, wenn sie ihrer Hülle entflieht, um einzugehen in das Reich, wo sie nun frei ist jeder Fessel und leben wird in Seligkeit.

Bertha Dudde 6216   



Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.