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Aufwärtsentwicklung des Wiedergeborenen Geistes 9

Moderatorin Beiträge: 1364 ***
Aufwärtsentwicklung des Wiedergeborenen Geistes
« am: Mai 24, 2020, 05:06:34 Vormittag »
Die Wiedergeburt des Geistes

[GEJ.11_052,01] (Der Herr:) „Alle diejenigen, welche bereits auf Erden Mir und Meinem Worte nachfolgen, werden dasjenige Ziel erreichen, welches Ich euch schon so oft als die Wiedergeburt der Seele bezeichnet habe: das ist also ein Hindurchdringen des Geistes in die Seele, die dadurch fähig wird, schon im Leibe in alle höhere Weisheit der Himmel einzudringen und nicht nur Herr ihrer selbst, sondern auch damit Herr ihrer Umgebung zu werden, ja, selbst auch der Natur und verborgener Kräfte, wenn sie trachtet, Meinen Willen aus Liebe und zum Nutzen des Nächsten zu erfüllen. Die Mittel, um zum Ziele zu gelangen, heißen Glaube und wahre Liebe zum Nächsten.
[GEJ.11_052,02] Solche wiedergeborene Menschen können und müssen auch sehr gerechte Menschen sein, wie es solche auch zu allen Zeiten stets gegeben hat, die diese äußerste Seelenvollendung besaßen; aber sie brauchten deswegen noch nicht bis zur Gemeinschaft mit dem persönlich wirkenden Gottgeiste gelangt zu sein.
[GEJ.11_052,03] Ja, bis jetzt war das überhaupt noch nicht möglich, weil außer in Mir die Gottheit überhaupt noch nicht persönlich anschaubar vorhanden war! Alle die Gerechten vor Meinem Leibesleben, welche die Wiedergeburt der Seele erlangten, konnten dessenungeachtet noch lange nicht die Gottheit schauen, so wie ihr Sie schauet. Es zeigen deswegen ihre Lehren auch an, daß das Eindringen in die höchste Vollendung ihnen als ein Aufgehen in die Unendlichkeit erschien, weil Gott Selbst, als unpersönliches Wesen, eben die Unendlichkeit bedeutet, in der das Wehen Seiner Kraft wohl geistig empfunden werden kann, nicht aber der Seele damals anschaulich in einer Person dargestellt werden konnte.
[GEJ.11_052,04] Erst nach Meinem Tode, wenn dieser Mein Leib aufgenommen sein wird als ein Kleid der allmächtigen, unendlichen Gottheit Selbst, werden alle diejenigen, die vor dieser Meiner Zeit das Leibesleben verlassen haben, auch imstande sein, durch Anschauung der nun persönlichen Gottheit in ewiger Gemeinschaft mit Dieser zu leben, und zwar in einer Stadt, welche Ich euch bereits gezeigt habe, als jene zwölf leuchtenden Säulen die Jerusalemer nächtlich erschreckten, und welche das wahre himmlische Jerusalem, die ewige Stadt Gottes, darstellt. Dieses gemeinschaftliche ewige Zusammenwohnen Gottes mit Seinen Kindern ist die Wiedergeburt des Geistes.
[GEJ.11_052,05] Sehr wohl werden nach Mir noch viele die Wiedergeburt der Seele erreichen können, daher auch sehr selig und glücklich sein, ohne aber diese höchste und letzte Stufe zu erringen. Viele Abgesandte Meines Geistes kamen zur Erde nieder und zeigten den verirrten Menschen die Wege, wie sie zum Frieden und zur inneren Erleuchtung gelangen konnten, ohne aber imstande zu sein, die direkten Wege zu Mir zu zeigen, weil diese ja noch nicht geöffnet waren. Alle, welche also die früheren Wege wandeln wollen, können daher sehr wohl zur Wiedergeburt der Seele gelangen, aber nicht zur Gemeinschaft mit Mir.
[GEJ.11_052,06] Letzteres ist nur möglich durch den Glauben an Mich, daß Ich wahrlich bin Christus, der Gesalbte, dem alle Kraft und Herrlichkeit des Vaters ist gegeben worden, damit die Menschen glücklich und höchst selig werden durch den Sohn. Ich bin die Pforte, eine andere gibt es nicht! Wer die Wege zum Himmel betreten will, ohne Mich kennen zu wollen, der kann wohl einen hohen Grad von Vollkommenheit erreichen, nie aber in klare, anschauliche Gemeinschaft mit Gott Selbst gelangen.  Habt ihr das nun verstanden?“
[GEJ.11_052,07] Sagten alle: „Ja, Herr, das war doch klar gesprochen; wer sollte das nicht verstehen?“
[GEJ.11_052,08] Meinte Petrus nun wieder: „Herr, werden denn nun die, welche die Wiedergeburt erlangt haben, und welche drüben also nun recht selig leben, auch alle die Wiedergeburt im Geiste erlangen, oder ist es wohl möglich, daß diese auch stehenbleiben auf ihrer Vollendungsstufe?“
[GEJ.11_052,09] Sagte Ich: „Diese Frage könntest du dir eigentlich selbst beantworten; denn es ist doch ganz selbstverständlich, daß da niemand gezwungen wird! Ist aber ein Land durch einen breiten Strom getrennt, und es kommt ein geschickter Baumeister, der eine Brücke schlägt, und ruft nun alle, die bisher ans jenseitige Ufer nicht gelangen konnten, zusammen, mit ihm hinüberzugehen zum jenseitigen Ufer,  werden ihm da alle folgen? Jedenfalls der größere Teil, und die Zurückbleibenden werden gewiß nach einiger Zeit des Harrens, so sie sehen, daß die ersten nicht zurückkommen, auch hinübergehen,  noch dazu, wenn sie sehen, daß das jenseitige Ufer im hellen Sonnenschein daliegt und lieblich anzusehen ist!
[GEJ.11_052,10] Sieh, so ein Baumeister bin Ich! Und jeder wird bestrebt sein, den Aufgang der Brücke auch nach Mir zu finden; denn der innere Geist wird ihm sagen: ‚Es gibt noch ein höher, köstlicher Ding als das, was du dir bereitet hast durch dein gerechtes Leben; suche danach!‘
[GEJ.11_052,11] Und jeder Suchende, der das Leibesleben abgeschüttelt hat, wird auch diese Brücke finden können, gleichviel, ob er durch Meine euch jetzt gegebene Lehre oder durch die eines von Mir erweckten anderen, früheren oder späteren Lehrers zu einem Gerechten geworden ist.
[GEJ.11_052,12] Solchen Gerechten trete Ich Selbst schon zur geeigneten Zeit als Brückenzöllner entgegen, und sie entrichten dann freiwillig ihre Maut, das ist, sie nehmen die Lehre an: Der Vater ist in dem Sohn, und wer den Sohn sieht, sieht auch den Vater!
[GEJ.11_052,13] So werden sie dann ebenso aufgenommen wie alle die, welche von Anfang an Meine Wege wandelten.
[GEJ.11_052,14] Darum sollt ihr aber auch nicht verächtlich auf die Heiden sehen; denn Ich sage euch, es sind darunter Gerechtere, als da jemals unter dem Volke der Juden gewandelt haben, und darum werden auch die Heiden angenommen und die Juden verworfen werden!“
[GEJ.11_052,15] Sagte Petrus: „Herr, wenn es unter den Heiden so gerechte Menschen gibt, wie haben sie denn diese Gerechtigkeit erlangt?“
[GEJ.11_052,16] Antwortete Ich: „Ich sagte dir ja schon, daß stets Abgesandte Meines Geistes diese belehrten, welche das Licht aus Meinen Himmeln überbrachten und die Menschen je nach ihrem Verständnis belehrten. Diese Abgesandten lehrten aber vor allen Dingen das Versenken in das Innere des Geistes, so daß jeder, der in sich die Wahrheit finden wollte, diese auch finden konnte; das ist aber, wie ihr wißt, die Wiedergeburt der Seele. Dieses Versenken habe Ich euch auch oft anempfohlen als ein geeignetes Mittel, die Seele frei und rein zu machen von allen Flecken und Makeln ihrer Selbstsucht und dadurch zu Mir zu gelangen.
[GEJ.11_052,17] Übet euch auch darin, damit das innere Auge sich mehr öffne und ihr an euch erfahret, was der Geist alles offenbaren kann, wenn er erst in euch lebendig geworden ist! Wie das aber geschieht, wisset ihr von Mir ganz genau, und so handelt denn auch danach!“
[GEJ.11_052,18] Die Jünger zogen sich nun alle zurück und dachten viel über Meine Worte nach, die sie sehr beherzigten. Zumal war es Petrus – der bisher sich wenig mit den Eigenschaften abgegeben hatte, die der Geist der Seele bringen kann, welcher sich nun sehr befleißigte, sein Geistesauge offen zu halten, um sich und seine Umgebung mehr zu erkennen.

Großes Evangelium Johannes Band 11, Kapitel 52



Geistige Wiedergeburt

Die geistige Wiedergeburt sollet ihr Menschen anstreben, denn erst, so ihr wiedergeboren seid, ist euch das ewige Leben gewiß. Eure natürliche Geburt ist nur der notwendige Vorgang, um der Seele in euch den Weg zur Wiedergeburt zu ermöglichen. Eure Seele muß wiedergeboren werden, sie muß aus dem Zustand der Leblosigkeit in den Zustand des Lebens treten, sie soll aus ihrer Umhüllung heraustreten, sie soll neu geboren werden, also in ein Bereich eintreten, das ihr bisher fremd war, sie soll ihrer alten Hülle entfliehen, um nun sich entfalten zu können in Freiheit und Licht.
Eure natürliche Geburt ist ein Geschenk Gottes, Der der Seele die Möglichkeit gibt, sich ein neues Leben zu schaffen, die Wiedergeburt aber muß sie selbst anstreben, sie muß bewußt in ein neues Leben eintreten, sie muß bewußt Gott zustreben und arbeiten an sich, um frei zu werden aus ihrer Umhüllung, die für die Seele gewissermaßen das Grab war, dem sie entsteigen muß, um den Zustand des Todes mit dem des Lebens zu vertauschen. Diese Wiedergeburt ist kein Geschenk Gottes, sondern muß von der Seele selbst angestrebt werden, aber sie ist das Ziel des Menschen auf Erden, das er erreichen muß, will er selig werden.
Und er erreicht es, wenn er durch ein Leben in Liebe die Fesseln sprengt, die seine Seele noch gebunden hält, wenn er durch die Liebe den göttlichen Lebensfunken in sich zum Erwachen bringt, wenn die zuvor tote Seele, die kraftlos und unwissend ist, durch diesen Lebensfunken in sich angeregt wird zu Gott-gefälligem Wirken, wenn sie sich gleichsam treiben lässet von innen zum Wirken in Liebe und dadurch Kraft empfängt, die Fesseln zu sprengen und sich hinaufzuschwingen in ein Reich, wo sie sich heimisch fühlt, wo sie ureigentlich hingehört.
Dann ist sie neugeboren, dann lebt sie wohl noch auf Erden, aber sie führt neben dem irdischen Leben ein geistiges Leben; ihr Sinnen und Trachten ist geistig gerichtet, sie hat ihre Lebensaufgabe erkannt und sucht sie zu erfüllen, sie lebt bewußt in und mit Gott. Sie hat aber diese geistige Erweckung aus eigenem Willen vollbracht, wohl von der Gnade Gottes unterstützt, die jedoch jedem Menschen zur Verfügung steht, aber nicht von jedem Menschen genützt wird, weil dazu der Wille fehlt. Ihr Menschen sollet euch als Ziel eures Erdenlebens die geistige Wiedergeburt setzen, denn ihr lebet erst, so ihr wiedergeboren seid, so eure Seele aus dem Grabe des Todes auferstanden ist, so sie dem geistigen Dunkel entflohen und in das Licht des Tages eingetreten ist.
Und jeder Gedanke, den ihr bewußt nach oben richtet, jede Tat, die ihr vollbringt in Liebe, sichert euch diese geistige Wiedergeburt, nur muß es euer Streben sein, der Seele ein volles Leben zu geben, sie nicht gefangenzuhalten, wenn sie der Grabeshülle entfliehen will, ihr müsset vollbewußt streben nach der geistigen Wiedergeburt, indem ihr überwindet, was als Fessel noch eure Seele belastet, ihr müsset ihr volle Freiheit geben. Die Seele soll ein neues Leben erhalten, licht- und kraftvoll soll sie in dieses neue Leben eintreten, ein endlos langer Zustand der Gebundenheit soll abgelöst werden, sie soll wiedergeboren werden im Geist und in der Wahrheit, um nun dieses Leben ewig nicht mehr zu verlieren.
Amen

Bertha Dudde 5650

Wiedergeburt des Geistes

Wiedergeburt an ist der Mensch in einer ständigen Betreuung der jenseitigen Wesen, die, Gott dem Herrn dienend, sich seiner annehmen. Hat der Mensch bewußt Fühlung genommen mit der geistigen Welt und ist nun sein Streben darauf gerichtet, einen Gott wohlgefälligen Lebenswandel zu führen, so schließt er gewissermaßen mit dem irdischen Leben ab, weil er mehr den Fortschritt der Seele anstrebt als weltlichen Erfolg. Er ist also ein neuer Mensch geworden, er hat neue Ziele vor Augen, in sein ganzes Leben ist eine Wandlung eingetreten, er beachtet mehr sein Seelenleben, er sucht sich nach göttlichem Willen zu gestalten.

Und also ist dies die geistige Wiedergeburt, wo der Geist im Menschen erwacht, wo er sich frei entfalten kann, um mit dem Geistigen außer sich in Verbindung zu treten.
Nun ist es eine Leichtigkeit für die jenseitigen Wesen, den Menschen zu beeinflussen, das zu tun, was gut ist, d.h. gerecht vor Gott. Nur darf er nicht offenen Widerstand leisten gegen jene Kräfte, die ihm wohlwollen. Er darf nicht, so es ihn drängt zu einer guten Tat, aus kleinlichen irdischen Bedenken diesem Drängen seinen Willen entgegensetzen und nun gegen seine innere Überzeugung etwas anderes tun, denken oder reden.
Er muß, so er sich einmal dem göttlichen Willen unterstellt hat, sich nun auch gläubig der ewigen Gottheit anvertrauen. Dann ist er auch jeder Verantwortung für sein Erdenleben enthoben. Denn alle geistigen Wesen, die Gott dienen wollen, bestimmen nun den Menschen zu seinem Lebenswandel. Es muß der Mensch wohl noch ringen, auf daß sein Reifezustand sich erhöhe, jedoch niemals braucht er zu fürchten, daß sein Geist wieder in die Finsternis zurückfallen und den Menschen auf eine längst überwundene Stufe drängen könnte. Dies verhindern die jenseitigen Lichtwesen, sofern der Mensch betet um Kraft und Stärke des Glaubens.
Denn dies Gebet bekundet immer wieder den zu Gott gerichteten Willen, und es kann der Mensch nicht Unrecht tun, solange er sich Gott Selbst zuwendet. Es ist der Mensch nicht vollkommen, und daher wird er vor der Welt, d.h. vor den Weltmenschen, noch so mancher Schwäche gezeiht werden, und er selbst wird auch oft nicht mit sich selbst zufrieden sein. Er kann aber niemals in den Abgrund stürzen, also die Wiedergeburt des Geistes bleibt bestehen, trotz äußerer Mängel und Fehler. Nur muß das Gebet noch inniger und öfter angewendet werden, auf daß die Kraft zum Guten vermehrt wird und nun diese Kraft den Menschen zugehen kann durch wirksame Lichtwesen, die sich der Menschen annehmen und ihnen helfen, so sie in der Not der Seele sind.

Amen

Bertha Dudde

Hingabe des Willens geistige Wiedergeburt

An der freien Entscheidung darf zwar der Mensch nicht gehindert werden, jedoch es öffnet ein nach Gott verlangender Mensch sein Herz den gedanklichen Übermittlungen der jenseitigen Wesen, und es dringt deren Einfluß durch. Das läßt die Liebe der Lichtwesen nicht mehr zu, und es trägt deren Macht den Sieg davon.
In der Erkenntnis stehend, muß der Mensch zwar den Anforderungen Gottes zuerst gerecht werden, er muß den Unvollkommenheitszustand als Qual empfinden und ihn beheben wollen, dann wird auch seine Kraft erhöht und er überwindet schnell solche Zustände der Niedergeschlagenheit und scheinbaren Entfernung von Gott.
Ist der Mensch aber einmal wiedergeboren im Geist, so gehört er dieser Erde nicht mehr an. Er weiß, daß sie nur ein Übergang ist zur eigentlichen Heimat des Geistes, und nimmt alles Leid und jede Prüfung ergeben entgegen.
Er verlangt mit allen Trieben nach der Erlösung aus der Form, er hat den Weg zu Gott eingeschlagen und geht von ihm nicht mehr ab. Nur muß er oft die Steine und Hindernisse aus dem Weg räumen, die diesen Weg zu einem beschwerlichen machen und eben den ganzen Willen des Menschen erfordern. Die Hingabe des Willens ist die geistige Wiedergeburt.
Was durch endlose Zeiten hindurch im gebundenen einem anderen Willen verharrt hat, das tritt in ein neues Stadium ein. Der Gott abgewandte Wille gibt seinen einstigen Widerstand auf, und es verlangt das Wesen zu Gott zurück. Es gibt den eigenen Willen hin, um nunmehr so denken und handeln zu wollen, wie es dem göttlichen Willen entspricht. Es erkennt Gott über sich an und will Ihm dienen. Und Gott schützet ein solches Wesen vor dem Rückfall, Er streckt ihm hilfreich die Hand entgegen und zieht es empor. Und sein Lebensweg wird von Stund an zur Höhe führen, dem Licht entgegen.
Amen

Bertha Dudde 1876   

Geistige Wiedergeburt  –  Mittler  – 

Der Moment der geistigen Wiedergeburt ist ungemein erhebend für die Seele und doch dem Körper nur wenig spürbar, da die geistige Wiedergeburt eine Vereinigung der Seele mit dem Geist in sich ist und ein Trennen vom Körper bedeutet. Es hat der Körper wenig Anteil an diesem Akt der Vereinigung, und daher ist dies oft sehr schwer, solange der Körper noch nicht still geworden ist, d.h., solange er noch einen gewissen Widerstand der Seele entgegensetzt, so sie diese Vereinigung mit dem Geist eingehen will.
Und doch gibt inniges Gebet der Seele die Kraft, ihren Willen zur Ausführung zu bringen. Und es soll das Gebet daher als Gegenmittel angewandt werden, wenn das Verlangen des Körpers zu stark ist und die Seele schwach zu werden droht. Der Geist im Menschen ringt gleichfalls um die Seele und möchte ihr die Wonnen des Zusammenschlusses eintragen, und so die Seele dann seinem Drängen nicht nachkommt, gewinnt der Körper Übermacht, und es wird sein Begehren erfüllt.
Der Geist im Menschen kann die Seele nicht zwingen, genau wie der Körper keinen Zwang ausüben kann auf diese. Es ist der Seele freigestellt, wofür sie sich entscheidet. Die Entscheidung für den Geist aber trägt der Seele geistigen Lohn ein, während nur irdischer Lohn der Seele winkt, so sie sich für den Körper entscheidet.
Der geistige Lohn ist eine Total-Umgestaltung seines Denkens, ewige Wahrheit und Wissen, also Licht. Der irdische Lohn sind die Güter dieser Welt, die unbeständig sind und vergänglich mit dem leiblichen Tode des Menschen. Der Mensch, der wiedergeboren ist im Geist, braucht keinen irdischen Tod mehr zu fürchten, denn sein Leben währt ewig, und er legt den Erdenleib nur ab, um in das ewige Leben einzugehen ohne jede Außenhülle. Er ist also wiedergeboren zu einem neuen Leben, in dem es keinen Tod mehr gibt.
Die Wiedergeburt des Geistes schließt jedoch irdische Freuden und weltlichen Genuß aus, denn Geist und Körper zugleich kann nicht bedacht werden. Es kann die Seele sich nur für eines von beiden entscheiden. Wer sonach nur weltlich gesinnt ist, wird niemals von der Wiedergeburt des Geistes reden können. Er muß alles Weltliche meiden und völlig sich davon trennen im Herzen, dann erst kann die Seele die Verbindung mit dem Geist eingehen, und das völlige Verschmelzen beider hat die Wiedergeburt zur Folge, die unvorstellbar beseligend ist, weil sie den Menschen empfangswürdig macht für die Weisheiten aus Gott, weil sie ihn zum Lichtträger macht und folglich zu einem Bindeglied zwischen Gott und den Menschen.
Ein Mittler sein zu können, der den Mitmenschen den göttlichen Willen kundgeben darf, ist eine Gnade von größter Bedeutung und verbunden mit einer Aufgabe, deren Erfüllen wieder höchste Seelenreife gewährleistet, und wiederum machen sich nur wenige Menschen dieser Gnade würdig, und nur wenige Menschen bieten sich Gott zum Dienst an und bitten Ihn um eine Erdenaufgabe zum Wohl der Mitmenschen.
Diese wenigen aber bedenket Gott mit Seiner Liebe und Gnade im Übermaß, und sie dürfen diese Gnade und Liebe anfordern zu jeder Zeit. Immer wird Gott ihren Bitten Gehör schenken und sie mit Kraft bedenken, auf daß sie fähig sind, ihre Aufgabe zu erfüllen, auf daß die Kraft des Geistes in ihnen wirke zum Segen der Menschheit.
Amen

Bertha Dudde 2021   

Wiedergeburt  –  Vergeblicher Erdenlebensweg

Vergeblich ist euer Erdenlebensweg, wenn er eurer Seele keinen geistigen Fortschritt bringt, wenn es euch nicht gelingt in dieser Zeit, euch in geistige Sphären zu schwingen, die zu enge Bindung mit der Erde, mit dem materiellen Besitz, zu lösen, wenn ihr nicht auf Erden die geistige Wiedergeburt erlanget. Eure Seele soll aus einer dunklen Haft heraustreten in ein lichtvolles Leben, sie soll frei werden von jeder materiellen Fessel, denn sie ist ein Geist und fühlt sich nur wohl im geistigen Reich, wenn sie jeder Fessel ledig ist.
Der irdische Körper ist eine Fessel für die Seele und, seine Begehren sind immer materieller Art. Läßt sie sich von ihm bestimmen, dann bleibt sie in Unfreiheit, sie bleibt irdisch gesinnt, und jegliches geistige Verlangen wird in ihr erstickt. Sie muß sich frei machen von körperlichen Begierden, sie darf dem Körper nicht gewähren, was er verlangt, denn sie ist der Träger des Willens, und sie bestimmt über sich selbst. Gelingt es ihr, den Körper zu überwinden oder ihn gar ihren eigenen Wünschen oder dem von ihr erkannten „Besseren“ geneigt zu machen, dann findet sie eine gar gewaltige Unterstützung von seiten des in ihr sich bergenden Geistes, der sie mehr und mehr dem geistigen Reich zudrängt, der ihr die Schätze des geistigen Reiches darbietet und sie ihr als allein begehrenswert vorstellt.
Sowie sich die Seele den geistigen Belehrungen zugänglich zeigt, ist ihr Los in der Ewigkeit schon entschieden, der Aufstieg ist ihr gesichert, und der Erdenlebensweg hat ihr Erfolg eingetragen für die Ewigkeit. Aber der Kampf der Seele zuvor ist schwer, wenn der Körper in jeder Weise auf sie einwirket, wenn sie zu schwach ist, ihm Widerstand zu leisten, wenn der Körper Oberherrschaft behält und die Seele umnebelt, daß sie nun willenlos sich ihm ergibt.
Sowie die Welt euch Menschen reizet, sowie ihr dieser alles abzugewinnen sucht, sowie ihr alle geistigen Gedanken verjaget, so sie in euch auftauchen, seid ihr in großer Gefahr, denn ihr erkennet nicht euren Erdenlebenszweck, ihr strebet völlig andere Ziele an als die, zwecks Erreichung derer ihr auf Erden weilet. Euer Erdenleben geht bald vorüber, und alles, was ihr euch errungen habet an irdisch materiellen Gütern, das müsset ihr zurücklassen in der Stunde des Todes. Und unglückselig werdet ihr sein, wenn ihr nicht im Besitz geistiger Güter in das jenseitige Reich eingeht.
Lasset euren Erdenwandel kein Leerlauf gewesen sein, suchet euch frei zu machen von allem, was nur dem Körper nützet, der Seele aber keinen Vorteil bringt. Und strebet das Reich an, das eure wahre Heimat ist und das ihr unabwendbar auch wieder betretet, so euer leibliches Ende gekommen ist, das nur sehr verschieden sein kann, je nachdem eure Seele beschaffen ist. Darum wandelt euch, und schaffet und wirket für das geistige Reich, solange euch noch das Erdenleben belassen ist, denn eure Reue wird groß sein, wenn es zu spät ist.
Amen

Bertha Dudde 6117
 
Wiedergeburt des Geistes

Der Wendepunkt im Leben ist die Wiedergeburt des Geistes, der Moment, wo ihr bewußt der Geisteskraft inne werdet, die euch durch Meine Liebe zuströmt. Sowie ihr fühlet, daß ihr unzertrennlich mit Mir verbunden seid, sowie ihr euch bewußt werdet, daß es ohne Mich kein Sein gibt für euch, sowie ihr Mich fühlet in eurer Nähe und nun dieses Bewußtsein euer ganzes Leben bestimmt, drängt der Geistesfunke in euch Mir als seinem Vatergeist entgegen, und nun seid ihr erwacht zum eigentlichen Leben, ihr seid wiedergeboren im Geist.
Und nun strebet ihr Mir bewußt entgegen, euer Wollen und Denken ist Mir zugewandt, euer Handeln Meinem Willen entsprechend. Und nun erfasse Ich euch und ziehe euch zu Mir empor. Ich lasse euch keinen Schritt mehr allein gehen, überallhin begleite Ich euch, Ich bin um euch und achte eines jeden Gedankens, der Mich suchet. Ich höre jede Frage eures Herzens, jeden Bittruf, jeden Seufzer nach Meiner Liebe, und Ich helfe euch, auch wenn ihr es nicht gleich spüret. Die Liebe zu euch ist grenzenlos, und Meine Sorge um euch immerwährend, und so lasse Ich keines Meiner Geschöpfe ohne Beistand. Und Meiner Kinder gedenke Ich ganz besonders, denn diese sind Meine Kinder, die zu Mir gefunden haben, die aus eigenem Antrieb sich Mir anvertrauen, Ihnen gehört Meine ganze Liebe.
Die geistige Wiedergeburt ist gleich der aufgehenden Sonne, immer strahlender erscheint diese am Firmament, bis sie in ihrer ganzen Pracht am Himmel steht, licht- und wärmespendend Meine Schöpfungswerke durchstrahlt und neue Schöpfungen zum Leben erweckt und am Leben erhält. Ist der Mensch wiedergeboren im Geist, so gibt es keinen Stillstand mehr. Immer heller und strahlender wird es um ihn, denn ihn durchstrahlet ja Meine Liebekraft, Mein Geist. Und also nimmt er ständig zu an Licht und Kraft, und er strahlet sein Licht gleichfalls aus auf alles, was ihn umgibt.
Die geistige Wiedergeburt ist das Erwachen zum ewigen Leben, und es wird der geistig Wiedergeborene gleichfalls das Leblose zum Leben erwecken können, denn wo sein Licht hinfällt, dort durchdringt es mit seinem hellen Schein die Dunkelheit, und wo Licht ist, ist Leben, wo Licht ist, bin Ich Selbst, und Ich bringe allen das Leben, die es begehren, die es bewußt von Mir verlangen, die sich gleichfalls sehnend Mir zuwenden, also Mich anerkennen. Ich gebe euch Mein Wort und damit das sichtbare Zeichen Meiner Liebe, Ich gebe euch Kraft, die sich wieder äußert im vermehrten Verlangen nach Mir, denn dieses Verlangen ist das Zeichen, daß Mein Vatergeist den Geistesfunken in euch zu Sich zieht und so sollt ihr glücklich sein, wenn ihr Sehnsucht empfindet nach Mir, denn ebenso drängt Mein Geist dem euren entgegen. Und eure Herzen können sich nicht mehr von Mir lösen, denn Ich lasse sie nicht, so sie sich Mir einmal hingegeben haben.
Ich bin der Geist der Wahrheit, Ich bin das Leben, Ich bin die Liebe und der Urgrund alles Seins. Wen Ich mit Meiner Liebe bedenke, der wird sein von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er wird leben und sich in der vollsten Wahrheit befinden; es wird kein Trug und kein Schein dort sein, wo er ist; er wird sein, was Ich bin, ein Geist voller Macht und Kraft aus Mir. Er wird Liebe ausstrahlen und unvorstellbar glücklich sein, wieder den Geschöpfen Meinen Geist vermitteln zu können, wieder zum Leben erwecken zu können, was leblos war.
Er wird Mir in allem ähnlich sein, denn Mein Geist durchflutet ihn, und also kann er nichts anderes sein, als Ich bin, ein Wesen voller Liebe, Kraft, Weisheit und Macht. Und also werdet ihr in Ewigkeit die glücklichsten Geschöpfe sein, in Liebe miteinander verbunden und Mir immer nahe. Und was ihr begehret, werdet ihr empfangen, denn ihr werdet nur Meine Liebe begehren, und diese durchstrahlt euch fortgesetzt, auf daß ihr tätig sein könnt zu eurer unendlichen Beglückung in Meinem Reiche, das eines jeden Anteil ist, der sich mit Mir verbindet in Zeit und Ewigkeit.
Amen

Bertha Dudde 2360   

Erwecken des göttlichen Funkens im Menschen

Der göttliche Geistesfunke im Menschen ist das eigentliche Leben dessen, und darum kann von Wiedergeburt erst dann gesprochen werden, wenn der Geist im Menschen erweckt worden ist, wenn er seine Tätigkeit beginnen kann und also das geistige Leben seinen Anfang nimmt. Es ist der Mensch dann wiedergeboren im Geist, denn seine irdische Geburt ist erst dann sinn- und zweckvoll geworden, wenn die geistige Wiedergeburt stattgefunden hat. Es ist der göttliche Geistesfunke von der Seele des Menschen (bewußt) anerkannt worden, selbst wenn der Mensch verstandesmäßig die beiden Begriffe Seele und Geist noch nicht auseinanderhalten kann.
Denn das Einen des Geistes mit der Seele ist ein Vorgang, der sich vollziehen kann, ohne daß der Mensch als solcher davon Kenntnis hat, denn diese Kenntnis wird ihm erst vermittelt, so sich die Einigung zwischen Seele und Geist vollzogen hat. Denn dann erst kann der Geist die Seele darüber aufklären, was die Einigung des Geistes mit der Seele bedeutet, und dann erst strebt die Seele nach immer innigerer Vereinigung mit ihrem Geist und nimmt das reichste Wissen von ihm entgegen. Und nun erst lebt der Mensch, d.h., er verwertet sein Wissen und arbeitet nun bewußt für das Reich Gottes; er ist emsig tätig, das gewonnene Wissen zu verbreiten und den Mitmenschen die Erkenntnis zu übermitteln.
Leben ist ständige Tätigkeit. Irdisch lebt der Mensch zwar auch, ohne den göttlichen Funken in sich erweckt zu haben, d.h., er ist irdisch tätig und schaffet also für sein Erdenleben, für seinen Körper und für irdische Ziele. Dies ist aber nicht das wahre Leben, das Leben, das Bestand hat, das Leben, von dem Jesus Christus gesprochen hat, das Er dem verheißen hat, der an Ihn glaubt. Denn das wahre Leben ist das Leben des Geistes, das unvergänglich ist und das zu gewinnen Zweck des Erdenlebens ist. Erst wenn der Geist im Menschen erweckt ist zum Leben, dann ist der Erdenlebenszweck erfüllt. Und diese Wiedergeburt des Geistes ist das Erstrebenswerteste, weil es der Seele des Menschen unnennbaren Gewinn einträgt.
Was die Erde bietet, ist unbeständig und nur dem Körper nütze, niemals aber der Seele. Was jedoch der Geist der Seele bietet, ist ihr Erquickung und Labsal, es ist ihr Nahrung, also Kraft zum Leben; es ist köstliches Gut, das nicht mehr vergehen kann, das beglückt und zu emsiger Tätigkeit antreibt und daher das Lebenselixier genannt werden kann, weil nun der Tod nimmermehr möglich ist, der zuvor die Seele bedroht hat und auch unweigerlich ihr Anteil wäre, so die geistige Wiedergeburt nicht stattgefunden hätte.
Es ist der fleischliche Körper die Hülle, die den göttlichen Funken in sich birgt, und vom freien Willen des Menschen hängt es nun ab, ob er die Hülle sprengt, ob er danach trachtet, das Göttliche in sich zum Leben zu erwecken. Und so nun die Seele, die Trägerin des Willens, dem göttlichen Geist sich zuwendet, indem sie die Hülle zu durchdringen sucht, indem sie selbst sich frei macht von allen irdischen Wünschen, von Untugenden und Lastern, so sie durch Liebetätigkeit die Hülle aufzulösen sucht, wird der göttliche Geistesfunke sich zu regen beginnen, er wird mit der Seele des Menschen Fühlung nehmen, er wird ihr helfen, sich zu überwinden, er wird ihr ständig Ratschläge und Unterweisungen zuflüstern, und er wird die Seele nun lenken, sowie sie sich von ihm lenken läßt.
Und nun übernimmt der göttliche Funke im Menschen die Führung, und diese ist wahrlich recht. Nun stehen der Geist und die Seele nicht mehr im Widerspruch zueinander, sondern sie verfolgen vereint ihr Ziel, sie streben der ewigen Heimat zu und lassen den Körper, die Erde und alles Irdische unbeachtet, wenngleich der Mensch noch auf Erden weilt. Es ist der Mensch lebendig, selbst wenn er gleichgültig dem Irdischen gegenübersteht, denn sein Geist lebt und wirket unentwegt.
Es schaffet der Mensch nur noch für das geistige Reich, für das Reich Gottes, er arbeitet an sich und an den Mitmenschen, er ist unentwegt tätig, denn der Geistesfunke in ihm lässet ihn nimmer zur Ruhe kommen, zur untätigen Ruhe, die verderblich ist, weil sie gleichbedeutend ist mit Tod, mit einem Zustand, der qualvoll ist in der Ewigkeit und darum gefürchtet werden soll als das ärgste Los, das der Seele des Menschen beschieden sein kann. Ist aber der Geist lebendig geworden, dann gibt es ewig keinen Tod mehr, denn der Geist ist unsterblich, und er ziehet auch die Seele zu sich in das ewige Leben, in die ewige Herrlichkeit.
Amen

Bertha Dudde 3240   

Geistige Wiedergeburt

Der entscheidende Moment im Erdenleben ist das bewußte Hinlenken des Willens zu Gott, denn dieser Moment ist der Beginn des Wandelns der Seele, er ist gewissermaßen der Wendepunkt, die beginnende Rückkehr des einst Gefallenen zu Gott. Je eher nun diese bewußte Willensrichtung im Leben des Menschen eintritt, desto größere Vollkommenheit kann er erreichen vor seinem Abscheiden, doch es ist auch möglich, in kurzer Zeit zu einem hohen Reifegrad zu gelangen, so der Mensch erst spät zu der Erkenntnis gelangt, daß er als Geschöpf Gottes den Zusammenschluß mit Ihm anstreben muß. Dann kann er die Wandlung seiner Seele mit verstärktem Willen betreiben und gleichfalls noch ausreifen.
Und so wird jedes Geschehen im menschlichen Leben immer nur Anlaß sein zur Wandlung des Willens, hat dieser aber die rechte Richtung eingeschlagen, dann ist keine Befürchtung mehr, daß die Seele zurückfällt in die Finsternis, denn Gott Selbst zieht sie nun zu Sich, sowie sie einmal ihren Willen bekundet hat, zu Ihm zu gelangen.
Dieser Willensentscheid, das bewußte Hinlenken der Gedanken zu Gott, ist gewissermaßen auch die geistige Wiedergeburt des Menschen, denn es tritt die Seele in ein neues Leben ein, sie lebt nicht nur der irdisch-materiellen Welt, sondern sie dringt tiefer ein, sie sucht die Wahrheit und findet sie, weil Gott Sich als die ewige Wahrheit nun zu erkennen gibt, weil Er nun gedanklich auf die Seele einwirkt, die nach Ihm Verlangen trägt.
(17.5.1949) Eine nun so wiedergeborene Seele muß wie ein zartes Pflänzchen gehegt und gepflegt werden, sie muß mit leichtester Kost am Leben erhalten und langsam gestärkt und gekräftigt werden, bis sie sich selbst im Leben zurechtfindet und nun den Gang der Aufwärtsentwicklung mühelos zurücklegen kann. Die Willenswandlung ist der Akt der Wiedergeburt, damit hat sie den Weg beschritten, der zum ewigen Leben führt, wenngleich dieser noch viele Gefahren und Hindernisse, weltliche Versuchungen und Schwierigkeiten, bieten kann, jedoch von einer kraftvollen Seele überwunden wird.
Es geht nun lediglich darum, ob der Seele diese erforderliche Kraft zugeführt wird oder sie darben muß und ihr der Weg nach oben daher schwerfällt. Dies ist wieder allein Willensangelegenheit, doch ein Wille, der sich nach oben, zu Gott, einmal gewandt hat, wird auch von Gott ergriffen und ständig günstig beeinflußt, ohne jedoch gezwungen zu werden. Der wirksamste Einfluß nun ist das Wort Gottes, das Kraft und Leben in sich birgt und die wiedergeborene Seele nähret und ihr zur Reife verhilft.
Ein Mensch, dessen Seele wiedergeboren ist, wird auch stets geöffnet sein zum Empfang des göttlichen Wortes, sei es in direkter Form durch Hören oder Lesen göttlicher Offenbarungen oder auch durch gedankliche Verbindung mit dem Urquell der Weisheit, durch bewußte Verbindung mit Dem, Der die ewige Wahrheit Selbst ist. Er wird des öfteren in die Stille gehen, d.h. innere Einkehr halten, und seine Gedanken werden beeinflußt von oben die rechte Richtung nehmen, seine Seele wird Nahrung empfangen und zunehmen an Licht und Kraft.
Es wird der Mensch, dessen Seele wiedergeboren ist, aber auch in der Liebe leben, denn dies ist Auswirkung des recht gerichteten Willens. Und also muß er reifen und der Vollendung zugehen, wie es Sinn und Zweck seines Erdenwandels ist, sowie er sich im freien Willen gelöst hat von der Macht, die ihn gefesselt hielt und der sich der Mensch selbst entwinden muß, wozu ihm aber stets die Gnade und Kraft von oben zur Verfügung steht, die er nützen wird zur geistigen Wiedergeburt.
Amen

Bertha Dudde 4641 
 
Geistige Wiedergeburt

Der Wendepunkt in eurem Leben ist die Stunde, da ihr den geistigen Weg beschreitet, die Stunde, wo sich eure Gedanken in ein Gebiet wagen, das außerhalb des Irdischen zu suchen ist, die Stunde, da ihr euch des Ausganges bewußt werdet, also erkennet, daß ein höheres Wesen euch geschaffen hat, von Dem ihr nun abhängig seid, sowohl dem Körper als auch der Seele nach. Diese Stunde nun kann für euch der Anfang sein eines schnellen Aufstieges zur Höhe, sowie ihr euch von nun an mehr mit solchen als mit irdischen Gedanken befaßet; es kann aber auch lange dauern, bis ihr euch von der Welt gelöst habt, also es können eure Gedanken immer wieder in die irdische Welt zurückschweifen, und es kostet dann einen Kampf, bis ihr endlich unbeirrlich den Weg weitergehet, den ihr erkannt habt als den allein rechten. Wenn ihr ihn nur überhaupt findet während eures Erdenlebens.
Hat nun der Mensch ein irdisch ihn vollbefriedigendes Leben auf Erden, dann schlägt er schwerlich jenen Weg ein, sondern er berauscht sich immer wieder, und seine Sinne sind überaus fest mit der Erde verwurzelt, er kann sich schwerlich lösen, und er muß durch Schicksalsschläge zu anderem Denken veranlaßt werden, es muß ihm genommen werden, was ihm hinderlich ist, den rechten Weg zu finden. Und daraus geht hervor, daß für die Entwicklung des Menschen es nicht von Segen wäre, wenn dem Menschen ein leichtes und schönes Erdenleben beschieden wäre, denn in einem solchen würde es weit länger dauern, wenn überhaupt die Aussicht besteht auf eine Willenswandlung des Menschen.
Und doch brauchen nicht unbedingt Kummer und Leid Lebensbegleiter sein, denn es ist dem Menschen möglich, in jeder Lebenslage die Liebe zum Nächsten in sich zu entfalten, und diese Liebe ist es, die sicher auch auf den Weg führt zur geistigen Wiedergeburt. Die Liebe ist es, die stets auch die Gedanken hinlenken wird zu der ewigen Liebe Selbst, Die dann unweigerlich auch Besitz ergreift von jedem Menschen und ihn ziehet auf den rechten Weg. Wie schön könntet ihr Menschen daher alle auf Erden leben und euch auch dieses Lebens erfreuen, wenn ihr euer Wesen zur Liebe gestalten möchtet. Dann wäre es wahrlich nicht nötig, euch durch Not und Leiden gehen lassen zu müssen, dann wären eure Gedanken sehr oft in jenen Sphären, wenngleich euch auch das irdische Leben schenken würde, was euch beglückt.
Der Zweck eures Erdenlebens ist die Umgestaltung zur Liebe, die Wandlung der in euch wohnenden Ichliebe zur uneigennützigen Nächstenliebe. Was ihr nun freiwillig, aus euch selbst, tut, das brauchte nicht erst durch Mittel erreicht zu werden, die für euch schmerzhafter Natur sind. Ihr brauchtet nicht zu leiden, wenn ihr die Liebe in euch entzünden und zu hellster Glut auflodern lassen würdet. Denn dann wäre der Erdenlebenszweck erreicht, daß ihr den Weg beschritten habt, der zur Höhe führt, dann werden eure Gedanken weit öfter in jenes Reich hinüberwechseln, selbst wenn ihr auf Erden Aufgaben zu erfüllen habt oder in einen Pflichtenkreis versetzt seid, der viel von euch verlangt. Ihr werdet beidem gerecht werden, eure Seele aber wird sich bald in den Sphären wohler fühlen, in die ihr Geist sie drängt, als dort, wo sich der Körper noch aufhalten muß.
Doch Not und Leiden können dem Menschen fremd sein, denn er lebt dann auch ohne solche dem Willen Gottes entsprechend, und der Segen Gottes ist ihm irdisch und geistig gewiß. Denn Er hat es den Menschen verheißen, daß Er väterlich sorget für Seine Kinder und die Liebe zu Gott und zum Nächsten beweiset die Kindschaft Gottes, sie führt zum gänzlichen Zusammenschluß mit Ihm und ewiger Glückseligkeit.
Amen

Bertha Dudde 6314   

Neugeburt gleich Auferstehung

Der Tag der Neugeburt ist auch gleichzeitig der Tag der Auferstehung für euch. Sowie sich eure Seele besinnet auf ihren Erdenlebenszweck, sowie sie im freien Willen Fühlung nimmt mit Mir, mit dem geistigen Reich, sowie sie beginnet, Mich und Mein Reich anzustreben, tritt sie heraus aus ihrem Grabe der Finsternis, sie erwacht zu neuem Leben. Denn die Neugeburt der Seele ist ebender Wechsel aus dem Bereich Meines Gegners in Mein Bereich.
Die Seele weilet noch auf der Erde, aber sie wurde in die Finsternis hineingeboren bei Beginn ihrer Verkörperung als Mensch und hat sich im freien Willen zum Licht durchgerungen, sie ist also ihrem Grabe entstiegen, sowie sie sich mit Hilfe Jesu Christi befreien konnte aus ihrer Hülle, sowie sie nun eine geistige Wiedergeburt erlangt hat, sowie ihr Sinnen und Trachten nun geistig gerichtet ist. Also hat sie auch eine Auferstehung erlebt aus der Nacht des Todes zum Licht des Tages.
Es ist also mit dem „Tag der Auferstehung“ dieser Wechsel gemeint, den die Seele noch auf Erden vornehmen kann und der ihr auch im jenseitigen Reich ein „Leben“ in Licht und Kraft garantiert, wohingegen auch Seelen im Zustand des Todes verbleiben können nach ihrem Abscheiden von dieser Erde, aber doch nicht vergangen sind. Denn keine Seele wird vergehen können, und ob sie noch so unreif abscheidet von dieser Erde, nur wird sie in einem totenähnlichen Zustand sich befinden, ohne Kraft und in dichtester Finsternis. Sie besteht, ist aber doch nicht auferstanden zum Leben.
Eine Auferstehung ist jedem Menschen gewiß, der im Erdenleben sich bemüht, die Verbindung zum geistigen Reich herzustellen, der also willensmäßig einen Aufstieg zur Höhe anstrebt, der sich nicht an dem Erdendasein allein genügen lässet, sondern ein höheres Wesen anerkennt, sich Ihm anvertraut und gänzlich hingibt, dessen Seele also eine Neugeburt erlebt, wenn er diese innere Wandlung vollzieht und sich im freien Willen Mir hingibt.
Und eine solche Seele wird auch den irdischen Tod nicht zu fürchten brauchen, denn sie entflieht nur der äußeren Hülle, dem Fleischleib, und geht verklärten Leibes ein in das jenseitige Reich, weil sie einmal unvergänglich ist und weil sie auch den Tod überwunden hat, die Finsternis und Kraftlosigkeit, die ein „Leben“ im geistigen Reich ausschließen und weil etwas Lebendes auch sichtbar ist dem gleichfalls Lebenden. Und die Seele ist glücklich, sich ihres Fleischleibes entledigen zu können, der nur eine Fessel war für sie, solange sie auf Erden lebte.
Aber auch die unreifen Seelen entledigen sich dieser leiblichen Hülle und bleiben dennoch gefesselt, sie verbleiben in ihrem Grabe, in der Finsternis, im Zustand der Unkenntnis, zur eigenen Qual und Not. Doch auch sie können noch auferstehen zum Leben im jenseitigen Reich, auch sie können heraustreten aus ihrem Grabe, auch sie können zum Licht gelangen mit Hilfe Jesu Christi, wenn sie Ihn, Der auferstanden ist von den Toten, Der den Tod besiegt hat, anrufen, daß Er den Stein wegwälzen möge vor ihrem Grabe, daß Er die Sündenschuld, die sie in der Nacht des Todes, im Grabe, festhielt .... hinwegnehmen möge, auf daß auch sie heraustreten können in das Licht des Tages.
Alle Menschen können auferstehen, aber Jesus Christus muß ihnen Beistand gewähren. Und wird Er auf Erden schon angerufen um Seine Hilfe, um Erlösung von Sünde und Tod, so kann auch die Seele schon auf Erden ihre Auferstehung erleben, und diese wird dann ewiglich nicht mehr sterben, auch wenn der Mensch irdisch den Tod erleidet. Doch jede Seele ist unsterblich .... d.h., sie vergeht nicht mehr, und ob sie noch so sehr im Grabe ihrer Sünde steckt, sie muß die Dunkelheit ihres Grabes ertragen, sie muß ihre völlige Kraftlosigkeit einsehen, ihrem Grabe erstehen zu können, sie kann es nicht und ist auf Hilfe angewiesen.
Und so sie also eine Hilfeleistung annimmt, die ihr in Liebe angeboten wird, dann wird sie auch Dessen gedenken, Der allein ihr zur Auferstehung verhelfen kann. Sie wird Jesus Christus anrufen, Der Selbst Seinem Grabe entstieg, Der den Tod überwunden hat und Der jede Fessel lösen kann. Der Seine Hand bietet jeder Seele, daß sie dem Grabe entsteigen kann, um nun zum Leben einzugehen, das sie nun auch nicht mehr verlieren kann.

Amen

Bertha Dudde 6593   

Erweckung des Geistesfunkens im Menschen  – Liebe

Der göttliche Funke im Menschen hat so lange keine zündende Kraft, wie er in einem liebekalten Herzen ruht. Denn die Liebewärme erst erweckt ihn zum Leben, er entzündet sich gleichsam an der Liebe, also kann nur ein liebetätiger Mensch diesen Funken in sich zum Erwachen bringen. Und so ist es auch verständlich, daß in der letzten Zeit vor dem Ende, in der die Menschen schon stehen, es nur wenige Geist-erweckte Menschen gibt, weil eben auch nur wenig Liebe geübt wird und somit der Mensch ohne Leben bleibt, wenngleich er noch auf Erden weilt. Denn leben heißt tätig sein durch den Antrieb des Geistesfunkens im Menschen, und zwar stets im Willen Gottes, weil der Geistesfunke im Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit in Verbindung steht und somit dem Menschen nur das unterbreiten wird, was wirklich Wahrheit ist, also auch dem Willen Gottes entspricht.
Ist aber der Geistesfunke im Menschen erwacht, dann treibt er unentwegt ihn dem Ziel zu, denn der Funke, der einmal zur Flamme auflodert, kann nicht mehr erlöschen, weil Gott Selbst die Flamme nun nähret und etwas rein Göttliches, das erst einmal wirksam geworden ist, nimmermehr in den Zustand des Todes zurücksinken kann, weil die Verbindung mit dem Vatergeist hergestellt wurde, als der Geistesfunke zum Leben erwachte. Diese Bindung wird nicht mehr aufgelöst, sondern stets fester und inniger durch die Liebe, zu der der göttliche Geist ständig antreibt.
Die Erweckung zum geistigen Leben ist das Wichtigste im Erdenleben, denn dann tritt eine Wandlung ein, der Weg, der zuvor eben war oder in den Abgrund führte, geht nun aufwärts zur Höhe und führt dem herrlichsten Ziel entgegen. Es ist aber ein weiter Weg zur Vollendung, weil vorerst die Schlacken um die Seele aufgelöst werden müssen, ehe der Geistesfunke so wirksam sein kann, daß er ohne Zweifel als Gottes Ausstrahlung erkannt wird. Die geistige Wiedergeburt hat also wohl stattgefunden, sowie der Geistfunke zum Leben erwachte, aber nun erst muß sich dieser mit der Seele vereinen, bis diese sich ganz und gar der göttlichen Führung überlässet, also eifrigst den Willen Gottes zu erfüllen sucht. Der Mensch führt also nun ein zweites Leben neben dem irdischen Leben .... und dieses ist das eigentliche Leben der Seele, das im geistigen Reich erst zur vollen Entfaltung kommt und ungeahnte Tätigkeit bedeutet.
Das Wirken einer vollkommen gewordenen Seele im Lichtreich wird immer ein Einfügen in den göttlichen Willen sein, welcher der Seele durch den Geist ständig offenbart wird. Geist und Seele sind also dann eins geworden und stehen in unlösbarer Verbindung mit Gott, dem Vatergeist von Ewigkeit. Dies ist dann das ewige Leben, denn ein gewaltiges Betätigungsfeld liegt nun vor einer solchen Seele, doch da sie nun licht- und krafterfüllt ist, weil ihr Geist unentwegt vom Vatergeist gespeist wird, darum ist ihre Tätigkeit unbeschreiblich beseligend, denn sie fühlt sich verbunden mit Dem, Den sie liebt, und wirket und schaffet für Ihn, indem sie alles zu Ihm hinzuführen sucht, was noch von Gott entfernt ist. Eine Seele, die zum ewigen Leben eingegangen ist, wird jegliche Schwäche verlieren, sie befindet sich wieder in dem Urzustand, wo sie ohne Einschränkung schaffen und gestalten konnte, weil sie wieder so vollkommen geworden ist, wie sie einst von Gott ihren Ausgang nahm.

Amen

Bertha Dudde 5184   

Wahrzeichen der Kirche Christi: Geistwirken

Die Kirche Christi ist keine Organisation, sie ist der Zusammenschluß aller geistig strebenden, an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk glaubenden und in der Liebe lebenden Menschen jeglicher Konfession, denn nicht letztere beweiset ihre Zugehörigkeit zu jener Kirche, sondern der Geist, der aus den Menschen spricht, die ihr angehören. Es muß euch dies auch verständlich sein, daß es Gott nimmermehr genügen kann, wenn sich ein Mensch dieser oder jener Glaubensrichtung anschließt, dem Namen nach oder auch beeindruckt durch Sitten und Gebräuche, wie sie jede einzelne Organisation (Konfession?) aufweiset, sondern daß Gott nur die Gesinnung eines Menschen bewertet und diese also in jeder Konfession so oder so sein kann, d.h. mehr oder weniger dem Willen Gottes entsprechend, mehr oder weniger die göttlichen Gebote beachtend. Und doch ist dies allein ausschlaggebend, wer sich zur Kirche Christi zählen darf, ob durch ein Liebeleben auch der Geist aus Gott im Menschen erweckt worden ist.
Die Kirche Christi ist eine rein geistige Organisation, die der Welt keinerlei Konzessionen macht, die sich nur gründet auf das Seelenleben eines Menschen, auf den bewußten Willen, das geistige Ziel zu erreichen, das dem Menschen auf Erden gesteckt ist. Die Kirche Christi vereinigt alle gläubigen, d.h. innerlich überzeugten Anhänger Jesu, die sich die göttliche Liebelehre zum Lebensgesetz machen, die das Erlösungswerk Christi anerkennen und kein anderes Streben kennen, als durch bewußten Zusammenschluß mit Ihm die Kraft des Geistes zu entfalten, die also vom göttlichen Geist erleuchtet werden, was immer als Beweis der Zugehörigkeit zu Seiner Kirche gelten wird.
Die Kirche Christi braucht kein anderes Merkmal nach außen hin, um erkannt zu werden als Seine wahre Kirche, die Er Selbst auf Erden gegründet hat, als nur die geistige Wiedergeburt, die bewiesen ist durch die Äußerung des göttlichen Geistes im Menschen. Und diese wieder ist erkennbar durch erleuchtetes Denken, durch Erkennen der Wahrheit, Erkennen des Lebenszweckes des Menschen, durch starken Glauben und daraus hervorgehendem ungewöhnlichen Wirken, sei es in Heilung von Kranken, im Abwenden großer irdischer Not, im Einfließen des göttlichen Wortes oder Gebieten den Elementen zum Nutzen des Nächsten.
Immer wird dann eine Kraft zutage treten, die göttlichen Ursprungs ist, so der Mensch die geistige Wiedergeburt erreicht hat, und dieser gehört auch der Kirche Christi an, die außerhalb jeder kirchlichen Organisation steht, aber Menschen jeder Konfession als ihre Mitglieder zählen kann. Sie ist eine geistige Gemeinschaft aller tief gläubigen Menschen, und ihr Oberhaupt ist Jesus Christus Selbst, mit Dem ein jedes Mitglied in innige Verbindung treten muß, um in Seine Kirche aufgenommen zu werden. Denn Seine Kirche ist etwas Lebendiges, sie ist keine tote Form, die dem Namen nach vor der Welt besteht, doch keinen Geist in sich hat.
Seine Kirche ist auf lebendigem Glauben aufgebaut, der durch die Liebe zum Leben erweckt wurde. Darum ist Liebe und Glaube die erste Bedingung, um dieser Seiner Kirche anzugehören, weshalb auch in jeder Konfession die Menschen Seiner Kirche angehören, die im lebendigen Glauben stehen, der aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten hervorgegangen ist. Alle diese Menschen vereinigt Jesus Christus in Seiner auf Erden gegründeten Kirche, und Er zeichnet sie auch mit den Gaben des Geistes aus je nach Reife, Fähigkeit und Bestimmung ihrer Tätigkeit auf Erden für Sein Reich. Wo immer der Geist Gottes wirkt, dort steht ein Pfeiler Seiner Kirche, die unüberwindbar ist und bleibt bis in alle Ewigkeit.
Amen

Bertha Dudde 5174   

Wirken des Geistes  –  Geistige Wiedergeburt

Lasset Meinen Geist in euch wirksam werden, dann werdet ihr auch in der Wahrheit stehen, denn des Geistes Wirken garantiert euch solche. Dann bin Ich es Selbst, Der euer Denken recht leitet, Der euch die rechten Gedanken eingibt, Der also Seinen Geist über euch ausgießet. Es braucht nicht immer ein offensichtliches, d.h. außergewöhnliches Wirken zu sein, wie dies die direkte Übertragung Meines Wortes von oben ist, sondern das Wirken des Geistes kann auch in einer ganz natürlichen Art stattfinden, wenn der Mensch nur die Bedingung erfüllt, die Ich an Mein Wirken im Menschen geknüpft habe.
Er braucht nur das Rechte wollen und so leben, wie es Mir wohlgefällig ist, d.h. Meinen Willen erfüllen, was als Liebeswirken zum Ausdruck kommet, dann ist sein Geist schon erweckt, und als in Verbindung mit Mir stehend, wird der Geist im Menschen diesen nun so belehren, daß sein Denken recht ist, daß er in der Wahrheit steht, also auch die Fähigkeit hat, das Rechte zu erkennen und zu vertreten. Er wird auch völlig überzeugt sein davon, recht zu denken, nur daß er diese Fähigkeit sich selbst zuschreibt, nicht aber Meinem Wirken in ihm, bis er nun durch Diener Gottes aufgeklärt wird über das Wirken des Geistes im Menschen.
Dieses wird ihm wohl verständlich sein, jedoch stets erst dann, wenn Ich Selbst in ihm wirken kann durch den Geist, ansonsten er eine solche Lehre als unwahrscheinlich ablehnet. Kann nun Mein Geist in einem Menschen tätig sein, dann ist er auch für das ewige Reich gewonnen, denn es ist dies schon ein Akt der geistigen Wiedergeburt, ein Akt der Erlösung aus dem gebundenen Zustand. Der Geist lenkt nun den Menschen und führt nun ihn mit Sicherheit dem Ziel entgegen, zum ewigen Leben. Strebt also der Mensch bewußt Mir zu, steht er im festen Glauben an Mich, ist sein Lebenswandel ein Leben in Liebe und achtet er seiner inneren Empfindungen, seiner Gedanken und seines stets zunehmenden Wissens, oft ohne jeglichen Einfluß von außen, so kann er auch mit Sicherheit annehmen, daß sein Geist zum Leben erwacht ist und nun ein Versinken in die Tiefe nicht mehr zu befürchten ist.
Dann werden seine Gedanken übereinstimmen mit dem von der Höhe gegebenen Wort, durch das Ich alle Menschen für diesen Vorgang herrichten möchte, auf daß sie in direkter Verbindung stehen mit ihrem Vater von Ewigkeit, auf daß sie Kenntnis bekommen von Meinem Walten und Wirken im Universum, auf daß sie Mich als ihren Schöpfer und Vater liebenlernen und nun den Kontakt herstellen mit Mir, auf daß Ich ihnen die Wahrheit übermitteln kann, durch die sie selig werden.
Amen
Bertha Dudde 4869   

Gott – zugewandter Wille – Aufwärtsentwicklung
Alles Geistige, das den Willen in sich trägt, zu Mir zu gelangen, kann nur aufwärtssteigen in seiner Entwicklung, denn selbst Versuchungen aller Art werden diesen Willen nicht mehr wandeln, weil Ich das Geistige zu Mir ziehe und es ewiglich nicht mehr zurücksinken lasse in den Zustand des Mir-abgewandten Willens. Denn sowie der Wille des Geistigen in voller Freiheit Mich anstrebt, ist der Bann gebrochen; es hat sich frei gemacht von Meinem Gegner, und der Kampf dessen gilt nun nur noch der Rückgewinnung, die Ich aber verhindere durch Meinen Willen.
Es ist zwar noch ein steter Kampf des Geistigen, das als Mensch verkörpert das Erdenleben zurücklegen muß, weil Aufwärtsentwicklung immer einen Kampf bedingt. Doch sowie der Wille Mir gilt, verfügt er auch über die Kraft zum Widerstand gegen den Feind seiner Seele. Und es ist der Wille des Menschen selbst bestimmend, in welcher Zeit die Aufwärtsentwicklung vor sich geht und welchen geistigen Erfolg er am Ende seines Lebens verzeichnen kann. Denn das Streben des Menschen nach Mir muß wieder im völlig freien Willen stattfinden, wenngleich Ich es verhindere, daß der Gegner seinen Willen bindet und ihm hörig macht.
Es kann ein Mensch mit Mir zugewandtem Willen nie mehr absinken in die Gewalt Meines Gegners, jedoch schneller oder langsamer sich gänzlich ihm entwinden, also längere oder kürzere Zeit seines Lebens im Kampf stehen mit ihm. Denn sowie sein Wille außerordentlich tätig wird und diese Tätigkeit als Liebeswirken zum Ausdruck kommt, wird auch der Kampf leichter werden, er wird nachlassen entsprechend seiner Liebetätigkeit. Denn dieser Waffe erliegt der Gegner. Und also entwindet sich der Mensch seiner Macht sicher durch Wirken in Liebe, und seine Seele reifet in kurzer Zeit und im völlig freien Willen. Fallen lasse Ich ihn ewiglich nicht mehr, doch liebetätig muß er von selbst werden, denn Mein Wille zieht sich zurück, auf daß der seine sich frei entfalten kann um seiner Vollendung willen.
Und darum gehen die Seelen in verschiedenen Reifegraden in das geistige Reich ein am Ende ihres Lebens, wenngleich sie Mir bewußt zustrebten, wenngleich sie den Mir zugewandten Willen in sich tragen, denn Ich verhindere wohl die Übermacht des Gegners über sie, fördere aber nicht ihre geistige Aufwärtsentwicklung durch Meinen Willen, so sie nicht selbst ihren Willen tätig werden lassen. Der Mir zugewandte Wille trägt ihnen stets die Kraft ein aufwärtszustreben, denn Ich halte schützend die Hand über jedem Menschen, der sich Meiner Gegenmacht entwinden will und Mich zum Ziel hat. Ich ziehe ihn unaufhörlich zu Mir. Und er wird auch sicherlich sein Ziel erreichen, nur die Zeitdauer bestimmet er selbst, weil er freien Willen hat und diesen nützen kann nach seinem Ermessen.

Amen

Bertha Dudde 3575 

Uranfang  –  Endziel  –  Erlösungsprozeß


Das Wissen um den Uranfang und das Endziel jeglichen Schöpfungswerkes ist schon als geistiger Fortschritt zu verzeichnen, denn erst in einem bestimmten Reifegrad kann dem Menschen dieses Wissen geboten werden. Wird nun dieses Wissen einem noch unreifen Menschen vermittelt, so wird dieser es ablehnen, es wird ihm nicht faßbar sein, und also bleibt es völlig ohne Eindruck. Sein Reifezustand genügt nicht, um ihn die Wahrheit erkennen zu lassen, und folglich bleibt er noch auf einer niedrigen Reifestufe stehend, d.h., er bleibt ohne Erkenntnis der Wahrheit.
Der Reifegrad des Menschen wird erhöht durch uneigennütziges Liebeswirken, daher wird ein liebetätiger Mensch jenes Wissen nicht ablehnen, selbst wenn es ihm völlig neu ist und seinem bisherigen Denken widerspricht. Denn einem in der Liebe stehenden Menschen wird die reine Wahrheit immer annehmbar erscheinen, weil diese ihren Ursprung in Gott hat und der Mensch selbst durch seinen Lebenswandel mit Gott in Verbindung steht. Die Gottverbundenheit aber erleuchtet sein Denken, und dieses wird der Wahrheit näherkommen. Erst mit dem Wissen um Uranfang und Endziel des Geschaffenen beginnt der Seele Zustand lichtvoll zu werden, denn nun begreift der Mensch den Zusammenhang aller Dinge, aller Geschehen; er begreift den Zusammenhang des Schöpfers mit Seinen Geschöpfen und des geistigen Reiches mit der Erde.
Sein Wissen wird immer umfangreicher, die Liebe zu Gott nimmt ständig zu, denn der Wissend-Gewordene muß Gott lieben und Ihm angehören wollen, weil er Seine große Liebe zu erkennen beginnt. Das Wissen ist immer ein innerlicher Reichtum, es bewegt das Herz, es treibt die Seele an, ständig diesen Reichtum zu vermehren, denn so der Mensch in das Wissen eingedrungen ist, gibt er sich nicht mehr zufrieden, sondern er verlangt ständig nach Vermehrung dieses Wissens. Das geistige Wissen beglückt, es wird die Seele stets erheben und darum angestrebt werden von einem jeden, der durch die Liebe in einem bestimmten Reifegrad steht, der ihm die Zuleitung geistigen Wissens ermöglicht.
Und ist er erst in dieses Wissen eingeführt, so kann er sich auch erlösend betätigen und also sich einschalten in den Erlösungsprozeß, der alles wieder dem Zustand zuführen will, der uranfänglich des Geistigen Beschaffenheit war, höchste Vollkommenheit, Freiheit und Kraft und Liebe. Das Wissen um Uranfang und Endziel des Geistigen in jedem Schöpfungswerk, das im letzten Stadium als Mensch dem Wesen wieder zum Bewußtsein kommen kann, ist schon ein Grad des Lichtes, ein Teilzustand von Freiheit und Kraft. Es befindet sich der Mensch nicht mehr in dunkler Geistesnacht, und er ist auch dem Gegner Gottes nicht mehr gänzlich verfallen, er hat sich schon frei gemacht durch Liebeswirken aus dessen Macht und steht nur noch in Momenten geschwächten Willens ihm ringend gegenüber, denn das geistige Wissen ist eine Licht- und Kraftausstrahlung Gottes, die ihn befähigt, sich seiner Gewalt zu entwinden.
Obgleich nun das geistige Wissen dem noch völlig unreifen Menschen unannehmbar erscheint und zumeist also auf Ablehnung stoßen wird, soll es doch ihm auch nahegebracht werden, auf daß es zuerst dessen Verstandestätigkeit anregt, auf daß es ihn zum Nachdenken bewegt. Und je nach seiner Willigkeit kann es ihn fördern, es kann ihn anspornen, den geistigen Reifegrad zu erringen, der ihn fähig macht zum Aufnehmen von Wissen, das dem geistigen Reich entströmt und die geistige Aufwärtsentwicklung fördert. Es muß in das Dunkel der Nacht Licht hineingetragen werden, ansonsten der Mensch niemals aus dem Dunkel hinausgeführt werden könnte, ansonsten er niemals den rechten Weg finden würde, der nach oben führt.
Doch nur die Wissenden können ein rechtes Licht bringen, nur sie vermögen, den Unwissenden zu belehren, und nur, wo ein bestimmter Reifegrad erreicht ist, kann das rechte Wissen vertreten sein. Licht aus den Himmeln, das strahlend leuchtet, das Wissen, das verständlich und umfassend Aufschluß gibt über den gesamten Heilsplan Gottes, über Sinn und Zweck der Schöpfung und des Erdenlebens, über die unendliche, nie sich verringernde Liebe Gottes, über das Binden und Erlösen alles von Ihm einst abgefallenen Geistigen und über das Endziel, das ewige Leben im geistigen Reich.
Dieses Wissen ist unendlich beglückend, sowie es in einem bestimmten Reifegrad empfangen wird, und es kann, obgleich noch nicht voll wirkend, doch dazu führen, daß der Mitmensch danach strebt, auch das Ziel, einen höheren Reifegrad der Seele, zu erreichen. Denn sowie der Mensch weiß, was er einst war und was er wieder werden soll, legt er auch seinem Erdenleben eine andere Bedeutung bei, und er lebt bewußt, d.h. immer ein Ziel vor Augen, das er eifrig verfolgt. Dann ist auch nicht mehr finsterste Nacht um ihn, sondern die Lichtstrahlen brechen durch und künden ihm einen Tag an, einen lichten, klaren Tag, den er nützen kann zu eifriger Arbeit, an dem er wirken kann in Kraft und Freiheit und sich also am großen Erlösungswerk beteiligen kann.
Amen

Bertha Dudde 3350   

Gott – zugewandter Wille – Aufwärtsentwicklung

Alles Geistige, das den Willen in sich trägt, zu Mir zu gelangen, kann nur aufwärtssteigen in seiner Entwicklung, denn selbst Versuchungen aller Art werden diesen Willen nicht mehr wandeln, weil Ich das Geistige zu Mir ziehe und es ewiglich nicht mehr zurücksinken lasse in den Zustand des Mir-abgewandten Willens. Denn sowie der Wille des Geistigen in voller Freiheit Mich anstrebt, ist der Bann gebrochen; es hat sich frei gemacht von Meinem Gegner, und der Kampf dessen gilt nun nur noch der Rückgewinnung, die Ich aber verhindere durch Meinen Willen.
Es ist zwar noch ein steter Kampf des Geistigen, das als Mensch verkörpert das Erdenleben zurücklegen muß, weil Aufwärtsentwicklung immer einen Kampf bedingt. Doch sowie der Wille Mir gilt, verfügt er auch über die Kraft zum Widerstand gegen den Feind seiner Seele. Und es ist der Wille des Menschen selbst bestimmend, in welcher Zeit die Aufwärtsentwicklung vor sich geht und welchen geistigen Erfolg er am Ende seines Lebens verzeichnen kann. Denn das Streben des Menschen nach Mir muß wieder im völlig freien Willen stattfinden, wenngleich Ich es verhindere, daß der Gegner seinen Willen bindet und ihm hörig macht.
Es kann ein Mensch mit Mir zugewandtem Willen nie mehr absinken in die Gewalt Meines Gegners, jedoch schneller oder langsamer sich gänzlich ihm entwinden, also längere oder kürzere Zeit seines Lebens im Kampf stehen mit ihm. Denn sowie sein Wille außerordentlich tätig wird und diese Tätigkeit als Liebeswirken zum Ausdruck kommt, wird auch der Kampf leichter werden, er wird nachlassen entsprechend seiner Liebetätigkeit. Denn dieser Waffe erliegt der Gegner. Und also entwindet sich der Mensch seiner Macht sicher durch Wirken in Liebe, und seine Seele reifet in kurzer Zeit und im völlig freien Willen. Fallen lasse Ich ihn ewiglich nicht mehr, doch liebetätig muß er von selbst werden, denn Mein Wille zieht sich zurück, auf daß der seine sich frei entfalten kann um seiner Vollendung willen.
Und darum gehen die Seelen in verschiedenen Reifegraden in da

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.
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Re: Aufwärtsentwicklung des Wiedergeborenen Geistes
« Antwort #1 am: Mai 27, 2020, 08:24:05 Vormittag »
Gotteskindschaft

Die Probezeit auf Erden ist insofern von größter Bedeutung für den Menschen oder dessen Seele, als daß sie mit Beendigung dieser die Erde endgültig verläßt, unabhängig davon, wieweit sich die Seele zur Höhe entwickelt hat, jedoch der Reifegrad der Seele nun bestimmend ist für ihre neue Umgebung und Tätigkeit im Jenseits. Es ist das Wirken auf Erden endgültig vorüber, auch wenn es erfolglos war für die Seele. Es ist gewissermaßen eine Gnadenzeit beendet, ob sie nun recht oder falsch genützt wurde. Nur wirkt sich beides folgenschwer im Jenseits aus.
Die Erdenzeit ist nur kurz bemessen und doch bestimmend für die Ewigkeit, denn obgleich sich die Seele auch im Jenseits noch weiterbilden kann, ist ihr doch nicht mehr die Entwicklung möglich, die ihr ein recht genütztes Erdenleben eintragen konnte. Sie kann nicht die Gotteskindschaft erreichen, denn diese erfordert einen auf Erden geführten Lebenswandel, der ganz dem Willen Gottes entspricht. Sie erfordert einen Reifegrad beim Ableben des Menschen, der schon ein Eingehen in Lichtsphären gestattet, es muß sich der Mensch auf Erden schon zu einem Lichtwesen gestalten, was auch völlig in seiner Macht liegt, wenn er den Willen dazu aufbringt.

Er muß also die Gnade der Verkörperung als Mensch voll ausnützen, er muß Gott bewußt anstreben und den Zusammenschluß mit Ihm schon auf Erden suchen durch Gebet und Liebeswirken.

Es ist nichts Unmögliches, was Gott von den Menschen verlangt, denn entsprechend Seiner Forderung ist auch die Zuteilung Seiner Gnade, die Gewährung Seiner Hilfe. Es wird nur der Wille des Menschen gefordert und dieser versagt zumeist. Folglich kann den Wesen im Jenseits dann nicht das Höchste gewährt werden, weil sie es nicht auf Erden anstrebten.
Die Gotteskindschaft ist der wonnevollste Zustand, der das Wesen im Jenseits unendlich beglückt, denn sie trägt dem Wesen das Erbe des Vaters ein. Es kann das Wesen schaffen und gestalten mit Gott durch Seine Kraft. Hat die Seele auf Erden ein Leben in Liebe geführt, so ist die Trennung von Gott endgültig überwunden; sie ist Gott nahe, sie hat zurückgefunden zu ihrem Ausgang, sie ist eins geworden mit Ihm. Und es ist der Seele zu diesem Zweck das Erdenleben gegeben worden.

Gott läßt aber das Geistige, das die Erdenzeit nicht Seinem Willen entsprechend genützt hat, nicht fallen und gibt auch ihm ständige Aufstiegsmöglichkeiten im Jenseits.
Und also können auch diese Seelen noch einen lichtvollen und beglückenden Zustand erreichen, der jedoch unterschiedlich ist von dem eines Gotteskindes.

Denn ein Kind Gottes wird gleichsam auch Kraftspender, weil es die unmittelbare Ausstrahlung Gottes in sich aufnimmt, weil es in der engsten Verbindung mit Gott steht, und es kann nun diese Kraft ständig austeilen, da es selbst von der Kraft Gottes durchflutet ist. Ein Kind Gottes zu sein heißt, gänzlich mit Ihm verschmolzen zu sein, folglich auch über Seine Macht und Kraft verfügen zu können.

Es fasset die Menschheit nicht, was das heißt, und sie fasset deshalb auch nicht die Bedeutung des Erdenlebens, das der Seele etwas unvorstellbar Wonnigliches eintragen kann und doch zumeist unbeachtet dessen gelebt wird. Die auch noch im Jenseits mögliche Höherentwicklung ist ein Akt größter Barmherzigkeit Gottes, Der doch das Erdenleben dem Wesen zu seiner endgültigen Läuterung und Höherentwicklung gegeben hat. Der aber in Seiner übergroßen Liebe den Wesen, deren Wille auf Erden versagte, noch einen Aufstieg ermöglicht im Jenseits, um ihnen Glückseligkeit und Licht zuzuwenden, doch auch noch abhängig vom Willen des Wesens.

Die Seligkeiten eines Gotteskindes aber können diese Wesen nicht erreichen, es sei denn, sie legen den Weg auf Erden noch einmal zurück, so ihnen von Gott diese Gnade gewährt wird, die mit einer Aufgabe auf Erden verknüpft ist. Dann wird die Seele noch einmal ringen müssen, wenngleich sie vor gänzlichem Rückfall behütet wird durch die Lichtwesen, weil sie zuvor im Jenseits schon einen bestimmten Reifegrad erreicht haben muß, ehe ihr diese große Gnade durch Gottes große Liebe gewährt wird. Das Erfüllen ihrer Aufgabe, die dem Seelenheil der Mitmenschen gilt, kann ihr nun auf Erden jenen Reifegrad eintragen, der sie zum Kind Gottes macht. Doch immer wird es dem Willen der Seele anheimgestellt, wie sie die erneute Gewährung der Gnade der Verkörperung auf Erden nützet.

Amen

Bertha Dudde  2419   

Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.