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Einen der Seele mit dem Geist 31

Moderatorin Beiträge: 1378 ***
Einen der Seele mit dem Geist
« am: Oktober 23, 2020, 08:34:51 Vormittag »
Inhaltsverzeichnis

Einen der Seele mit dem Geist
Das Geheimnisvolle der göttlichen Offenbarungen   
Schicksal – Schule – Verschärfte Mittel   
Gottes Wort persönlichste Äußerung Seiner Selbst – Kein Tod –  Ewiges Leben   
Geistige Einströmungen, Fragen – Wahrheit   
Des Geistes Wirksamkeit   



Einen der Seele mit dem Geist

Wenn sich die Seele des Menschen einet mit ihrem Geist, wenn sie ihm also die Führung überlässet, kann der Mensch nicht fehlgehen, und all sein Denken, Wollen und Handeln wird nun recht gerichtet sein. Wann aber einet sich die Seele mit ihrem Geist?

Es ist dies der Moment, wo der Mensch aus innerster Überzeugung glauben lernet an einen Gott und Schöpfer, Dessen Geschöpf er selbst ist, und wenn er das Verlangen hat, mit diesem erkannten Gott in Verbindung zu treten, wenn seine Gedanken Ihm zugewandt sind und er innerlich wünscht, in ein Verhältnis zu Ihm zu treten, das Gott angenehm ist, wenn er sich positiv einstellt zu Gott.

Dann wird er von dem Göttlichen in sich ergriffen, der in ihm schlummernde Geist lenket ihn von Stund an, und er wird sich innerlich gedrängt fühlen, so zu leben, wie es Gottes Wille ist, er wird die Liebe in sich entzünden, weil dies schon das Wirken des Geistes im Menschen ist und weil sich nun auch der Geist merklich äußern kann, weil ihm der Mensch durch seinen Lebenswandel in Liebe das Recht dazu gibt.

Liebewirken also ist erstmalig das Zeichen eines zum Leben erweckten Geistes, denn der Geist bestimmt die Seele, das Denken, Fühlen, und Wollen im Menschen, dazu, und von einem liebetätigen Menschen kann man wohl sagen, daß sich seine Seele mit dem Geist geeinet hat.

Und dann lebt der Mensch auch neben seinem irdischen Leben ein geistiges Leben, dann werden seine Gedanken sich nicht allein mit der Welt und irdischen Dingen befassen, dann wird er oftmals gedanklich verweilen in dem Reich, wo er Gott suchet; er wird sich mit Fragen befassen, die außerhalb irdischen Wissens liegen, und er stellt diese Fragen nun gleichsam dem in ihm wirkenden Geist, der sie ihm auch beantwortet, wenngleich der Mensch nur „sich selbst gedanklich tätig“ wähnet.

Das Verlangen, mit Gott im rechten Verhältnis zu stehen, hat unwiderruflich die Einigung seiner Seele mit dem Geist zur Folge, und dieses Verlangen wird ihm sicherlich erfüllt, denn es ist eine geistige Bitte, die der Mensch zum Schöpfer des Alls sendet, die gehört und der immer entsprochen wird, weil es der Lebenszweck des Menschen überhaupt ist, in das rechte Verhältnis zu Ihm einzutreten. Dann aber übernimmt der Geist gänzlich die Führung des Menschen, und dann erreicht dieser auch sicher sein Ziel.

Das Göttliche im Menschen wird sich immer äußern, wenn dessen Gedanken ernstlich den Weg zu Gott nehmen, denn dann wirket auch Gott Selbst an ihm durch Seinen Geist, und jeder Ihm zugewandte Gedanke ist ein Schritt nach oben, und wird dieser Gedanke bewußt verfolgt, indem der Mensch ein Gebet sendet zu seinem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, so wird Gott Sich ihm auch bald als Vater offenbaren, denn das Gebet ist die Brücke, die eine Verbindung herstellt vom Menschen zu Gott.

Dann aber ist der Mensch in bester Obhut, denn die wesenhafte Gottheit erfaßt ihn und wirket durch den Geist auf den Menschen ein, daß dieser die Kluft zwischen sich und Gott stets mehr verringert, denn der Geist dränget unaufhörlich dem Vatergeist entgegen, und das Verlangen im Menschen, Gott näherzukommen, wird immer größer werden, bis es Erfüllung findet im gänzlichen Zusammenschluß mit Ihm durch die Liebe, die nun das Wesen des Menschen erfüllt, weil die Ewige Liebe Selbst in ihm wirket.

Bertha Dudde 6306


Das Geheimnisvolle der göttlichen Offenbarungen

Das geheimnisvolle der göttlichen Offenbarung besteht darin, daß Gott Sich in offensichtlicher Weise zu erkennen gibt den Menschen, die keine offizielle Geistesrichtung vertreten, sondern nur durch ihren Lebenswandel sich als Anhänger der Kirche Christi erweisen, die also leben, wie Christus die Menschen gelehrt hat auf Erden, und dadurch gleich Ihm vom Geist Gottes erfüllt werden. Zudem müssen sie glauben an das Wirken des Geistes, an Gottes ewige Liebe, die sich den Menschen kundtun will.

Sie müssen den innigen Verkehr mit Gott für möglich halten, sie müssen glauben, daß Gott Sich äußert, sowie Er darum angegangen wird, und da dieser Glaube nur selten anzutreffen ist, bleiben göttliche Offenbarungen immer für die Menschen etwas Geheimnisvolles, wenngleich sie nur eine natürliche Folge des tiefen Glaubens und der innigen Verbindung mit Gott sind.
Geheimnisvoll bleibt dem Menschen alles, was er nicht irdisch sich erklären kann. Eine göttliche Offenbarung kommt aus dem geistigen Reich und wird daher auch nur geistig die Erklärung finden. Darum muß aber der Mensch selbst ein geistiges Leben führen neben seinem irdischen, um an sich selbst die Wahrheit der göttlichen Offenbarungen feststellen zu können, soweit das Wirken des Geistes dem Menschen durch diese erklärt wird.


Und so er dann ernsthaft an sich arbeitet, d.h. entsprechend den göttlichen Offenbarungen, die Gottes Willen zum Ausdruck bringen, seinen Lebenswandel führt, wird er selbst zu jenen gehören, die der direkten göttlichen Offenbarung gewürdigt werden. Für ihn selbst ist es dann kein Geheimnis mehr, sondern nur ein beglückendes Wissen, mit Gott so innig verbunden zu sein, daß er Seine Stimme vernehmen kann.


Daß Gott nun durch Seine Offenbarungen den Menschen ein Wissen unterbreiten will, das der Wahrheit entspricht, bedingt einen Mittler, einen Menschen, der fähig ist, in inniger Verbindung das Wort Gottes aufzunehmen, und gewillt ist, es weiterzutragen in die Welt. Und also wählet Er Sich Seine Diener auf Erden. Er macht sie zu Seinen Aposteln, denen Er wieder Sein Wort lehret und die Er zu Trägern der Wahrheit auf Erden heranbildet. Und es ist die Art Seines Lehrens geheimnisvoll, jedoch nur für den Ungläubigen und Unwissenden, weil dieser Gott nicht anerkennt und daher auch Sein Wirken nicht erkennen will. Wer aber an Gott glaubt, an Seine Liebe und Allmacht, dem ist nichts unmöglich und unbegründet, was außergewöhnlich erscheint. Und dieser Glaube befähigt ihn auch zur Entgegennahme des göttlichen Wortes.

Er läßt sich also belehren von Gott Selbst und er empfängt sonach göttliche Weisheit, Gott Selbst offenbart Sich ihm durch Seinen Geist. Es ist dies etwas so Gewaltiges, Erhabenes, es bezeugt die übergroße Liebe eines Wesens, Das in Seiner höchsten Vollkommenheit Sich herabläßt zu Seinen unvollkommen gewordenen Geschöpfen, indem Es mit diesen spricht. Ein überaus beglückender Vorgang für den Menschen, der sich als Sein Kind fühlt und der in der Vaterliebe die Erklärung findet, und ein geheimnisvoller Vorgang für den, der die Kraft der göttlichen Liebe nicht kennt, jedoch die Offenbarungen nicht abweisen kann.

Wer darum berufen ist, sie entgegenzunehmen, der gehört zu den Auserwählten, die eine Mission zu erfüllen haben auf Erden.
Und da sie in der Erkenntnis stehen, sind sie willige Diener Gottes, sie lassen sich führen von Ihm und leisten Ihm keinen Widerstand, sie haben ihren Willen Gott unterstellt und sind nur das Organ, durch welches Gott Selbst zu den Menschen redet, weil sie dringend Seines Wortes bedürfen.

Gott offenbart Sich den Menschen stets in Zeiten der Not, und es muß dies immer erkannt werden als Wirken des Geistes, der sich nur dort entfalten kann, wo der Glaube tief ist und der Lebenswandel eines Menschen den göttlichen Geboten entspricht, wo die Lehre Christi befolgt wird und der Mensch dadurch in innigem Verband steht mit Gott, Der ihn nun erfüllt mit Seiner Kraft und Selbst in ihm nun wirket.

Berta Dudde 3548  


Schicksal – Schule – Verschärfte Mittel

Der euch das Leben gab, bestimmt auch über euer Schicksal, und Seinem Willen untersteht sowohl euer irdisches als auch euer geistiges Leben, letzteres zwar insofern von eurem Willen abhängig, daß ihr euch den Grad eurer Vollkommenheit selbst schaffet, jedoch euer geistiges Reifen fördernd durch immerwährende geistige Eindrücke, die gewissermaßen durch irdische Eindrücke hervorgerufen werden, weshalb das Schicksal eines jeden Menschen vorbestimmt ist entsprechend dem Willen des Menschen nach Vollendung.

Und so müsset ihr auf Erden immer durch die Schule gehen, die eure Seele benötigt, denn Gott hat es erkannt von Ewigkeit, welchen Gang eure geistige Entwicklung nimmt, Er weiß auch um den Reifegrad, den die Seele bei ihrem Ableben erreicht hat, Er weiß um die Lebensdauer des einzelnen, und Er muß oft vor dem Leibestode verschärfte Mittel anwenden, um die Seele zu fördern in ihrer Entwicklung.

Dann tritt das Leben in ganzer Härte an den Menschen heran und zwingt ihn dadurch, sich von jedem irdischen Verlangen frei zu machen, auf daß die Seele nur noch nach Gott verlangt und so ihre letzte irdische Fessel ablegt, um völlig frei und entschlackt einzugehen in das geistige Reich.

Es ist zuweilen ein Zustand äußerster Not für eine Seele nötig, auf daß sie sich ganz ihrem Schöpfer und Lenker anvertraut und jegliche Bindung mit der Welt auflöst. Dann aber erreicht sie einen hohen Reifegrad, der ihr restlose Beglückung und also vollauf Entschädigung im geistigen Reich einträgt. Sie empfängt geistig tausendfach wieder, was irdisch ihr genommen wurde oder ihr versagt blieb. Und das soll der Mensch bedenken, daß Gott ihn nicht in Willkür leiden lässet, sondern immer nur ein Ziel verfolgt, ihn selig zu machen auf ewig.

Und so die Schule, die er absolvieren muß, nicht ohne Erfolg bleiben soll, dann muß oft alle Strenge angewandt werden, ansonsten sich der Mensch nicht geistig bilden könnte in einer kurzen Zeit, die ihm laut Bestimmung von Ewigkeit noch bleibt bis zum Ende. Und da das Ende nicht mehr lange auf sich warten läßt, setzet nun die Not ein in oft einen Gott der Liebe vermissen lassenden Weise. Und dennoch bestimmt die unendliche Liebe Gottes selbst den Erziehungsweg, den die Seele gehen muß, und darum soll sich der Mensch stets der Liebe Gottes empfehlen, dann wird seine Seele aus jedem Erleben ihren Nutzen ziehen, sie wird reifen in kurzer Zeit und in hohem Entwicklungsgrad in das geistige Reich eingehen, sowie sie ihren Körper, ihre letzte Hülle, verläßt und nach unendlich langer Zeit des Gebundenseins ewige Freiheit genießen kann.

Bertha Dudde 4146   



Gottes Wort persönlichste Äußerung Seiner Selbst – Kein Tod –  Ewiges Leben

Es sind Worte des ewigen Lebens, die euch gegeben werden, denn sie kommen aus dem Munde Gottes, Der Sich euch, Seinen Geschöpfen, offenbaren will. Gott aber ist Selbst das Leben von Ewigkeit, ununterbrochen strömet daher auch Seine Lebenskraft in die Unendlichkeit, und sie nimmt Form an in Seinen Schöpfungen und als persönlichste Äußerung Seiner Selbst im Wort, Er Selbst spricht zu euch Menschen eine Sprache, die ihr alle verstehen könnt, so euer Herz horchet auf Seine Stimme. Und so ihr sie vernehmet im Herzen tönend oder gedanklich, werdet ihr leben und nimmermehr den Tod schmecken in Ewigkeit.

Sein Wort ist das Leben selbst, weil es vom ewigen Leben ausgeht. Denn Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit der unentwegt schaffende Geist, der ohne Unterlaß wirkende Schöpfer des Himmels und der Erde .... d.h. geistiger und irdischer Schöpfungswerke, die Sein Leben in sich tragen und Seine nie endende Kraft bezeugen. Und so ist auch Sein Wort Kraft und muß auch als Kraft wirken in dem, der es aufnimmt in sein Herz. Und er muß dem Tod entfliehen, er muß selbst in einen Zustand geraten, wo er unentwegt tätig sein kann, wo er schaffen und beleben kann, weil er von der Kraft Gottes durchflutet ist.

Und also habet ihr Menschen einen Kraftquell, einen Lebensborn, aus dem ihr schöpfen könnet stets und ständig, und jeder kraftlose Zustand muß euch fremd sein, so ihr euch an dem göttlichen Wort labet, und ihr werdet keine Schwäche zu fürchten brauchen, weder irdisch noch geistig, denn Gott Selbst spricht durch Sein Wort mit euch, und es bedeutet dies erhöhte Kraftzufuhr, so ihr dieser Gnade gewürdigt werdet, so ihr diese Gnade begehret und auf Seine Stimme lauschet, die fein und leise in euch ertönet. Ihr werdet leben und nimmermehr den Tod zu fürchten haben, und Leben bedeutet, Kraftfülle zu besitzen und jeder Anforderung gewachsen zu sein, die an euch gestellt wird geistig und irdisch.

Um körperlich zu leben, müsset ihr Speise und Trank zu euch nehmen, euer geistiges Leben aber fordert das gleiche, Speise und Trank für die Seele. Damit bedenket euch Gott durch Sein Wort. Er gibt eurer Seele die Nahrung, die sie erhält und reifen lässet, die aus dem schwachen, kraftlosen Zustand des Todes ihr zu einem freien, kraftvollen Zustand des Lebens verhilft. Er speiset und tränket euch, auf daß ihr lebet. Genießet oft die Speise, die euch vom Himmel geboten wird, wisset, daß sie das Köstlichste ist, was euch auf Erden geboten werden kann, esset das Himmelsbrot und trinket von dem lebendigen Wasser, und danket dem Vater im Himmel für Seine Liebe und Gnade, die Er Seinen Kindern auf Erden zuwendet.

Denn Er will, daß ihr lebet in Ewigkeit, daß ihr nicht dem Zustand des Todes verfallet, wo Seine Kraft euch nicht berühren kann, weil ihr selbst eure Herzen verschließet. Zum ewigen Leben seid ihr bestimmt, und nur Sein Wort kann euch in dieses einführen, darum nehmet es auf, lasset das Wort Selbst zu euch sprechen, und seid euch der übergroßen Gnade bewußt, die Gott Selbst euch zuwendet, weil Er euch liebt von Anbeginn und euch gewinnen will für ewig.

Bertha Dudde 3954   



Geistige Einströmungen, Fragen – Wahrheit

Unausgesprochene Gedanken bewegen oft das Herz des Menschen, die ihm selbst nicht recht zum Bewußtsein kommen, Mir aber jederzeit ersichtlich sind. Ich suche sie auch zu beantworten, wieder in Form von Gedanken, doch erst, wenn sich der Mensch selbst ernstlich damit befaßt, können Meine Antwortgedanken auf ihn einströmen, was zuvor aber nicht möglich ist. Und darum fordere Ich gedankliche Zwiesprache mit Mir, Ich fordere ein vertrauensvolles Reden mit Mir, ein Vorstellen alles dessen, was den Menschen bedrückt, um ihm dann die Antwort geben zu können in einer ihm leicht verständlichen Weise.

Es muß der Mensch alles mit dem Verstand erwägen, was vom Herzen emporsteigt, dann wird ihm, gleichsam auch wieder durch seinen Verstand gewonnen, ein klarer Gegengedanke kommen, er wird wissen, was ihm zuvor unklar war, er wird sich beraten von Mir fühlen, und jeglicher Zweifel wird schwinden, denn er wandte sich an die rechte Quelle, Die ihm Licht gab. Er muß jegliche Gedankentätigkeit mit Meiner Unterstützung führen, dann ist auch rechtes Denken garantiert.

Weit schwerer ist es jedoch, einem Menschen ein Wissen zu vermitteln, ohne daß dieser gedanklich tätig ist, ein Wissen, das ihm völlig fremd ist, wozu er also selbst nicht zuvor Stellung nehmen kann, um eine Antwort zu erlangen. Dann ist ein völliges Ausschalten der Gedankentätigkeit nötig, weil dann Kräfte am Werk sind, die aus dem geistigen Reich das Geistige im Menschen berühren, wozu die körperlichen Organe nicht benötigt werden.

Diese Kräfte stehen zwar auch mit Mir in direkter Verbindung, weil sie gewissermaßen nur weiterleiten, was sie von Mir empfangen. Sie stellen also die Verbindung her mit dem Geistesfunken im Menschen, sie schalten gewissermaßen den organischen Menschen aus und lassen geistige Strömungen einfließen in die Seele des Menschen.
Diese geistigen Strömungen berühren den Geistesfunken und stellen die Verbindung her zwischen ihm und dem Vatergeist von Ewigkeit.

(24.12.1950) Die geistigen Einströmungen gehen also ursprünglich von Mir aus, selbst wenn sie durch Lichtwesen euch Menschen vermittelt werden. Und solche geistigen Einströmungen bedeuten immer Gedanken der Wahrheit und klare Erkenntnis. Ich will euch Menschen über nichts im unklaren lassen, Ich will euer Innerstes erhellen, sowie dies selbst euer Wille ist. Ich will die ewige Wahrheit den Menschen kundtun, weil sie nur durch die Wahrheit selig werden können. Es geht aber stets nur um das Leben der Seele, das durch die Wahrheit erreicht werden soll, nicht um das irdisch-materielle Leben, denn dieses Leben muß von euch so zurückgelegt werden, wie Ich es erkannt habe von Ewigkeit als zweckmäßig und erfolgreich für euch. Darum werden auch die Belehrungen, die Ich Selbst oder durch Lichtwesen euch vermittle, eure geistige Entwicklung betreffen, sie werden also von euch als ein Evangelium aufzufassen sein, eine von Gott ausgehende Lehre, die wieder zu Gott zurückführt.

Wem nun ernstlich am geistigen Aufstieg gelegen ist, der wird auch nur geistige Fragen in Gedanken stellen, er wird ein zweites Leben führen neben seinem irdischen Leben, das zwar im irdischen Leben zum Ausdruck kommt, weil das Denken, Wollen und Handeln die geistige Einstellung verrät. Während er also für sein geistiges Leben sorgt, sorge Ich für das irdische Leben, das Ich nun entsprechend gestalte, um sein Ausreifen zu fördern.

Gar oft gehen nun zwar die Wünsche des Menschen mit Meinem Willen auseinander, Ich lasse nicht immer das Leben so ablaufen, wie es ihm lieb ist, doch Ich weiß es wahrlich am besten, was ihm dienet zu seiner Vollendung.

Dann hält der Mensch oft Zwiesprache mit Mir, und er wünscht sich die Antwort nach seinem Gefallen. Doch immer sollen seine Sinne geistig gerichtet sein, und alles andere soll er Mir überlassen.

Das Licht, das in ihm entzündet ist, soll weithin leuchten, nicht nur ein Einzelschicksal erhellen, es strahlt aus dem geistigen Reich zur Erde hernieder und gibt einen hellen Schein von sich. Licht aber ist Wissen, also wird ein Wissen zur Erde geleitet, das unvergänglichen Wert hat, das für alle Menschen von Wert ist und sein muß, ansonsten es kein Licht aus der Höhe wäre. Lichtkräfte vermitteln euch dieses in Meinem Auftrag, und vom ewigen Quell ausgehend, kann nur Wahrheit euch zuströmen.

Und darum müsset ihr Menschen selbst bei jeder Prüfung beachten, ob geistige Gedanken oder irdische Fragen zur Beantwortung vorlagen, sowie euch Zweifel befallen. Was ihr verbreiten sollet unter den Mitmenschen, ist nur geistiges Gut, und dieses geht euch in aller Wahrheit zu. Irdische Fragen aber können euch wohl gedanklich beantwortet werden, doch nützet diese Antwort dann zumeist nur dem Fragenden, nicht aber dem Mitmenschen, weshalb, wer vom geistigen Reich belehrt werden will, die Welt nicht mehr beachtet und darum geeignet ist als Empfänger geistiger Gaben, die er nun als Mein Evangelium verbreiten soll, um den Mitmenschen zu helfen.

Bertha Dudde 5026   



Des Geistes Wirksamkeit

Das ist des Geistes Wirksamkeit, daß ihr immer wieder aufs neue Mir zustrebt, daß ihr es euch zur Aufgabe gesetzt habt, Meinen Willen zu erfüllen, und nun dieser Aufgabe gemäß auch euer Erdenleben einstellt, daß ihr nicht nur für die Welt lebt, sondern ein geistiges Leben in dieser Welt fühlt, das euch immer näherbringt zu Mir. Es ist der Geist aus Mir in euch tätig, und alles, was ihr nun wollet, denkt und tut, ist durch den Geist in euch beeinflußt worden. Somit müsset ihr nun geistig reifen, denn Meines Geistes Wirken ist eine Kraft, die unaufhaltsam zur Höhe treibt. Alle Menschen, denen es ernst ist um die Erfüllung Meines Willens, können sich also von Meinem Geist angeregt fühlen, Ich Selbst kann nun in denen tätig sein, weil Mein Geist Mein Anteil ist von Ewigkeit.

Ein sicheres Zeichen Meines Wirkens im Menschen ist es, wenn dieser geistigen Reden lauschet, geistige Debatten führt und sich oft gedanklich mit Mir befasset, dem Schöpfer und Erhalter dessen, was den Menschen umgibt. Wer an Mich denkt und Mich zu ergründen sucht, in dem wirket auch Mein Geist, denn Ich erfasse einen jeden Menschen, der Mir seine Gedanken zuwendet, und er wird schwerlich wieder aus Meinen Händen freikommen, denn sie halten ihn mit Liebe und teilen ihm Gaben aus, die er nicht mehr missen will, so er sie einmal empfangen hat. Und zur Bekräftigung dessen spreche Ich ihn auch an, wenn er nach innen horchet und Mir Fragen in Gedanken stellt.

Dann glaubt er wohl, sich selbst die Gedanken zu beantworten, und weiß es nicht, daß Ich Selbst ihm den Gedanken eingebe, weil er ernstlich nach der Wahrheit verlangte.
Und so kann ein Mensch inmitten der Welt ein geistiges Reich in sich aufbauen, sofern er diesem Reich mehr Aufmerksamkeit schenkt als der Welt, sofern er also Mich und Mein Reich suchet.
Dann nimmt er auch von Meinem Reich Besitz, erst im Glauben, sich selbst eine Aufgabe setzen zu müssen, die ihn berechtigt, sich als Anwärter Meines Reiches zu fühlen. Und auch dieser Gedanke ist Wirken Meines Geistes, weil dadurch der Wille des Menschen angeregt wird zu rechter Tätigkeit. Dann wird sein Denken hell und klar sein, und er wird entsprechend seiner Leistung und seinem Leistungswillen auch empfangen, geistiges Gut im Übermaß.

Sein Denken wird der Wahrheit entsprechen, und darum wird er es auch übertragen können auf die Mitmenschen, und also ist ihm nun auch seine Aufgabe verständlich geworden: dem Mitmenschen geistiges Gut zu vermitteln, das ihm Mein Geist zugeführt hat. Und diese Aufgabe erfreut und befriedigt ihn. Sein ganzes Leben ist nun ausgefüllt von dem Bestreben, tätig zu sein für Mich und Mein Reich, den Mitmenschen zu verhelfen zur Helligkeit des Geistes, die ihn selbst so beglückt, daß es ihn drängt, das gleiche Glück den Mitmenschen zu verschaffen.

Denn wo Mein Geist wirket, dort ist kein Stillstand der Tätigkeit, sondern ein unentwegtes Arbeiten setzt ein für Mich und Mein Reich, um mit Mir Selbst in Verbindung zu treten, weil der Geist aus Mir unaufhörlich Mir entgegendrängt.

Bertha Dudde 5344   


Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.