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Liebe deinen Nächsten wie dich selbst 35

Moderatorin Beiträge: 1385 ***
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
« am: April 13, 2021, 09:57:23 Vormittag »
Inhalt

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst   
Eigenliebe – Liebe deinen Nächsten wie dich selbst   
Recht – Gerechtigkeit – Rassen – Völker   
Rechtes Maß der Eigenliebe .... „wie dich selbst ....“   
Liebet einander
Weltliche Freuden?   
Der freie Wille – Erkennen von Gut und Böse – Liebefunke   





Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Jedes Gebet, das ihr im Geist und in der Wahrheit emporsendet zu Mir, wird erfüllt werden. Und so auch wird dir die Bitte erfüllt werden, da du einen gar mächtigen Fürbitter hast, dem Ich gewiß keinen Wunsch abschlage. Es ist dies keine irdische Bitte, ist es doch der größte Beweis Meiner Gegenwart im Menschen, daß Ich zu einem Kind reden und ihm Worte vermitteln kann, die noch kein Mensch vernommen hat. Doch Ich benötige dazu äußerste Konzentration und werde diese dir auch schaffen. Und was du nun hörest, das nimm auf, so daß es dir erhalten bleibe, bis die Zeit gekommen ist.

Heut nun geht dir eine Ansprache zu, die für alle Menschen bestimmt ist, weil nur die wenigen, die Mein sind, wissen um die große Bedeutung der göttlichen Liebelehre, die Ich auf Erden Selbst gelehrt habe und die Menschen von ihrer Wichtigkeit zu überzeugen suchte. Ohne Liebe aber verfehlt ihr euren Erdenlebenszweck, denn es ist euch zur Umgestaltung eures Wesens zur Liebe nur eine ganz kurze Zeit zugemessen, verglichen mit der endlos langen Zeit zuvor, wo ihr dienen mußtet nach göttlichem Willen. Und in dieser kurzen Erdenzeit sind euch wahrlich reichlich Möglichkeiten gegeben, um die Umgestaltung zur Liebe durchzuführen.

Doch wisset, daß Ich euch kein Gebot gebe, in völlig freiem Willen müsset ihr dieses Werk verrichten, dann beweiset ihr Mir eure Liebe zu Mir, die sich in Werken der Nächstenliebe zum Ausdruck bringt. Deshalb also besteht von Mir aus kein Zwang, und alles, was durch Zwang erreicht werden soll, das könnet ihr unbedenklich ablehnen, denn solche Werke sehe Ich nicht an. Ihr sollet im freien Willen eure Ichliebe bekämpfen, ihr müsset diese umwandeln in uneigennützige Nächstenliebe, immer dessen gedenkend, daß Ich dies gesagt habe: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Also habe Ich euch einen Maßstab angegeben, woran ihr erkennen sollet, welches Maß von Liebe ihr euch selbst zumessen könnet und wie weit eure Eigenliebe gehen darf, daß ihr euch nicht mehr zuwendet als eurem Nächsten. Es ist dies sehr schwer und benötigt einen starken Willen.

Habt ihr dies aber einmal erreicht, dann wird euch auch die Liebe beglücken, die ihr dem Nächsten zuwendet, und im gleichen Maß steigt auch die Liebe zu Mir, die ihr Mir durch die Liebe zum Nächsten unter Beweis stellet. Und wenn Ich euch immer wieder diese Meine Liebelehre künde, so ist dies von so großer Wichtigkeit und beweiset nur immer wieder, daß ihr diese Lehre wenig beachtet, daß ihr noch immer in der Ichliebe verhaftet seid, daß es euch schwerfällt, diese Ichliebe umzuformen in uneigennützige Nächstenliebe, und ihr doch nicht ohne Liebe vollkommen werden könnet.

Es ist dies der einzige Erdenlebenszweck, und ihr beachtet diese Gebote so wenig, und wenn ihr nur dieses eine Gebot erfüllen möchtet, das jedoch das andere in sich schließt, ihr würdet viel gewinnen, denn wo das Herz nicht verhärtet ist, wo es sich dem Mitmenschen noch zuwendet, der in der Not ist, dort ist auch Hoffnung vorhanden, daß es in ihm hell wird und er langsam zum Erkennen kommt, wie schwer das Erdenleben ist, und er sehnet sich nach einem anderen Aufenthalt, was jedoch ohne das Erfüllen jener Gebote nicht möglich ist.

Immer nur will Ich euch auf den Zweck eures Erdenlebens aufmerksam machen, immer nur will Ich euch sagen, daß ihr auch ein weit leichteres Leben führen könnet, so ihr liebetätig seid, denn aus der Liebe heraus erwächst euch auch die Kraft, die euch von Mir aus zugeht, denn ihr seid dann mit Mir zusammen tätig, Der Ich die Liebe Selbst bin. Und es muß Meine Kraft in euch einfließen und euch alle Widerstände überwinden lassen. Darum also spreche Ich euch alle an, die ihr Mir noch widerstehet:

Suchet zuerst eure Ichliebe zu überwinden, und ihr werdet eine bedeutende Erleichterung verspüren, denn dadurch löset ihr euch von dem Feind eurer Seele, der alles verhindern will, was euch Licht gibt. Ihr aber wandelt noch in tiefster Finsternis, und ihr könnet euch selbst Licht verschaffen, so ihr dieses Mein Gebot als wichtigstes erfüllt, so ihr euch bemühet, in dem Nächsten euren Bruder zu sehen und ihm zu helfen in jeder Not und Bedrängnis.

Bertha Dudde 8831   


Eigenliebe – Liebe deinen Nächsten wie dich selbst

Gott hat euch aufgetragen, einander zu lieben, Er hat euch ein Gebot gegeben, das ihr erfüllen müsset, wollet ihr selig werden. Und dieses Gebot fordert nichts als Liebe zu Ihm und zum Nächsten. Doch es umfasset die ganze Arbeit an eurer Seele, die ihr in den Vollkommenheitsgrad versetzen sollet, solange ihr noch auf Erden lebt.

All euer Denken, Reden und Handeln soll diesem Liebegebot entsprechen, es muß im Geben- und Beglücken-Wollen zum Ausdruck kommen, im Helfen, Trösten, Aufrichten und Beschützen, es muß der Mensch seinem Mitmenschen antun, was ihn selbst beglücken würde, so er im gleichen Grade hilfsbedürftig wäre.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und also hat Gott dem Menschen einen Grad von Eigenliebe zugebilligt, an dem er stets ermessen kann, wie weit er das Gebot der Nächstenliebe erfüllt. Ist die Liebe des Menschen zu sich groß, dann hat er auch die Pflicht, den Mitmenschen in erhöhtem Maß zu bedenken, so er den Willen Gottes erfüllen will. Dann also muß auch seine Liebetätigkeit erhöht sein. Ist die Eigenliebe geringer und dem Menschen an der Erfüllung des göttlichen Willens gelegen, so wird die Nächstenliebe den Grad der Eigenliebe übertreffen, und es wird dies dem Menschen leichter fallen, denn er kann sich leicht von irdischem Gut trennen und dieses dem Mitmenschen zuwenden.

Stets aber wird von euch Menschen gefordert, daß ihr euch in der uneigennützigen Nächstenliebe übet, und also müsset ihr auch Verzicht leisten können, ihr müsset opfern können zugunsten des Mitmenschen, den ihr beglücken wollt.

Und desto leichter werdet ihr dies können, je mehr Liebe ihr dem Mitmenschen gegenüber empfindet. Auf daß aber das Gefühl der Liebe zum Mitmenschen in euch erwacht, müsset ihr euch vorstellen, daß ihr alle Kinder eines Vaters seid, daß ihr alle in der gleichen Kraft euren Ausgang genommen habt und also alle Geschöpfe aus Gottes Liebe seid.

Dann werdet ihr den Mitmenschen als euren Bruder betrachten lernen, ihr werdet ihm Liebe entgegenbringen, ihr werdet ihm helfen wollen, so er in Not ist, und eure Hilfswilligkeit wird euch glücklich machen, denn sie beseligt an sich und trägt euch geistige Erkenntnis ein.

Gebt ihr dem Nächsten, was euch selbst begehrenswert ist, so gibt auch Gott euch, was Sein ist. Er gibt euch die Wahrheit, Er gibt euch Licht und Kraft und Gnade. Er beglückt und bedenket euch gleicherweise nur mit Gütern, die Seinem Reich entstammen, die irdisch euch nicht geboten werden können. Er segnet aber auch irdisch euren Besitz, indem Er vermehret, was ihr opfert, wenn es für euer Seelenheil dienlich ist. So ihr euch also in Liebe zum Nächsten entäußert, werdet ihr nicht zu darben brauchen, denn die Liebe Gottes gibt euch gleicherweise, so ihr in Not seid, und Er bedenket nicht karg die Seinen, sondern Er teilet Seine Gaben ungemessen aus ...,ern auch ihr opfert, ohne ängstlich zu rechnen, was ihr entbehren könnet. Treibt die Liebe euch zum Geben, dann werdet ihr nicht zögern oder karg austeilen und also auch reichlich von der ewigen Liebe bedacht werden.

Und seid ihr des Gefühles der Liebe nicht fähig, dann müsset ihr euch erziehen zu uneigennütziger Liebetätigkeit, ihr müsset um euch blicken, und wo ihr Not sehet, eingreifen und helfenden Beistand leisten. So ist es Gottes Wille, und diesen Willen sollet ihr euch zum eigenen machen, dann wird euch die Liebetätigkeit dem Nächsten gegenüber beglücken in jeder Weise, ihr werdet selbst die Liebe in euch entfachen, bis sie zu einer hellen Flamme wird, die alles ergreift, was in ihre Nähe kommet. Denn die Liebe ist göttlich, sie geht von Gott aus und führt zu Gott zurück. Und darum ist das Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe das vornehmste Gebot, das auf Erden wie im Jenseits erfüllt werden muß, um mit der ewigen Liebe vereint zu werden und dadurch zur ewigen Seligkeit zu gelangen.

Bertha Dudde 4105   


Recht – Gerechtigkeit – Rassen – Völker

Die Erde umfaßt die verschiedensten Völker und Rassen, die auch in ihrem Entwicklungsgrad zumeist verschieden sind. Doch keinem Volk ist von Gott aus das Recht gegeben, ein unter ihm stehendes Volk zu bedrücken oder seiner Rechte zu berauben. Wohl sollen sie erzieherisch einwirken, so sie auf einer höheren Geistesstufe stehen, sie sollen den schwachen Völkern beistehen gegen stärkere Unterdrücker, und niemals soll eine bestimmte Volkszugehörigkeit sie abhalten, ihre menschlichen Pflichten gegen den Mitmenschen zu erfüllen.

Denn immer sollen sie sich vor Augen halten, daß alle Menschen Gottes Geschöpfe sind und daß es dem Menschen niemals zusteht, gewisse Mitmenschen auszustoßen aus der Gemeinschaft der Völker oder sie zu bedrängen und in Not zu stürzen. Denn dafür müssen sie sich dereinst verantworten, und sie werden gerichtet werden, wie sie selbst ihr Urteil gefällt haben, wer hart und lieblos war gegen seine Mitmenschen, ganz gleich welchen Stammes diese seien (sind), der wird auch nur Härte und Lieblosigkeit ernten, er wird kein Erbarmen finden, und ein mildes Urteil darf er niemals erwarten, denn ihm geschieht nach seiner Gesinnung, nach seinem Willen und seinen Taten. Und darum soll sich der Mensch stets Rechenschaft ablegen, ob er gerecht ist in seinem Denken und Handeln. Die Gerechtigkeit aber fordert gleiches Recht für alle ohne Unterschied.

Sowie die Ichliebe stark ist, läßt das Gerechtigkeitsgefühl nach, dann nimmt der Mensch für sich skrupellos in Anspruch, was des Nächsten ist. Und so dieses Denken ganze Völker beherrscht, wird nimmermehr Friede sein auf Erden, denn der Starke wird das Schwache unterdrücken, oder Gleich-Starke werden sich gegenseitig Leid und Elend zufügen, und die Not wird kein Ende nehmen. Keine lieblose Handlung wird gerechtfertigt durch den Einwand, daß anderen Rassen oder Völkern gegenüber andere Gesetze gelten, daß jene nicht die menschliche Rücksichtnahme zu beanspruchen haben, die einem Menschen gleichen Stammes zugesprochen wird. Vor Gott sind alle Menschen gleich, vor Gott gilt stets und ständig das gleiche Gesetz, liebe deinen Nächsten wie dich selbst und Nächster ist ein jeder Mensch ohne Berücksichtigung seiner Volkszugehörigkeit.

Und solange das Denken ganzer Völker in dem Irrtum gefangen ist, andere Rechte zu haben als jener, wird auch die Ungerechtigkeit überhandnehmen; es wird ein ständiger Streitzustand sein unter den Menschen, es werden Feindseligkeiten immer wieder neue Nahrung finden, es werden immer schlimmere Gedanken und Taten geboren werden, denn das göttliche Gebot der Nächstenliebe bleibt unbeachtet, und dies wirket sich aus in Handlungen, die sündhaft sind.

Immer muß der Maßstab angelegt werden an sich selbst und am eigenen Verlangen; was der Mensch selbst will für sich, das soll er auch dem Mitmenschen nicht entziehen, ansonsten die Ungerechtigkeit stets zunehmen wird und daraus ein Zustand, der auch das Denken der Menschen verwirrt. Sie werden das Urteilsvermögen verlieren, was Recht und was Unrecht ist, weil sie selbst sich dessen entäußern, weil sie selbst nicht recht und gerecht denken wollen.

Bertha Dudde 3227b   



Rechtes Maß der Eigenliebe .... „wie dich selbst ....“

Ein Opfer zu bringen zugunsten eures Mitmenschen ist wahre uneigennützige Nächstenliebe, dann liebet ihr den Mitmenschen mehr als euch selbst. Und gebet ihr ihm das gleiche, was euch selbst begehrlich ist, dann liebet ihr ihn wie euch selbst. Ich fordere nur diese Nächstenliebe, d.h., auch sie muß im freien Willen geübt werden, und sie wird euch geistigen Segen eintragen. Doch so ihr auch zu opfern bereit seid, so ihr freiwillig verzichtet, um dem Nächsten geben zu können, dann ist diese Nächstenliebe um vieles wertvoller und also auch der Erfolg für die Seele weit größer.

Es ist dem Menschen ein Maß von Eigenliebe zugebilligt, weil solche nötig ist zur Erfüllung der Erdenaufgabe, daß der Mensch sein körperliches Leben erhalte, daß er sich selbst das zuwendet, was der Körper benötigt, um das Erdenleben zurücklegen zu können. Nur darf diese Eigenliebe nicht das Maß übersteigen, so daß der Mensch nicht seines Nächsten gedenkt, daß er alles nur sich selbst zuwendet, also die Liebe falsch gerichtet ist. Darum setzte Ich die Worte hinzu: „wie dich selbst ....“

Und es wird also der Mensch nun den Maßstab anlegen können an seinem Denken und Handeln, er muß, will er Meinen Willen erfüllen, in gleicher Weise seines Nächsten gedenken, wie er sich selbst bedenkt. Und je nach der Liebewilligkeit des Herzens wird der Mensch nun leichter oder schwerer Mein Gebot erfüllen.

Wer aber sich selbst hinter den Nächsten zurückstellt, dessen Herz ist überaus liebewillig, und er wird sehr leicht zur Vollkommenheit gelangen. Doch alles ist euch freigestellt. Ich gab euch zwar das Liebegebot, doch wer es nicht erfüllen will, der achtet nicht des Gebotes, wer aber die Liebe in sich hat, der benötigt Mein Gebot nicht. Und dieses erst ist die rechte Liebe, die aus sich heraus tätig wird, ohne durch Gebote dazu angehalten zu werden. Es kann aber der Mensch, der aufmerksam gemacht wird auf Mein Liebegebot, auch ohne inneres Drängen Werke der Liebe verrichten, anfangs nur angeregt durch dieses Gebo,. bis dann der Liebefunke in ihm sich mehr und mehr entzündet und es den Menschen selbst beglückt, so er sich dem Nächsten gegenüber liebend betätigt. Doch erst das wird bewertet, was die Liebe zum Mitmenschen zum Anlaß hat.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, Eigenliebe besitzet jeder Mensch, und auch berechtigt, aber sie darf nicht die Liebe zum Mitmenschen übertreffen, was jedoch der Fall ist, wenn der Mensch an dessen Not vorübergeht, wenn er glaubt, nichts abgeben zu können, weil er selbst nicht viel besitzt. Er soll auch das wenige mit ihm teilen, und er wird nicht zum Schaden kommen dadurch, denn so er es aus Liebe tut, wird es ihm reichlich vergolten werden, denn Ich Selbst messe ihm zu, wie er ausgemessen hat. Der liebende Mensch aber bedenkt nicht erst, er gibt auch unter Opfern, und sein Lohn wird wahrlich groß sein im Himmel. Denn er wird stets reicher, je mehr er opfert, je mehr er den Mitmenschen beglückt.Er wird viel Liebe empfangen dürfen und verbunden sein mit Mir, weil er sich selbst zur Liebe gewandelt hat.

Bertha Dudde 6121   


Liebet einander

Ein Gesetz gilt für euch alle, daß ihr einander liebet und daß ihr dadurch auch eure Zusammengehörigkeit mit Mir beweiset. Und wenngleich sich euch Gedanken aufdrängen, daß ihr keine innere Verbindung habt mit dem Mitmenschen, den ihr lieben sollet, so sollet ihr doch an dessen Seele denken, die sich noch in der Fessel des Leibes befindet, und ihr sollt wissen, daß die Seele Mein Eigentum ist, selbst wenn ihr Wille noch wider Mich gerichtet ist. Denn ihr seid alle Meine Kinder, und ihr sollt daher den Mitmenschen als Bruder betrachten und gemeinsam dem Vater zustreben.

Die Liebe soll euch verbinden, dann gebet ihr ein Zeugnis, daß ihr Kinder eines Vaters seid. Und diese Liebe soll euch zurückhalten von jeder Verdächtigung oder Aburteilung des Nächsten, die Liebe soll alle seine Schwächen und Fehler euch ertragen lassen; ihr sollt nur immer denken, daß die Seele dessen noch in einem niederen Reifegrad sein kann und daß der Mensch darum so handelt, wie er es tut, auch wenn es euch mißfällt. Ihr sollt kein scharfes Urteil fällen, denn ihr veranlaßt dann auch Mich, euch in gleicher Weise zu verurteilen, denn ihr seid alle nicht ohne Fehler, ihr habt alle noch nicht den Reifegrad der Seele erreicht, der Mängel und Schwächen ausschließt, und Ich ertrage euch dennoch in übergroßer Liebe und Geduld und spreche kein hartes Urteil über euch aus. Und darum habe Ich euch ein Gebot gegeben: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Erfüllet ihr dieses Gebot der Nächstenliebe, dann breitet ihr auch einen barmherzigen Schleier über dessen Fehler und Schwächen, ihr sucht ihm nur Hilfe zu bringen, und ihr werdet bei ihm nur Gegenliebe erwecken, wenn ihr ihn eure Liebe spüren lasset. Euch alle spreche Ich durch diese Worte an, die ihr geneigt seid, die Fehler des Nächsten aufzudecken, denn ihr beweiset dadurch eure eigene Lieblosigkeit und habt sonach kein Recht zu einem Urteil über euren Nächsten. Und ihr macht euch dadurch selbst sündig, denn ihr vergeht euch gegen das Gesetz der Liebe. Wollet ihr also Meine Kinder sein, dann müsset ihr euch auch befleißigen, den Willen des Vaters zu erfüllen, der immer sein wird, daß ihr einander liebet, ansonsten ihr Meinem Gegner angehöret, der bar ist jeder Liebe und euch immer zu beeinflussen sucht, wider das Gesetz der Liebe zu handeln.

Und liebet ihr euren Bruder, wenn ihr euch an ihm ärgert? Wenn ihr seine Fehler und Schwächen hervorhebt, wenn ihr ein hartes Urteil fället über ihn? Ihr sollt ihn ertragen lernen in seiner Schwäche und ihm helfen.


Dann handelt ihr in Meinem Willen, und dann wird euch auch eure Handlungsweise Segen eintragen, ihr werdet ihn zu eurem Freund gewinnen, er wird sich euer Beispiel zu Herzen nehmen, er wird es euch gleichtun wollen, und auch sein Wesen wird liebeerfüllt sein euch gegenüber, denn Liebe erweckt Gegenliebe, und dann gebt ihr auch den Beweis, daß ihr Kinder eines Vaters seid, Dessen Wesen pur Liebe ist. Und dann wird euch auch Meine Liebe immer inniger umfassen, und eure Herzen werden stets liebewilliger werden, so daß sie dem Nächsten die Liebe weitergeben und ihr nun wahrlich Meine rechten Kinder seid, wie es Mein Wille ist.

Bertha Dudde 7811   


Weltliche Freuden?

Ein geringes Maß von Eigenliebe ist euch zugebilligt worden von Mir, und darum dürfet ihr auch die Freuden des Lebens genießen, soweit sie nicht das Heil eurer Seele beeinträchtigen. Und dies zu erkennen bedingt nur den Mir zugewandten Willen, es bedingt nur den festen Vorsatz, nach Meinem Willen zu leben und euer geistiges Ziel zu erreichen, das euch für euer Erdenleben gesteckt ist. Beherrscht dieser Wille euch, daß ihr wieder zu Mir zurückkehren möchtet, daß ihr nicht wider Meinen Willen verstoßen möchtet, dann befindet ihr euch auch auf dem Wege der Rückkehr zu Mir, dann habt ihr schon in einem gewissen Maße eure Willensprobe abgelegt, ihr habt euch innerlich zu Mir bekannt, und ihr werdet dann auch euer Ziel erreichen, weil Ich euch in jeder Weise unterstütze.

Und dann werden euch auch die kleinen Freuden nicht schaden, die ihr euch zuweilen irdisch bereitet. Denn dann wisset ihr genau Maß zu halten, weil ihr der Stimme des Gewissens gehorchet, die euch vor jeder Übertreibung warnet. Ihr könnet getrost fröhlich sein mit den Fröhlichen, ihr könnet euch eures Daseins erfreuen, wenn ihr nur immer eures Nächsten gedenket, daß er nicht traurig ist, während ihr fröhlich seid, denn dann ist er in Not, und dann sollet ihr ihm helfen. Darum habe Ich euch das Gebot gegeben, euren Nächsten zu lieben wie euch selbst. Und beachtet ihr dieses Gebot, dann habt ihr auch das Recht, euch kleine Freuden zu bereiten.

Und es wird auch ein jeder wissen, welche Freuden zulässig sind, wenn er schon auf dem Wege geistigen Strebens ist, wenn er Mich nicht aus seinen Gedanken ausschaltet, wenn er seiner Seele Heil allem voransetzt, denn dann kann er sich nur erfreuen an Dingen, die keine Gefahr sind für seine Seele. Dann wird er ein feines Empfinden haben, ob und wann er gegen Meinen Willen verstößt, weil er es nicht will, daß er sich versündigt, wie er andererseits von sich aus eine Abneigung haben wird gegen weltliche Freuden, die seiner Seele Schaden bringen.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. In diesem Gebot liegt also auch eine gewisse Berechtigung zu einem Maß von Eigenliebe, und immer nur sollet ihr darauf achten, daß ihr dieses Maß nicht überschreitet. Denn es verpflichtet euch auch eurem Nächsten gegenüber, dem ihr dann das gleiche Maß an Liebe angedeihen lassen sollet. Hättet ihr also nicht die geringste Eigenliebe mehr, dann wäre auch die Verpflichtung eurem Nächsten gegenüber nur gering. Doch gesegnet, wer die Eigenliebe zugunsten des Nächsten verringert. Denn er erfüllet wahrlich Mein Gebot zu Meiner Freude. Die kleinen Freuden aber, die ihr euch mitunter selbst bereitet, dürfen niemals für den Nächsten eine Schmälerung eurer Liebe sein, und ihr müsset auch zu jeder Zeit bereit sein, sie hinzugeben, wenn ihr dadurch dem Nächsten eine Hilfe leisten könnet.

Und ihr werdet es jederzeit auch erkennen, was recht und was unrecht ist, solange ihr reinen Herzens die Bindung mit Mir erhalten wollet, ihr werdet nicht gegen Meinen Willen handeln, und ihr werdet auch gegen Versuchungen aller Art geschützt sein, solange ihr Meinen Willen allein zu erfüllen suchet. Denn ihr wehret euch dann innerlich gegen alle solchen Versuchungen und empfanget auch von Mir die Kraft zum Widerstand. Denn Ich handle wie ein rechter Vater an euch, die ihr Meine Kinder sein und bleiben wollet, und ein Vater schützet sein Kind vor jeder Gefahr.

Bertha Dudde 7819   


Der freie Wille – Erkennen von Gut und Böse – Liebefunke

Das ganze Erdendasein als Mensch hat nur den einen Zweck, das noch unvollkommene Geistige, das sich als Seele in einer körperlichen Hülle befindet, zur letzten Vollendung zu bringen. Und darum soll der ganze Lebenswandel so ausgerichtet sein, daß er dem Prinzip göttlicher Ordnung entspricht: Es soll der Mensch immer nur gut denken und wollen, er soll immer nur gute Handlungen ausführen, d.h., alles Denken, Wollen und Handeln soll von der Liebe getragen sein. Denn es kann der Mensch, da er einen freien Willen hat, diesen nach jeder Richtung hin gebrauchen. Er kann sowohl einen guten als auch einen schlechten Lebenswandel führen, und er wird in keiner Weise gezwungen werden können.

Ein jeder Mensch hat auch in sich das Gefühl für Gut und Böse, weil er einen stillen Mahner in sich hat, die Stimme des Gewissens und weil er die Auswirkung von gutem und bösem Handeln an sich selbst spüret, wohltätig oder leidvoll. Und darum heißt es auch: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, tue ihm das gleiche an, was dich beglückt, und schädige ihn nicht, weil auch du selbst nicht geschädigt werden willst.

Ein jeder Mensch weiß einen Unterschied zu machen von Gut und Böse, wenn er nur ehrlich ist gegen sich selbst. Hat er aber einen bösen Willen, dann sucht er auch, das Gesetz der Ordnung zu verdrehen, dann leugnet er selbst das Empfinden für Gut und Böse ab. Doch dann belügt er nur sich selbst, und er wird vor sich selbst niemals diese Behauptung aufrechterhalten können.

Sowie dem Menschen jegliches Verantwortungsgefühl mangelt, ist sein ganzer Lebenswandel nur eine Lüge gegen sich selbst, er will nicht gut sein, weil er noch fest an den Gegner Gottes gekettet ist, er weiß es aber auch selbst, daß er schlecht ist, auch wenn er den Mitmenschen gegenüber dies nicht eingestehen will und in immer tiefere Sünden fällt.
Ein Mensch, dem das bewußte Empfinden für Gut und Böse fehlen würde, könnte nicht zur Verantwortung gezogen werden dereinst für seinen Erdenlebenswandel. Es ist aber immer nur sein freier Wille, wie er seinen Lebenswandel führt, und für diesen muß er sich verantworten. Wird ihm selbst ein Unrecht zugefügt, so wird er sich auch dagegen auflehnen. Also weiß er um Recht und Unrecht.

Doch der Gegner vermag sein Empfinden so abzustumpfen, daß er zuletzt nur noch ein blindes Werkzeug ist für ihn, daß er sich völlig willenlos gebrauchen lässet für alle schlechten Handlungen und er dann schon zu einem Teufel wird, wenngleich er noch als Mensch über die Erde geht.

Doch seine Seele ist gänzlich beherrscht von dem Feind, von dem, der alle Seelen ins Verderben zu reißen sucht. Daß solchen Seelen kein anderes Los beschieden sein kann als erneute Bannung in der festen Materie, wird euch Menschen dann auch verständlich sein, die ihr euch bemühet, in göttlicher Ordnung zu leben.

Ein jeder Mensch kann zur Vollendung gelangen auf Erden, doch sein Wille allein ist entscheidend, ob er in Willensschwäche Anlehnung sucht und um Stärkung bittet, ob er in sich das Verlangen hat, recht und gerecht zu leben.

Dann wird ihm jede nur erdenkliche Hilfe zuteil. Und dieses Verlangen könnte in jedem Menschen sein, weil Gott keinen ausläßt, dem Er nicht Seine Gnaden anbietet, die jedoch freiwillig auch angenommen und ausgewertet werden müssen. Und das bestimmt der Mensch selbst.

Aber es ist der Gedanke falsch, daß ein Mensch völlig unfähig wäre, sein Ziel auf Erden zu erreichen, weil er „ungewöhnlich“ belastet sei mit Schwächen und Veranlagungen. Diesen entsprechend ist auch die Zufuhr von Gnade, und auch besonders belastete Menschen werden in Lebenslagen kommen, wo sie nachdenken und sich ihrem Gott und Schöpfer hingeben können. Daß sie es nicht tun, liegt wieder am freien Willen, daß sie es aber können, ist nicht zu leugnen, ansonsten Gott die Gerechtigkeit, die Weisheit und Liebe abgesprochen werden müßte, Er aber um eine jede Seele ringt, um sie für Sich zu gewinnen, und daher wahrlich kein Mittel unversucht läßt, ihr zu helfen.

Schenkt aber die Seele eines Menschen dem Gegner Gehör und verschließt ihre Ohren Dem, Der sie wahrhaft liebt, so wird sie auch vom Gegner herabgezogen, und sie wehret sich nicht, sondern ist ihm in allem hörig, und das bedeutet auch, daß sie ihm wieder voll und ganz verfällt und sein Angehör bleibt wieder für endlos lange Zeit. Denn das eine dürfet ihr Menschen nicht vergessen, daß der göttliche Liebefunke einem jeden Menschen beigesellt wird zu Beginn der Verkörperung auf Erden, daß dieser also nur entzündet zu werden braucht und die Gefahr eines Absturzes zur Tiefe damit behoben ist.

Ein jeder Mensch kann liebetätig sein, ob er aber liebewillig ist, das steht ihm frei, entscheidet jedoch den Erfolg des Erdenlebens und sein ferneres Los, das Glück und Seligkeit sein kann im Lichtreich oder auch wieder Bannung in der festen Materie, weil anders nicht das endgültige Ziel erreicht werden kann, das Gott Sich gesetzt hat zu Anbeginn.

Bertha Dudde 8639   



Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.