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Schuld und Sühne 26

Moderatorin Beiträge: 1392 ***
Schuld und Sühne
« am: November 14, 2021, 08:44:20 Vormittag »
Inhaltsverzeichnis

Gottes Gerechtigkeit fordert Sühne   
Vergeltung – Sühne und Erziehungsmittel   
Abtragen der Sündenschuld durch Kinder und Kindeskinder   
Kann der Mensch stellvertretend leiden?    
Abtragung der Schuld „auf Heller und Pfennig.“   
Gerechtigkeit   
Gott verdammet nicht, sondern will erlösen   



Schuld und Sühne







Gottes Gerechtigkeit fordert Sühne

Es muß ein jedes Unrecht von dem Sünder gesühnt werden. Solches fordert Meine Gerechtigkeit. Und diese Sünde muß abgetragen werden auf Erden oder im Jenseits und es können ewige Zeiten vergehen, wenn eine Seele mit solchen Sünden belastet das jenseitige Reich betritt, die sie auf Erden begangen hat, bis sie diese Sündenschuld abgetragen hat. Doch die Ursünde des einstigen Abfalles von Mir kann sie nicht selbst abbüßen im jenseitigen Reich, weil diese Urschuld zu groß ist, als daß sie selbst abgetragen werden könnte von dem Wesen, ob auf Erden oder im geistigen Reich.

Dennoch wird auch von einer noch mit der Urschuld-belasteten Seele die Abbüßung ihrer auf Erden begangenen Sünden gefordert, und schon für diese kann sie ein unsäglich schweres und qualvolles Los erdulden müssen, weil Meine Gerechtigkeit eine Ausgleichung jeglicher Schuld fordert. Doch Meine endlose Liebe hat sich aller Sünder erbarmt, sie hat die Sündenschuld getilgt, sie hat Genugtuung dafür geleistet, sie hat das Erlösungswerk vollbracht für die von Sünden belastete Menschheit, und sie hat auch die Urschuld getilgt, so daß die Seelen wahrhaft erlöst eingehen können in das geistige Reich, wenn sie den irdischen Leib verlassen müssen.

Ich Selbst habe im Menschen Jesus die Sühne geleistet durch Mein bitteres Leiden und Sterben am Kreuz, durch ein Barmherzigkeitswerk, das nur die Liebe zu vollbringen vermochte.

Und so kann selbst der größte Sünder frei werden von seiner Schuld und in das Lichtreich eingehen, vorausgesetzt, daß er die Erlösung annimmt, daß er freiwillig zu Mir in Jesus Christus kommt und um des Kreuzestodes willen Vergebung erbittet. Doch der freie Wille muß diesen Gang zum Kreuz gehen, ansonsten der Mensch sich außerhalb des Erlösungswerkes stellt, ansonsten er nicht zu jenen gehört, für die Mein Blut geflossen ist als Sühne für die Sündenschuld der Menschheit.

Nun erst werdet ihr die große Bedeutung des Erlösungswerkes ermessen können, wenn ihr euch bedenket, daß es von euch selbst abhängt, in welchem Los ihr dereinst in der Ewigkeit weilet, wenn ihr euch vorstellt, daß euch unermeßliche Qualen erwarten, weil ihr gesündigt habt und nicht die Gnade Jesu Christi annehmet, Der euch frei machen will von eurer Sündenschuld, wenn ihr bedenket, daß ihr selbst in Ewigkeit nicht eure große Schuld zu tilgen vermögt und darum Ewigkeiten schmachten müsset in unsäglicher Qual und Finsternis und wenn ihr bedenket, daß ihr auch frei werden könnet von eurer Schuld, wenn ihr euch nur Mir in Jesus übergebt, wenn ihr mit eurer Sündenschuld zum Kreuz gehet und Mich in Jesus bittet um Vergebung.

Ihr müsset für jede Sünde euch verantworten und Sühne leisten, und ihr habt alle gesündigt im Erdenleben. Aber ihr könnt auch alle Vergebung finden, ihr könnet frei werden von eurer Schuld und als erlöst eingehen in das Reich der Seligkeit, wenn ihr euch nur an Jesus Christus wendet, an den göttlichen Erlöser, Der Mir Selbst zur Hülle gedient hat, weil Meine Liebe das Werk der Erlösung für euch Menschen vollbringen wollte und dies nur konnte in der Außenform eines Menschen, Der alles Leid auf Seine Schultern nahm, Der gelitten hat und gestorben ist als Mensch und Der Sein Blut vergossen hat aus Liebe, um Seinen Mitmenschen zu helfen und sie zu befreien aus geistiger Not.

Ihr brauchet nur euren Weg hinzulenken zu Ihm, ihr brauchet nur euch Ihm in eurer geistigen Not anzuvertrauen, Ihm eure Sünden bekennen und Ihn bitten, daß Er auch für euch Sein Blut vergossen haben möge, auf daß ihr frei werdet von eurer Sündenschuld, auf daß ihr entsühnt eingehen könnet in das geistige Reich, wenn der Tag des Abscheidens von dieser Erde für euch gekommen ist. Und Er wird euch annehmen, Er wird eure Sündenschuld tilgen, denn Er hat Meiner Gerechtigkeit Genugtuung geleistet.

Er hat die Leiden und Schmerzen ertragen, die ihr hättet ertragen müssen und die euch auch nicht erspart bleiben können, wenn ihr unerlöst, ohne Jesus Christus, die Erde verlasset.
Wohl könnet ihr noch im jenseitigen Reich Ihn rufen und finden, und auch dann wird euch Erlösung werden, aber weit und schwer ist der Weg, und oft habt ihr auch dazu nicht den Willen. Doch ohne Jesus Christus bleibt euch das Tor zum Lichtreich verschlossen, ohne Jesus Christus könnet ihr niemals selig werden.

Bertha Dudde Kundgabe 7625


Vergeltung – Sühne und Erziehungsmittel

Zustimmung zur schlechten Tat ist Sünde
Eine gerechte Vergeltung wird zumeist schon auf Erden jedes Unrecht nach sich ziehen, auf daß der Mensch daran schon das Unrecht erkennen lernt. Denn sowie er selbst das erleiden muß, was er anderen zugefügt hat, wird ihm seine Schuld bewußt und kann ihm selbst verabscheuungswürdig vorkommen.

Und darum ist diese Strafe gleichzeitig Sühne und Erziehungsmittel und kann doppelten Segen nach sich ziehen. Denn laut göttlicher Gerechtigkeit muß jedes Unrecht gesühnt werden, und es müßte sonach im Jenseits abgebüßt werden, so es auf Erden nicht erkannt und bereut wird und die Vergebung Gottes gefunden hat.

Der Kampf um die Oberherrschaft, um Macht, Ehre und Ansehen läßt heute die Menschheit zu Mitteln greifen, die niemals gutgeheißen werden können, und also häuft sie Schuld über Schuld auf sich, die sie nun auch im Erdenleben gerechter Weise sühnen muß, soll nicht unsagbares Leid im Jenseits als Folge ertragen werden müssen. Und dies ist gleichfalls ein Anlaß zur Trübsal, die nun über die Erde geht. Durch jede Zustimmung einer schlechten Tat macht sich der Mensch mitschuldig daran.

Er erkennt also sein Unrecht noch nicht und muß daher gleiches Leid ertragen, auf daß er dadurch zur Erkenntnis komme. Denn nicht nur die vollbrachte Tat ist Sünde, sondern auch die Zustimmung zu einer solchen, weil diese die Gesinnung des Menschen, den Trieb zum schlechten Handeln, verrät.

Und darin ist auch die Erklärung zu finden, warum so viele Menschen von Not und Elend betroffen sind, obgleich sie nicht die Ausführenden von verabscheuungswürdigen Taten sind. Doch solange sie in solchen kein Unrecht erblicken, ist ihre Gesinnung nicht gut, und folglich müssen sie erzogen werden und also am eigenen Leibe die Folgen oder Auswirkungen der bösen Taten verspüren. Der Wille gilt hier als vollbrachte Tat und zieht die Vergeltung nach sich, die gleichzeitig Erziehungsmittel ist, um den Menschen das Schlechte ihres Handelns vor Augen zu führen und ihr Denken entsprechend zu wandeln. Denn jede böse Tat gebärt immer wieder neue böse Taten, und diese ziehen immer tieferes Leid als gerechte Strafe nach sich.

Bertha Dudde Kundgabe 2390



Abtragen der Sündenschuld durch Kinder und Kindeskinder

Die Folge der Sünde ist auch ihre Strafe. Es ist dies so zu verstehen, daß jede Sünde ihre Folgen nach sich zieht, die wieder verderblich sich für den Sünder auswirken, weshalb dann von einer gerechten Strafe gesprochen werden kann. Diese Strafe ist aber dann nicht von Gott über den Menschen verhängt, sondern er selbst hat sie sich zugezogen, weil er den unmittelbaren Anlaß dazu gegeben hat. Es kann nun aber auch die Auswirkung der Sünde längere Zeit auf sich warten lassen, doch sie kommt unweigerlich, nur daß sie dann nicht den Menschen selbst trifft, sondern seine Kinder und Kindeskinder, daß also diese eine Strafe ertragen müssen, die Generationen zuvor verschuldet wurde.

Es ist dies eine scheinbare Ungerechtigkeit Gottes, doch es handelt sich dann immer um Seelen, die zu ihrem Ausreifen besonders schwere Lebensbedingungen brauchen und die sich für ihren Lebensweg besonders schwere Lebensverhältnisse erwählt haben. Sie tragen gleichsam unverdientes Leid und stehen auch mit den Seelen derer, die dieses Leid verschuldet haben, in geistiger Verbindung. Sie werden also von jenen Seelen beeinflußt, eine Schuld abzutragen, die ihnen ins jenseitige Reich gefolgt ist und deren Tilgen im Jenseits übermäßig viel Zeit erfordern würde. Und Gott nimmt die Sühne von Kindern und Kindeskindern an.

Kann der Mensch seine Schuld auf Erden selbst abtragen, so gibt es unzählige Möglichkeiten dazu, d.h., es muß der Mensch mit den Folgen der Sünde fertig werden; er wird dann gewissermaßen dasselbe Schicksal erleiden müssen, das er anderen bereitet hat, er wird das Leid tragen müssen, das er anderen zugefügt hat; es wird immer die Sünde in ihren Auswirkungen ihn selbst wieder treffen, und er wird sich nicht wehren können dagegen.

Doch dann erspart er seinen Nachkommen alle diese Leiden, die er selbst verschuldet hat. Geht er aber mit dieser Schuld ins jenseitige Reich ein, so findet er dort nicht eher Ruhe, bis er wieder die ihm auf Erden nahestehenden Menschen dazu bewogen hat durch gedanklichen Einfluß, seine einstige Sünde auf der Erde zu büßen, was jenen dann ein Erdenschicksal einträgt, das deutlich die Sünden der Väter erkennbar werden läßt.

Von Kindern und Kindeskindern wird die Sühne für die begangene Sünde angenommen, um in den Menschen das Verantwortungsgefühl zu erwecken, sowie sie die Größe einer Schuld unterschätzen. Es leiden die Sünder im Jenseits übergroße Qualen, so sie die Menschen auf Erden für ihre Schuld büßen sehen, und es wird die Schuld daher zweifach gebüßt und entsprechend schneller abgetragen, wie umgekehrt ein Mensch, der um die Sünden seiner Väter weiß, nicht so schwer trägt an der Strafe, weil sie ihm gerecht erscheint und seine Seele dadurch schneller zur Reife gelangt auf Erden.

Überaus leicht aber ist es für einen Sünder, seiner Schuld ledig zu werden, so er sie in tiefem Glauben an Jesus Christus Ihm zu Füßen legt, so er Ihn innig bittet um Vergebung, nachdem er sie ernstlich bereut hat und sich zu bessern bemüht. Dann werden auch die Folgen seiner Sünden ausbleiben, er wird nicht zu fürchten brauchen, daß seine Schuld von seinen Nachkommen abgetragen werden muß. . Er wird frei werden von seiner Schuld um Jesu Christi willen, Der für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben ist.

Bertha Dudde Kundgabe 3315



Kann der Mensch stellvertretend leiden?

Die Kraft der Fürbitte ist gewaltig. Ihr könnet viel Leid von dem Mitmenschen abwenden, ihr könnet ihnen die Kraft zuwenden, die jenen mangelt, die sie in völliger Kraftlosigkeit verharren lässet, bis ihr ihnen durch eure Fürbitte einen Kraftstrom zusendet, daß ihr ihnen also helfet, und zwar nicht direkt, sondern durch Mich, weil Ich eure Liebe erkenne, die ihr in solcher Fürbitte für den Nächsten empfindet.

Dieser Kraftzustrom zwingt jedoch nicht ihren Willen, der frei ist, aber der Widerstand läßt von selbst nach, und die Seele empfindet die Kraft wohltätig. Also könnet ihr immer nur Mich bitten um Zuleitung von Kraft für jene Menschen, die selbst nicht zu dieser Bitte fähig sind. Und weil eure Liebe dabei bestimmend ist, erfülle Ich euch gern die Bitte, denn ihr begehret nichts für euch selbst, ihr suchet keinen eigenen Vorteil, sondern sorget euch um das Seelenheil des Nächsten. Ihr müsset nun aber einen Unterschied machen zwischen einem Gebet für diese Menschen und eurer Hingabe an Mich Selbst, indem ihr Mir eure ganze Liebe schenket.

Und dieser Liebegrad kann in euch anwachsen und zuletzt auch sich erstrecken auf eure Mitmenschen, daß ihr alle umfasset mit eurer Liebe, weil dieses nicht anders möglich ist, so ihr erfüllt seid von der Liebe. Und diesen Grad will Ich erreichen, daß ihr völlig aufgeht in der Liebe zu Mir und zum Nächsten, so daß ihr selbst das Leid auf euch nehmen wollet, daß ihr die Strafe auf euch nehmen wollet, die jene verdient haben.

Doch dieses widerspräche Meiner Gerechtigkeit, da ein jeder für sich selbst verantwortlich ist und auch ein jeder das entsühnen muß, was er verschuldet hat.

Es widerspricht dies zwar dem Erlösungswerk Jesu Christi, Der als wahrhaft schuldloser Mensch Sich alle Sünden der Menschheit aufgebürdet hat aus Liebe zu ihr, Der also vertretender Weise eine Sündenschuld abbüßte, die so groß war, daß nur ein Engelsgeist, in Dem Ich Selbst Mich verkörpern konnte, diese Sühne leisten konnte, daß Ich also Selbst die Schuld tilgte durch Meinen Tod am Kreuz. Doch es war dieser Akt einmalig, und er wird es auch bleiben. Die Schuld eines Menschen aber kann getilgt werden durch das Erlösungswerk Jesu, wenn er Ihn anerkennt, und sie gehört dann zu der Sündenlast, die der Mensch unter das Kreuz trägt.

Doch das ist eines jeden Menschen freie Willensangelegenheit und kann nicht erzwungen werden. Also muß sie auch abgetragen werden noch auf Erden oder im Jenseits, wenn der Mensch sich dem Erlösungswerk ablehnend gegenüberstellt. Die Fürbitte kann für solche Menschen geleistet werden, daß sie ihre Schuld erkennen und zu Jesus finden und diese Fürbitte eben eine große Kraftwirkung hat. Es kommt der Mensch dann von selbst zur rechten Erkenntnis seiner Schuld, und er wird sie nach Kräften wiedergutmachen oder aber den Einen anrufen, Der ihm die Vergebung sichert. Unmöglich aber kann ihm die Schuld erlassen werden auf Grund der Liebe eines Menschen, der sie sühnen will.

Dies wäre keine Gerechtigkeit, wenngleich die Liebe dazu bereit ist, denn nur Einer kann sie streichen, und dieser Eine will angerufen werden.

(13.9.1964) Doch die Liebe eines Menschen, der bereit ist, für seinen Mitmenschen Sühne zu leisten, wird überaus wohlgefällig von Mir angesehen. Es ist dies eine Liebe, die ganz frei von Ichliebe ist, die nicht nur nichts für sich verlangt, sondern bereit ist, Leid auf sich zu nehmen, die daher ein großes Plus für die Seele bedeutet, die auch sich als Kraft für den Mitmenschen auswirkt, denn sie kann nicht ohne einen geistigen Erfolg bleiben, sowohl für ihn selbst als auch für die Seele, die in den Besitz einer Gnade kommt, die sie gleichsam mit berühren muß als starker Wille zur Besserung. Sie wird selbst ihren mangelhaften Zustand erkennen und auch bereit sein, eine Sühneschuld zu leisten, aber sie wird sie doch selbst abtragen müssen.

Sie kann ihr nicht abgenommen werden um der Gerechtigkeit willen. Ihr müsset immer bedenken, daß euch nicht der Weg zu Jesus Christus erspart bleiben kann, daß Ich in Ihm Meine Anerkennung fordere, (von fremder Hand hinzugefügt: daß Ich also dann auch jede Schuld vergebe, jede von euch zu leistende Sühne durch Mein Blut am Kreuz getilgt habe, daß also auch jeder Mensch selbst den Weg) daß also dann auch jeder Mensch selbst den Weg gehen muß zu Mir, daß also eine „aus Liebe für euch“ getilgte Schuld den Menschen davon entheben würde, zumal auf der Erde viele Lichtwesen verkörpert sind, deren Liebe so stark ist, daß sie gern das Leid anderer auf sich nehmen würden.

Doch eure Liebe wirket sich in günstiger Weise an denen aus, die ihr bewahren möchtet vor der Sühne für ihre Schuld. Und darum kann keine liebevolle Regung eurer Herzen ohne Wirkung bleiben, weil Liebe eine Kraft ist, die ihre Strahlen immer hinaussenden wird, weil kein liebender Gedanke sich verflüchtet und ohne Wirkung bleibt.

Doch jedes Übermaß von Liebe kommt dem Menschen selbst zugute, denn sein Körper vergeistigt sich zugleich mit seiner Seele, und diese Vergeistigung, die auch großes körperliches Leid bedingt, sollet ihr alle anstreben, um einem Urgeist, dessen Partikelchen euren Leib bilden, einmal zum schnelleren Ausreifen zu verhelfen.

Bertha Dudde Kundgabe 8852



Abtragung der Schuld „auf Heller und Pfennig.“

Meine Gerechtigkeit fordert Abtragung jeglicher Schuld, denn das ist das Gesetz göttlicher Ordnung, daß jede Ursache ihre Wirkung nach sich zieht. Jede Schuld ist ein Vergehen gegen die ewige Ordnung, sie ist eine Tat, die sich irgendwie auswirken muß und die sich immer nur schlecht auswirken wird, weil sie ein Verstoß war gegen Meine Ordnung von Ewigkeit. Es wird Böses immer nur Böses gebären und ohne Wirkung bleibt keine schlechte Tat.

Ihr Menschen könntet also mit einer Schuld belastet niemals in Freiheit und Seligkeit leben im geistigen Reich, weil diese Schuld darum eine Belastung ist für die Seele, weil die schlechten Auswirkungen ständig die Seele gemahnen würden zu einer gerechten Ausgleichung, weil die Schuld einfach das Bewußtsein einer „seligen Freiheit“ nicht zuläßt, denn die Seele ist aus der göttlichen Ordnung getreten und muß unbedingt zuvor diese göttliche Ordnung wiederherstellen, ehe sie ihre Freiheit genießen kann.

Es ist dies keineswegs ein Strafakt Meinerseits, sondern einfach Gesetz, weil in Meinem Reich Gerechtigkeit herrschet und Liebe und weil beides sich nicht verträgt mit einer unausgeglichenen Schuld.

Selig sein kann nur ein schuldloses Wesen, ein Wesen, das die kleinste Lieblosigkeit wettgemacht hat mit Liebe, ein Wesen, das nun ganz in die ewige Ordnung eingegangen ist, ein Wesen, das alle Schuld bezahlt hat, das alle Schuld aufgewogen hat mit Liebe.

Und dazu ist kaum ein Wesen fähig, das als Mensch auf Erden lebte und in vielfacher Weise schuldig geworden ist, weil es den Erdenweg zurückgelegt hat in unvollkommenem Zustand, weil das Wesen sich durch diesen unvollkommenen Zustand nicht in göttlicher Ordnung bewegt, weil es die Liebe noch nicht in sich zur Entfaltung gebracht hat, also durch die Lieblosigkeit ein Maß von Schuld angehäuft hat, zu dessen Tilgung das Erdenleben zu kurz ist, selbst wenn sich das Wesen noch in diesem zur Liebe wandelt, eben weil Meine Gerechtigkeit einen Ausgleich fordern muß, der seiner Schuld entspricht.

Ich kann nicht Seligkeit schenken in Meinem Reich, bevor die Schuld „auf Heller und Pfennig“ bezahlt ist. Aber Ich kann eine Sühneleistung annehmen, die für die schuldig gewordene Seele gezahlt wird, aber auch nur dann, wenn Liebe diese Sühneleistung verrichtet, weil nur dann Meiner Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Und nun werdet ihr auch verstehen das Liebe- und Barmherzigkeitswerk des Menschen Jesu, Der es erkannte, in welcher Not der Mensch verstrickt ist und sich nicht von ihr frei machen kann während des Erdenlebens und auch im geistigen Reich, so er mit seiner Schuld belastet es betritt.

Er wußte es, daß Meine Gerechtigkeit nicht eine Schuld einfach streichen konnte, die noch nicht beglichen war, und darum brachte Er Sich Selbst am Kreuz als Sühneopfer dar, um die Menschen in den Zustand der Freiheit zu versetzen, der erst eine Glückseligkeit im geistigen Reich zuläßt. Er also bezahlte die Schuld auf „Heller und Pfennig“ für den, der Sein Erlösungswerk annimmt, der sich selbst schuldig fühlt und Jesus Christus bittet, für ihn die Schuld getilgt zu haben durch Sein am Kreuz vergossenes Blut.

Es würde kein seliges Wesen geben in Meinem Reich ohne dieses Erlösungswerk des Menschen Jesu. Doch es kann in den Segen des Erlösungswerkes nur der kommen, der seine Schuld erkennet als Trennung zwischen sich und Gott, der diese Erkenntnis gewonnen hat als Folge seines Mir zugewandten Willens, in dem sich der Liebefunke entzündet hat, ansonsten er niemals sich schuldig fühlen würde (27.3.1955) und das Bewußtsein seiner Schuld treibt ihn nun zu Mir in Jesus Christus, und er bittet Mich um Vergebung um Jesu Christi willen. Und seine Schuld wird ausgeglichen, sie wird restlos getilgt, und er kann als freies Wesen eingehen in das Reich des Lichtes, wo es nun wieder seine Aufgabe ist, sich am Erlösungswerk zu beteiligen.

Als selbst erlöst, kann nun die Seele in einem Umfang tätig sein, daß sie nun auch die Seelen in die göttliche Ordnung zurückzuführen sucht, die unglückselig, weil unerlöst, sind. Und diese Tätigkeit ist oft mühevoll und erfordert große Geduld und Ausdauer, doch ihre Liebe gibt ihr Kraft, und sie verwendet diese Kraft zum Dienst für Mich und Mein Reich, sie dienet Mir und bezahlt gleichsam mit ihren Liebediensten eine Schuld, die Ich wohl getilgt, also gestrichen habe, jedoch eine solche Ausgleichung gern annehme, weil die Liebe sie Mir bietet.

Rastlos tätig sind die durch Jesu Blut erlösten Seelen im geistigen Reich, um Mir die noch abtrünnigen Seelen zuzuführen, doch sie erfüllen diese Tätigkeit nicht mehr im Schuldbewußtsein, sondern in völliger Freiheit und gelten darum nicht nur als Meine Knechte, sondern als Meine Mitarbeiter, die ohne geringsten Eigennutz nur zur Glückseligkeit der Bewohner des geistigen Reiches beitragen, aus Liebe zu Mir und zu allem Geistigen, das Ich schuf.

Die Seelen nun, die noch unerlöst in der Tiefe schmachten, sind also mit ihrer Schuld noch belastet, und darum büßen sie diese in ihrem qualvollen Zustand zum Teil ab, doch sie werden sich niemals nur durch diese Qualen freikaufen können, sie werden niemals fertig werden mit ihrer Schuld ohne die Erlösung durch Jesus Christus.

Auf Erden haben sie die Gelegenheit versäumt, Dem ihre Schuld zu übergeben, Der für sie die Sühne geleistet hat durch Seinen Tod am Kreuze. Einmal aber müssen sie es tun, ansonsten sie ewig nicht ihrer Schuld ledig werden.

Und Ich lasse Mir genügen, wenn sie nur aus der Tiefe zu Mir rufen, um ihre Schuld in den Sand zu schreiben, um sie emporzuheben in lichtere Sphären, wo sie nun zwar schwer ringen müssen, aber doch einmal sich auch zur Erlöserarbeit erbieten und die nun ihrerseits wieder viel Schuld abtragen eben durch ihre Erlöserarbeit, die sie aber immer erst dann ausführen können, wenn sie sich Jesus Christus übergeben haben, daß Er sie erlöse aus der Gewalt ihres Kerkermeisters.

Sie tragen also ihre Schuld ab freiwillig und aus Liebe, denn sie ist schon getilgt zuvor durch das Erlösungswerk Jesu. Ihre Dankbarkeit und Glückseligkeit über ihre Befreiung aber können sie nicht anders kundtun als mit der Beteiligung an dem Erlösungswerk, weil sie selbst um die Not der Seelen in der Finsternis wissen und in ihrer Liebe nun allen verhelfen möchten zur Seligkeit in Freiheit.

Ohne Jesus Christus aber wäre kein Wesen fähig, weder auf Erden noch im Jenseits, die Sündenschuld selbst abzutragen. Doch um der Gerechtigkeit willen muß jede Schuld gesühnt werden, und dieses Sühnewerk vollbrachte Jesus, und ihr Menschen könnet frei werden von jeder Schuld, auf Erden oder auch im jenseitigen Reich.

Bertha Dudde Kundgabe 6220



Gerechtigkeit

Dem Gerechten wird auch in Meinem Reich Gerechtigkeit widerfahren, denn wer da gerecht denkt und handelt auf Erden, der kann auch von Mir ein Urteil für sich selbst erwarten, das ihn vollauf befriedigt. Ein jeder Mensch soll dem Mitmenschen vollste Gerechtigkeit widerfahren lassen, und das bedeutet, daß er ihn behandeln soll als Bruder, mit dem er alles teilet, was ihm vom Vater aus zugeteilt worden ist.
Er soll ihn gerecht bedenken, d.h. so, wie es im Sinne des Vaters ist, Der beide Kinder gleich liebt und niemals den einen vor dem anderen zurückgesetzt sehen will. Und es gilt dies im besonderen für geistiges Gut, das den Menschen nötig ist zum Ausreifen der Seele.

Auch irdisch soll dem Mitmenschen Gerechtigkeit erwiesen werden, indem er niemals übervorteilt wird oder ihm ungerechterweise ein Schaden zugefügt wird. Doch irdisch ist es nicht zu umgehen, daß die Menschen verschieden bedacht werden mit irdischen Gütern, weil dies in Meinem ewigen Heilsplan begründet ist, daß die verschiedenen Lebenslagen der einzelnen Menschen wieder dazu dienen, den gegenseitigen Hilfswillen zu erhöhen, und die freiwillige Abgabe oder freiwillige Hilfeleistung Werke uneigennütziger Nächstenliebe sind, die auf Erden geübt werden muß zwecks eigener Vollendung.

Doch geistig bedeutet eine Hilfeleistung an seinem Mitmenschen noch tiefere Liebe zu ihm, soll doch ein jeder zurückgeführt werden zum Vater, soll doch ein jeder Mensch den Weg finden zu Mir. Und darum soll ein jeder Mensch den anderen als seinen Bruder ansehen, der das gleiche Anrecht hat, als Mein Kind wieder angenommen zu werden, und kein Mensch soll glauben, daß ihm allein dieses Recht nur zusteht. Und es soll ein jeder seinem Bruder dazu verhelfen, geistig auszureifen, wenngleich nun erst der Wille dazu bereit sein muß.

Aber es hat der Mensch dann seinem Mitmenschen Gerechtigkeit erwiesen, wenn er ihm vorerst die Mittel in die Hand gibt, zur Vollendung zu gelangen. Wie dieser dann die Beweise seiner Liebe nützet, muß er selbst verantworten, aber des Gerechten Lohn ist sicher, er wird von Mir aus in gleicher Weise bedacht, ihm wird gegeben, wie er selbst ausgeteilt hat. Und so ist die Gerechtigkeit ein Werk der Nächstenliebe, daß jedem Menschen zur Verfügung gestellt werden soll, was er selbst nicht besitzt, was aber für sein Seelenheil vonnöten ist.

Und der Mensch, der sich dessen erfreuen darf, soll gerechterweise an seine Brüder denken, die nicht in der gleichen Lage sind, und er soll ihnen zuleiten geistig und irdisch, weil auch er selbst von Mir zugeleitet bekommt, Der Ich an der Gerechtigkeit Meine Freude habe und jeden segne, dessen Denken und Handeln gerecht ist, wie es auch die rechte Nächstenliebe gebietet.
Und so auch wird der Mensch im geistigen Reich von Mir aus bedacht und gesegnet werden, denn die Gerechtigkeit gehört zu Meinem Urwesen, dem ihr Menschen euch angleichen sollet, sie gehört zum Wesen der Liebe, zu der ihr euch wieder gestalten sollet auf Erden, und sie ist eine der Tugenden, die euch eigen waren im Anbeginn, die ihr wieder annehmen müsset, wollet ihr als vollkommen wieder zurückkehren zu Mir, in euer Vaterhaus.

Bertha Dudde Kundgabe 7326


Gott verdammet nicht, sondern will erlösen

Nicht Ich verdamme die Menschen und stoße die Seelen in die Finsternis, sondern sie selbst streben in die Tiefe, sie selbst sprechen sich das Urteil durch ihren Lebenswandel, der so ist, daß der Fürst der Finsternis von ihnen Besitz ergreifen kann und sie in sein Gebiet hinabzieht. Ich bin ein Gott der Liebe, und Mich dauern alle diese Seelen, weil Mein Prinzip ist, alles zu beglücken, was aus Mir einst hervorgegangen ist.

Ich sehe ihre Not, Ich sehe ihren erbarmungswürdigen Zustand und möchte ihnen allen helfen; doch solange sie sich abwenden von Mir, solange sie nicht willig sind, sich von Mir helfen zu lassen, behält sie Mein Gegner fest in der Gewalt, denn ihr Wille gibt ihm das Recht dazu, wie aber auch der umgekehrte Wille Mir das Recht geben würde, ihnen emporzuhelfen zur Höhe.
Ich trage keinem Menschen die Sündenschuld nach, wenngleich Ich als ein Gott der Gerechtigkeit einen Ausgleich, eine Sühne, verlangen muß. Doch Meine erbarmende Liebe hat allen Sündern die Möglichkeit geschaffen, ihrer Sündenschuld ledig zu werden, Meine erbarmende Liebe nahm die Sündenschuld aller auf sich und zahlte das Lösegeld durch den Opfertod am Kreuze. Und doch bleibt es jeder Seele freigestellt, davon Gebrauch zu machen, weil Ich ihr einen freien Willen gegeben habe, den Ich niemals antasten werde.

Der freie Wille aber ist es, der sie, wenn er falsch gerichtet ist, in die Verdammnis stürzt, in einen Zustand, der so qualvoll ist, daß er gleich ist der furchtbarsten Kerkerhaft, und den sie als von Mir über sich verhängt glaubt und darum Mich als einen rächenden und strafenden Gott ansieht, Der sie verstoßen hat in die Finsternis.

Die Seele schafft sich selbst ihr Los, denn was sie ist und wo sie ist, das ist ein im freien Willen angestrebter Zustand, der auch nur geändert werden kann durch eigenen Willen, der aber auch unverzüglich gebessert wird, wenn die Seele ihre Gedanken Mir zuwendet.

Meine Liebe erfaßt jede Seele und verhilft ihr zur Höhe, wenn sie der Höhe, also Mir, zustreben möchte. Ich bin wohl ein Gott der Gerechtigkeit, doch was Ich fordere als Gegenleistung, als Ausgleich für die Sündenschuld der einstigen Auflehnung wider Mich, ist nur die Anerkennung Meines Erlösungswerkes, also die Anerkennung Jesu Christi als Gottes Sohn.

So wie sich einst das Geistige abwandte von Mir und fiel, so soll es sich wieder Mir zuwenden in Jesus Christus, um zur Höhe zu steigen. Ich verlange nur Anerkennung Seiner Göttlichkeit, weil Ich Selbst dann anerkannt werde, Der Ich im Menschen Jesus Mich verkörpert habe auf Erden, um es den Menschen, dem einst von Mir abgefallenen Geistigen, zu erleichtern, die einstige Sünde wiedergutzumachen.

Die Menschen sind in Gottferne, die Menschen sind eigenwillig von Mir gegangenes Geistiges; nicht Ich habe dieses Geistige verdammt, sondern es ist im freien Willen der Tiefe zugestrebt, aus der Ich es wieder emporholen möchte, doch nicht gegen ihren freien Willen sie in eine andere Sphäre versetzen kann: Ich war und bin und bleibe ewiglich der Gott der Liebe, und selbst Meine Gerechtigkeit wird von Meiner erbarmenden Liebe übertroffen, die einen Weg gesucht hat, der Gerechtigkeit Genüge zu tun und doch den Geschöpfen entgegenzukommen, auf daß sie sich Ihm wieder nähern konnten, wenn sie den Willen dazu hatten.

Und Meine Liebe wird ewiglich bemüht sein, aus der Tiefe zu erlösen die Seelen, die sich selbst verloren haben; Meine Liebe wird ewiglich ihre helfende Hand ausstrecken, die nur ergriffen zu werden braucht, um der Tiefe entfliehen zu können, denn Ich bin kein strafender, kein verdammender Gott, Ich bin ein Gott der Liebe und der Barmherzigkeit, Der ewig nur beglücken will, was aus Seiner Liebe einst hervorgegangen ist.

Bertha Dudde Kundgabe 5593




Haushaltung Gottes 01_004,05 Wer aber seine Liebe zu Mir richtet und an Mich heftet, der verbindet seine Liebe wieder mit der Liebe oder mit dem Leben alles Lebens; der wird dann lebendig durch und durch.