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Vom Leben mit und ohne Gott - 6. Heilung durch geistige Umkehr 516

Administrator Beiträge: 10836 Forumgründer *****
Vom Leben mit und ohne Gott - 6. Heilung durch geistige Umkehr
« am: Mai 29, 2011, 11:48:12 Vormittag »
I.K.L. (v. 10.11.1893) — O liebe Kinder, daß ihr doch einmal weise wäret und verstündet Mein Tun! Ich bin ja nicht gekommen, euren Leib von seinen Übeln zu befreien, sondern darum bin Ich in diese Welt gekommen, eure Seelen durch des Leibes Gebrechen zu läutern und zu reinigen. Anstatt daß ihr Mir nun danket für solch gnädige Mithilfe, wollet ihr, daß Ich euch abnehme, was zu eurem Seelenheile dient! —O wie blind seid ihr noch! Und wie lange muß Ich noch bei euch sein, bis ihr das Wahre vom Falschen unterscheidet und nach dem Lichte verlanget und das wahre Sein ergreifet, anstatt dem Schatten und dem Scheine nachzujagen!?

Ihr denket da nun wohl bei euch: "Ja wenn also jede Sorge, die wir dem Leibe zuwenden, eine törichte ist, und wir aufhörten für ihn zu sorgen, da würde er doch bald untauglich werden und seinen Zweck verfehlen, nämlich der Seele als Läuterungs- und Reinigungsort zu dienen! Die Sorge um den Leib ist doch instinktmäßig und sogar unsere Pflicht, warum wird sie hernach hier als gänzlich verwerflich hingestellt?"

Nun, liebe Kinder, diese Art, für den Leib Sorge zu tragen, verwerfe Ich durchaus nicht. Darum höret Mich nur weiter an, so werdet ihr bald merken, wo es hinaus will. Sehet, ihr alle, die ihr mit irgendwelchen Leiden und Gebrechen des Körpers behaftet seid, habt euch dieselben zum größten Teile selbst zugezogen — entweder durch ungeordnetes Leben, in Essen und Trinken oder durch Unkeuschheit in mancherlei Beziehung, sei es auch nur in unlautern und unreinen Gedanken. Wenn die letzteren auch niemals zur Ausführung kamen noch kommen werden, so ist es dennoch ein Spielen mit der Sünde, die den Tod gebiert. All die anderen Ausschweifungen und Sünden will Ich gar nicht berühren; denn sie sind ein Greuel und der Untergang der ganzen Welt. Die mit diesem Höllengift Behafteten werden schwerlich das Reich Gottes sehen.

Lasset uns aber noch zu denen uns wenden, deren Krankheit und Siechtum ein Erbteil von Eltern und Voreltern ist. Das sind diejenigen, die Ich vom Mutterleibe an vor dem Schlangengift der Welt bewahren will. Dadurch, daß sie ihr Kreuz sozusagen mit auf die Welt bringen, reifen ihre Seelen früher aus und sind Mir daher bald tüchtige Werkzeuge. Denn ihr Geist ist schon vereint mit Meinem Geiste durch das frühzeitige Wachwerden der Seele. Sie sind geringgeachtet vor der Welt ihrer leiblichen Schwäche wegen; aber eben darum stehen sie im Geistesreiche obenan und sind auch früher reif für dasselbe.

Doch nun haben wir noch eine dritte Art, und das sind die von zuviel irdischer Arbeit Geschwächten, die sich aber in zwei Teile teilen — in solche, die aus übergroßer Gier nach irdischem Gut sich schädigten, und solche, die aus Not und Armut über ihre Kräfte taten.

Sehet, da haben wir in kurzem den Hauptteil der menschlichen Leiden im allgemeinen, deren Träger die Mehrzahl der heutigen Menschheit bilden, und diese sind es, denen Ich sage: "Euer Streben durch äußere Mittel leidensfrei zu werden ist vergebens! Richtet eure Sorge nicht auf den Schein, sondern auf das Sein! Betrachtet euer irdisches, körperliches Leiden als gerechte Sühne eurer Sünden und bekehret euch von ganzem Herzen, so wird es besser mit euch werden, wenn auch nicht am Leibe, so doch an eurer Seele! Diese ist es, die Ich zu retten gekommen bin einst und nun! Darum lasset ab von allen euren Versuchen, das für das Heil eurer Seelen erforderliche Kreuz abzuschütteln.

Ich habe geistige Zwecke mit euch vor, während euer Sinn nur auf Irdisches gerichtet ist. Darum verstehet ihr nicht Mein Tun und Meine Liebesabsichten. Ich aber will dennoch euch nicht lassen, sondern euch mit himmlischer, väterlicher Geduld und Langmut auch ferner hin ertragen und euch dem ewigen Lichte näher führen. Denn Meine Liebe will nicht, daß eines verlorengehe, sondern daß sich alle zur Buße kehren."