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Vom Leben mit und ohne Gott - 1. Wo kein Arzt mehr helfen kann 547

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Vom Leben mit und ohne Gott - 1. Wo kein Arzt mehr helfen kann
« am: Mai 29, 2011, 11:51:26 Vormittag »
GrEv X/148 — DER HERR hatte eines Tages den blinden und lahmen Sohn eines Herbergswirtes geheilt.

Sagte der Wirt: "O Herr und Meister, nun sehe ich es ganz klar ein, daß Du allein höchst weise bist und in allem recht hast. Die Menschen sind allzeit selbst schuld an allen Übeln, von denen sie körperlich und seelisch heimgesucht werden. Doch wer war denn daran schuld, daß dieser mein Sohn, der stets von frühester Jugend an mein allergeratenster und frömmster war, blind und lahm geworden ist?"

DER HERR: "Siehe, Freund, da wirkten drei Hauptumstände zusammen! — Der erste Umstand war deine zu große Vorliebe für diesen Sohn. So er nur ein wenig von irgendeinem kleinen Kopfübel bedroht war, so mußten gleich alle dir bekannten Ärzte zu ihm kommen, um ihn zu heilen. Diese haben ihm durch ihre starken Mittel einen ziemlich heftigen Kopfkatarrh in die Augen getrieben, und der Sohn wurde blind.

Zweiter Umstand: Als der Sohn blind geworden war, da wollten die Ärzte ihn wieder sehend machen, gebrauchten innerlich und äußerlich starke, aber ganz verkehrte Mittel, und dein Sohn wurde dadurch denn auch bald am ganzen Leibe lahm.

Dritter Umstand: Ich wußte wohl auch darum, ließ es aber zu, daß dir solches begegne, und zwar aus dem folgenden Grunde: Zum ersten hast du dann auch deinen anderen Kindern eine größere Liebe bezeigt und hast sie alle besser zu erziehen angefangen. Zum zweiten hast du angefangen einzusehen, daß ein rechter Jude auch bei den leiblichen Übeln stets mehr auf Gott als auf die zumeist blinden und unwissenden Weltärzte sein Vertrauen setzen solle; denn wo kein Arzt mehr helfen kann, da kann noch Gott allein gar wohl helfen. — Und zum dritten ließ Ich das auch darum zu, weil Ich wohl wußte, daß Ich zu dir kommen werde, um dir in der Heilung deines Sohnes ein Zeichen zu geben, daß Ich der Herr bin und mir nichts unmöglich ist.

Aus dem wirst du nun wohl einsehen, was da alles schuld war, daß dein Sohn auf eine Zeitlang blind und lahm geworden ist.

Es gibt zwar wohl noch einen dir jetzt noch völlig unbegreiflichen, geheimen, innern, geistigen Grund, der dir aber erst im andern Leben klar werden wird. Das magst du aber nun aus Meinem Munde für dich und deinen Sohn vernehmen, daß weder du selbst, noch dieser dein Sohn der Seele nach von dieser Erde, sondern von oben her, das heißt von einer andern im endlos weiten Himmelsraume bahnenden Erde abstammt. Denn alles, was sich dir am weiten und tiefen Himmel als ein bleibendes Gestirn zeigt, ist Weltkörper über Weltkörper, und keiner ist ohne euch ähnliche, vernünftige Menschenwesen; doch Meine Kinder trägt nur diese Erde. Doch frage Mich darüber um nichts Weiteres mehr! So du im Geiste wirst vollendet sein, wird sich deine innere Sehe auch in diesem Punkte zu einer größeren Klarheit erheben."