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Alter, Sterben, Tod - 4. Vom Sterben und vom Tode 523

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Alter, Sterben, Tod - 4. Vom Sterben und vom Tode
« am: Mai 29, 2011, 11:55:01 Vormittag »
GrEv V/75(2-6) — DER HERR: "Wer das Fleisch angezogen hat, wird dasselbe auch wieder ausziehen müssen, ob nun mit oder ohne Schmerz, das ist eine ganz gleichgültige Sache; denn nach der Trennung hat aller diesweltliche Schmerz aufgehört. Denn die Luft, die des Menschen Seele einatmen wird in der andern Welt, wird eine ganz andere als die Luft dieser materiellen Welt hier sein. Wo es keinen Tod mehr gibt, da gibt es auch keinen eigentlichen Schmerz, weil des Fleisches Schmerz stets nur die Folge einer teilweisen Losschälung der Seele vom Fleische ist.

Es ist aber damit gar nicht gesagt, als wäre eine Seele in ihrem reinen Zustande etwa ohne Gefühl und Empfindung — denn ohne das wäre sie ja offenbar tot; aber sie wird in der ihrem Wesen entsprechenden Welt nur nichts finden, das sie drängte, drückte, kneifte und preßte und dadurch ein schmerzliches Gefühl erzeugte; und so wird sie auch keinen Schmerz je wahrnehmen.

Der Hauptgrund zu einem Schmerz, den stets nur die Seele, nie aber das Fleisch empfindet, liegt also im Drucke, den irgendein zu träg und somit auch zu schwer gewordenes Fleisch auf irgendeinen Lebensteil der Seele ausübt. Es ist daher zeitweilig jede Krankheit zu heilen, wenn man die Fleischmasse zu erleichtern versteht; aber fürs Alter des Fleisches gibt es keine Erleichterung mehr, obwohl ein in guter Ordnung lebender Mensch noch bis in ein sehr hohes Alter im ganzen wenig von einem Schmerze zu erzählen wissen wird. Sein Fleisch wird bis zur letzten Stunde noch ganz fügsam und geschmeidig verbleiben, und die Seele wird sich nach und nach ganz sachte ihrem Fleische entwinden können in der eigentlichen, besten und wahren Ordnung. Sie wird zwar auch nicht wünschen, gerade selbst im höchsten Erdalter sich vom Fleische zu trennen; wenn aber an sie der ihr wohl vernehmbare, beseligendste Ruf aus den Himmeln ergehen wird: "Komme du aus deinem Kerker ins freieste, ewige, wahre Leben!" so wird sie aber auch keine Sekunde verlieren, ihr morsches Erdhaus zu verlassen, um hinauszutreten in die Lichtgefilde des wahren, ewigen Lebens."
Vom frühzeitigen Tode

GrEv VI/55(3-7) — DER HERR: "Als bei den Menschen allerlei Hoffart und mit ihr ein ganzes Heer von tollsten Sünden wider die Gebote Gottes und wider die Gesetze der Natur Eingang fand, da erst kamen aus eigenem Verschulden allerlei böse Krankheiten unter die Menschen. Die also geschwächten Menschen konnten dann auch keine gesunden Kinder mehr zeugen. Solche schon vom Mutterleibe an verkümmerten Kinder mußten nach und nach auch stets mehr und mehr von allerlei Krankheiten befallen werden und sterben in allen Stadien ihres Alters.

Daß nun solches also geschieht, müßt ihr euch nicht denken, als hätte solches Gott aus irgendeiner unerforschlich-geheimen Absicht unter die Menschen verordnet; aber zugelassen hat Er es, damit die Menschen fürs erste durch die Krankheiten vom zu vielen Sündigen abgehalten werden, und fürs zweite, daß sie durch die bitter schmerzlichen Krankheiten mehr von der Welt abgezogen werden, in sich gehen, ihre Sünden erkennen, sie verabscheuen und so in Geduld und Ergebung in den göttlichen Willen selig werden können.

Also ist das auch bei den Kindern der Fall. Was soll aus einem körperlich verkümmerten Kinde auf dieser Erde werden, besonders bei Eltern, die selbst in allen Sünden geboren worden sind?! Wer wird sie erziehen, und wer wird sie heilen von ihren Übeln?! Ist es da nicht besser, daß sie von dieser Welt zurückgenommen werden und sodann dort im eigens für sie bestehenden Kinderreiche von den Engeln großgezogen werden?!

Ich sage euch: Gott weiß um alles und sorgt auch für alles! Aber da die meisten Menschen in dieser Zeit Gott gar nicht mehr kennen und nichts von Ihm wissen, wie sollen sie dann darum wissen, was Gott tut, und was Er verordnet zu ihrem möglichen Heile?!

Würde Gott auf die Sünden der Menschen nicht die entsprechenden Krankheiten zugelassen haben, so ginge mehr denn die halbe Menschheit gänzlich zugrunde, und die Erde würde ganz zur Hölle werden und müßte zerstört in toten Trümmern im endlosen Weltenraume umherirren, wie dieser sichtbare Sternen- und Weltenraum schon ähnliche Beispiele aufzuweisen hat, wovon euch Meine Jünger etwas Näheres sagen können."

GrEv VIII/81(2-5) — Ein Schriftgelehrter: "Alle die Altväter und Propheten, die auch streng nach Deinem ihnen geoffenbarten Willen gelebt und gehandelt haben, sind am Ende denn doch gestorben, und wir werden auch sicher alle sterben müssen, weil Du Selbst uns auf den Abfall des Fleisches von der Seele schon bei verschiedenen Gelegenheiten nur zu deutlich und klar aufmerksam gemacht hast; und nun sagtest Du aber, daß es für den, der Deine Lehre annehmen und werktätig befolgen wird, keinen Tod geben werde. Wie sollen wir das verstehen?"

DER HERR: "Meinte Ich denn, daß ein Mensch, der nach Meinem Worte leben wird, auch leiblich gleichfort auf dieser Erde leben werde?! Dem Leibe nach wird freilich ein jeder Mensch sterben, und sein Leib wird den Tod sicher nicht sehen, fühlen und schmecken, — aber desto mehr die Seele eines Sünders, so er nicht nach Meiner Lehre sich bessern und eine rechte und wahre Buße tun wird! Denn bei wem die Seele noch gar sehr ins Fleisch und seine sinnliche Lust vermengt und verwachsen ist, bei dem wird auch eben die Seele den Tod sehr sehen, fühlen und schmecken, so für den Leib die Stunde des Abfallens kommen wird.

Eine Seele aber, die nach Meiner Lehre in ihrem Geiste aus Mir schon auf dieser Erde völlig wiedergeboren wird, wird solch einen Tod sicher ewig nie sehen, fühlen und schmecken, weil sie mit dem vollsten und hellsten Lebensbewußtsein frei von aller Qual aus dem Leibe scheiden wird, wenn Ich sie zu Mir für ewig berufen werde. Und so einer und der andere von euch von den Heiden um Meines Namens willen zum Tode geführt wird, so wird er lachen und frohlocken, daß er als Blutzeuge seines Fleisches entledigt wird, und wird Seligkeit und Wonne empfinden selbst in des Fleisches Schmerzen."

GrEv II/232(6-7) — DER HERR: "Wenn auch die Wesen nach ihrer geistigen Vollendung ein vollkommen freies Sein haben, das vom Gottessein wie unabhängig dasteht, so würde solch eine wie selbständige Unabhängigkeit aber dennoch keine Dauer haben können, so diese nicht von Ewigkeit her von Gott aus Seiner Ordnung heraus, und mit derselben eins seiend, zum voraus festgestellt wäre. Diese Feststellung von Ewigkeit her aber ist so ganz eigentlich für alle geschaffenen Wesen schon das, wodurch jedem geschaffenen Wesen die ewige Dauer fortwährend verschafft und erhalten wird.

Aus dem geht nun auch wie von selbst hervor, daß da kein Ding, das von Gott einmal ins wie immer geartete Dasein gerufen worden ist, unmöglich je vergehen und zunichte werden kann. Es kann wohl die Form verändern und aus einer minder edlen in eine stets edlere übergehen, auch umgekehrt, wie wir solches beim Falle der erstgeschaffenen Geister gesehen haben; aber vernichtet kann da nichts mehr werden, was Gott einmal in irgendein Dasein gerufen hat."