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Vom rechten Fasten 537

Administrator Beiträge: 10835 Forumgründer *****
Vom rechten Fasten
« am: Mai 29, 2011, 12:06:04 Nachmittag »
GrEv VII/85 — DER HERR: "Durch ein rechtes Fasten und Beten zu Gott wird die Seele zwar freier und geistiger, aber selig wird niemand durchs pure Fasten und Beten, sondern nur dadurch, daß er an Mich glaubt und den Willen des Vaters im Himmel tut, wie Ich euch solchen verkünde und verkündet habe. Das kann aber jedermann auch ohne die gewissen Fasten und ohne das Sichenthalten von gewissen Speisen und Getränken.

Wer aber irgendeinen Überfluß hat und übt wahrhaft die Nächstenliebe, der fastet wahrhaft, und solch ein Fasten ist Gott wohlgefällig und dem Menschen zum ewigen Leben dienlich. Wer viel hat, der gebe auch viel, und wer wenig hat, der teile auch das Wenige mit seinem noch ärmeren Nächsten, so wird er sich dadurch Schätze im Himmel sammeln! Das Geben aber ist schon an sich seliger als das Nehmen.

Wer aber vor Gott wahrhaft und zum ewigen Leben der Seele verdienstlich fasten will, der enthalte sich vom Sündigen aus Liebe zu Gott und dem Nächsten, denn die Sünden beschweren die Seele, daß sie sich schwer zu Gott erheben kann.

Wer da gleich den Pharisäern und anderen Reichen Fraß und Völlerei treibt und für die Stimme der Armen taub ist, der sündigt gegen das Fastengebot, also auch ein jeder Hurer und Ehebrecher.

Wenn dich das üppige Fleisch einer Jungfrau oder gar das des Weibes eines andern anzieht und verlockt, so wende deine Augen ab und enthalte dich der Lust des Fleisches, und du hast dadurch wahrhaft gefastet!

Wenn dich jemand beleidigt und erzürnt hat, dem vergib; gehe hin und vergleiche dich mit ihm, und du hast dadurch gültig gefastet!

Wenn du dem, der dir Böses zugefügt hat, Gutes erweisest und den segnest, der dir flucht so fastest du wahrhaft.

Was zum Munde eingeht zur Ernährung und Kräftigung des Leibes, das verunreinigt den Menschen nicht; aber was aus dem Munde kommt als Verleumdung, Ehrabschneidung, unflätige Worte und Reden, böser Leumund, Fluch, falsches Zeugnis und allerlei Lüge und Gotteslästerung, das verunreinigt den Menschen. Und wer solches tut, der ist es, der wahrhaft das wahre Fasten bricht. — Denn wahrhaft fasten heißt, sich selbst in allem verleugnen, seine ihm zugewiesene Bürde geduldig auf seine Schultern legen und Mir nachfolgen; denn Ich Selbst bin von ganzem Herzen sanftmütig und geduldig.

Ob aber jemand dies oder jenes ißt, um sich zu sättigen, ist einerlei; nur soll ein jeder darauf sehen, daß die Speisen rein und auch gut genießbar sind.

Besonders sollet ihr mit dem Fleischessen behutsam sein, so ihr am Leibe lange und dauernd gesund bleiben wollet. — Das Fleisch von erstickten Tieren dient keinem Menschen zur Gesundheit, da es böse Geister in den Nerven des Leibes erzeugt. Und das Fleisch der als unrein bezeichneten Tiere ist nur dann als gesund zu genießen, wenn es so zubereitet wird, wie Ich euch solches schon angezeigt habe. Wenn ihr, Meine Jünger, aber in alle Welt unter allerlei Völker in Meinem Namen hinausziehen werdet, da esset, was man euch vorsetzen wird! — Esset und trinket jedoch nie über ein rechtes Maß, so werdet ihr die rechte Faste halten. Alles andere aber ist Aberglaube und eine große Torheit der Menschen, von der sie erlöst werden sollen, wenn sie es selbst wollen."